Schändung der sowjetischen Ehrenmale für die heldenhaften Befreier vom Faschismus in Berlin, Wien, Spremberg 2019

Treptow 2019.pngEs dürfte nicht überraschend sein, wenn man hört, daß es in der BRD eine „rechtsextremistische“ Szene gibt. Nach all den systematischen Medieninformationen über die angeblichen „Millionen in Rußland umgekommenen“ deutschen Kriegsgefangenen, die angeblichen „massenhaften Vergewaltigungen“ deutscher Frauen durch „die Russen“ nach 1945, die „hunderte Millionen Opfer des Kommunismus“ und den Lügen über die „Massenmörder Berija und Stalin“ dürfte es nicht verwunderlich sein, daß der einfache, dumme, deutsche Kleinbürger die Russen aus tiefster Seele haßt. Neuerlich mischen sich darunter auch noch ein paar Krokodilstränen über die 41 Opfer der jüngsten russischen Flugzeugkatastrophe auf dem Moskauer Airport Scheremetjewo. Daß letzteres aber auch nichts anderes war, als das Resultat kapitalistischer Raubgier, die es selbstverständlich nicht nur in der „westlichen Wertegemeinschaft“ gibt, dürfte dabei die wenigsten interessieren.  Die russische Botschaft schreibt:

Über einen Akt des Vandalismus an der sowjetischen Gedenkstätte im Treptower Park

Am 4. Mai 2019 wurde an der sowjetischen Gedenkstätte im Treptower Park (Berlin) von den Vandalen das Denkmal „Die trauernde Mutter“ geschändet. Die Übeltäter haben das Denkmal mit Maschinenöl begossen, die Struktur des Steines beschädigt.

Begangen wurde die Schändung des Denkmals kurz vor dem 74. Jahrestag des Sieges (der Sowjetarmee über den Hitlerfaschismus) im Großen Vaterländischen Krieg und dem 70. Jahrestag der Errichtung der Gedenkstätte in Treptow, an einem Ort, wo mehr 7.000 sowjetische Soldaten ruhen, die ihr Leben im Kampf gegen den Nazismus, für die Freiheit und die Unabhängigkeit ihres Vaterlandes opferten.

Die Sicherheitsorgane der BRD waren über den Zwischenfall rechtzeitig benachrichtigt worden. Wir rechnen mit einer sofortigen Beseitigung der Folgen dieses Aktes des Vandalismus und die Verfolgung der Schuldigen an diesem Verbrechen.

Quelle:
https://www.facebook.com/RusBotschaft/posts/1199902230170065 (Übersetzung F.G.)


Nazistischer Vandalismus auch in Wien

Kurz_Wien

Nachtrag: Wie kürzlich rt Deutsch berichtete, wurde auch in Wien das sowjetische Ehrenmal geschändet. Und der österreichische Kanzler Kurz findet das (so wörtlich!) „betrüblich“. Was ist das nur für ein banaler Ausdruck für eine solche Schandtat, für ein solches Verbrechen. Daran zeigt sich doch die menschliche Unreife, die völlige historische Unkenntnis dieses jungen Mannes über die uneigennützige und opferreiche Heldentat des sowjetischen Volkes, das auch das ganze österreichische Volk vom Faschismus befreit hat.

Twitter_Wien


…auch in Spremberg faschistischer Vandalismus

Spremberg2019

In der Nacht zum 9. Mai 2019 hat eine Gruppe unbekannter Personen die sowjetische Gedenkstätte in der Stadt Spremberg im Osten Deutschlands geschändet. Informationen darüber wurden von der Russischen Botschaft in Deutschland mitgeteilt.

„Wenige Stunden nach den feierlichen Veranstaltungen anläßlich des 74. Jahrestages des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg wurden auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof in Spremberg (Bundesland Brandenburg) von Unbekannten die Gräber der gefallenen sowjetischen Kämpfer geschändet. Nach vorläufigen Informationen, haben die Verbrecher auf die Grabsteine die Nazisymbolik aufgesprüht und sie mit Farbe beschmiert“, — heißt es in der Mitteilung.

Die Sicherheitsorgane der BRD haben schon begonnen, den Vorfall zu untersuchen, und die örtlichen Behörden sind dabei, den Friedhof zu reinigen und wieder in Oerdnung zu bringen.

Mitarbeiter der Abteilung für Kriegsgedenkstätten der Botschaft sind nach Spremberg gefahren, um die Umstände des Verbrechens zu klären. (Übers.: Tanja Wolkowa)


В ночь на 9 мая группа неизвестных лиц осквернила советский мемориал в городе Шпремберг на востоке Германии. Информацию об этом сообщили в Посольстве России в Германии.
«Спустя несколько часов после завершения торжественных мероприятий по случаю 74-летней годовщины Победы в Великой Отечественной войне на советском воинском кладбище в г.Шпремберге (федеральная земля Бранденбург) неизвестные осквернили могилы павших советских воинов. По предварительной информации, злоумышленники нанесли на надгробия нацистскую символику и распылили на них краску», — говорится в сообщении.
Правоохранительные органы ФРГ уже начали расследовать инцидент, а местные власти приступили к работе по очистке и восстановлению кладбища.
Сотрудники военно-мемориального отдела при Посольстве выехали в Шпремберг для выяснения обстоятельств преступления.

(Nach einer Mitteilung von Interfront vom 11.5.2019)


Hier noch eine abschließende Bemerkung

Weiter unten lesen Sie, mit welchen heuchlerischen „Argumenten“ diese Verbrechen der heutigen Nazis, die Schändungen sowjetischer Ehrenmale, verharmlost werden! Wir haben diese Debatte bewußt stehengelassen (und nicht gelöscht), um zu zeigen, wie verkappte Nazis und ihre vom Imperialismus erzogenen Anhänger heute mit unbeweisbaren, lügnerischen Behauptungen sowjetfeindliche Haß-Propaganda in Kommentare einzustreuen versuchen. Sie bedienen sich dabei der kommunistenfeindlichen Totalitarismus-Doktrin der H.Arendt, um den Faschismus zu bagatelliseren und ihn als das „kleinere Übel“ darzustellen.

Was ist das Wesentliche dieses Beitrages?

Die Sowjetunion hat den Faschismus 1945 besiegt. Sie zwang die faschistischen deutschen Eroberer zur bedingungslosen Kapitulation. Wir wollen zeigen, daß die Schändung sowjetischer Ehrenmale für die Befreier vom Faschismus keine „Kleinigkeit“ ist, sondern ein Verbrechen!

Was ist nun Faschismus?

Der Faschismus ist ein bisher einmaliger Vorgang in der deutschen Geschichte. Eine genaue Antwort auf diese Frage gibt die Schrift des Theoretikers der Kommunistischen Internationale (KI), Rajani Palme Dutt, „Faschismus und soziale Revolution“ aus dem Jahr 1934 (in deutscher Sprache erschienen in Materialismus-Verlag, Frankfurt/Main, 1972). Gestützt auf die Analyse des 13. Plenums des Exekutivkomitees der KI (EKKI) erklärte er:

Der Faschismus ist die offene terroristische Diktatur der am meisten reaktionären, chauvinistischen und imperialistischen Elemente des Finanzkapitals; er ist das Regierungssystem des politischen Banditentums.

Mittels der Totalitarismus-Doktrin lenkten die Anhänger der Nazis die Diskussion bewußt dahin, daß die Hitlerdiktatur zwar verbrecherisch gewesen sei, der Kommunismus aber – ja und Stalin und Berija, sowie Honecker und der „Staatssozialismus“, die „SED-Diktatur“ mit ihrer „massenhaften Bespitzelung“ und dem angeblichen „Staatsdoping“ usw. in der DDR aber „viel, viel schlimmer“ gewesen seien. Auf dieser Lüge basiert dann auch die Relativierung der Verbrechen des deutschen Faschismus und die Reinwaschung der Nazis.

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23 Antworten zu Schändung der sowjetischen Ehrenmale für die heldenhaften Befreier vom Faschismus in Berlin, Wien, Spremberg 2019

  1. Johann Weber schreibt:

    Sollen diese Heldentaten vergessen werden? …bzw. welche Schichten in der BRD hätten großes Interesse, dass sie in Vergessenheit geraten?

