Impfen oder nicht – das ist hier die Frage!

Kinderarzt_LindeRDas Gesundheitswesen der DDR war eines der vorbildlichsten in der Welt. Es gab in jeder größeren Stadt ein Krankenhaus, in fast in jedem Dorf einen Arzt und eine Gemeindeschwester. In den Städten gab es Polikliniken, Großbetriebe hatten ein Betriebsambulatorium und manche Schulen verfügten sogar über eine eigene Schulzahnarztpraxis. Infektionskrankheiten wie Kinderlähmung, Diphterie und Scharlach waren so gut wie vollständig überwunden. Die Behandlungen beim Arzt sowie Medikamente waren in der DDR vollständig kostenlos, und eine Zweiklassenmedizin (wie heute in der BRD) gab es nicht. Alle hatten die gleichen Rechte, auch die Kinder. Wenn man heute liest, daß bereits Schulkindern mitunter ein ganzer „Medikamentencocktail“ verabreicht wird, daß Lehrer um qualifizierrte Sonderpädagogen einzusparen zur Inklusion (d.h. der Eingliederung behinderter Kinder) gezwungen werden und daß längst überwunden geglaubte Krankheiten plötzlich wieder auftauchen, so sind das die schädlichen Auswirkungen eines auf Profit und Bereicherung orientierten Gesellschaftssystems. Hier nun einige Hinweise aus der DDR:

INFEKTIONSKRANKHEITEN BEI KINDERN,
SPERRZEITEN UND IMPFUNGEN IN DER SICHT DES LEHRERS

Was muß der Lehrer über die ansteckenden Kinderkrankheiten wissen? Es ist möglich, daß der Lehrer erstmals einen Hautausschlag bei einem Schüler entdeckt. Das Erzieherpersonal muß deshalb die seuchenhygienischen Schutzmaßnahmen kennen. Die Erweiterung unseres Unterrichtswesens auf die polytechnischen Bereiche ergibt neue Beziehungen innerhalb der Infektionsverbreitung, die erkannt und abgegrenzt werden müssen. Die gesetzlichen Sperrmaßnahmen für erkrankte Kinder, für Angehörige Erkrankter und für Erzieher selbst sind einzuhalten.

Auffallend bei jeder ansteckenden Krankheit sind Abgeschlagenheit und ansteigende Körpertemperatur des Patienten, Unlust, Unleidlichkeit, Weinerlichkeit treten auf. Der Appetit läßt nach, die Kinder werden meist ruhiger und teilnahmsloser. Zeigen sich gar Durchfälle, lokalisierte Schmerzen und Schluckbeschwerden, so ist größte Vorsicht geboten. Meist machen sich nun auffallende Blässe, Apathie und schließlich Hautausschläge bemerkbar. Gelbsucht, Kurzluftigkeit oder Krämpfe können auftreten. Jedes Kind, das länger als einen Tag fiebert, soll zum Arzt verwiesen werden.

Krankheitsbilder

Scharlach

ist meist durch Halsentzündung und kleinfleckigen Ausschlag gekennzeichnet. Der Krankheitsbeginn ist mit Mattigkeit, Unlust und öfterem Erbrechen verbunden. Am zweiten oder dritten Tag blüht die Hautrötung auf, die bei näherem Hinsehen – mit der Lupe – aus vielen stecknadelkopfgroßen, erhabenen Pünktchen besteht. Mundumgebung und Kinn sind meist deutlich blaß. Der Ausschlag beginnt am Hals und am Oberkörper und läuft binnen zwei Tagen über den übrigen Körper herab. Deutlich ist die Rötung meist im Schenkeldreieck an der Innenseite der Oberschenkel. Die Rötung, die oft juckt und sensible Kinder zum Kratzen zwingt, klingt erst Ende der ersten oder Anfang der zweiten Krankheitswoche völlig ab; die Haut schuppt sich.

Vor Beginn der Rötung ist die Mundhöhle im Rachen und hinterem Gaumenbereich düsterrot, die Zunge meist schmierig belegt. Die Mandeln sind geschwollen und oft gelblichweiß gefleckt. Die Zunge nimmt am dritten und vierten Krankheitstag durch starke Blutfüllung Himbeerform an (Himbeerzunge).

