Was ist „Antifa“?

Der Begriff „Antifa“ ist heute eine sehr mißbräuchlich verwendete Abkürzung, die eigentlich für „Antifaschismus“ stehen sollte. Auch die sogenannten „Antideutschen“, eine von den USA/Israel gesteuerte zionistische Gruppierung, bezeichnen sich als „Antifa“.  Das hat aber mit Antifaschismus nicht das geringste zu tun!

Was verstehen wir unter Antifaschismus?

Antifaschismus

Links sehen Sie Symbolik, die untrennbar mit Antifaschismus verbunden ist.

Was ist Antifaschismus?

Antifaschismus: gegen den Fa­schismus gerichtete, ihrem Wesen nach antiimperialistische umfas­sende Volksbewegung und ihre Ideologie. Konsequentester Trä­ger des Antifaschismus ist die Arbeiterklasse unter Führung ihrer marxistisch­-leninistischen Partei. Grundlage des Antifaschismus ist das objektive Interesse aller Klassen und Schichten des Volkes an der Verhinderung bzw. an der Beseitigung der faschisti­schen Diktatur und ihrer sozial-ökonomischen Wurzeln, des Impe­rialismus.

…und was ist Faschismus?

Der Faschismus ist die offene Diktatur der reaktionär­sten, am meisten chauvinistischen und imperialistischen Kreise des Finanzkapitals, die sich gegen die Lebensinteressen des gesamten Volkes richtet. Daher besteht so­wohl die Notwendigkeit als auch die Möglichkeit, weite Kreise der Bevölkerung für die antifaschisti­sche Bewegung zu gewinnen und sie um die Arbeiterklasse und ihre revolutionäre Partei zu sam­meln. Antifaschismus schließt stets den Kampf gegen die Barbarei des Finanz­kapitals, gegen Militarismus, im­perialistischen Krieg und Terror, gegen Rassenhetze und Massen­mord, für Frieden, Demokratie, Völkerfreundschaft und Huma­nität ein.

Wie ist der Antifaschismus entstanden?

Der Antifaschismus entstand Anfang der 20er Jahre des 20. Jh., nahm während der Weltwirtschaftskrise einen starken Aufschwung und er­reichte nach 1933, nachdem der Faschismus in Deutschland zur Macht gelangt war, und nament­lich im zweiten Weltkrieg sei­nen Höhepunkt. Die internatio­nale Arbeiterklasse bekämpfte den Faschismus seit seinem Auf­kommen. Sie unterstützte den antifaschistischen Kampf in den Ländern, in denen faschistische oder halbfaschistische Regimes an die Macht gelangt waren oder die Errichtung der faschistischen Dik­tatur drohte.

Wer war führend im Kampf gegen den Faschismus?

Die Kommunistische Internationale (KI) erkannte frühzeitig die vom Faschismus für den Frieden und die Völker ausgehende Ge­fahr und nahm seit Anfang der 20er Jahre auf ihren Kongressen und auf den Tagungen ihres Exe­kutivkomitees entschieden gegen den Faschismus Stellung. Sie rief die kommunistischen Parteien und die Arbeiter aller Länder zum Kampf gegen ihn auf. Das XIII. Plenum des Exekutivkomiecs der KI (1933) definierte den Charakter des Faschismus, be­zeichnete den Hitlerfaschismus als Hauptkriegsbrandstifter in Europa und wies die Arbeiter­klasse aller Länder auf die unab­dingbare Notwendigkeit des Kampfes gegen den Faschismus hin.

Antikommunismus der rechten Sozialdemokraten

Die Sozialistische Arbeiter-­Internationale behinderte die Zu­sammenarbeit der Sozialdemo­kraten mit den Kommunisten im antifaschistischen Kampf. Rechte sozialdemokratische Führer lehn­ten den gemeinsamen antifaschi­stischen Kampf hauptsächlich auf Grund ihrer antikommunistischen Einstellung ab.


Welche Bedeutung hatte der Antifaschismus nach 1933?

Der VII. Weltkongreß der KI (1935) analysierte den Faschismus umfassend und bezeichnete den deutschen Fa­schismus als Vortrupp der inter­nationalen Reaktion gegen die UdSSR und als Haupteinpeitscher eines neuen Krieges. Der Kon­greß begründete die neue Strate­gie und Taktik im antifaschisti­schen Kampf (→Aktionseinheit, →Volksfront), wobei er die Kampferfahrungen aus Italien, Deutschland, Österreich, Frankreich und Spanien auswerten konnte. Die 1936 in Frankreich und Spanien entstandenen Volks­frontregierungen gaben mit ihrem Beispiel der internationa­len antifaschistischen Bewegung einen erneuten Impuls. Der internationale Antifaschismus manifestierte sich seit 1933 in vielen Komitees zur Hilfe für verfolgte Antifaschisten, die zahllose Solidaritätsaktionen und Kundgebungen durchführ­ten.