    Die „Berliner Zeitung (DDR)“ schrieb am 8. Mai 1989:
    Wieder und wieder erzählt
     Zu den Geschichten, die man sich wieder und wieder in Treptow erzählt, gehört die vom Rotarmisten Trifon Lukjanowitsch.
     Seine Einheit lag im April 1945 an der Elsenbrücke und lieferte sich einen unerbittlichen Kampf mit fanatischen SS-Truppen auf der anderen Straßenseite. Plötzlich tauchte zwischen den Frontlinien ein kleines Kind auf. Lukjanowitsch stürzte instinktiv aus seiner Stellung und brachte das deutsche Mädchen unter dem Schutz seines Körpers in Sicherheit. Fünf Tage später erlag er den bei der Rettung erlittenen Verletzungen.
    Daß diese Tat unvergessen bleibt, dafür sorgt heute das Treptower Ehrenmal, dessen Hauptmonument — der Soldat mit dem Kind auf dem Arm auch Lukjanowitschs Heldenmut symbolisiert. Am 8. Mai vor vierzig Jahren wurde es zur Erinnerung an die in der Schlacht um Berlin gefallenen Rotarmisten, von denen 5000 im Treptower Park bestattet sind, eingeweiht.
     Es gibt wohl kaum einen Jugendweihejahrgang, kaum einen Berliner, der nicht schon die Stufen zum Standbild emporgestiegen wäre. Und so bewahrheitet sich das Versprechen unseres damaligen Ministerpräsidenten Otto Grotewohl, das er während der Einweihung im Mai 1949 gab: ‚Unser Volk wird den Frieden mit der Sowjetunion durch die Generationen tragen. Die Geschichte von Lukjanowitsch und all den anderen sowjetischen Helden wird man in Treptow und anderswo wieder und wieder erzählen.“

    • sascha313 schreibt:

      UNVERGESSEN ! Danke lieber J.W. für diesen wertvollen Hinweis!
      Es gibt aber noch eine weitere Ergänzung: Das war nicht die einzige solche Heldentat eines sowjetischen Soldaten. Das beschriebene Ereignis bezieht sich auf einen Bericht des sowjetischen Frontbericht-erstatters Boris Polewoj, der es mit eigenen Augen gesehen hat. Das Denkmal des Bildhauers Wutschetisch in Treptow jedoch wurde von einem Bericht über den Sergeanten Masalow angeregt. Später – 1964 haben Journalisten in der DDR versucht, das Mädchen zu finden, das der Starshij Sergeant Masalow gerettet hatte. Die Suche wurde in den zentralen und in vielen lokalen Zeitungen der DDR veröffentlicht. Daraufhin stellte sich heraus, daß die Heldentaten Masalows und Lukjanowitschs nicht die einzigen waren — es wurden zahlreiche ähnliche Fälle der Rettung deutscher Kinder durch sowjetische Soldaten bekannt. – Soviel zur Moral der sowjetischen Soldaten!

  2. Eleonore Kraus schreibt:

    In Grund und Boden schäme ich mich, dass so etwas ungestraft geschehen kann.
    Am 9.5.2019 übt die faschistische NATO wieder einmal Krieg gegen Rußland. Pfui Teufel! 74 Jahre nach dem heldenhaften Sieg über den Faschismus bereitet Rußland sich auf diesen großen Tag, den 9.5.2019 vor und die Erinnerung, der Schmerz des Verlustes wird allgegenwärtig sein, denn „Nichts ist vergessen und niemand.“

  3. Johann Weber schreibt:

    Bereits am 21. Mai 1945 erschien in ganz Berlin die erste Ausgabe der Berliner Zeitung. Ein Kommentar ging auf die Gründungssitzung der Stadtverwaltung ein, auf der sowjetische Generaloberst Bersarin gesprochen hatte.
    Hier ein Auszug aus diesem Kommentar:

    „[…] Die Stellungnahme der Sowjetregierung und des Oberkommandos der Roten Armee zu dieser Frage, für die sich ja jeder Berliner, der seine Stadt wirklich liebt, interessiert, ist klar in der Rede des Stadtkommandanten von Berlin. Generalobersten Bersarin, auf der Gründungssitzung der Stadtverwaltung ausgedrückt.  Durch diese Rede des Generals wurde das faschistische Greuelmärchen über die „Eroberungspläne“ der Sowjetunion gegen Deutschland abermals entlarvt.

    „Niemals und unter keinen Umständen sagte der Generaloberst, „hat das Sowjetvolk daran gedacht, gegen das deutsche Volk zu Felde zu ziehen. Niemals ist es dem Sowjetvolk eingefallen, fremdes Gebiet erobern zu wollen. Wir haben Land genug. Dieser heimtückische Ueberfall des deutschen Imperialismus kam überraschend für die Völker der Sowjetunion, die im ersten Kriegsjahr die ganze Schwere des von Hitler entfesselten Krieges auf sich nehmen mußten.

    Das Verhalten der Sowjetregierung gegenüber dem deutschen Volk kam in voller Klarheit beim Einmarsch der Sowjettruppen in die Hauptstadt Deutschlands zum Ausdruck. Wie General Bersarin betonte, gab es schon am 25. April 1945. also noch eine Woche vor der völligen Einnahme Berlins Anweisungen von Marschall Stalin über die Versorgung der Berliner Bevölkerung mit Nahrungsmitteln. Marschall Stalin informiert sich täglich, wie die Arbeit zur Wiederherstellung des normalen Lebens von Berlin verläuft.

    Diese Worte des Generalobersten wurden mit tiefer Erregung von allen Teilnehmern der Sitzung angehört. Und das ist verständlich! Welcher ehrliche Berliner würde auch nicht erregt sein, wenn er sie — wir bringen die Rede nebenstehend zum Abdruck — aufmerksam liest? Welcher ehrliche Berliner war denn nicht erregt, als er die Verordnung über die Lebensmittelrationen für die Berliner Bevölkerung las. Rationen, die höher sind als die, die er im „Dritten Reich“ erhielt! Wie sich doch dies alles von dem unterscheidet, was die Berliner gewöhnt waren, über „bolschewistische Grausamkeiten“ von Goebbels zu lesen oder zu hören![…]“

    Fakt ist, die sowjetische Regierung, unter Marschall Stalin, hatte die gesamte Berliner Bevölkerung vor dem Hungertod gerettet.

  4. Eleonore Kraus schreibt:

    Im Land des strukturellen Faschismus, wo man seit Jahrzehnten daran arbeitet, dass die Wahrheit nicht ans Licht kommen kann, die Wahrheit über den Heldenmut des sowjetischen Volkes und seiner Roten Armee, über die Freundschaft, über die Kraft über sich selbst in Zeiten, die es einem abverlangen hinaus zu wachsen um der Welt zu zeigen, was den Menschen zum Menschen macht, dem Menschen Freund zu sein. Ich war und bin tief erschüttert, dass im Jahr 2019 dieses wieder möglich ist, die Schändung des Ehrenmals.

    Wie die drei Affen: Nicht hören, nicht sehen, nicht sprechen, so lebt Deutschland seit Jahrzehnten, was unsere wichtigsten Themen in der Geschichte angeht: Seiner Geschichte enteignet könnte man vereinfacht sagen. Haben die Herrschenden denn wirklich gedacht, dass ein Einschnitt in die Menschheitsgeschichte solchen barbarischen Ausmaßes, wie der Faschismus, dass sich Völkermord, Unterdrückung, Verfolgung, Ermordung von Andersdenkenden, sowie dieses ungeheuere Ausmaß der Zerstörung der Länder vergessen lässt ?

    Der Kampf gegen das „Vergessen“ wird weiter gehen und die Gräber von Millionen von Toten werden niemals schweigen, auch wenn man heute versucht die Geschichte umzuschreiben. Lange hat die Geschichte ihr Urteil gefällt: Nie wieder Faschismus und Krieg ! Die mangelnde Aufklärung, der Hass auf Rußland, die vergiftete Stimmung im Land, die Informationen, die der MSM streut werden meist einfach geschluckt und für wahr befunden.

