Thüringen (BRD): Der Trick mit dem Kandidaten. Rechtsextreme Partei bringt 5%-Kandidaten in Ministerpräsidentenamt.

 

pobeda

— Zur Erinnerung! —

(German Foreign Policy – Eigener Bericht) – Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik verdankt der Ministerpräsident eines deutschen Bundeslandes sein Amt einer Partei der extremen Rechten. Der neue Ministerpräsident Thüringens, Thomas Kemmerich (FDP), hätte ohne die Stimmen der AfD bei seiner Wahl am gestrigen Mittwoch keine Mehrheit erhalten. Bleibt er im Amt, wird er nach Lage der Dinge auch nur mit Unterstützung der AfD regieren können. Zu den Positionen der AfD gehören neben rassistischen, antisemitischen und völkisch-nationalistischen Haltungen auch militaristische Anschauungen. So heißt es in der Parteiprogrammatik, die Bundeswehr sei durch „geistig-moralische Reform“ wieder auf „deutsche Werte“ wie etwa „Ehre“ und „Treue“ zu verpflichten; zudem diene „das Traditionsbild der deutschen Streitkräfte … der Motivation jedes einzelnen Soldaten zum unerbittlichen Kampf im Gefecht“. Deutsche Militärs sind unter den Mitgliedern der Partei überdurchschnittlich stark vertreten. Der Durchbruch, der der AfD gestern gelungen ist, gilt auch einer besonders brutalen Variante der Außen- und Militärpolitik.

Weiterlesen:
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8179/

…und „rechtsextrem“ ist ja noch eine „milde“ Bezeichnung. Der Thüringer AfD-Boss ist ein Faschist. Und wer sich mit Faschisten einläßt, der bekommt in diesem Land, der BRD, auch noch eine hohe Prämie (vgl. Spiegel vom 6.2.2020): „Kemmerich hat Anrecht auf mehr als 90.000 Euro Bezüge“ …und wenn der Typ dann auch noch verlauten läßt, er wolle alles der Stiftung Aufarbeitung „DDR-Unrecht“ zugute kommen lassen, dann weiß man ja, was das für’n Kerl ist! … Und Vorsicht! Nicht alle in dieser AfD sind so dumm, ihre antidemokratische Meinung so heraushängen zu lassen, wie dieser Höcker. Die Nazis haben ja schon vor 1933 auch viel von ihrem nationalem „Sozialismus“ geredet, der nichts anderes war und  ist als Faschismus… und Faschismus und Kommunisten-Mord sind die zwei Seiten ein- und derselben Mümze!

Hier der Beweis:

schwarztwHerr Schwarz war Parlamentarischer Mitarbeiter der AfD im Landtag von Baden-Württemberg. Sein Chef? Professor Meuthen. Inzwischen studiert Herr Schwarz Jura…

Jörg Hubert Meuthen ist ein rechtspopulistischer* deutscher Politiker und Wirtschaftswissenschaftler. Seit Juli 2015 ist er einer von zwei Bundessprechern der AfD, seit Ende 2017 ist Meuthen Mitglied im EU-Parlament.  (*eine verharmlosende Bez. f. Faschist)

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43 Antworten zu Thüringen (BRD): Der Trick mit dem Kandidaten. Rechtsextreme Partei bringt 5%-Kandidaten in Ministerpräsidentenamt.

  1. vakanz13blog schreibt:

    Diese Entwicklung verwundert nicht. Wo Faschisten nach 1945 hofiert und in führende Ämter der BRD gewählt werden könnten, blieb kein Platz für Aufarbeitung.

  2. Johann Weber schreibt:

    Ich war nicht überrascht. Warum? Ich musste sofort an die erste Bundestagswahl 1949 denken. Wie bekannt wurde Adenauer mit einer minimalen Mehrheit von einer Stimme zum Kanzler gewählt.

    Und jetzt kommt es: Im ersten Bundeskabinett saßen zwei Vertreter der rechtsextremen Deutschen Partei (DP). Ich zitiere wikipedia: „Die Deutsche Partei (DP) war eine rechtsgerichtete politische Partei in Deutschland. Sie wurde 1945/1946 gegründet und erreichte ihre größte Bedeutung in den 1950er-Jahren. Damals war sie auch an der Bundesregierung beteiligt.“

    Die rechtsextreme Deutsche Partei (DP) hatte mit 939.934 Stimmen 17 Mandate errungen. Adenauer hatte überhaupt keine Skrupel sich von dieser rechtsextremen Partei zum Bundeskanzler wählen zu lassen und mit dieser Partei eine Regierung zu bilden. Als „Belohnung“ räumte er dieser Partei sogar 2 Ministerposten ein(Bundesminister für Verkehr, Hans-Christoph Seebohm und Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates, Heinrich Hellwege). – Gleich nach der Bundestagswahl war in der „Berliner Zeitung“ vom 16.8.1949 folgendes über diese Deutsche Partei (DP) zu Lesen.

    Geschlossener Rechtsblock?
    Wolfsburg (AP). Ein Sprecher der Deutschen Rechtspartei (DRP) erklärte, daß seine Partei beabsichtige, sich mit der Nationaldemokratischen Partei Hessens (NDP) und dem rechten Flügel der Deutschen Partei (DP) zusammenzuschließen. Der Sprecher sagte, die Deutsche Partei würde von der DRP noch durch ihre Bedenken gegen den „Deutschen Sozialismus der DRP getrennt.“

    Diese Deutsche Rechtspartei (DRP) hatte zusammen mit der Deutsch-Konservativen-Partei (DKV) 5 Bundestagsabgeordnete. – Hier ein Stimme aus der Ost-CDU-Zeitung „Neue Zeit“ vom 16.9.1949:

    DP fordert Einfluß
    Die Deutsche Partei veröffentlichte zur Wahl Adenauers eine Entschließung, in der es heißt: „Die Fraktion der DP hat Dr. Adenauer ihre Stimme gegeben, um die Bildung einer Regierung ohne SPD zu ermöglichen. Ihre Beteiligung an der Regierung wird jedoch von dem Regierungsprogramm und ferner davon abhängen, welchen Einfluß Herr Dr. Adenauer bereit ist, den Vertretern der Deutschen Partei in seinem Kabinett einzuräumen.“

    Ob sich die SPD-Abgeordneten im Bund und in den Bundesländern daran erinnern, dass der Zusammenschluss von Adenauer mit dieser rechtsextremen Partei, Deutsche Partei(DP)verhinderte, dass ihr Vorsitzende Dr. Schumacher nicht der erste Bundeskanzler in der Alt-BRD werden konnte?

