Marina Ljapina: Was bedeutet Stalin uns heute?

Stalin

J.W. Stalin (1879-1953)

(21. Dez. 1879) Heute zum 140. Geburtstag von J.W.Stalin stellen viele Menschen auf ihren Internetseiten Beiträge und Fotos dieser bedeutenden Persönlichkeit ins Netz. Wie nehmen die Menschen des 21. Jahrhunderts Stalin wahr? In Rußland wächst mit jedem Jahr die Zahl der Anhänger und Sympathisanten des Staats-oberhauptes des Landes der Sowjets. Die Dokumentarfilme jener Zeit, die künstlerischen Foto- und Film-Chroniken jener Jahre, die Bücher, Artikel und die warmherzigen Erinnerungen von Verwandten, die damals lebten, widersprechen den solzhenizynschen Lügen, wie sie immer wieder von russischen und ausländischen Massenmedien gepredigt werden.

Ich habe einige Webseiten kurz „überflogen“: Die Amerikaner sind wie erstarrt – wie zu Zeiten des kalten Krieges und der antikommunistischen Hysterie. In ihrer Vorstellung ist die Stalinzeit – Massenterror mit Millionen von Opfern, geradeso wie in den heutigen amerikanischen Filmen die Apokalypse.

In ihrer Arbeit zur Erlangung eines Master-Titels der Universität von Toledo, mit dem Titel „Onkel Joe: Was dachten die Amerikaner über Josef Stalin vor und nach dem Zweiten Weltkrieg“, kolportiert Kimberly Hupp aus Toledo [1] ihre stalinfeindliche Version, indem sie versucht, den amerikanischen Journalisten, die damals in der UdSSR akkreditiert waren, ja sogar Präsident Roosevelt, der Stalin vertraulich „Uncle Joe“ nannte, nicht nur Irrtümer bezüglich der Persönlichkeit des Stalins zuzuschreiben – für sie war Stalin ein Diktator, „ein größeres Monster, als Hitler“. Ihr Machwerk ist voller irgendwie eingeflößter, nahezu paranoischer Ängste, fern von jeglichem gesunden Menschenverstand.

Der amerikanische Korrespondent der BBC in Moskau, Steve Rosenberg, ist auch völlig benebelt von den Schmähschriften des Dissidenten A.Solschenizyn. Er glaubt, daß die Ergebnisse des Ratings zur Persönlichkeit Stalins in Rußland auf einem Mythos in letzter Zeit beruhen, der angeblich von der älteren Generation übertragen worden sei. [2] Doch das spricht schon für sich, wenn die ältere Generation Stalin nicht als einen Tyrannen, einen Usurpators oder als ein Monster wahrgenommen hat…

Die Japaner sekundieren ihren transatlantischen „Freunden“ mit der Serien-Monsteriade „Die Geschichte Stalins: Evolution und Entwicklung eines großen Übels“. Wenn der ehemalige Vorsitzende des ZK der kommunistischen Partei Japans Tezudso Fuwa (2000—2006) die Politik Stalins für die Gesetzlosigkeit hält und ausgerechnet ihn des Mordes an Kirow bezichtigt, worüber soll man da noch reden. Die sog. „Kommunistische Partei Japans“ ist die einzige der im Parlament vertretenen Parteien, die die Rückführung nicht nur der südlichen, sondern auch der nördlichen Kurilen an Japan fordert. [3]

Einer der ersten Links über Stalin auf Deutsch gibt eine Charakteristik Stalins als „roten Diktator – einen der schlimmsten Verbrecher in der Geschichte der Menschheit“. [4]

Warum hat sich scheinbar die ganze Welt ausgerechnet jetzt gegen Stalin verschworen, wo es doch nicht nur Stalin, sondern auch sein Lebenswerk, die riesige Supermacht – die UdSSR, nicht mehr gibt. Nach seiner Revanche ist der Kapitalismus nicht mehr davon überzeugt, daß er seine Positionen noch lange halten wird. Die Krise in allen entwickelten Ländern der Welt und die Protestwellen zwingen ihn immer mehr, Ängste vor der kommunistischen Bedrohung zu schüren. Deshalb gibt es für die neuen Generationen von Menschen, die fast nicht mehr lesen können, und die Geschichte nicht kennen, diese schrecklichen Geschichten über Stalin.

Einer der Hauptverräter seiner Heimat, A.Tschubajs, der in der UdSSR seine kostenlose Bildung erhielt und später für ein paar Kopeken ihre Reichtümer aufkaufte, und der nicht nachläßt, das Volk Rußlands zu verhöhnen, fordert von der Regierung, die Schulbildung der Kinder auf zu 3 Klassen zu reduzieren, so daß sie später gerade mal die Steuererklärung schreiben können, aber weder etwas von der Geschichte, noch der Literatur, noch der Kultur wissen. Doch weder der Präsident Rußlands, noch der Ministerpräsident widerspricht, sie schweigen. Sie haben nichts dazu zu sagen. Aber es widerspricht das Volk. Das Volk Rußlands nicht so ist dumm, für das sie es halten. Er ist geduldig, aber die Geduld ist nicht ewig.

