Der Kapitalismus tötet die Menschen. Die Überbevölkerungs-Doktrin (Malthusianismus) und der geplante Massenmord

Manila2003Sieben Milliarden Menschen leben derzeit auf der Erde. Vor 100 Jahren waren es nur etwa zwei Milliarden. Und die Welt scheint kleiner geworden zu sein mit all den Kommunikationsmöglichkeiten, die wir heute haben. Nicht nur der Warenaustausch mit fernsten Ländern hat zugenommen, auch die Migration von ärmeren Ländern in hochentwickelte kapitalistische Länder ist angewachsen. Und es kommen nicht etwa nur arme, verhungerte Obdachlose nach Mitteleuropa, sondern vielmehr auch die sehr erwünschten „Fachkräfte“, die man hier nicht erst auszubilden braucht und dafür den ärmeren Ländern entzieht. Der Kapitalismus erzeugt seine „Eliten“ ohnehin aus den eigenen Reihen der Bourgeoisie, so daß die Machtverhältnisse gesichert zu sein scheinen. Was ist aber mit den Millionen und Abermillionen deklassierter Schichten der Bevölkerung in den Elendsvierteln der imperialistischen Länder, den Millionen dahinvegetierenden, verarmten Menschen in den sogenannten „Entwicklungsländern“? Im Jahre 1798 kam der Geistliche und Ökonom Malthus auf eine „geniale“ Idee…

Die kapitalistische Wirtschaftsordnung führt zu einer rasch wachsenden relativen Übervölkerung. Doch auf der Erde ist Platz genug für alle Menschen. Nach wie vor gibt es riesige unerschlossene, unbesiedelte Gebiete. Und das soziale Ungleichgewicht ist auf einem extremen Stand, wie niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit, d.h. 1% der Menschen verfügt über 99% des gesamten Vermögens in der Welt. Das Schärfste ist: Heute leben auf der Welt 7.750.000.000 Menschen, davon 2.208 Milliardäre – in Worten: Zweitausend Zweihundert und Acht. Und diese  Räuberbande, die sich am Profit so maßlos bereichert hat, beherrscht heute die ganze Welt. Wenn sich das nicht schnellstens ändert, ist der Untergang der Menschheit vorprogrammiert.

Das Privateigentum an den Produktionsmitteln ist die Ursache für diesen Zustand. Und wir wissen auch, daß Karl Marx recht hatte, als er in seinem Lehrbuch „Das Kapital“, Band 1 (MEW, Bd.23, S.788), den englischen Ökonomen T.J. Dunning zitierte:

dunnings


Im Jahre 1914 lebten 1,7 Milliarden Menschen auf der Erde.

Bevölkerung 1910 Tabelle

Die bevölkerungsreichsten Gebiete 1914 waren:

Bevölkerung_Karte_1914


Im Jahre 1953 lebten 2,7 Milliarden Menschen auf der Erde.

Bevölkerung 1953


Und das sind 1953 die bevölkerungsreichsten Gebiete:

Bevölkerungsdichte Karte02


Hier nun eine Einschätzung aus dem Jahre 1987

Weltbevölkerung: 1986 lebten auf der Erde rd.4,8 Md. Menschen; davon 33 % in sozialistischen Ländern (in den RGW-Ländern 10%), 50% in Entwicklungsländern, 17% in ka­pitalistischen Industrieländern und 0,3% in Kolonien. Je km2 sind das 36 Einwohner. Am dichtesten be­siedelt sind Europa und Asien mit 100 bzw. 102 Einwohnern je km2. Pro Minute wächst die Weltbevöl­kerung um 156 Personen. Nach Schätzungen der UNO wird sie bis zum Jahre 2000 auf etwa 6,1 Md. Menschen anwachsen, und für das Jahr 2100 schwanken die Progno­sen zwischen 8 und 12 Md. Men­schen. 90% des Bevölkerungs­wachstums wird in den Entwick­lungsländern erfolgen. Diese Anga­ben machen deutlich, wie wichtig es ist, solche globalen Probleme der Menschheit wie die Erhaltung des Friedens, die Sicherung der Er­nährung, den Umweltschutz, die Entwicklung des Gesundheits- und Sozialwesens usw. zu lösen. (Quelle: Lexikon für Zeitungsleser, Dietz-Verlag Berlin, 1988, S.260)


Das Bevölkerungswachstum

Eine anschauliche, vorausschauende Übersicht (1950 – 2050) zeigt, daß von einem „exponentiellen“ Bevölkerungswachstum keine Rede sein kann:

Bevölkerung 1950-2050

Auffällig ist, welche enormen Verschiebungen es bei den Bevölkerungszahlen von Afrika und Europa gibt. Während die Bevölkerung in Europa (einschließlich Rußland) sich um etwa zwei Drittel veringert, hat in Afrika die Bevölkerung im Zeitraum von 1950-2050 sich nahezu verdreifacht. Migrationsbewegungen sind offenbar zunächst unberücksichtigt geblieben, dürften aber die Statistik deutlich beeinflussen.

