Dresden 1945: Die Lektion des Grauens

Eine sehr gute und gründliche Recherche über neuere und vertrauenswürdige Quellen. Die Manipulation der Opferzahlen einerseits durch die Nazis selbst, andererseits durch die westlichen Alliierten, zeigen, daß der kalte Krieg gegen die (nicht mehr vorhandene) Sowjetunion und gegen jeglichen Antiimperialismus und Antikapitalismus noch längst nicht beendet ist. Heute versuchen die Machthaber der imperialistischen Staaten und ihre Lakaien, die Pseudo-Professoren und Lügen-„Historiker“, die Geschichte zu ihren Gunsten und zugunsten ihrer Brötchengeber, der Kapitalisten und Kriegsprofiteure, umzufälschen. Doch das wird ihnen nicht gelingen!

(Um die Kommentare zu lesen, bitte auf die Überschrift klicken!)

Das Treiben der Lämmer

Heute ist der 75. Jahrestag eines Kriegsverbrechens, dessen Brutalität und Unmenschlichkeit deutlich macht, dass die moralische Überlegenheit der Alliierten im zweiten Weltkrieg ein Trugbild ist (was heute auch für die US-geführte NATO gilt).

Die Rede ist natürlich von der massiven Bombardierung Dresdens, die am 13. Februar 1945, kurz nach 22 Uhr begann und hauptsächlich vom britischen „Air Ministry“ bzw. der Royal Air Force (RAF) zu verantworten ist, obwohl auch die USAF (amerikanische Luftwaffe) am 14. und  15. Februar das Massaker der Zivilbevölkerung tatkräftig unterstützt hat.

Der exzessive, großflächige Einsatz von tausenden Spreng- u. Brandbomben bzw. Luftminen, usw. zerstörte nicht nur eine der schönsten Städte Deutschlands (und Europas), sondern verwandelte das architektonische Juwel an der Elbe in eine wahre Feuerhölle. Die Schilderungen von Überlebenden, historische Aufzeichnungen sowie die erhaltenen Bilder sprechen für sich: Ein unvorstellbarer Albtraum, eine Inszenierung des Grauens, ja ein wahrhafter „Holocaust“  (griechischer Wortsinn: totale Verbrennung eines Opfers) hat…

Ursprünglichen Post anzeigen 4.015 weitere Wörter

Dieser Beitrag wurde unter Geschichte, Kapitalistische Wirklichkeit, Kriminelle Gewalt, Verbrechen des Kapitalismus veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu Dresden 1945: Die Lektion des Grauens

  1. giskoe schreibt:

    Wie man es dreht und wendet: Jedes Todesopfer des anglo-amerikansichen Verbrechens an Dresden ist eins zu viel. Wenn ich an die Erzählungen meiner Mutter denke, die diese Höllentage und -nächte in der Dresdner Neustadt in der Nieritzstraße miterlebt und überlebt hat, war die Stadt damals überfüllt, die Luftschutzkeller vollgestopft mit Einwohnern und Flüchtlingen. Und meine Oma hatte damals aus dem Wenigen Essen gekocht für viele: die eigenen drei Kinder und – an den großen Esstisch passten 12 Personen – es reichte immer für mehre. Das Entsetzen der Kinder, wenn sie aus dem Haus kamen, muß sehr groß gewesen sein ob der Ruinen und Toten, die nur notdürftig weggeräumt wurden, weil immer wieder die Sirenen Alarm gaben. Ob 25.000 oder 350.000 Tote: Dem MIK ist das egal, solange die Dividende stimmt.

    • sascha313 schreibt:

      giskoe, das mit der Dividende ist schon richtig, doch es geht hier nicht um „viel“ oder „wenig“ – es geht um ein Kriegsverbrechen, und es geht um die Schuldigen! Um nichts anderes. (Erinnere Dich an die Zerstörung der Kulturschätze Syriens durch die USA-gesteuerten Banditen!) Wie Du siehst, versucht man hier die Opferzahlen zur Entlastung der anglo-amerikanischen Kriegsverbrecher zu minimieren.

