Erneute Geschichtslügen in der Westpresse über den Beginn des zweiten Weltkriegs

Kriegsproduktion

Niemand kann sich der geschichtlichen Wahrheit entziehen, weder die bürgerlichen Gazetten noch der russische Präsident Putin. Und völlig zurecht weist letzterer darauf hin, daß die westliche Sicht auf die Geschichte völlig „verzerrt“ ist und verlogen. Aber diese Lügen kennen wir ja nun schon zur Genüge – mindestens seit dem schmählichen Ende des faschistischen Deutschlands. Auch die Hitleristen hatten das deutsche Volk von Anfang an belogen, bis zum „Endsieg“, der niemals kam. Und sie waren sich längst darüber im klaren, daß der Nichtangriffsvertrag mit der Sowjetunion für sie kein Kriegspakt war, sondern nichts anderes, als ein Fetzen Papier, der ihre Eroberungspläne gen Osten nicht würde stoppen können.

Die westliche Lügenpresse

versucht ja nun schon seit 1945, der Sowjetunion die Schuld am zweiten Weltkrieg in die Schuhe zu schieben, und aller Welt einzureden, daß Stalin noch viel schlimmer gewesen sei als Hitler – was bei den Milliardenauflagen westlicher Zeitungsverlage die am meisten verbreitete Lügenkampagne der Weltgeschichte ist. Und wie sogar ein schweizerisches Drecksblatt behauptet, habe sich die Sowjetunion damit zur „Komplizin der Nazis“ gemacht. Eine unverschämte Lüge! Doch die imperialistischen Staaten mit den USA und ihren Vasallen haben da sehr schlechte Karten, denn die Fakten beweisen das Gegenteil! Hier nun noch einmal die geschichtliche Wahrheit:

Die Sowjetunion und die kapitalistischen Länder vor dem Krieg

Die Begünstigung der faschistischen Aggressoren durch die kapitalistischen Großmächte

Die Handlungen der faschisti­schen Aggressoren – Deutschland, Japans und Italiens – be­rührten direkt die Interessen anderer Länder – der USA, Eng­lands und Frankreichs –, denn die Aggressoren waren bestrebt, auf Kosten dieser Länder eine Neuaufteilung der Welt durch­zuführen. Die regierenden Kreise der Vereinigten Staaten von Amerika, Englands und Frankreichs aber setzten den Aktionen der faschistischen Staaten nicht nur keinen Widerstand entgegen, ­sondern förderten sie sogar.

Wie halfen die Kapitalisten den Nazis?

Sie betrachteten und betrachten den Faschismus als eine gute Waffe im Kampf gegen die UdSSR, gegen die Arbeiterklasse und gegen die nationale Be­freiungsbewegung, machten mit den faschistischen Aggressoren gemeinsame Sache, überließen ihnen eine Position nach der an­deren und drängten sie zur Entfesselung eines neuen Weltgemetzels. Die Machthaber Englands und Frankreichs lehnten es ab, den Aggressoren durch kollektive Anstrengungen Wider­stand zu leisten, und erklärten sich für die „Nichteinmischungs­politik“.

Über diese Politik sagte Genosse Stalin 1939:
„Formal gesehen könnte man die Politik der Nichteinmischung wie folgt charakterisieren: ,Jedes Land möge sich gegen die Aggressoren verteidigen, wie es will und wie es kann, wir scheren uns nicht darum, wir werden sowohl mit den Aggressoren als auch mit ihren Opfern Handel treiben.‘ In Wirklichkeit bedeutet jedoch die Politik der Nicht­einmischung eine Begünstigung der Aggression, die Entfesselung des Krieges und folglich seine Umwandlung in einen Weltkrieg.“ [1]

Es ist nicht erstaunlich, daß sich die faschistischen Aggressoren die Politik der „Nichteinmischung“ zunutze machten und immer frecher wurden.

Deutschland und Italien unterstützten die spanischen Faschisten

Im Jahre 1936. unternahmen Deutschland und Italien eine bewaffnete Intervention in Spanien, um die faschistische Meu­terei des Generals Franco zu unterstützen und die spanische demokratische Republik zu erwürgen. Die Regierungen Eng­lands und Frankreichs unterstützten Deutschland und Italien bei diesem schändlichen Vorhaben.

Die Sowjetunion half dem tapferen spanischen Volk

Die Sowjetunion war der einzige Staat, der konsequent gegen die faschistischen Kriegs­brandstifter auftrat und das um seine nationale Unabhängigkeit ringende tapfere spanische Volk unterstützte. Ebenso eilten die klassenbewußtesten Söhne des internationalen Proletariats und viele fortschrittliche Menschen dem spanischen Volk zu Hilfe.

Die internationalen Brigaden. Der ruhmreiche Kampf der Internationalen Brigaden bil­det für immer ein leuchtendes Beispiel der internationalen Soli­darität der Arbeiterklasse und des mutigen Kampfes gegen den imperialistischen Raubkrieg. Unter dem Banner des eingeker­kerten Führers des deutschen Proletariats Ernst Thälmann führte die elfte Internationale Brigade einen heldenhaften Kampf für die Freiheit des spanischen Volkes und zugleich für die Befreiung und die Ehre des deutschen Volkes.

