Der Freiheitskampf des spanischen Volkes und die Weltkriegspläne der Nazis

no-pasaranAm 26. April 1937 vernichteten deutsche Bomberpiloten der „Legion Condor“ die friedliche Stadt Guernica. Dies war der erste Auslandseinsatz der neuen Nazi-Luftwaffe. Mit diesem Kriegsverbrechen unterstützten die Nazis, gemeinsam mit den USA und Trotzkisten, das faschistische Franco-Regime im Kampf gegen die Spanische Republik. Bis heute konnte nicht geklärt werden, wieviele Flugzeuge an diesem Angriff beteiligt und wieviele Opfer zu beklagen waren. Die Kriegsvorbereitungen der deutschen Faschisten liefen auf Hochtouren. Sowohl in Spanien als auch in der BRD wird dieser verbrecherische Luftangriff bis heute verdrängt und vertuscht.

Nach dem Verrat der Westmächte an der spanischen Republik, kamen dem Franco-Regime im gegnerischen Hinterland die ‚fünfte Kolonne‘ zu Hilfe. (Der Begriff wurde übrigens im spanischen Freiheitskampf 1936/39  während des Angriffs der Franco-Truppen auf Madrid geprägt. Er bezeichnete die innerhalb der spanische Hauptstadt gegen die Republik wirkende (fünfte) Kolonne, die für die aus allen Richtungen vorrückenden 4 Kolonnen der Faschisten durch subversive Tätigkeit Vorarbeit leistete.) 


Die faschistische Intervention in Spanien

Der Wahlerfolg der spanischen Volksfront im Februar 1936 war ein schwerer Schlag gegen die Pläne der spanischen Reaktion, auf legale Weise die Macht erobern zu können. Deshalb wurde ein faschistischer Mili­tärputsch gegen das spanische Volk organisiert. Er begann am 18. Juli 1936 und wurde von Francisco Franco geleitet.

Eine revolutionäre Situation

Geführt von der Kommunistischen Partei Spa­niens und anderen Parteien der Volksfront, er­hoben sich die Volksmassen unter der Losung „No pasaran“ („Sie kommen nicht durch“) zur Verteidigung der Demokratie und schlugen ersten Angriffe der Faschisten zurück. Durch Sturm auf Kasernen bewaffneten sich die Arbeiter. Die spanischen Matrosen verhafteten die reaktionären Offiziere und sicherten so einen großen Teil der spanischen Kriegsflotte für republikanische Spanien. Nach kurzer brachte die Volksfrontregierung die Franco-Putschisten an den Rand der Niederlage.

Der Kampf der Faschisten um Rohstoffquellen

Davor bewahrte sie jedoch die militärische und wirtschaftliche Hilfe des deutschen und italienischen Faschismus. Von 1936 bis 1939 kämpften etwa 50.000 deutsche und 300.000 italienische Soldaten und Offiziere, ausgerüstet mit großen Mengen modernsten Kriegsmaterials, an der Seite der spanischen Faschisten. Ein faschistisches Spanien sollte Hitler ein zuverlässiger Verbündeter im Rücken Volksfrontfrankreichs sein und ihm günstige strategische Ausgangspositionen schaffen. Zugleich wurden durch diese Intervention die Kapitalanlagen, insbesondere die Rohstoffquellen der IG Farben, der Elektrokonzerne Siemens und AEG, des Krupp-Konzerns sowie der Deutschen und Dresdner Bank in Spanien gesichert.

Probe für den Raubkrieg des deutschen Imperialismus

Durch diesen Krieg war es den deutschen Militaristen ferner möglich, die neu entwickeltenr Waffen und Kriegsgeräte zu erproben. Daß dabei Zehntausende unschuldiger Menschen ihr Leben lassen mußten, interessierte sie nur insofern, als daran die Wirksamkeit der neuen Waffen gemessen werden konnte. Jedes dieser Teil­ziele, das die deutschen Faschisten in Spanien verfolgten, diente so der umfassenden Vorbereitung eines faschistischen Raubkrieges.

