Die soziale Frage und die Dummheit…

Gehen wir doch einmal weg von den endlosen Diskussionen über Viren und Sterbeziffern, und wenden wir uns der menschlichen Gesellschaft zu….

ProtestWer findet sich zurecht in dem Wirrwarr der Meinungen?

Vor Marx und Engels gab es eine Wissenschaft von der Ge­sellschaft im eigentlichen Sinne dieses Wortes nicht. Die Historiker und Philosophen vergangener Jahrhunderte hatten zwar ganze Berge von Tatsachenmaterial angehäuft, aber eine plausible und schlüssige Erklärung dafür, warum die Geschichte der Völker oder der Menschheit insgesamt gerade so und nicht anders verlaufen ist, konnte die vormarxistische Wissenschaft nicht geben.

Gibt es gesellschaftliche Gesetzmäßigkeiten?

Zwar hatte sie bei der Unter­suchung einzelner Bereiche der Gesellschaft – zum Beispiel der Ökonomie – bereits wichtige Erkenntnisse über wesent­liche Zusammenhänge, Ursachen und Wirkungen zutage ge­fördert. Aber die Frage nach den grundlegenden Gesetzen, die die Entwicklung der Gesellschaft als Ganzes bestimmen, blieb unbeantwortet. Sie wurde und wird noch heute durch die bürgerliche Wissenschaft mystifiziert. Erst der Marxismus gab eine streng wissenschaftliche Antwort auf diese Frage.

Was entdeckten Karl Marx und Friedrich Engels?

Mit der Entdeckung der grundlegenden Gesetze der Ent­wicklung der Gesellschaft begründeten Marx und Engels zu­gleich die Wissenschaft von der Gesellschaft. Diese Wissenschaft ist kaum älter als 170 Jahre. Das ist eine ebenso interessante wie erstaunliche Tatsache. Es be­deutet immerhin, daß die Menschen den Gesetzen ihrer eige­nen Tätigkeit, den Gesetzen der Entwicklung ihres eigenen Zusammenlebens und Aufeinanderwirkens erst viel später auf die Spur kamen als den Gesetzen der Natur. Das ist er­staunlich und bemerkenswert, weil uns doch die Gesetze unseres eigenen Handelns in gewisser Hinsicht viel näher liegen als die Gesetze der Natur, die vor dem Menschen da war und deren Gesetze bereits existierten und wirkten, bevor es überhaupt Menschen gab. Dennoch ist es eine Tatsache: Die Gesetze der Planetenbewegung waren längst bekannt, die Gesetze der Physik wurden bereits in breitem Umfange technisch und industriell genutzt, als die Frage nach den Gesetzen der gesellschaftlichen Entwicklung noch in tiefes Dun­kel gehüllt war, obwohl wir mit diesen .Gesetzen mindestens ebenso unmittelbar zu tun haben wie mit den Gesetzen der Natur, die wir in der Produktion ausnutzen.

Das Geheimnis der menschlichen Gesellschaft

Es drängt sich daher die Frage auf, wie diese eigenartige Erscheinung zu erklären ist, welche Ursachen ihr zugrunde liegen. Die Beantwortung dieser Frage erscheint um so not­wendiger, als die Dialektik des Erkenntnisprozesses bei vie­len Menschen unserer Zeit einen ähnlichen Verlauf genom­men hat und zum Teil noch nimmt. Wer hat nicht schon die Erfahrung gemacht, daß Menschen, Spezialisten ihres Fachs, ausgezeichnet darüber Bescheid wissen, nach welchen Geset­zen sich beispielsweise chemische Reaktionen vollziehen, aber bedauernd den Kopf schütteln, wenn man sie fragt, nach welchen Gesetzen sich die Gesellschaft entwickelt. Für immer mehr Menschen unserer sozialistischen Gesellschaft ist eine solche Haltung zwar nicht mehr typisch, aber in der bür­gerlichen Gesellschaft stellt sie durchaus keine Ausnahme dar, sondern ist bis heute noch die Regel. Bürgerliche Ideologen haben die Leugnung von Gesetzen in der Geschichte der Menschheit geradezu in den Rang einer Tugend erhoben.

