Soziologie: Das soziale Wohlbefinden und der Klassenkampf

SoziologieSoziologische Untersuchungen über das Verhältnis der Werktätigen zu ihrer Arbeit haben ergeben, daß die Arbeitszufriedenheit ein wichtiges Element ihres sozialen Wohlbefindens ist, gleich in welcher Gesellschaftsordnung sie leben. Das Verhältnis der Arbeiter und Angestellten zur „ihrem Betrieb“ war im Sozialismus allerdings ein völlig anderes, als das heute im Kapitalismus der Fall ist. Welchen Einfluß hat nun das Lebensgefühl auf die persönliche Einstellung, die politische Meinung und das Verhalten im sozialen Konfliktfall? Wodurch unterscheidet sich der Kapitalismus vom Sozialismus?  Der Soziologe Rudhard Stollberg stellt beide Gesellschaftssysteme einander gegenüber.

Da gerade wieder einmal von der „friedlichen Revolution“ 1990 die Rede ist, …eine „Revolution“, die nach hinten losging: eine Konterrevolution, die – wie jeder weiß – das Rad der Geschichte um gut 100 Jahre zurückdrehte, vom Sozialismus zum Kapitalismus! …wäre doch zu überlegen, welche Motivation die Menschen veranlaßt, etwas zu tun bzw. nicht zu tun. Warum gab es 1989/90 Demonstrationen, und warum gibt es sie heute nicht? Und wie ist das mit dem Kapitalismus? Hatte Karl Marx recht? Und warum gibt es heute nur wenige Klassenkämpfe? Was hat die deutsche Bevölkerung gelernt aus den letzten 30 Jahren? Beginnen wir zunächst mit dem Kapitalismus:

Die Produktionsverhältnisse im Kapitalismus

Von besonderer Bedeutung ist hierbei, daß die Arbeits­leistung des Werktätigen durch das kapitalistische Lohn­arbeitsverhältnis vermittelt ist. Durch den Nichtbesitz an Produktionsmitteln von Seiten des Arbeiters ist dieser gezwungen, seine Arbeitskraft an den Kapitalisten zu verkaufen. Im Arbeitslohn erhält er das Äquivalent des Wertes seiner Arbeitskraft, das ihm zur Bestreitung des Lebensunterhaltes dient.

Die sachlichen Bedingungen der Produktion, die Werkzeuge, Maschinen und Rohstoffe, treten ihm als Kapital, d.h. als fremde Gegenstände ge­genüber, zu denen er keine innere Beziehung hat. Er „erduldet“ sie, wie er alle Bedingungen seiner Tätigkeit erdulden muß, um die Mittel für seinen Lebensunterhalt zu sichern. In der kapitalistischen Gesellschaft ist die Arbeit, wie Karl Marx zeigte [1], entfremdete Arbeit.

Die entfremdete Arbeit

Ihr Wesenszug besteht darin, „daß die Arbeit sich für den Arbeiter nur als Mittel zum Leben äußert, folglich als etwas Äußeres, als etwas äußeren Umständen Abgenötig­tes, was nicht zu seinem Wesen gehört. Im Arbeitsprozeß entwickelt der Arbeiter seine physische und geistige Ener­gie nicht frei, sondern erschöpft sich, fühlt sich unglück­lich. Die Arbeit ist in solchem Falle nicht Selbsttätigkeit. inneres Bedürfnis, sie ist nicht Mittel zur Befriedigung der Bedürfnisse in der Arbeit, sondern Mittel zur Befriedi­gung anderer Bedürfnisse“. [2]

Die Erzeugung von Kapital

Aus dem kapitalistischen Lohnarbeitsverhältnis ergibt sich weiterhin, daß der Arbeiter nicht über das Produkt seiner Arbeit verfügen kann. Da es im kapitalistischen Produktionsprozeß geschaffen wurde, nimmt es die Form von Kapital an, die Form jener Macht, die den Arbeiter in seine Abhängigkeit zwingt. Es ist völlig unerheblich und für den Arbeiter belanglos, welche Gebrauchswert­eigenschaften dieses Produkt aufweist und welche kon­krc!ten – produktiven oder konsumtiven – Bedürfnisse es befriedigen kann. Der Zusammenhang seiner Arbeit mit der Gesellschaft zerreißt. Die Arbeit entbehrt des so­zialintegrierenden Momentes. Die soziale Relevanz des Produktes besteht darin, Träger von Profit zu sein. Da­durch bereichert die Arbeit des Arbeiters den Kapitalisten und schafft die Grundlage der eigenen Ärmlichkeit.