      Etwas ähnliches ist auch in Rußland festzustellen – da gibt es Geschichtsfälscher, die die Anzahl der im Großen Vaterländischen Krieg umgekommenen Sowjetsoldaten möglichst in die Höhe zu treiben versuchen, um letztlich Stalin zu beschuldigen, er habe sein Volk als „Kanonenfutter“ ins Feuer geschickt; so wie auch schon die Lüge verbreitet wurde, er habe die Rote Armee „enthauptet“, nachdem einige Verräter wie der Reichswehragent Tuchatschewski oder der Verräter Blücher hingerichtet worden waren.

      • giskoe schreibt:

        Daß es sich um ein Kriegsverbrechen handelt, habe ich nie bezweifelt. Und die Schuldigen waren von Anfang an bekannt!
        Als diese „Studie“ zu den Opferzahlen vorgestellt wurde, hatte ich mich schon empört, weil damit die „Schuld“ der Schuldigen kleingerechnet werden sollte.

  2. Johann Weber schreibt:

    Leider wieder viel zu lesen. Aber notwendig, um den „Geschichtsumschreibern“ Paroli bieten zu können. Entnommen aus dem Taschenbuch „Inferno Dresden“ von Walter Weidauer, Dietz-Verlag Berlin, 1987:

    Lügen und Legenden um eine verbrecherische Aktion
    Forderte die Sowjetunion den Angriff auf Dresden?

    Viele Jahre haben die westlichen Imperialisten die ge­meine Lüge verbreitet und verbreiten sie manchmal auch heute noch, daß Dresden »auf Wunsch der Russen« zer­stört worden sei. Schon 1948 erschienen in den USA in Zeitschriften und Zeitungen Berichte und sensationell aufgemachte Artikelserien, in denen das Märchen von der Schuld der Sowjetunion an der Bombardierung Dresdens aufgetischt wurde. In »Colliers Magazin« vom 31. Juli 1948 wird Churchill in Sachen Angriff auf Dresden sogar gewissermaßen als Opfer einer politischen Erpressung durch Stalin hingestellt. Millionen Amerikaner – und nicht nur Amerikaner – mögen das geglaubt haben und viel­leicht heute noch glauben, zumal einige Zeit später das­selbe Märchen, mit einem gewissen amtlichen Anstrich versehen, auch von offiziellen Stellen verbreitet wurde. Das USA-Außenministerium gab am 11. Februar 1953 die Erklärung ab, daß »die vernichtende Bombardierung Dresdens in Übereinstimmung mit den sowjetischen Forderungen, die Unterstützung ihrer Truppen durch Luft­streitkräfte zu verstärken, durchgeführt und mit den so­wjetischen Organen vorher abgesprochen wurde«

    Bei der Verbreitung dieser antikommunistischen Lüge sind bürgerliche Historiker und Journalisten der BRD und Westberlins mit am Werk. Zum Beispiel schrieb die West­berliner Zeitung »Der Tag« am 13. Februar 1955: »Aus Dokumenten, die nach dem Krieg veröffentlicht wurden (sie werden allerdings nicht angeführt- W. W.), geht ein­wandfrei hervor, daß die sowjetische Führung zur Unter­stützung ihrer Operationen die Bombardierung von Dres­den verlangte.« Noch 1965 schrieb die bundesdeutsche Zeitung »Christ und Welt« zum Terrorangriff auf Dresden: »Der Angriff erscheint als eine Gefälligkeit gegenüber Stalin.«

    Viele Seiten dieses Buches wären nötig, um all die ver­logenen Behauptungen der imperialistischen Presse auf­zuführen, die in vielen Variationen den alten, längst ein­deutig widerlegten Schwindel von »der Schuld der Rus­sen« erneut aufwärmen und verbreiten. Die Absichten sind allzu durchsichtig. Eine Beweisfüh­rung für diese antikommunistischen Verleumdungen ist selbstverständlich nicht möglich. Aber das Gegenteil läßt sich eindeutig beweisen.