    Eine Entwicklung, die besorgniserregend ist, weil so entsetzlich einfach in der Manipulation. Die ÖR haben sich zum Staatsender für Politik und Kapital machen lassen und stehen, wenn man sie genauer betrachtet dem Göbbels und dem Streicher, wenn auch subtiler, eben angepasst an die heutigen Verhältnisse in nichts nach und wir dürfen noch dafür bezahlen: Der schmierige Claus Kleber ein Beispiel trägt 600 000 Euro im Jahr nach Hause, dafür muss ich aber lang stricken. Ein alter Spruch fällt mir dazu ein: „Nur die dümmsten Kälber, wählen ihre Metzger selber.“

    Lieber Johann, unverzichtbar, wie auch Saschas Arbeit sind deine „Ausgrabungen“ in die Tiefe gehend, was die Themen angeht, an die Wurzeln der Geschichte, der Ereignisse zu gehen und damit diesen Themen, den Menschen die Ehre und Würde gegeben wird, die ihnen zusteht, was mich immer wieder erfreut trotz des damit großen Schmerzes, der nachgelassen hat, aber niemals weggehen wird. Vieles lässt Lücken schließen, vielem muss nochmal nachgegangen werden und möglicherweise neu bewertet werden mit dem heutigen Wissensstand in und um die Geschichte, die Deutschland vergessen will.

    • Johann Weber schreibt:

      Liebe Eleonore Kraus, zu Deinen Worten: „Wie die drei Affen: Nicht hören, nicht sehen, nicht sprechen, so lebt Deutschland seit Jahrzehnten, was unsere wichtigsten Themen in der Geschichte angeht:“ möchte ich darauf hinweisen, dass es 17 Millionen Menschen in der sowjetischen besetzten Zone und später in der DDR gab, auf die das Verhalten der drei Affen nur zum Teil zu traf. In unserer gemeinsamen deutschen Geschichte lege ich Wert darauf, vom 9. Mai 1945 bis zur Einverleibung der DDR, entweder von Westdeutschen oder Ostdeutschen zu sprechen. Das Wort, die Deutschen braucht nach dem Anschluss der DDR nicht mehr differenziert zu werden.
      Ein Artikel aus der Berliner Zeitung (Ost) vom 9. Juni 1945 soll dies verdeutlichen:

      Deutschland führte einen ungerechten Krieg
       Eines Morgens entbrannte in, einem Frisörgeschäft in der Berliner Straße ein Streit „Wann hat Hitler den Fehler begangen, der Deutschlands Katastrophe herbeiführte? Am Abschluß des Wortwechsels waren sich alle darüber einig, daß dieser Fehler im Jahre 1941 begangen worden wäre: es wäre nicht notwendig gewesen, das starke Rußland zu überfallen,
       Man muß gestehen, daß dies eine weitverbreitete Meinung ist. Viele Berliner schimpfen auf Hitler, daß er den Fehler beging, Rußland überfallen zu haben (man hätte sich mit dem Krieg gegen schwächere Länder begnügen müssen!) und darüber, daß Hitler, ein Gefreiter, die Heeresführung übernommen hatte und den Sieg nicht erringen konnte.[…]

      Das ist ein großer Irrtum! Die ganze Politik Hitlers war eine Vorbereitung des Krieges gegen die Sowjetunion. Seit dem Jahre 1933 bereitete sich Hitlerrleutschland Schritt für Schritt zum Krieg vor. [..] Es wurde Propaganda für den Krieg als „Welthygiene“, als „Epoche des Sieges des deutschen Uebermenschen“, als „Epoche der Vernichtung des Untermenschen nichtarischer Abstammung usw. gemacht. […] Nach dem Ueberfall der Hitlerarmee auf die Sowjetunion begann die Ausplünderung der von den Deutschen vorübergehend besetzten Gebiete des Sowjetstaates. In den letzten Kriegsmonaten wiederholte die Hitlerpropaganda schreiend immer wieder, daß Deutschland einen defensiven Krieg führe: das konnte kein ehrlicher Mensch der Welt glauben, weil die Hitlerleute bis zur letzten Minute von ihrer Plünderungspolitik nicht Abstand nehmen wollten und aus den von ihnen zu verlassenden Gebieten Werte mitnahmen. Sie klammerten sich verzweifelt an russischen, polnischen, südslawischen, ungarischen und österreichischen Boden.[..]

      Die Sowjetunion, England und Amerika erklärten mehrmals., daß sie in diesem Kriege keine Ziele verfolgen, um fremde Länder zu erobern. Im Gegenteil: die Rote Armee befreite fünf Staaten Europas von den Okkupanten, wo jetzt die Völker nach ihrem Ermessen die Gesellschaftsordnung schaffen. Sogar Staaten wie Ungarn, Rumänien, Finnland, Oesterreich, die Feinde der Sowjetunion waren, erhielten ihre Souveränität und schaffen auch nach ihrem Ermessen demokratische Ordnung. Die Rote Armee ist nicht deshalb nach Deutschland gekommen, um das deutsche Volk zu unterjochen und den deutschen Staat zu vernichten, sondern um die nach Deutschland gebrachten Sowjetmenschen zu befreien, geraubtes Gut wiederzubekommen, den Schaden gutzumachen, der den Völkern Europas angerichtet wurde und die Hitlerverbrecher — die Schöpfer der verhaßten ungerechten „Neuordnung“ — zu bestrafen. Die Rote Armee ist gekommen, um Deutschland zu entwaffnen und den Nazismus und den Militarismus, die den Völkern Europas so viel Unglück gebracht hatten, wegzufegen,

      Wer von den ehrlichen Leuten Deutschlands erkennt die bedingungslose Gerechtigkeit dieser Ziele nicht an? Jeder echte Deutsche und Patriot verzichtet auf räuberische Prinzipien der Hitlerpolitik und wird seine ganze Kraft daransetzen, um möglichst schnell materielle und moralische Ueberreste des Faschismus zu liquidieren. Dafür gibt es nur einen Weg — Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit.“

      Einen solchen Text hätte in den Westzonen und in der Alt-BRD niemand veröffentlicht. Außer die Zeitungen der KPD, mit den bekannten Folgen. Beschlagnahmungen, Verbote für diese Zeitungen. Viele Menschen, die in diesen Verlagen arbeiteten wurden vor Gericht gezerrt und ins Gefängnis geworfen. Auch dies darf niemals in Vergessenheit geraten.

  5. Johann Weber schreibt:

    Nachtrag:
    Und so lief es in der Praxis ab. Ein kurze Notiz aus der Berliner Zeitung vom 30. September 1950:

    Polizeiterror
    Zeitung der westdeutschen FDJ beschlagnahmt

    Hamburg (ADN/rg. Eig. Ber.). Die gesamte Auflage der neuesten Ausgabe des Zentralorgans der westdeutschen FDJ „Das Junge Deutschland“ ist am Donnerstag von der Hamburger Kriminalpolizei in einer Druckerei Hamburgs beschlagnahmt worden. Zur gleichen Stunde verhafteten Kriminalbeamte den Chefredakteur des Blattes, Helmut Heinz.“

  6. Paula Fenugreek schreibt:

    Hass auf Russland? Hier auf dieser Website und in den Kommentaren oben lese ich so einiges an Hass- und Kampfparolen (wenn auch nicht auf Russland), aber vor allem absolut einseitiges Denken, das sich ganz offensichtlich nicht sachlich informieren will. Liebe Leute, ich habe keinen Hass auf Russland, mein Vater hat supergute Erinnerungen an die Kinderfreundlichkeit der Besatzer, und meine Eltern haben später jahrelang in Moskau gelebt und die herzliche Art der Russen ins Herz geschlossen. ABER: Meine Großmütter waren bei weitem nicht die einzigen, die mir grausamste Details von Vergewaltigungen durch Rotarmisten erzählt haben, von Selbstmordgedanken, nachdem sie zuerst vom Offizier und dann von seiner ganzen Kompanie durchgenommen worden waren, von Klassenzimmern voller vergewaltigter kleiner Mädchen mit Gonorrhöe… das haben die nicht erfunden. Die Massenvergewaltigungen gab es.