Die menschliche Arbeitskraft – eine Ware

Die kapitalistische Produktion ist die höchste Form der Warenproduktion, da sie auch die menschliche Arbeits­kraft zu einer Ware macht. In einem hohen Grade verwandeln sich die Verhältnisse zwischen den Menschen in Geldverhältnisse; der Käuflichkeit unterliegen selbst auch solche sittlichen Werte wie Wahrheit, Treue und Liebe. Geld wird in Gestalt des Einkommens zum wichtigsten Statussymbol des Menschen, d.h., es fixiert seine von der Gesellschaft anerkannte soziale Position. Diese objektive sozialökonomische Situation spiegelt sich auch im Bewußtsein der arbeitenden Menschen wider. Wenn auch in unterschiedlichem Grade, mit unterschied­licher Schärfe und mehr oder weniger verdrängt von der Vielfältigkeit der Elemente einer Lebensanschauung, die der Vielfältigkeit der Erlebnisbereiche des Menschen ent­spricht.

Die soziale Lage der Arbeiterklasse

Wie die Arbeiter kapitalistischer Betriebe ihre eigene soziale Lage betrachten, zeigen die Ergebnisse eines Interviews unter 300 westdeutschen Arbeitern, über die Me­litta Wiedemann berichtet. Es heißt in diesem Bericht:

„Zum Teil lautstark, mit echter Erregung, ohne daß sich Gegenstimmen meldeten, erklärten Junge und Alte, auch Meister, ,das ganze Wirtschaftssystem sei ,rückständig, überholt, gegen die Arbeiterschaft gerichtet‘. Wort­führer waren dabei nicht nur ältere, sehr gut bezahlte Facharbeiter mit zum Teil jahrzehntelanger Betriebs­zugehörigkeit, sondern auch Kollegen von Anfang dreißig. Die viel Jüngeren hörten gespannt und deutlich zustim­mend zu, äußerten sich selbst aber nur gelegentlich. Die fehlende theoretische Schulung des Nachwuchses war nicht zu übersehen.
Die häufigsten Einzelargumente waren: ,Es braucht nur eine Krise zu kommen, dann sind wir arbeitslos und lie­gen auf der Straße.‘ … So­lange wir den Kapitalismus haben, wird der Arbeiter von der Automation keine Vorteile, sondern nur Nachteile haben.‘ – ,Die ganze Mitbestimmung ist Schwindel; wir hier kennen unseren Betrieb genau, wir sehen Fehler, die gemacht werden, aber wir können nichts dagegen tun, wir können nur schuften, um mehr zu verdienen, da ver­liert man die Lust an der ganzen Sache . . . wir wollen wirklich mitbestimmen.‘ – ,Die Betriebsräte gehören ganz anders ausgebaut, wir wollen wissen, was gespielt wird.‘ – ,Nach dem Krieg gab es nichts als Trümmer, keine in Generationen aufgebauten Werke, wie es früher hieß; wir haben alle mit 40 Mark ganz von vorn ange­fangen. Jetzt haben wir noch schönere Werke und Mil­liardenvermögen, aber eben nicht wir, sondern die Ar­beitgeber, alles in ein paar Jahren erworben … aber der Arbeiter hat nichts, außer dem täglichen Brot … und wer weiß, ob das sicher ist.‘ – ,Soll das ewig so weiter­gehen? Die Zeiten ändern sich schnell, wer nicht an Über­morgen denkt, zieht den kürzeren.‘
Die Kollegen waren so in Fahrt, daß mein Einwand, die Lage im  Osten sei für die Arbeiterschaft auch nicht rosig, im Gegenteil, mit Gelächter quittiert wurde … “ [3]

Die Arbeitszufriedenheit im Kapitalismus

Kann unter diesen Bedingungen Arbeitszufriedenheit vorherrschen, kann sich bei den werktätigen Menschen im Kapitalismus ein Lebensgefühl entwickeln, das auf der gleichen oder einer ähnlichen Ebene liegt, wie wir sie für die sozialistische Gesellschaft als typisch ansehen? Diese Frage müssen wir verneinen.

Zunächst kann der Arbeiter im kapitalistischen Betrieb keinerlei Befriedigung aus der sozialen Position ziehen, die ihm die kapitalistische Gesellschaft gewährt. Hierbei spielt nicht nur seine objektive Lage als Ausgebeuteter sowie das Bewußtsein dieser Lage eine Rolle, sondern auch das niedrige Sozialprestige, das die kapitalistische Gesellschaft den Produktionsarbeiterberufen zuweist. Nicht nur, daß der ungelernte Arbeiter in jeder Rang­folge der Berufe den letzten Platz einnimmt – auch der Facharbeiter findet seinen Platz in der Regel nur im unte­ren Drittel. Die Chancen, durch Qualifizierung die soziale Position zu erhöhen, sind zwar oftmals – meist inner­betrieblich – vorhanden, sie übersteigen aber nur selten bestimmte Grenzen, die z.B. zu einem Ingenieur- oder Universitätsstudium führen.