Die Okkupation Österreichs und der Drang nach Osten

Zu Beginn des Jahres 1938 bemächtigten sich die Nazis Österreichs und schlossen es gewaltsam an Deutschland an. England und Frankreich leisteten auch dieser Annexion keinen Wider­stand, obgleich die Nazis die Unabhängigkeit eines ganzen Lan­des brutal vernichteten, ihre Kriegsmaschine im Zentrum Euro­pas stärkten und damit andere Länder bedrohten. Die regierenden Kreise Englands und Frankreichs waren ständig bemüht, die Eroberungsbestrebungen der deutschen Faschisten gegen den Osten, gegen die Sowjetunion, zu lenken.

Das berüchtigte Münchner Abkommen

Dies trat im Herbst 1938 besonders klar zutage, als die „Münch­ner“ Besprechungen zwischen England, Frankreich und Deutsch­land stattfanden. Um sich mit Hitler zu treffen, flogen die Häupter der englischen und der französischen Regierung, Chamberlain und Daladier, nach München. Sie bcschlossen, den Hitlerräubern die Tschechoslowakei als Beute zu überlassen. Die regierenden reaktionären Kräfte Englands und Frank­reichs verrieten die Sache des Friedens, verrieten das tschechoslowakische Volk und traten die von ihnen gegenüber der Tschechoslowakei eingegangenen Verpflichtungen mit Füßen.

Die Sowjetunion war bereit, der Tschechoslowakei zu helfen

Allein die Sowjetunion blieb ihren Verpflichtungen treu. Sie erklärte vor der ganzen Welt, daß sie bereit sei, den mit der Tschechoslowakei abgeschlossenen Vertrag über gegenseitige Hilfe zu erfüllen, und forderte, daß auch Frankreich seinen Verpflichtungen nachkomme, wie das im Vertrag vorgesehen war. Aber die französische Regierung dachte nicht im gering­sten daran. Zusammen mit der englischen Regierung lenkte sie in geheimen Verhandlungen den Aggressionsdrang des faschi­stischen Deutschlands gegen die Sowjetunion.

Genosse Stalin entlarvte den wirklichen Sinn des Münchner Abkommens mit der Feststellung, daß die englischen und fran­zösischen Imperialisten den deutschen Faschisten die Tschecho­slowakei als Preis für die Verpflichtung, den Krieg gegen die Sowjetunion zu beginnen, ausgeliefert hatten.

Die sowjetfeindliche Haltung Englands, Frankreichs und Japans

Die reaktionären Machthaber Englands und Frankreichs waren davon überzeugt, daß es ihnen gelingen werde, die Sowjetunion mit fremden Händen zu vernichten oder auf jeden Fall zu schwächen und den Eroberungsdrang der deutschen Im­perialisten auf Kosten der UdSSR zu befriedigen. Die gleiche antisowjetische Politik betrieben die Imperia­listen im Osten. Unter Ausnutzung der Politik der „Nichtein­mischung“ verstärkte das imperialistische ]apan seine Aggres­sion in China. 1937 brachen japanische Truppen in Nord- und Zentralchina ein. Gleichzeitig versuchte das von den anderen imperialistischen Staaten aufgestachelte Japan, den Krieg gegen die Sowjetunion zu beginnen.

Der militärische Überfall Japans auf die Sowjetunion

Im Jahre 1938 überfiel Japan die UdSSR im Raum des Chassansees bei Wladiwostok mit der Absicht, Wladiwostok zu umzingeln. Die Sowjettruppen versetzten den Japanern einen vernichtenden Schlag und zerschmetterten sie. Aber das brachte die japanischen Militaristen nicht zur Vernunft. Im Mai 1939 wiederholte Japan seinen Versuch an einer anderen Stelle ­in der Mongolischen Volksrepublik bei Halchin-Gol, von wo aus die japanischen Truppen auf sowjetisches Territorium durchbrechen, die sibirische Haupteisenbahnlinie abschneiden und den sowjetischen Femen Osten erobern wollten.

Die Sowjetunion unterstützte die Mongolei

Entsprechend ihrem Beistandspakt [2] kam die Sowjetunion der Mongo­lischen Volksrepublik zu Hilfe. Die Sowjettruppen kesselten die starken japanischen Kräfte ein und vernichteten sie voll­ständig. Die Versuche, die UdSSR im Osten in einen Krieg zu verwickeln, schlugen fehl. Die entschlossene und weise Außenpolitik der UdSSR, die von den Aktionen der Sowjettruppen unterstützt wurde, machte die heimtückischen Absichten der Feinde des sozialistischen Staates zunichte.


Die UdSSR festigt ihre Sicherheit

Das von den englisch-fran­zösischen Imperialisten ermunterte faschistische Deutschland setzte seine Eroberungspolitik in Europa fort; es unterjochte den Balkan wirtschaftlich, schlich sich an Polen heran und annektierte im März 1939 Klaipeda in Litauen. Es wurde jedermann klar, daß sich der Krieg auf ganz Europa auszubreiten drohte. Aber die englische und französische Regie­rung begünstigten die faschistischen Aggressoren nach wie vor mit dem Ziel, den Krieg gegen die UdSSR zu entfesseln. Diese verbrecherische Politik rief die Empörung breitester Schichten der Werktätigen in der ganzen Welt hervor, darunter auch der Werktätigen Englands und Frankreichs.