Ist der Mensch ein Spielball des Schicksals?

Namhafte bürgerliche Geschichtsphilosophen, zum Beispiel Richard Löwenthal, vergleichen den Versuch, sich an den Ge­setzen der Geschichte orientieren zu wollen, als genauso aus­sichtslos wie das verzweifelte Bemühen eines Schiffbrüchigen, sich an den Wogen festzuhalten, die über ihn hinwegrollen. Sie wiederholen stereotyp die Behauptung, es gäbe keine Gesetze der Geschichte. Das ist auch der Standpunkt der rechten SPD-Führer. Auf die Frage, woraus man eigentlich eine Begründung für die Ziele sozialdemokratischer Politik, wie sie das Godesberger Programm fixiert, ableiten solle, ant­wortete einer ihrer Theoretiker: „Soviel war sicher, daß sie nicht ,in der Geschichte‘ lag; der Gott der Geschichte war entthront: sie folgt nicht vorgegebenen ehernen ,Gesetzen‘ – jedenfalls keinen wissenschaftlich erkennbaren.“

Zusammenhänge, Ursachen und Wirkungen…

Von dieser weltanschaulichen Grundposition aus wird in den kapitalistischen Ländern eine Geschichtsauffassung pro­pagiert, die sich ausnimmt wie die Betrachtung der „Rück­seite eines Teppichs“. Nach diesem Bild, das Franz Josef Strauß einmal gebrauchte, wären die geschichtlichen Ereig­nisse und Entwicklungstendenzen ebenso verworren und un­durchschaubar wie die unübersehbare Zahl der Fäden im Teppich, die sich kreuzen, die auftauchen und wieder ver­schwinden. Die Figuren und Ornamente, zu denen sie sich zusammenfügen, erscheinen als das Werk des Zufalls – oder als das Werk eines göttlichen Webers, der allein die Zusammenhänge überschaute. Was in diesen Auffassungen zum Ausdruck kommt, ist nicht allein die Unfähigkeit, die Ge­schichte der menschlichen Gesellschaft als gesetzmäßigen und fortschreitenden Prozeß zu begreifen und auch darzu­stellen; es ist zugleich die Absicht, den Massen einzureden, daß es für die Politik, für die Tätigkeit der Parteien wie für die Verhaltensweise einzelner Menschen keine objektiven Kriterien gäbe, von denen aus sie beurteilt werden könnten. Dafür könnten – so meinen die bürgerlichen Ideologen – bestenfalls moralische Maßstäbe angewendet werden. Die­ser Standpunkt entspricht völlig der idealistischen Geschichts­auffassung, die vor Marx und Engels die Ansichten über die Gesellschaft und ihre Entwicklung beherrschte.

Vermutungen, Spekulationen und fehlerhafte Erklärungen…

Die Historiker und Philosophen vor Marx versuchten auf die verschiedenste Weise, den Ablauf geschichtlicher Ereig­nisse aus bestimmten göttlichen oder menschlichen Ideen zu erklären. Diese spekulative Geschichtsbetrachtung führte in der Regel dazu, daß den Ideen und Entscheidungen ein­zelner Persönlichkeiten oder Regierungen sowie den von ihnen gelenkten staatlichen, politischen und juristischen Ein­richtungen die entscheidende Rolle in der Geschichte zuge­sprochen wurde.

Was bürgerliche Soziologen nicht kapieren…

Lenin erkannte eine entscheidende Ursache dafür darin, daß es die Soziologen vor Marx nicht verstan­den, bis „zu den einfachsten und ursprünglichsten Beziehun­gen, wie es die Produktionsverhältnisse sind, vorzudringen. Statt dessen wandten sie sich „der Erforschung und Unter­suchung der politisch-juristischen Formen zu, dabei stießen sie auf die Tatsache, daß diese Formen aus diesen oder jenen Ideen der Menschheit zu der betreffenden Zeit ent­standen sind – und blieben dabei stehen“. Von dieser Position aus war weder die bisherige Ge­schichte zu begreifen noch der künftige Verlauf der gesell­schaftlichen Entwicklung wissenschaftlich begründet voraus­zusagen.