    Noch eine Anmerkung: Diese rechtsextreme Partei, Deutsche Partei DP) hatte bei der Bundestagswahl 939.934 Stimmen erhalten. Es kamen 17 Abgeordnete in den Bundestag. Die KPD erreichte 1.361.706 Stimmen, aber nur 15 Abgeordnete erhielt die KPD. Sehen so demokratische Wahlen aus?

    • Noch eine Anmerkung: Diese rechtsextreme Partei, Deutsche Partei DP) hatte bei der Bundestagswahl 939.934 Stimmen erhalten. Es kamen 17 Abgeordnete in den Bundestag. Die KPD erreichte 1.361.706 Stimmen, aber nur 15 Abgeordnete erhielt die KPD. Sehen so demokratische Wahlen aus?

      In der BRD kommt es nicht zuerst auf die absoluten Stimmen an, sondern zunächst, wie viele Direktmandate eine Partei erhält; die Zweitstimme entscheidet dann über die restlichen Mandate.

      • Johann Weber schreibt:

        Jauhuchanam schreibt:
        „In der BRD kommt es nicht zuerst auf die absoluten Stimmen an, sondern zunächst, wie viele Direktmandate eine Partei erhält; die Zweitstimme entscheidet dann über die restlichen Mandate.“

        Ist zum Teil richtig, erklärt aber nicht die Benachteiligung der KPD bei der Bundestagswahl 1949.

        Im Wahlgesetz von 1949 stand unter § 10 Abs. 4 „Parteien, deren Gesamtstimmenzahl weniger als fünf vom Hundert der gültigen Stimmen im Lande beträgt, werden bei der Errechnung und Zuteilung der Mandate nach Absatz 1-3 nicht berücksichtigt.“
        Dies hatte zur Folge, dass die Stimmen für die KPD in 4 Bundesländern gestrichen wurden, weil sie unter 5% lagen. In Bayern erzielte die KPD 195.787 (4.1%), in Niedersachsen 104.017 (3.1%), in Schleswig-Holstein 43.770 (3.1%) und in Südbaden 22.754 Stimmen (3.8). Der KPD verlor durch diese Regelung, die übrigens nur 1949 zum Tragen kam, 366.328 Stimmen. Dies sind fast 28% ihrer Stimmen, die bei der Berechnung der Bundestagsmandate nicht mitgerechnet wurden.

        Bereits bei der Bundestagswahl 1953 wurde dieses Wahlgesetz geändert. Für die Berechnung der Mandate wurde die 5% Hürde auf alle Stimmen im gesamten Bundesgebiet festgelegt. Die herrschenden Parteien sahen in der KPD keine Gefahr mehr, der KPD-Verbotsantrag von Adenauer, mit Unterstützung von Schumacher (SPD) lief ja seit dem 23. November 1951. Kurz Zeit später verkündete Adenauer im Bundestag, es gibt keine Opposition mehr. Mit Opposition meinte er die KPD.

      • Tja, so werden die Wähler hier schon immer verhöhnt.
        im Lande versteht der Nicht-Jurist „in Deutschland“, die Lügner haben das dann als „Bundesland ausgelegt“.

        Und was ist die 5 %-Hürde anderes, als eine Demokratie zu verschneiden? bei der Millionen Stimmen „unter den Tisch fallen“!

  3. Johann Weber schreibt:

    Nachtrag:

    Ob die Linken, die SPD und die Grünen in Thüringen sich jetzt daran erinnern, dass sie in zwei Koalitionsvereinbarungen die DDR als „Unrechtsstaat“ festlegten. Es gib zwei Kriterien, an denen diese Parteien festmachen, dass die DDR ein „Unrechtsstaat“ gewesen sein soll. Ich zitiere aus dem 2. Koalitionsvertrag: „Weil durch unfreie Wahlen bereits die strukturelle demokratische Legitimation staatlichen Handelns fehlte,“

    Deshalb ein Blick in das DDR-Wahlgesetz: Im Wahlgesetz von 1949 in der DDR ist festgelegt, wer in der DDR nicht wahlberechtigt und nicht wählbar war.

    „§5 Nicht wahlberechtigt und nicht wählbar ist:
    1. wer als Kriegs- oder Naziverbrecher oder wegen eines Angriffes auf die politischen Grundlagen unserer antifaschistisch – demokratischen Ordnung unter Anklage steht oder verurteilt worden ist, soweit er nicht unter das Gesetz über den Erlaß von Sühnemaßnahmen und die Gewährung staatsbürgerlicher Rechte für ehemalige Mitglieder und Anhänger der Nazipartei und Offiziere der faschistischen Wehrmacht vom 11. November 1949 fällt.“

    Diese Regelung verhinderte, dass in der DDR Kriegs- und Naziverbrecher, Rechtsextreme, Parteien gründen konnten und somit keinen Einfluss in der Volkskammer hatten. Solange dieser Ausschluss in Kraft war, wurden die Wahlen als keine „freien Wahlen“ vom Westen diffamiert.

    Von der ersten „freien Wahl“ in der DDR wird von der Volkskammerwahl vom 18.3.1990 gesprochen. Warum, Nazi konnten zur Wahl antreten. Ergebnis: Die (rechtsextreme) DSU erreichte das viertbeste Ergebnis und zog in die Volkskammer ein. Diese DSU war Koalitionspartner der neuen DDR-Regierung. Fazit: Bei der Volkskammerwahl in der DDR waren Nazi- und Kriegsverbrecher und rechtsextreme von den Wahlen ausgeschlossen. Folge: „keine freien Wahlen“. Bei der ersten Bundestagswahl waren Nazi mit in der Adenauer-Regierung, 1/4 der Bundesabgeordneten waren Nazi. Folge: „freie Wahlen“.