Die heuchlerische Politik der engl. und französ. Machthaber

Die Machthaber Englands und Frankreichs erklärten nun, um die wahren Ziele ihrer Politik vor den Volksmassen zu ver­bergen, daß sie bereit seien, mit der Sowjetunion zusammen­zuarbeiten, Sie nahmen sogar Verhandlungen mit der UdSSR auf. Aber was für Verhandlungen waren das? Die englische und französische Regierung taten alles mögliche, um ein Überein­kommen mit der Sowjetunion zu vereiteln. England und Frank­reich bestanden darauf, daß die UdSSR die ganze Last des Ab­wehrkampfes gegen die hitlersche Aggression tragen solle, und wollten selbst keinerlei Verpflichtungen auf sich nehmen. Noch mehr:

Heimtückische Absichten

Während mit der UdSSR offizielle Verhandlungen geführt wurden, traten die englischen Imperialisten mit Deutsch­land in Geheimverhandlungen ein, um mit ihm ein Militärbündnis gegen die Sowjetunion abzuschließen. Die heimtückische Absicht der englischen und französischen Politiker bestand darin, Hitler zu verstehen zu geben, daß die UdSSR keine Verbündeten habe, daß die UdSSR allein stehe und daß Hitler die UdSSR überfallen könne, ohne den Wider­stand Englands und Frankreichs befürchten zu müssen. Die Sowjetregierung durchschaute die heimtückischen Pläne der englischen und französischen Imperialisten und entlarvte sie vor der ganzen Welt. Die Sowjetunion ließ sich nicht von jenen Kreisen ausnutzen, deren Politik darauf abzielte, sich die Kastanien von anderen aus dem Feuer holen zu lassen.

Die Gespräche gerieten in eine Sackgasse

Die Verhandlungen zwischen England und Frankreich einer­seits und der Sowjetunion anderseits gerieten in eine Sack­gasse, ganz so wie es die englischen und französischen Imperia­listen auch bezweckt hatten. Es wurde offenbar, daß die Macht­haber Englands und Frankreichs – entgegen den Interessen ihrer Länder, entgegen den Interessen der allgemeinen Sicher­heit und des Friedens – keineswegs gesonnen waren, mit der Sowjetunion zusammenzuarbeiten.

Deutschland bietet der UdSSR einen Nichtangriffsvertrag an

Es ist ganz natürlich, daß die Sowjetregierung hieraus die notwendigen Schlußfolgerungen zog. Als Deutschland im August 1939 der UdSSR vorschlug, einen Nichtangriffsvertrag [3] abzuschließen, antwortete die Sowjetregierung zustimmend.

Genosse Stalin sagte darüber später:
„Was haben wir durch den Abschluß des Nichtangriffsvertrags mit Deutschland gewonnen? Wir haben unserem Lande für anderthalb Jahre den Frieden gesichert sowie die Möglichkeit, unsere Kräfte zur Abwehr vorzubereiten, falls das faschistische Deutschland es riskieren sollte, unser Land trotz des Vertrags zu überfallen. Das ist ein be­stimmter Gewinn für uns und ein Verlust für das faschistische Deutschland.“ [4]


Der Beginn des zweiten Weltkriegs

Die Entfesselung des Krieges
durch die deutschen faschisti­schen Räuber

Die antisowjetische Politik der englischen und französischen Imperialisten endete mit einem vollkommenen Fiasko. Die regierenden Kreise Englands und Frankreichs ver­brannten sich an ihrem antisowjetischen Spiel, an der verbre­cherischen Politik der „Nichteinmischung“ und der Ermunte­rung der Aggressoren die Finger.

Der faschistisch-deutsche Überfall auf Polen

Am 1. September 1939 überfiel Deutschland Polen. Die Regie­rungen Englands und Frankreichs erklärten Deutschland den Krieg. Die polnische Armee hielt dem Angriff der deutschen faschi­stischen Truppen nicht stand. Die polnische bürgerliche Regie­rung, die auf der Unterdrückung der Arbeiter und Bauern, auf der Unterjochung der Ukrainer, der Bjelorussen und anderer nichtpolnischer Nationalitäten begründet war, verfiel der Auf­lösung. Nachdem die deutsche faschistische Armee in Polen einge­fallen war, rückte sie mit offenkundigem Ziel weiter nach Osten vor. Sie wollte sich so schnell wie möglich der Westukraine und des westlichen Bjelorußlands bemächtigen und so die vorteil­haftesten Positionen für einen künftigen Krieg gegen die Sowjetunion in Besitz nehmen.

Die Sowjetunion hilft den Belorussen und Ukrainern

Die Sowjetregierung wußte, daß Hitlerdeutschland früher oder später die UdSSR überfallen werde. Daher sah sie ihre wichtigste Aufgabe darin, eine entsprechende Schranke gegen den Vormarsch der deutschen Truppen nach dem Osten zu er­richten. Die Sowjetregierung konnte die ukrainische und die bjelorussische Nation nicht im Stich lassen. Auf Befehl des Ober­kommandos überschritten Sowjettruppen die Grenze und nah­men das Leben und Gut der Bevölkerung des westlichen Bjelo­rußlands und der Westukraine unter ihren Schutz.

Die Befreiung der West-Ukraine und West-Belorußlands

Die Sowjetarmee befreite die Westukraine und das westliche Bjelorußland. Die Volksversammlungen der Westukraine und des westlichen Bjelorußlands beschlossen nach der Befreiung einstimmig, sich der Sowjetunion anzuschließen. Die jahrhun­dertealte Sehnsucht der Völker der Ukraine und Bjelorußlands, ihre Territorien zu einheitlichen Staaten wiederzuvereinen, hatte sich erfüllt.