Anteile Weltbevölkerung

Die Welt 1969: Vor 50 Jahren lag die Fertilität (Fruchtbarkeit) weltweit im Durchschnitt bei 4,9 Kindern pro Frau und 35 Prozent der verheirateten Frauen verwende­ten eine Verhütungsmethode. In den am wenigsten entwickelten Ländern bekamen Frauen im Durchschnitt 6,7 Kinder. Hier ver­wendeten nur rund zwei Prozent eine Verhütungsmethode. Schwangerschaftsabbrüche standen in weiten Teilen der Welt unter Strafe. Die Frauenbewegung kämpfte um Gleichberechtigung beim Zugang zu Bildung, auf dem Arbeitsmarkt, bei den Löhnen, Heirat und Scheidung, den Eigen­tumsrechten und an einer Vielzahl weiterer Fronten. Infolge einer verbesserten öffentlichen Gesund­heitsversorgung, in deren Folge die Säuglings­- und Kindersterblichkeit stark sank und die durchschnitt­liche Lebenserwartung deutlich anstieg, hatten die Geburtenraten 1969 in einem Großteil der sich entwickelnden Welt die Sterberaten bereits deutlich überflügelt. (Quelle: http://www.dsw.org)


Welchen Einfluß haben politische Veränderungen auf die Bevölkerungsentwicklung?

Die demografische Entwicklung am Beispiel der Sowjetunion

Hier am Beispiel der Sowjetunion bzw. Rußlands betrachtet, ist der gesamte Zeitraum von 1913 bis 2016 zu ersehen. Die grüne Linie (Bevölkerungszahl) zeigt an, wie sich die Hungersnot (1932/33), der Große Vaterländische Krieg (1941-45) und Konterrevolution nach 1990 auf Gesamtbevölkerung ausgewirkt haben. Die blaue Linie zeigt die Geburtenrate und die rote Line die Sterberate. Die größte Katastrophe für Rußland mit einem Verlust von  insgesamt 13.242.000 Einwohnern begann im Jahre 1990. Dieser Trend ist bis heute nicht beendet und wird wahrscheinlich mit dem Jahr 2020 zu einem neuen Negativrekord führen. Zu keiner Zeit haben die Völker ehemaligen Sowjetunion (insbesondere das russische Volk!) solche massiven und einschneidenden Verluste erlitten wie nach der offenen Konterrevolution 1990.Der Beginn des Niedergangs ist eindeutig in Jahr nach der Ermordung Stalins, in der Ära Chruschtschow, zu suchen.

Der Sturz des Sozialismus war die größte Katastrophe in der Weltgeschichte. Er hat die Völker in ihrer Entwicklung um ein ganzes Jahrhundert zurückgeworfen.


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Ein anderes Thema ist die eingangs bereits erwähnte relative Übervolkerung, die auf die industrielle Entwicklung  und die dadurch freigesetzten Arbeitskräfte zurückzuführen ist.

Was verstehen wir unter relativer Übervölkerung?
relatÜberbevölkerung


Der Kapitalismus tötet die Menschen

Die Veränderungen in der Bevölkerungsentwicklung kann man nicht unabhängig sehen von der jeweiligen Gesellschaftsordnung. Die Zerstörung der Sowjetunion durch die Konterrevolution war die bisher größe Katastrophe in der Weltgeschichte. Die Geburtenrate file rapide, die Alterssterblichkeit, Krebs und andere Krankheiten nahmen deutlich  zu. Die Selbstmordrate stieg sprunghaft nach oben. Für Millionen Menschen brach eine Welt zusammen. Sie verloren ihre Existenz. Damit wurde eine positive Entwicklung, wie sie sich bereits kurz nach dem Ende des großen Vaterländischen Krieges in der Sowjetunion noch deutlich abgezeichnet hatte, abrupt beendet. Immer sind des die gesellschaftlichen Verhältnisse, die sich im Leben der Menschen widerspiegeln. Eine gesunde und sozial gerechte Gesellschaftsordnung hat auch eine stabile demografische Entwicklung in der Bevölkerungsstruktur zur Folge. Andererseits führen großes soziales Elend, Hunger, Not und Ausbeutung wie in Afrika und andereren Ländern der sog. Dritten Welt zu einer hohen Kindersterblichkeit und einer geringen Lebenserwartung.


Dmitri Wladimirow

Vernichtung der „überflüssigen Fresser“. Hat Bill Gates 2019 die „Pandemie“ bereits geplant?

Im Jahr 2010 teilte der Guardian den Lesern mit, daß auf Initiative des Gründers von Microsoft in New York die zu dieser Zeit einflußreichsten Menschen Amerikas – David Rockefeller, George Soros, Michael Bloomberg, Ted Turner, Warren Buffett und natürlich Bill Gates selbst zusammentrafen. Sie beriefen ihr geheimes Good-Club-Treffen ein, und das Hauptproblem, das bei dem Treffen diskutiert wurde, war die Überbevölkerung der Erde.

Reduzierung der Erdbevölkerung

Der Medienmagnat Ted Turner, Gründer von CNN, hat sich bereits zu diesem Thema geäußert. 1996 sagte er in einem Interview, daß eine Reduzierung der menschlichen Bevölkerung um 225-300 Millionen „ideal“ wäre. Im Jahr 2008 milderte Turner seine Position: Ja, er beklagte sich immer noch, daß „wir zu viele Menschen haben“, sprach aber von der Notwendigkeit, die Erdbevölkerung um 2 Milliarden zu reduzieren – auf 70% der damaligen Größe.