Statistische Ergebnisse

Die Abhängigkeit der Arbeitszufriedenheit von der so­zialen Position der Werktätigen im Kapitalismus – inner­halb des Systems gesehen – zeigen die folgenden Zahlen:

Eine amerikanische Untersuchung ergab, daß 85 % der leitenden Angestellten und der Akademiker unter den Angestellten mit ihrer Arbeit zufrieden waren, von den normalen Angestellten waren es 64 %, von den Fabrikarbeitern aber nur 41 %. Eine andere Unter­suchung ergab 86 % Zufriedene unter den angestell­ten Akademikern, 74 % unter den „gehobenen mitt­leren“ Angestellten, 42 % unter dem einfachen kaufmännischen Personal; bei den Lohnarbeitern fanden sich unter den Gelernten 56 % und unter den Unge­lernten 48 %.“ [5]

Gibt es eine betriebliche Mitbestimmung?

In den Betrieben selbst bestehen für den Arbeiter nur ausnahmsweise und in sehr engem Rahmen Möglichkeiten der Mitbestimmung. Auf das Betriebsgeschehen als Gan­zes hat er keinen Einfluß. Die Bedeutung der Produktion des Betriebes (vom volkswirtschaftlichen Standpunkt oder im Vergleich mit ähnlichen Produktionen auf dem Welt­markt) ist für ihn eine relativ uninteressante Sache. Er ist in diesen Fragen nicht engagiert. Daher taucht auch in Untersuchungen über die Faktoren, die auf die Arbeits­zufriedenheit einwirken, niemals der Faktor „gute Ar­beitsorganisation“ auf – das ist Sache der Unternehmens­leitung und nicht Sache der Arbeiter.

Gibt es eine politische Mitbestimmung?

Aber auch im Rahmen der ganzen Gesellschaft, des jeweiligen kapitalistischen Staatswesens, ist sein Einfluß gleich Null. Er gehört nicht zur herrschenden, sondern zur beherrschten Klasse. Grundsatzfragen der Politik, ein­schließlich der Wirtschaftspolitik, werden ohne sein Zutun entschieden. Sofern er sich in gesellschaftsgestaltendem Sinne betätigen kann, bleibt ihm die Aktivität in der Arbeiterpartei oder der Gewerkschaft, und wir können tatsächlich behaupten, daß der Arbeiter Befriedigung aus der gesellschaftlichen Aktivität lediglich hierdurch er­reichen kann. [5]

Hat der Kapitalismus eine Perspektive?

Die Perspektive der Gesellschaft und damit seine eigene Perspektive ist für den Arbeiter im Kapitalismus ein un­beschriebenes Blatt. Die technischen Umwandlungen, die mit der zunehmenden Automatisierung der Produktion verbunden sind, erzeugen mehr das Gefühl der Unsicher­heit als der Zuversicht in die Verbesserung der Lage. Dazu kommt die traditionell zyklische Bewegung der kapitali­stischen Produktion, die ihm stets von neuem die Gefahr der Wirtschaftskrise und damit der Arbeitslosigkeit vor Augen führt. Daher steht auch „Sicherheit des Arbeits­platzes“ in vielen Untersuchungen in westlichen Ländern an der Spitze der Faktoren, die für Industriearbeiter be­deutsam sind. [6]

Die Macht der Gewohnheit

Im übrigen ist die zum Ausdruck gebrachte Zufriedenheit eine durch Anpassung an bestehende Verhältnisse relativierte Haltung. … So stellt z.B. James Alexander Brown (1911-1964) seinem Buch „Psychologie der industriellen Leistung“ die folgende bemerkenswerte Betrach­tung voran:

„In ihrem Buch ,The Bleak Age‘ schildern J.L. und Barbara Hammond, welche Verachtung der Radi­kalismus im 19. Jahrhundert jeder Gesellschaft entgegen­brachte, die ihren Mitgliedern das Stimmrecht vorenthielt, dessen Besitz ihm als der einzige Maßstab des Fortschritts galt. In seinem Auge war und blieb ein Despotismus, der sich noch so wohlwollend gebärdete, noch immer Despo­tismus. … ,Und doch‘, fahren die Hammonds fort, ,belehrt uns ein kurzer Rückblick auf die Geschichte, daß die menschliche Natur sich fast an jede Staatsform gewöhnt hat und daß Menschen beiderlei Geschlechts gleichmütig auch ein System ertragen haben, unter dem sie nicht nur alle politischen Rechte, sondern selbst den Anschein per­sönlicher Freiheit verloren hatten. Aber selbst in solchen Fällen müssen sie den – echten oder trügerischen – Ein­druck gehabt haben, am Gesamtdasein der betreffenden Gesellschaft teilzuhaben: ihre Einbildungskraft und ihr Gefühl waren jedenfalls befriedigt.“ [7]

Die Tricks der „Sozialpartnerschaft“

Da der Zufriedenheit und Unzufriedenheit nach Auffas­sung Browns kein objektiver Maßstab zugrunde liegt und Beschwerden nicht notwendigerweise objektive Feststel­lungen sind, genüge es vollkommen, wenn man ein allge­meines Ventil für aufgestaute Unzufriedenheit schafft… Auch innerbetriebliche Sportwettkämpfe habe in diesem Rahmenen eine nützliche Funktion. … Manche Betriebe versuchen es damit, der Belegschaft das freundschaftliche „Du“ gegenüber dem Generaldirektor und den leitenden Angestellten zu erlauben, wie die holländische Firma Tektronix in Oudeschoot (Provinz Friesland), wobei letzteren außerdem  empfohlen wird, sich in der Kantine genauso wie der jüngste Stift in die Schlange nach dem „Koopje Koffie“ zu stellen. [8] …

Arbeiten – und Maul halten!

