Kampf gegen den Faschismus. Die Bedeutung des Großen Vaterländischen Krieges der Sowjetunion für uns und für die Zukunft der Menschheit

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Die Zeit des Großen Vaterländischen Krieges rückt immer weiter in die Vergangenheit. Mehr als sieben Jahrzehnte sind vergangen, seit das faschistische Deutschland vertrags­brüchig die Sowjetunion überfallen hat und es in opferrei­chem Kampf niedergerungen werden konnte. Seitdem hat sich vieles in der Welt verändert. Doch das Interesse für all das, was sich in den bitteren Kriegsjahren ereignet hat, ist nach wie vor wach.

Niemand ist vergessen, und nichts ist vergessen!

Никто не забыт и ничто не забыто!

Der Große Vaterländische Krieg war der schwerste und opferreichste von allen Kriegen, die Rußland und die Sowjetunion je erlebt haben. Die Geschichte dieses Krieges ist beispielhaft für die Tapferkeit und Opferbereitschaft von Millionen Sowjetbürgern, die unbeirrbar ihre sozialistische Heimat verteidigten. Ihre Heldentaten erscheinen uns um so großartiger, je mehr der zeitliche Abstand wächst; immer vollständiger offenbart sich uns die Bedeutung des in jener kampferfüllten Zeit Vollbrachten.

Die deutsch-faschistische Aggression

Der 22. Juni 1941, der erste Tag der Aggression des fa­schistischen Deutschlands gegen die Sowjetunion, wurde auch zum Beginn einer neuen Etappe des Kampfes der fort­schrittlichen Kräfte gegen den Faschismus, zum Anfang vom Ende des sogenannten „Dritten Reiches“.

Der völkermordende Antikommunismus

Die ideologische Grundlage der faschistischen Aggression gegen die UdSSR war der Antikommunismus, der seinen sichtbaren Ausdruck in der politischen und strategischen Doktrin der Faschisten erhielt. Als Hitler den Krieg vorbe­reitete und schließlich vom Zaune brach, stellte er seinen Generalen die Aufgabe, nicht nur den „bewohnten Raum“ – die Ukraine, Belorußland, den Kaukasus und andere Gebiete des Sowjetlandes – zu erobern, sondern auch die So­wjetunion als politisches und wirtschaftliches System zu ver­nichten. Die deutschen Faschisten planten den Krieg gegen die UdSSR als Krieg gegen das „bolschewistische Ruß­Iand“,

Der Kampf zweier gegensätzlicher Ideologien

In diesem dem Sowjetvolk aufgezwungenen blutigen Krieg wurden die Stabilität der Grundlagen der sozialistischen Sowjetgesellschaft, ihre ökonomischen und moralisch­-politischen Potenzen sowie die militärische Organisation einer harten Prüfung unterzogen. Er war ein tödliches Rin­gen zweier prinzipiell verschiedener Gesellschaftsformatio­nen – des Sozialismus und des Kapitalismus –, zweier dia­metral entgegengesetzter Ideologien – der kommunistischen und der bürgerlichen.

Wer hat den Krieg begonnen?

Der deutsche Faschismus hatte den Überfall auf die UdSSR lange und gründlich vorbereitet und war dabei von der ganzen imperialistischen Weltreaktion ermuntert wor­den. Diese sah im Faschismus, im zügellosen Hitlerregime jene reale Kraft, mit deren Hilfe sie noch einmal den Ver­such wagen konnte, den ersten sozialistischen Arbeiter-und­-Bauern-Staat der Welt zu vernichten. Der Klassenhaß des internationalen Imperialismus auf die Sowjetunion vermochte jedoch nicht die Widersprüche zwischen den imperialistischen Räubern aus der Welt zu schaffen oder auch nur abzuschwächen.