Die spanische Volksfront im erbitterten Kampf

Die reaktionärsten imperialistischen Kräfte in Frankreich und Großbritannien verfolgten mit Unbehagen die Erfolge der Volksfront in Spanien. Unter dem Druck ihrer Völker waren sie jedoch nicht in der Lage, die Franco-Putschisten offen zu unterstützen. Sie verfielen deshalb auf das demagogische Manöver einer Politik der Nichteinmischung.
Unter dem Vorwand der „Nichteinmischung“ verhinderten Frankreich und England die Liferungen von Waffen, Lebensmitteln usw. an das republikanische Spanien.

UdSSR unterstützt den spanischen Freiheitskampf

Nur der erste sozialistische Friedensstaat, die Sowjetunion, vertrat von Beginn an die Interessen des spanischen Volkes. Die UdSSR entlarvte die faschistische Intervention und erklärte am 23. Oktober 1936, daß sie sich nicht mehr an die Vereinbarungen über die Nichteinmischung gebunden fühle, wenn andere Staaten wie Deutschland und Italien ihre Unterstützung der spanischen Faschisten fortsetzen. In kurzer Zeit sammelten die Völker der Sowjetunion 59 Mil­lionen Rubel, zu denen die Regierung noch einen Kredit von 85 Millionen Rubel für die spanische Republik hinzugab.

Solidarische Hilfe aus aller Welt

Überall in der Welt entwickelte sich die solidari­sche Hilfe für das revolutionäre Spanien. Sie reichte von der Beschaffung von Waffen, Nah­rungsmitteln und Kleidung bis zur Bildung von Freiwilligeneinheiten. Etwa 30.000 Antifaschisten aller Parteien und Richtungen, ihnen voran die Kommunisten, kamen der spanischen Repu­blik aus 53 Ländern zu Hilfe. Unter ihnen auch Ernest Hemingway. Aus den Reihen dieser ­Kämpfer formierten sich die Internationale Brigaden. Die antifaschistischen Freiwilligen gaben ein leuchtendes Beispiel für den prole­tarischen Internationalismus.

…deutsche Kommunisten helfen dem spanischen Volk 

In dieser breiten internationalen Front der Solidarität nahmen deutsche Antifaschisten einen ehrenvollen Platz ein. Mit einem Appell des Zentralkomitees der KPD vom 7. August 1936 an alle militärisch ausgebildeten deutschen Antifaschisten wurde dazu aufgerufen, dem spani­schen Volk jede Hilfe zu erweisen und sich der spanischen Volksfront als Soldaten zur Verfü­gung zu stellen.

Die diesem Appell folgenden deutschen Antifaschisten schlossen sich in den Bataillonen Etkar Andre, Hans Beimler, Ernst Thälmann und weiteren Einheiten zusammen. Bei der Verteidigung von Madrid und in anderen Schlachten erwarben sich diese Einheiten großen Ruhm. An ihrer Spitze kämpften hervorragende Kommu­nisten wie Artur Becker, Hans Beimler, Franz Dahlem, Kurt Hager, Heinz Hoffmann, Erwin Kramer, Heinrich Rau, Albert Schreiner, Ri­chard Staimer, Paul Verner und andere. Auch zahlreiche Geistesschaffende nahmen an diesen Kämpfen teil, so Willi Bredel, Ernst Busch, Hans Marchwitza, Ludwig Renn, Bodo Uhse und Erich Weinert. Von 1936 bis 1939 vertei­digten etwa 5.000 deutsche Antifaschisten an der Seite des spanischen Volkes die Unabhängigkeit Spaniens und zugleich damit die nationalen Le­bensinteressen des deutschen Volkes. 3.000 von ihnen gaben für diese hohen Ziele ihr Leben.

