Der Weg zum Sozialismus, auf zu neuen Horizonten!

11176_100Der dialektische und historische Materialismus als die Theorie von der Gesetzmäßigkeit des Klassenkampfes zeigt auf, daß die werktätigen Massen des Volkes die ausschlaggebende Kraft des gesellschaftlichen Fortschritts sind. Wir wissen aber auch, daß das gesellschaftliche Sein das Bewußtsein bestimmt. Die Konterrevolution von oben führte nach 1990 in Ostdeutschland, dem ehemals zehntstärksten Industrieland der Welt (gemeint ist die DDR) zu einer weitaus größeren Zerstörung als der zweite Weltkrieg. Das was nach dem Krieg von den Werktätigen in Ostdeutschland, dem Aufruf der KPD vom 11. Juni 1945 folgend, im Zuge der antifaschistisch-demokratischen Umwälzung sowie der sozialistischen Revolution im wesentlichen aus eigener Kraft aufgebaut wurde und die Grundlage sozialer Sicherheit für alle DDR-Bürger war, wurde Opfer der Konterrevolution.

Die DDR war kein Fehler

Der Aufbau des Sozialismus in der DDR war die größte Errungenschaft in der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Dennoch war und ist es für DDR-Bürger erschütternd zu sehen, wie sich ehemalige Partei- und Staatsfunktionäre aber auch heute einige angebliche „Linke“ skrupellos in den vulgären Antikommunismus eingliedern, als Multiplikatoren für die Hetze gegen die SED und den sozialistischen Staat DDR fungierten und in dieser Weise heute noch immer funktionieren. Diese Pseudosozialisten, Pseudokommunisten und Pseudodemokraten sind heute zu den Hauptagenten der Imperialisten in den Reihen der deutschen Arbeiterbewegung geworden und haben ihr sozialistisches Bewußtsein längst entsorgt. Dies hinterließ tiefe Zweifel an der Richtigkeit des Marxismus-Leninismus, sowohl bei Teilen der Bevölkerung, wie auch tief in den Reihen der ehemaligen SED-Mitglieder.

Nicht ohne die Diktatur des Proletariats!

An die Seite dieser anti-marxistisch-leninistischen Multiplikatoren haben sich diejenigen Leute gestellt, die immer noch davon sprechen, die DDR sei zwar das Beste der deutschen Arbeiterklasse gewesen, aber ohne die Diktatur des Proletariats wäre sie besser, d.h. demokratisch-sozialistisch gewesen. Deshalb gibt es innerhalb der Linken auch Bestrebungen, den Begriff der Diktatur des Proletariats aus jeglichen linken Parteiprogrammen zu entfernen.

Schwachsinnige Anbiederung an die Bourgeoisie

Die konvertierten Pseudolinken vertraten die Auffassung, „demokratischer Sozialismus bedeutet nicht Ausstieg aus der Gesellschaft, auch nicht den Notausstieg, sondern Einstieg in diese Gesellschaft“. Dementsprechend sah dann auch das Programm der PDS aus. Dort wurde ein „dritter Weg“ zum Sozialismus propagiert, der unter dem Begriff „Agenda Sozialismus“ bestand, die angeblich dazu führe, die Gesellschaft über ihren Rand hinaus zu verändern. Der Polit-Schwätzer Gysi erklärte schließlich, es sei ein Glück, daß die DDR untergegangen sei. Er verstieg sich in seiner Anbiederungspolitik an die bürgerlichen Manipulatoren sogar zu der Behauptung, der antifaschistische Schutzwall, die „Mauer“, sei ein unmenschliches Machwerk von Stalinisten gewesen. Diese ganze korrupte Sippschaft bezeichnet sich als „Linkspartei“ und die sogenannte „Kommunistische Plattform“ (KPF) mit Frau Wagenknecht liefert denen noch das Feigenblatt dazu.

Historische Orientierung an den Bolschewiki

Bedauerlich ist, daß die in der Linken zweifellos vorhandenen Genossen mit kommunistischer Orientierung es nicht vermögen, die historischen Lehren aus der Geschichte zu ziehen, sich auch organisatorisch aus solch einer Umarmung, wie damals durch die USPD, zu lösen. Während der Novemberrevolution 1918 fehlte eine revolutionäre, fest in den Massen verankerte Kampfpartei der Arbeiterklasse. Und dies im Gegensatz zu den Bolschewiki, die unter Lenins Führung die russischen Werktätigen in der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution zum Sieg führte und damit das einheitliche imperialistische Weltsystem für immer sprengte.

Gegen die zentristischen und sozialdemokratischen Spalter!

