Johann Weber: Doping-Skandale made in BRD

DDR-Sporler Moskau

Es sind faire und ehrliche Sportler: Die DDR-Mannschaft bei der Olympiade 1980 in Moskau

Im „RotFuchs“ vom August 2016 erschien der folgende interessante Artikel. Darin beschreibt Johann Weber einige skandalöse Vorgänge im westdeutschen Sportgeschehen, die ein bezeichnendes Licht auf die Verlogenheit der in den letzten Jahren massiv verbreiteten Lügen-Propaganda der BRD-Medien über ein angebliche „Staatsdoping“ in der DDR werfen. Eine ausgesprochen widerliche Rolle spielt hierbei auch eine ehemalige DDR-Sportlerin des SC Motor Jena namens Ines Geipel, die von den „Aufarbeitern“ der DDR-Geschichte als angebliche „DDR-Spitzensportlerin“ (was sie niemals war!) herumgereicht wird, um vor Schulklassen und in Fernsehsendungen ihre Horrormärchen über die DDR zu verbreiten…

Verschleuderte Steuergelder

Seit Jahren geht es der Abteilung „DDR-Doping-Opfer“ der DDR-Aufarbeitungsindustrie darum, einen „Entschädigungs-Fonds“ – natürlich aus Steuergeldern – einzurichten.

Jetzt ist es soweit. Aus einem mit zehn Millionen Euro gefüllten „DDR-Doping-Opfer-Fonds“ erhält jedes anerkannte „Opfer“ genau 10.000 Euro. Ermuntert durch diesen Beschluß erging auch gleich an den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) die Forderung, ebenfalls zehn Millionen in diesen Fonds einzubringen. Man brauche dieses Geld, damit 2.000 Betroffenen „Gerechtigkeit“ widerfahren könne. Flankiert wird dieser Vorgang mit dem Gebrauch neuer Begriffe zum Thema Doping in der DDR. Man spricht neuerdings von „staatlich verordneten Aufputschmitteln“, „physischem Mißbrauch“, „Drangsalierungen der Trainer“, die den Sport „unmenschlich“ machten. Eine weitere Hetzwelle gegen den DDR-Sport steht ins Haus.

Die Presseorgane der DDR berichteten…

Als Sportfan aus Niederbayern habe ich nicht nur den BRD-Sport verfolgt. Mein Interesse galt auch der Sportpolitik der DDR. Um mir ein eigenes Bild über Doping hier und dort zu verschaffen, habe ich in den Archiven des „Neuen Deutschland“, der „Berliner Zeitung“ und der „Neuen Zeit“ nachgeforscht. Meine Recherchen umfaßten den Zeitraum von 1949 bis 1989. Die zusammengetragenen Meldungen könnten die Seiten einer ganzen „RotFuchs“-Ausgabe füllen. Ein kleiner, repräsentativer Auszug soll genügen, um zu zeigen, wie umfassend DDR-Bürger durch ihre Presseorgane über Doping-Skandale in der BRD informiert worden sind.

Bereits 1954 wurden Fußballer in der BRD gedopt!

Das ND berichtete am 3. 11. 1954 – sich stützend auf französische Stimmen –, Spieler der DFB-Weltmeistermannschaft seien gedopt worden. Tatsächlich lagen die Spieler Kubsch, Rahn, Fritz Walter, Morlock und Ottmar Walter wegen einer Gelbsucht im Krankenhaus. Anfang Januar 1955 wurde der Weltmeister-Torwart Herkenrath ebenfalls wegen Gelbsucht ins Krankenhaus eingeliefert. Der DFB dementierte jeden Verdacht des Dopings. Die „Berliner Zeitung“ zitierte am 20. 1. 1956 jedoch die Fachzeitschrift „Der Kicker“, in der Sepp Herberger zugegeben hatte, beim Länderspiel gegen Italien in Rom Fritz Walter schmerzstillende Spritzen verabreicht zu haben.

Wer hat die weißen Tabletten vorloren?