Die Bedrohung der UdSSR vom Norden her

Nachdem die Nazis in der Westukraine und im westlichen Bjelorußland einen Fehlschlag erlitten hatten, waren sie be­strebt, sich in Finnland, Litauen, Lettland und Estland festzu­setzen, um diese Länder in Stützpunkte für einen Überfall auf die UdSSR zu verwandeln. Die finnische Regierung verkaufte sich an Deutschland. Gleichzeitig erhielt sie Unterstützung von England, Frankreich und den USA. Es entstand auf diese Weise eine gefährliche Be­drohung der nordwestlichen Grenzen der UdSSR und vor allem Leningrads.

Aggressive Handlungen Finnlands gegen die UdSSR

Die finnischen Truppen, die zum Einfall in die Sowjetunion bereitstanden, waren nur etwa 32 Kilometer von Leningrad entfernt. Finnland lehnte den freundschaftlichen Vorschlag der Sowjetunion, einen Beistandspakt abzuschließen, ab und führte die Mobilmachung seiner Truppen durch. Im November 1939 unternahm Finnland an der sowjetischen Grenze eine Reihe herausfordernder Provokationen. Die Ge­duld des Sowjetvolkes war erschöpft. Als Antwort auf die pro­vokatorischen Aktionen der finnischen Truppen gingen Abtei­lungen der Sowjetarmee zum Angriff über und zerschlugen die mit deutschem und englisch-französischem Kriegsmaterial aus­gerüstete finnische Armee.

Die Imperialisten bewaffneten Finnland

Die finnische Regierung hatte allein von den englischen Imperialisten 100 Flugzeuge, 200 Geschütze, 100.000 Granaten und Bomben erhalten. Die französischen Im­perialisten hatten 175 Flugzeuge, 500 Geschütze, 5.000 Masehi­nengewehre, eine Million Granaten und Handgranaten gelie­fert. Außerdem standen ein englisches Expeditionskorps von 100.000 Mann und ein französisches Expeditionskorps von 50.000 Mann zur Abfahrt nach Finnland bereit und waren zum Teil schon eingeschifft worden. Infolge der schnellen Beendi­gung des Krieges durch den Sieg der Sowjetarmee zogen es die englischen und französischen Imperialisten jedoch vor, die von ihnen damals geplante militärische Intervention gegen die Sowjetunion abzublasen.

Der Schutz der Sowjetunion im Norden

Der Versuch der Imperialisten, die UdSSR zu schwächen, wurde von der Sowjetarmee zunichte gemacht. Der Krieg der Sowjetunion gegen die finnischen Reaktionäre war somit ein gerechter Krieg von seiten der Sowjetunion. Genosse Molotow erklärte in seiner Rede auf der Tagung des Obersten Sowjets der UdSSR am 29. März 1940, daß

„die Sowjetunion, die die finnische Armee geschlagen hatte und die volle Möglichkeit besaß, ganz Finnland zu besetzen, dies nicht tat und keinerlei Kontribution als Entschädigung für ihre Kriegsausgaben ver­langte, wie das jede andere Macht getan hätte, sondern ihre Wünsche auf ein Minimum beschränkte…“ [5]

Friedensvertrag zwischen Finnland und der UdSSR

Im März 1940 wurde der Friedensvertrag zwischen der Sowjetunion und Finnland unterzeichnet. Die Grenze wurde von Leningrad fortgerückt, die Karelische Landenge kam zur Sowjetunion. Dadurch wurde die Sicherheit Leningrads in bedeutendem Maße verstärkt. Diese Sicherheitsmaßnahme spielte später eine wichtige Rolle bei der Verteidigung der Sowjetunion gegen Hitlerdeutschland.

Die Sowjetunion und die baltischen Staaten

Im Jahre 1939 schloß die Sowjetunion im Zusammenhang mit der drohenden deutschen Aggression Verträge mit den drei bal­tischen Staaten Litauen, Lettland und Estland ab. Die Sowjet­truppen kamen in diese baltischen Staaten, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Jedoch hielten die bürgerlichen Regierungen Litauens, Lettlands und Estlands die Verbindung mit den Im­perialisten aufrecht. Hinter dem Rücken ihrer Völker schlossen sie gegen die UdSSR und gegen die nationalen Interessen der eigenen Länder gerichtete Geheimverträge ab. Als Antwort darauf stürzten die Volksmassen Litauens, Lett­lands und Estlands im Sommer 1940 die bürgerlichen Regierun­gen und errichteten die Sowjetmacht. Es entstanden die Litauische, Lettische und Estnische Sozialistische Sowjetrepublik, die sich aus eigenem Entschluß der Sowjetunion anschlossen.

Rumänien gibt Bessarabien an die Sowjetunion zurück

Zur gleichen Zeit erreichte die Sowjetregierung die Rückgabe Bessarabiens an die UdSSR. 1918 hatten die rumänischen Gutsbesitzer unter Ausnutzung der Schwäche des jungen Sowjet­staates Bessarabien annektiert. 1940 forderte die Sowjetregierung in entschiedener Weise, daß Rumänien die Gerechtigkeit wiederherstelle. Rumänien entsprach der Forderung der Sowjetunion auf Rückgabe Bessarabiens. All das verbesserte beträchtlich die strategische Lage der Sowjetunion für ihre Verteidigung. Unter den Bedingungen des entfesselten zweiten Weltkrieges stärkte so die UdSSR unter der genialen Führung des Genossen Stalin ständig den Frieden und die Sicherheit ihres Landes.


Der Krieg in Europa

Der seltsame Krieg gegen England und Frankreich

Der zwischen England und Frankreich einerseits und Deutschland anderseits ausgebrochene Krieg hatte einen sehr seltsamen Charakter. Hitlerdeutschland sam­melte Kräfte, um gegen Frankreich und England loszuschlagen. Aber die Regierungen Englands und Frankreichs bereiteten sich nicht auf die Abwehr gegen die hitlerschen Horden vor. Statt dessen setzten sie die antisowjetischen Ränke fort, wobei sie immer noch darauf rechneten, die deutsche Aggression gegen die UdSSR lenken zu können.