Es gibt jedoch bereits Autoren, die eine festere Kettung des Arbeiters an den kapitalistischen Betrieb und die Ausschöpfung aller seiner Leistungspotenzen anstreben. Zu ihnen gehört Peter F. Drucker, Theoretiker und Praktiker der modernsten Varianten des amerikanischen Managements. [9] Er schreibt am Schluß seiner Betrachtungen: „Eines sei klargestellt: Ich bin überzeugt, daß die Belegschaft an der Unternehmensleitung als solcher nicht teilhaben kann. Sie hat keine Verantwortlichkeit – und daher auch keine Befugnisse.“ [10]


Die Produktionsverhältnisse im Sozialismus

Im Sozialismus ändern sich die Verhältnisse grundlegend. Die Produktionsmittel sind Volkseigentum, und damit verschwindet auch die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Es entsteht ein völlig neues Verhältnis der Werktätigen zu ihrem Betrieb und zu ihrer Arbeit. Hinzu kommt die vollständige Gleichberechtigung der Frauen im Beruf und der gleiche Lohn, der für gleiche Arbeit gezahlt wird. Erst unter den Bedingungen der sozialistische Gesellschaft entwickelt sich die kooperative Arbeit zu ihrer bisher höchsten Form, der sozialistischen Gemeinschaftsarbeit in den Arbeitskollektiven.

Was ist der Unterschied zum Kapitalismus?

Während die Werktätigen in der DDR in der Regel eine echte Verbundenheit mit ihrem volkseigenen Betrieb empfanden, treten heute an die Stelle des sozialen Fortschritts „krampfhafte Versuche, durch Manipulation des werktätigen Menschen echte soziale Integration vorzutäuschen. Offenbar wünschen die Kapitalisten, daß sich die Arbeiter eine Haltung zu eigen machen, die einem sozialistischen Verhältnis zur Arbeit adäquat ist. Doch dieses setzt die Existenz sozialistischer Produktionsverhältnisse voraus. Nur auf dieser Grundlage, nur bei Aufhebung der Antagonismen einer klassengespaltenen Gesellschaft, kann die vollkommene und effektive soziale Eingliederung des Menschen in die Gesellschaft  vollzogen werden, die eine ihr gemäße Motivationsstruktur nach sich zieht.

Die schöpferische Unzufriedenheit im Sozialismus

Das Lebensgefühl der Werktätigen in der sozialistischen Gesellschaft ist zugleich geprägt von einer schöpferischen Ungeduld und „Unzufriedenheit“. In einer Systematik der Faktoren, die sich auf die Arbeitszufriedenheit  und damit auch auf das soziale Wohlbefinden auswirken, wurden im folgenden einige Aussagen der Werktätigen festgehalten:

(Die nachfolgenden Aussagen entsprechen nicht dem Origi­nalwortlaut der Antworten aus einer einzigen Befragung. Sie sind vielmehr auf Grund der Ergebnisse verschiedener Untersuchungen zusammengestellt. In diesem Zusammen­hang interessiert auch nicht die Proportion, in der die ver­schiedenen Aussagen von verschiedenen sozialen Gruppen gemacht worden sind.)

1.Gerechtigkeit:
a) „Ich möchte nicht, daß unser Betrieb kapitalistisches Eigentum ist. Auch wenn mir meine unmittelbare Arbeit Spaß macht, möchte ich doch letzten Endes für unsere Gesellschaft und nicht für den Profit eines Kapitalisten arbeiten.“
b) „Wenn ich etwas Gutes fertigbringe, dann soll das auch anerkannt werden.“
c) „Eine gerechte Behandlung aller Arbeitskollegen im Kollektiv ist notwendig, niemand darf bevorzugt wer­den. Der Meister soll ein wirklicher Fachmann auf seinem Gebiet sein, er soll kluge und gut durchdachte Amveisungen geben, damit man vom Nutzen der zu­gewiesenen Arbeit überzeugt ist.“
d) „Ich möchte, daß die Entlohnung im Betrieb gerecht ist. Sie muß im richtigen Verhältnis zu meiner Lei­stung stehen. Auch muß ein richtiges Verhältnis zwi­schen meiner Leistung und meinem Lohn auf der einen Seite und der Leistung und dem Lohn der anderen Kollegen vorhanden sein.“