  4. tommmm schreibt:

    Offensichtlich hat Ramelow schon bei der normalen Wahl nicht ausreichend Stimmen bekommen. Sonst wäre es ja gar nicht zu dieser Sitution gekommen.
    Er war ja nicht in der Opposition, sondern an der Regierung. Und er hat super Politik für die herrschende Klasse gemacht. Sogar das Maxhüttemuseum mußte in seiner Amtszeit schließen. (dafür ist dann in der „Realpolitik“ nie Geld)

    Ich denke, das Volk hat erkannt, das die linke Partei nur noch aus Demagogen besteht. (Ich meine damit die Parteiführung). In der realen Politik arbeiten sie grundsätzlich gegen die Interessen der Arbeiter. Wer hat denn die ganzen Wohnungen in Berlin privatsiert? Links ist nicht marxistisch, sondern opportunistisch.

    Kann es sein, dass es hier gewisse Anzeichen einer (geistigen) Vorbereitung einer Farbenrevolution gibt? Wer die Wahlen verliert, macht Demos, fällt über die Wähler her, tritt das Wahlergebnis mit den Füßen. Man wird langsam dran gewöhnt…..

    Oder mal ironisch: Ramelow hat für seine Realpolitik weniger Stimmen bekommen, als die FDP für ihre Versprechungen. 🙂 finde ich super, sonst werden die Karten nie aufgedeckt…..besonders die der „Demokraten“ die jetzt im Namen der Demokratie ein demokratisches Wahlergebnis nicht anerkennen wollen.

  5. giskoe schreibt:

    Rammelow = Wessi, Kemmerich = Wessi, Vogel = Wessi.
    Es wird solange „gewählt“, bis das Ergebnis passt. Wer das Ergebnis in Frage stellt, sollte zuallererst das Wahlsysten, das eine derartige Konstellation ermöglicht, analysieren und ablehnen! Ansonsten: Den Traditionen verpflichtet: NATO, NATO über alles. Über alles in der Welt…

  6. Johann Weber schreibt:

    Ramelow wollte sich von einer Minderheitskoalition zum Ministerpräsidenten wählen lassen.
    Die Linke hat 29 Mandate,
    die SPD hat 8 Mandate,
    Grüne haben 5 Mandate.
    Zusammen 42 Mandate.

    Die AfD hat 22 Mandate,
    die CDU hat 21 Mandate,
    die FDP hat 5 Mandate.
    Zusammen haben diese drei Parteien 48 Mandate.

    Bei dieser Konstellation musste auch ein Ramelow davon ausgehen, dass er keine Mehrheit bekommt. Auch wenn er sich noch so den konservativen Parteien anbiedert. Da kann er noch so oft, ich gebrauche seine Worte, von einem „Unrechtsstaat“ DDR schwadronieren, in den Augen der Konservativen ist er Kommunist.

    Ich erinnere nur, Ramelow schrieb 2014 in den Koalitionsvertrag, die DDR war ein „Unrechtsstaat“.

    4 Wochen vor der Landtagswahl in Thüringen zog er durch die Thüringer Lande und wollte mit seiner neuen „Erkenntnis“, die DDR war kein „Unrechtsstaat“ schnell noch Wählerstimmen bei Menschen holen, die zu ihrer DDR stehen.

    Ramelow, hatte wieder keine Skrupel nach der Landtagswahl 2019, diesmal in einer Minderheitsregierung, in den Koalitionsvertrag zu schreiben, die DDR war ein „Unrechtsstaat“.

    Solches Handeln wird als „freie Wahl“ bezeichnet.

    • sascha313 schreibt:

      Danke, Johann! Genau diese verlogene Taktiererei zwischen Rechtsstaat und „Unrechtsstaat“ DDR, diesen Vergleich Rammelows von „Stasi“ und Gestapo werden auch die Wähler ihm nie vergessen! Von wegen „Demokratie“! Dieser Staat und seine Beamten sind von Anfang bis Ende korrupt…

  7. Harry56 schreibt:

    Nun macht euch mal alle keine Sorgen um die „Demokratie“ in unserer Bonner-Berliner Republik. Unsere „Demokraten“ sorgen immer gut für alle übrigen „Demokraten“, keinerlei Sanktionen bei Arbeitsniederlegung, Arbeitsverweigerung, Terminversäumnissen, wie etwa bei den den faulen Arbeitslosen. Super!
    Hier: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/thueringen-thomas-kemmerich-hat-anrecht-auf-mehr-als-90-000-euro-bezuege-a-677561d3-0771-491c-85c9-44b4f0533ef9

    Wohl bekomm’s !

  8. Harry56 schreibt:

    Liebe Leute hier, zur Klarstellung, die AfDler sind keine „Faschisten“, die Linksparteiler sind keine „Nachfolger“ der „Mauermörder-Partei“.
    Fallt bitte nicht alle hier auf dieses miese billige bürgerliche, rein mediale Schmierentheater herein!!!

    Bei diesem neuesten Schmierentheater in Thüringen geht es keinesfalls um angebliche tiefe politische „Gegensätze“, die „Demokratie“, sondern um das weitere HERUMSCHMAROTZEN der bisherigen Abstauber, Koruptis an den lukrativen Staatsposten, die weitere „richtige“ Verteilung vieler öffentlicher Gelder (diverse Fonds) in die „richtigen“ Hälse!!!

    Beruhigende soz. Grüße!

    • Harry56 schreibt:

      (gelöscht! Admin.) – Harry, solche Beiträge brauchen wir hier nicht!

    • sascha313 schreibt:

      Hallo Harry, man nimmt ja immer an, die obersten „Häuptlinge“ einer Partei wären so, wie der Rest der Truppe. Doch das stimmte weder bei der SPD, noch bei sonstigen Vereinen.