„Renewing to Zero!“

Nun, was ist mit Bill Gates? Im selben Jahr 2010 las er auf einer geschlossenen Konferenz in Kalifornien „Renewing to Zero!“, ein Papier über die Reduzierung von Emissionen CO₂. „Im Durchschnitt haben wir 5 Tonnen Kohlendioxid pro Person“, sagt er. – Wir müssen darüber nachdenken, wie wir diese Zahl auf Null reduzieren können. Das Problem hat vier Faktoren, von denen einer die Bevölkerung ist. Nun, der einfachste Weg ist, Menschen loszuwerden. Es gibt heute 6,8 Milliarden Menschen auf der Welt, und diese Zahl wird auf 9 Milliarden ansteigen. Wenn wir daran arbeiten, neue Impfstoffe zu schaffen und reproduktive Gesundheitsdienste zu entwickeln, werden wir sie wahrscheinlich um 10-15% reduzieren“. (siehe auch hier: http://procinctu.com/vaccines/)

Mr. Gates: „Ich mag Impfstoffe!“

Gates verhehlt sein Interesse an Impfstoffen nicht. „Ich mag Impfstoffe wirklich“, sagte er im gleichen Bericht. Und auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos kündigte er an, daß die Bill & Melinda Gates Foundation im nächsten Jahrzehnt 10 Milliarden Dollar für die Entwicklung und Bereitstellung neuer Impfstoffe für Kinder in Ländern der Dritten Welt bereitstellen wird. Was scheint falsch daran zu sein, die Gesundheit der Entwicklungsländer zu unterstützen? Und vor allem: Was hat die COVID-19-Pandemie mit ihr zu tun?

„Ereignis 201.“

Seit ihrer Gründung hat die Bill & Melinda Gates Foundation die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kontinuierlich finanziert. Man sagt, daß Gates tatsächlich ihr Eigentümer geworden ist, und seine Finanzspritzen an diese UNO-Agentur sind bereits vergleichbar mit den Beiträgen aller Vereinigten Staaten. Und das bedeutet, daß er die Arbeit der Organisation, ihre Pläne und Prioritäten beeinflussen kann.

Impfungen – Wer verdient daran?

Bills Gates‘ Prioritäten sind die Impfungen. Im Idealfall sollte jedes Neugeborene in den Entwicklungsländern geimpft werden. Die Pharmakonzerne, die hinter ihm stehen, sind bereit und haben es mehr als einmal getan, aber nur ihre Aktivitäten waren oft von Skandalen begleitet. Die Massenimpfung gegen Polio hat in Indien Tausende von Kindern gelähmt. Impfungen gegen Malaria und Meningitis haben in Afrika zu den gleichen Lähmungen, fiebrigen Anfällen und zum Tod von Babys geführt. Und das Testen experimenteller Impfstoffe gegen das humane Papillomavirus in entlegenen indischen Provinzen endete mit schweren Nebenwirkungen, darunter Autoimmunkrankheiten und Unfruchtbarkeit bei jungen Mädchen.

Was sagen Ärzte zu den geplanten Impfungen?

Ärzte in verschiedenen Ländern haben bereits angedeutet, daß der wahre Zweck der von der WHO verordneten Impfung darin besteht, die Bewohner der Länder der Dritten Welt zu schwächen, sie anfälliger für Krankheiten und vorzeitigen Tod zu machen. Oder (Sie erinnern sich vielleicht an den Gates-Bericht!), um sie steril und unfruchtbar zu machen. Lokale Medien schrieben mehr als einmal, daß sie bei der Analyse dieser Impfstoffe in den Labors die Substanzen aufdeckten, die zu weiblicher Unfruchtbarkeit führen.

Und nun die Corona-„Pandemie“…

Und so kam es zur COVID-19-Pandemie. Während die westlichen Medien Panik verbreiteten und die breite Öffentlichkeit Toilettenpapier aufkaufte, kündigte die Gates Foundation den Beginn eines eigenen Impfstoffversuchs an. Es ist möglich, so vermuteten Verschwörungsexperten, daß es im Voraus vorbereitet wurde. Und sie hat den „Nebeneffekt“, den sich die Kunden wünschen. Und das Szenario, „ein Problem zu schaffen – den Horror nachzuholen – die Droge zu verkaufen“, wurde bei früheren infektiösen Ausbrüchen – SARS, Schweinegrippe und Vogelgrippe – überrollt…

Alles nur eine Verschwörungstheorie ?

Natürlich könnte man sagen, daß Verschwörungstheoretiker versuchen, den Karren vor das Pferd zu spannen und die Bedrohung dort zu sehen, wo sie nicht ist. Aber hier ist ein weiterer interessanter Zufall: Im vergangenen Oktober organisierte die Gates Foundation zusammen mit der Johns Hopkins University und dem Weltwirtschaftsforum eine Veranstaltung für Politiker, Beamte und medizinische Experten. Es wurde „Ereignis 201“ genannt. Es handelte sich um eine Art Übung, die einen massiven Ausbruch einer Coronavirusinfektion simulierte. In der Simulation wurde berichtet, daß innerhalb von 18 Monaten 65 Millionen Menschen „getötet“ werden, der Handel und die Bewegungsfreiheit der Menschen auf dem Planeten gelähmt werden und die Weltwirtschaft zusammenbricht. Die Teilnehmer erhielten übrigens niedliche Plüschtiere in Form von Coronaviren. Eine Art Souvenir…

Und zwei Monate später gab es den „Patienten Null“ im chinesischen Wuhan. Nur war es keine Imitation mehr. Es war der Beginn einer Katastrophe!