Scharlach kann in schwerer Form (toxisch) oder in leichter oder leichtester Form ohne Hautausschlag verlaufen. Stets gefürchtet sind jedoch seine Komplikationen, die mit Zerstörung der Mandeln, mit eitriger Mittelohrentzündung, mit Herzschäden oder mit schwerer Nierenerkrankung verbunden sein können.

Scharlach wird durch mikroskopisch kleinste Lebewesen, die sogenannten Streptokokken, verursacht. Ein- und Austrittspforte der Erreger ist der Rachen. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten usw., kann aber auch über verunreinigte Spielsachen oder Schulbücher erfolgen. Daher wird das scharlachverdächtige Kind sofort isoliert. Die Behandlung erfolgt im Krankenhaus. Zuweilen ist eine zweite Erkrankung im Leben möglich.

Diphtherie

befällt in erster Linie die Rachenschleimhaut, häufig auch Nase, Kehlkopf und Luftwege. Die Inkubationszeit währt durchschnittlich zwei bis sieben Tage. Auffälligerweise erkrankt in kinderreichen Familien oft nur ein Kind an Diphtherie, in anderen Familien hingegen meist alle Geschwister gleichzeitig oder in Abständen von wenigen Tagen. Die Diphtherie ist im ersten Lebensjahr selten; beträgt vom zweiten bis sechsten Lebensjahr eine siebzigprozentige Empfänglichkeit und in der Schulzeit eine fünfzigprozentige. Die Krankheit hinterläßt meist Immunität, so daß mehrfache Erkrankungen selten sind. Man kennt einen Frühjahrs- und Wintergipfel der Häufigkeit. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch beim Husten, Niesen und Sprechen durch Tröpfcheninfektion, aber auch durch bakterienbeladenen Flugstaub. Viele Menschen sind ohne Erkrankungserscheinungen stumm infiziert worden und damit als Bazillenträger für die Umgebung gefährlich.

Die Krankheit beginnt mit Unpäßlichkeit, Kopfschmerz, Müdigkeit, Inappetenz, Erbrechen, Leibschmerzen und Fieber sowie oft mit Schluckbeschwerden. Diese Erscheinungen können jedoch fehlen, obwohl schon ein deutlicher, weißer Belag wie ein Häutchen (Diphtherahaut) auf den Gaumenmandeln liegt; dann besuchen die Kinder also noch Schule oder Kindergarten, obwohl sie schon gefährlich erkrankt sind. Das Fieber erreicht am zweiten und dritten Tag seinen Höhepunkt, die Sprache wird kloßig, ein süß-fader Mundgeruch tritt auf, die Lymphknoten am Unterkieferwinkel sind schmerzhaft vergrößert.

Gefürchtet werden die Komplikationen mit starker Anschwellung der Kehlkopfschleimhaut mit Lähmungserscheinungen nach einigen Wochen des Gaumensegels beziehungsweise der Stimmbänder, die Erstickungsgefahr heraufbeschwören (Frühlähmung und Spätlähmung). Der Kreislauf ist besonders belastet, das Herz kann Dauerschäden davontragen. Es gibt Diphtherieformen an der Mundschleimhaut, der Haut allgemein und der Bindehaut. Auch eine Wunddiphtherie mit Verschmierung und träger Heilungstendenz ist möglich. sprechenden Atteste vom Schularzt einholen lassen.

Masern

Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit, beträgt vierzehn Tage, oft nur zehn Tage, selten achtzehn Tage. Das Inkubationsstadium verläuft meist ohne feststellbare Symptome, abgesehen von leichten Entzündungserscheinungen der oberen Luftwege und der Schleimhäute der Augen, die sich in Lichtscheu und Tränenträufeln äußern.

Das Krankheitsbild zeigt bei Beginn Fieber und Halsentzündung, das Gesicht erscheint gedunsen, die Augenbindehäute röten sich, die Augenlider verkleben; stärkerer Schnupfen und trockener Husten stellen sich ein, sogar Krämpfe können die Krankheit einleiten. Nasenbluten ist nicht selten. Hinter den Mundwinkeln werden innen an der Wangenschleimhaut die kalkspritzerartigen weißen Koplikschen Flecken sichtbar. Gaumen und Rachen sind gerötet.

Nach diesem Vorstadium fällt die Temperatur zuerst etwas ab, um bald am vierten Tag wieder aufzusteigen und den großfleckigen Hautausschlag sichtbar zu machen. Er beginnt hinter den Ohren, im Gesicht und zwischen den Schulterblättern. Das Abblassen erfolgt schon nach drei bis vier Tagen; eine zarte Hautschuppung erfolgt.