Die hitlerische Okkupation – das „kleinere Übel“

Die Volksmassen der europäischen Länder haßten die deut­schen Räuber und waren bereit, dem Feind entschiedenen Widerstand entgegenzusetzen. Aber die dort regierende Bour­geoisie verriet die nationalen Interessen und lähmte die An­strengungen des Volkes. Sie betrachtete die hitlersche Okkupa­tion als das „kleinere Übel“ im Vergleich zu der „Gefahr“, daß die Völker sowohl gegen die deutschen Unterdrücker als auch gegen ihre eigenen „vaterländischen“ Verräter aufstehen könn­ten. Die Bourgeoisie dieser Länder half den deutschen Faschi­sten, in Europa ein Regime des blutigen Terrors und der Ge­walt zu errichten.

Der faschistisch-deutsche Überfall auf Dänemark und Norwegen

Unter Ausnutzung der Untätigkeit und des direkten Verrats der Bourgeoisie der europäischen Länder drangen die deutschen Truppen im April 1940 in Dänemark und Norwegen ein. Die Regierung Dänemarks verzichtete auf jeden Widerstand und lieferte das dänische Volk den faschistischen Eindringlingen aus. Der Kriegsminister Norwegens, der Hitleragent Quisling, trat mit einer Clique weiterer Verräter offen in den Dienst Hitlerdeutschlands. Einen Monat später, im Mai 1940, brachen die deutschen Ia­schistischen Truppen in Belgien und Holland ein, deren Regierungen gleichfalls kapitulierten.

Die Kapitulation Frankreichs

In der Regierung Frankreichs saßen ebenfalls Verräter und Kapitulanten. Die Französische Regierung kämpfte nicht gegen die Hitlerfaschisten, sondern statt dessen gegen die besten Söhne Frankreichs, die Kommunisten. Sie ließ Frankreich an­gesichts des Feindes in wehrlosem Zustand und verzichtete schon nach den ersten Niederlagen der französischen Armee auf jeden weiteren Kampf. Kampflos übergab sie Paris und nahm im Juni 1940 bedingungslos die schändlichen, von Hitler dik­tierten Kapitulationsbedingungen an.

Genosse Stalin sagte über die Machthaber Frankreichs, daß sie
„sich durch das Gespenst der Revolution schrecken ließen und in ihrer Angst ihr Heimatland Hitler zu Füßen legten und auf Widerstand verzichteten“. [6]

Deutsche Luftangriffe auf englische Städte

Nach der Annexion dieser Länder begann Hitlerdeutschland, Luftangriffe auf London und andere Städte Englands durchzu­führen. Die militärische Lage Englands war außerordentlich schwierig. Im Augenblick der Niederlage Frankreichs und der Zerschlagung der englischen Truppenteile bei Dünkirchen fehlte es England an der allernotwendigsten Bewaffnung. Aber Hitler­deutschland wagte nicht, so viele militärische Kräfte an der Westfront zu konzentrieren, wie es zum Überfall auf England benötigt hätte.

Die internationale Autorität der Sowjetunion

Die Sowjetunion, die ihre Politik der Verteidigung des Friedens und der Entlarvung der Aggressoren kon­sequent fortsetzte, fesselte allein schon durch ihre Existenz als friedliebende Macht die Kräfte Hitlerdeutschlands und half damit Großbritannien, den Kampf gegen Hitlerdeutschland zu bestehen. Um die wahnwitzigen Pläne zur Errichtung der Weltherr­schaft Deutschlands zu verwirklichen, bereiteten die Hitler-­Faschisten den Überfall auf die UdSSR vor.


Kurze Zusammenfassung

Die Große Sozialistische Oktoberrevolution war der Beginn des Zusammenbruchs des Weltkapitalismus. Die Welt spaltete sich in zwei Systeme: das sozialistische und däs kapitalistische. Seit dieser Spaltung wachsen ununterbrochen die Kräfte des Sozialismus, während die Grundpfeiler des Kapitalismus immer mehr ins Wanken geraten. Die Sowjetunion revolutio­niert allein durch ihre Existenz die ganze Welt.
In der Nachkriegsperiode wurden die Wirtschaftskrisen in den kapitalistischen Ländern immer häufiger und verheeren­der; es verschärften und vertieften sich alle Widersprüche des Kapitalismus: die Widersprüche zwischen Proletariat und Bourgeoisie, zwischen den imperialistischen Mächten und den Völkern der kolonialen und abhängigen Länder und zwischen den imperialistischen Mächten selbst.
Die beiden Welten und die beiden Arten der Politikspiegel­ten sich auch auf dem Gebiet der Außenpolitik klar wider. Dem sozialistischen Sowjetstaat sind Eroberungsziele fremd. Beharrlich verfolgt er eine Politik des Friedens zwischen den Völkern. Die kapitalistischen Staaten betreiben eine Politik des Raubes fremden Bodens, der Unterjochung anderer Völker. Im Verlauf der gesamten Geschichte der Sowjetunion waren sie mit allen Mitteln bestrebt, den ersten sozialistischen Staat der Welt zu vernichten oder zumindest zu schwächen.
Die Kriegsgefahr wuchs besonders im Zusammenhang mit der Entstehung der beiden Kriegsherde im Westen und im Osten. Hitlerdeutschland und das imperialistische Japan betrieben eine offene Aggressionspolitik und entfachten so einen neuen Weltkrieg.
Die Sowjetunion kämpfte entschlossen für die Verhinderung des zweiten Weltkrieges, für die Zügelung der faschistischen Aggressoren vermittels der Ürganisierung der kollektiven Sicherheit. Im Gegensatz zur UdSSR begünstigten die Imperia­listen der USA, Englands und Frankreichs die faschistischen Aggressoren auf jede Weise.
Die amerikanischen Imperialisten hatten dem imperialistischen Deutschland geholfen, seine mili­tärisehe Macht wiederzugewinnen; sie legten die Waffen in die Hände der hitlerschen Räuber. Die regierenden Kreise der USA, Englands und Frankreichs waren bemüht, die faschistische Ag­gression gegen die Sowjetunion zu lenken.
Die verbrecherische Politik der Imperialisten Amerikas, Englands und Frankreichs erlaubte es den faschistischen Ag­gressoren, den zweiten Weltkrieg zu entfesseln. Auch nach Aus­bruch des zweiten Weltkrieges kämpfte die UdSSR unablässig für den Frieden und festigte die Sicherheit ihres Landes.