Von einem ungewöhnlichen Fall informierte das ND am 18. 7. 1964. Der Vorfall ereignete sich in Gießen. Als die Straßenfahrer die erste Runde absolvierten, lagen auf dem blanken Asphalt zehn weiße Tabletten. Wer hatte sie verloren? Niemand vermochte es zu sagen. Aber einer der westdeutschen Schiedsrichter stürzte auf die weißen Kügelchen, sammelte sie ein und krähte so laut, daß es alle hören konnten: „Die hat Schur verloren, ich habe es gesehen.“ Als Schur – auf den westdeutschen Bergmeister Wilde achtend – weit abgeschlagen fuhr, schleuderte der Schiedsrichter die Tabletten in die Büsche. Er brauchte sie nicht mehr. Der westdeutsche Bergmeister der Radamateure Herbert Wilde wurde nach der sechsten Etappe der Österreich-Rundfahrt von der Rennleitung wegen nachgewiesenen Dopings disqualifiziert. Der westdeutsche Verband nahm daraufhin seine gesamte Mannschaft aus dem Rennen und ließ später erklären; daß Wilde angeblich nur ein „Nervenberuhigungsmittel“ zu sich genommen hatte. Nachzulesen im ND vom 6. 6. 1964.

Der betrügerische westdeutsche Hindernisläufer Letzerich

In den Springer-Blättern fand man kaum einen Hinweis darauf, daß der westdeutsche Hindernisläufer Letzerich hinter dem Ziel zusammengebrochen war und wegen dringenden Verdachts auf Doping in ein Krankenhaus gebracht werden mußte. Die Leser des ND wurden am 19. 9. 1967 jedoch von diesem Dopingverdachtsfall informiert. Der westdeutsche Radsport-Profi Wolfshohl, WM-Zweiter im Querfeldeinfahren, ist von der UCI für einen Monat gesperrt worden, weil er sich bei der Weltmeisterschaft in Luxemburg des Dopings schuldig gemacht hat, berichtete die „Berliner Zeitung“ am 18. 3. 1968.

Westdeutscher Berufsboxer nach Doping verstorben

Die „Neue Zeit“ vom 23. 6. 1968 schrieb, daß der Berufs-Boxsport wieder ein Opfer gefordert hatte. Der westdeutsche Mittelgewichtsmeister Jupp Elze verstarb, ohne nach seinem Europameisterschaftskampf über 15 Runden gegen den Italiener Duran das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. Unmittelbar nachdem Elze am 12. Juni im Ring zusammengebrochen war, ist eine Dopinguntersuchung vorgenommen worden. Nach Mitteilung des Leiters des Gerichtsmedizinischen Instituts der Universität Köln war Elze mit unzulässigen, aufputschenden Stimulantien gedopt, die schließlich zu seinem Tode führten.

Das spätes Geständnis des westdeutscher Dopingarztes

Über den ersten Dopingfall in der Geschichte einer Winterolympiade informierte die „Berliner Zeitung“ am 2. März 1972. Der Kapitän der BRD-Eishockeymannschaft Alois Schloder ist von der Internationalen Eishockey-Föderation (LIHG) mit einer Sperre von sechs Monaten bestraft worden. Der BRD-Sportarzt Dr. Schlickenrieder sah sich jetzt unter dem Druck der Beweise zu dem späten Eingeständnis veranlaßt, dem Eishockeyspieler Alois Schloder während des olympischen Turniers in Sapporo ein Dopingmittel verabreicht zu haben.

BRD-Bahnradfahrer 1974 wegen Dopings ausgeschlossen

Zum wiederholten Male berichte das ND vom Doping im westdeutschen Radsport. Am 5. 8. 1974 war es wieder einmal soweit. Wegen Einnahme verbotener Dopingmittel wurden die BRD-Bahnradfahrer Rainer Erdmann und Friedhelm Kienner aus dem BRD-Aufgebot für die diesjährigen Weltmeisterschaften in Montreal ausgeschlossen. Erst einige Tage zuvor war der 25jährige BRD-Straßenfahrer Hans-Joachim Kuhn während der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt des Dopings überführt worden. Die Dopingskandal-Welle westdeutscher Sportler wollte im Jahr 1977 keine Ende nehmen.

Drei empörende Doping-Skandale  westdeutscher Sportler

Drei Skandale führte die „Neue Zeit“ in ihrer Ausgabe vom 4. 7. 1977 auf.

