Der faschistisch-deutsche „Generalplan Ost“ und die russischen Stellvertreter des „Führers“

plan-ostNun gibt es ja in jedem kapitalistischen Land Menschen, die etwas zu sagen haben, aber nichts zu entscheiden, und es gibt Menschen, die nicht viel zu sagen haben, aber alles entscheiden. Zu letzteren zählen in Rußland die Oligarchen. Als 1990 die große Welle der Privatisierungen über das Land schwappte, lagen die fertigen Pläne dafür schon in den Schubladen. Die Planungsgruppe III B unter Führung der SS und das Institut für Agrarwesen und Agrarpolitik der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität hatten die eine enorme Vorarbeit geleistet und die russischen Stellvertreter des „Führers“ warteten nur noch auf ihren Einsatzbefehl. Da aber deren oberster Dienstherr längst in der Hölle schmorte, nahmen die Stellvertreter die Sache nunmehr selbst in die Hand. Es handelt sich hierbei um den verbrecherischen „Generalplan Ost“…

Vorgeschichte: Der Überfall auf die Sowjetunion

Im Morgengrauen des 22. Juni 1941 fielen 190 Divisionen  Hitlerdeutschlands und seiner Verbündeten  mit 3.700 Panzern, 4.900 Flugzeugen sowie 50.000 Geschützen ohne Kriegserklärung in die Sowjetunion ein. Mit dieser neuen Aggression  wollte der deutsche Imperialismus einen entscheidenden  Schritt auf dem Wege  zu seinem Ziel, der Weltherrschaft, vorankommen. Dabei ging es ihm nicht nur um die Eroberung und Ausplünderung der weiten  und reichen Gebiete der UdSSR, sondern vor allem auch um die Zerschlagung der sozialistischen Gesellschaftsordnung.

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Nach dem heimtückischen Überfall auf die UdSSR im Jahre 1941 errichteten die deutschen Faschisten in den eroberten Gebieten ein grausames Terrorregime, das die Bestialitäten der Faschisten in Westeuropa in vielem noch übertraf. Alle Mitglieder der Kommunistischen Partei, die Politischen Kommissare der Sowjetarmee, Mitarbeiter des sowjetischen Staatsapparates, alle Widerstandskämpfer und Partisanen waren mit dem Tode bedroht.

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Zehntausende sowjetische Kommunisten und Patrioten wurde von den Faschisten ermordet. Hunderttausende wurden gewaltsam zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschickt. Die verbliebene Bevölkerung in den besetzten Gebieten mußte unter unmenschlichen Bedingungen, bei Hunger und ständiger Angst für Hitlerdeutschland arbeiten.


Der Pfahl im Fleische der Sowjetunion

Gebiete der „drei Marken“ und „Ostlandstützpunkte“ der Nazis.

Plan Ost1

Himmler

Okkupanten der UdSSR


Auf Spuren Hitlers: Der Generalplan Ost heute

Wjatscheslaw Daschitschew

Am 22. Juni 1941 ist brach über unser Land ein großes Unglück herein. Es wurde der strategische Plan „Barbarossa“ gestartet. Er sah die völlige Zerschlagung der Sowjetunion durch die Hitlerwehrmacht bis zum Herbst 1941 mittels eines „Blitzkrieges“ vor. Und was die Naziführung beabsichtigte, mit unserem Staat und unserem Volk nach dem Sieg zu machen, war im Generalplan „Ost“ dargelegt, der in den Ämtern Himmlers und Rosenbergs entwickelt worden war – im Reichssicherheitshauptamt und im sogenannten Ostministerium Nazideutschlands.

Ein Dokument des deutschen Faschismus

Es ist eines der grausamsten und schändlichsten Dokumente des 20. Jahrhunderts, vor dem alle anderen politischen Programme der Eroberungen und des Genozides der Völker jener Zeit verblassen. Doch es war nicht beabsichtigt, den Generalplan „Ost“ in Deutschland und anderen NATO-Ländern breit bekannt zu machen. Stattdessen werden in den deutschen Massenmedien ständig aufdringliche Berichte über die Problematik des Holocausts der Juden im Zweiten Weltkrieg verbreitet.