Quelle: „Аргументы и Факты“ 24/04/2020 (Übersetzung: Franja Krasnaja)

Doch welcher Gedanke lag dier Katastrophe zugrunde? Thomas Robert Malthus (1766-1834) war war der Inhaber des weltweit ersten Lehrstuhls für politische Ökonomie. Um seine Theorie, die er „Principle of Population“ (1798) nannte, eine Theorie der Überbevölkerung, zu erklären, reichen einige wenige Zeilen:

1. Die Bevölkerungstheorie von Malthus

Bevölkerungslehre (Populationstheorie) – im 17. und 18. Jahrhundert als Teil der sich herausbilden­den politischen Ökonomie mit dem Ziel entstan­den, die sozialen Bedingungen und wirtschaft­lichen Folgen einer Bevölkerungsentwicklung festzustellen (vor allem PETTY, STEUART).

Welche Bedeutung hat eine solche Theorie?

Die Bevölkerungsentwicklung wird hier als natür­licher (biologischer) Prozeß genommen, der Stand der gesellschaftlichen Entwicklung als von der Bevölkerungszahl abhängig gesehen: je größer die Bevölkerungszahl, um so höher der Stand der gesellschaftlichen Entwicklung und umgekehrt. Mit Beginn der verstärkten kapitalistischen Aus­beutung der Arbeiter, der Unterdrückung, Unter­jochung und Versklavung fremder Völker durch die kapitalistischen Kolonialstaaten nahmen ver­schiedene Bevölkerungslehren apologetischen Charakter an und wurden zu einem Mittel der theoretischen Rechtfertigung der kapitalistischen (später der imperialistischen) Eroberungspolitik. (→Malthusianismus).

Wie kam es zu dieser Theorie?

Von T. R. MALTHUS wurde eine bürgerliche Bevölkerungstheorie entwickelt. die die Verelendung der Arbeiterklasse, ihre soziale Notlage im Kapitalismus als «natürliches, Gesetz der Vermehrung der Arbeiterbevölkerung darstellte. Im Neomalthusianismus zeigte sich der menschenfeindliche Charakter dieser apologe­tischen Bevölkerungstheorie besonders ausge­prägt.

Gibt es diese Theorie heute noch?

Allgemeine, von den konkreten gesellschaftlichen Bedingungen abstrahierende Bevölkerungslehren sind bis in die Gegenwart oft versucht worden. Es kann sie jedoch nicht geben, weil jede Gesell­schaftsformation ihre eigenen Bevölkerungsgesetze hat. Obwohl die demographische Geschichte bei weitem weniger erforscht ist als beispielsweise die Wirtschaftsgeschichte, wird heute schon weit­gehend anerkannt, daß sich die demographische Entwicklung unter unterschiedlichen historischen Bedingungen auf verschiedenartige Weise voll­zieht, wobei die konkreten Besonderheiten in einzelnen Ländern große Bedeutung haben. Be­völkerungszahl und Bevölkerungsdichte sind ein ökonomischer und ökologischer Faktor, der einen bedeutenden Einfluß auf die gesamte gesellschaft­liche Entwicklung ausübt.

Was sagt die marxistische Wissenschaft dazu?

Der historische Materialismus betrachtet die Be­völkerungsentwicklung auf dem Boden der jewei­ligen Gesellschaftsformation. Für den historischen Materialismus sind Bevölkerungsgesetze in erster Linie ökonomische Gesetze. MARX charakterisiert diesen Tatbestand im Hinblick auf die kapitali­stische Gesellschaft durch die Feststellung:

„Mit der durch sie selbst produzierten Akkumulation des Kapitals produziert die Arbeiterbevölkerung … in wachsendem Umfang die Mittel ihrer eignen relativen Überzähligmachung. Es ist dies ein der kapitalistischen Produktionsweise eigentüm­liches Populationsgesetz“, um daran die allge­meine Aussage zu knüpfen, daß „jede besondre historische Produktionsweise ihre besondren historisch gültigen Populationsgesetze hat. Ein abstraktes Populationsgesetz existiert nur für Pflanze und Tier, soweit .der Mensch nicht ge­schichtlich eingreift.“ (MEW, Bd. 23, S. 660).

Warum ist diese Theorie im Sozialismus unsinnig?

Mit dem Übergang vom Kapitalismus zum Sozialis­mus verliert das der kapitalistischen Gesellschafts­ordnung eigentümliche Populationsgesetz seine Wirksamkeit. Auf der Grundlage sozialistischer Produktionsverhältnisse wirken besondere Be­völkerungsgesetze, die bei der Ausarbeitung und Realisierung der Volkswirtschaft berücksichtigt werden müssen. (–> Bedingungen des materiellen Lebens der Gesell­schaft).

Quelle: Georg Klaus/Manfred Buhr (Hrsg.) „Philosophisches Wörterbuch“ (2 Bde.). Dietz Verlag Berlin, 1975, Bd.1, S.216f. (Zwischenüberschriften eingefügt, N.G.)

2. Was verstehen wir unter Malthusianismus?

Malthusianismus – unwissenschaftliche Bevölke­rungslehre des englischen Geistlichen und- Öko­nomen MALTHUS, wonach das Wachstum der Bevölkerung ewigen Naturgesetzen unterliege und schneller vor sich gehe (geometrische Progres­sion) als die Produktion von Nahrungsmitteln (arithmetische Progression).

Was sagt Karl Marx dazu?