Die Trennung der Linken unter Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg, Wilhelm Pieck u.a. von der antimarxistischen Sozialdemokratie wäre eine klare Trennung der revolutionären Arbeiterbewegung gewesen. Es ist eine Tatsache, daß die Spaltung der revolutionären Partei der Arbeiterklasse und damit der Arbeiterklasse selbst, damals wie auch heute, immer das Werk von Anti-Marxisten-Leninisten ist. Diese Spalter sind die unmittelbaren Feinde des Bolschewismus und seines Zieles, der Errichtung des real existierenden Sozialismus als Basis für den Übergang zum Kommunismus. Sich als „Linke“ auszugeben, nachdem die Sozialdemokratie sich fest in den Klassenfängen der Bourgeoisie, d.h. sich auf rechter Position befindet, ist für diejenigen offensichtlich kein Problem.

Vorsicht vor den pseudolinken Verleumdern!

Offensichtlich ist aber auch, daß dort, wo „links“ drauf steht, in Wirklichkeit „rechts“ enthalten ist. Die Leninsche Feststellung, wonach der Imperialismus erst überwunden werden kann, wenn der Sozialdemokratismus besiegt ist, trifft den Kern der Sache und ist nach wie vor aktuell. (Von solchen Gestalten wie auch das jüngste Beispiel der „Roten Hilfe“ zeigt, muß man sich unwiderruflich trennen!)

Lehren aus der Geschichte

Wichtig für die Wirksamkeit unserer Politik ist, unbedingt zu beachten, daß nach dem Tode von J.W. Stalin, aber insbesondere nach dem XX. Parteitag der KPdSU, mit Beginn der Entbolschewisierung der KPdSU und der anderen marxistisch-leninistischen Parteien, mittels des Antistalinismus zu ganz erheblichen Deformationen des Marxismus-Leninismus in seiner Einheit und Reinheit gekommen ist. Das war auch in der DDR der Fall. Das traf nicht nur auf die Schüler und Studenten zu, sondern auch auf die Parteischulen und das Parteilehrjahr, den Bildungsprozeß in der FDJ und in den Gewerkschaften. In den Literaturangaben und Studienanleitungen verschwanden die Schriften von J.W. Stalin vollständig. Das galt für dessen Schrift „Grundfragen des Leninismus“, die Stalin-Bände, seine hervorragende Arbeit „Über ökonomische Probleme des Sozialismus“ genauso wie für das konsequent marxistisch-leninistische Meisterwerk „Geschichte der KPdSU (B)“.

Der „Antistalinismus“ ist eine Grundtorheit…

Wenn ich mit Genossen spreche, die heute 50 Jahre alt sind und wir uns über J.W. Stalin unterhalten, treffe ich manchmal jetzt noch auf die Meinung, Stalin wäre ein Verbrecher gewesen. Die Sowjetunion sei so stark geworden trotz J.W. Stalins. Stalin hätte der internationalen Arbeiterbewegung großen Schaden zugefügt, obwohl er auch seine Verdienste gehabt habe. Das ist eine große Dummheit! In diesen Gesprächen kann man feststellen, daß der „Antistalinismus“ als Kernstück des Antikommunismus ist, und die damit verbundene jahrzehntelange manipulative antikommunistische Propaganda ihre Wirkung auf die Menschen haben, ob diese selbst das nun wollen und bemerken oder nicht.

(Unter Verwendung eines Textes von E.Collet bearbeitet von WS)

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9 Antworten zu Der Weg zum Sozialismus, auf zu neuen Horizonten!

  1. günter schreibt:

    das sehe ich auch so.
    günter

  2. Don_A schreibt:

    Zitat:
    „Er verstieg sich in seiner Anbiederungspolitik an die bürgerlichen Manipulatoren sogar zu der Behauptung, der antifaschistische Schutzwall, die „Mauer“, sei ein unmenschliches Machwerk von Stalinisten gewesen.“

    Und ich meine, daß sie nicht nur ein Schutzwall war, sondern sie diente auch dazu, vom Volksvermögen der DDR ausgebildete Fachkräfte an dem Abdriften in den „goldenen Westen“ zu hindern. Man stelle sich nur vor, die DDR finanziert eine Ausbildung und andere ernten die Früchte! Momentan ist es ja in dieser Gesellschaft so weit gekommen, das Fachpersonal aus den osteuropäischen Ländern hierher kommen und da interessiert die Schweinebande hier nicht, ob z.B. Gesundheitswesen in diesen Ländern den Bach runter gehen. Ist so gewollt, neue Abhängigkeiten zu schaffen.

    Einen weiteren Gedanken möchte ich hier niederschreiben:
    Diese Regierung, die sich den Anschein gibt, „demokratisch“ zu sein ist m.E. zutiefst faschistoid. – Warum ich zu dieser Meinung komme? Ja, man lässt Unmassen von Kriegsflüchtlingen aus z. b. Syrien ins Land. Und was passiert mit der Bevölkerung hier? Die werden dann durch fremdenfeindliche Angst in die Arme der Nazis getrieben. Also, wer sind die wahren Nazis…?

    Vielleicht habe ich unrecht, aber diese Gedanken drängen sich mir einfach auf.