Warum wurde der Plan „Ost“ geheimgehalten?

Eine Erklärung dafür zu finden ist nicht schwer: mit dem Generalplan „Ost“ sind Wege und Methoden zur Vernichtung des russischen Staates und seiner militärischen Macht unmittelbar mit dem verbunden, wonach führende Kreise der USA heutzutage streben. Außerdem ruft dieser Plan auch andere Assoziationen hervor: ein nicht weniger grausames Schicksal drohte dann auch anderen slawischen und den übrigen Völkern Europas, und denen, die heutzutage als weitere Bewerber um die Weltherrschaft in den Dunstkreis der USA geraten.

Der Weg in die Katastrophe…

Der Betrachtung der Ziele und des Inhalts dieses unheilverkündenden Plans ist eines der Kapitel meines vierteiligen Buches „Die Strategie Hitlers: Weg in die Katastrophe“ (Verlag „Nauka“ Moskau, 2005) gewidmet. Als ich an diesem Kapitel arbeitete, konnte es angesichts der schrecklichen Eindrücke nicht fertiggestellt werden: Was mit unserem Land nach der Zerstörung der Sowjetunion in Dezember 1991 geschah, diese Vorgänge erinnerten merkwürdig an jene, die im Generalplan „Ost“ dargelegt sind. Nur, diese Vorhaben waren von den eigenen, „einheimischen“ Händen verwirklicht worden. Und hinter all dem stand die sich nach Rußland ausstreckende „unsichtbare Hand“ eines anderen, neu aufgetauchten Bewerbers um die Weltherrschaft – die führende Elite der USA. …

08.10.2008

(Hier endet der übersetzte Text. N.G.)

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Die menschenverachtenden Träume des Gawriil Popow

Jelena Kremenzowa

Der erste Bürgermeister von Moskau (nach 1990) erklärt: „Rußland hat kein Recht auf Erdöl, Gas und Atomwaffen

Popow01Das Land mit einer „beginnenden Demokratisierung“ ist um einen dienstbeflissenen Höfling reicher. Die Regentin des Russischen Herrscherhauses Großfürstin Marija Wladimirowna [1] erhob Gawriil Popow in den Aristokratenstand. Sie hatte ihm, dem ersten Bürgermeister von Moskau, seinerzeit vorgeschlagen, in der Hauptstadt einen künstlichen Mangel an Lebensmitteln zu organisieren, um die Zerschlagung der UdSSR voranzutreiben, mit dem Wunsch, die Verteidiger des ,Weißen Hauses‘ mögen im Oktober 1993 ,in ihrer eigenen Scheiße ersticken‘.

An den Futtertrögen der Nation

Doch was war nun der ,Lohn‘ für den aus dem Nichts auftauchenden Helden? Es stellt sich heraus, daß Gawriil Popow niemals von den Futtertrögen weggegangen war. Stillschweigend hatte er auf zwei Sesseln gesessen – auf dem des Beraters des jetzigen Bürgermeisters der Hauptstadt und dem des Präsidenten der „Internationalen Universität“ von Moskau (IUM), die von den Komplizen Michail Gorbatschow und George Bush geschaffen worden war.

Ein Adelstitel für einen Banditen

Kurz vor der Verleihung des Adelstitels an Popow hatte an der IUM eine Sitzung der Aktionsgruppe zur Durchführung eines „Öffentlichen Gerichtes über den Stalinismus und die Verbrechen der Staatsmacht während der Sowjetperiode“ stattgefunden. Doch wofür bekam nun der ehemalige Komsomolsekretär der Staatlichen Universität Moskau, das Parteimitglied Gawriil Popow, von der Bürgerin Spaniens Donna Marija Romanowa den Adeltitel? Wird man Stalin nun nicht nur für die „Repressalien“ und die „verbrecherischen Befehle“ verurteilen, sondern auch für die „Verbrechen in Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur“? Was haben wir heute doch für eine Kultur!