Spanienkarte_1939

Die antifaschistische Aktionseinheit

Der Kampf deutscher Antifaschisten in Spanien, in dem Kommunisten, Sozialdemokraten und andere Antifaschisten zusammengeschmiedet wurden, belebte auch die Anstrengungen im Ringen um die Einheits- und Volksfront in Deutschland. So verbreiteten Antifaschisten die Wahrheit über die faschistische Intervention in Spanien. In eini­gen Betrieben wurden unter den Arbeitern Soli­daritätsspenden gesammelt. Deutsche Hafen­arbeiter und Matrosen spielten bei der Über­mittlung des Geldes und von Informationen eine hervorragende Rolle.

Die militärische Niederlage des spanischen Volkes

Trotz des heldenhaften Kampfes erlag jedoch das republikanische Spanien schließlich der fa­schistischen Übermacht. Der Abwehrkampf des spanischen Volkes und der Internationalen Bri­gaden gegen die faschistische Aggression in den Jahren 1936 bis 1939 bleibt dennoch für immer ein Hohelied des antifaschistischen Kampfes und der internationalen proletarischen Solidari­tät.

  • Warum unterstützten die faschistischen Regierungen den Franco-Putsch in Spanien?
  • Werten Sie die Haltung der imperialistischen West­mächte während der militärischen Intervention der Fa­schisten in Spanien!
  • Warum war der antifaschistische Kampf in Spanien ein Musterbeispiel für die internationale proletarische Solidarität?

Die Internationalen Brigaden

Das waren antifaschistische internationale Freiwilligeneinheiten während des national-revolutionären Krieges des spanischen Volkes. Unmittelbar nach dem Beginn des Putsches der faschistischen Gene­räle gegen die spanische Republik appel­lierte die Kommunistische Partei Spaniens an die friedliebende Menschheit, der spa­nischen Volksfront Hilfe zu leisten. Überall in der Welt entstanden Hilfskomitees, die Geld, Nahrungsmittel, Kleider und Medika­mente sammelten. Höchster Ausdruck der Solidarität und des proletarischen Inter­nationalismus war die militärische Hilfelei­stung durch etwa 30.000 Freiwillige, die, einem Aufruf der Kommunistischen Internationale folgend, nach Spanien gingen, um für Demokratie, Freiheit und Frieden ihr Leben einzusetzen.

Proletarische Freiheitskämpfer aus 53 Ländern der Erde

Trotz aller Erschwernisse infolge der „Nichteinmischungspolitik“ der Westmächte kamen die Freiwilligen aus 53 Ländern. Sie gehörten allen sozialen Schichten, verschiedensten politi­schen Strömungen und religiösen Überzeugungen an.
Das ZK der Kommunisti­­schen Partei Deutschlands hatte am 7. Aug. 1936 an alle militärisch ausgebildeten dt. Antifaschisten in den Emigrationsländern den Appell zur Freiwilligenmeldung gerich­tet. 5.000 dt. Antifaschisten, Kommunisten, Sozialdemokraten, Christen, Parteilose – Ar­beiter, Intellektuelle und Schriftsteller –, folgten diesem Ruf.

Das Zentrum des Widerstands

Gleich zu Beginn des faschistischen Putsches hatten sich in Spanien lebende Ausländer zu Widerstandsgruppen vereinigt, so die Kolonne Roselli, die Gruppe Pariser Kommune, die Gruppe Thälmann. Im Aug. 1936 wurde in Barcelona die Centuria Thälmann gebildet, der die Gruppe Thälmann eingegliedert wurde; sie bestand ihre Feuerprobe bei der Vertei­digung von Tardienta und an anderen Kampforten im Aragon. Anfang Okt. 1936 wurde in Albacete ein Zentrum gebildet, das die anreisenden Freiwilligen zu Brigaden und Bataillonen formierte. Der Führung des Zentrums gehörten u. a. an: Hans Beimler, Franz Dahlem (ab Dez. 1936) [Franz Dahlem – Anm.s.unten], Luigi Longe (Luigi Gallo), Andre Marty und Giuseppe di Vittorio.