MALTHUS „verwan­delt die historisch verschiednen Verhältnisse in ein abstraktes Zahlenverhältnis, das rein aus der Luft gefischt ist und weder auf Naturgesetzen noch auf historischen beruht“ (MARX, Grundrisse der Politik der politischen Ökonomie, MEW, Bd.42, S.507).

Wie erklärt sich Malthus die Überbevölkerung?

Elend und Hunger der Werktätigen haben nach MALTHUS ihre Ursache nicht in den kapi­talistischen Produktionsverhältnissen, sondern in der natürlichen Eigenschaft der Menschen, sich zu vermehren. MALTHUS‘ Bevölkerungsgesetz ver­leiht „der brutalen Ansicht des Kapitals brutalen Ausdruck“. Er lieferte mit seiner Bevölkerungs­lehre eine „Apologie des Elends der Arbeiter­klassen“ (MARX).

Warum ist für Kapitalisten diese Theorie so interessant?

In der Gegenwart ist in den imperialistischen Ländern der Malthusianismus im Neomalthusianismus lebendig, der eine offen menschenfeindliche Lehre ist und von reaktionären Positionen aus den antagonistischen Widerspruch zwischen den Interessen des Monopolkapitals und denen des Volkes widerspiegelt. Anhänger des Neomalthusianismus, wie VOGT, COOX, GRIMM u.a., be­haupten die Unvermeidlichkeit einer Über­bevölkerung der Welt und befürworten die Massenausrottung von Menschen, insbesondere auch durch Verwendung von thermonuklearen Vernichtungswaffen. Die Neomalthusianer verbinden sich eng mit den rassistischen und eugenischen Theoretikern und dienen mit ihnen gemeinsam der Rechtfertigung der aggressiven imperialisti­schen Politik. Malthusianismus und Neomalthu­sianismus sind Varianten des Biologismus in der Geschichtsauffassung.

Quelle: Georg Klaus/Manfred Buhr (Hrsg.) „Philosophisches Wörterbuch“ (2 Bde.). Dietz Verlag Berlin, 1975, Bd.2, S.716f. (Zwischenüberschriften eingefügt, N.G.)

Was sagt Friedrich Engels zu dieser Theorie?

Es war alles lauter Pracht und Herrlichkeit – aber die Voraussetzungen machten sich bald genug wieder geltend und erzeugten im Gegensatz zu dieser gleißenden Philanthropie die Malthussche Bevölkerungstheorie, das rauhste barbarischste System, das je existierte, ein System der Verzweiflung, das alle jene schönen Redensarten von Menschenliebe und Weltbürgertum zu Boden schlug; sie erzeugten und hoben das Fabriksystem und die moderne Sklaverei, die der alten nichts nachgibt an Unmenschlichkeit und Grausamkeit. (MEW, Bd.1, S. 500f.)


malthus


3. Gilt das auch heute?

Ja, es gilt noch, denn wir leben (wieder) im Kapitalismus. Daß der moderne Kapitalismus menschenfeindlich ist, weil nur auf den Profit orientiert, wußten auch wir schon länger. Doch immer wieder kommen die alten und neuen Apologeten und wollen uns weismachen, daß es die reine Menschenliebe sei, wenn ein David Rockefeller oder ein Bill Gates von seinen zusammengerafften Milliarden mal einige für angeblich wohltätige Zwecke spendet. Niemals hat je ein Kapitalist Geld ausgegeben ohne den Hintergedanken an noch größeren Profit.


Und weiter schreibt Friedrich Engels:

Heute geht der Handel gut, die Nachfrage ist sehr bedeutend, da arbeitet alles, das Kapital wird mit wunderbarer Schnelligkeit umgeschlagen, der Ackerbau blüht, die Arbeiter arbeiten sich krank — morgen tritt eine Stockung ein, der Ackerbau lohnt nicht der Mühe, ganze Strecken Landes bleiben unbebaut, das Kapital erstarrt mitten im Flusse, die Arbeiter haben keine Beschäftigung, und das ganze Land laboriert an überflüssigem Reichtum und überflüssiger Bevölkerung.
Diese Entwickelung der Sache darf der Ökonom nicht für die richtige erkennen; er müßte sonst, wie gesagt, sein ganzes Konkurrenzsystem aufgeben; er müßte die Hohlheit seines Gegensatzes von Produktion und Konsumtion, von überflüssiger Bevölkerung und überflüssigem Reichtum einsehen. Um aber, da das Faktum einmal nicht zu leugnen war, dies Faktum mit der Theorie ins gleiche zu bringen, wurde die Bevölkerungstheorie erfunden.
Malthus, der Urheber dieser Doktrin, behauptet, daß die Bevölkerung stets auf die Subsistenzmittel drückt, daß, sowie die Produktion gesteigert wird, die Bevölkerung sich in demselben Verhältnis vermehrt und daß die der Bevölkerung inhärente Tendenz, sich über die disponiblen Subsistenzmittel hinaus zu vermehren, die Ursache alles Elends, alles Lasters ist. Denn wenn zuviel Menschen da sind, so müssen sie auf die eine oder die andre Weise aus dem Wege geschafft, entweder gewaltsam getötet werden oder verhungern.
Wenn dies aber geschehen ist, so ist wieder eine Lücke da, die sogleich wieder durch andre Vermehrer der Bevölkerung ausgefüllt wird, und so fängt das alte Elend wieder an. Ja, dies ist unter allen Verhältnissen so, nicht nur im zivilisierten, sondern auch im Naturzustande; die Wilden Neuhollands, deren einer auf die Quadratmeile kommt, laborieren ebensosehr an Übervölkerung wie England.
Quelle: Friedrich Engels „Umrisse zu einer Kritik der Nationalökonomie“. In Karl Marx/Friedrich Engels: Werke, Dietz Verlag Berlin, 1981, Bd.1, S.517f.