Die vormarxistische Geschichtsauffassung lief des­halb im wesentlichen darauf hinaus, jeweils nachträglich einen ,,Sinn“ in der Geschichte zu finden, irgendeine Idee zu kon­struieren, der sie die geschichtlichen Ereignisse unterordnete und von der aus sie die Ereignisse bewertete. Es ist offen­sichtlich, daß ein solches Verfahren der subjektiven, will­kürlichen Auswahl von Fakten Tür und Tor öffnet und schließlich stets der historischen Rechtfertigung der gesell­schaftlichen Zustände und Aktionen der Vergangenheit und der Gegenwart dient – und zwar vom Standpunkt der mate­riellen und politischen Interessen der jeweils herrschenden Ausbeuterklassen. Wen wundert es, wenn diese idealistische Geschichtsauffassung auch heute noch in den imperialisti­schen Ländern und natürlich auch in der BRD hoch im Kurs steht. Mit ihr wird die verbrecherische Politik der Monopol­herren gerechtfertigt.

Die schöne, heile Welt zerbricht…

Es hat also vor allem klassenmäßige Ursachen, daß an den Schulen und Hochschulen der imperialistischen Länder noch heute die unwissenschaftliche idealistische Geschichtsauffas­sung gelehrt wird. Diese idealistische Geschichtsauffassung widerspricht jedoch allen geschichtlichen Erfahrungen. Ihre Haltlosigkeit zeigte sich bereits bei der Herausbildung des Kapitalismus.

  • Je brutaler die unlösbaren Widersprüche der kapitalistischen Produktionsweise im Elend der Massen, in verheerenden Kriegen und Krisen hervortraten, um so deut­licher erwies sich die totale Verkehrtheit der bürgerlichen idealistischen Auffassungen von der „Macht der Vernunft“ und der „Harmonie des Weltgeschehens“.
  • Die wirklichen Resultate des geschichtlichen Prozesses standen in schreien­dem Gegensatz zu den sozialen Ideen und Vorstellungen von ,,Freiheit“, ,,Gleichheit“ und „Brüderlichkeit“ aller Men­schen, mit denen die junge, aufstrebende Bourgeoisie gegen den Feudalismus zu Felde gezogen war, um eine „wahrhaft vernünftige“ und „gerechte“ Gesellschaftsordnung zu errich­ten.

Warum lügen die bürgerlichen Ideologen?

Wenn wir nun noch einmal auf die Frage zurückkommen, warum die Gesetze der gesellschaftlichen Entwicklung erst so verhältnismäßig spät entdeckt wurden und warum die Existenz solcher Gesetze noch heute von den bürgerlichen Ideologen bestritten wird, so ergibt sich zunächst folgendes:

  1. Philosophischer Idealismus: Die Vorherrschaft der idealistischen Geschichtsauffassung, die bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts reichte, ver­hinderte es, die letztlich bestimmenden Ursachen und Triebkräfte der gesellschaftlichen Entwicklung aufzudecken. Diese Geschichtsauffassung bewegte sich an der Oberfläche der ge­schichtlichen Ereignisse, widmete der eigentlichen Grundlage des Lebens der Gesellschaft, der materiellen Produktion, nur wenig Aufmerksamkeit.
  2. Mißachtung der Arbeit: Es entsprach und entspricht der Denkweise der herrschenden Ausbeuterklassen, daß sie die geistige Tätigkeit, die Produktion und Verbreitung von Ideen, politische und staatliche Entscheidungen, die in den Ausbeu­terordnungen ohnehin das Privileg der herrschenden Klassen sind, als bedeutungsvoller einschätzen als die Arbeit der aus­gebeuteten Volksmassen.
  3. Leugnung gesellschaftlicher Gesetzmäßigkeiten: Diese auf oberflächliche Erschei­nungen orientierte Geschichtsauffassung, in deren Mittel­punkt die Handlungen und Entscheidungen einzelner Per­sönlichkeiten stehen, betont folgerichtig die Originalität und Einmaligkeit aller geschichtlichen Ereignisse und leugnet die Wiederholbarkeit im Ablauf der Geschichte. Gerade die Wie­derholbarkeit ist aber ein wichtiges Merkmal der gesetzmäßigen Entwicklung.
  4. Profitgier der Kapitalisten: Schließlich zeigt sich, daß die Frage, ob es Gesetze der ge­sellschaftlichen Entwicklung gibt, in einem besonders engen Zusammenhang zu den Interessen der Klassen steht. Wenn man anerkennt, daß die Geschichte der Menschheit gesetzmäßig verläuft, dann liegt darin zugleich ein objektiver Maßstab für die Beurteilung der Gegenwart und Zukunft einer be­stimmten Gesellschaft sowie ein Urteil über die Perspektive der verschiedenen Klassen. Hier liegt der springende Punkt.
  5. Angst vor dem Sozialismus: Für die imperialistische Bourgeoisie der Gegenwart wäre die Anerkennung der Existenz und Wirksamkeit objektiver Ge­setze der gesellschaftlichen Entwicklung gleichbedeutend mit der Anerkennung der Unvermeidlichkeit des Untergangs des Imperialismus und des Sieges des Sozialismus in der ganzen Welt.
Quelle: Politisches Grundwissen. Dietz Verlag Berlin, 1972, S.13-18.

Über die Dummheit

Manchmal hat man den Eindruck, daß der überwiegende Teil der Menschheit schon verblödet ist. So jedenfalls beim Betrachten dieses Fotos…

Idiotistan

In der Epoche des Imperialismus wird die Jugend in den bürgerlichen Schulen der schändlichste Menschenhaß und das Gefühl der Überlegenheit gegenüber anderen Völkern anerzogen. Die Schulen werden ein Werkzeug der Kriegspropaganda und der Vorbereitung eines Krieges um die Weltherrschaft.

Heute streben die USA-Imperialisten nach Weltherrschaft, und ihre treuen Diener verbreiten die reaktionärsten Theorien der Erziehung. Sie versuchen zu beweisen, daß sich das amerikansiche Erziehungssystem über die ganze Erde ausdehnen muß. Die amerikanischen Pädagogen George Counts, John Dewey und andere predigen im Rahmen des Kampfes um die „Demokratie“ den Gedanken der Klassenversöhnung.

Sie lenken die Jugend vom politischen Kampf ab, festigen damit gleichzeitig die Herrschaft der amerikanischen Imperialisten und fördern die Bestrebungen, diese Herrschaft über die ganze Welt zu verbreiten. Sie arbeiten Pläne für eine Jugenderziehung im Geist der Eigentümermoral aus, welche die geraubten Gewinne der Kapitalisten rechtfertigt und verleumden den Kommunismus.

Die amerikanischen reaktionären Pädagogen setzen das Werk der deutschen faschistischen Pädagogen fort. Die Verlogenheit derjenigen  bürgerlichen Gelehrten, die die Unabhängigkeit der Erziehung von den Klassen und der Poltik propagieren, hat M.I. Kalinin restlos entlarvt:

 „Der Werktätige befindet sich in der bürgerlichen Gesellschaft von der Gehurt bis zum Tode unter der ununterbrochenen Einwirkung von Gedanken, Gefühlen und Ge­wohnheiten (привычка), die für die herrschende Klasse vorteilhaft sind. Diese Ein­wirkung erfolgt durch unzählige Kanäle und nimmt manchmal kaum spürbare Formen an. Kirche, Schule, Kunst, Presse, Kino, Theater, verschiedene Organisationen – all dies sind Werkzeuge, um die bürgerliche Weltanschauung, Moral, Lebensweise usw. in das Bewußtsein der Massen einzuhämmern.“

(Kalinin: „Über kommunistische Erziehung“, Dietz Verlag , Berlin, 1951, S.90)

W.I.Lenin hat wiederholt hervorgehoben, daß die Behauptung, die Schule stehe außerhalb des Lebens und der Politik, Lüge und Heuchelei sei.