Der deutsche Imperialismus strebte nach der Weltherrschaft

Hitler und seine Ge­nerale, die Willensvollstrecker des deutschen Imperialismus, sahen als Endziel der expansionistischen Politik des faschi­stischen Deutschlands die Errichtung der Weltherrschaft. Die Vernichtung der Sowjetunion sollte eine wichtige Etappe auf diesem Wege sein. Bereits ein Jahr nach seinem Machtantritt hatte Hitler unverblümt ausgesprochen: „So­wjetrußland ist eine schwierige Aufgabe. Ich kann schwerlich mit ihr beginnen.“ Und tatsächlich fing er seinen blutigen Aggressionszug nicht mit ihr an…

Die deutsche Okkupation begann mit Österreich und der Tschechoslowakei…

Doch bald nachdem Polen, Dänemark, Norwegen, Frank­reich und eine Reihe anderer europäischer Staaten unter den Schlägen der Wehrmacht gefallen waren, war Hitlers Den­ken nur noch von einem Ziel bestimmt: so schnell wie mög­lich mit der Sowjetunion fertig zu werden, mit jenem prinzi­piellen, bis zuletzt unversöhnlichen Gegner, der dem deut­schen Imperialismus den Weg zur Weltherrschaft versperrte.

Die Führer des »Dritten Reiches« spekulierten auf einen leichten Sieg im Krieg mit der Sowjetunion und hofften, bereits im Herbst 1941 an die Eroberung Indiens, des Irans, Iraks, Ägyptens und des Suezkanals gehen zu können. Nach der Inbesitznahme von Spanien und Portugal gedachten die deutschen Faschisten, Gibraltar zu erobern, damit Großbri­tannien von seinen Rohstoffquellen abzuschneiden und an­schließend die Insel zu besetzen. So ging es im Krieg mit dem faschistischen Deutschland um die historische Alternative: Entweder hält die Sowjetunion stand, dann triumphieren die Kräfte des Fortschritts, oder der Faschismus kann den Sieg erringen, dann wird die Menschheit um viele Jahrzehnte in ihrer Entwicklung zu­rückgeworfen.

Der deutsche „Blitzkrieg“

Die Machthaber des faschistischen Deutschlands, die Konzernherren, mobilisierten alle Menschen- und Material­reserven des eigenen Landes und der okkupierten Länder, um in einem kurzzeitigen, einem „Blitzkrieg“, wie sie es nannten, die Sowjetunion zu zerschlagen. Alle Spekulationen gingen von der Annahme aus, daß der Krieg nicht länger als acht Wochen dauern würde. Der großsprecherische Ge­neral Jodl, einer der nächsten Militärberater Hitlers, rech­nete sogar mit einer kürzeren Zeitspanne. „Drei Wochen nach unserer Offensive“, meinte er, „ist dieses Kartenhaus zusammengefallen.“

Soweit die Spekulationen, die Ereignisse nahmen einen anderen Verlauf. Das Sowjetvolk und seine Armee, erzogen und geführt von der Kommunistischen Partei, begriffen gut, welche furchtbare Gefahr da über den Vielvölkerstaat So­wjetunion hereinbrach. Zusammengeschlossen in einem Heer­lager, weder Kräfte noch Mittel scheuend, stellte sich das Sowjetvolk dem Aggressor entgegen. Lang und schwierig war der Weg der Sowjetunion zum Sieg. Der blutige Krieg dauerte über vier Jahre. An der gewaltigen Front von der Barentssee bis zu den Vorgebirgen des Kaukasus ruhten die erbitterten Gefechte und Schlach­ten weder bei Tag noch bei Nacht.

Hitler: „Alle Kräfte an die Ostfront!“

Hitler warf die Hauptkräfte der faschistischen Wehr­macht an die Ostfront. Die Wehrmacht war zu dieser Zeit die mächtigste Armee der kapitalistischen Welt, eine Armee, die allseitig technisch ausgerüstet und für die Führung eines modernen Krieges ausgebildet war. Die Sowjetmen­schen mußten, insbesondere in den ersten, den schwersten Monaten des Krieges, auch Mißerfolge und die ganze Bit­terkeit der Niederlage ertragen. Es gelang dem Gegner, in die Tiefe des Landes einzudringen, sich Moskau und Lenin­grad weitgehend zu nähern und schließlich an die Wolga und zu den Vorgebirgen des Kaukasus vorzustoßen.