Das Banditen -„Gericht“

Als „Richter“ wurden eingesetzt Nikolaj Swanidse, Leonid Gosman (der die Tätigkeit von „Smersch“ [2] mit faschistischen SS gleichsetzte) und Lew Ponomarjow, Kavalier des Kommandeurskreuzes „Für Verdienste gegenüber Republik Polen“ (der die „Annexion der Krim“ verurteilte), der ehemalige Direktor des Institutes für Wissenschaftsinformation der Gesellschaftswissenschaften der Russischen Akademie der Wissenschaften, Jurij Piwowarow (während dessen Leitung in der wissenschaftlichen Bibliothek [3] dort aufbewahrte wertvolle Bücher und Dokumente verbrannten) sowie Igor Tschubais, ein Bruder [4] desjenigen, der „an allem schuld“ ist. Und andere widerwärtige Personen.

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Der Lügenschriftsteller Popow

Gawriil Charitonowitsch Popow selbst wurde im Kampf gegen „die blutige Vergangenheit“ durch die Herausgabe eines Buches „Die drei Kriege Stalins“ bekannt, in dem er den Liberalen eigenartige Instruktionen für die Gleichsetzung des „Vaters der Völker“ mit Hitler erteilt. Sein Schriftstellerjucken beflügelte Popow indes, einen weiteren „Bestseller“ auf den Markt zu werfen „Ich bete an den Geist Wlassows“, in dem der Autor den Verrat des Generals rechtfertigt. Ohne jeden Beweis klingt das bei ihm so: „Er verriet die Stalinsche Heimat, jedoch nicht Rußland. Seine Armee vernichtete die Deutschen vor Moskau… Doch danach traf er sich offenbar mehrmals mit Stalin und kam zu dem Schluß, daß es in unserem Land keine Veränderungen, wie er sie richtig hielt, geben würde. Ich vermute, daß Wlassow im Begriff war, eine Stoßarmee zu schaffen, um nach Leningrad durchzubrechen und dort eine Antistalinregierung aufzustellen.“

Wessen Interessen vertreten der Popow-Leute?

Nun zeigt sich, was des Pudels Kern ist. Für den Westen, dessen Interessen die Popowleute vertreten, und für die russischen Oligarchen ist es wichtiger, der Jugend alle Errungenschaften der sowjetischen Epoche aus den Hirnen auszutreiben, und nur Finsternis und Alpträume von Überspitzungen der Kollektivierung und des GULAG einzupflanzen, anstatt Stalin aus dem Mausoleum hinaustragen. Vor einem solchem vorbereiteten Hintergrund wird die “Marktrevolution“ der heutigen Jugend als ein großes Glück erscheinen. Dafür werden die „wissenschaftlichen Materialien“ Popowschen Helfershelfer sorgen, die in Form von Lehrbüchern und Vorlesungen in die Schulen und Hochschulen eindringen.

Hochschule für faschistische Weltbeherrscher

Popow03Unser „Volksbildungsministerium“ erkennt die IUM nun schon tapfere vier Jahre hintereinander als eine „wirkungsvolle Hochschule“ an, während sie die „ineffektiven alten pädagogischen Universitäten“ schließt. Aber die Mehrheit der Russen erfährt überhaupt kaum etwas über die IUM. Die Hochschule positioniert sich als internationale Eliteeinrichtung, die „Fachkräfte für die Schaffung günstiger sozialer und politischer Bedingungen zur Entwicklung des Business“ schaffen soll, das heißt für politische Berater und Staatsmänner. Und vergibt zwei Diplome gleichzeitig, ein russisches und ein amerikanisches nach russischem Muster. Und sie stimmt vollkommen mit der Idee Popows über die Bildung einer Weltregierung überein. Viele meinen sogar, daß in der Welt schon seit langem eine solche heimliche Regierung der Rothschilds, Rockefellers, Duponts und Morgans – von nur neun Familien – geschaffen wurde.