  3. Anna Kheiri schreibt:

    Sascha, ich habe eine Frage; wie hier in Deutschland die Kommunisten zersplittert sind, sind sie es vermutlich auch in Russland, ich spreche kein russisch, hab es mir aber mit dem Übersetzungsdienst einigermaßen verständlich gemacht, und habe hier zwei russische kommunistisch geprägte Parteien entdeckt; sind Dir diese bekannt und hätten sie Dein Vertrauen?
    hier die Links zu den entsprechenden Parteien:
    https://rkrp-rpk.ru/
    http://www.cpsu.by/
    Danke im Voraus

  4. Anna Kheiri schreibt:

    Hallo Sascha, vielen Dank für die schnelle Antwort, die Bolschewiki hatte ich noch gar nicht entdeckt, danke für den Hinweis,
    liebe Grüße
    Anna

  5. Johann Weber schreibt:

    zu „die DDR war kein Fehler“

    Im der „Rotfuchs-Ausgabe“ vom Mai 2019 ist folgender wunderbarer Leserbrief:
    „Zu Kay Strathus: Die DDR, ein Staat, in dem 40 Jahre lang Mangel herrschte, RF 252, S. 32

    Ja, es stimmt wirklich:
    Wir hatten in der DDR tatsächlich vierzig Jahre lang weniger angehimmelte Leistungsträger, angepaßte Kirchen, angewiesenen Teamgeist, Apotheken, Arbeitsplatzangst, Ärztemangel, Automobilklubs, Bankenskandale, Banküberfälle, Baumärkte, Biersorten, Bordelle, bunte Zeitschriften und Bild-Zeitungen,
    weniger Einkaufscenter, erschossene Schüler, exklusive Hotels, fahrbare Verkaufstellen, Falschgeld, Falschheit unter Kollegen, freie Außendienst-mitarbeiter, freiwillig unbezahlte Überstunden, zugedröhnte und kiffende Discobesucher, geschlossene Bahnhöfe, Glasfassaden, Golfplätze, hohe Benzinpreise, weniger hohe Krankenversicherungsbeiträge, Industriebrachen, Karrieregeilheit, Keuchhustenerkrankungen, Kinderarmut, Kinderbetreuungs-kosten, kommerzielle Werbung, Küchenstudios, leere Gaststätten, leere Kultursäle, leere Neubauwohnungen, Mode-Labels, weniger Münzsorten, Nachtangst, Notare, öffentlich dargestellte Kriminalität, Preisstreß, Privat-fernsehsender, Raubüberfälle, Rechtsanwälte, Reiche, Reiseunternehmen, Reiseverkaufsveranstaltungen, Reiterhöfe, Scheindemokratie, schlechte Bildungsnoten, Schnapsvielfalt, Schulabbrecher, Sicherheitsdienste, Singles, Sozialneid, Spielhöllen, Steuerbetrüger, Tankstellen mit Brötchenverkauf, weniger Teilzeitarbeit, teure Medikamente, teure Tageszeitungen, Tuberkulosekranke, überdimensionierte Großprojekte, unbezahlbare Reisefreiheit, unverbindliche Freundlichkeit, Verkehrstote, Versandhandel, Versicherungen, Waffenrechte, Währungsspekulation, Waschmittelmarken, Wirtschaftsprüfer, Zukunftsnot und so weiter…
    Ronald Dietrich Wandel, Oberlungwitz“

    Und solche Menschen aus der DDR werden seit nun schon 30 Jahren von den Politikern aller Parteien, in der Partei die Linke mit einigen Ausnahmen, von den mit über 4 Milliarden an Steuergeldern finanzierten DDR-Aufarbeitern als „Betonköpfe“ bezeichnet. Geht es noch menschenverachtender?

    • sascha313 schreibt:

      …wird es nun deshalb in der BRD einen „Aufstand der Anständigen“ geben? Werden sich die BRD-Bürger irgendwo darüber beschweren, daß – wie Kay Strathus schreibt – „Medien, Politiker, Historiker und die ganze Hofnarrentruppe des bürgerlichen Theaters damit beschäftigt [sind], diesen Staat täglich in den düstersten Farben zu malen und so gut wie jeden Aspekt seines gesellschaftlichen Lebens zu dämonisieren und zu delegitimieren – und das auch noch 30 Jahre nach der Konterrevolution“? (RotFuchs/Januar 2019, S.32)

      Nein, das werden sie nicht. Und wenn doch einer es wagen sollte, die DDR zu verteidigen und ein Wort gegen die Politiker in der BRD zu äußern, gegen den Kapitalismus, dann wird er niedergebrüllt. So ähnlich haben die Nazis es mit den Kommunisten gemacht. Und so ähnlich beschrieb es Konstantin Wecker in seinem Lied „Willy“ …

      „…Und dann hat a plötzlich as Singa ogfanga, so was vom Horst Wessel. Hinten an de andern Tisch habns scho leise mitgsummt, Und dei Birn is ogschwolln, und plötzlich springst auf und plärrst: Halts Mei, Faschist! …“ – und was dann geschah, ist bekannt!

  6. Pingback: Die Kriegsverbrechen der USA und die bröckelnden Fundamente der alten Weltordnung | Sascha's Welt

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