    Von den großen kriegführenden Mächten, die im zwei­ten Weltkrieg über ein entsprechendes ökonomisches und militärisches Potential verfügten, hat allein die Sowjetunion abgelehnt, Bombenangriffe auf die Wohnvier­tel der Zivilbevölkerung zu führen; wenn sie nicht un­mittelbar in derKampfzone lagen. Sie lehnte die Terrori­sierung der Zivilbevölkerung nicht nur mit Worten ab, sondern hat sich auch in den schwersten Tagen des Krie­ges strikt danach verhalten. Es gibt kein Beispiel, daß die sowjetische Luftflotte großangelegte Flächenangriffe auf Städte und Dörfer im tiefen Hinterland geplant und aus­geführt hat, wie es sofort bei Beginn des Krieges die Hit­lerfaschisten und später die Engländer und die Amerika­ner taten. […]

    Ein in der BRD lebender Skribent, der solche Verleum­dungen verbreitet, ist ein gewisser Wolfgang Paul, einst­mals Nazi und Offizier der faschistischen Wehrmacht. Er lebt vom Schwindel über Dresden. Was schreibt er über diese in Jalta geführten Verhandlungen? Frech lügt er: »Der sowjetische General Antonow nennt die Städte Ber­lin, Dresden, Wien und Zagreb. Diese Städte sollen den Westmächten für Luftangriffe zur Verfügung stehen, aber dabei dürfen Industrieziele und Verkehrsverbindungen in der Umgebung von Berlin und Dresden nicht angegriffen werden.[…]

    Nach Erscheinen der ersten Auflage des Buches erhielt der Verfasser auf seine Bitte eine Zuschrift des damaligen Oberkommandierenden der 1. Ukrainischen Front, Mar­schall der Sowjetunion I. S. Konew, die alle Versuche endgültig zerschlägt, die Sowjetunion zum Schuldigen an dem Verbrechen, an Dresden zu stempeln. Wegen ihrer großen Bedeutung wird die Erklärung im Wortlaut wie­dergegeben:

    »Hochverehrter Genosse Weidauer!
    Ich habe mich mit Ihrem Brief bekannt gemacht. Ich halte es für meine Pflicht, zu der Bombardierung Dres­dens durch die anglo-amerikanischen Luftstreitkräfte am 13. und 14. Februar 1945 Stellung zu nehmen. Bekanntlich wurde im Ergebnis dieses Luftangriffs eine der ältesten und schönsten Städte Europas völlig zerstört. Es kamen über 35.000 Menschen um, und es wurden 35.470 Ge­bäude zerstört – darunter im zentralen Teil der Stadt Museen sowie Denkmäler der Architektur und der Ge­schichte.

    Da dieser barbarische Akt den Protest der fortschrittli­chen Kräfte in aller Welt hervorrief, versuchen die herrschenden Kreise der USA und Englands, die Schuld von dem kranken Kopf auf einen gesunden abzuwälzen. Am 11. Februar 1953 wurde vom State Department der USA eine Erklärung abgegeben, nach der angeblich die vernichtende Bombardierung Dresdens in Übereinstim­mung mit den sowjetischen Forderungen, die Unterstüt­zung ihrer Truppen durch Luftstreitkräfte zu verstärken, durchgeführt und mit den sowjetischen Organen vorher abgesprochen wurde. Auch bis zur heutigen Zeit dringt dann und wann diese verlogene Behauptung in die Presse der Westmächte. Dabei wurden niemals und nirgends Dokumente für den Beweis dieses Hirngespinstes an­geführt. Die Bombardierung Dresdens war nicht mit den sowjetischen Organen abgestimmt, und dem Generalstab der sowjetischen Armee war hierüber nichts bekannt. Diese Tatsache wird in unserer Literatur überzeugend aufgezeichnet.

    Ich war zu dieser Zeit Oberkommandierender der 1. Ukrainischen Front, die am weitesten in Richtung Dresden, vorgerückt war. Ich kann mit aller Verantwortung erklä­ren, daß die Bombardierung und die Zerstörung Dresdens im Februar 1945 keinerlei Beziehung zu den Aktionen der sowjetischen Truppen hatte. Die barbarische Zerstörung der Stadt bedeutete keinerlei Unterstützung für unsere Truppen auch in der späteren Zeit, als wir unmittelbar an den Stadtrand Dresdens vorrückten; denn Dresden war keine Festung, und in ihm gab es keine besonders wich­tigen industriellen oder militärischen Objekte oder ir­gendwie bedeutende faschistische Truppen. Die Stadt war zu dieser Zeit mit Flüchtlingen überfüllt. Dresden hatte folglich nicht die militärische, politische und ökono­mische Bedeutung, die seine Zerstörung erfordert hätte.
    Mit aufrichtiger Hochachtung I. Konew
    Marschall der Sowjetunion, 6. Juli 1965«“

    • sascha313 schreibt:

      Vielen Dank, Johann, für diesen ultimativ wichtigen Text. Wer diese Kenntnisse nicht hat, wer das alles nicht weiß, was hier in der DDR schon seit Anbeginn untersucht und akribisch aufgeklärt wurde, der ist der Lügenpropaganda, der heutigen massiven proamerikanischen und profaschistischen Geschichtsfälschung ausgesetzt.