4. Wie versuchen die Imperialisten uns die Bevölkerungstheorie als eine „Wissenschaft“ zu verkaufen?

Manipulation [lat] – Herrschaftstechnik der impe­rialistischen Bourgeoisie zur Steuerung des Ver­haltens großer Massen des Volkes, indem mit Hilfe moderner wissenschaftlicher Erkenntnisse und technischer Methoden die Bewußtseins- und Meinungsbildung soweit wie möglich von der Erkenntnis und dem Wissen getrennt und somit das Bewußtsein der Menschen deformiert wird. Ohne daß sich die Volksmassen dessen bewußt sind, werden sie in ihrer Weltanschauung, in ihren Denkgewohnheiten, ihren Gefühlsregungen und ästhetischen Urteilen, in ihrer gesamten Lebensweise den Klasseninteressen der imperia­listischen Bourgeoisie untergeordnet. Manipu­lierung ist die völlige Gleichschaltung des Be­wußtseins der Menschen mit der imperialistischen Ideologie. Sie degradiert das Volk auch in der geistigen Sphäre zum vollständigen Objekt der Monopole.


5. Der geplante Massenmord

Was derzeit in der Welt geschieht ist nicht anderes als die verbrecherische Fortsetzung der menschenverachtenden Theorie des britischen Geistlichen, Ideologen und Ökonomen Thomas Robert Malthus (1766-1834) durch die Gates-Foundation im Komplott mit der WHO und dem IWF.  Der Neo-Malthusianismus ist eine verbrecherische Ideologie des Imperialismus. Karl Marx und Friedrich Engels bezeichneten den Malthusianismus als „Apologie des Elends der Arbeiterklasse“ und als „offenste Kriegserklärung der Bourgeoisie gegen das Proletariat“.

Als geeignete Mittel zur Reduzierung der Bevölkerung bezeichnete der britische Pfaffe und Ideologe T.R. Malthus:

  • geschlechtliche Enthaltsamkeit (das will Gates mit einer Impfung erzwingen !)
  • Einschränkung der Armenunterstützung (wie schon in der BRD mit Hartz 4 !)
  • Elend (wie gerade praktiziert mit massenhafter Stillegung der Wirtschaft !)
  • Seuchen (dazu wurde die angebliche Corona-Pandemie erfunden !)
  • Kriege (wie gerade der zwischen Aserbaidshan und Armenien, später Jemen !)

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Quelle: Jüdisches Historisches Institut (Hrsg.): Faschismus-Getto-Massenmord. Rütten & Loening Berlin, 1960 S.262f

Siehe auch: ISRAEL – Die „Impfung ist ein neuer Holocaust!


6. Warum hat die Bevölkerungsheorie im Sozialismus keine Gültigkeit mehr?

Das Wachstum der Bevölkerung ist insofern bedeutungsvoll, als „die Vermehrung der Population die Produktivkraft der Arbeit vermehrt, indem sie größere Teilung und größere Kombina­tion der Arbeit etc. möglich macht“ (MARX, Grundrisse S.304). Inwieweit größere Bevölkerungs­zahl und größeres Wachstum der Bevölkerung die Arbeitsproduktivität real vermehrt, hängt immer von den Produktivkräften und Produktionsver­hältnissen einer gegebenen Gesellschaft ab.

„In­des ist die Dichtigkeit etwas Relatives. Ein relativ spärlich bevölkertes Land mit entwickelten Kommunikationsmitteln besitzt eine dichtere Bevölkerung als ein mehr bevölkertes Land mit unentwickelten Kommunikationsmitteln, und in dieser Art sind z.B, die nördlichen Staaten der amerikanischen Union dichter bevölkert als Indien.“

(Quelle: MARX/ENGELS Bd. 23, S. 373).

Wie ist das Wesen der Gesellschaft erklärbar?

Obwohl keine Theorie der Gesellschaft und des Menschen von den genannten natürlichen Bedin­gungen des gesellschaftlichen Lebens absehen kann, ist aus ihnen allein Mensch, Gesellschaft und Geschichte nicht erklärbar. In der Geschichts­philosophie und Soziologie wurde oftmals aus natürlichen Bedingungen das Wesen des Men­schen und der Gesellschaft zu erklären versucht.

Reaktionäre Theorien: So in der philosophischen Anthropologie, die die Eigenschaften und Bedürfnisse des Menschen als natürliche und nicht als historisch gewordene be­trachtet, oder im Sozialdarwinismus, der einseitig interpretierte biologische Erscheinungen des Tier­reichs auf Mensch und Gesellschaft überträgt. Die Rassentheorie hat sich als der reaktionärste Ver­such erwiesen, Mensch und Gesellschaft aus angeblichen natürlich-biologischen Eigenschaften des Menschen zu deuten. Die geographische Schule erhob Bedingungen der außeren Natur zu den bestimmenden der gesell­schaftlichen Entwicklung. In der Geopolitik wurden geographische Faktoren sogar für die imperialisti­sehe Expansionspolitik verantwortlich gemacht. ferner sind die Bevölkerungstheorien zu nennen, die Mensch und Gesellschaft aus der Dichte und dem Wachstum der Bevölkerung erklären. Alle diese Versuche haben sich als haltlos erwiesen.