Die Hauptetappen dieses Krieges

Verfolgt man den ganzen Verlauf des Großen Vaterlän­dischen Krieges, fallen deutlich die Hauptetappen auf dem welthistorischen Siegesweg des Sowjetvolkes ins Auge:

  • die Zerschlagung der faschistischen Aggressoren bei Moskau und damit verbunden das Scheitern des »Blitzkrieges«,
  • der Sieg der Roten Armee in der grandiosen Schlacht bei Stalin­grad und in der Schlacht um den Kaukasus,
  • die Zerschla­gung des faschistischen Gegners im Kursker Bogen und am Dnepr,
  • die vollständige Vertreibung der faschistischen Ok­kupanten vom Territorium der Sowjetunion,
  • die Befreiung der Völker Albaniens, Bulgariens, Jugoslawiens, Norwe­gens, Österreichs, Polens, Rumäniens und der Tschechoslo­wakei von der faschistischen Okkupation und schließlich
  • der endgültige Sieg über die reaktionäre faschistische Mächte­gruppierung.

Die moralische Überlegenheit des Sozialismus unter Stalin

In jenen Jahren der härtesten Prüfungen bewiesen die So­wjetmenschen ihre grenzenlose Liebe zu ihrer sozialistischen Heimat und ihr unerschütterliches Vertrauen zur Kommuni­stischen Partei. Die ideologische Überzeugung der Sowjet­menschen war die Quelle ihres Massenheroismus. Als sie unbeirrbar ihr sozialistisches Vaterland schützten, als sie in blutigen Schlachten Moskau und Leningrad, Odessa und Stalingrad verteidigten, als sie die faschistischen Heeres­gruppen in Belorußland, in der Ukraine, im Baltikum zer­schlugen, befreiten sie nicht nur die sowjetische Erde von den faschistischen Okkupanten, sondern verteidigten auch ihre sozialistische Lebensweise, ihre kommunistische Ideo­logie.

Die Helden der Sowjetunion

Трептов-парк-2Erzogen zur Völkerfreundschaft und zum proletarischen Internationalismus, begriffen die Sowjetmenschen sehr gut die ihnen von der Geschichte auferlegte große Befreiungs­mission. Sie scheuten weder Kräfte noch Mittel, um die Hoff­nungen und Erwartungen der vom Faschismus versklavten Völker zu rechtfertigen. Ging es doch um die Rettung des ersten sozialistischen Staates der Welt, des Vorpostens des Sozialismus, auf dem die Hoffnungen der fortschrittlichen Menschheit ruhten. Die Sowjetmenschen verstanden sehr wohl, daß der ihnen aufgezwungene Krieg nicht nur natio­nale, sondern auch internationale Bedeutung hatte, sie wuß­ten, daß überall auf der Erde die Völker mit gespannter Auf­merksamkeit den heldenhaften Kampf des Landes des Sozia­lismus mit dem faschistischen Staatenblock verfolgten. Von der Standhaftigkeit des Sowjetvolkes, vom Ausgang seines Kampfes mit den faschistischen Aggressoren hing das Schick­sal der Menschheit ab.

Die Zerschlagung des deutschen Faschismus

Das Sowjetvolk brachte den Aggressor zum Stehen und zerschlug Gruppierung für Gruppierung seiner Truppen, er­zwang unerbittlich die Wende im Kriegsverlauf und führte den Untergang des faschistischen deutschen Staates herbei. Mit seinem unbeirrbaren Kampf rettete es nicht nur die eigene Heimat, sondern auch das Leben, die Freiheit und die Unabhängigkeit vieler Völker. Darin besteht die gewal­tige internationale Bedeutung des Sieges der Sowjetunion im Großen Vaterländischen Krieg.