      Aber da es weder bei der SPD unter Schumacher, und erst recht nicht bei der AfD unter dem Faschisten Höcker (so darf man ihn wohl jetzt nennen!) eine Palastrevolte gab, um rechtsextremistische Führer auszuschließen, muß man wohl davon ausgehen, daß die Mehrheit des Gefolges nicht nur Mitläufer, sondern sogar Sympathisanten sind. (siehe auch: Prof.Weißbecker: „Unterschiede zu 1930“)

      Allerdings gab es in keiner bürgerlichen Partei jemals demokratische Prinzipien, sondern nur „Gewissensentscheidungen“ und „Absprachen“ – wo kein Gewissen war…

      Der Fisch stinkt eben immer am Kopf zuerst!

  9. Johann Weber schreibt:

    Noch eine Ergänzung zum Hinweis von Jauhuchanam, er schreibt:
    „In der BRD kommt es nicht zuerst auf die absoluten Stimmen an, sondern zunächst, wie viele Direktmandate eine Partei erhält; die Zweitstimme entscheidet dann über die restlichen Mandate.“

    Es gibt die Zweitstimme erst seit der Bundestagswahl 1953. Bei der Bundestagwahl 1949, hier wurden der KPD die Stimmen „weggestrichen“, konnten die Wähler nur eine Partei wählen. Somit hat dieses „wegstreichen“ von 28% der Wählerstimmen für die KPD auch dazugeführt, dass Adenauer (wie gesagt, er wurde mit einer Stimme Mehrheit zum Bundeskanzler gewählt) Kanzler werden konnte. Wären diese fast 400.000 Stimmen für die KPD nicht „weggestrichen“ worden, die KPD hätte mehr Abgeordnete gehabt, die CDU und CSU weniger.
    Hier der Wahlschein für die Bundestagswahl 1949:
    https://www.hdg.de/lemo/bestand/objekt/druckgut-stimmzettel-erste-bundestagswahl.html

    An die Leser aus der DDR die Frage: Gab es bei den Volkskammerwahlen auch so ein „wegstreichen“ und konnten die Wähler in der DDR bei der ersten Volkskammerwahl 1950 auch nur eine Partei bzw. Organisation wählen? Über Antworten würde ich mich freuen.

  10. Rolf schreibt:

    Meine Meinung zu Thüringen: Es sind alles „menschenfeindliche“ Parteien des Kapitalismus, das wissen wir alle.

    Und nun zur Wahl im Landtag:
    Alle und da meine ich jeden Landtagsabgeordnetetn – sind Egoisten und nur auf ihren Vorteil bedacht. Von Volksvertretern keine Spur – im Westen weiß das jeder. Die Landtagswahl war für mich ein „erster Bundes-Test“ zur Frage „wie reagiert das Volk“ auf eine CDU (Regierungs-) -Unterstützung der AfD. Wir bedenken, nicht die AfD hat die CDU unterstützt … Die FDP spielt nur eine Benutzerrolle …
    Mal schauen wie sich die Ergebnisse des Test’s in Zukunft auswirken …

    Rolf

  11. Harry56 schreibt:

    „Harry, der Typ ist psychisch krank. “
    Hallo lieber Sascha, erst mal einen schönen Sonntag trotz dieser so abscheulichen BRD, in welcher wir leider leben müssen! Aber, ich denke , du hast recht, dieser Typ ist im Kopf krank, seine Videos , seine erbärmlichen endlosen Betteleien um Spenden….
    Allen Aufrechten hier soz. Grüße und einen hoffentlich guten Sonntag!

    • sascha313 schreibt:

      Nun kann man ja nicht jeden, der solch verwirrtes Zeugs redet, gleich als einen Irren abtun (auch Hitler war ja kein „Irrer“), doch ich denke, die solchen Mist glauben, haben auch nicht viel mehr im Kopf. Und das ist das Gefährliche: Sie tun, was man ihnen aufträgt!

      Wenn Rammelow nun behauptet, er sei „menschlich enttäuscht“ von Mohring oder Kemmerlich… sollen wir ihm das glauben???? Der hatte ’ne schöne Zeit – und fertig! Was danach kommt… (?) – nun hat das Wahlvolk ja offenbar eine unendliche Geduld, selber keinen Plan B und auch kein Interesse… Die Unterdrückungsmaschine funktioniert aber trotzdem; jedenfalls – der Ton wird rauher … und wenn dann die Schmerzgrenze erreicht ist, beginnen die Klassenkämpfe.

      • Helga schreibt:

        Hallo Sascha,
        ich bin hier in Erfurt geboren, aufgewachsen in der DDR, hatte eine behütete Kindheit; wenn ich jetzt all das hier, um ich herum erleben muß, könnte ich fast depressiv werden; aber meistens bin ich furchtbar wütend, das sich dieser westliche importierte Faschistenklüngel hier eingenistet hat, seine Jünger herangezogen hat und mein Land in Beschlag nimmt; aber es ist ja nicht nur die AfD, die anderen sind ja nicht besser, die AfD kläfft nur lauter.

        Das Programm der AfD unterscheidet sich kaum von dem der CDU, ich gehe davon aus, dass sich diese Parteien Schritt für Schritt nähern werden; die CDU weiß, das sie Stimmen verlieren wird, wenn sie hier nicht einlenken, das Zögern ist ja eh nur Show. Die Linke hatte ihre Chance, die haben sie von Anfang an vertan mit ihrer Anbiederei an CDU und Co., mit ihrem Einknicken, wenn es um die DDR ging und vielem anderen. Bei der letzen Landtagswahl konnte auch die KPD gewählt werden, die ich unterstützt hatte, aber die wird einfach totgeschwiegen. Was haben die mit unserem Thüringen vor, mein Sohn entdeckte diesen Artikel hier: Ich sende mal den Link:
        https://www.mdr.de/zeitreise/mustergau-thueringen-100.html?fbclid=IwAR3Wid7MMJOUCQmcWJGyWGJ6K764vd8xWIu5PxJfnufDtDgmkAt4E8nvhtM