Wie erklärt der Marxismus-Leninismus die Gesellschaft?

Der historische Materialismus hat den Platz und iie Rolle der natürlichen Lebensbedingungen der Gesellschaft geklärt und nachgewiesen, daß das Spezifische des gesellschaftlichen Lebens nicht in Naturbedingungen gesucht werden kann.

„Man kann die Menschen durch das Bewußtsein, durch die Religion, durch was man sonst will, von den Tieren unterscheiden. Sie selbst fangen an, sich von den Tieren zu unterscheiden, sobald sie an­fangen, ihre Lebensmittel zu produzieren, ein Schritt, der durch ihre körperliche Organisation bedingt ist. Indem die Menschen ihre Lebens­mittel produzieren, produzieren sie indirekt ihr materielles Leben selbst.“

(Quelle: MARX/ENGELS Werke, Bd. 3, S. 21). 

Das individuelle oder kollektive Handeln (bzw. der gesellschaftliche Prozeß) besitzt die Qualität der Bewußtheit, wenn es in Kenntnis seiner wesentlichen geslelschaftlichen (geschichtlichen) Fernwirkungen vor sich geht, diese Wirkungen bezweckt, entsprechend gesellschaftlich organisiert und sie auch erreicht.

Das war in der DDR der Fall. Die Grundlage für eine sozialistische Gesellschaft, die frei ist von Ausbeutung und Unterdrückung der werktätigen Volksmassen, beruht auf dem gesellschaftlichen Eigentum an Produktionsmitteln. Um das zu erreichen, muß der Kapitalismus mit seinem Privateigentum an Produktionsmittel beseitigt werden. Das ist nur möglich durch den revolutionären Sturz der alten, überlebten, kapitalistischen Gesellschaftsordnung durch die revolutionäre Arbeiterklasse und die Errichtung einer antifaschistisch-demokratischen Ordnung und den späteren Aufbau des Sozialismus.


Siehe auch:
Warum ist sozialistische Planwirtschaft besser als das wirtschaftliche Chaos des Kapitalismus?

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22 Antworten zu Der Kapitalismus tötet die Menschen. Die Überbevölkerungs-Doktrin (Malthusianismus) und der geplante Massenmord

  1. „Ein abstraktes Populationsgesetz existiert nur für Pflanze und Tier, soweit der Mensch nicht geschichtlich eingreift.“

    Tja, nun ist aber auch der Mensch an sich nichts weiter als ein Tier – ein biologisches Lebewesen, welches sich quasi in zwei „Wesen“ teilt: ein biologisches und ein gesellschaftliches Sein.
    —————————————————–
    Lenin erwähnt in Staat und Revolution die Spinnerei des Malthus nebenbei und zeigt auf, daß Kautsky (und damit viele andere Opportunisten) die Ansichten des Malthus vertrat.

    • sascha313 schreibt:

      „…der Mensch an sich nichts weiter als ein Tier…“ – das täte ja stimmen, wenn sich der Mensch nicht aus dem Tierreich heraus entwickelt hätte. „…das Tier benutzt die äußere Natur bloß und bringt Änderungen in ihr einfach durch seine Anwesenheit zustande; der Mensch macht sie durch seine Änderungen seinen Zwecken dienstbar, beherrscht sie.“ (Engels: Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen, MEW, Bd.20, S.444-455)

      • *wenn sich der Mensch nicht aus dem Tierreich heraus entwickelt hätte.* „…das Tier benutzt die äußere Natur bloß und bringt Änderungen in ihr einfach durch seien Anwesenheit zustande; der Mensch macht sie durch seine Änderungen seinen Zwecken dienstbar, beherrscht sie.“ (Engels: Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen, MEW Bd.20, S.444-455)

        „der Mensch macht sie durch seine Änderungen seinen Zwecken dienstbar, beherrscht sie.“

        Nun, ja. Biologisch betrachtet machen auch andere Tiere sich die Natur durch ihre Änderungen ihren Zwecken dienstbar, „beherrschen“ sie. So baut etwa der Webervogel formvollendete Nester und nicht bloß eines, sondern gleich mehrere nacheinander, wovon jedoch nur ein Nest zu Eiablage genutzt wird und die anderen nur dem Zwecke dienen, Eierdiebe ‚zu frustrieren‘ – nach spätestens drei leeren Nestern zieht er von dannen. Oder denken ich an bestimmte Insekten und ihre geometrisch einmalig aufgebauten Behausungen … – all dies, ohne daß davon gesprochen werden kann, daß solche Tiere über eine ‚Intelligenz‘ oder gar ein Bewußtsein verfügen würden. … oder das bestimmte Zugvögel das Fliegen von den Elterntieren erlernen müssen, sonst wird das nichts mit der langen Reise von Europa und Asien bis in den Fernen Süden Afrikas.

        Der Mensch ist an sich nichts weiter als ein Tier – ein biologisches Lebewesen, welches sich quasi in zwei „Wesen“ teilt: ein biologisches und ein gesellschaftliches Sein.