Die menschenfeindliche Logik des Gawriil Popow

Popow ist jedoch davon überzeugt, daß das schon Geschichte ist und man heute nicht heimlich, sondern öffentlich eine solche Weltregierung schaffen muß. Kurzgefaßt sieht der Plan einer weltweiten „Perestrojka“ bei Gawriil Popow so aus:

  1. Es ist notwendig, eine weltweit konvertible Währung einzuführen.
  2. Aller Atomwaffen, die nukleare Energetik und die gesamte Raumfahrttechnik sind dem nationalen Kompetenzbereich zu entziehen und einer internationale Kontrolle zu unterstellen. Alle Reichtümer aus dem Inneren unseres Planeten sind unter globale Kontrolle der ganzen Menschheit zu stellen, vor allem die Vorräte an kohlenhydrathaltigen Rohstoffen.
  3. Es sind harte Richtsätze einer maximalen Geburtenzahl unter Berücksichtigung des Niveaus der Produktivität und des Umfangs der von jedem Land angesammelten Reichtümer festzulegen. Es ist zu verhindern, daß sich die Zahl der Ärmsten schneller vermehrt.
  4. Die furchtbare Perspektive der fortschreitenden Anhäufung genetischer Krankheiten schon bei einem Kind mit Elternteilen muß man unterbrechen. Künftig ist eine genetische Kontrolle noch im Stadium des Keimes vorstellbar und dadurch die ständige Säuberung des genetischen Fonds der Menschheiten (mittels der Sterilisation und der Zwangsabtreibungen).
  5. In einer neuen Zivilisation ist ein Komplex von Maßnahmen zur Erziehung der Menschen von der Kindheit an sehr wichtig, der religiöse, ethnische, kulturelle und andere Unvereinbarkeiten, und um so mehr Unverträglichkeiten, völlig fremd sind.

Gawriil Popows Pläne für eine Weltregierung

Popow04Nach den analytischen Berechnungen Popows zur Realisierung dieses Projekts muß man die UNO entlassen und sie nach den neuen Prinzipien aufstellen. Das Hauptprinzip klingt so: „Länder, die diese globale Perspektive nicht übernehmen, sollen aus der Weltgesellschaft ausgeschlossen werden. Aber selbst wenn alle Länder diese Perspektive übernehmen, können nur diejenigen eine Vertretung in der Weltregierung haben, die einen bestimmte Prozentanteil der Bevölkerung, den notwendigen Umfang angesammelter nationaler Reichtümer und eine bestimmte Größe des Nationaleinkommens pro Kopf haben. Und diesen Ländern, die des Beitritts zur UNO für würdig befunden werden, schlägt Popow vor, den Bürgern gleiche Wahlrechte zu entziehen.

Milliardäre entscheiden alles

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Der Wähler soll soviele Stimmen haben, wie es seinem Bildungsstand und dem intellektuellen Zensus, sowie der Höhe der gezahlten Steuern und seinem Einkommen entspricht. Grob gesagt, wird eine Stimme von Roman Abramowitsch gleich einer Million Stimmen Arbeitern sein. Dann wird die Macht in diesen Staaten die Interessen des reichsten Teils der Gesellschaft, und nicht der unterentwickelten Mehrheit darstellen. Es ist klar, wie dann die Weltregierung über eine Milliarde verarmter Chinesen, Hindus oder Afrikaner entscheidet. Viel bleibt nach diesem System von den sieben Milliarden Menschen offenbar nicht übrig. Der großen Teil der „überflüssigen“ Bevölkerung wird einfach als genetischer Müll von der Rechnung gestrichen. Wieviele Bewohner Rußlands die „goldene Milliarde“ benötigt, ist eine große Frage, und ob sie zu jener Zeit erhalten bleiben – auch.