    Und die mehr als eine Million Toten unter den Kriegsgefangenen auch. Mein Großvater hat mir davon nicht erzählen können, denn er war einer von denen, die die sowjetische Kriegsgefangenschaft nicht überlebten. Und ehe mir irgendwelche ideologisch Verblendeten mit Sprüchen kommen, dass er als Faschist das ja auch verdient habe: nein. Er war kein Faschist. Er war auch kein Kommunist oder Sozialist. Er war schlicht ein arroganter konservativer Bildungsbürger, aber er hat Hitler von Anfang an verabscheut und hat sich geweigert, Offizier der Wehrmacht zu werden, obwohl man ihm dafür eine bequeme Verwendung in Frankreich anbot. Daher musste er dann eben in Russland Lastwagen fahren für einen Versorgungstrupp. Kurz vor Kriegsende wurde er aus dem Lazarett in Pommern zur Verteidigung gegen die anrückende rote Armee abkommandiert, wofür er dann als vierzigjähriger kurzsichtiger schwächlicher Schreibtischarbeiter mit seinem Leben bezahlte. Wir wissen bis heute nicht, wo und wann er starb und ob er überhaupt begraben wurde, nur, dass er gefangen genommen wurde. Die Todesquote unter den deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion war ungefähr so hoch wie die der Rotarmisten in deutscher Kriegsgefangenschaft. Der Vater meiner Schulfreundin, der 1944 mit siebzehn Jahren von der Schule weg eingezogen wurde, hat über fünf Jahre sowjetische Kriegsgefangenschaft nur überlebt, weil ihm Kameraden aus Mitleid über seine Jugend ab und zu einen Bissen Brot zusteckten.

    Was ich damit sagen will? ALLE Menschen haben das Potenzial zum Guten UND zum Schlechten. Keine politische Ausrichtung, keine Zugehörigkeit zu einer Religion, zu einem Staat oder einer Weltanschauung macht Menschen automatisch immun dagegen, Böses zu tun. Strahlend reine, unbefleckte Helden gibt nur im Film. Im Eroberungsrausch haben sich viele, viele Rotarmisten richtig, richtig mies verhalten, so mies, dass sie ihre Erinnerungen nach der Heimkehr wahrscheinlich völlig verdrängt haben. Der Krieg verroht die Menschen, und im kollektiven Rausch können die Menschen alles Zivilisierte verlieren. Die Gewalttäter von damals konnten im normalen Leben liebevolle Familienväter gewesen sein, aber diese Vergewaltigungen und Erschießungen von allem, was eine deutsche Uniform trug (einschließlich der Postboten und Eisenbahnschaffner) aus Unwissenheit und kriegsbedingter Verrohung, das haben sie eben trotzdem getan. Gräueltaten sind und bleiben Gräueltaten, ganz egal, von welcher Seite sie passieren.

    Zu den plumpen Propagandasprüchen aus dem von Johann Weber zitierten – ganz offensichtlich von sowjetischer Seite diktierten – Artikel aus der Berliner Zeitung: So war „Marschall Stalin“ ein Menschenfreund? Interessante, neue Theorie, die allerdings nur von einem verschwindend geringen Prozentsatz an Aussagen von Zeitzeugen gedeckt wird und wahrscheinlich auch in Russland nur wenigen Eingeweihten zugänglich ist…- Wenn ich an die Errettung der Berliner Bevölkerung vor dem Hungertod denke, fällt mir mein Vater ein, der dort als Neunjähriger mit den sowjetischen Besatzern Taschenlampenbatterien gegen Brot tauschte. Er hat die Nachkriegsjahre Dank amerikanischer Carepakete überlebt. Und er hat wenig später am Tempelhofer Flughafen gestanden und zugesehen, wie die „Rosinenbomber“ landeten, während die Regierung des „Sowjetvolkes“ versuchte, West-Berlin auszuhungern. So viel zur völlig altruistischen sowjetischen Menschenfreundlichkeit. (Der Klarheit halber: die Quäker, die die Care-Pakete packten, handelten sicherlich aus Menschenfreundlichkeit. Die Flieger der „Rosinenbomber“ vielleicht auch- die amerikanisch Entscheidung, West-Berlin nicht aushungern zu lassen, entsprach aber mit Sicherheit überwiegend völlig einleuchtenden geopolitischen und sonstigen strategischen, eigennützigen Überlegungen der USA. Zum Glück, denn sonst hätten sie es nicht durchgekriegt.) Und noch eine kleine Frage: wie erklärt sich die Tatsache, dass die Sowjetunion weder der Einverleibung Ostpreußens noch des Ostens Polens widersprochen hat vor dem Hintergrund, dass es „dem Sowjetvolk“ nie eingefallen sei, „fremdes Gebiet erobern zu wollen“? Ist das alles gegen den Willen der Sowjetunion passiert, und die ehemaligen Bewohner wollten diese Gebiete gar nicht zurück haben, als die Sowjetunion sie ihnen anbot? Das hat sie doch sicher getan, oder? Das habe ich sicher nur verpasst… Nee, Leute, jeder, der Landkarten lesen kann, kann sich an zwei Fingern ausrechnen, dass die Sowjetunion hat genau wie viele andere Staaten AUCH expansionistische Ziele verfolgt hat. Sie war trotz aller flammenden antifaschistischen Sprüche nicht automatisch besser als alle anderen Staaten dieser Welt. Man muss eben auf die TATEN schauen und nicht auf die Worte. Und man muss das eigene Hirn benutzen, statt sich von anderen irgendwelche angeblichen Wahrheiten einreden zu lassen. Wenigstens das habe ich aus der intensiven Bearbeitung der Frage „wie konnte es zum Nationalsozialismus kommen? Und wie können wir Ähnliches verhindern?“ gelernt.

    So, und bevor Ihr mich am nächsten Laternenpfahl aufhängt, weil ich es gewagt habe, Eure heiligen Helden zu Normalsterblichen zu erklären: ich finde den Anschlag auf die Skulptur im Treptower Park richtig scheußlich. Diese Figur stellt für mich nicht nur das trauernde Russland, sondern alle um ihre im Krieg verlorenen Kinder trauernden Mütter dieser Welt dar. Wer so ein zutiefst anrührendes Denkmal beschmutzt, dem schwimmt wahrscheinlich das eigene Hirn (oder das eigene Herz) in einer Suppe aus Motoröl.

    Wer allerdings auf eine solche, vermutlich von irgendwelchen besoffenen Schwachköpfen verübte Tat mit empörten Reden über den angeblichen Hass auf das blütenweiße Russland reagiert, der hat meines Erachtens auch nicht kapiert, wofür das Kunstwerk steht. Für derartige Hass- und Kampfparolen haben die trauernden Mütter dieser Welt wahrscheinlich nur ein müdes Seufzen übrig.

    Das Denkmal trägt seine Würde in sich, und zwar so still und so offensichtlich und so machtvoll, dass keine Farbe dieser Welt sie beschmutzen könnte. Die Botschaft der trauernden Mutter ist so stark und so universell, dass wir alle davor einfach still werden sollten. Im Vergleich sind wir alle, alle, ganz klein. Niemand muss die Ehre der Mutterliebe retten, denn diese (als Ideal) ist aus sich heraus heilig. Die einzigen, deren Ehre durch diese dämliche Vandalismus-Tat geschädigt wurde, sind die Dumpfbacken, die das Motoröl vergossen haben. Das ist so offensichtlich wie die Tatsache, dass der Himmel blau und das Gras grün ist. Und aus der Tatsache, dass irgendein Hirni diese miese Tat vollbracht hat zu konstruieren, dass ganz Deutschland gegen Russland sei… na, das kommt mir doch recht weit hergeholt vor. Solche Kampfparolen sind es, aus denen neue Kriege entfacht werden.Weil ich für den Frieden bin, muss ich auch gegen die auf dieser Seite gemachten Kampfansagen Stellung beziehen.

    Ich habe nichts gegen eine konstruktive Auseinandersetzung mit geschichtlichen Tatsachen. Aber so, wie es auf dieser Website und in den Kommentaren passiert ist, den Schmerz anderer zu nutzen, um zu Hass und Unversöhnlichkeit anzustacheln, finde ich geschmacklos. Und den Schmerz derer, die heute noch um ihre in der Sowjetunion ums Leben gekommenen Angehörigen trauern, zu verhöhnen, indem man das, was diesen Menschen passiert ist, einfach leugnet, ist extrem gefühllos.