Abschließende Bemerkungen

Leider finden sich unter den bürgerlichen Historikern nicht wenige, die sich in ihren Darstellungen nicht von der historischen Wahrheit, sondern von imperialistischen Klas­seninteressen leiten lassen. In den USA, in Großbritannien, Frankreich und in der BRD erschienen zahlreiche Bücher zur Geschichte des zweiten Weltkrieges, unter ihnen man­che, die unsere Aufmerksamkeit verdienen. Aber es gibt inzwischen auch massenhaft die Geschichte dieses Krieges verfälschende Dar­stellungen, welche die reaktionäre Bourgeoisie im ideologi­schen Kampf gegen die UdSSR und die anderen Staaten der sozialistischen Gemeinschaft einsetzt.

Das hauptsächliche Ziel dieser Literatur ist es, Ursachen, Charakter und Ergeb­nisse des zweiten Weltkrieges zu verschleiern, die entscheidende Rolle der Sowjetunion bei der Erringung des Sieges durch die Antihitlerkoalition zu leugnen sowie den antisowjetischen, militaristischen Kurs reaktionärer imperialisti­scher Kreise zu rechtfertigen. Indem sie die Geschichte des zweiten Weltkrieges und die Befreiungsmission der sowjeti­schen Streitkräfte verfälschen, versuchen unsere ideologischen Gegner, die gesellschaftliche Meinung im Sinne der Klassen­ziele der Monopolbourgeoisie zu manipulieren.

Doch keinerlei Anstrengung bürgerlicher Geschichtsklit­terer vermag es, die Heldentaten herabzuwürdigen oder zu ignorieren, die die Sowjetmenschen für die Freiheit und den Fortschritt aller Völker der Welt vollbracht haben.

Quelle:
P.A. Shilin (Red.): Der Große Vaterländische Krieg der Sowjetunion (2 Bde.), Kurzer historischer Abriß. Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin, 1975, S.10-17 (Auszüge, Zwischenüberschriften eingefügt, N.G., Fotos: privat)

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Eine Antwort zu Kampf gegen den Faschismus. Die Bedeutung des Großen Vaterländischen Krieges der Sowjetunion für uns und für die Zukunft der Menschheit

  1. Achim schreibt:

    Umso wahnwitziger wird es wenn man die Pläne der Nazis nach der verlorenen Schlacht um Moskau – bei der sie um bis zu 400 km zurückgeschlagen wurden – kennt.
    Aus Stalin-Werke Bd 14 Seite 283:
    Vor Kurzem fiel unseren Leuten ein Offizier des deutschen Generalstabs in die Hände. Bei diesem Offizier fand man eine Karte, in die der Vormarschplan der deutschen Truppen terminmäßig eingezeichnet war.
    Aus diesem Dokument ist zu ersehen, daß die Deutschen beabsichtigten, am 10. Juli dieses Jahres in Borrisoglebsk, am 25. Juli in Stalingrad, am 10. August in Saratow, am 15. August in Kuibyschew, am 10. September in Arsamas, und am 25. September in Baku zu sein.
    Dieses Dokument bestätigt uns vollauf die uns vorliegenden Angaben, daß das Hauptziel der deutschen Sommeroffensive darin bestand, Moskau vom Osten her zu umgehen und gegen Moskau den Schlag zu führen, während das Vorrücken nach dem Süden, abgesehen von allem anderen, das Ziel verfolgte, unsere Reserven möglichst weit von Moskau abzuziehen und die Moskauer Front zu schwächen, damit es umso leichter wäre, den Schlag gegen Moskau zu führen.
    Kurz gesagt, das Hauptziel der Sommeroffensive der Deutschen bestand darin, Moskau einzukreisen und den Krieg in diesem Jahre zu beenden.

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