2.Klarheit und Exaktheit:
a) „Ich möchte wissen, welche Rolle unser Betrieb spielt im System der ganzen Volkswirtschaft, wo unsere Produkte hingeliefert werden usw. Wenn man sich für die Erfüllung der Pläne einsetzen soll, dann ist es gut, wenn man genau weiß, wie sich das alles, was man tut, in den großen Zusammen­hang einordnet. Dieser Plan soll stabil sein und darf nicht fortwährend geändert werden, wenn man sich wirklich mit Elan für seine Erfüllung einsetzen soll.“
b) „Die Arbeitsorganisation muß in Ordnung sein, und der Produktionsfluß darf nicht ins Stocken geraten, wenn die Arbeit Freude machen und ich etwas schaf­fen soll.“
c) „Bei der Arbeit soll es ordentlich zugehen und keine Schlamperei geben. Jeder muß wissen, was er zu tun hat, und jeder muß das so gewissenhaft wie möglich ausführen.“
d) „Ich möchte die Berechnungsgrundlage des Lohnes kennen und wissen, wie mein Lohn und der meiner Arbeitskollegen zustande kommt.“

3.Aufstieg und Fortschritt:
a) „Ich möchte wissen, wie sich unser Betrieb und über­haupt die ganze Volkswirtschaft weiterentwickeln wird und wie auch ich später leben und arbeiten werde. Weiß man, daß es vorwärtsgeht, dann kann man seine Arbeit viel besser machen.“
b) „Ich möchte gern meine Fertigkeiten erweitern, mich qualifizieren, um dann meine Arbeit noch besser machen bzw. um eine wichtigere Arbeit übernehmen zu können.“
c) „Bei der Arbeit soll es ordentlich zugehen und keine Schlamperei geben. Jeder muß wissen, was er zu tun hat, und jeder muß das so gewissenhaft wie möglich ausführen.“
d) „Ich möchte, wenn möglich, einmal mehr verdienen als heute.“

4.Harmonie (Ausgeglichenheit):
a) „Man fühlt sich wohl, wenn man weiß, daß man ein wichtiges Mitglied der Gesellschaft ist und als solches anerkannt wird. Auch eine schwere und unangenehme Arbeit kann befriedigen, wenn man davon überzeugt· ist, daß sie sehr wichtig ist und getan werden muß.“
b) „Ich möchte eine Arbeit haben, die meinen Fähigkei­ten entspricht. Ich könnte mich nicht wohl fühlen, wenn meine Fähigkeiten nicht für mein Arbeitsgebiet ausreichen, und auch nicht, wenn die Arbeit mir zu wenig abverlangt. Die Arbeit soll auch interessant und abwechslungsreich sein, und die äußeren Bedin­gungen (Lärm, Temperatur usw.) sollen angenehm sein.“
c) „Ich wünsche mir ein gutes, harmonisches Verhältnis in der Brigade, ohne dauernden Streit und persön­liche Feindschaften. Jeder soll dem anderen helfen. Ich freue mich, wenn ich etwas gut gemacht habe und einen Vergleich mit den anderen Arbeitskollegen nicht zu scheuen brauche. Es macht Spaß, einmal zu vergleichen, was der einzelne leisten kann. Ich möchte auch, daß nicht alles nur angeordnet wird, sondern daß ich mitreden kann, wenn es um unsere Arbeit geht.“
d) „Mein Einkommen sollte so hoch sein, daß ich ordentlich leben kann, nicht das Notwendigste entbehren und zusehen muß, daß die meisten anderen Leute besser leben als ich.“

Zitate:
[1] Siehe Karl Marx: Ökonomisch-philosophische Manuskripte. In: Marx/Engels: Werke, Ergänzungsband. Schriften. Manu­skripte. Briefe bis 1844. Erster Teil. – Friedrich Engels. Karl Marx: Die heilige Familie. In: Marx/Engels: Werke. Bd.2. – Karl MarxFrtedrich Engels: Die deutsche Ideologie. In: Werke, Bd.3.
[2] T. I. Oiserman: Die Entfremdung als historische Kategorie, Dietz Verlag, Berlin 1965, S. 75.
[3] Melitta Wiedemann: Zwanglose Gespräche. In: Gewerk­schaftliche Monatshefte, Köln 1964, Heft 5.
[4] C. W. Mills: Menschen im Büro, Köln-Deutz 1955, S. 314/315.
[5] Hierauf verweist auch Henrik de Man: Der Kampf um die Arbeitsfreude, S.20.
[6] Siehe L. v. Friedeburg: Soziologie des Betriebsklimas, Frank­furt a.M. 1963, S.40.

[7] J.A.C. Brown: Psychologie der industriellen Leistung, Hamburg 1956, S. 19.
[8] Zeitungsnotiz im Hamburger Abendblatt, 24. Oktober 1965.
[9] Peter F. Drucker: Die Praxis des Managements, Düsseldorf 1956, S.364.
[10] ebd. S.373.

Quelle:
Rudhard Stollberg: Arbeitszufriedenheit – theoretische und praktische Probleme. Dietz Verlag Berlin 1968. (Auszüge; Zwischenüberschriften eingefügt, N.G.)

