Was war die DDR aus historischer Sicht?

DDR-histDie Deutsche Demokratische Republik hat eine neue Seite in der Geschichte des deutschen Volkes aufgeschlagen. In diesem Teil Deutschlands erfüllte und erfüllt die Arbeiterklasse – die neue geschichtliche Klasse – erfolgreich ihre historische Mission. Im „Manifest der Kommunistischen Partei“ begründeten Karl Marx und Friedrich Engels, daß die Arbeiterklasse berufen ist, den Kapitalismus zu stürzen, die auf dem gesellschaftlichen Eigentum an den Produktionsmitteln beruhende sozialistische Gesellschaftsordnung aufzubauen und damit die Ausbeutung und Unterdrückung des Menschen durch den Menschen für immer aufzuheben. Seitdem beseelte dieses edle Ziel das Sinnen und Trachten und das politische Wirken der besten Kräfte der deutschen Arbeiterklasse; zu ihm bekannten sich auch Menschen aus anderen Klassen und Schichten des Volkes.

Eine humanistische Gesellschaftordnung…

Trotz Mißerfolge und Niederlagen, grausamer Verfolgungen und blutiger Opfer blieb die Arbeiterklasse ihrem sozialistischen Endziel treu. Im Kampf um den Sozialismus verfocht sie stets die Interessen des ganzen Volkes. In der DDR fand Erfüllung, wofür die fortschrittlichen Kräfte des deutschen Volkes in Jahrhunderten kämpften – in der Reformation und im Großen Deutschen Bauernkrieg, in den Befreiungskriegen, in der Revolution von 1848/49 und der Novemberrevolution 1918 und in der schweren Zeit des Faschismus. Hier entstand eine humanistische Ordnung politischer und sozialer Gerechtigkeit und geistiger Freiheit, wie sie von den Großen des deutschen Geisteslebens erstrebt worden ist.

…wurde in nur zwei Jahrzehnten errichtet!

Während die deutsche Bourgeoisie für den Aufbau des Kapitalismus mehr als einhundert Jahre benötigte, löste die Arbeiterklasse im Bunde mit den anderen Wcrktätigen, geführt von ihrer marxistisch-leninistischen Partei, in der Deutschen Demokratischen Republik die Grundaufgaben der Übergangsperiode vom Kapitalismus zum Sozialismus trotz schwieriger Bedingungen in dem historisch relativ kurzen Zeitraum von etwa zwei Jahrzehnten.

Soziale und kulturellen Errungenschaften

Die Errichtung eines starken Arbeiter-und-Bauern-Staates, in dem die Wurzeln des Krieges und des Revanchismus für immer beseitigt sind, ist die größte politische Errungenschaft der Arbeiterklasse und des Volkes. Die Beseitigung der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, der Wirtschaftskrisen, der Arbeitslosigkeit und der sozialen Unsicherheit stellt die größte soziale Errungenschaft des Sozialismus dar. Die Schaffung realer und gleicher Möglichkeiten für alle Werktätigen, Wissen und Bildung zu erwerben, ist die größte kulturelle Errungenschaft der neuen Gesellschaft.

Stabile Führung durch die Partei der Arbeiterklasse

In diesem Prozeß hat sich die stabilste Partei- und Staatsführung herausgebildet, die es je in Deutschland gab. Die Werktätigen der DDR schreiten unter Führung der Arbeiterklasse und der SED, fest verbündet mit der Sowjetunion und den anderen sozialistischen Bruderländern, zuversichtlich dem Sieg des Sozialismus entgegen, den aufzuhalten niemand in der Lage ist.

Quelle:
Deutsche Geschichte, Band 3, VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften Berlin, 1968, S.750f.
(Zwischenüberschriften eingefügt, N.G.)

Siehe auch:
Ein Tag im Leben der DDR
Die DDR – ein sozialistische Meisterwerk
Wohnungspolitik in der DDR
Gesundheitswesen in der DDR
Bildungssystem in der DDR
Leben in der DDR – Lebensweise und Familie

hell-ist-der-tag1

Tag der DDR

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17 Antworten zu Was war die DDR aus historischer Sicht?

  1. roprin schreibt:

    Ich bezweifle, daß unsere DDR so in die Geschichte eingehen wird. Das wäre nicht im Interesse der Geschichtsschreiber. Schon heute ist es üblich die DDR als „Unrechtsstaat, als Diktatur zu bezeichnen und sie zusätzlich mit dem Hitler-Nazisystem gleichzusetzen (das tut selbst die DKP).

    • sascha313 schreibt:

      Wie die DDR in die Geschichte eingeht, wird sich zeigen. Ich halte das Trommelfeuer der westlichen Lügenpropaganda sowieso für wenig zielführend. Zwar wird es schwer sein, die Vergangenheit so „aufzuarbeiten“, wie wir sie kennen und wünschten, zumal die Flut der Lügen derzeit überwiegt. Aber auch das hat seine Zeit! Wenn z.B. die DKP (oder aber auch die KPD Hessen und die Rote Hilfe) antikommunistische Propaganda treiben, dann ist das ebenso schlimm wie das, was man einst der SPD vorwarf. Es trifft noch heute zu und verhindert die Aktionseinheit. Wer wie die meisten Menschen in den westlichen Bundesländern so sehr vom Antikommunismus verseucht ist, den wird man wohl kaum überzeugen können. Auch mit Faschisten muß man nicht diskutieren, sie werden immer fanatische Feinde des Sozialismus bleiben… eine humanistische Perspektive haben alle diese Leute nicht vorzuweisen. Die DDR war das lebende Beispiel für einen real existierenden Sozialismus! Der plumpe Stalinhaß hat alles Denken vernebelt und das eigene Nachforschen blockiert..