Die Übertragung des Masernvirus, also kleinster Erreger, erfolgt durch direkte Berührung der Kranken oder durch Tröpfcheninfektion. Schon mit dem Luftzug kann die Infektion durch Türspalten, Fenster usw., ähnlich wie bei den Windpocken, vermittelt werden. Häufiges Lüften und viel Frischluft vertreiben die Krankheitskeime. Meist hinterlassen die Masern lebenslänglich Immunität, eine Zweiterkrankung ist sehr selten.

Komplikationen können durch Mittelohreiterungen und durch Entzündungen der Atmungsorgane auftreten. Die Absonderung der erkrankten Kinder erfolge so früh wie möglich.

Windpocken

Schafblattern oder Wasserpocken (Varizellen) sind weit verbreitet infolge ihrer leichten Übertragbarkeit und hohen Empfänglichkeit. Daher sind oft schon Säuglinge befallen. Meist werden alle Kinder einer Familie bei der ersten Infektionsgelegenheit ergriffen. Die Übertragung kann durch Luftschächte oder offene Fenster in höheren Stockwerken möglich sein. Das Virus geht allerdings rasch zugrunde und haftet nur etwa ein bis zwei Stunden an den Gegenständen. Die Inkubationszeit beträgt ebenfalls meist vierzehn Tage.

Das Krankheitsbild beginnt mit Übelkeit, Müdigkeit, Husten, geringem Fieber, nächtlicher Unruhe. Der Ausschlag in Form kleiner roter Flecken, die bald Bläschen mit wasserhellem, später eitrigem Inhalt bilden, tritt schubweise auf. Einige Bläschen trocknen ein und verkrusten, andere platzen vorher. So entsteht ein buntes Bild verschiedener Formen, die mit einem Sternenhimmel auf der Haut verglichen werden. Wichtig ist die Lokalisation auf dem behaarten Kopf und im Gesicht.

Die Prophylaxe der Erkrankung ist schwierig, da beim Auftreten der ersten Krankheitserscheinung häufig die Übertragung schon erfolgt ist,

Keuchhusten

Der Keuchhusten ist eine leicht übertragbare Infektionskrankheit, die durch anfallsweise auftretende Hustenattacken und durch wochenlangen Verlauf charakterisiert ist. Die Übertragung erfolgt direkt von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion beim Husten. Der Keuchhusten ist über die ganze Erde verbreitet. Im Winter ist er häufiger, bedingt durch das engere Zusammenleben in den Wohnungen. Eine Empfänglichkeit besteht schon in den ersten Lebenswochen; bei den Mädchen mehr als bei den Knaben. Gehäufte Erkrankungen gehen von Kindergärten, Krippen und Schulen aus. Auch Erwachsene erkranken zuweilen, selbst wenn sie als Kinder den Keuchhusten durchgemacht haben. Die Inkubationszeit ist wechselnd, meist von einer Dauer von ein bis zwei Wochen.

Die Krankheitserscheinungen beginnen mit unauffälligem Husten und Schnupfen.
Nachts werden die Hustenattacken häufiger, meist nehmen sie krampfartigen Charakter an; das Fieber ist oft unbedeutend. Man unterscheidet ein Katarrhstadium von zehn Tagen, ein Krampfhustenstadium von mehreren Tagen bis Wochen und ein abklingendes Stadium von unterschiedlicher Dauer. Die Krankheit kann zwischen vier Wochen und vier Monaten währen. Gefürchtet ist die Lungenentzündung, ebenfalls eine Gehirnschädigung. Zweiterkrankungen sind äußerst selten. Tuberkulös oder rachitisch geschädigte Kinder sind besonders vor einer Ansteckung zu hüten.

Röteln

zeigen wenig ausgeprägte Entzündungserscheinungen, einen masernähnlichen Hautausschlag und Schwellungen der Lymphknoten, besonders der Nackendrüsen, typisch verändert sich das Blutbild; die Krankheit ist bei Kindern relativ gutartig. Einige Tage Bettruhe genügen. Die Übertragung erfolgt direkt von Mensch zu Mensch; die Empfänglichkeit ist nicht sehr groß. Lokalgehäuft kommt die Krankheit in Kinderheimen, Krippen, Schulen, Internaten und Krankenhäusern schubweise vor. Eine Altersdisposition gibt es nicht, gefürchtet wird sie bei Frauen in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten wegen Mißbildungsgefahr des kommenden Kindes. Die Krankheit hinterläßt Dauerimmunität, zeigt also kaum Zweiterkrankung.