Aufbau eine spanischen Volksarmee

Die nach und nach gebildeten sechs Internationale Brigaden wurden Bestandteile der seit dem Okt. 1936 im Aufbau befindlichen regulären spanischen Volksarmee. Allen Internationalen Brigaden gehörten anfänglich wenige, später immer mehr Spa­nier an. Die Aufstellung der ersten Internationalen Brigaden war am 24. Okt. 1936 abgeschlossen; sie erhielt die offizielle Bezeichnung XI. Internationale Brigade. Ihr wurde die Centuria Thälmann eingegliedert. Die Brigade bewährte sich hervorragend seit ihrem ersten Einsatz am 8. Nov. 1936 zur Verteidigung von Madrid. Die Internationalen Brigaden er­fuhren anfänglich einige Umstellungen; im Apr. 1937 wurden sie nach Sprachgruppen reorganisiert.

Die einzelnen Gruppierungen

Die Bataillone der Internationalen Brigaden hatten sich nach großen Ereignissen oder bedeuten­den Helden des Freiheitskampfes benannt und sich damit der revolutionären Tradition verpflichtet. 1938 war der Bestand der Internationalen Brigaden folgender:

  • XI. Internationale Brigade (dt.-österreichisch): Ba­taillone Ernst Thälmann, Edgar Andre, Hans Beimler, 12. Februar;
  • XII. Internationale Brigade (italienisch): Bataillone Giuseppe Garibaldi, Andre Marty ,
  • XIII. Internationale Brigade (polnisch-ungarisch) : Ba­taillone Jaroslaw Dombrowski, Adam Mickiewicz, Matyas Rakosi, Palafox;
  • XIV. Internationale Brigade (französisch-belgisch) : Bataillone Com­mune de Paris, Henri Vuillernin, Pierre Brachet, 6. Februar;
  • XV. Internationale Brigade (englisch­amerikanisch) : Bataillone Abraham Lincoln, George Washington, Mackenzie-Papineau;
  • 129. Internationale Brigade (jugoslawisch-bulgarisch-tsche­chisch-rumänisch-albanisch): Bataillone Ge­orgi Dimitroff, Djure Djakovic, Tomas Ma­saryk.

Zum Aufbau eines Bataillons gehör­ten: Artilleriebatterie, Panzerabwehrbatte­rie, Pionierkompanie, Nachrichtenkompanie, Transportkompanie, Sanitätskompanie, Ka­valleriezug; auch diese Einheiten ga­ben sich verpflichtende Namen. Inter­nationale Freiwillige kämpften auch in anderen Truppenteilen der spanischen Volksarmee, in Panzer-, Flieger-, Ar­tillerie-, Kavallerie- und Partisaneneinhei­ten. Sie versahen im Sanitätswesen, in dem Ärzte und Schwestern aus vielen Ländern arbeiteten, sowie in der Kriegsindustrie ihren Dienst.

Die sowjetischen Freiwilligen hatten keine eigene Formation, sondern waren wie R.J. Malinowski, K.A. Mereo­kow, N.N. Woronow als Berater in den verschiedensten Formationen, als Flieger in spanischen Kampfverbänden oder als Spe­zialisten in der Kriegsindustrie eingesetzt.

Bewährung im Kampf

Die Internationalen Brigaden bewährten sich in allen Kämpfen, so bei der Verteidigung Madrids, am Ja­rama, in den Schlachten von Guadalajara, Brunete, Belchite, Teruel, im Aragon und am Ebro. Ihr hoher Kampfwert beruhte auf politisch-ideologischer Klarheit, militärischer Meisterschaft, eiserner Disziplin und stän­diger Erhöhung des Ausbildungsstandes aller Kämpfer. Hohe Verluste konnten ihre Kampfmoral nicht brechen; von den dt. Freiwilligen ließen etwa 3.000 ihr Leben, unter ihnen Beimler und Artur Becker. Den dt. Interbrigadisten war der Kampf gegen Francisco Franco, Adolf Hitler und Benito Mussolini (deutsch-italienische Interven­tion in Spanien) nicht nur ein Gebot des pro­letarischen Internationalismus, sondern auch eine nationale Pflicht.