        Machtergreifung in der Mitte Deutschlands. Der „Mustergau“ Thüringen im Nationalsozialismus. Der „Mustergau Thüringen“ war ein Experimentierfeld, auf dem erprobt wurde, wie die Bevölkerung gleichgeschaltet und das nationalsozialistische Gedankengut am besten umgesetzt werden konnte. Vieles von dem, was nach der Machtergreifung 1933 in ganz Deutschland geschehen würde, war zuvor in Thüringen erdacht und erprobt worden.
        Das baut nicht wirklich auf.
        Liebe Grüße
        Helga

      • sascha313 schreibt:

        Danke, liebe Helga. Du hast recht – das baut wirklich nicht auf. Allerdings muß man mit dieser Historienbeschreibung der bürgerlichen Massenmedien sehr vorsichtig sein. Klar ist, aus dieser „Ratlosigkeit“, die sich nach unten fortpflanzt, ist nicht leicht herauszufinden. Aber am allerwenigsten darf man sich von denen beeinflussen lassen, die dieses Chaos hier erzeugt haben, und die nun versuchen, daraus ihr Kapital zu schlagen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

        Das Geschichtsbild des MDR ist kein anderes als das, was die nazistische Rhetorik und Sichtweise hergibt, und was schon seit Adenauer an Lügenpropaganda im Westen verbreitet wurde. Die DDR mit ihrer Geschichtswissenschaft wird dabei komplett ausgeblendet, obwohl (oder gerade weil!) wir zum ersten Mal in der Geschichte mit wissenschaftlichen Methoden diese gesellschaftlichen Zusammenhänge untersucht und aufgeklärt haben.

        Und das nun dürfte den Herrschaften ganz und gar nicht gefallen, wenn man ihnen auf diese Weise hinter die Kulissen schaut. Die wollen doch nur, daß wir wie die blinden Hühner darauf vertrauen und sagen: „Die Politik ist nichts für kleine Leute!“ und „Die werden’s schon machen“ oder „Wir brauchen wieder einen starken Mann an der Spitze“… So haben sie’s nach 1945 in Westdeutschland gemacht und den Imperialismus wieder aufgebaut, und so machen sie’s nun auch mit uns…

        P.S. Lies mal – Kurt Gossweiler: 1933 war keine „Machtergreifung“

  12. Harry56 schreibt:

    Liebe Helga, lieber Sascha, lasst euch von diesem Schmierentheater um diese bürgerliche Lügen-Wahl, AfD etc… nicht irre machen! Der wahre Faschistenklüngel fiel 1990 in Gestalt von CDU/CSU/SPD/FDP und auch den „Grünen“ in die DDR ein, bemächtigte sich mit viel Geld sehr schnell aller politischen demokratischen Prozesse in der DDR.

    Vor einigen Jahren sagte einmal EGON BAHR (SPDler), er habe noch nie etwas so (wortwörtlich!) WIDERWÄRTIGES gesehen, wie diese angeblich „freien Wahlen“ zur Volkskammer der DDR vom 18.März 1990. … Und noch etwas, es war das Jahr 1987, Erich Honecker besuchte in diesem Jahr die BRD, rote Teppiche für den „Mauermörder“ in Bonn, Saarbrücken, München…, heute kaum noch vorstellbar.

    Zufällig, im gleichen Jahr, konnte ich in der damaligen, damals noch oft sehr lesenswerten FRANKFURTER RUNDSCHAU eine kleine Notiz lesen.
    Rudolf Augstein, Verleger, Gründer des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL, sagte dieser Notiz zufolge auf einer öffentlichen Veranstaltung in Hannover, das politische System der BRD sei so korrupt, dass ER sich eine innere Veränderung, von innen heraus, dieses korrupten politischen (Parteien)Systems der BRD NICHT vorstellen könne! Nochmals: 1987!!!

    Diese AfD ist weder besser noch schlechter als der ganze übrige Parteien-Müll dieser BRD! Die AfD ist ein künstlich geschaffener Wurmfortsatz der CDU/CSU, so wie die verlogene „Die Linke“ als Wurmfortsatz der SPD geschaffen wurde. In beiden Fällen geht es darum, unzufriedene Wähler weiterhin an dieses korrupte Parteiensystem (siehe Rudolf Augstein!) zu binden, Koalitionen im Interesse der wahren Herrschenden dieses Landes je nach Bedarf zu ermöglichen.

    Im heutigen Europa haben noch immer die amerikanischen Imperialisten das wirkliche Sagen, zusammen mit einigen sehr gewichtigen Verbündeten. Typen wie dieser Höcke und sein Berliner Gauleiter dürfen dazu ein wenig „patriotischen“ Mummenschanz beitragen, vor allem aber Frust und Ohnmacht (zum Teil übrigens völlig berechtigt!) von Teilen der Gesellschaft kanalisieren – ohne wirklich etwas zu bestimmen.

    Soz. Grüße an euch!

  13. Helga schreibt:

    Danke Sascha,
    natürlich weiß ich, dass die gängigen Medien manipulativ und zielgerichtet ihre Agenda verfolgen, Desinformation, Lügen und Geschichtsrevisionismus sind deren alltägliches Brot, auch der MDR macht hier keine Ausnahme. Allerdings sind eben Nachrichten wie diese, und wie ich festgestellt habe, wurden die auch flugs verbreitet, ein Schmankerl für diesen faschistischen Klüngel; die darauf folgenden Kommentare sprechen für sich: da ist von Stolz und Ehre, die die Thüringer noch zu schätzen wüßten (bezüglich der Wahlstimmen für die AfD) die Rede usw.