Mumps (Ziegenpeter)

wird meist im Kindesalter durch Tröpfcheninfektion erworben. Die Krankheit zeigt die typische Anschwellung der Ohrspeicheldrüse, häufig jedoch auch der Unterkiefer- beziehungsweise Unterzungenspeicheldrüse. Sie erscheinen teigig geschwollen, das Kauen wird schmerzhaft. Die Anfälligkeit ist am größten im Schulalter. Die Krankheit hinterläßt absolute Immunität. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis drei Wochen. In fünfundsiebzig Prozent sind beide Ohrspeicheldrüsen beteiligt. Das Fieber steigt nicht sehr hoch, es fehlt oft völlig. Eine Woche Bettruhe ist notwendig. Komplikationen können in Form von Bauchspeicheldrüsenentzündungen mit Leibschmerz, Erbrechen und Durchfällen, von Hirnhautreizungen mit Nackensteife und Kopfschmerz und mit der gefürchteten Hodenentzündung auftreten, die bei doppelseitiger Erkrankung zu Sterilität führen kann.

Übertragbare Lebererkrankung

Die Hepatitis epidemica ist in den letzten Jahren sehr häufig geworden; sie fällt im allgemeinen durch die Gelbfärbung zuerst der weißen Augenhaut, später der Körperhaut auf. Die Krankheit wurde nicht erkannt; die Gefahr einer Leberschädigung im späteren Alter zwingt zur Krankenhausbehandlung. Die Krankheit kommt im Spiel- und Schulalter häufig, ja epidemieartig vor. Auch Erwachsene sind gefährdet. Die Inkubationszeit beträgt um zwanzig Tage. Hauptsächlich ist das fünfte bis zehnte Lebensjahr gefährdet. Der Häufigkeitsgipfel liegt im Spätherbst und im Winter.

Das Krankheitsbild ist durch plötzlichen Leibschmerz mit Fieber oder schleichend durch Kopfschmerz, Durchfall oder Stuhlverstopfung gekennzeichnet; dann stellt sich Erbrechen ein. Die Zunge zeigt dicke Beläge, der Kot wird hell, der Urin dunkel. Dann tritt das Gelbwerden der Haut auf, mit dem Fieber und Erbrechen verschwinden. Zweiterkrankungen sind äußerst selten.

Ruhr, Typhus und andere ansteckende Darmerkrankungen

Die Ruhr spielt in ihren verschiedenen Abarten noch eine verhältnismäßig große Rolle, besonders in Ferienlagern. Die Übertragung erfolgt meist durch unmittelbaren Kontakt, also durch Kotinfektion in den Mund mittels natürlich infizierter Gegenstände wie Wäsche und Geschirr. Auch Speiseeis, seltener Fliegen oder rohe Enteneier kommen in Betracht. Nahrungsschäden durch halbreifes Obst, durch unsauberes Wasser und jahreszeitliche Einflüsse, besonders im Juli bis September, begünstigen die Erkrankung. Sie setzt gewöhnlich mit Fieber, Erbrechen und Leibschmerzen ein. Erst nach wenigen Tagen erfolgen häufige Entleerungen blutschleimigen Stuhlgangs. Bösartig/Formen können schwere Nieren-, Ohren- und Gehirnschäden zur Folge haben und tödlich ausgehen.

Die Prophylaxe besteht in peinlicher Sauberkeit, regelmäßiger Handwäsche, Ernährungsvorsicht. Die Absonderungszeit für erkrankte Kinder wird bis zum Vorliegen von drei negativen Stuhluntersuchungen in Abstand von je drei Tagen nach Abklingen der klinischen Erscheinungen ausgesprochen. Die Sperrzeit für Neuaufnahme von Kindern in Erziehungseinrichtungen beträgt acht Tage unter Beibringung von drei negativen Stuhl- und Urinunter­suchungen aller ansteckungsgefährdeten Kinder. Diese Proben werden vom Jugendarzt beziehungsweise von der Hygieneinspektion (Desinfektion) der zuständigen Gesundheitsbehörde zur Prüfung weitergeleitet.