Genosse Prof. Dr. rer. oec. habil. Rudhard Stollberg (1931-2013) war als Soziologe Lehrstuhlinhaber und in der Leitung der Martin-Luther-Universität Halle.


Es gab viele Gründe, warum die DDR-Bürger unzufrieden waren mit der Entwicklung in unserem Land. Einige Gründe wurden bereits genannt. Es war jedoch nur eine geringe Minderheit, die nach dem Verrat der revisionistischen sowjetischen Regierung und aufgeputscht durch die westlichen Medien und deren Handlanger in der DDR zu Demonstrationen übergingen. Die übergroße Mehrheit der DDR-Bürger (man kann sagen 95 %) wollte den Sozialismus oder „einen besseren Sozialismus“.

Zwar waren mit dem Sieg des Sozialismus in der DDR die objektiven Ursachen des Klassenkampfes innerhalb der neuen Gesellschaft beseitigt worden, doch die Auseinandersetzungen mit dem Imperialismus nahmen – wie Stalin schon gewarnt hatte – weiter an Schärfe zu. Hinzu kamen dem Sozialismus gegenüber feindlich eingestellte Kräfte  innerhalb der DDR und in der Sowjetunion, insbesondere nachdem Gorbatschow an die Macht gekommen war (s. hier) Die Konterrevolution wurde unterstützt durch Verräter innerhalb der SED, wie Krenz, Modrow, Stoph, Tisch, Schabowski und andere. Schon Krolikowski hatte insgeheim Berichte an den KGB gesandt (vgl. Erich Honecker „Letzte Aufzeichnungen“, edition ost, Berlin 2012, S.91) – nur so konnte der Imperialismus im weltweiten Klassenkampf einen einstweiligen Sieg über den Sozialismus verbuchen.

Warum ist die DDR untergangen?

1. Offene Grenzen: Der Kampf „Wer wen“ zwischen Sozialismus und Kapitalismus vollzog sich zwischen beiden deutschen Staaten mitten in Deutschland bei offener Grenze. Bis August 1961 vollzog sich aus den verschiedensten Gründen, insbesondere durch gezielte Abwerbung von Facharbeitern und Spezialis­ten, Wissenschaftlern, Ingenieuren, Ärzten etc. eine enorme Abwanderung von Ost nach West. Diese Abwanderung hatte im Kampf der beiden antagonistischen Systeme in Deutschland zur Folge, daß es zu negativen Auswirkungen für die Entwicklung der Wirtschaft und damit des Lebensstandards im Osten kam, es sich aber zu einem entscheidenden Plus für den Westen entwickelte.

Von 1946 bis 1961 verließen 2,1 Millionen Menschen Ostdeutschland bzw. die DDR in Richtung Westen. Darunter waren bis zu 50 Prozent junge, arbeitsfähige und gut ausgebildete Kräfte. Dazu kamen noch 100.000 Grenzgänger, die im Westen arbeiteten. Der DDR wurde 20 Prozent ihres gesamten gesellschaftlichen Arbeitsvermögens entzogen, das westdeut­sche Arbeitsvermögen stieg dabei um sechs Prozent. Für die DDR bedeutete dies eine Minderung ihres Produktionswertes zwischen 200 und 250 Milliarden DM und ihres Nationaleinkommens von mindestens 50 Milliarden DM. Die Industrieproduktion im Westen wäre ohne dieses Plus allein im Jahre 1975 um 18 Prozent niedriger gewesen.

Zusammengefaßt ergab sich für die DDR durch die Abwanderung in den Westen für den Zeitraum von 1946 bis 1990 ein Schaden von 660 Milliarden DM, für den Westen ein Gewinn von 1.021 Milliarden DM (Preise von 1985 und 1991).

2. Verrat und Schwierigkeiten durch die Sowjetunion:  Die Zwangslage in der DDR wurde dadurch noch weiter verschärft, daß die sozialistische Arbeitsteilung innerhalb des sozialistischen Lagers durch bilaterale Abkommen begrenzt wurde, weil durch die Sowjetregierung die Herausbildung von Wirtschaftszentren abgelehnt wurde, welche sich gegenseitig ergänzen – wie z.B. nach dem Vorschlag von Herman Matern die DDR, die VR Polen und die SSR, zusammengeschlossen zu einem einheitlichen Planungsgebiet.

Dazu kam für die DDR noch die Nichteinhaltung der Verträge durch die UdSSR in Bezug auf die Lieferung von Erdöl und Buntmetallen. So erhielt die DDR nur 17 Millionen Tonnen Erdöljährlich anstelle der von Chruschtschow versprochenen 35 Millionen Tonnen. Auf diesen Mengen basierte die in der DDR aufgebaute erdölverarbeitende Industrie. Solange dieser Vertrag eingehalten wurde, erzielte die DDR einen Valutaüberschuß. Nach dem die Lieferungen von Erdöl aus der Sowjetunion zu den festgelegten Preisen drastisch gesenkt wurden, verlor die DDR den Valutaüberschuß und Valuta wurde zur Mangelware.