  1. Der erste Skandal: Hammerwurf-Weltrekordler Walter Schmidt wurde kürzlich vom Rechtsausschuß des Hessischen Leichtathletik- Verbandes wegen verbotenen Anabolika-Dopings für ein Jahr gesperrt. Schmidt drohte laut Westberliner „Tagesspiegel“ an: „Wenn die erste Rechnung kommt, packe ich aus. Ich habe noch einige Sachen in der Hinterhand.“
  2. Der zweite Skandal: Skuller Peter-Michael Kolbe, Weltmeister 1975, Olympiazweiter 1976 und BRD-Sportler des Jahres, hat seinen Rücktritt angekündigt. Der Grund ist weder mangelnde Leistung noch irgendeine Verletzung. Kolbe erklärte dazu: „Ich habe die Lust am Leistungssport verloren. Ich sehe keinen Sinn mehr darin, weiterzurudern, wenn Funktionäre und Verbandsärzte ihre Sportler mit Spritzen schneller machen wollen.“
  3. Der dritte Skandal: Beim Internationalen Leichtathletik-Sportfest in Mainz am vergangenen Dienstag wurde das Kugelstoßen der Damen mit der 21,43-m-Kugelstoßerin Wilms abgebrochen. Kampfrichter und Doping-Experte Klehr beanstandete sowohl den Kugelstoßring, die verwendeten Geräte als auch die Anwesenheit von Trainer Gehrmann. In Zeitungsberichten wird allerdings kein Hehl daraus gemacht, daß alle diese Beanstandungen nur Vorwände gewesen seien: Klehr hatte zuvor in verschiedenen Äußerungen die Fünfkampf-Weltrekordlerin Wilms der ungerechtfertigten Einnahme von Anabolika bezichtigt.

Westdeutschen Biathlon-Athleten werden Medaillen aberkannt

Das ND vom 29. 8. 1986 gab eine Meldung des Internationalen Verbandes für Modernen Fünfkampf und Biathlon bekannt. Wegen nachgewiesenen Dopings bei den Biathlon-Weltmeisterschaften im Februar 1986 in Oslo sind Peter Angerer (BRD) die Silbermedaille im 10-km-Wettbewerb und der BRD-Staffel die Bronzemedaille über 4 x 7,5 km aberkannt worden. Neben Angerer wurde auch sein Mannschaftskamerad Franz Wudy der Einnahme unerlaubter Mittel überführt.

Johann Weber

Quelle: RotFuchs / August 2016, S.20 (Foto: DDR-Sportler zur Olympiade 1980 in Moskau – Zwischenüberschriften eingefügt. -N.G.)

Und hier sind die echten Sieger, die bewundernswerten Sportlerinnen der DDR:

DDR-Staffel 1986
Die DDR-Staffel mit Silke Gladisch, Sabine Günther, Marlies Göhr und Ingrid Auerswald (v.l., hier bei der Leichtathletik-EM 1986 in Stuttgart) stellte 1985 einen Weltrekord über 4×100 Meter auf, der 27 Jahre Bestand haben sollte: 41,37 Sekunden. (@historyfoto via twitter)

Keine von ihnen hat jemals gedopt!


Es gab in der DDR kein Doping!

Der berühmte Radrennsportler, Teilnehmer an der Friedensfahrt der sozialistischen Länder und mehrfacher Weltmeister im Straßenfahren, Gustav-Adolf Schur (bekannt als Täve Schur) sagte über das Doping:

„Was Doping betrifft, in den 1970er Jahren, also lange nach meiner Zeit, hat man in Jena ein Mittel entwickelt, mit dem der Körper die hohen Trainingsbelastungen besser abbauen konnte – Turinabol. Dieses Mittel ist der Kernvorwurf, daß wir gedopt hätten. Darüber kann man streiten. Fakt ist aber auch, daß man drüben im Westen bereits 1952 in Freiburg mit Dopingmitteln noch aus dem Zweiten Weltkrieg experimentiert hat. Die Grundlagen für Doping wurden also zuerst drüben entwickelt und angewandt.“ (Quelle: Sputnik Deutschland)

Interessant ist:  Es handelte sich um ein Mittel, um „die hohen Trainingsbelastungen besser abzubauen“! Eines ist klar: Den Ärzten und Wissenschaftlern in der DDR war von Anfang an bekannt, daß Doping verboten ist; und es wurde ohnehin nicht nur bei internationalen Wettkämpfen strengstens kontrolliert. Dabei hätte es einen Riesenskandal gegeben, wenn DDR-Sportler bei beim Doping erwischt worden wären. Den Kontrollen konnte sich niemand entziehen!

Doping

(Wenn es also in der DDR ein Doping gegeben haben sollte, dann war dieses Doping illegal und widersprach dem auch in der DDR geltenden Reglement!)