    • sascha313 schreibt:

      Sie lesen wohl zuviel Bildzeitung oder sind das alles Zitate aus dem „Schwarzbuch des Kommunismus“? Sie glauben doch wohl nicht im Ernst, daß wir uns hier auf dieses Niveau herablassen. Die Schändung eines solchen Denkmals für ein Volk, das mehr als 20 Millionen Tote in einem verbrecherischen Krieg erlitten hat, der ihm aufgezwungen wurde, eines Denkmals für ein Volk, das von der aufs Äußerste bewaffneten und modern ausgerüsteten faschistischen deutschen Wehrmacht überfallen wurde, als Tat einer „Dumpfbacke“, eines „Hirni“ – gewissermaßen als Dummenjungenstreich zu bezeichnen, ist doch schon mehr als zynisch. Wer hat die Deutschen denn eingeladen, die Sowjetunion zu überfallen, auszuplündern und dort massenhaft Menschen zu ermorden? Ihr Kommentar ist menschenverachtend!

      Genau diese Parolen sind es, die heute wieder von den Nazis verbreitet werden. Erst recht Ihre infame Anspielung auf „den nächsten Laternenpfahl“ – Sie dürften wohl sehr gut wissen, daß nicht die Kommunisten die Nazis am Laternenpfahl erhängt haben, sondern im Gegenteil die Nazis die Kommunisten, gefoltert, gelyncht und ermordet haben. Die Bilder von Ungarn 1956 sind uns doch noch sehr gut im Gedächtnis! Es ist schon mehr als eine Frechheit, was Sie hier vom Stapel lassen. Diese Horrorgeschichten die heute über die Sowjetunion verbreitet werden, sind zu 90% Erfindungen. Fakt ist: Wenn es solche Fälle von Vergewaltigung gab, wurden diejenigen vor einem sowjetischen Militärgericht hart bestraft. Das ist auch eine Tatsache!

      Wer hat denn von 1933 – ja schon viel eher – damit begonnen, nicht nur Kampfparolen gegen den Bolschewismus in die Welt zu setzen und gegen die Sowjetunion aufzuhetzen? Wer hat denn fremde Völker und Länder in Europa überfallen? Wer hat denn den Krieg begonnen? Hier auf diesen Seiten werden sie nicht eine einzige kommunistische Kampfparole lesen. Und bisher haben wir faschistische und rassistische Hetze immer gelöscht, und das werden wir auch weiterhin tun!

      Es ist doch schon mehr als heuchlerisch, wenn sie hier über eine eine „konstruktive Auseinandersetzung mit geschichtlichen Tatsachen“ und über „Geschmacklosigkeit“ philosophieren, wo Sie doch selber eine derart kalte und verächtliche Denkweise demonstrieren, so als ob der Schmerz von Millionen sowjetischen Müttern, Großmüttern und Kindern über den Tod ihrer Angehörigen geradezu weniger wert sei, als der anderer Menschen, und wo Sie doch höhnisch über das „blütenweise Rußland“ herziehen. Was ist denn das für ein „einseitiges Denken“? Das klingt schon so verdächtig wie die nazistische Bezeichnung „Sowjetparadies“, wie die Nazis 1942 ihre Propagandaausstellung nannten, die bemerkenswerterweise von 1,3 Millionen Deutschen besucht wurde. Kein Mensch will hier irgendwelche Kriegsverbrechen verharmlosen, doch eine Verächtlichmachung der Sowjetsoldaten als „Massenvergewaltiger“ ist für sich genommen schon nichts anderes als das, was noch 1944 deutschlandweit aus sämtlichen „Goebbelsschnauzen“ zu hören war. Da befinden Sie sich also in „bester Gesellschaft“! Es reicht!

    • @ “Paula“

      „ABER: Meine Großmütter waren bei weitem nicht die einzigen, die mir grausamste Details von Vergewaltigungen durch Rotarmisten erzählt haben, von Selbstmordgedanken, nachdem sie zuerst vom Offizier und dann von seiner ganzen Kompanie durchgenommen worden waren, von Klassenzimmern voller vergewaltigter kleiner Mädchen mit Gonorrhöe… das haben die nicht erfunden. Die Massenvergewaltigungen gab es.“

      1. Es gab keine „Massenvergewaltigungen“ von Seiten der Roten Armee an deutschen Kindern, Frauen oder Männern. Das ist die Greuelpropaganda, die die Nazis unter der Propagandaführung eines Goebbels — die Wehrmacht und die SS — unter der Zivilbevölkerung verbreiteten, nachdem die Rote Armee, die Grenzen zu Deutschland überwunden hatte und gegen Ostpreußen, Pommern, Schlesien, Berlin, Hessen, Sachsen, Thüringen und die Elbe vorrückten.

      2. Die Nazi-Propaganda unterstellte der Roten Armee, den Bolschewisten und Stalin (als Synonym des BÖSEN schlechthin!) ALLE VERBRECHEN, die die Wehrmacht (manchmal ohne, manchmal mit der SS) und die SS (manchmal ohne, manchmal mit der Wehrmacht) hauptsächlich an der ‚westlichen‘ und mittlerweile sozialistischen Zivilgesellschaft der Ukrainischen SSR, der Weißrussischen SSR und der Russischen SSR planmäßig begingen – nämlich: einen Raub- und Vernichtungskrieg, einen VÖLKERMORD, den diese VERBRECHER und LUMPEN der Weltgeschichte an friedlichen und sich entwickelnden Menschen verübten! Und schließlich: Die WEHRMACHT hatte kapituliert, doch niemals die „Herren“ des Deutschen Reiches!

      ***Allein im Westen der UdSSR verloren die sowjetischen Republiken, zwischen dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 bis zur Panzerschlacht im Kursker Bogen im Juni 1943, gemäß den Front- und Feldlazarett-Berichten die sowjetischen Streitkräfte (Heer, Marine und Luftstreitkräfte – also der Roten Armee) – also allein im Zeitraum 22. Juni bis 31. Dezember 1941 – 3.137.673 Soldaten und Offiziere als Gefallene, Verstorbene, Vermisste oder Gefangene und 1.336.147 als Verwundete und Kranke (ohne Berücksichtigung der Verluste der Landwehr und Partisanen), sowie 20.500 Panzer und 21.200 Flugzeuge aller Typen.*** [wikipedia]

      ***Während des Zweiten Weltkrieges zog die Rote Armee 34 Millionen Männer ein, von denen nach amtlichen Erhebungen der Sowjetunion 8.668.400 gefallen, vermisst oder in Kriegsgefangenschaft gestorben waren. (Dabei wird verschwiegen, dass sich ebenso auch viele FRAUEN gegen den ÜBERFALL wehrten!) Schätzungen von Militärhistorikern gehen von bis zu 13 Millionen Rotarmisten aus, die ums Leben kamen. Weitere 939.700 Soldaten wurden im Laufe des Krieges als vermisst oder gefangen gemeldet, aber später „am Leben“ gefunden und wieder in die Armee eingezogen. Dazu kehrten etwa 1,8 Millionen sowjetische Kriegsgefangene nach dem Ende des Krieges zurück in die Heimat. Von etwa 5,5 Millionen sowjetischen Soldaten, die in deutsche Kriegsgefangenschaft gerieten, gingen etwa drei Millionen durch Hunger und Krankheiten zugrunde oder wurden ermordet.*** [wikipedia] … ist manchmal doch sehr hilfreich!

      Also: Von Juni 1941 bis Juni 1943 haben mindestens 10 Millionen Rotarmisten ihr Leben verloren! Im selben Zeitraum wurden von den Nazis 27.000.000 Zivilisten ermordet! … Weitere drei Millionen Rotarmisten verloren ihr Leben bis zur Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai (in der Sowjetunion bereits der 9. Mai) 1945.

      HEUTE und MORGEN können wir der OPFER des Faschismus und der MENSCHEN GEDENKEN, die die VERTEIDIGUNG DER SOWJETREPUBLIKEN ermöglichten!!!

      2. STALIN war kein Spieler mit dem Leben von Menschen! Er wollte den FRIEDEN, wie ihn Lenin gelehrt hatte … und er hat die UdSSR in 15 Jahren von 1924 bis 1939 zur führenden Wirtschafts- und Industriemacht aufbauen lassen! … weil 200 MILLIONEN Menschen die BOTSCHAFT DES SOZIALISMUS VERSTANDEN HATTEN !

      3. Die gesamte UdSSR war von vielen Völkern bevölkert: „Russen, dann Ukrainer und ‚Weißrussen‘ stellten (schon unter dem Zarismus) rd. 80 % aller Menschen in diesem unfassbar riesigen Gebiet dar!“ Da gerade der größte Bevölkerungsanteil im Westen des ehemaligen Zaren-Regimes lebte, wurden, wurden gerade dort (und niemand hat Buch darüber geführt) mindestens 27 Millionen Menschen ermordet! => und das in nicht einmal drei Jahren …

      Seit meiner Kindheit habe ich Kontakte zu Menschen, die in ‚russischer Kriegsgefangenschaft waren‘. Bis auf einen einzigen Menschen, wollte seit meiner Kindheit KEINER darüber sprechen!