Der Paratyphus zeigt ebenso wie bakterielle Lebensmittelvergiftung Durchfall mit Erbrechen, das Allgemeinbefinden braucht nicht erheblich gestört zu sein. Der Paratyphus verläuft meist in seinen Formen A und B sowie Schottmüller leichter und kürzer als der gefürchtete Typhus (Unterleibstyphus)! Hier können schwere Formen mit Blässe, kaum tastbarem Puls, Benommenheit, Bewußtlosigkeit und Krämpfen zu lebensbedrohlichen Zuständen führen. Die Übertragung erfolgt durch Stuhl oder Urin Erkrankter, die zum Beispiel in Trinkwassergruben gesickert sind, oder durch infizierte Nahrungsmittel wie Milch, Speiseeis, Kartoffelsalat, Fleisch. Gefürchtet sind die sogenannten Dauerausscheider von Keimen, die noch länger als zehn Wochen nach der Entfieberung Keime verstreuen. Ein Drittel aller Erkrankungen dieser Gruppe kommt im Kindesalter vor. Die Inkubation beträgt reichlich eine Woche. Geschwisterkinder und Spielgefährten erkranken oft durch Schmierinfektion mit.

Kinderlähmung

Die Poliomyelitis ist durch unsere erfolgreichen Impfaktionen vorerst fast völlig zurückgedrängt; trotzdem muß das Krankheitsbild im Falle einer Neuaufflackerung beobachtet werden. Am meisten empfänglich sind die drei ersten Lebensjahre, doch sind auch Erwachsene gefährdet. Der Gipfel der Spidamien fällt in die Monate Juli und August beziehungsweise Oktober. Die Inkubationszeit beträgt acht bis zwölf Tage. Das überstehen der Krankheit verleiht Immunität. Geschwister erkranken sehr häufig. Die Inkubationszeit wird durch hohes Fieber, hohen Puls und leichte Bewußtseinstrübung bei auffälliger Schläfrigkeit abgelöst; es kommt zu Verdauungsstörungen, Berührungsempfindlichkeit der Haut, Bewegungsschmerz und Nackensteife.

Sperrzeiten

In Merkblättern sind die Bestimmungen über den Schulausschluß von Schülern bei ansteckenden Krankheiten zur Verhütung einer Weiterverbreitung der Infektionen abgedruckt. Nachfolgend sei auf die besonderen Bestimmungen des Schulseuchenerlasses vom 30. 4. 1942, auf die Verordnung zum Schutze gegen übertragbare Krankheiten vom 9. 12. 1956 (VOBl. Teil I, S. 944) und die Anordnung zur Verhütung von ansteckenden Krankheiten in Einrichtungen zur Unterbringung von Kindern vom 4.1.1957 (Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik Teil I, Nr. 13 vom 16.2.1957, S. 119) hingewiesen. Alle Sperrzeiten werden vom Amtsarzt nach Vorschlag des leitenden beziehungsweise örtlich zuständigen Jugendarztes verfügt.

Die Sperrzeiten beginnen mit dem Tage der Durchführung der vorgeschriebenen Schlußdesinfektion nach Ausscheiden des erkrankten Kindes.


Zur Übersicht sei die Tabelle über die Richtwerte nach dem Stand vom 15. 12. 1958 – Magistrat von Groß-Berlin – mitgeteilt.

Merkblatt

Zur Verhütung einer Weiterverbreitung von übertragbaren Krankheiten in Schulen und Einrichtungen für Kinder gelten zur Zeit folgende Richtwerte für Absonde­rungs- und Sperrzeiten:

Impfen01Impfen02Impfen03


Impfungen

Die Schutzimpfungen zur Verhütung der Infektionskrankheiten stützen sich im wesentlichen auf folgende Verordnungen und Gesetze:
1. Impfgesetz vom 8. April 1874 (BGBl. S. 31) zur Verhütung von Pockenerkrankung.
2. Anordnung vom 1. Juli 1949 S. 446 (Zentralverordnungsbl.)
3. Anordnung vom 10. September 1951 über die Durchführung einer Tbc-Schutzimpfung (Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik S. 843).
4. Erste Durchführungsbestimmung zur Anordnung über die laufende gesundheitliche Überwachung für Kinder und Jugendliche vom 27.2.1954 (Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik Nr. 26/1954, S. 250/51).
5. Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik vom 14. 11. 1955, Teil I, Nr. 97, Anordnung über die Durchführung öffentlicher Schutzimpfung.
6. Anordnung über die Schutzimpfung gegen Diphtherie und Wundstarrkrampf (Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik II, S. 68 vom 30.1.1961). Zahlreiche weitere Anordnungen detaillieren Schutzbestimmungen, Impfausschlüsse, Maßnahmen gegen Verweigerer usw.