Siehe auch:

Die Lüge vom Zwangsdoping ist geplatzt!
Die drei neuesten Lügen gegen Rußland
Angebliches russisches Staatsdoping
Der Sport in der DDR
Prof.Dr.Dr. Siegfried Israel: Leistungssport in der DDR

Dieser Beitrag wurde unter Geschichte, Kapitalistische Wirklichkeit veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

18 Antworten zu Johann Weber: Doping-Skandale made in BRD

  1. Ossi schreibt:

    Die sogenannten Opfer kriegen natürlich nichts aus diesem Entschädigungs-Fond. Mit Geldern aus diesem Fond (und aus anderen privaten Stiftungen) wird die Pressearbeit und Propaganda finanziert. Und für eine Lügenstory in der BLÖD’Zeitung gibts noch nicht einmal ein Trinkgeld.

  2. Ossi schreibt:

    Die Förderung von Talenten und besonders begabten Schülern in der DDR fand ürigens auf einer ganz anderen Ebene statt, nämlich auf gesellschaftlicher Ebene. Und da gab es für JEDEN was! Egal ob jemand für die russische Sprache, Mathematik oder Sport besondere Interessen hatte, jeder bekam die Möglichkeit sich zu qualifizieren. So gab es Sprachlager, eine ganz besondere Art von Ferienlagern, Mathelager und Russischlager z.B. in Tambach-Dietharz und die Sportsfreunde waren in Reichmannsdorf (da war auch die Geipel), Straußberg, Rathsfeld, Wilhelmstal usw. Es gab spezielle Ferienlager für Freunde der russischen Sprache und wer besonders gut war durfte nach Moskau fahren. Und natürlich auch an den kleinen Olympiaden teilnehmen, Matheolympiade, Russischolympiade und natürlich die Olympiaden des Sports.
    Die Gesellschaft hat sich gekümmert und nicht irgendwelche Privatpersonen!

    • sascha313 schreibt:

      …richtig. Es war eben ein gesellschaftliches Anliegen in der DDR, daß auf jede nur mögliche Weise Bildung und Wissen gefördert wurden… „Verschwörungstheorien“ gab es in der DDR nicht, wohl aber die ständige feindliche Lügenpropaganda der Westmedien. In gewissem Maße waren wir dagegen gefeit, denn nur ein gebildeter Mensch vermag aufgrund seiner Kenntnisse der gesellschaftlichen Gesetzmäßigkeiten, Lüge von Wahrheit zu unterscheiden. Ein Dummkopf wird auf jeden Mist hereinfallen…

      • Ossi schreibt:

        Manchmal bin ich mir auch nicht ganz sicher ob ein Wessi überhaupt versteht was wir hier schreiben. Sicher ist: Unsere Leser aus Thüringen und Sachsen verstehen das auf jeden Fall. Muttersprache ist halt Muttersprache 😉

        Und ja, auch ich war ein Privilegierter! So wie alle meiner Mitschüler die das Privileg hatten, in der DDR studieren zu dürfen. Kostenlos eine Segelflugschule besuchen zu dürfen und an Sport-, Mathe- und Russischolympiaden teilnehmen zu dürfen. Stärkster Schüler gesucht: Ich war dabei mit 100 Liegestützen und 25 Klimmzügen!

        Nur, in einer KITA war ich nicht. Sowas gabs auch gar nicht. Dafür hatten wir einen Kindergarten mitten im Wald und der Mann von unserer Kindergärtnerin hatte Forstwirtschaft studiert. Das waren Privilegien von denen manche Kinder samt ihrer Eltern heute träumen. Daß ihre Kinder allein durch den Wald gehen auf dem Schulweg, und daß sie sich keine Sorgen machen müssen, wenn ihre Kinder mal länger brauchen, denn im Wald gabs immer wieder mal was Neues zu entdecken.

        PS: Ich trainiere heute noch nach Methoden die ein gewisser Emil Bahr, auch bekannt als Milo Barus, aus Thüringen entwickelt hat.

      • sascha313 schreibt:

        Sehr schön 🙂

  3. Eleonore Kraus schreibt:

    Was soll der Quark denn? Ob ein „Wessi“ das denn versteht, was ihr hier schreibt? Was soll diese Ausgrenzung? „Sicher“ ist, dass es sinnvoller ist, den gemeinsamen Klassenfeind zu bekämpfen. Und ja, man lernt von- und miteinander. Da ist Makarenko sehr empfehlenswert, weil glasklar.