Der Name Stalins ist das Symbol für die Überzeugung vom Triumph des Sozialismus, von seinem Sieg über die Imperien des Kapitals. Der Name Stalins ist mit goldenen Lettern in die Geschichte meiner Heimat eingeschrieben!

Sonnabend, den 21. Dezember 2019

Marina Ljapina (Wladiwostok)

pdfimage  Marina Ljapina – Stalin heute

[1] Kimberly Hupp „Uncle Joe: What Americans Thought of Joseph Stalin Before and After World War II“ – University of Toledo
[2] Joseph Stalin: Why so many Russians like the Soviet dictator
[3] Collonel Cassad: Die sogenannte KP Japans (russ.)
[4] Nazipropaganda im Staatsfernsehen: „Der rote Zar“

Quelle: Сталин сегодня


СТАЛИН СЕГОДНЯ

Марина Ляпина (Владивосток)

Stalin-EpocheСегодня в юбилейный День рождения И.В. Сталина многие люди на своих страницах размещают посты, перепосты, фотографии этого великого человека. Как воспринимают его люди XXI века? В России с каждым годом число сторонников и симпатизирующих лидеру Страны Советов растет. Документальные фильмы того времени, художественные, фото- и кино-хроника тех лет, книги, статьи и теплые воспоминания родных, которые жили в то время, противоречат просолженицынской лжи, которую проповедуют российские и зарубежные СМИ. Наскоро «пробежалась» по сайтам:

Американцы как будто застыли во времени холодной войны» и антикоммунистической истерии. В их представлении сталинское время – это массовый террор, миллионы погибших, прямо как в современных американских фильмах об апокалипсисе.

Kimberly Hupp из Толедо в своей работе «Дядя Джо: как воспринимали американцы Иосифа Сталина до и после Второй мировой войны» (2009г.) продвигает свою антисталинскую версию, пытаясь приписать заблуждения относительно личности руководителя Советского государства не только американским журналистам, работавшим тогда в СССР, но даже президенту Рузвельту, который ласково называл Сталина «Дядя Джо». Для неё Сталин – диктатор, который «был большим монстром, нежели Гитлер». Её опус наполнен скорее каким-то внушенным страхом, близким к паранойе, нежели здравым смыслом.

Американский корреспондент BBC в Москве Стив Розенберг (2019г.) также одурманен пасквилями диссидента А.Солженицына. Он считает, что рост рейтинга личности Сталина в России в последнее время основан на мифе, передаваемом старшим поколением. Это уже само по себе говорит о том, что старшее поколение не воспринимало Сталина как тирана, узурпатора, монстра…

Японцы вторят своим заокеанским «друзьям» в сериальной монстрелиаде «Истории Сталина: эволюция и развитие великого зла». Если бывший председатель ЦК Коммунистической партии Японии Тецудзо Фува (2000—2006) считает политику Сталина беззаконием и прямо обвиняет его в убийстве Кирова, то о чем еще можно говорить. Компартия Японии является единственной партией, из представленных в парламенте, которая требует возвращения Японии не только Южных, но и северных Курильских островов.

Одна из первых ссылок о Сталине на немецком выдает характеристику Сталина как «красного диктатора – одного из худших преступников в истории человечества».

Почему весь мир ополчился против Сталина сейчас, когда не только Сталина нет в живых, но и его главного детища – огромной супердержавы СССР. Капитализм, взяв реванш, не уверен, что удержит свои позиции надолго. Кризис во всех развитых странах мира, волны протестов заставляют вновь и вновь испытывать страх перед коммунистической угрозой, отсюда страшилки про Сталина для новых поколений людей, почти не читающих, не знающих истории.

Главный предатель Родины А.Чубайс, получившие бесплатное образование в СССР, а потом за копейки скупивший ее богатства и продолжающий издеваться над народом России, требует от правительства сократить образование до 3-х классов, чтобы могли писать и считать налоги, но не знали ни истории, ни литературы, ни культуры. Ни президент РФ, ни премьер не возражают, молчат. Им нечего сказать. Но возражает народ. Народ России не так глуп, каковым они его считают. Он терпелив, но терпение не вечно.

Имя Сталина – символ веры в торжество социализма, в его победу над империями чистогана. Имя Сталина золотыми буквами вписано в историю моей Родины!

суббота, 21 декабря 2019 г.