Die Aktionseinheit der deutschen Interbrigadisten

Die dt. kommunisti­schen, die sozialdemokratischen und partei­losen Interbrigadisten schufen auf spanischer Erde die Einheitsfront (Aktionseinheit). Sie verwirklichten die Beschlüsse der Brüsseler Parteikonferenz der KPD und schrieben, inspiriert auch von der spanischen Einheits- und Volksfront, ein ehrenvolles Blatt der Geschichte der dt. Arbeiterklasse und des dt. Volkes. Sie waren Repräsentan­ten des wahren Dtschl. In den Reihen der Kommandeure und Stabschefs kämpften die Deutschen Hans Kahle, Heinrich Rau, Lud­wig Renn, Albert Schreiner, Richard Staimer, Manfred Stern, Gustav Ssinda und Wilhelm Zaisser (bekannt als General Gomez) [W. Zaisser – Anm. s.unten]; Polit­kommissare waren Becker, Willi Bredel, Arthur Dorf, Heinz Hoffmann, Otto Kühne, Ewald Munschke, Richard Stahlmann, Karl Thoma (bekannt als Ernst Blank) und zahl­reiche andere.

Funktionäre der KPD in spanischen Freiheitskampf

Dem Ruf des ZK der KPD nach Unterstützung des bewaffneten Frei­heitskampfes des spanischen Volkes folgten bewährte Mitgl. und Funktionäre der Partei, u. a. Wilhelm Bahnik, Fritz Dickel, Richard Gladetoitr, Erich Glückauf, Gustav Gundelach, Kurt Hager, Erich Hoffmann, Albert Hößler, Franz Klamm, Erwin Kramer, Bruno Kühn, Erich Mielke, Alfred Neu­mann, Fritz Reitmann, Hermann Schuldt, Louis Schuster, Walter Seblmann, Georg Stibi, Erwin Strohmeier, Herbert Tschäpe, Paul Verner, Christian Wolf. Gegen den Willen des sozialdemokratischen Emigra­tionsvorstandes nahmen Sozialdemokraten wie Paul Bergemann, Ernst Braun, Kurt Braun, Kurt Bröttinger, Hermann Drumm, Paul Feller, Kurt Garbarini, Otto Jürgen­sen, Hans Martens, Franz Schneider, Her­bert Seifert u. a. am Kampf der Interbrigaden teil.

Deutsche Künstler im spanischen Freiheitskampf

Auch Vertreter der fortschrittlichen dt. Intelligenz beteiligten sich am Freiheits­kampf des spanischen Volkes, neben Bredel und Renn u. a. Ernst Busch, Eduard Clau­dius, Egon Erwin Kisch, Hans Marchwitza, Bodo Uhse und Erich Weinert. Heinrich Mann verfaßte mehrere Aufrufe an die fa­schistischen dt. Soldaten in Spanien. Wäh­rend der Kampfpausen bewährten sich die Interbrigadisten hinter der Front als Helfer der Bauern; sie reparierten Straßen und Brücken, richteten Kinderheime ein und halfen bei der Bekämpfung des Analphabe­tentums.