Quelle:
Jessipow/Gontscharow: Pädagogik – Lehrbuch für pädagogische Lehranstalten. Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin, 1953, S.16f.

Gedanken zu einem Foto

Man könnte sagen: Grüße aus Idiotistan – „Social Distancing = Communism“. Zu soviel Dummheit fällt schon jedem halbwegs gebildeten Menschen nichts mehr ein. Sicherlich gilt die Bezeichnung „Kommunismus“ dieser jungen Dame  als der Inbegriff alles Bösen und Schlechten auf der Welt. Schier unmöglich, ihr zu erklären, welcher Unsinn mit ihrem Plakat zum Ausdruck kommt. Es ist ein Ergebnis der fatalen Unbildung durch das USA-Schulwesen. Die permante Verblödung und das allgemeine Desinteresse an Wissen und Bildung, die Selbstüberschätzung und Genügsamkeit hinsichtlich einer hohen kulturellen, politischen und moralischen Qualifikation, erschwert den Menschen, die nichts anderes kennen, als das bürgerliche Schulwesen, die Erkenntnis der Zusammenhänge und der Gesetzmäßigkeiten der heutigen, komplizierter gewordenen Welt. (Interessant ist, daß der obige Text des sowjetischen Lehrbuchs über Pädagogik bereits im Jahre 1950 veröffentlicht wurde! Bis heute hat sich daran nichts geändert.)


Siehe auch:
Mr. Kerry und das „Recht auf Dummheit“
Das einheitliche sozialistische Bildungssystem der DDR
Rafik Kulijew: Über das Bildungssystem

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4 Antworten zu Die soziale Frage und die Dummheit…

  1. Osti schreibt:

    Danke für den Hinweis auf das Godesberger Programm (1959): Damit manifestierte die SPD, zukünftig und ausschließlich dem Kapital zu dienen. Damit ist alles gesagt!

    Es wäre jedoch anzumerken, daß die SPD schon immer die Interessen des Kapitals vertrat. In der Zeit der Weimarer Republik hatte die SPD alle wichtigen Ämter inne (NoskePolizei!) und trägt damit auch eine erhebliche Mitschuld am Hitlerismus! In der Abgeordnetenwahl im März 1933 stellten sich die im Reichstag verbliebenen SPD-Genossen geschlossen hinter Hitler!

    MFG

  2. Ines schreibt:

    Die bekommen den Marxismus natürlich nicht gelehrt, sondern es wird Ihnen suggeriert das der Kommunismus Gleichmacherei ist, dabei trägt er den Begriff Kommune in sich, das bedeutet gemeinschaftlich, das heisst nicht Konformität, sondern kooperierend zusammen zu leben, was ist dagegen einzuwenden, sie sind doch gegen die soziale Distanzierung, das Plakat ist ein Widerspruch in sich….Ines