Allein in dieser Tatsache dokumentiert sich die komplizierte Lage der DDR. Die Erpressung durch den kapitalistischen Westen wurde durch den Verrat Chruschtschows am Marxismus-Leninismus, am proletarischen Internationalismus und an den Grundprinzipien des RGW [Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe] massiv in ihrer Wirkung verstärkt. Jeder, der sich über die Entwicklung der DDR ein objektives Bild erarbeiten will, muß diesen Zweifrontenkrieg, einerseits gegen den Kapitalismus und anderseits gegen wirtschaftlichen Auswirkungen des Revisionismus in der UdSSR, beachten.

3. Embargopolitik der BRD: Eine weitere Form des Klassenkampfes bestand in dem von den Westmächten massiv praktizierten System des Wirtschaftsembargos. Vor diesem System zu kapitulieren, hätte bedeutet, den Sozialismus aufzugeben. Kluge Leute sagen heute, die 30 Milliarden Mark für die Entwicklung der EDV in der DDR hätten anderweitig besser verwendet werden können, beachten jedoch nicht die absolute Notwendigkeit dieser Technologie.

4. Sabotage und Diversion: Um die Leistung der Arbeiterklasse und ihrer natürlichen Verbündeten unter der Führung der SED beim Aufbau des Sozialismus richtig einschätzen zu können, darf man die Tatsache nicht vergessen, daß alle ausländischen Geheimdienste wie auch die westdeutschen Sabotageorganisationen – vom Ostbüro der SPD bis hin zur Kampfgruppe gegen die Unmenschlichkeit – in der DDR ihr Unwesen zum Schaden des Sozialismus trieben.

Quelle: Emil Collet „Die DDR – ein Meisterwerk“

Was geschah wirklich im Jahre 1989?

Werfen wir einen Blick auf den „Herbst 1989“ in beiden deutschen Staaten. Achten wir vor allem auf die Sprache der Akteure, die Begriffe und Losungen, welche die Massen bewegten. Hans-Jochen Tschiche erklärte 1997: „Die Gruppe der Oppositionellen war, bei Licht besehen, nur eine kleine Minderheit.“ Er ging von 300 Personen aus. Jene, welche sich selbst zu „Bürgerrechtlern“ ernannten, sind nach 1990 in den Rang von Helden erhoben worden. Viele übten oder üben politische Funktionen aus: Rainer Eppelmann, Joachim Gauck, Heinz Eggert, Christian Führer, Steffen Heitmann, Manfred Stolpe, Friedrich Schorlemmer u.a. Es ist erstaunlich, daß sich Gottes irdische Gehilfen als Klub von „Revolutionären“ entpuppten.

Die Kirche als Trojanisches Pferd des Antikommunismus

In der DDR liefen 1989 de facto mehrere Prozesse parallel und in Wechselwirkung ab. Ein beträchtlicher Teil der Bürger, unter ihnen „Dissidenten“, Pfarrer und sogenannte Reformer in der SED traten gegen „Verkrustungen“ des „Regimes“ auf und forderten Veränderungen. Den anderen Prozeß repräsentierte Kohl. Er lief darauf hinaus, die Schwächen der DDR-Führung und die Oppositionsbewegung zu nutzen, um den sozialistischen deutschen Staat zu Fall zu bringen. Erst nachträglich ist zu ermessen, wie stark die Kirchen dabei als trojanische Pferde dienten. Nicht wenige Pfarrer bekennen sich inzwischen zu dieser höchst unchristlichen Rolle. Wie Egon Bahr in bezug auf 1953 sagen konnte, ohne den RIAS (an dem er selbst mitwirkte) hätte es den 17. Juni nicht gegeben, waren westliche Medien auch diesmal Stimme und Rückhalt der „Opposition“.

Entscheidend war die Ausgabe von Losungen

Im Oktober/November 1989 wurde die Parole „Wir sind das Volk“ in Umlauf gebracht. Die Forderung nach „Freiheit“ galt meist der „Reisefreiheit“, der Ruf nach „Demokratie“ meinte bürgerlichen Parlamentarismus. Kohls Sprachregler fanden den geeigneten Zeitpunkt, um die zentrale Losung inhaltlich zu verändern. In der Dresdener Rede des Kanzlers am 19. Dezember 1989 hieß der Slogan plötzlich „Wir sind ein Volk“. Erstaunlicherweise tauchten unmittelbar neben dem Rednerpult die Losungen auf: „Deutschland, einig Vaterland“ und „Modrow! Wiedervereinigung ins Programm!“ Man sollte bedenken: Mit dem Leitspruch „Ein Volk, ein Reich, ein Führer“ hatte Hitler 1938 den „Anschluß“ Österreichs an Deutschland propagandistisch vorbereitet. Mitte Dezember 1989 besaßen die Anhänger des „Beitritts“, der als „Wiedervereinigung“ getarnt wurde, unter DDR-Bürgern noch keine Mehrheit. Doch leider wurde die Tragweite des Kohl-Auftritts von der Partei- und Staatsführung nicht erkannt.