[1] J. Stalin: „Fragen des Leninismus“, Dietz Verlag Berlin, 1951, S. 687.
[2] 1936 wurde ein Vertrag über die gegenseitige Hilfe zwischen der UdSSR und der Mongolischen Volksrepublik abgeschlossen.
[3] Im Originaltext heißt es „Vertrag“ und nicht „Pakt“. Ein Pakt ist ein Bündnis zu einem gemeinsamen Tun, ein Nichtangriffsvertrag ist ein Abkommen über ein beiderseitiges Nicht-Tun. (Siehe hier: „Der deutsch-sowjetische Nichtangriffsvertrag„)
[4] J. Stalin: „Über den Großen Vaterländischen Krieg der Sowjetunion“. Dietz Verlag. Berlin, 1951, S. 8.
[5] Zitiert in „Geschichtsfälscher“, Dietz Verlag Berlin, 1948, S.54.
[6] ebd. S.20.

Quelle:
Lehrbuch für die politschen Grundschulen, Erster Teil. Dietz Verlag Berlin 1951, S.190-201

pdfimage Erneute Geschichtslügen der Westpresse


N.B. …also von wegen, wie die Lügenpresse der Schweiz behauptet, der deutsch-sowjetische Nichtangriffsvertrag mit dem geheimen Zusatzprotokoll vom August 1939 habe Hitler vor 80 Jahren „den Weg geebnet für seinen Angriff auf Polen“ und damit zur Entfesselung des Zweiten Weltkriegs beigetragen. Und angeblich sei „Stalins unrühmliche Rolle bei der Auslösung dieser Katastrophe“ für Moskau bis heute „ein Tabuthema“ geblieben. Dümmere Lügen sind denen wohl nicht eingefallen. Diese Zeitung ist ein dreckiges, antikommunistisches Hetzblatt (wobei Putin nicht einmal ein Kommunist ist!) – so sieht heute die chauvinistische Russenhetze aus…

Den vollständigen Originaltext des deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrages  von 1939 mit dem Geheimen Zusatzprotokoll kann jeder hier nachlesen:

Der deutsch-sowjetische
Nichtangriffsvertrag

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7 Antworten zu Erneute Geschichtslügen in der Westpresse über den Beginn des zweiten Weltkriegs

  1. Auf Facebook mit folgenden Anmerkungen veröffentlicht!

    Es ist ganz natürlich, daß die Sowjetregierung hieraus die notwendigen Schlußfolgerungen zog. Als Deutschland im August 1939 der UdSSR vorschlug, einen Nichtangriffspakt abzuschließen, antwortete die Sowjetregierung zustimmend.

    Genosse Stalin sagte darüber später:
    „Was haben wir durch den Abschluß des Nichtangriffspakts mit Deutschland gewonnen? Wir haben unserem Lande für anderthalb Jahre den Frieden gesichert sowie die Möglichkeit, unsere Kräfte zur Abwehr vorzubereiten, falls das faschistische Deutschland es riskieren sollte, unser Land trotz des Pakts zu überfallen. Das ist ein sicherer Gewinn für uns und ein Verlust für das faschistische Deutschland.“

    NB| Dabei verfolgte Stalin — einer der – wenn nicht der – kühnsten Verteidigungs-Strategen der gesamten Militärgeschichte — einen wirklich genialen Plan, wie ein Land von der Größe der Sowjetunion, gegen einen übermächtigen Feind dennoch das Feld behalten ‚kann‘, wird und muß!!!

    ***Laß sich der Feind an seinem Angriff selbst erschöpfen … und hat er sich bei seinem Angriff erschöpft, erfolgt der Gegenschlag mit frischen und hoch motivierten eigenen Kräften!***

    Ohne das Brevier von Sun-Tzu „Die Kunst des FRIEDENS“ oder Clausewitz: „Vom Kriege“ gelesen zu haben, hätte Stalin den KARDINAL-FEHLER der „ALLES-oder-NICHTS-VERTEIDIGUNG“ gewählt!
    Aber er hat auch Clausewitz‘ Rat: „Wer alles verteidigen will, verteidigt nichts!“ nicht befolgt!

