DIE GESPALTENE NATION.

Wir übernehmen hier einen kurzen Beitrag von „Ossiblock ~ Nachrichten aus der verkauften Heimat“ (Danke Ossi!)

Die AfD spaltet Deutschland, steht in den Zeitungen. Eine Verkehrung der Dinge, macht sie sich doch einfach nur vorhandene Spaltung zunutze. Aber so klingt es schöner.

Stimmt. Denn die Spaltung Deutschlands kam schon nach 1945 von den Westalliierten und ihren sogenannten Besiegten. Und die AfD ist ein rein westdeutsches Produkt der etablierten Parteien des Westens.

Als die AfD in den Deutschen Bundestag einzog, konnte sie das mit 3,9 Millionen Stimmen aus den alten und 1,9 Millionen Stimmen aus den neuen Bundesländern tun.

Tja – ohne westdeutsche Wähler würde die AfD nicht im Bundestag sitzen. Kann jeder selbst nachrechnen. Ein wirklich empfehlenswerter Artikel von einer in Köthen geborenen Frau, die nicht die westdeutsche Klobrille vor den Augen hat. Als Nichtwähler kann ich solche nüchternen Artikel nur hervorheben – sie zeigen, welches Spiel der Westen treibt. Der Westen möchte die Spaltung – egal wie.

Quelle: Ossiblog

Ergänzend dazu:

Immer wieder wird im Stile des Kalten Krieges vom „Eisernen Vorhang“ geredet. Dieser Begriff stammt aus dem verbalen Waffenarsenal Churchills, Eisenhowers und anderer Nazifreunde. Nun ist ja die DDR nach der Konterrevolution in ihrer Einverlebung durch die BRD als eigenständiger, souveräner Staat aufgelöst worden – rein „völkerrechtlich“! Doch vorher war das anders:


1. Wer hat Deutschland gespalten und die Westdeutschen gegen die Ostdeutschen aufgehetzt?

Die Frage ist viel älter als der Artikel vermuten läßt. (Siehe dazu auch: Die Spaltung Deutschlands und die Hetze gegen die DDR.) Hier ein Zitat aus dem Jahre 1947:

Der Betrug mit der „unpolitischen“ Hilfe durch die USA

Von den Anhängern der Zersplitterung Deutschlands wurde immer wieder erklärt, das Wichtigste sei eine Verständigung der deutschen Ländervertreter, damit eine unmittelbare wirtschaftliche Hilfe durch die USA erreicht werden könne. Angeblich stehe diese Hilfe mit politischen Fragen der Gestaltung Deutschlands in keinem Zusammenhang. Inzwischen hat sich das wahre Wesen dieser „unpolitischen“ Betrugsmanöver gezeigt.

Die wahren Absichten des Imperialismus

Die Vertreter des amerikanischen und des englischen Monopolkapitals haben

  • erstens die Föderalisierung, die bundesstaatliche Zersplitterung Deutschlands gefordert,
  • zweitens den Verzicht auf die Enteignung der Kriegsverbrecher in Westdeutschland, der Konzernherren, Großbankiers und Großgrundbesitzer erklärt, und sie wollen
  • drittens das alleinige Bestimmungsrecht über das Ruhrgebiet; das heißt, die Vertreter des westlichen Monopolkapitals wollen Deutschland den wichtigsten Teil der Schwerindustrie entreißen und damit die Grundlage der gesamten Wirtschaft nehmen.
aus: Neues Deutschland vom 26. und 27. Juli 1947 (gekürzt).

2. Wie war das mit dem „Eisernen Vorhang“?

Staatsgrenze: Grenze der Ge­bietshoheit eines Staates. Nach­dem die DDR in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht mit allen be­nachbarten Staaten – einschließ­lich der BRD – völkerrechtliche Verträge über den Verlauf der Staatsgrenze und damit im Zusam­menhang stehende Fragen abge­schlossen hatte, beschloß die Volkskammer am 25.März 1982 das »Gesetz über die Staatsgrenze der DDR – Grenzgesetz«, Damit wurde erstmalig eine komplexe Regelung über alle die Staatsgrenze der DDR betreffenden Fragen geschaffen. Hauptinhalt des Gesetzes ist: die Unantastbarkeit der DDR zu ge­währleisten; die Sicherheit und Ordnung in den Grenzgebieten weiter zu festigen; die Stellung und Verantwortung der Grenztruppen der DDR und ihr Zusammenwirken mit den Schutz- und Sicherheitsor­ganen zu regeln; die Verantwor­tung aller gesellschaftlichen Kräfte für den Schutz der Staatsgrenze zu erhöhen und die Arbeits- und Le­bensbedingungen der Grenzbevöl­kerung weiter zu verbessern.