Die verlogenen Redensarten des Kanzlers Kohl

Das galt besonders für die verbalen Tricks des Kanzlers. Um den Dresdnern – und auch seinen eigenen Verbündeten in London, Paris und Rom – die Angst vor einem erstarkten einheitlichen Deutschland zu nehmen, leistete Kohl einen Eid auf den Frieden. Er gehöre zu jener Generation, die 1945 geschworen habe: „Nie wieder Krieg, nie wieder Gewalt! Ich möchte hier vor Ihnen diesen Schwur erweitern, indem ich Ihnen zurufe: Von deutschem Boden muß in Zukunft immer Frieden ausgehen – das ist das Ziel unserer Gemeinsamkeit!“ Kohl versprach demagogisch, das Selbstbestimmungsrecht der DDR-Bürger zu achten: „Wir werden jede Entscheidung, die die Menschen in der DDR in freier Selbstbestimmung treffen, selbstverständlich respektieren…“ Schon während seines Heidelberger Studiums hatte er erkannt: Wer die Begriffe definiert, bestimmt die Politik. Und er erfuhr dort auch, daß der erste Satz des Naziprogramms – die Forderung nach dem Selbstbestimmungsrecht des deutschen Volkes – der Expansion des Faschismus Tür und Tor öffnete.

Quelle: Die Konterrevolution in der DDR und ihre Handlanger

Der Klassenkampf

Der Klassenkampf ist die entscheidende unmittelbare Triebkraft der gesellschaftlichen Entwicklung in allen antagonistischen Klassengesellschaften. Er ist die notwendige Folge des Klassenantagonismus und der daraus entspringenden gegensätzlichen Klasseninteressen zwischen den Grundklassen einer ökonomischen Gesellschaftsformation der Ausbeutergesellschaft. Er ist hier eine ökonomische Gesetzmäßigkeit der gesellschaftlichen Entwicklung.

Die Lehre von den Klassen und vom Klassenkampf ist untrennbarer Bestandteil des Marxismus-Leninismus. Der Klassenkampf, den das Proletariat in der kapitalistischen Gesellschaft um seine Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung  führt, hat drei Grundformen, die einander ergänzen und eien Einheit bilden: den ökonomischen, den politischen und den ideologischen Kampf.

Die Beschränkung des Klassenkampfes auf seine ökonomische Form ist für den Reformismus und Opportunismus charakteristisch. Die entscheidende Form des Klassenkampfes ist der politische Kampf, weil nur durch ihn die Macht der Bourgeoisie gestürzt und die Herrschaft der Arbeiterklasse errichtet werden kann. … Der Klassenkampf der Arbeiterklasse verlangt  mit Notwendigkeit die Führung durch die marxistisch-leninistische Partei auf der Grundlage einer wissenschaftlich ausgearbeiteten Strategie und Taktik.

Gegenwärtig nimmt besonders der ideologische Klassenkampf an Bedeutung zu (Antikommunismus, psychologische Kriegführung, ideologische Diversion) – dazu zählt insbesondere die durch bisher über 4 Milliarden Euro an Steuergeldern durch die BRD-Regierung finanzierte DDR-feindliche Propaganda- und Lügenkampagne (Delegitimierung der DDR). Alle die genannten Gründe, das Unterdrückungssystem der BRD, die fehlende politische Bildung, die Desinformation und Irreführung der Öffentlichkeit durch die Massenmedien haben es bisher verhindert, daß es in der BRD erneut zu nennenswerten ökonomischen bzw. politischen Klassenkämpfen gekommen ist.

Quelle: Kleines politisches Wörterbuch, Dietz Verlag Berlin 1986, S.465 (m.Erg.)
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2 Antworten zu Soziologie: Das soziale Wohlbefinden und der Klassenkampf

  1. Hausmeister schreibt:

    Apropos sozial: Der einzige Bäckerladen den ich zu Fuß erreichen konnte, macht zu. Der Supermarkt nebendran macht auch zu. Und auch der Supermarkt in Fahrradreichweite macht zu demnächst. Das ist Marktwirtschaft. Was die Marktwirtschaft nicht kann, sehen wir immer dann wenn die Läden zu machen: Marktwirtschaft befriedigt keine Bedürfnisse. Aber die Bedürfnisse gibt es ja weiterhin, auch wenn wir nun mit dem Auto fahren müssen wegen der täglichen Brötchen.
    So ein Drive-In-Supermarkt aufm Land macht am Tag eine Million EURO Umsatz. Wenn man die Spritkosten dazunimmt weil die Leute mit dem Auto dahin fahren müssen, sind es sicher 10 Millionen EURO… genau das ist Marktwirtschaft. Sie befriedigt nur Eines: Die Profitgier privater Unternehmer.

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