    Die Manipulation besteht darin, das Thüringen langsam insgesamt, aus dieser Sicht gesehen werden soll, und leider auch entsprechendes Klientel ins Land lockt; man fühlt sich immer sattelfester. Natürlich gibt es Menschen, die diese Entwicklung verabscheuen und ablehnen, aber es gibt eben keine Einigkeit, es gibt keine organisierte Arbeiterklasse,

    Es gibt nur ein paar zersplitterte Gruppen und Vereinigungen, in der jeder auf seiner Deutungshoheit besteht; na schaun wir mal… Es gibt für den 15.2. eine Aktion hier in Erfurt, … ein breites Bündnis für den 15. Februar um 13 Uhr auf dem Domplatz in Erfurt zu einer gemeinsamen Demonstration unter dem Motto „#Nichtmituns: Kein Pakt mit Faschist*innen – niemals und nirgendwo!“ auf. …

    Wir werden sehen, wer diesem Aufruf folgt; es ist nicht viel, was man als einzelner tun kann, aber wenn viele einzelne kommen, kann man sie nicht übersehen.
    Liebe Grüße
    Helga

    • tommmm schreibt:

      Helga,
      wenn ich „breites Bündnis“ höre, wird mir schlecht. Da wird von jeder Partei ein Hansel kommen, die korrupten Gewerkschaften werden vertreten sein, ein paar NGO´s usw. Bei Marx habe ich nichts von einem „breiten Bündnis“ mit solchem Klientel gelesen.

      Dass die AfD überhaupt so viele Stimmen bekommt, also die politische Reaktion der Bourgeoisie aggressiver wird, ist ja eigentlich ein gutes Zeichen. Das machen sie ja nur, wenn das Volk anders nicht mehr ruhig zu halten ist. Jetzt ist natürlich Aufklärung über den Klassenkampf wichtig, wie Sascha es hier betreibt.
      Vielleicht berichtest du über dieses Ereignis?

      • Harry56 schreibt:

        Was muss ich hier lesen? Ein „breites Bündnis“ gegen Höcke & Co. die fürchterliche AfD will in Erfurt aufmarschieren? Sind da auch die Hartz 4 – SPDler, die Hartz 4 – „Gewerkschaftler“ , gewerkschaftlichen Mitunterstützer von Leiharbeit, alle diese üblichen Typen, „Aktivisten“ von IG Metall und Ver.di? dabei, auch die gutmenschlichen Aktivisten der inzwischen berühmten TAFELN , „ehrbare“ Kirchenmänner in entsprechender Kostümierung,,,, arme „Omas gegen Rechts!“ ?
        Werden diese braven Leute auch gegen Leiharbeit, schäbigste Minirenten, gegen massenhafte Kriminalität ganz besonders seit 2015, gegen BW-Leoparden vor den Toren Sankt Petersburgs, gegen DEFENDER 2020 demonstrieren? Oder nur gegen den kleinen armseligen Höcke, FÜR den angeblich „Linken“ Ramelow?
        Ich glaube, bei diesem „breiten Bündnis“ am 15.Februar in Erfurt täte sogar noch der olle „Onkel Adi“ mitlatschen, weilte er noch unter uns, der mochte auch „breite Bündnisse“! 🙂 (siehe 1.Mai 1933!)

      • Helga schreibt:

        Hallo Tommmm und Harry,
        ich reagiere bei Aufrufen wie diesen, „breites Bündnis“, in der Regel auch immer skeptisch, der Aufruf ist dieser hier:
        https://www.unteilbar.org/nichtmituns/

        Allerdings hatte ich den Aufruf eben auf der Seite der KPD gelesen, und die würde ich dann schon unterstützen wollen.
        Es ist allerdings zu erwarten, dass hier eben auch wieder Gegenaktionen stattfinden, in diesem Fall, sollte es zu ungemütlich werden, werde ich mich allerdings nicht ins Scharmützel schmeißen, mit nunmehr 66 Jahren und einigen gesundheitlichen Kollateralschäden, bin ich dazu nicht mehr fit genug;
        Ich werde Euch berichten.
        Liebe Grüße
        Helga

  14. sascha313 schreibt:

    Wer die ökonomischen Hintergründe dieser Entwicklung verstehen will, der sollte sich die Mühe machen und den Artikel von Dr. Lutz Meier über die staatsmonopolistische „Marktwirtschaft der BRD“ durchlesen. Da konnte jeder, der es wissen wollte, begreifen, was in der „großen Politik“ geschah und warum das so war. Der Beitrag aus dem Buch „Imperialismus heute“ wurde interessanterweise schon 1996 in der DDR veröffentlicht! Vor allem deshalb wurde (und wird!) die DDR bekämpft!

  15. Helga schreibt:

    Hallo Sascha , Tomm und Harry,
    Kürzlich hatte ich mich entschlossen, dem Aufruf gegen Rechts von „unteilbar“ zu folgen.
    Ich bin Erfurterin und hatte ursprünglich vor diesen Aufruf, weil er eben auch auf der Seite der KPD bekanntgegeben wurde, zu unterstützen; ich werde es nicht tun, nicht weil die AFD mir plötzlich sympathisch wäre, nein, ist sie nicht, allerdings ebenso wie wie alle anderen Parteien nicht, ausgenommen die KPD, diese wird jedoch nicht mal bei den Organisatoren erwähnt; über die Scheinheiligkeit der genannten Teilnehmenden, wie die Linke, die Gewerkschaften etc. muß ich hier nichts sagen, das ist bekannt, allerdings, und das war letztlich ausschlaggebend für mich, beteiligt sich hier auch die sogenannte Linksjugend solid, und die Aktionen dieser Gruppe sind gleich bedeutend mit denen der sogenannten Antideutschen, das ist einfach nicht mehr zu leugnen; das Auftreten dieser angeblichen Linksjugend ist absolut das Gegenteil dessen, was ich mir unter links vorstelle und spielt allen rechts Gesinnten wie AFD und Co. zu. Damit wird diese AFD weder geschwächt noch wird sie verhindert, sondern sie wird davon noch mehr profitieren. Hier mal die Jüngste Aktion der Linksjugend: „Linksjugend: „Dresden, Deine Nazis haben es verdient“
    damit wird linke Politik untergraben und unglaubwürdig gemacht: https://deutsch.rt.com/inland/98020-linksjugend-dresden-deine-nazis-haben/

    Liebe Grüße
    Helga

    • tommmm schreibt:

      Helga,
      linke Politik kann man nicht mehr untergraben. Ich habe eine Weile gebraucht, um zu erkennen, das hier nur der Wille von ehrlichen Menschen mißbraucht wird.
      An der geringen Anzahl dieser „Breite-Bündnis-Demos“ sieht man aber, dass viele Menschen das mit der Zeit verstanden haben. Man sollte ja meinen, bei so einem breiten Bündnis sind die Straßen voll. Leider sind nur die Medien voll damit, vor allem mit Bildern aus der „Froschperspektive“, damit man das armselige Häufchen nicht sieht.
      Noch hat die Arbeiterklasse aber keine eigene marxistische Partei. Ob die KPD eine ist?
      Würde sie dann im „Breiten Bündnis“ mitmachen?
      Links ist weder in der BRD noch in Europa marxistisch, glaube ich. Es ist wohl sozialdemokratisch. Damit ist es auch ausreichend charakterisiert.