Allgemein gilt für das Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik gegenwärtig folgender Impfplan, der auch dem Lehrer beziehungsweise der Kindergärtnerin bekannt sein muß, Es ist erforderlich, daß alle Erzieher die Impfmaßnahmen der Regierung unterstützen und säumige Eltern oder Kinder zur Impfung ermahnen.


Impfkalender

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Künftig wird auch die Kinderlähmungsimpfung innerhalb des ersten Lebens­jahres durchgeführt. Jedes Kind soll in dem Besitz eines Impfausweises sein, in dem jegliche Impfung amtlich eingetragen ist.

KURT BIENER

Quelle:
Heinz Frankiewicz et al. (Hrsg): Pädagogische Enzyklopädie (2 Bde.). VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften Berlin (DDR), 1963, Bd.1, S.439-446. (Foto: Linde, R.)


Und wer kein Risiko eingehen will, der kann dem Arzt ja mal folgendes Schreiben vorlegen – da unterschreibt der Arzt garantiert nur, wenn er seiner Sache völlig sicher ist:

pdfimage Formular-Ärztliche-Impfbescheinigung

(Siehe: http://www.impfentscheid.ch)

Weitere Hinweise:
Prof. Amandscholowa: Was spricht eigentlich Impfungen?
Irina Kuznezowa: Zwangsimpfungen sind ein Verbrechen
Die kriminellen Machenschaften der Gates-Stiftung
Peter Koenig: Für Heilung von Corona ist kein Impfstoff nötig“
Pfizer’s COVID-19 Impfstoff ist potentiell tödlich

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23 Antworten zu Impfen oder nicht – das ist hier die Frage!

  1. Lee schreibt:

    Hey, Sascha
    Den Punkt mit der Inklusion verstehe ich nicht ganz, warum ist das denn etwas Schlechtes?
    Schöne Grüße
    Lee

    • sascha313 schreibt:

      Naja, prinzipiell ist es zwar sehr gut, wenn Kinder lernen, sich aufeinander einzustellen, Rücksicht zu nehmen und einander zu helfen. Aber die Schattenseite ist: Behinderte Kinder haben einen anderen Rhytmus, brauchen besondere Fürsorge, mehr Zuwendung, einen speziellen Lehrplan und speziell ausgebildete Pädagogem. Man kann das nicht einfach dadurch lösen, daß man diesen Kindern „Hilfspersonal“ (Betreuer, Schulsozialarbeiter o.ä.) an die Seite stellt. Die Folge solcher Fehlentscheidungen ist, daß das Niveau des Unterrichts für alle anderen Kinder zurückgeht, der Unterrichtsstoff nicht geschafft wird und das allgemeine Bildungsniveau sinkt. Es wird ohnehin viel zu viel herumexperimentiert. Fibel – ja, Fibel – nein. Schuleingangsphase ja oder nein. Frontalunterricht oder nicht, diese oder jene Lehrbücher von welchem Verlag? usw. usf. – ganz abgesehen von der chronischen Unterbesetzung der Planstellen

      • achimklose schreibt:

        Genau so!! In der DDR war das alles wissenschaftlich unterlegt und es gab keine widerstrebenden Interessen. Alles geschah im Interesse des Volkes. Das war im Sozialismus schon alles sehr gut durchdacht. Aber die vorläufigen Sieger der Geschichte müssen diese unsere Erfolge im Interesse ihrer eigenen Rechtfertigung natürlich entstellen, zerreden und mit offenkundigen Lügen überziehen. Sehr gut, Sascha, auch das musste mal gesagt bzw. geschrieben werden!!

    • Johann Weber schreibt:

      Sascha schreibt: „Lehrer zur Inklusion (d.h. der Eingliederung behinderter Kinder) gezwungen werden“.
      Er spricht den „Zustand“ unserer Gesellschaft an. Es gibt Lehrer, die kümmern sich um die schwächsten Kinder erst, nachdem sie gezwungen wurden, Ihrer Pflicht nachzugehen. Ich frage mich, wie wird da der Lernerfolg aussehen, wenn Lehrer sich nicht freiwillig ihrer Aufgabe bewusst sind.