Quelle: Lexikon für Zeitungsleser, Dietz Verlag Berlin 1988, S.232.

3. Ja – eine gepaltene Nation!

Man muß es noch einmal klar und deutlich sagen: Es geht ein Riß durch die Gesellschaft! Und zwar nicht zwischen Ost und West, oder Nord und Süd, sondern zwischen Bourgeoisie und Proletariat. Bertolt Brecht:

Das Lied vom Klassenfeind

Als ich klein war, ging ich zur Schule und ich lernte, was mein und was dein. Und als da alles gelernt war, schien es mir nicht alles zu sein. Und ich hatte kein Frühstück zu essen, und andre, die hatten eins: Und so lernte ich doch noch alles vom Wesen des Klassenfeinds. Und ich lernte, wieso und weswegen da ein Riss ist durch die Welt? Und der bleibt zwischen uns, weil der Regen von oben nach unten fällt.

Und sie sagten mir: Wenn ich brav bin, dann werd ich dasselbe wie sie. Doch ich dachte: Wenn ich ihr Schaf bin, dann werd ich ein Metzger nie. Und manchen von uns sah ich, der ging ihnen auf den Strich. Und geschah ihm, was dir und was mir geschah, dann wunderte er sich. Mich aber, mich nahm es nicht wunder, ich kam ihnen frühzeitig drauf: Der Regen fließt eben herunter und fließt eben nicht hinauf.

Siehe: Lieder aus der DDR
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5 Antworten zu DIE GESPALTENE NATION.

  1. Johann Weber schreibt:

    Noch ergänzende Worte zum „Gesetz über die Staatsgrenze der DDR – Grenzgesetz“
    In der Ost-CDU-Zeitung „Neue Zeit“ stand am 31.3.1982 folgendes:

    Schutz der Grenze – Schutz des Friedens
    „So begannen Kriege: Angehörige der faschistischen Wehrmacht zerbrachen am 1. September 1939 den Schlagbaum an der Grenze zwischen Deutschland und Polen. [..] Diese und andere geschichtliche Erfahrungen lassen uns hellhörig werden, wenn an Staatsgrenzen provoziert wird, wenn an diesen empfindlichen Nahtstellen Zwischenfälle arrangiert werden, wenn lauthals oder klammheimlich verkündet wird, daß bestehende Grenzen verändert werden sollen. Zumal dann, wenn die Staatsgrenze zugleich Trennlinie zwischen Sozialismus und Imperialismus ist, wie unsere westliche Staatsgrenze. Es stimmt uns schon bedenklich, und wir nehmen es sehr ernst, daß allein im vergangenen Jahr in mehr als 7080 Fällen unser Hoheitsgebiet von der Bundesrepublik bzw. von Westberlin aus verletzt worden ist. Nur dem besonnenen Verhalten unserer Kräfte an der Staatsgrenze ist es zu verdanken, daß es bisher zu keinen schwerwiegenden Zwischen fällen kam. [..]

    Dem wirkt diametral das jüngst von der Volkskammer beschlossene Gesetz über die Staatsgrenze der DDR entgegen. Es will dem friedlichen Zusammenleben der Völker ebenso entsprechen wie es das friedliche Leben unserer Bürger und den Schutz des gemeinsam Erreichten zum Ziele hat.[..] So wurde eine Reihe bedeutender Übereinkommen zwischen sozialistischen und kapitalistischen Staaten geschlossen, in deren Mittelpunkt die völkerrechtliche Anerkennung der Staatsgrenzen in Europa steht, u. a. bilaterale Verträge der UdSSR, der VR Polen, der CSSR und der DDR mit der BRD, das Vierseitige Abkommen über Westberlin und nicht zuletzt die Schlußakte von Helsinki.[..]Geregelt wird durch das Grenzgesetz auch das Überschreiten der Staatsgrenze. Gegenwärtig bestehen — ohne See- und Flughäfen — 82 Grenzübergangsstellen, also im Verhältnis zur Länge der Staatsgrenze alle 31 Kilometer eine für den Straßen-, Eisenbahn- und Binnenschiffsverkehr. Geradezu Legion ist die Zahl derer, die sie alljährlich passieren: 22 Millionen queren im Transit unser Hoheitsgebiet, 17 Millionen Ausländer reisen in unsere Republik, und zwölf Millionen Einwohner der DDR besuchen das Ausland. Offen ist und bleibt die DDR-Staatsgrenze all jenen, die offen und ehrlichen Sinnes zu uns kommen.