      Und jetzt mache ich der LÜGE der „Massenvergewaltigung durch die Rote Armee“ ein Ende! Auf wen, auf welche Menschen sind denn die ‚Rotarmisten‘ 1944/45 gestoßen? 99,95 % aller Menschen waren bereits ***in den WESTEN geflüchtet*** Also “Paula“: Welche Frau, welches Mädchen, welchen Knaben oder welchen Mann gab es da von den Rotarmisten überhaupt noch zu schänden? Dort war so gut wie alles menschenleer! Keine Mütter, Väter, Kinder, kein “deutscher“ MENSCH konnte dort auch nur berührt werden! Sie waren alle bereits in den Westen geflohen!

      PAULA! den Text, den Sie hier einfach kopiert haben, den kenne ich seit vierzig Jahren! ALLES, was ich schreibe, sind Tatsachen! …

  7. Eleonore Kraus schreibt:

    @ Paula Fengurek

    Hoffentlich bekommen sie hier eine richtige Antwort , denn wer diesen mörderischen und barbarischen Krieg gewollt hat dürfte ihnen sicherlich nicht entgangen sein.
    Es waren und sind die deutschen Faschisten gewesen, die Leningrad ohne ein Gefühl von Mensch sein haben bewusst und extra verhungern und jämmerlich verrecken lassen wollten. Mir kommt die Galle hoch, wenn ich denn noch eine hätte und mir wird schlecht, wenn ich lese, was sie geschrieben haben.
    Leider kann ich die passende Antwort nicht geben, da mir einfach nur noch der Kragen platzt.
    Die alten Genossen würden sich im Grab umdrehen.
    Die Relativierung halte ich für gefährlich.

  8. Johann Weber schreibt:

    Nur so viel. Was haben die Vergewaltigungen mit der großen humanitären Hilfe zu tun, die die sowjetische Regierung allen Berlinern entgegenbrachte, damit sie nicht verhungerten. Diese Rettung betraf ganz Berlin. Berlin wurde erst Anfang Juli 1945 geteilt.

    Wie war aber die Lage Anfangs April 1945 der Berliner Zivilbevölkerung?
    Der SPD-ler Josef Orlopp beschreibt in seinem Buch „Zusammenbruch und Aufbau Berlins 1945/46“, Dietz Verlag Berlin 1947 die Hoffnungslose Lage der Berliner:
    „Meiner Auffassung nach hätte die russische Besatzungsmacht Berlin nur wenige Tage seinem Schicksal zu überlassen brauchen und die Bevölkerung wäre vor Hunger umgekommen.
    In dieser größten Not halfen uns die Vertreter des Sowjetvolkes, das von Hitler im Jahre 1941 hinterhältig überfallen wurde. Sie übten keine Rache, sondern halfen mit allen Mitteln, die ihnen selbst zur Verfügung standen. Am Abend des 6. Mai 1945 rollten die Militärautos durch die Straßen Berlins und die Besatzungstruppen selbst belieferten die Lebensmittelgeschäfte.“

    Wer konnte die Lage besser beschreiben als Orlopp, der ab 2. Mai 1945 Magistrat der Stadt Berlin für Handel und Handwerk war.
    Weiter schreibt Orlopp: „Eine Hungersnot sei unabwendbar, wenn nicht schnellste Hilfe durch die russische Besatzungsmacht erfolge. Ein russischer Offizier erklärte, daß die Besatzungsmacht ihren gesamten Wagenpark für die Heranschaffung von Lebensmitteln zur Verfügung stelle, um die Berliner vor dem Verhungern zu schützen. Die für die nächsten 8 Wochen notwendigen Lebensmittel seien ihrerseits schon bereitgestellt. Am 6. Mai 1945 wurden die Berliner Geschäfte in den Arbeiterbezirken Wedding und Reinickendorf zum ersten Male durch die Truppen der sowjetischen Armee beliefert.“

    Wenn ich diese Fakten lese, stelle ich mir zwei Fragen:
    1.Die Deutschen hinterließen in der Sowjetunion ein verwüstetes Land. Die sowjetischen Menschen litten große Not. Viele verhungerten, weil die Deutschen alle Lebensmittel plünderten, die ihnen in die Hände fielen ohne Rücksicht auf die sowjetischen Menschen.
    Ich stelle mir die Frage: Wie viele sowjetische Menschen verhungerten in der Sowjetunion, nur weil die sowjetische Regierung Lebensmittel aus der Sowjetunion den Menschen in Berlin zukommen ließ, damit die nicht verhungerten. Über dieses Problem habe ich noch nie etwas gelesen.

    2. Während der deutschen Besatzungszeit in der Sowjetunion suche ich immer noch Quellen, die belegen, dass die Deutschen hunderttausende sowjetische Menschen vor dem Verhungern gerettet hätten. Auch zu dieser Frage, habe ich noch nie etwas gelesen.

  9. Paula Fenugreek schreibt:

    „ich finde den Anschlag auf die Skulptur im Treptower Park richtig scheußlich. Diese Figur stellt für mich nicht nur das trauernde Russland, sondern alle um ihre im Krieg verlorenen Kinder trauernden Mütter dieser Welt dar. Wer so ein zutiefst anrührendes Denkmal beschmutzt, dem schwimmt wahrscheinlich das eigene Hirn (oder das eigene Herz) in einer Suppe aus Motoröl.

    Wer allerdings auf eine solche, vermutlich von irgendwelchen besoffenen Schwachköpfen verübte Tat mit empörten Reden über den angeblichen Hass auf das blütenweiße Russland reagiert, der hat meines Erachtens auch nicht kapiert, wofür das Kunstwerk steht. Für derartige Hass- und Kampfparolen haben die trauernden Mütter dieser Welt wahrscheinlich nur ein müdes Seufzen übrig.

    Das Denkmal trägt seine Würde in sich, und zwar so still und so offensichtlich und so machtvoll, dass keine Farbe dieser Welt sie beschmutzen könnte. Die Botschaft der trauernden Mutter ist so stark und so universell, dass wir alle davor einfach still werden sollten. Im Vergleich sind wir alle, alle, ganz klein. Niemand muss die Ehre der Mutterliebe retten, denn diese (als Ideal) ist aus sich heraus heilig. Die einzigen, deren Ehre durch diese dämliche Vandalismus-Tat geschädigt wurde, sind die Dumpfbacken, die das Motoröl vergossen haben. Das ist so offensichtlich wie die Tatsache, dass der Himmel blau und das Gras grün ist. Und aus der Tatsache, dass irgendein Hirni diese miese Tat vollbracht hat zu konstruieren, dass ganz Deutschland gegen Russland sei… na, das kommt mir doch recht weit hergeholt vor. Solche Kampfparolen sind es, aus denen neue Kriege entfacht werden.Weil ich für den Frieden bin, muss ich auch gegen die auf dieser Seite gemachten Kampfansagen Stellung beziehen.“

    Wenn mich das zur Faschistin macht, bitte sehr. Wenn Sie irgendwo in meinen Aussagen ein Fünkchen Beifall für die Untaten der Nazis erkennen können, dann beschimpfen Sie mich nur weiter. Und wenn Sie ernsthaft lieber irgendwelchen Verschwörungstheorien anhängen wollen als zu erkennen, dass die Beschmutzung des Denkmals von irgendwelchen Volldeppen vollbracht wurde, steht Ihnen das frei. Hiermit klinke ich mich aus dieser destruktiv geführten „Diskussion“ aus. Allerdings mit der leichten Frage, was es eigentlich bringt, eine Website zu basteln, die nichts tut, als bereits vorhandene Vorurteile zu bestätigen.

