„Staatliches Banditentum“: Russisches Verteidigungs-ministerium äußert sich zum Ölfeld-Plan der USA in Syrien

US-WissenschaftlerDie Gier des US-amerikanischen Imperialismus nach syrischem Erdöl ist schon lange kein Geheimnis mehr. Als Ende 2012 bekannt geworden war, daß in der 3-Meilen-Zone vor der syrischen Küste in einer Tiefe von nur 250 Meter 37 Milliarden Tonnen Erdöl gefunden worden waren, begann der nicht-erklärte Krieg der imperialistischen Staaten gegen Syrien.  Doch dank der solidarischen Hilfe Rußlands gelang es, die IS-Banditen und andere Söldner des westlichen Kapitalismus weitgehend aus dem Land zu vertreiben. Und allmählich normalisierte sich auch in Syrien das Leben wieder. Allerdings zogen nun große Flüchtlingsströme aus den teilweise völlig zerstörten Städten und Regionen nach Europa…

…doch die Gier nach Erdöl blieb erhalten.

de.sputniknews.com schreibt: Das russische Verteidigungsamt hat zu den Äußerungen des US-Verteidigungsministers Mark Esper über den weiteren Verbleib der militärischen Gruppierung der USA im Osten Syriens Stellung genommen.

Laut dem amtlichen Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, ist die Behauptung des Pentagon-Chefs über die Notwendigkeit eines weiteren Verbleibs der US-amerikanischen Truppengruppierung im Osten Syriens, die „die Erdölfelder dort vor IS-Terroristen* schützen“ sollte, unmißverständlich zu deuten.

„Ausnahmslos alle Vorräte von fossilen Brennstoffen und sonstigen Bodenschätzen auf dem Territorium der Syrischen Arabischen Republik gehören nur der Syrischen Arabischen Republik und keineswegs den IS-Terroristen und erst recht nicht den ‚amerikanischen Beschützern gegen die IS-Terroristen‘.“

Internationales staatliches Banditentum der USA

Weder das Völkerrecht noch die US-amerikanischen Gesetze würden eine legitime Aufgabe der US-Truppen zum Schutz und zur Verteidigung der Vorräte der fossilen Brennstoffe Syriens gegen dieses Land und sein Volk vorsehen, betonte Konaschenkow.

Banditentum

Der wahre Grund für diese ungesetzliche Tätigkeit der USA in Syrien liege weit von den von Washington verkündeten Idealen der Freiheit und von den Aufrufen zur Bekämpfung des Terrorismus entfernt, so der Sprecher.

Satellitenbilder als Ölschmuggel-Beweis

SatellitenfotoEr berief sich dabei auf die vom russischen Verteidigungsministerium vorgelegten Weltraum-Aufnahmen, die davon zeugten, dass syrisches Erdöl vor und nach der Niederschlagung der IS-Terroristen im Euphrat-Einzugsgebiet unter sicherer Bewachung durch das US-Militär intensiv gefördert und mit Tanklastern massenweise über die syrische Grenze hinaus zur Verarbeitung transportiert worden sei. Dabei habe Washington offiziell die Lieferung von Erdölprodukten nach Syrien mit Sanktionen belegt, die nicht nur die US-Unternehmen, sondern auch alle anderen betreffen.

Bewachter Raub und Erdölschmuggel

Unter Bewachung durch US-Soldaten und Angehörige US-amerikanischer privater Militärunternehmen würden Tanklaster Erdöl als Schmuggelware von den ostsyrischen Ölfeldern in andere Staaten befördern. Bei jeglichem Angriff auf einen solchen Lastzug würden prompt Kräfte für Sonderoperationen und Kampfjets der USA eingesetzt. Die Ölförderung selbst erfolgt laut Konaschenkow mithilfe von Ausrüstungen, die führende westlichen Korporationen in Umgehung der US-Sanktionen zur Verfügung gestellt haben.

Die illegale „Autonome Verwaltung Ostsyriens“

Der Auftrag über die Ausfuhr von syrischem Erdöl wird von einem Unternehmen umgesetzt, das bei der so genannten „Autonomen Verwaltung Ostsyriens“ gegründet wurde und unter US-Kontrolle steht. Die Einnahmen durch den Ölschmuggel werden über Brokerunternehmen auf die Konten amerikanischer privater Militärunternehmen und der US-Geheimdienste überwiesen.

„Privatgeschäft“ der USA: monatlich 30 Millionen US-Dollar

Da das Schmuggelöl 38 US-Dollar pro Barrel kostet, beträgt der Monatsertrag der staatlichen Dienststellen der USA aus ihrem „Privatgeschäft“ mehr als 30 Millionen US-Dollar. Um diesen ununterbrochenen und kontroll- und steuerfreien Finanzstrom zu sichern, seien die Pentagon-Leitung und die Geheimdienste der USA bereit, die Ölsonden in Syrien ewig gegen mythische „geheime IS-Zellen“ zu schützen, betonte Konaschenkow.

*IS („Islamischer Staat”) – in Rußland per Gesetz verbotene Terrorvereinigung

Quelle: sputniknews.com


Wer sind die Erdölländer?

Erdölländer: Bezeichnung für die Staaten, die mit mehr als 1% an der globalen Erdölförderung beteiligt sind. Dazu zählten 1986 folgende 21 Länder, auf die zusammen rd. 90% der in jenem Jahr ca. 2,9 Milliarden Tonnen betragenden Welterdölproduktion entfielen (siehe Tabelle).

Erdölländer

Quelle: Lexikon für Zeitungsleser, Dietz Verlag Berlin 1988, S.63.

Dieser Zeitungsaussschnitt aus der „Prawda“ vom Sonntag, den 8. Januar 1928 beweist, daß die USA schon damals so handelten.

USA_OEL-16

 Die Überschriften lauten:

Wenn die Vereinigten Staaten Öl benötigen,
dann schicken sie Soldaten vor.
Die Interessen der Kapitalisten sind vorrangig.
Die Knute ist stärker als die „Demokratie“.


Siehe auch:
Was sind die Gründe des Krieges gegen Syrien?

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4 Antworten zu „Staatliches Banditentum“: Russisches Verteidigungs-ministerium äußert sich zum Ölfeld-Plan der USA in Syrien

  1. giskoe schreibt:

    Als am letzten Freitag die Pressemeldung kam, daß die US-Truppen die ost-syrischen Ölfelder sichern wollen, war mein Gedanke: Endlich sagen die Amis mal die Wahrheit: „Wir sind das Öl“

  2. Pingback: Syrien: Idlib – eine Terroristen-Hochburg | Sascha's Welt

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