    • Ossi schreibt:

      Bitte den Wessi nicht persönlich nehmen. Ich bin auch noch in anderen Foren unterwegs, was da für eine Weltanschauung vertreten wird, ist einfach nur haarsträubend. Vielleicht neige ich von daher zu Verallgemeinerungen… man muß sich eben einfach nur mit der ganzen Sache mal selber befassen und vor allem nicht beirren lassen.

      Hauptsächlich jedoch sind wir Ossis nun mal in der Verantwortung zu schreiben, wie es wirklich war in der DDR, und wie wir wirklich gelebt haben. Und ich habe es oft erlebt, daß man mich ungläubig anschaute, ja sogar einen Lügner nannte. In Wirklichkeit lügen jedoch die Anderen, also Tageschau, Fratzenbuch. Blödzeitung usw. und die machen das ganz geschickt.

      Allein schon der Begriff „Dopingopfer“ ist eine Lüge, genauso wie der ganze andere Mist der über die DDR verbreitet wird. Und ja, Olympia das war in der DDR keine private Angelegenheit sondern ein gesellschaftliches Bedürfnis. Genau das ist der Unterschied! Und das war alles freiwillig, niemand wurde da zu irgendwas gezwungen geschweige denn einzunehmen.

      Unsere Feibäder wurden im NAW errichtet, im Nationalen Aufbauwerk. Nicht mal zum Schwimmen wurde man gezwungen aber die erste Stufe in den ersten Ferien zu machen, war einfach eine Frage der Ehre. Und ich kenne keinen der das nicht geschafft hat und schon bekam man im Sport keine schlechte Note mehr.

      Jede spätere Fahrt in den Thüringer Wald war mit dem Besuch eines Freibades verbunden, fast jeder Ort im Thüringer Wald hatte ein Feibad! Jeder Wandertag endete im Freibad, egal wohin es ging, ein Freibad lag immer am Weg.

      Und auch hinter unserer EOS im Wald gab es eine moderne Sporthalle, bestens und modern ausgerüstet. Da durften wir auch außerhalb des Unterrichts rein, völlig kostenlos! Und natürlich durften wir auch die Sportplätze nutzen, da war nichts privat.

      Von Dopingopfern zu reden das ist einfach nur verlogen und dumm. Das dient höchstens dazu, die DDR im Nachhinhein mit Dreck zu bewerfen.

      • sascha313 schreibt:

        Danke, Ossi. Ich stimme Dir völlig zu. Es ist auch eine unverschämte Frechheit und eine Lüge von der Merkel, wenn sie behauptet: „In der DDR konnte man selten Sport in einer Sportstätte machen, wenn man nicht olympia-verdächtig war.“

        Wir sind als Kinder sogar mit unseren Fahrrädern auf der Radrennbahn herumgefahren, haben Freizeitsport gemacht ohne einen Pfennig dafür zu bezahlen. Und ältere Sportfreunde haben uns geholfen am Reck und am Barren. Im Judo haben wir alle möglichne Würfe gelernt – völlig kostenfrei. Sogar die Judoklamotten wurden bereitgestellt. Ich bin einfach nur wütend über diese verdammte Lügerei! Diese Schmierfinken in den Zeitungen und diese skandalösen Vorträge, die überall vor Kindern und Jugendlichen gehalten werden, die den Lügen ja nichts entgegenzusetzen haben…

  4. sascha313 schreibt:

    Ich denke, da steckt noch etwas anderes dahinter. Es wird wohl noch eine ganze Zeit dauern, bis dieses Klischeedenken aus unseren Köpfen verschwindet. Warum? Weil es so schön einfach ist, wenn man Gegensätze mit Namen versehen kann. Ich habe mir heute mal einen Vortrag von so einem Typen angehört, auf den dieses Klischee, ein „Wessi“ zu sein, völlig zutrifft, der also „überhaupt nicht versteht, was wir hier schreiben“. Einer von denen also, die bei ihren westdeutschen Zuhörern sämtliche antikommunistischen Vorurteile ins Extreme zu steigern vermögen, und zwar wohlweislich nur in Andeutungen, einer der sich als „Demokrat“ vorführt – man müsse schließlich auch mit der AfD reden, völlig „ideologiefrei“ versteht sich! – einer der redet, ohne den historisch entscheidenden Klassengegensatz auch nur mit einem Wort zu erwähnen.