    • sascha313 schreibt:

      Das ist nicht der erste Anschlag auf das Denkmal in Treptow. „Das sind ja alles nur Vorurteile (gegen die Nazis), alles Verschwörungstheorien bla-bla-bla…“ – darauf haben wir nur noch gewartet! Sie haben’s offenbar immer noch nicht begriffen…

    • Eleonore Kraus schreibt:

      Woher wissen sie denn, für wen dieses Ehrenmal steht ?
      Ganz sicher ist es, dass es die Antwort auf Faschismus und den barbarischen Krieg der von Nazi Deutschland angezettelt und in der Geschichte der Menschheit einen einmaligen Einschnitt darstellt , der seinesgleichen sucht und ich wiederhole:

      Es kann und darf keine Relativierung der Verbrechen, der Massenmorde, der unfassbaren Menschenverachtung geben, da können sie noch sehr versuchen sich aus der Verantwortung zu stehlen, indem sie hier suggerieren, sie alles in einen Pott schmeißen und Täter und Opfer auf eine Stufe stellen wollen.

      Mir ist völlig klar als Pädagogin mit sozialtherapeutischer, psychologischer Zusatzausbildung mit langjähriger Berufserfahrung, was es bedeuten kann, wenn man Geschichte erkennt, die des eigenen Landes, wo Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor der ganzen Welt verhandelt und gerichtet wurden, dass das sehr kompliziert und schmerzlich sein kann, auch wenn die eigene Familie in der Geschichte Teil dessen ist.

      Keiner will in den Spiegel der Geschichte schauen, denn die Antwort kann dann in der Konsequenz nur die sein: Selbstkritisch und kritisch dem gegenüber zu stehen, was der Faschismus und Krieg in der Welt angerichtet hat und nicht relativieren zu wollen, weil es besser auszuhalten ist, sondern den Mut aufzubringen, diesen unfassbar schweren und schmerzlichen, schonungslosen Blick in die Geschichte zu wagen, um aus der Geschichte zu lernen und die Verursacher beim Namen zu nennen, den Opfern mit Akzeptanz und Würde zu begegnen, ihren Schmerz anzuerkennen, ihnen zur Seite zu stehen mit der historischen Verantwortung und einem „Nie wieder Faschismus und Krieg.“

      Es muss aufhören, Schuld umverteilen zu wollen. Mir liegt fern jemanden zu überzeugen , allerdings werde ich nicht zulassen, dass nach 74 Jahre nach dem mörderischsten Krieg aller Kriege es immer noch möglich ist nach den eigenen Befindlichkeiten ohne eine konkrete gesellschaftliche Aufarbeitung der Geschichte, unserer Geschichte (der westdeutschen Geschichte), dass jeder beliebig darüber sich auslassen kann.

      Die Bundesrepublik, nach 1945 die Rechtsnachfolge des Faschismus, die wichtigsten Ministerien in Adenauers Republik wurden von den Faschisten besetzt: das Innenministerium und das Justizministerium, während die Kommunisten weiterhin verfolgt wurden, bis hin zum wiederholten Verbot der KPD von 1956, bis zum heutigen Tage nicht aufgehoben sollte doch nachdenklich machen.

      So wurden die Faschisten wieder zum Richter und Henker, nur ohne die Todesstrafe. Ich würde um mehr Differenzierung bei diesen sensiblen Themen bitten, auch wenn das heißt, dass man selber die eigene Meinung reflektiert und wenn nötig auch korrigiert. Das vermisse ich bei Ihnen!

  10. Helga schreibt:

    Lieber Sascha,
    ich habe mich schon gewundert, wie Du solche Geduld aufbringst, die üblichen Phrasen von… „Liebe Leute, ich habe keinen Hass auf Russland………………“ und dann das übliche:…. „ABER……“ mit den alten, bis zum Überdruß bekannten Kübeln voller Müll, Lügen und vor allem auch Unwissenheit, die über die Sowjetunion ausgekippt werden, zu ertragen. Danke für Deine Antwort, dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
    Helga

    • sascha313 schreibt:

      Danke, Helga. Ich gehe immer davon aus, daß das auch vernünftige Leute lesen… und da bin ich nicht um eine Antwort verlegen.

      Und nochmal: die Behauptung dieser „Paula Fenugreek“ von angeblichen „Massenvergewaltigungen“ und „Klassenzimmern vergewaltigter Mädchen“ ist eine empörende, faschistische Lüge! Jeder einfache sowjetische Soldat und erst recht jeder Offizier wäre sofort vor ein Militärstrafgericht gekommen und erschossen worden. In den sowjetischen Kriegsberichten wurde alles auf genaueste dokumentiert. Es gab überdies in jeder Kompanie und in jeder Einheit Kommissare, die das politisch-moralische Ansehen der Armee die Verantwortung trugen, Die sowjetischen Gerichte haben Übergriffe gegen die Bevölkerung in den befreiten Ländern, ebenso wie Fahnenflucht, Feigheit und Plünderungen, wenn es vorkam, stets aufs Schärfste betraft. Und schließlich hatte die Sowjetarmee bis zum letzten Tage überall noch gegen heftigen Widerstand der faschistischen Wehrmacht zu kämpfen. Das ist allgemein bekannt. Viele Sowjetsoldaten mußten dafür auf deutschem Boden noch ihr Leben lassen.

      Der Befehl Stalins war klar: „Die Rote Armee setzt sich das Ziel, die deutschen Okkupanten aus unserem Lande zu vertreiben und den Sowjetboden von den faschistischen deutschen Eindringlingen zu befreien. Es ist sehr wahrscheinlich, daß der Krieg für die Befreiung des Sowjetbodens zur Vertreibung oder Vernichtung der Hitlerclique führen wird. Wir würden einen solchen Ausgang begrüßen. Es wäre aber lächerlich, die Hitlerclique mit dem deutschen Volke, mit dem deutschen Staate gleichzusetzen. Die Erfahrungen der Geschichte besagen, daß die Hitler kommen und gehen, aber das deutsche Volk, der deutsche Staat bleibt.“ und „Die Rote Armee ist frei vom Gefühl des Rassenhasses. Sie ist frei von solch einem entwürdigenden Gefühl, weil sie im Geiste der Gleichberechtigung der Rassen und der Achtung der Rechte anderer Völker erzogen ist.“ (Stalin, Werke, Dortmund 1976, Bd.14, S.149f.)

      Dagegen waren Vergewaltigungen deutscher Soldaten in den okkupierten Gebieten gang und gäbe. Bestrafungen dafür gab es nicht. Und Beweis dafür sind die zahlreichen ungewünschten Kinder, die während des Krieges geboren wurden, als die gesamte männliche Bevölkerung (bis auf Kinder und Greise) an der Front war. Wir haben uns einmal die Mühe gemacht, in den DDR-Zeitungen nach den Vergewaltigungen in der Zeit von 1949-1962 zu suchen, die von den Westalliierten an Frauen begangen wurden. Es ist kaum zu fassen: über 6000 Frauen wurden in dieser Zeit vergewaltigt, sehr viele Frauen wurden danach getötet. Diese Verbrechen waren so schlimm, daß ganze Dörfer auf die Straße gingen, damit diese Verbrechen, die meistens von amerikanischen Soldaten begangen wurden, ein Ende finden. Eine SPD-Abgeordnete wollte Ende der 50er diese Verbrechen in den Bundestag bringen. Die SPD-Oberen haben dies verboten. Und zum Schluß: Ebenso empörend ist hier wiederholte Adenauer-Lüge von den „mehr als eine Million Toten unter den Kriegsgefangenen“…

  11. Paula Fenugreek schreibt:

    Was ist denn so schlimm daran darauf hinzuweisen, dass der Krieg Dinge im Menschen entfacht, die unter normalen Umständen nicht zum Vorschein kommen? Hat das irgendetwas mit einseitigen Schuldzuweisungen zu tun? Soll dadurch irgendetwas kleingeredet werden?

    Die Schuld „der Nazis“ kann nicht relativiert werden, da stimme ich Ihnen voll zu. Darüber brauchen wir uns gar nicht zu unterhalten.

    Es ist mir aber sehr wichtig, noch einmal auf meine Überzeugung hinzuweisen, die von Ihnen offensichtlich nicht gehört wurde: Es ist nicht der „…mus“ (hier kann man einsetzen, was man will), der die Menschen zu bösen Taten fähig macht, es ist das Wesen des Menschen selbst. Da wir alle Menschen sind, sind wir alle in Gefahr, unter Täter zu werden. Es gibt Umstände, die machen es auch für den sanftmütigsten Menschen zu einer wahren Heldentat, nicht mit Wut und Gewalt zu reagieren. Wenn Sie das nicht akzeptieren können, haben Sie sehr wenig Lebenserfahrung.