      Eben das genau ist auch der Grund, warum noch heute massenhaft Bücher aus Privatbeständen, Antiquariaten und Buchbasaren gezielt aussortiert, eingesammelt und vernichtet werden! Die bürgerlichen, antisowjetischen, russenfeindlichen und antikommunistischern Geschichtsfälscher sind fieberhaft bemüht, solche Zeugnisse der historischen Wahrheit zu vernichten…

  3. Harry56 schreibt:

    Alle Jahre wieder, dieser Dresden – Zirkus, diese widerwärtige bürgerliche Heuchelei, abscheuliche Lügerei, schamlose Jongliererei mit Opferzahlen,diese im wahrsten Sinne des Wortes schamlose Verwurstung von Opfern eines imperialistischen Krieges zwecks Aufkochen rein tagespolitischer Süppchen für den heutigen Hausgebrauch!

    Sind wir doch ehrlich, welchen unserer heutigen bürgerlichen Zeitgenossen, abgesehen von den Nachfahren dieser Opfer, interessiert denn noch wirklich ein einziges der damaligen Opfer?
    Wo bleibt bei diesen heuchlerischen und verlogenen Herrschaften die Erinnerung an die zahllosen Opfer anderer deutscher, auch französischer (ab 1944!), italienischer Städte, die Erinnerung an die wohl 900 000 Opfer der Stadt Leningrad? Sind alle diese anderen Opfer eines barbarischen imperialistischen Krieges um Vorherrschaft in der Welt weniger einer Erinnerung wert?

    Weshalb mag sich heute, auch im Fall Dresden, niemand mehr der warnenden Worte der deutschen Kommunisten aus dem Jahre 1932 erinnern, welche damals vor einer Wahl des Reichspräsidenten in ganz Deutschland lauthals warnten: „Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler, wer Hiltler wählt, wählt Krieg ! “ ?
    Die Richtigkeit dieser Warnung hat später, im Jahre 1940, Hitler höchspersönlich bestätigt in einer Rede in den Berliner Borsig-Werken vor vielen tausend Beschäftigten, sogar mit Rundfunkübertragung in das In- und Ausland!

    Warum wird immer wieder unterschlagen, dass der Kampf der KPD um eine wirkliche antifaschistische Einheitsfront gegen den Nazismus mit allen Mitteln von der Sozialdemokratie und dem damaligen ADGB (Vorgänger des heutigen DGB) zielbewusst behindert und verhindert wurde, diese arbeiterverräterischen und pro-kapitalistischen Vereine sogar nach Beginn von Hitlers Kanzlerschaft ihm als neuen Reichskanzler sogar immer wieder Zusammenarbeit anboten?

    Warum wird von allen diesen Heuchlern und Lügnern unterschlagen, dass auf den Parteitagen der KPDSU in den Jahren 1934 und März 1939 (siehe J.W.Stalin, Fragen des Leninismus) vor dem kommenden (inner)imperialistischen Krieg gewarnt wurde, und zwar bei voller Benennung der wahren Verantwortlichen in Tokio, Berlin, London, Paris, Rom und Washington?
    Endlose Zahlen-Akrobatik eines einzelnen herausgehobenen Kriegsverbrechens bei Unterschlagung aller dafür Verantwortlichen, soll das objektive Geschichtsforschung sein, oder doch nur eine geschickte Ablenkung von den heutigen Opfern und vor allem Anstiftern endloser neuer imperialistischer Kriege seit 1945?

    Wie viele Menschen damals in Dresden auch immer militärisch völlig sinnlos aufgrund einer absolut verbrecherischen Kriegsführung (siehe Haager Landkriegsordnung von 1908!) sterben mussten, die einzige vernünftige Schlußfolgerung daraus kann nur sein, alles dafür zu tun, um allen, also den heutigen tagtäglichen imperialistischen Kriegen ein endgültiges Ende zu setzen, den heute dafür Verantwortlichen das Handwerk zu legen.

