Das Lied eines Kindes in der DDR

Welt Noch kein Menschenalter ist es her, da träumten die Kinder in der DDR noch vom friedlichen Aufbau des Sozialismus. Und es gab allen Grund zum Träumen! Man schrieb das Jahr 1953. Mit Begeisterung hatten die Menschen in der DDR die Gelegenheit ergriffen ihr Schicksal endlich selber in die eigenen Hände zu nehmen, keine Fabrikbesitzer und Großbauern mehr um Erlaubnis fragen zu müssen, frei zu sein von Ausbeutung und Unterdrückung durch die Kapitalisten, und ihre Zukunft nach eigenen Vorstellungen gestalten zu können. Dieser revolutionäre Geist durchzog unsere sozialistische Deutsche Demokratische Republik. Der Schutt und die Trümmer der Krieges waren in gemeinsamer Arbeit beseitigt worden. Und in den Schulen begann das fleißige Lernen.  Fabriken wurden wieder aufgebaut, das Eisenhüttenkombinat war entstanden, Stalinstadt war gebaut worden, die Maxhütte im Thüringischen Unterwellenborn produzierte Stahl für den Frieden. … In einem Schulbuch aus jener Zeit fand sich ein kleiner Zettel – das Lied eines Kindes…

Hier ist, was ein Kind in der Schule in der DDR auf einen Zettel schrieb:

Lied

In einem Geschichtsbuch der DDR kann man über diese Zeit folgendes lesen:

Ein Schreiben an die Siegermächte

Am 13. Februar 1952 richtete die Regierung der DDR an die Regierung der UdSSR, der USA, Englands und Frankreichs ein Schreiben, in dem darauf hingewiesen wurde, daß, obwohl seit der Kapitulation Hitlerdeutschlands fast sieben Jahre vergangen sind, mit Deutschland noch immer kein Friedensvertrag abgeschlossen worden sei und das deutsche Volk nicht die Möglichkeit habe, seinen eigenen einheitlichen, unabhängigen, fried­liebenden und demokratischen Staat aufzubauen.

Die Regierung der DDR brachte die Hoffnung zum Ausdruck, daß die Regierungen der vier Mächte die Bitte der DDR in bezug auf den beschleunigten Abschluß eines Friedensvertrages mit Deutschland ihre Aufmerksamkeit schenken und ihr entsprechen werden. Am gleichen Tage richtete die Regierung der DDR an die Bonner Regierung einen Brief mit dem Vorschlag, sich dem Schreiben an die vier Mächte anzuschließen.

Die Antwort der Sowjetunion

Am 20. Februar antwortete die Sowjetregierung auf das Schreiben der Regierung der DDR über den beschleunigten Abschluß eines Friedensvertrages mit Deutschland. In einer Antwort wies die Regierung der UdSSR darauf hin, daß sie es für notwendig und dringend erachte, mit Deutschland einen Friedensvertrag abzuschließen, und daß Deutschland beim Abschluß des Vertrages selbst vertreten sein müsse.

In der Antwort hieß es, daß die Sowjetregierung ihr Möglichstes tun werde, um den Abschluß des Friedensvertrages mit Deutschland und die Herstellung der Einheit des Landes zu beschleunigen. Am 28. Februar 1952 nahm der Ministerrat der DDR den Text einer Regierungserklärung an, in der der Sowjetregierung der Dank für ihre Antwort auf das Schreiben der Regierung der DDR ausgesprochen wurde.

Die Sowjetunion wendet sich an die Westmächte

Am 10. März 1952 richtete die Sowjetregierung eine Note an die Regierungen der USA, Englands und Frankreichs über die Frage der Vorbereitung eines Friedensvertrages mit Deutschland. Der Note wurde der sowjetische Ent­wurf der Grundlagen eines Friedensvertrages mit Deutschland beigefügt. Der· sowjetische Entwurf sieht die Schaffung eines einheitlichen Staates und damit die Beendigung der Spaltung Deutschlands vor.