  • Von Bedeutung waren u.a. der Antifaschistische Arbeiter­kongreß Europas und der Welt­kongreß der Jugend gegen Fa­schismus und Krieg in Paris (1933), der Prozeß gegen die Reichstagsbrandstifter in London (1933) und vor allem die mannig­faltige Unterstützung des Frei­heitskampfes des spanischen Volkes 1936-39. Die → Interna­tionalen Brigaden waren ein her­vorragender Beweis der inter­nationalen Aktionseinheit und der Volksfront im antifaschisti­schen Kampf.
  • Im zweiten Welt­krieg nahm der Antifaschismus einen gewalti­gen Aufschwung. Er bestimmte seit 1940 in zunehmendem Maße und seit 1941, seit dem Eintritt der UdSSR in den Krieg, gänzlich den Charakter des Krieges. Ange­hörige aller Klassen und Schich­ten nahmen am Kampf gegen die faschistischen Okkupanten und gegen die einheimischen Faschi­sten und Kollaborateure teil.
  • Un­ter der Führung der kommunisti­schen Parteien entstanden Wider­stands- und nationale Befreiungs­bewegungen. Das Ziel dieser Be­wegungen war, nach der Nieder­lage des Faschismus eine neue Gesellschaftsordnung zu errich­ten, in der die Wurzeln des Fa­schismus beseitigt sind. Am stärksten war in Europa die Wi­derstands- und Partisanenbewe­gung in der UdSSR, in Polen, Ju­goslawien, Griechenland, Frank­reich, Italien und in der Tsche­choslowakei.
  • An den nationalen Befreiungsbewegungen nahmen auch Antifaschisten aus anderen Ländern teil. In den Kon­zentrationslagern schlossen sich ebenfalls Antifaschisten aus vie­len Staaten in internationalen Komitees zusammen, die den Wi­derstandskampf hinter dem Stacheldraht leiteten.

Die Kom­munistische Partei Deutschlands rief bereits während der revolutionären Nachkriegskrise (nach 1918) zur Vereinigung der Arbeiterklasse im Kampf gegen den Faschismus auf. Die Generallinie ihres Kampfes gegen den Faschismus ent­hielt die Programmerklärung der nationalen und sozialen Befreiung des deutschen Volkes. Sie entstand auf ihre Initiative und unter ihrer Führung die Antifaschismus Antifaschistische Aktion, die im Sommer 1932 den Naziterror zurückschlug, den Vormarsch des Faschismus in Deutschland zeit­weise aufhielt und den Faschisie­rungsprozeß hemmte.

Wer gehörte zur deutschen antifaschistischen Bewegung?

In der deutschen antifaschistischen Be­wegung vereinten sich, wie in anderen Ländern, um die Kom­munisten, die programmatisch, politisch und organisatorisch die führende Kraft waren, Sozial­demokraten, parteilose Arbeiter, Bauern, Intellektuelle, Christen verschiedener Konfessionen, Offi­ziere und bürgerliche Kräfte; auch nach Deutschland verschleppte ausländische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene schlossen sich ihnen an.


Welche Rolle spielte der Antifaschismus nach dem Sieg der Sowjetunion über den deutschen Faschismus?

Nach der Vertreibung der ausländischen und der ein­heimischen Faschisten übernah­men die im Kampf entstandenen zentralen Ausschüsse als Volks­frontorgane in einer Reihe euro­päischer Länder die Macht. Sie begannen, den Faschismus und seine sozialökonomischen Grund­lagen zu vernichten und eine antifaschistisch-demokratische Ordnung zu errichten. In Fort­setzung dieses Prozesses entstan­den die neuen sozialistischen Staaten Europas. Der Antifaschismus der Ge­genwart ist wichtiger Bestand­teil des internationalen Kamp­fes für Demokratie, Freiheit und Frieden. Seine stärkste Stütze hatte er bis 1989 in den sozialistischen Staaten.

Quelle: Kleines politisches Wörterbuch, Dietz Verlag, Berlin, 1967. S.33-35.

Wer ist denn nun der Hauptfeind der Demokratie?