  4. Johann Weber schreibt:

    Im „Neuen Deutschland“ vom 15. Februar 1950 fand ich folgenden Leserbrief:

    Sind Menschen militärische Ziele?
     Ich habe weder die Zelt noch das Geld übrig, um eine Westzeitung zu lesen. Man kann beides nützlicher anwenden. Heute hatte mein Nachbar in der S-Bahn seine liegengelassen, und mein Blick fiel auf einen Artikel „Zum fünften Jahrestag der Vernichtung Dresdens“. In Dresden ist vor fünf Jahren meine beste Freundin mit ihrem dreijährigen Jungen verbrannt — zwei von den 45.000, die damals umkamen. Ich las in dem Zeitungsartikel, „die englisch-amerikanischen Luftangriffe seien vom sowjetischen Hauptquartier zweimal zur Unterstützung der russischen Offensive angefordert worden“, und vor Empörung traten mir die Tränen in die Augen. Das war die Unterstützung der russischen Offensive, dieser Massenmord an wehrlosen Frauen und Kindern!

    Welche Hilfe für die sowjetischen Truppen bedeutete die Zerstörung der herrlichen Bauten des Zwingers, der Arbeiterwohnungen? Da hätte man andere Ziele bombardieren müssen, Eisenbahnanlagen, Rüstungszentren, militärische Ziele, Munitionsdepots. Die blieben aber zum größten Teil ganz wie jeder Dresdner weiß.

    Es ist zu gemein, wie diese Zeitungen lügen oder die Lügen der Amerikaner und Engländer nachdrucken. Der Krieg war damals so gut wie entschieden, sein Ende konnte damit auch nicht beschleunigt werden, daß Tausende von Dresdnern und Tausende von Flüchtlingen, die in Dresden obdachlos hausten, erstickten, verbrannten, ertranken. Und daß die sowjetische Heeresführung niemals verlangt haben konnte diese wehrlosen Menschen durch Luftangriffe so grausig ums Leben zu bringen, darüber kann auch aus folgendem Grund gar kein Zweifel bestehen: Sie selbst haben diese Methode doch niemals während des Krieges angewandt, die Amerikaner dagegen haben überall in erster Linie Wohnviertel, Insbesondere Arbeiterviertel, bombardiert, man braucht ja heute nur mit offenen Augen durch Berlin, Frankfurt am Main oder Hamburg zu gehen. Um die großen militärischen Einrichtungen und die Kriegsindustrie haben sie bekanntlich immer einen großen Bogen, gemacht.

    Es ist uns heute klar, daß es den Amerikanern und Engländern — egal wieviel Menschen dabei umkamen darum ging, der sowjetischen Besatzungsmacht in Dresden ein Trümmerfeld zu hinterlassen, das sobald nicht wiederaufgebaut werden konnte und für friedliche Zwecke arbeiten, denn sobald sie nach der Kapitulation bemerkten, daß es doch wieder aufwärts ging bei uns, versuchten sie doch, durch Hetze zu stören. Als das nichts nützte durch gemeine Sabotageakte.

    Und noch etwas: Wer sich heute, wo niemand ihn bedroht, mit Wasserstoffbomben beschäftigt und berechnet, wie man die größtmögliche Zahl von Menschen innerhalb von ein paar Sekunden töten kann, dem glaubt man nie, daß er vor fünf Jahren in Dresden keine Frauen und Kinder töten wollte. Wer aber heute mit Atomkraft Flüsse umleitet und Berge versetzt, um fruchtbare Äcker zu bekommen, von dem weiß man genau, daß er niemals die Vernichtung von Frauen und Kindern verlangt haben kann. Margot Zink, Berlin-Pankow.“

    Wie recht hatte doch Margot Zink. 6 Monate nach dem Erscheinen dieses Leserbriefes lösten die südkoreanische Armee mit Unterstützung der Amerikaner den Koreakrieg aus. Am 25. Juni 1950 drang die Südkoreanische Armee in Nordkorea ein. Heute dürfte vielen bekannt sein, wie die Amerikaner das Nordkoreanische Volk in die Steinzeit zurückbomben wollte. Über 3 Millionen, überwiegend Nordkoreanische Zivilisten, Kinder, Frauen wurden ermordet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s