    Der Kölner Jurist Maaßen sprach vor der sog. „Werteunion“, einer erzreaktionären, beinahe „fanatisch“ zu nennenden Versammlung von „Demokraten“, Totalitarismusanhängern – Antikommunisten natürlich.
    Und er referierte dort nicht ohne Erfolg! Der Trick bestand darin, daß seine Andeutungen ja noch keineswegs ausgereicht hätten, um ihn als einen „Rechtspopulisten“ oder offensichtlichen Antidemokraten einzuordnen. Die Demagogie dieses Ideologen (der sich ja als wahrhaftig, pluralistisch und als ideologiefrei darstellt) ist also für einen „Ossi“ äußerst schlüssig. Daß es aber auch „Ossis“ gibt, die genauso denken, wird irgendwie ausgeblendet. Nur leider – mit Makarenko läßt sich bei solchen Typen wie Maaßen nicht allzuviel ausrichten…

    • Martin Dornera schreibt:

      Ich folge Ihrer Schlussfolgerung und habe genossen. Personen, mindestens in der DDR-Leichtathletik-Nationalmannschaft, haben keinen Leistungssport betrieben.

      „Als angebliche „DDR-Spitzensportlerin“ (was sie niemals war!)[.]“

      „Ab 1977 betrieb sie Leistungssport beim SC Motor Jena und war Anfang der 1980er Jahre Mitglied der DDR-Leichtathletik-Nationalmannschaft.“

  5. Eleonore Kraus schreibt:

    Danke für die Antwort, über die ich erst nachdenken muss. Mag alles stimmen, muss man aber nicht kultivieren. Hier hat man die Möglichkeit, anders damit umzugehen, wenn man das denn will. Verallgemeinerungen sind selten von Nutzen, wenn es um konkretes geht. Ich denke, dass man das auseinanderhalten sollte, und dass dann einfach benennt, wer denn damit gemeint ist. Unterschiede wird es immer geben. Ja und ?

  6. Weber Johann schreibt:

    Lieber sascha, ich möchte noch auf einen ganz wichtigen Vorgang hinweisen. Die Berichterstattung in den Zeitungen der DDR. Sehr positiv ist mir aufgefallen, wie fair DDR-Zeitungen über den Tod der BRD-Siebenkämpferin Birgit Dressel berichteten. Die Berliner Zeitung informierte am 14.4.1987 die Leser wie folgt:

    „Die BRD-Siebenkämpferin Birgit Dressel, EM-Vierte von 1986,
    ist im Alter von 26 Jahren in Mainz an Kreislaufversagen gestorben.“

    Sogar in einem Artikel der Berliner Zeitung vom 28.6.1989, also zwei Jahre später, wurde in nüchtern Worten, „Direkt in die Freiburger Klinik des Prof. Klümper, der selbst in seinem eigenen Land im zweifelhaften Ruf steht — und das nicht erst seit dem mysteriösen Tabletten-Tod der BRD-Siebenkämpferin Birgit Dressel vor zwei Jahren.“ auf den Tod von Birgit Dressel eingegangen.

    Warum positiv?
    Die DDR-Zeitungen lehnten es ab, den Tod einer Sportlerin zu politischen Zwecken zu instrumentalisieren. Der gleiche Fall in der DDR, die DDR hätte sich mit einer wochenlangen menschenverachtenden DDR-Hetze, von Seiten der BRD-Politik wie der BRD-Massenmedien, auseinandersetzen müssen. War es dem fürsorglichen Gesundheitssystem der DDR zu verdanken, dass der DDR-Sport keine Todesopfer, verursacht durch „Doping“, zu beklagen hatte?

    Damit ich richtig verstanden werde. In der DDR gab es kein „Zwangsdoping“.
    Was es gab, ein individuelles Doping einzelner Sportler genauso wie bei uns in der Alt-BRD. Inzwischen ist dieses sogenannte „DDR-Zwangsdoping“ auf dem Misthaufen der Doping-Geschichte gelandet“. Die „Speerspitze“ der „DDR-Zwangsdoping-Kampagne“ hat sich aus ihrer Funktion als Vorsitzende des Doping-Opfer-Hilfeverein verabschiedet, oder müssen.

    • Martin Dornera schreibt:

      Sie folgen also dem genossenen Genossen. Haben Sie als Autor des zitierten Artikels denn Belege für ein Zwangsdoping in der damaligen BRD? Die genannten Fälle sind als Grundlage interessant, aber offenbar soll der (Wurf)spieß umgedreht werden.