Popows doppelbödige Moral

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Gawrjuscha, wie seine „Demokraten“-Kumpane nannten, handelte immer so. Öffentlich schrie auf, was verständlich war und nahe am Volk, eroberte damit das Vertrauen, und allmählich generierte er Ideen, die die nationalen Fundamente und die Einheit des Volkes unterminierten, um sie dann in den Couloirs verschiedener wissenschaftlicher und gesellschafts-politischer Partys in den Gebrauch einzuführen. Maßgebliche Leute ließen diese Ideen verlauten, schrieben oder unterschrieben verschiedene Briefe, ihre Journalisten besprachen sie, doch Popow selbst mit seinem Wissen über die echten Gründe und Motive des Geschehens hielt sich abseits.

Nur wenige Beispiele

In August 1990 äußerte Jelzin die populäre Phrase: „Nehmen Sie sich soviel von der Souveränität, wieviel sie schlucken können“. Und als Präsident Rußlands brach er sein Wort und verkündete die Thesen Popows aus dessen Broschüre „Was ist tun?“

Erstens. Die Sowjetunion ist aufzuteilen und anstelle dessen ist ein Konglomerat aus 40 – 50 Staaten zu schaffen, das es allen, die es wollen, ermöglicht, aus der Union auszutreten: Autonomien, Republiken, Bezirken, Gouvernements und Städten. Das Wesen des Planes war, nicht nur das Territorium zu zergliedern, sondern auch den ganzen wirtschaftlichen Komplex und alles andere zu zerschlagen, was es ermöglicht hätte, daß die einstige Macht wieder aufleben könnte – so predigt auch heute der Präsident des Internationalen Bundes der Ökonomen. Die „Herren“ der Regionen, die sich heute etabliert haben, greifen das auf und fordern Freiheit von zentralen Beschlüssen, und nicht Geld.

Zweitens. „Beweise – woher ist das Geld!“ – so tönte 1989 die Losung im Wahlprogramm Popows zum Abgeordneten der UdSSR. Dann begann die Epoche der „Verwaltungen des kommunalen Eigentums“, denen unerhörte Vollmachten gegeben wurden. Popow, als Vorsitzender des Moskauer Stadtrates, unterstützte sie in jeder Weise. Parallel dazu verlief, geheimgehalten vor dem Volk, der Prozeß der Zusammenfassung des „Komsomol-Kapitals“ in wirtschaftlichen, steuerbefreiten Zentren des wissenschaftlich-technischen Schaffens der Jugend, in den Organisationen der Afghanistan-Kämpfer bei den Jugendbanken Chodorkowskis und den künftigen Haupstadt-Oligarchen. Auch das war offenbar eine Idee Popows. Im Oktjabrskij Rayon von Moskau, wozu der berühmte Gorki-Park gehört, haben die neuen Moskauer Grundstücks-„Verwalter“ für 99 Jahre ein Grundstück an eine französische Handelsfirma zum Preis von jährlich zehn Dollar vermietet. Und diese Firma wurde für die ersten 22 Jahre sogar von der Zahlung dieser paar Pennys befreit.

Popow07.jpgZur „Verhinderung der Korruption“ hatte der Abgeordnete Popow vorgeschlagen, das Schmiergeld zu legalisieren. Sprich – die Beamten entscheiden über riesige Geldsummen, und die Versuchung ist groß. Und so erdachte er sich einen „Mechanismus“, der es den Gaunern und Dieben ermöglicht, im Schatten zu bleiben und wie ehrliche Menschen auszusehen. „Ich schlug ein System vor, bei dem der Beamte das Schmiergeld nicht legal bekommt, sondern nur prozentual am Gewinn beteiligt wird, den seine konkrete Entscheidung hervorbringt“, erklärte er später. So sind die halblegalen „Rückläufe“ davon ausgerechnet während seiner Tätigkeit als Bürgermeister entstanden.