Siehe auch:
Ljubow Pribytkowa: …und wieder mal über Stalin
Eine revolutionäre Freundschaft: Stalin und Kirow
Juri Shukow: Man muß nicht alle Hunde auf Stalin hetzen…
Die Lüge von den Stalinschen Massenmorden
Die Totalitarismus-Lüge – Oder: War Hitler ein Linker
A.Jakubow: „Danke, Vater!“


Stalinehrung an seinem 140. Geburtstag in Gori (Grusinien)

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10 Antworten zu Marina Ljapina: Was bedeutet Stalin uns heute?

  1. Mir SELBER bedeutet Stalin sehr viel mehr, als ich hier kommentieren kann!
    „Sein Genie“ hat die Rote Armee und die KPdSU zusammengehalten, wodurch es erst möglich gemacht wurde, die Armeen des Hitler-Faschismus — immerhin 22 MILLIONEN Menschen unter Waffen!!! — zu VERNICHTEN!!!

    • sascha313 schreibt:

      …und daß man sich auf diesem Sieg nicht eine Sekunde lang ausruhen konnte, wußte Stalin und wußten auch fast alle Menschen an der „Heimatfront“ der UdSSR (und manchmal standen die Werkbänke sogar unter freien Himmel; Frauen und Kinder bedienten die Maschinen usw.)

  2. Ronny schreibt:

    DANKE KOBA !! Die Amis konnten auch anders, s. den Spielfilm „Mission To Moscow“ von 1943. Hier der Trailer:


    Der Film ist keine Hetze gegen Stalin.OK es ist ein Spielfilm. Aber er basiert auf dem Tagebuch des US Botschafters Davies. Den Film gibt es leider nicht in deutscher Sprache und auch nicht hier zu kaufen. Ich hab ihn vor Jahren aus UK bezogen. Die Masse der „Linken“ mit ihrer Unwissenheit über Stalin und die UdSSR ist wirklich zum kotzen. Sie gehen Hand in Hand mit dem Klassenfeind und merken es nicht einmal.

  3. Rolf schreibt:

    Wir sehen und hören doch jeden Tag, wen die Kapitalisten täglich über zig Jahre mit Hilfe großer finanzieller Mittel bekämpfen. Stalin, DDR, …
    Das sind die Tatsachen, vor denen die Kapitalisten wirklich Angst haben. Weil die ihrem Kapitalismus wirklich gefährlich werden können!

    Rolf

    • sascha313 schreibt:

      «Дай бог!» – hätte Stalin dazu in seinen Bart gemurmelt! Nur mal im Ernst – wer könnte denen denn wirklich gefährlich werden? Ein Blog wie dieser hier? Wohl kaum. Umstürzlerisch können nur die Massen des werktätigen Volkes sein. Nichtsdestotrotz wurden Kommunisten schon seit Marxens Zeiten von der Bourgeoisie gehaßt und von den Hiwis* bis auf’s Hemd verfolgt, sogar Schlimmeres noch…

      * Hilfswilligen (LTI)

  4. karovier schreibt:

    Hat dies auf karovier blog rebloggt und kommentierte:
    Heute zum 140. Geburtstag von J.W.Stalin stellen viele Menschen auf ihren Internetseiten Beiträge und Fotos dieser bedeutenden Persönlichkeit ins Netz. Wie nehmen die Menschen des 21. Jahrhunderts Stalin wahr? In Rußland wächst mit jedem Jahr die Zahl der Anhänger und Sympathisanten des Staats-oberhauptes des Landes der Sowjets. Die Dokumentarfilme jener Zeit, die künstlerischen Foto- und Film-Chroniken jener Jahre, die Bücher, Artikel und die warmherzigen Erinnerungen von Verwandten, die damals lebten, widersprechen den solzhenizynschen Lügen, wie sie immer wieder von russischen und ausländischen Massenmedien gepredigt werden.

  5. Pingback: Zur Stalinfrage -

  6. Joachim schreibt:

    In Russland tut sich offensichtlich einiges. Anders kann ich mir folgende Videos nicht erklären. Können wir hoffen?
    Der wahre Stalin: (engl. Untertitel)

    oder: Der Klassentraum der Menschheit (dt. Untertitel)

    Dieser youtube Kanal, den man allen Lesern hier empfehlen könnte, wäre einen extra Artikel wert.
    Mit solchen Videos könnte man auch die Jugend erreichen. Leider gibts diese (noch nicht) mit deutschsprachiger Vertonung.

    • sascha313 schreibt:

      Danke, Joachim! Es gibt inzwischen unzählige Kommunikationsmöglichkeiten, und die werden auch rege genutzt.
      Das Bild Stalins hat sich in Rußland seit den 1990er Jahren sehr zum Positiven entwickelt. So wurden Verkehrsmittel mit dem Stalinbild geschmückt, neue Denkmale errichtet und positive Bücher über die Stalinzeit gedruckt. Ob die beiden Filme allerdings junge Menschen ansprechen, ermag ich nicht zu beurteilen. Für uns wäre v.a. wichtig, die DDR positiv darzustellen.

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