Der Friedens­vertrag mit Deutschland soll die Möglichkeit des Wiedererstehens des deut­schen Militarismus und der deutschen Aggression ausschließen. Deutschland soll die Möglichkeit einer freien Entwicklung als unabhängiger, demokrati­scher und friedliebender Staat erhalten. Alle Streitkräfte der Besatzungs­mächte sollen spätestens ein Jahr nach Inkrafttreten des Friedensvertrages abgezogen und alle ausländischen militärischen Stützpunkte auf dem deut­schen Territorium aufgelöst werden.
Dem deutschen Volke werden die demokratischen Rechte und Freiheiten sowie die freie Tätigkeit der deut­schen demokratischen Parteien und Organisationen gewährleistet. Zugleich sollen in Deutschland Organisationen, die sich der Demokratie und der Er­haltung des Friedens gegenüber feindlich verhalten, nicht zugelassen wer­den. Der sowjetische Entwurf der Grundlagen für den Abschluß eines Friedensvertrages mit Deutschland sieht weiterhin vor, daß Deutschland keinerlei Koalitionen oder Militärbündnissen beitreten darf, die sich gegen eine der Mächte richten, die mit ihren Streitkräften am Krieg gegen Hitlerdeutschland teilgenommen haben.
Die deutsche Friedenswirtschaft er­hält uneingeschränkte Entwicklungsmöglichkeiten, um den Wohlstand des deutschen Volkes heben zu können. Der sowjetische Entwurf für den Frie­densvertrag gestattet Deutschland eigene nationale Streitkräfte, die für die Verteidigung des Landes notwendig sind, sowie Herstellung von Waffen und Kriegsmaterial für die deutschen Streitkräfte entsprechend dem Frie­densvertrag. Dem einheitlichen, demokratischen und friedliebenden deut­schen Staat wird durch den Friedensvertrag die Möglichkeit gegeben, der UN beizutreten.

Die Volkskammer der DDR faßt einen Beschluß

Am 14. März 1952 billigte die Volkskammer der DDR die in der Note der Sowjetregierung vom 10. März und in dem Entwurf über die Grundlagen des Friedensvertrages mit Deutschland dargelegten Vor­schläge. Sie wandte sich mit einem Aufruf an das gesamte deutsche Volk, das Bestreben und den Willen zu bekunden, daß auf dieser Grundlage end­lich ein Friedensvertrag mit Deutschland abgeschlossen werde.

Ein zweites Schreiben der Sowjetunion an die Westmächte

Am 9. April 1952 richtete die Sowjetregierung an die Regierungen der USA, Englands und Frankreichs eine zweite Note über den Friedensvertrag mit Deutschland. In ihr wurden die Regierungen der USA, Englands und Frankreichs und die Notwendigkeit unverzüglicher, gemeinsamer Beratungen über die Fragen freier, gesamtdeutscher Wahlen, die Behandlung des Friedens­vvrtrages mit Deutschland sowie auf die Frage der Herstellung der Einheit Deutschlands und die Schaffung einer gesamtdeutschen Regierung hinge­wiesen. Die Vorschläge der Sowjetregierung sind auf die Herstellung eines dauerhaften Friedens in Europa gerichtet.

Das gesamte deutsche Volk nahm diese Vorschläge mit Begeisterung auf und verstärkte den Kampf um ein einheitliches, demokratisches, unab­hängiges und friedliebendes Deutschland und für den beschleunigten Ab­schluß eines Friedensvertrages.

Quelle: J.Kuczynski/W.Steinitz (Hrsg.): Deutschland. Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin 1953, S.193-195. (Zwischenüberschriften eingefügt, N.G.)

Genauso war es auch!


Doch was geschah danach?

Nichts! Keine Reaktion. Die Westmächte brachen das Potsdamer Abkommen und die westdeutsche Adenauer-Regierung unternahm alles, um der DDR Schaden zuzufügen. Er herrschte der kalte Krieg der USA und der westlichen imperialistischen Länder, einschließlich der BRD, gegen die DDR und die anderen sozialistischen Länder…

Trotzdem hatte der Sozialismus in der DDR gesiegt, trotzdem bauten wir unsere sozialistische Heimat weiter auf, trotzdem lebten wir in der DDR 40 Jahre in Frieden und sozialer Geborgenheit! Dank Stalin, Ulbricht und Honecker!

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2 Antworten zu Das Lied eines Kindes in der DDR

  1. A. Standfest schreibt:

    Sozialismus hin oder her scheiss egal, aber ich konnte 40 Jahre in einer bezahlbaren Wohnung leben und sie nach 19 Uhr ohne Gefahr verlassen um auf dem Weihnachtsmarkt ein Glühwein zu trinken ohne ein Messer in die Rippen zu bekommen.
    DANKE Frau Merkel ❗

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