    Ein unüberwindlicher Wall hingegen war, ist und bleibt sie denen, die den Frieden der Völker gefährden, indem sie Unfriede an der Grenze stiften. So begannen Kriege, so soll es nie wieder sein.“

  2. Achim schreibt:

    Ein Grund mehr zur Wahl zu gehn und sich nicht wehrlos zu ergeben.
    Marx und Engels hielten von Nichtwahl ebenso nichts und entfernten Mitglieder die zur Nichtwahl aufgeruft haben aus der Partei.
    Ab 19:30 min. https://www.youtube.com/watch?v=mailz7Xific&t=1170s

    • sascha313 schreibt:

      Danke für das Video! Ein Propagandafilm mit dem Holzhammer. Das überzeugt eher nicht. Und Achim, was sollten wir dann wählen – Deiner Meinung nach?

      Lenin: „Ein Beispiel dafür sind in Europa die Schweiz, in Amerika die Vereinigten Staaten. Nirgends herrscht das Kapital so zynisch und rücksichtslos, und nirgends kann man das mit solcher Klarheit sehen wie gerade in diesen Ländern – obwohl das demokratische Republiken sind -, wie prächtig ihre Fassade auch ausgemalt sein mag, wieviel man auch von der Arbeitsdemokratie von der Gleichheit der Bürger reden mag.“ (Lenin: Über den Staat. LW Bd.29, S.478.)

      Und Stalin: „Allgemeine Wahlen gibt es und werden auch in einigen kapitalistischen Ländern abgehalten, in den sogenannten demokratischen. Aber in welcher Lage werden dort Wahlen durchgeführt? …Man darf solche Wahlen, selbst wenn sie allgemein, gleich, geheim und direkt sind, nicht vollkommen freie und vollkommen demokratische Wahlen nennen.“ (Stalin: Rede auf der Wählerversammlung… 11. Dezember 1937, SW Bd.14, S.86)

      Ceterum censeo: Wenn Wahlen im Kapitalismus etwas ändern würden, wären sie längst verboten…

      • Achim schreibt:

        Marx hat es gesagt: Die fortschrittlichste Partei, selbst wenn das eine bürgerliche ist. Und wie Marx hat auch Lenin gesagt daß man auch mal das kleinere Übel wählen muß. Dieser „Propagandafilm“ ist hervorragend. So etwas kann man im TV von heute nicht mehr sehen.

        Ab 4:26min „So weit links wie möglich“ und im Unterschied zu 1848 gibts heute immerhin eine kommunistische Partei, die fast überall antritt, auch wenn sie revisionistisch ist. So viel Kompromiß wie Marx damals wollte, braucht es heute also gar nicht mehr.https://www.youtube.com/watch?v=9Byrx5iALMY&t=266s

        Natürlich hat Stalin recht, doch auch er hat Thälmann und die KPD unterstützt, die zu Wahlen angetreten sind und in einer sogenannten Demokratie im Parlament waren. Es geht doch um eine zusätzliche Plattform, um das Volk aufzuklären, sie damit zur sozialistischen Revolution vorzubereiten. Die Menschen von heute KENNEN doch die Idee des Sozialismus gar nicht mehr, weil sie in den Medien nicht vorkommt und falsch berichtet wird. Thälmanns Reden und Warnungen in Parlamentsreden sind damals bekannt geworden. Eine Partei, die nicht im Parlament ist, wird auch keine große Aufmerksamkeit in den MSM erhalten.

        Um gleich auf die Gelbwesten zu kommen: Sie sind zwar zu begrüssen, doch ohne Partei, die sie führt und aufklärt, kann das nichts werden. Lenins Revolution im Oktober 1917 war erfolgreich, weil sie wußten, was zu tun ist.

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