    Stalin hat diese „Taktik“ des Clausewitz *dialektisch* umgedreht:
    „Hitler greift ALLES an … und damit greift er gar nichts an!“

    … und zwar griff dieser die Sowjetunion auf einer Frontlänge von mehr als 2.000 km mit knapp vier Millionen Soldaten, ~4.200 Panzern, ~4.900 Kampfflugzeugen und 43.000 Geschützen an!

    Das muß sich mal plastisch vor Augen geführt werden!

    JEDER METER Front ZWEI Soldaten als ANGREIFER,
    die aus dem „Hinterland“ mit allem versorgt werden müssen;

    alle 500 Meter EIN EINZIGER Panzer, der ständig Munition – aber vor allem Treibstoff benötigt = 4.200 Panzer x 10 Soldaten = 42.000 Soldaten;

    alle 400 Meter ein einziges Flugzeug, das ständig Munition, Treibstoff, Wartung usw. benötigt = 4.900 x 15 Soldaten = 73.500 Soldaten!

    alle 50 Meter ein Geschütz, das auch ständig neue Munition benötigt UND !!!
    43.000 x 5 Soldaten = 215.00 Soldaten.

    ALLEIN 330.500 Mann NUR um überhaupt die Schweren Waffen zum Einsatz bringen zu können!!! Mindestens die gleiche Anzahl um die Logistik (Versorgung) sicherzustellen!

    Dem GEGENÜBER standen beim Überfall auf die Sowjetunion kaum drei Millionen Rotarmisten;
    11.000 bis 16.000 Panzer;
    ~10.000 Kampfflugzeuge und ~53.000 Geschütze!

    [Soviel zur „angeblichen Wehrlosigkeit der UdSSR, die ja der „Stalin“ ***verursacht hat***, weil er ja ANGEBLICH „die GESAMTE FÜHRUNG“ der Roten Armee vom General bis zum untersten Offiziers-Grad ‚hat‘ ermorden lassen! ===> Die Nazi-Propaganda von Goebbels aus den 1920-er bis 1945, der bis zum heutigen Tage wirklich GEGLAUBT wird!!!]

    NUN!
    Zur „eigentliche Sowjetunion“ zählte auch die SSR-Ukraine und die drei baltischen Länder SSR-Estland, Lettland und Litauen, die in sich SELBST seit 1200 Jahren TIEF GESPALTEN sind!!! und deren Mehrheit der Menschen
    ! NICHTS ! mit Sozialismus oder Kommunismus zu tun haben WOLLEN!!!

    (WAHNSINNIGE – ***vom Opium des Volkes*** (MARX) benebelte oder ***vom Fusel betrunken gemachte Menschen*** (LENIN) KANN KEIN MENSCH „bekehren“:
    SELBST die Besten Kulturen, Religionen, Philosophien SIND DARAN bisher gescheitert!!!

    Im „Alten Ägypten“ (also noch vor der Griechischen Antike 2000 Jahre später!)
    gab es ein GESETZ, um SCHEINE von MENSCHEN zu unterscheiden — die wenn sie kein “Denken erlernen“ —
    GENAUSO WIE die SCHWEINE, … IHRE EIGENE KACKE fressen!

    Die Ägypter hatten deshalb ein Gesetz erlassen:
    „Jeder Mensch, der seine eigene Kacke FRIßT, wie jedes Schwein!!! …
    wird HINGERICHTET!!! GETÖTET!!! ERMORDET!!!
    ————————————————————————————————

    Stalin war ein außerordentlich intelligenter, belesener, multilingual begabter und autodidaktisch begnadeter Mensch. W#wäre er nicht der Nachfolger Lenins geworden: vielleicht (?) hätte er in Moskau oder Leningrad jedes Fach der Welt studieren können …
    und — da bin ich mir vollkommen sicher — wäre der notwendige Aufbau eines Sozialistischen Gemeinwesens und einer Sozialistischen Planwirtschaft nicht erforderlich gewesen – für den er nun einmal stellvertretend für die Bolschewistische Weltbewegung „verantwortlich“ war und dieser VERFLUCHTE KRIEG nicht ‚dazwischen gekommen‘ — DANN WÜRDE Stalin zu den bedeutendsten PHILOSOPHEN und WISSENSCHAFTER der Weltgeschichte zählen!
    Ob Henoch, Gilgamesch, Hiob, Jesaja, Krishna, die Griechischen Philosophen, Gautama (Buddha), Konfuzius, Lao-Tse, Sun-Tzu, Jesus, Paulus, Augustinus, Marx, Engels, Lenin UND SO VIELE ANDERE!!!

  2. Thomas Weger schreibt:

    @jauhuchanam राम अवत कृष्ण יוחנן אליהו
    …nicht zu vergessen, der noch immer viel geschmähte – Saddam Hussein:
    The Fighter, the Thinker and the Man – von Dr. Amer Iskander
    (als PdF im Internet auch auf Deutsch: Saddam Hussein, der Kämpfer, der Denker, der Mensch)

  3. Johann Weber schreibt:

    Ich bin mir sicher, diese „Geschichtsumschreiber“ werde ich mit hieb- und stichfesten Fakten nicht von ihrem verwerflichen „Tun“ abbringen können. Also für Leser, die sich eine eigene Meinung bilden wollen, hier einige Fakten. Schauen wir uns doch dieses Zusatzprotokoll, dass uns sascha freundlicherweise zur Verfügung stellt, einmal genauer an. Hier der entscheidende Auszug:

    Geheimes Zusatzprotokoll:
    Aus Anlass der Unterzeichnung des Nichttangriffsverrages zwischen dem Deutschen Reich und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken haben die unterzeichneten Bevollmächtigten der beider Teile in streng vertraulicher Aussprache die Frage der Abgrenzung der beiderseitigen Interessensphären in Osteuropa erörtert. Diese Aussprache hat zu folgendes Ergebnis geführt:
    1. Für den Fall einer territorial-politischen Umgestaltung in den zu den baltischen Staaten (Finnland, Estland, Lettland, Litauen) gehörenden Gebieten bildet die nördliche Grenze Litauens zugleich die Grenze der Interessensphären Deutschlands und der UdSSR. Hierbei wird das Interesse Litauens am Wilnaer Gebiet beiderseits anerkannt.
    2. Für den Fall einer territorialpolitischen Umgestaltung der zum polnischen Staate gehörenden Gebiete werden die Interessensphären Deutschlands und der UDSSR ungefähr durch die Linie der Flüsse Narew, Weichsel und San abgegrenzt. […] „
    Hier steht doch ganz eindeutig „ 2. Für den Fall einer territorialpolitischen Umgestaltung der zum polnischen Staate gehörenden Gebiete werden die Interessensphären Deutschlands und der UDSSR ungefähr durch die Linie der Flüsse Narew, Weichsel und San abgegrenzt“

    Mit dem Überfall auf Polen von Nazi-Deutschland kam es doch genau zu diesen territorialpolitischen Umgestaltungen. Nazi-Deutschland hat den größten Teil von Polen bis zum 13.9.1939 okkupiert. Es gab kein Polen mehr. Die polnische Regierung ist ins Ausland geflüchtet.

    Weiter ist wichtig nachzulesen, wie haben eigentlich die Zeitungen aus dieser Zeit über diesen Vorgang berichtet. Im Bregenzer/Vorarlberger Tagblatt vom 19. September 1939 steht:

    Wilna von Sowjetrussen besetzt
    Die Sowjettruppen in den ehemaligen polnischen Ostgebieten
    Begeisterter Empfang

    London, 19. September
    Der Londoner Rundfunk meldet nach einem soeben aus Riga eingetroffenen Reuterbericht, daß Wilna von den Sowjettruppen besetzt wurde.
    Die sowjetamtliche Telegraphen-Agentur verbreitet Berichte aus den wiedergewonnen ehemals ostpolnischen Gebieten, aus denen hervorgeht, daß die russischen Truppen mit Begeisterung als die Befreier vom polnischen Joch empfangen werden. Überall werden die polnische Fahne und die Schilder der polnischen Verwaltungsstellen herabgerissen und aus Stoffresten schnell zusammengenähte Sowjetflaggen gehißt. Die Bevölkerung, die furchtbar heruntergekommen und verelendet und oft nur mit Fetzen bekleidet ist, trägt trotzdem ihre wenigen Lebensmittel zusammen, um die russischen Truppen damit würdig zu empfangen. Die ganze wirtschaftliche Lage ist eine furchtbare Anklage gegen die polnische Regierung, die kaltblütig zweite Landstriche der Verelendung preisgegeben hat.“
    http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=btb&datum=19390919&seite=1&zoom=33

    Auf der gleichen Seite dieser Zeitung steht ein Artikel, der die Überschrift trägt: „Lublin und Drohobhez genommen – Der größte Teil Polens von deutschen Truppen besetzt“.

  4. sascha313 schreibt:

    Vielen Dank, Johann! ine Gegenüberstellung der Millionenauflagen deutscher und anderer Zeitungen imperialistischer und faschistenfreundlicher Verlage, der Nachrichtenbeiträge großer bürgerlicher Redaktionen und Studios zeigt die vergleichweise verschwindend geringe Verbreitungsmöglichkeit historischer Wahrheiten durch alternative Medien und unabhängige Blogs, kleine Buch-verlage oder auf Internetplattformen … dennoch: je mehr die Massenmedien offenkundige Propagandalügen verbreiten, desto unglaubwürdiger wird deren aufdringliche Präsenz. Es tritt ein Umschwung ein und eine verstärkte Suche nach der Wahrheit!

  5. Johann Weber schreibt:

    Nachtrag.
    Wer bereit ist, sich diesen „Geschichtsumschreibern“ zu entziehen, dem empfehle ich den hervorragenden DEFA-Film „Wege übers Land“.

    „In seinem fünfteiligen Fernsehroman „Wege übers Land“ werden wir Gertrud Kalluweit, geborene Habersaat, kennenlernen. Helmut Sakowski sagte dazu: .Die Erlebnisse der Gertrud Habersaat, meiner Heldin, reichen von 1939 bis in unsere Tage. Diese Gertrud, Tochter einer Tagelöhnerin, gehört zu den Geduckten, Erniedrigten und Verführten, die in ihrem Streben, Klassenschranken zu überspringen, selbst etwas zu besitzen, den Naziparolen vom Herrenvolk aufgesessen sind. Sie ist tüchtig und ehrgeizig, und sie geht wie zehntausend andere nach Polen, in die eroberten Gebiete, wo die Nazis den vielen Landlosen eine Herrenrolle zugesichert hatten. Sie gewinnt endlich einen Hof – aber auf geraubter Erde -, und sie wird mit ihrer Menschenwürde bezahlen müssen.“ Gertrud gerät in schwere persönliche Auseinandersetzungen; viele Entscheidungen werden ihr abverlangt, bis sie schließlich ihre Kinder in eine gute, anständige Welt entlassen kann.“





    Dieser Film wurde im DDR-Fernsehen 1963 zum ersten Mal gesendet. Bei uns in der Alt-BRD war dieser Film verboten.

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