      • Weber Johann schreibt:

        Martin Dornera schreibt: „Haben Sie denn Belege für ein Zwangsdoping in der damaligen BRD?“. Es ist schön, dass Sie zwischen den Zeilen lesen können. Sie finden jedoch in meinem Text diese Aussage nicht.

        Ich habe folgendes geschrieben, ich kann es nochmals wiederholen: „Damit ich richtig verstanden werde. In der DDR gab es kein „Zwangsdoping.“ Was es gab, ein individuelles Doping einzelner Sportler genauso wie bei uns in der Alt-BRD. Inzwischen ist dieses sogenannte „DDR-Zwangsdoping“ auf dem Misthaufen der Doping-Geschichte gelandet“. Die „Speerspitze“ der „DDR-Zwangsdoping-Kampagne“ hat sich aus ihrer Funktion als Vorsitzende des Doping-Opfer-Hilfeverein verabschiedet, oder müssen.“

        Zum besseren Verständnis. Die Vorsitzende, Ines Geipel der Doping-Opferhilfe mit der sogenannten „DDR-Zwangsdoping-Kampagne“ war eine Speerspitze für den DDR-Delegitimierungsauftrag von Bundeskanzler Kohl. Dieser Verein erhielt auch Steuergelder. Der so erfolgreiche DDR-Sport musste zerstört werden. Deshalb dieses menschenverachtende „DDR-Zwangsdoping-Thema“.

        Ende 2018 löste sich dieser DDR-Delegitimierungsauftrag in Luft auf. Frau Geipel musste den Vorsitz dieser Doping-Opferhilfe niederlegen. Frau Geipel ist auf dem Müllhaufen der Dopinggeschichte gelandet. Gefolgt von dieser Doping-Opferhilfe. Die hat im Dezember 2019 ihre Satzung geändert. DDR-Doping ist nur noch marginal vertreten. Die Doping-Opferhilfe hat sich jetzt anderen „Themen“ zugewandt. Die Zukunft wird es zeigen, ob sich dieser Verein weiterhin der DDR-Delegitimierung unterwirft.

        Dass diese sogenannte, menschenverachtende „DDR-Zwangsdoping-Kampagne“ zu Fall kam, ist dem Dossier „Blackbox Doping-­‐„Opfer“-­‐Hilfe Wie – Politik und Öffentlichkeit mit fragwürdigen Zahlen getäuscht werden“ v. Prof. Dr. Werner Franke, Claudia Lepping, Henner Misersky, Prof. Dr. Gerhard Treutlein zu verdanken. Siehe:

        Klicke, um auf dossier_politik_der_dopingopfer.pdf zuzugreifen

        Das Dossier beginnt mit folgenden Worten:
        ZURÜCK ZUR WAHRHEIT
        Die politische Erzählung von bis zu 15.000 Opfern eines „flächendeckenden, unwissentlichen Zwangsdopings“des DDR-Leistungssports, von einer in vermeintlicher Erbfolge per DNA geschädigten zweiten Dopingopfergeneration und neuerdings auch einer angeblichen Opfer-Gruppe in Westdeutschland offenbart eine unheilvolle Schieflage in der öffentlichen Debatte.Das Thema ist dem Sport entrückt – die Politik ist gefordert, gesetzgeberisch zu korrigieren.“

        Die Beantwortung der Frage: Warum wurde und wird von den Systemmedien über dieses Dossier nicht berichtet, überlasse ich den Lesern. Fakt: Dieses Dossier ist jetzt schon über 1 1/2 Jahre veröffentlicht, es gab noch keine Anklagen. Die Fakten sind sattelfest.

  7. Weber Johann schreibt:

    Zurück zur Aktualität:
    Leichtathletik-News des Tages – Sperre gegen Lawson aufgehoben
    Sperre gegen Weitspringer Lawson aufgehoben
    Die vierjährige Doping-Sperre gegen den amerikanischen Sprinter und Weitspringer Jarrion Lawson ist vom Sportgerichtshof TAS aufgehoben worden. Lawson trage keine Schuld an seinem positiven Dopingbefund aus dem Jahr 2018. Der 25-Jährige, WM-Zweiter 2017 im Weitsprung, war positiv auf das anabole Steroid Epitrenbolon getestet worden. Das TAS folgte nun Lawsons Darstellung, dass der positive Befund auf den Verzehr von belastetem Rindfleisch bei einem Restaurant-Besuch zurückzuführen sei. (gam/agenturen)
    https://www.srf.ch/sport/leichtathletik/leichtathletik-news-des-tages-sperre-gegen-lawson-aufgehoben

    So nun sage mir einer, Sport hat nichts mit Politik zu tun.