Die Kommunisten waren die ersten, die schon vor 1933 von den Nazis verfolgt und ermordet wurden. Und warum? Weil sie warnten: „Wer Hitler wählt, wählt den Krieg!“ – genauso geschah es. Und weil die Kommunisten die Ausbeutungverhältnisse des Kapitalismus offenlegten, werden sie auch heute wieder von der Monopolbourgeoisie und von den Nazis als „Hauptfeind“ bezeichnet. Das Monopolkapital verausgabt bedeutende Mittel und nutzt den riesigen Apparat der modernen Massenkommunikation, um die öffentliche Meinung antikommunistisch zu manipulieren. Alle vom Monopolkapital beherrschten erziehungs- und meinungsbildenden Institutionen sind in den Dienst des Antikom­munismus gestellt. Es ist deshalb nicht verwunderlich, daß sehr viele Menschen in den imperialistischen Ländern den Kommunismus nur in der verzerrten und abstoßenden Form kennen, in der er von der antikommunistischen Propaganda dargestellt wird. Erst wenn die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beseitigt ist, kann die Demokratie sich entfalten.

Siehe: Hans Beyer: Anikommunismus und Massenpsychologie

(P.S. was sich da heute als „Antifa“ bezeichnet, sind oft nur „verkleidete“ Faschisten. Wie soll man das auseinanderhalten?  An ihren Taten kann man sie erkennen!)

Siehe auch:
Was ist Antisemitismus?
Das heutige Israel und der Antisemitismus
Was ist Zionismus?

Was ist Faschismus?

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5 Antworten zu Was ist „Antifa“?

  1. Pingback: Was ist Faschismus? | Sascha's Welt

  2. Politikus schreibt:

    Wer führt heute die Antifa in Deutschland und welche Ziele haben die und mit welchen Methoden wollen die diese Ziele erreichen?

    • Wer führt ist eine hier nicht zu beantwortende Frage.

      VVN-BDA Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten ist für mich die einzig größere Organisation in Deutschland, die den Namen „Antifa“ zu recht trägt.

      Die Gruppierungen, die unter Antifaschistische Aktion mit ihre Symbolik des vom rechten Wind zum Flattern gebrachten Flaggen (meist in Rot/Schwarz, was bereits auf einen faschistischen Hintergrund hindeutet), halte ich für vom BRD-Geheimdienst-Apparat geführte „Organisationen“.
      Diese mit ihren gewalttätigen Anschlägen gegen einzelne Menschen und Sachen (Fensterscheiben von Läden einschlagen, Plünderung und Brandstiftung derselben oder von Fahrzeugen usw.) den Antifaschismus in Deutschland diskreditieren und es neben der allgemeinen Propaganda gegen den Kommunismus/Sozialismus erreicht haben, daß in der Bevölkerung gegenüber Kommunisten ein allgemein großes Mißtrauen herrscht und der Kommunismus mit dem Faschismus/den Nazis gleichgesetzt wird.
      Meine Beobachtungen haben außerdem gezeigt, daß spezielle polizeiliche Einheiten sich ihre Uniformen ausziehen und sich in schwarzer Kleidung tarnen und sich dann unter Demonstrationen mischen und mit der „Ordnungs“-Polizei Krawalle produzieren.

    • Harry56 schreibt:

      Es gibt in der heutigen BRD keine Anitifa mehr im ursprünglichen Sinn! Die heutigen Antifa-Typen sind bezahlte, zumeist vom BRD-Staat ausgehaltene Asoziale, arbeitsscheue Schwätzer und Maulhelden, kurzum: modernes LUMPEMPROLETARIAT! (Beinahe ähnlich den Pebejern im Alten Rom!) Besonders im neuen Gossen -Berlin – siehe letztes Wochendende – hinreichend zu bewundern!
      Deren „Antifaschismus“ lässt das gesamte einheimische und internationale Großkapital entzücken, dümmliche Großmäuler , Bauchredner dieser wahren herrschenden Klasse.
      Mit einem Thälmann und vielen anderen damaligen wirklichen antfaschistischen Patrioten hat dieses asoziale arbeitsscheue, (bürgerlich) pseudo- gebildete Pack absolut nichts gemeinsam.

      Echte unverfälschte „Antifa“ – Grüße an alle noch Vernünfigen hier!

  3. sascha313 schreibt:

    Was da im Bild rechts (unter „Wohlstandsopferkinder“) und bei Demos zu sehen ist, hat nicht mit Antifaschismus zu tun – es sind zionistische und andere Grupperungen.

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