      • Helga schreibt:

        Hallo Tomm,
        ich denke schon, das die KPD, nicht zu verwechseln mit der DKP, eine marxistische Partei ist. Allerdings fehlt es ihr an der notwendigen Öffentlichkeit, obwohl sie sicher ihr möglichstes tun; das ist mit Sicherheit auch den finanziellen Möglichkeiten geschuldet, aber natürlich auch, dem überschaubaren Anteil an Mitgliedern. Es wäre notwendig, alle kommunistischen Parteien und Gruppierungen zu vereinen, aber dem stehen, denke ich, vor allem leider immer noch revisionistische Ansichten, z.B. über Stalin, aber auch über die DDR, in einigen dieser Gruppierungen, entgegen, und deren Bereitschaft sich genau über diesen Punkt zu einigen, ist derzeit nicht vorhanden; sie erkennen nicht, dass sie sich damit selber schaden.
        Nach nunmehr über 30 Jahren Manipulation in diesem System, ist es unendlich schwer die Menschen zu überzeugen und zu gewinnen, das Bildungsystem, oder besser Unbildungsystem, in diesem Staat, trägt natürlich hier erschwerend dazu bei, das ist bei der heranwachsenden Generation bereits deutlich zu spüren.
        Das alles ist reichlich bedrückend;

        Liebe Grüße
        Helga

      • Liebe Helga,

        ich weiß zwar, daß du mich — obwohl du mich gar nicht kennst — etwas gegen mich hast.
        Warum das so ist, kann ich mir nicht erklären. Du wirst dafür jedoch deine Gründe haben!

        Möglicherweise Bin Ich Dir einfach zu vorlaut!?

        Spätestens im Alter von DREI JAHREN — daran kann ich mich erinnern!!! — hatte ich bereits eine Depression und als ich sieben Jahre alt gewesen bin, habe ICH meinen ersten Selbstmord versucht, durchzuführen!

        Als ich fünf Jahre alt war, wurde mir von „Jesus“ erzählt und ich habe zwei Gebete erlernt:
        „Lieber Gott! Mach mich fromm, daß ich in den Himmel komm!“ UND
        „Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen, als Jesus allein“!

        Mit Sieben wurde ich getauft; mit 13 Jahren konfirmiert! und habe danach die Bibel in und auswendig erlernt — auch heute noch lese ich dieses Buch – wenn auch nur noch sporadisch! … Ich kann diese Sammlung von Geschichten — ohne daß ich Hebräisch oder Griechisch sprechen und nur kaum lesen kann — dennoch übersetzen!.

        Ich bin mit dem Papst Benedictus XVI., alias *Josef KARDINAL Ratzinger* seit dem 19. April 2005 befreundet>/i>!!!

        Dies hatte eine sonderbar und merkwürdige Bewandnis!

        Am 25. Februar 2005 wurde mir / uns von meiner dritten Frau das zweite Kind mit meiner dritten Frau geboren!

        Weil sich die Nabelschnur um seinen Hals gewickelt hatte, konnte er nicht normal zur Welt kommen! Bei seiner Geburt wäre er fast erstickt und hätte dadurch den Tod seine Mutter ausgelöst!

        Im Krankenhaus hat eine überaus erfahrene Hebamme die Situation SOFORT erfaßt und meiner Frau mit der Hand in ihren Körper gegriffen … und unseren Sohn von der Nabelschnur befreit, die sich doppelt um seinen Hals gewickelt hatte!

        Im Englischen heißt ‚Nabelschnur‘ = „Cord“ —> das heißt Nabelschnur oder ROBE!

        Meine Frau hat dies als „Robe“ interpretiert und unseren Sohn deshalb SOLOMON genannt

        Ich habe ihm den zweiten Namen BENEDICTUS „verpasst“!!!
        ICH WEIß nicht WARUM
        … aber da war so eine absurde Ahnung: „Der nächste Papst kommt aus Deutschland und wird sich Benedictus nennen“!!!
        _________________________

        Erst im Alter von 47 Jahren HABE ich erkannt,
        daß ich der ILLUSION der Religion aufgesessen BIN!

        und im April 2015 habe ich einen ‚demonstrierenden‘ Kommunisten auf einem Ostermarsch angesprochen … und bin schließlich ein Jahr lang zur Ortsgruppe der DKP gegangen!

        ERST nach einem Jahr haben MICH die Mitglieder der Ortsgruppe
        zum Mitglied der KPD GEWÄHLT!!!

        54 Jahre waren vergangen!

        SASCHA313!!! hat mir unendlich GEHOLFEN!!!

