Schnipsel aus dem Alltag der USA und …

main„Wie man Freunde gewinnt“ – fast jeder kennt es, dieses nette Buch. Nach der Konterrevolution wurde es in mehreren Millionenauflagen in allen ehemals sozialistischen Ländern verkauft. Ein Bestseller. Der Autor, ein in den USA wohlbekannter Redner und Unternehmensberater, mehrfacher Millionär,  schrieb darüber, wie man schnell und leicht Freunde gewinnen kann. Nett geschrieben, voller Ratschläge, nicht ohne eine gewisse Berechtigung. Doch ist so das Leben? Die rauhe, kapitalistische Wirklichkeit hat eben doch andere Gesetze, als man es in den vielen schönen Büchern der Apologeten des Kapitalismus lesen kann. Was wirklich geschieht, ist weitaus brutaler. Darüber fand sich folgende Notiz im russischen Internet:

Carnegie

Und hier nun die Übersetzung:

In den USA erschoß Derek Medina, der Autor eines Buches über die familiäre Harmonie „Wie man die Ehe rettet“, seine Frau und stellte ein Foto der Leiche in Facebook. Dale Carnegie, der Autor des Buches „Wie man Freunde gewinnt“ starb in völliger Einsamkeit. Benjamin Spock, den Autor des Bestsellers „Baby and child care“ wollten seine eigenen Söhne ins Altersheim abschieben. Maria Montessori, die bekannte Pädagogin, gab ihren eigenen Sohn in eine Pflegefamilie, weil sie das Gefühl hatte, daß es ihre Vorbestimmung auf dieser Erde sei, sich den fremden Kindern zu widmen. Und die südkoreanische Schriftstellerin Choi Yoon-Hee, Autorin des Bestsellers „Wie man glücklich wird“, erhängte sich wegen ihrer Depressionen. Das ist alles, was man über die verschiedenen Arten des „Trainings der Persönlichkeit“, über die esoterischen Gurus, Coaches, Business-Trainer und dergleichen wissen muß.

(Übersetzung: Alina Weinert)

Dieser Beitrag wurde unter Kapitalistische Wirklichkeit, Massenmanipulation veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Schnipsel aus dem Alltag der USA und …

  1. Tja, wenn jemand hinter die Kulissen und Masken des Kaptalismus schaut … dagegen ist Dantes Kommödie ein Sonntagsspaziergang an einem schönen Frühlingstag.

  2. Samy Yildirim schreibt:

    Dichtung und Wahrheit: zwei sehr verschiedene Dinge.

    • sascha313 schreibt:

      Nicht alles in solchen Büchern ist purer Unsinn. Doch wenn bspw. Carnegie über die Gründe für den „außerordentlichen Erfolg“ solcher Leute wie Rockefeller, Schwab oder Roosevelt fabuliert, so gehört das ganz bestimmt ins Reich der Legende, ist Schönrednerei und dient der Verhüllung des ausbeuterischen Charakters der kapitalistischen Produktionsweise. Das Schlimme daran ist nur, daß in den vormals sozialistischen Ländern viele eine derartigen Unsinn geglaubt haben.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s