  2. Matthias Dirscherl schreibt:

    In dem Text unter der Überschrift „Was sehen wir auf den Bildern“ steht im ersten Satz: … die Anlage überprüft, seine Anlage, in seinem Betrieb.
    Es ist aber doch im Sozialismus nicht der einzelne Arbeiter Eigentümer der Anlage oder des Betriebs, sondern die Arbeiterklasse. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

    • sascha313 schreibt:

      Die Betriebe waren in der DDR Volkseigentum. Daher hatte sich auch die Redensart eingebürgert: „Das ist mein Betrieb!“ (auch wenn der Betrieb selbstverständlich nicht dem einem einzelnen Arbeiter gehörte). Ich kenne heute niemanden, der sagen würde: „…in meinem Betrieb.“

      • Matthias Dirscherl schreibt:

        Daß das eine Redensart war, kann ich mir denken. Volkseigentum kann man auch lassen, wenn die Aubeuterklassen abgeschafft sind. Das „Volk“ sind dann die Werktätigen. Im Kapitalismus sollte man das Wort „Volk“ vermeiden – es würde ja die Aubeuterklassen einschließen – und wenn die (kapitalistische) Klassengesellschaft gemeint ist, diese auch so nennen.
        Im kapitalistischen Deutschland gibt es aber doch auch Arbeiter, die – auch als Redensart – von ‚meinem‘ Betrieb sprechen, was in diesem Fall ein Zeichen mangelnden Bewußtseins oder einfach nur unüberlegt, bzw. anerzogen ist, um die Arbeiter zu höheren Leistungen anzuspornen.
        Ich danke Dir für die Antwort.

      • sascha313 schreibt:

        Im Beitrag über Geld und Währung ist, glaube ich, ganz gut erklärt, warum im Sozialismus in der DDR noch Relikte aus dem Kapitalismus vorhanden waren. Zwar gab es in der DDR keine Ausbeuterklasse mehr, doch die Warenproduktion blieb (wenn auch eingeschränkt) erhalten und mit ihr das Geld (als ökonomische Kategorie der Warenproduktion). Und natürlich wäre es falsch, im Sozialismus vom „Staat des ganzen Volkes“ zu reden, denn die herrschende Klasse ist nicht „das Volk“, sondern die Arbeiterklasse. Und die Form der Herrschaft ist die „Diktatur des Proletariats“.

      • prkreuznach schreibt:

        Selbst im Kapitalismus, in der alten BRD, als es noch beständige Arbeitsverhältnisse gab und viele von der Lehre bis zur Rente in einem Betrieb arbeitete, sagten als Redensart: „Mein Betrieb“. Es gab die „Opelaner“(Arbeiter bei „Opel“), die „Seitzianer“(Arbeiter bei der damaligen „Seitz-Werke“ in Bad Kreuznach) usw.. Das ist heute alles vorbei.

      • sascha313 schreibt:

        …aber habe sich die Arbeiter dabei etwas gedacht? Oder war es nur das Ergebnis der „Sozialpartnerschaft“?

      • prkreuznach schreibt:

        Das war Gewohnheit und das Ergebnis der „Sozialpartnerschaft“.

  3. Matthias Dirscherl schreibt:

    Nicht nur die DDR, der Sozialismus als Übergang vom Kapitalismus zum Kommunismus, erste Stufe der kommunistischen Gesellschaft, trägt noch Muttermale der alten Gesellschaft. Das finden wir schon bei Marx, Engels und Lenin (Staat und Revolution).

  4. frvonuzu schreibt:

    Das ist geeignet, sich den Unterschied von Staats- und Vokseigentum klar zu machen. Beim Staatseigentum muss nach wie vor die Klassenfrage gestellt werden, wer denn die herrschende Klasse im betroffenen Staat ist. Bei Volkseigentum ist das geklärt.
    Bedauerlicherweise werden diese Begriffe allzuoft synonym verwendet. Die Verwirrung verhindert, die Klassenfrage zu stellen.

  5. Eleonore Kraus schreibt:

    Damit durfte die Verwirrung, die im Artikel „Das kapitalistische China“ vom 16. Juni, 2019 entstanden ist der Vergangenheit angehören.
    Informativ, interessant und wichtig.
    Man kann sich nicht seinen „eigenen“ Sozialismus basteln, denn die Kriterien dafür, wie man hier Lesen kann sind eindeutig geklärt und erklärt, grundsätzlich ist von dem auszugehen was ist.
    Alles andere ist zu diesem Thema erst einmal gesagt.

    Was mir auffällt und besonders gut gefällt ist, dass die vielen nützlichen Hinweise auf bereits vorhandenes an Artikeln, die hier zu den jeweiligen Themen dann vorgeschlagen sind eine echte Bereicherung sind. Sollte beibehalten werden; ein echter „Wissensschatz.“

  6. Pingback: Wilhelm Meißner: Die DDR und der Frieden | Sascha's Welt

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