Drittens. Im Jahre 1992 zeigte es sich, daß viele Länder und viele Kräfte gleichzeitig Teile von Rußland für sich beanspruchen. Auch hier hat Popow zur Aufteilung vorgeschlagen, eine Verfassungsänderung aufzuschieben, die dem Präsidenten Rußlands ein Maximum und dem Parlament, das aus den Abgesandten der Regionen besteht, ein Minimum an Vollmachten gegeben hätte. Die Sache endete mit dem Abschuß des „Weißen Hauses“ und der Gründung einer Opposition.

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Die Etappen seines „großartigen Weges“

  •  1989 trat Pfaffen mit einem Aufruf dafür ein, den Leichnam Nikita Chruschtschows an der Kremlwand beizusetzen.
  • Als Erster informierte er den Botschafter der USA in Rußland über Vorbereitungen und Pläne eines Staatlichen Notstandskomitees.
  • Auf Initiative Popows wurde von dem Haus, in dem Leonid Breshnew wohnte, die Gedenktafel entfernt, die er an einen Museologen aus Deutschland verkaufte.
  • Das staatliche Wochenendhaus „Saretschje-6“, wo Breschnew zeitweilig lebte, wurde 1990 der Stadtverwaltung Moskaus vermacht. Popow als „Bekämpfer des Hochmuts der sowjetischen Nomenklatura“ privatisierte und verkaufte sie.
  • Popow empfahl ein Rezept, wie man Seife billiger machen könnte: „Man muß nicht sämtliche Instanzen durchlaufen. Einfacher ist es, 20 Personen vor jedem Geschäft aufzustellen und dem Volk zuzureden, die Seife nicht zu kaufen. Ein Monat hätte gereicht und die Seife wäre billiger geworden.“
  • Er brachte die Werbekampagne für eine „MLM“ (Multi Level Marketing = Pyramidenspiel) Finanzgesellschaft auf volle Touren und bezeichnete das Schwindelgeschäft von Mawrodi zum Abzocken von Geld beifällig als „Volkskapitalismus“.
  • 1999 wurde ein „Testament Plechanows“, das angeblich von ihm vor seinem Tod in April 1918 geschrieben worden sei, zum ersten Mal veröffentlicht. Darin sind Einschätzungen Lenins, der Revolution und des Entwicklungsweges Rußlands angegeben. Später erwies sich dieses „Testament“ als eine Fälschung, die von den „Architekten der Perestrojka“ – Popow und Alexander Jakowlew hergestellt worden war.

Hinzuzufügen wäre, daß diese Nisse Popow am 26. September 2011 zum Berater Moskauer Bürgermeisters Sobjanin ernannt wurde, mit der Formulierung „von den öffentlichen Anfängen für die Zeit seiner Vollmachten als Moskauer Bürgermeister“.

[1] Großfürstin Marija Wladimirowna Romanowa – Nachkommin aus der Zarenfamilie Romanow, lebt in Spanien.
[2]„Smersch“ (russ. «Смерть шпионам!» = „Tod den Spionen“) Organisation der Gegenaufklärung in der UdSSR während des Großen Vaterländischen Krieges.
[3] Siehe: https://sascha313.wordpress.com/2015/02/02/brand-in-moskauer-biliothek/
[4] Anatoli Tschubajs, war der Initiator der millionenfachen Enteignung des sowjetischen Volkes und oberster Privatisierer des Volkseigentums der UdSSR

Quelle: https://www.eg.ru/politics/47395/ (Übersetzung: W.Kendler)

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2 Antworten zu Der faschistisch-deutsche „Generalplan Ost“ und die russischen Stellvertreter des „Führers“

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