      • sascha313 schreibt:

        Ich bin überzeugt, daß sich viele Lehrer gerne und freiwillig ihrer Aufgabe widmen, doch Auflagen „von oben“ und bürokratische Vorschriften, die nichts mit Pädagogik zu tun haben, erschweren das oft.

    • Erfurt schreibt:

      Das Schlechte daran ist die Profitorientierung. Wie Sascha schon schrieb, eine spezielle Zuwendung braucht auch spezielle Voraussetzungen wie z.B. Sonderschulen und speziell ausgebildete Lehrer. In einem marktwirtschaftlich ausgerichteten Sozialwesen ist für Sowas kein Platz und kein Geld.
      Und daß die Behinderten in ihren heutigen Werkstätten und Wohnheimen gut umsorgt sind, halte ich für ein Gerücht, vielmehr habe ich eher den Eindruck daß sie gnadenlos ausgebeutet werden weil sie praktisch für Umme arbeiten und es unerheblich ist ob sie daran Spaß haben.

      MFG

  2. Emil Schaarschmidt schreibt:

    Der Impfstoff für die Grippeschutzimpfung wird aus Stoffen erzeugt die der Menschliche Körper bereits kennt, nämlich: Die Grippeviren vom Jahr vorher! Und das heißt, daß der menschliche Organismus sich bereits von selbst darauf eingestellt hat, Abwehrstoffe zu erzeugen. Somit hat eine Grippeschutzimpfung nur bei Menschen Sinn, die sich die letzten Jahre über in einer sterilen und absolut von Grippeviren freien Umgebung aufgehalten haben.
    Auf jeden Fall ist die Impfpraxis heute auf Profit ausgerichtet und nicht etwa auf die Gesundheit. Was bekanntlich für das gesamte heutige Gesundheitswesen zutrifft.

  3. Emil Schaarschmidt schreibt:

    Ja, sie lebt noch und ist fast 100: Unsere Gemeindeschwester! Sie war zwar nicht meine Hebeamme aber irgendwie war sie immer dabei und immer da wenn man sie brauchte. Ich habe mir nie Gedanken gemacht, wie sie vom Nachbarort in unser Dorf kam, aber sie kam eben. Egal ob ich die Masern hatte oder die Windpocken, wahrscheinlich hat sie’s vorher schon gewusst 😉
    Sie half den Nachbarn wieder auf die Beine, sie half meiner Oma, sie zog mir die Fäden aus meinen zahlreichen Platz- und Schnittwunden, sie kam auch in die Schule zur Pockenimpfung. Nein, wir hatten keinen Pflegenotstand, der ist erst 1989 eingeführt worden. Als die Jungen auszogen in den Westen weil es keine Arbeit mehr gab und als unsere Gemeindeschwester in den Ruhestand gegangen ist. Und als es den Alten das Herz gebrochen hat, daß sie ihre Kinder nur noch am Wochendende bei sich hatten. Dann kam auch der Pflegenotstand.

    Danke Melanie

  4. Das “FATALE“ an der heutigen Impfpraxis ist,
    DAß die Impfstoffe weiterhin mit Alu, Quecksilber und anderen Metallen und Giften VERABREICHT werden!
    … weshalb ich die Millionen “Impfgegner“ wirklich verstehen kann … und dennoch mich und meine Kinder impfen lasse!!! …
    … denn trotz der GIFTE Alu, Quecksilber und anderen Metallen und Giften, die in den Impfstoffen enthalten sind NEHME ich ‚dies inkauf‘: Ich kenne zu viele Menschen – Kinder – die aufgrund einer fehlenden Impfung gestorben sind oder heute behindert leben …

    Ich weiß um die GEFAHR der GIFTE Alu, Quecksilber und anderen Metallen und Giften, die mit den verabreichten Impfstoffen verbunden sind! … Meine Entscheidung ist dennoch: “Scheiß GIFT: Aber besser als: Meine Kinder bekommen Polio, sterben daran und bleiben als Lebenslange Krüppel zurück!

    Klar! Das muss jeder für sich SELBER entscheiden
    … DOCH die Nachteile (1 : 1.000.000) können die Vorteile (1.000.000 : 1) einfach nicht widerlegen!

    • Emil Schaarschmidt schreibt:

      Die Frage des Impfen ist eine Frage des Vertrauens! Und in der DDR konnte man diese Frage eindeutig mit JA beantworten!

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