    • tommmm schreibt:

      Im vorigen Oktober bin ich in eine „Breite Kundgebung“ auf dem Anger geraten. Thema war die Solidarität mit der „kurdischen sozialistischen Frauerbewegung in Nordsyrien“. Eine Bühne mit Lautsprecher, und vielleicht 100 Frauen die Flyer verteilt haben. Ich kam mit zwei etwa 50-jährigen ins Gespräch, die extra aus Wolfsburg angreist waren. Das Bündnis war also so breit, das dessen Ruf bis nach Wolfsburg gedrungen ist und die beiden Damen sofort Solidarität gezeigt haben. Allerdings hatten sie ein Problem damit, mir ein Beispiel einer gelungenen Revolution unter Beteiligung der USA zu benennen.
      Ich habe sie anschließend noch einmal beim Shoppen gesehen……
      Also man kann schon etwas lernen, bei solchen Veranstaltungen. 🙂

    • sascha313 schreibt:

      Liebe Helga, sicher hast Du recht, wenn man sich das Parteienspektrum anschaut, daß förmlich nur die KPD infrage käme, wenn es darum geht, einen proletarischen Klassenstandpunkt zu vertreten. Doch nicht nur ich habe da große Vorbehalte (und diese Vorbehalte hatte auch schon der verstorbene Gen. Ackermann – kommunisten-online). Lies mal hier:
      Die KPD und ein paar kritische Anmerkungen
      Was die KPD noch nicht verstanden hat…

      und auch hier:
      Analyse zur Situation der linken Parteien in der BRD

      Ich bin persönlich (wie auch schon G.Ackermann), nachdem das hier öffentlich gemacht wurde, massiv von denen der KPD angegangen und beliedigt worden – z.B. von diesem St.Messerschmidt der mich als Trotzkist und Lügner beschimpft hat.

      • tommmm schreibt:

        Sascha,
        da bin ich ganz deiner Meinung. Ich denke, Helga wäre da auch drauf gekommen. Immerhin ist diese Partei legal. 🙂
        Im Prinzip muss die Arbeiterklasse irgendwann begreifen, dass es um ihre eigenen Interessen geht, den M L und den Genosssen (Stalin) studieren und ihre eigene Organisation bilden. Das kann man nicht von oben doktrinieren (wie diese seltsame Aufstehn-Bewegung) sondern es muss sich als einzig mögliche Lösung herauskristallisieren und dann erkannt um umgesetzt werden. Der Genosse schrieb: „Die Arbeiterklasse muss den ML studieren und sich zu eigen machen.“
        Dazu ist natürlich eine umfassende Bildung die Voraussetzung. Und dafür kann jeder einen Beitrag leisten.

      • Helga schreibt:

        Lieber Sascha,
        danke für Deine Antwort, wie immer sehr hilfreich und aufschlussreich; die Reaktion von der KPD, und vor allem, die schon giftigen Äußerungen dieses Messerschmidt, sind bezeichnend; es ist gut, dass Du auf derartige Entlarvungen hinweist, das war mir nicht bekannt, aber ich glaube, Du hast hier eine definitiv breitere Erfahrung, und ich bin froh, dass es jemand wie Dich gibt, und auch viele andere hier im Forum, die helfen, Licht ins Dunkel zu bringen und speziell in diesem kommunistischen Parteienspektrum, Klarheit darüber schaffen, wie deren Inhalt und Glaubwürdigkeit zu werten ist.
        An der Stelle möchte ich mich ganz herzlich für Deine Mühe bedanken, auch bei allen anderen, die hier unermüdlich ihre klugen Gedanken und Beiträge teilen.

        Liebe Grüße
        Helga

      • sascha313 schreibt:

        Danke, liebe Helga!

  16. Helga schreibt:

    Hallo jauhuchanam,
    ich verstehe nicht , wie Du darauf kommst, dass ich etwas gegen Dich haben soll? Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich je so etwas geschrieben haben soll, keinesfalls, aus welchem Grund denn? Kann es sein, dass Du mich mit jemand verwechselst? Jedenfalls kann ich Dir versichern, dass ich definitiv nichts gegen Dich habe.

    Auch ich bin sehr froh, dass Sascha diese Seite betreibt, es ist ein Fundus an Wissen, auch wenn ich hier nicht regelmäßig kommentiere, so gehört Saschas Seite definitiv zu meiner täglichen Lektüre, natürlich auch noch jede Menge andere Quellen, aber viele Fragen, die ich hatte , konnte ich hier nachschlagen und habe eine Antwort gefunden, auch die Verweise auf weitere Artikel, Autoren und auch Bücher sind unglaublich hilfreich.

    Es tut mir leid, wenn ich irgendetwas geschrieben haben sollte, wodurch du dich betroffen fühlst, aber glaub mir, deine Kommentare, wie auch die der anderen hier lese ich immer sehr gern und diese Kommentare sind eine Bereicherung, schon deshalb, weil man sich dann nicht allein fühlt mit seiner Einstellung, weil man weiß, da gibt es noch andere , und ich denke, das verbindet uns.
    Sei lieb gegrüßt
    Helga

  17. tommmm schreibt:

    @ Jauhuchanam,

    Ich erlaube mir jetzt nach 2 Jahren gemeinsamen Lesens mal etwas zu deiner Person zu schreiben. Und zwar aus folgendem Grund:

    „Liebe Helga,
    ich weiß zwar, daß du mich — obwohl du mich gar nicht kennst — etwas gegen mich hast….“

    Ich spreche im folgendem nur für mich und nicht für Helga. Ich habe persönlich nichts gegen dich, lese deine Kommentare jedoch sehr selten. Einmal hast du das Gespräch gesucht und ich habe nicht geantwortet. Das liegt darin begründet, dass du ständig die Schreibweise änderst, also Fett (wie früher die Merksätze) oder Kursiv oder mit gefühlten 20 Ausrufezeichen. Ein Ausruf ist ein Ausruf. Dafür gibt es keine Steigerungsform in der deutschen Sprache. Man fühlt sich dann angeschrieen!!!!! 🙂
    Vielleicht solltest du dich auch ab und zu etwas kürzer fassen. Die meisten sind doch so gebildet, dass sie dich auch ohne Urschleim verstehen und auch soweit am Thema interessiert, dass sie nachfragen wenn noch Unklarheiten bestehen. Das hat doch nichts mit „jemanden mögen“ zu tun.
    Ich denke es ist eher eine Frage der Umgangsform.
    Ich persönlich finde auch den Erhalt der deutschen Sprache sehr wichtig. Das ist eine zentraler Bestandteil unserer Kultur und damit auch unseres Selbstverständnisses. Ich muss da natürlich auch ständig an mir arbeiten.

    Das sind ein paar Gedanken, wie es vielleicht zu den Irritationen gekommen sein könnte. Ansonsten empfinde ich den Gedankenaustausch hier sehr angenehm.

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