    Ich halte es für einen gefährlichen Trugschluss zu glauben, dass es „die Guten“ (im Gegensatz zu „den Bösen“) gibt, die unter egal welchen Umständen niemals eine Gräueltat begehen könnten. Ich war nie in einer derartigen Extremsituation wie die Soldaten der damaligen Zeit und Sie wahrscheinlich auch nicht. Keiner von uns kann sich im Normalfall vorstellen, dass er oder sie Dorfbewohner in eine Kirche sperren und diese anzünden könnte, oder Kinder erschießen oder eben kleine Mädchen vergewaltigen (meinetwegen, damit wir nicht gleich wieder in Streit geraten, auch als Angehöriger irgendeiner x-beliebigen anderen Truppe). Aus dieser Position heraus fällt es leicht, sich selbst für völlig unschuldig zu halten. Und doch gab und gibt es Menschen, die all das und noch viel mehr getan haben, und weil es so viele, so schrecklich viele Menschen waren, nicht nur in diesem einen, sondern in ganz vielen Kriegen, bis heute, die diese Taten begangen haben und begehen, können wir uns nicht damit herausreden, dass das eben alles Irre oder Kranke waren/sind. Das müssen entsprechend ihrem Bevölkerungsanteil normale Menschen gewesen sein, sicher, meist angeleitet von einem kranken System, vielleicht von bösen Oberen, aber die Täter waren nicht alle abnorme böse Triebtäter, sondern es müssen zum überwiegenden Teil normale Menschen dabei gewesen sein. So lange die Beschäftigung mit der grauenvollen NS-Zeit sich in simplen Schuldzuweisungen an die (im Fall des II. Weltkriegs) schnell zu identifizierenden „Bösen“ erschöpft, verpassen wir als Menschen insgesamt die wertvolle Gelegenheit zu erkennen, wie und wo wir alle (ja, alle) anfällig sind.

    Meine persönliche Antwort auf die Frage, wie wir eine Wiederholung des Grauens verhindern, ist die, totalitären Bestrebungen rechtzeitig zu widerstehen. Wenn die Diktatur erst einmal da ist, wenn Recht und Gesetz außer Kraft gesetzt sind, kommen die schlimmsten Kräfte an die Oberfläche, und die Einzelnen können im Grunde nur noch verlieren.

    Wenn Sie glauben, ausgerechnet Sie seien nicht anfällig für Extremismus, Verblendung und Gewalt, macht Sie das weniger wachsam für die Gefahr, in der Sie (wie jeder andere Mensch auch) stehen, Täter zu werden.

    Und je lauter Sie schreien, um meine einfache Meinungsäußerung als „unsäglich“ zu disqualifizieren, desto deutlicher zeigen Sie, dass Sie auf dem Weg zur Radikalisierung schon ein gutes Stück gegangen sind. Die Art, in der auf dieser Website argumentiert wird, in der die Meinungen Andersdenkender pauschal abgelehnt werden, in der persönlich verunglimpft wird, statt sich mit Argumenten auseinanderzusetzen, ist schon ziemlich weit weg von einem respektvollen und demokratischem Umgang miteinander. Das macht mir Sorge. Und deshalb habe ich mich geäußert.

    • sascha313 schreibt:

      Schluß damit! Ihre Heuchelei ist unerträglich! Sie haben Ihre Meinung hier schon an mehreren Stellen deutlich genug zum Ausdruck gebracht. Ersparen wir uns die Wiederholung. Kennen Sie das Märchen vom Wolf und den sieben Geislein? Da gibt es nur den einen wesentlichen Unterschied, nämlich den, daß wir keine Geislein sind und auch niemandem erlauben werden, seine schmutzigen Pfoten in unsere hehre Sache zu stecken. Ende der Debatte!

  12. Johann Weber schreibt:

    Wien, 8. Mai 2019. Sowjetdenkmal in Wien geschändet – Österreichs Kanzler Kurz zeigt sich betrübt
    Die russische Botschaft in Wien verurteilte den Vandalismusakt.
    „Der unwürdige Versuch der Täter, mit ihren schmutzigen Händen das ehrenhafte Andenken an die Heldentat des multinationalen sowjetischen Volkes im Kampf gegen den Nazismus zu beflecken, bedeutet eine unverhohlene Herausforderung an das gesamte Rechtsschutzsystem Österreichs“, hieß es in einer in sozialen Netzwerken veröffentlichten Mitteilung der Botschaft.
    Dies sei der zweite Akt dieser Art in den letzten zwei Wochen. So begossen Unbekannte am 25. April die Denkmal-Fassade mit einer schwarzen Farbe.
    Zur Erinnerung. Wien wurde von den sowjetischen Soldaten befreit. Die sowjetische Regierung, rettete die Wiener Bevölkerung, wie schon in Berlin, vor dem Hungertod.
    In der Ausgabe vom 31. Mai 1945 der „Österreichische Zeitung“ beschrieb R. Bauer die Lage Wiens:
    „Worte, denen Taten folgen
    Als die Wiener am 26. Mai von der großzügigen Hilfsaktion der Roten Armee für die Bevölkerung Wiens erfuhren und sich von der freudigen Überraschung erholt hatten, zählten sie an den Fingern ab, wie lange sie noch warten müßten, bis sie in den Genuß der angekündigten Lebensmittelrationen kämen, und siehe da: es waren noch 6 Tage!
    Aber für die, deren Aufgabe es war, für die rechtzeitige Durchführung dieser Aktion zu sorgen, waren es ebenfalls 6 Tage: aber nur 6 Tage! Man braucht kein Fachmann zu sein, um sich einen Begriff davon zu machen, was es heißt: in 6 Tagen in einer Millionenstadt, deren Wirtschaft, Verkehr und Verwaltung noch klaffende Wunden aufweisen, die ihnen durch die Nazi mutwillig geschlagen wurden, eine solche Ankündigung in die Tat umzusetzen.[..] Während so emsig gearbeitet wurde, damit die bereitgestellten Lebensmittel auch zur rechten Zeit in die Einkaufstaschen der Wiener Hausfrauen gelangen, machte sich die Vorfreude der Bevölkerung in zahlreichen Demonstrationen, Meetings und Dankkundgebungen an die Adresse der Spender Luft. In allen Bezirken der Stadt, in Werkstätten, Büros und Häusern versammelten sich die Wiener, um ihrer Freude darüber Ausdruck zu geben, daß dank der von der Sowjetregierung geleisteten Hilfe die Lebensmittelversorgung Wiens gesichert ist. So bildete sich im 7. Bezirk spontan eine Demonstration zum Hotel Wimberger und brachte den dort wohnenden Offizieren der Roten Armee Ovationen. In der Versammlung der Mieter des Hauses Mariahilferstraße 216 erklärte Frau Hilda Steffel: „Ich spreche der Roten Armee meinen uneingeschränkten Dank aus dafür, daß sie uns nicht nur von den Nazi befreit hat, sondern uns nun auch unsere Sorge um das tägliche Brot abnimmt.“ Zur selben Zeit drückte der Arbeiter Karl Eckert im 5. Bezirk seine Meinung mit folgenden Worten aus: „Bei den Deutschen hungerten wir und durften uns nirgends beklagen. Mit der Ankunft der Roten Armee spüren wir die Veränderung zum Guten in unserer Lage. Die Hilfe, die die Sowjetregierung dem österreichischen Volk in diesem kritischen Augenblick leistet, werden wir nie vergessen. Diese einfachen Worte einer Weener Hausfrau und eines Wiener Arbeiters geben das wieder, was alle Wiener in diesen Tagen dachten und sagten. Wir wollen daher nur noch die Äußerung eines Kinomonteurs anführen: „Die Nazi haben uns auch sehr viel versprochen, aber in Wirklichkeit haben wir nichts von ihnen bekommen. Doch bei der Ankündigung des Sowjetkommandos ist die Bevölkerung von der Realität dieser Hilfe überzeugt.“ Und damit hat er den Nagel auf den Kopf getroffen: Ab 1. Juni erhalten die Wiener ihr tägliches Brot! R. Bauer“

    • sascha313 schreibt:

      Danke Johann, davon hat dieser Herr Kurz offenbar nie etwas gehört. …und was den Verstand betrifft: Nomen est omen!

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