Eine Demobilisierung während der Schlacht…

Beim spanischen Volk genossen die internationalen Freiwilligen hohe Vereh­rung. Am 23. Sept. 1938, mitten in der Ebroschlacht, wurden die Internationalen Brigaden aus dem Kampf gezogen, weil die Volksfrontregie­rung meinte, der Völkerbund werde die Zurückziehung der faschistischen dt. und italienischen Formationen erzwingen. Am 14. Okt. wurden die Interbrigadisten in Barcelona feierlich verabschiedet und unter Kontrolle einer Völkerbundkommission re­patriiert. Dt., österreichische u. a. Interbri­gadisten, die nicht in ihre Heimatländer zu­rückkehren konnten, blieben in Demobili­sierungslagern in Katalonien. Sie wurden im Jan. 1939 nochmals im Kampf eingesetzt, weil die dt. und italienischen Interventen ihre Verbände nicht nur nicht zurückzogen, sondern noch verstärkten. Nach dem Fall Kataloniens wurden die auf französisches Gebiet übergetretenen Interbrigadisten in Konzentrationslager geworfen.

Spanienkämpfer während des 2. Weltkriegs

Während des zweiten Weltkrieges bewährten sich die ehem. Spanienkämpfer im antifaschistischen Wider­standskampf in Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Skandinavien, Polen, der Tschechoslowakei, Ungarn, auf dem Balkan und im illegalen Kampf in Dtschl. Dt. Spa­nienkämpfer, denen es gelang, auf gefahr­vollen Wegen in die Sowjetunion zu ent­kommen, beteiligten sich am Kampf gegen die Hitlerarmee; mehrere sprangen mit dem Fallschirm über dt. Gebiet ab und beteiligten sich am antifaschistischen Widerstand.

Nach dem Ende des Krieges

Nach dem zweiten Weltkrieg erwarben sich die ehem. Interbrigadisten in den sozialistischen Ländern in verantwortlichen Funktionen große Verdienste beim sozialistischen Aufbau, und in allen Ländern der Erde standen sie in vorderster Reihe im Kampf um den Weltfrieden. Die dt. Freiwilligen legten in Spanien den Keim der Nationalen Volksarmee der DDR, die im Bündnis mit den Armeen der Staaten des Warschauer Vertrages die Deutsche Demokratische Republik schützte.

Quelle: Sachwörterbuch der Geschichte (2 Bde.), Dietz Verlag Berlin, 1969, Bd.1, S.845-848.

Anmerkungen:

  • Franz Dahlem wurdes päter zum verrater an der Sache das Proletariats, indem er dem CIA-Agenten Noel Field geheime Informationen weitergab.
  • Wilhelm Zaisser war in der DDR zunächst Minister frü Staatssicherheit, gehörte aber dann einer parteifeinmdlichen Verschwörergruppe an.

Der Beginn der faschistischen Aggressionen gegen die Völker Europas. Die drohende Gefahr eines zweiten Weltkrieges

In der zweiten Hälfte des Jahres 1937 wurde die kapitalistische Welt erneut von einer Wirtschaftskrise erfaßt. Allein das faschistische Deutschland, Italien und Japan vermochten die­ser Krise durch ihre gewaltige Rüstung zunächst zu entgehen. Die Wirtschaftskrise verschärfte erneut die imperialistischen Widersprüche; der Kampf um den Weltmarkt, um Rohstoffquellen und Einflußsphären spitzte sich zu.

Erneute deutsche Eroberungpläne

Unter diesen Bedingungen verstärkten die reak­tionärsten Kräfte des deutschen Monopolkapitals die Kriegsvorbereitung. Dabei richtete sich die gesamte militär-strategische Planung des Hitlerregimes auf die Entfesselung eines Blitz­krieges. Die Blitzkriegkonzeption war, ähnlich wie im ersten Weltkrieg, der Versuch des deut­schen Militarismus, die für einen längeren Krieg ungenügenden materiellen und personellen Re­serven auszugleichen.

HitlersPlan

pdfimage Georgi Dimitroff – Spanien 1937

Siehe auch:
Die Schwierigkeiten des spanischen Freiheitskampfes
Erich Weinert: Über den spanischen Befreiungskampf
Picasso: Guernica
Spanien 1939: Ein wahre Begebenheit…
Die Sowjetunion half dem tapferen spanischen Volk
Das Wesen des Trotzkismus
Die finsteren Gestalten im Donbass

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