  3. Thomas Weger schreibt:

    Modernes Establishment und ewige Menschheitsbeglücker
    In der modernen Gesellschaft findet sich immer wieder das Motto von den Selbstheilungskräften des Kapitalismus – das kapitalistische Räubersystem zieht sich dabei am eigenen verlausten Schopf aus dem verursachten Chaos. Frage nur – wie ist das noch zu schaffen bei 750 Billionen! Euro an Derivaten oder Zocker-Casino-Geld? Man könnte auch sagen: das System braucht keine staatliche Lenkung oder gar Planung, d.h. der Markt regelt alles. (Ha, ha, ha – es darf gelacht werden). Frage ist eben nur – für wen oder in wessen Interesse soll steht das verlauste System? Der Staat mit seinen verordneten Gesetzen und Erlassen ist hierbei nur williger Befehlsempfänger des Finanzmonopols wie wir wissen! Nicht umsonst kommen immer nur die Pappnasen in Fernsehen und Presse zu Wort, die sich haben kaufen und für kapitalistische Belange erziehen lassen schon von frühster Schulzeit an. Noch heute werden die soziopolitischen Gegensätze gerne durch Kant und seinen bigotten Katechismus erklärt. Um so verquaster dabei die veraltete Semantik, das Labyrinth von gequälten „Kopfgeburten“, die Mystifizierung der Dinge im monotheistisch-chauvinistischen Interesse der weißen Herrenrasse hin bis zur totalen geistigen Abgehobenheit im verstaubten Elfenbeinturm, um so mehr jubelt das verblödete Volk. Dann ist da noch Nietzsche mit seinem Zarathustra oder Hesses Steppenwolf aus Aladin und die 40 Räuber. Alles endet dann bei den Anthroposophen bürgerlicher Emanzipation á la Waldorfschulen und geistiger Nacktheit als Frühjahrskur für die geilen Faschisten nach der Weltwirtschaftskrise von 1929 oder Kryptodemokraten – und nicht nur hier in Europa, sondern noch mehr bis heute in den USA. Immer wieder wird die Philosophie von der Rückbesinnung auf sich selbst gepredigt. Der Mensch soll zuerst sich selbst ändern – der Rückzug ins eigene Ich oder Nirwana mit Drogen bei dem Sektenguru von Bagwan bis Scientology oder Kirchengeläut im romanischen Kloster, weg von den Menschen und der Welt der nicht mehr zu ertragenden Gegebenheiten. Stalin hat auch das sehr treffend beschrieben in: Anarchismus oder Sozialismus, Band I, Seite 151. Reformismus, Anarchismus und Marxismus – das sind die drei Alternativen im Sozialismus. Nun – für den normalen Hitzkopf, der vielleicht in guter Absicht seinen Herren loswerden möchte ist der Anarchismus die beste Lösung. Alles kaputtmachen und dann doch nicht wissen, wie oder was neu aufgebaut werden sollte. Reformisten wie Sozialdemokraten basteln genüsslich an kapitalistischen Verbesserungen, bleiben am Ende aber dennoch in ihrer eigenen kleinbürgerlichen Sülze gefangen (historisch wie der alte Kautsky oder heute die deutsche SPD mit ihren Oliv-Grünen-Ablegern, die dann doch gerne wieder einmal gegen Russland marschieren möchten). Moderne Terroristen stützen sich gerne auf die Religion und greifen schnell zum Blutdollar. Der feiste Herr im Bilderberg-Tower und CfR-Office hat mal wieder das Volk gespalten und den alten Mephisto aus der Flasche gelassen. Jetzt mit der Corona-Lüge wird wieder versucht die Organisation der Massen zu verhindern. Klar kann über kurz oder lang mal wieder demonstriert werden (aber nur in kleinen Gruppen mit geregeltem Toilettengang und Hot-Dog-Bude um die Ecke), wenn die faschistischen Tentakeln die Demokratie gewähren lassen. Noch ist alles nur eine Generalprobe zum finalen Maulkorb und der schleichenden staatlich-kapitalistischen Versklavung. Jeder bekommt dann seinen obligatorischen Erkennungs-Chip in den Hintern eingepflanzt. Dampf wird abgelassen, wenn die Fußballstadien und Shopping-Meilen aufmachen. Ja, ja – Brot und Spiele (panem et circenses). Die wichtigste Sache bleibt auch nach 1917 immer noch von LENIN: Die Organisationsfrage ist die wichtigste Frage! Keine Spaltung – keine Diversanten – keine Armageddon-Versklavung! Eine Neugründung der Marxistischen Partei muss auf der Tagesordnung stehen, sonst ist alles Philosophieren und Schwadronieren nur heiße Luft unter dem ewigen Himmelsdach der Träumer und Menschheitsbeglücker.

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