    • Martin Dornera schreibt:

      Haben Sie dafür Belege?

      • sascha313 schreibt:

        Herr Dornera, wen oder was meinen Sie damit? Selbstverständlich gab es in der DDR Leistungssport, nur eben keinen „Profisport“! Hier trifft das gleiche zu:
        Warum gab es in der Sowjetunion keinen Profisport?

      • Weber Johann schreibt:

        Martin Dornera schreibt „Haben Sie dafür Belege?“

        Ich befasse mich mit dem Sport unserer gemeinsamen deutschen Geschichte. Bereits vor den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki waren die Aktionen von Adenauer gegen die DDR-Sportler so erfolgreich, dass die DDR-Sportler an diesen Spielen nicht teilnehmen durften. In Helsinki traten zwei deutsche Staaten an. Die Alt-BRD und das Saarland. Der dritte deutsche Staat, die DDR wurde ausgeschlossen. Den Höhepunkt der politischen Störmanöver aller Alt-BRD-Regierungen ist einer Pressemitteilung zu entnehmen.

        Die Ost-CDU-Zeitung „Neue Zeit“ vom 29.4.1961 meldete:
        Anschlag auf den Sportverkehr
        Bonn läßt DTSB für verfassungsfeindlich erklären

        Berlin (ADN). Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe hat in einem Grundsatzurteil erklärt, daß der gesamtdeutsche Sportverkehr, wenn er den Bestand der Bundesrepublik gefährdet, strafbar sei. Der DTSB, die Organisation der Sportler der DDR, soll nach Meinung des Gerichtes als verfassungsfeindlich gelten.

        Mit diesem Beschluß des Adenauer-Gerichts wird die Absicht der Bonner Regierung deutlich, den gesamtdeutschen Sportverkehr zu unterbinden und die Verständigung der Sportler untereinander als strafbare Handlung zu erklären. Der Gerichtsbeschluß muß allerdings zugestehen, daß sportliche Wettkämpfe zwischen Sportverbänden der DDR und der Bundesrepublik „für sich allein weder verboten noch strafbar“ sind. Sie werden aber mit diesem Gerichtsurteil der Willkür jeder Polizei- und Verfassungsschutz-Dienststelle des Bonner Staates unterworfen.“

        Mir liegt der Text dieses Grundsatzurteils vor. Dies hatte zur Folge, dass kein DDR-Sportler, kein DDR-Funktionäre, kein DDR-Sportfan westdeutsches Gebiet betreten durfte. Sie konnten von den Alt-BRD-Staatssicherheitsorganen verfolgt, verhaftet werden. Nicht wenige gingen ins Gefängnis. Noch ein weiteres Beispiel:

        Die „Berliner Zeitung“ schreibt am 28. Mai 1962:
        NATO-Startverbot
        Würzburg (ADN). Der Vorstand des westdeutschen Schwimmverbandes (DSV) hat am Sonntag in Würzburg seinen Schwimmern die Teilnahme an den Europameisterschaften im August in Leipzig endgültig verboten. In einem Kommunique gibt der DSV-Vorstand unverhohlen zu, daß er diesen Beschluß aus politischen Gründen gefaßt hat, womit er sich in flagranter Weise über alle sportlichen Prinzipien hinwegsetzte und seinem internationalen Ansehen den denkbar schlechtesten Dienst erwies.

        Spitzenschwimmer wie Gerhard Hetz, der in dieser Saison bereits zwei Europarekorde und einen Weltrekord aufstellte, haben in letzter Zeit kein Hehl daraus gemacht, daß ihr großes Ziel die Europameisterschaften in Leipzig sind. Der 19jährige Hofer Schriftsetzer wird nun aber ebenso wie Hans-Joachim Klein, Ernst-Joachim Küppers, Ursel Brunner, Wiltrud Urselmann und die anderen westdeutschen Spitzenschwimmer vom DSV der verderblichen NATO-Politik geopfert und um die vielleicht nie wiederkehrende Chance gebracht, höchste eu ritelehren zu erlangen.“

        Hinweis: Mir sind alle die in diesem Artikel genannten Alt-BRD-Schwimmer bekannt. Ich bin mir aber sicher, ich könnte noch so viele „Belege“ vorlegen, viele würden sie doch ignorieren.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s