Ein heldenhafter Verteidiger Moskaus (1941)

Jakow_Dshugaschwili

Jakob Dshugaschwili (1907-1943)

„Ein erstaunliches Beispiel echten Heldentums bewies der Kommandeur der Batterie, Jakob Dshugaschwili, in der Schlacht von Witebsk. In erbitterten Kämpfen zur Vernichtung des Feindes gab er seinen Posten bis zum letzten Geschoß nicht auf.“ [1] so schrieb am 15. August 1941 die Zeitung «Roter Stern» über den Sohn Stalins, Jakob Dschugaschwili. Seine Vorgesetzten hatten ihn zu einer Regierungsauszeichnung vorgeschlagen.

Während des Überfalls der faschistischen Wehrmacht auf die UdSSR am  22. Juni 1941 arbeitete Jakob Dshugaschwili (grus. იაკობ იოსების ძე ჯუღაშვილი) als diensthabender Ingenieur im Moskauer Automobilwerk. Da er aber, einem Rat seines Vaters folgend, 1937 ein Studium an der Militärakademie absolviert und mit guten Ergebnissen abgeschlossen hatte, setzte man ihn am 27. Juni 1941 als Oberleutnant und Kommandeur des 14. Haubitzen-Regiments in der 20. Armee ein. [2] Doch schon am 4. Juli 1941 wurden Teile der 16., 19. und 20. Armee bei Witebsk von der heranrückenden Wehrmacht eingekesselt. Tagelang gelang es dem jungen Offizier, sich mit seiner Einheit am Fluß Tschernogostniza bei Senno (Gebiet Witebsk) in heldenhaften Kämpfen gegen die faschistische Übermacht zur Wehr zu setzen.

Als jedoch die Zeitung über die Heldentaten der sowjetischen Kämpfer bei Witebsk berichtete, war der Redaktion noch nicht bekannt, daß sich Jakob Dschugaschwili zu diesem Zeitpunkt bereits einen Monat in deutscher Kriegsgefangenschaft befand. Die Schlacht bei Senno hatte das Ziel, den Vormarsch der Stoßtruppen der Wehrmacht vor Moskau zum Stehen zu bringen. Bei Witebsk fand eine der größten Panzerschlachten des zweiten Weltkriegs statt.  Nach unzähligen Verhören verschleppten die Nazis ihn fast zwei Jahre lang von einem KZ ins andere. Am 14. April 1943 wurde Jakob Dschugaschwili im KZ Sachsenhausen ermordet. Er wurde postum mit dem Rotbannerorden und dem Orden des Großen Vaterländischen Krieges 1. Klasse geehrt. [3]

[1] «Тайны ХХ века. Золотая серия» №1-с 2012 г.
[2] Прудникова E. A. Сталин. Второе убийство. — М.: ОЛМА, 2010.
[2] Михаил Зуев: Сын Сталина был убит в Заксенхаузене

Aus Materialien des russischen Internet (zusammengestellt und übersetzt von Marja Stepanowa)

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