        Menschwerdung des Affen: Bisher habe ich nicht herausgefunden, was Engels unter Menschwerdung verstanden hat. Der Mensch ist nun einmal biologisch ein Affe und Inuit, Mensch, Bantu u.a. sind ja nur die Eigenbezeichnungen dieses ‚höher entwickelten‘ Affen, ähnlich wie sich auch die verschiedenen Anhänger der Religionen als Eigenbezeichnung Christ, Jude, Muslim oder der Philosophien Buddhist, Hindi, Jain oder der Kapitalisten Demokraten, Humanisten, Konservative, Liberale, Republikaner, Sozialdemokraten und sogar Sozialisten bezeichnen.
        ————————————
        Für mich war ja der Satz von Karl Marx: „Die Religion ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt“(*A) in meiner Erkenntnis nicht bloß der entscheidende Wendepunkt vom Idealisten zum Materialisten, sondern auch eine ‚Warnung‘ weder mich noch andere Menschen phantastisch zu verwirklichen, weil daran nämlich alle Religionen und die meisten Philosophien kläglich scheitern mussten und ich ich selber fast daran gescheitert wäre, weil ich die Lehre der Religion in der ich abgerichtet und dressiert wurde für wirklich und wahr hielt, obwohl es doch nur eine subjektive „Wahrheit “ war, in den mich der „Zustand, der der Illusionen bedarf“ versetzte, der eben gerade vom Opium des Volkes erzeugt wird.

        (*A) – Karl Marx: Einleitung zu Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie; in: Deutsch-Französische Jahrbücher 1844, S. 71 f

      • sascha313 schreibt:

        …tja – da kann man onsequenterweise nur eins tun: mehr von Marx, Engels, Lenin lesen und im Zusammenhang betrachten. Was ergibt sich daraus:

        Lenin: „Die Lehre von Marx ist allmächtig, weil sie wahr ist. Sie ist in sich geschlossen und harmonisch, sie gibt den Menschen eine einheitliche Weltanschauung, die sich mit keinerlei Aberglauben, keinerlei Reaktion, keinerlei Verteidigung bürgerlicher Knechtung vereinbaren läßt.“
        (Lenin: „Drei Quellen und drei Bestandteile des Marxismus“, LW Bd.19, S.3-9)

      • So ist das. Und an den Rat von Lenin: „Lernen, lernen, lernen“, halte ich mich sowieso.
        (Denn das habe ich auch schon gemacht, bevor ich vom (religiösen) Idealisten zum Materialisten wurde.)

      • sascha313 schreibt:

        Das ist der einzig richtige Weg. 🙂

    • S. Erfurt schreibt:

      Als Ergänzung: Das gesellschaftliche Sein ist dadurch bestimmt, daß der Mensch jede produktive Tätigkeit gesellschaftlich einbringt (Arbeitsteilung). Das liegt einmal daran, daß der Mensch biologisch nicht spezialisiert ist wie das alle Tiere sind. Beispielsweise haben Vögel Flügel die ihnen die Fähigkeit zum Fliegen verleihen (das Fliegen jedoch ist eine Fertigkeit die sie selbst lernen müssen). Auch wächst dem Menschen kein dickes Fell, ganz im Gegenteil: Der Mensch ist sein Leben lang darauf angewiesen, sich selbst der Witterung entsprechend zu kleiden und dafür eben die Kleidung selbst zu produzieren.

      Die Produktion von Kleidung, Behausung und Nahrungsmitteln erfolgt beim Menschen durch den Menschen infolge Arbeitsteilung. Das ist genau das, was den Menschen vom Tier unterscheidet, während ein Vogel lernt seine Flügel zu gebrauchen, lernen Menschen miteinander umzugehen und sich die Arbeit zu teilen: Vom Jäger und Sammler zum Ackerbauer und Viehzüchter, vom Ackerbauer und Viehzüchter zum Ingenieur und Flugzeugkonstrukteur (und schon kann der Mensch auch fliegen).

      Gesellschaftliche Arbeit hat jedoch noch einen anderen Effekt: Das Mehrprodukt. D.h., daß stets mehr produziert als verbraucht wird. Es liegt auf der Hand, daß eine Produktion geplant werden muss, bspw. so daß ein Überschuss an Nahrungsmitteln als Vorrat über den Winter eingelagert wird. Gleichermaßen ist dieses Mehrprodukt die Voraussetzung dafür daß sich der Handel entwickelt und leider auch die Voraussetzung dafür daß Menschen Menschen ausbeuten können. Durch Ausbeutung jedoch bekommt die gesellschaftliche Arbeitsteilung einen ganz anderen Sinn als den der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse wie Wohnen, Essen und Kleidung usw.

      Wenn der Profit das Ziel ist, landet das Ergebnis gesellschaftlicher Arbeit in privaten Taschen und nicht in der Gesellschaft. Die Umwelt wird systematisch zerstört und der Bevölkerungszuwachs erfolgt völlig unkontrolliert denn die Marktwirtschaft die ja angeblich alles wie von selbst regelt, regelt in Sachen Demografie nämlich gar nüscht. So entstehen dann diese und jene Märchen die in Rundfunk, Presse und Fernsehen verbreitet werden.

      MFG

      • Danke S. Erfurt. Eine sehr gute Kurzzusammenfassung.

      • S. Erfurt schreibt:

        Danke für das Danke jauhuchanam. Ich denke, der wesentliche Unterschied zwischen Mensch und Tier ist nicht die Arbeit schlechthin, sondern die Art und Weise wie gearbeitet wird, also die gesellschaftliche Arbeitsteilung. Die findet man ansatzweise auch bei den Tieren, bspw. jagen Wölfe im Rudel und ein Biber baut Dämme wenn er Wasser an einem bestimmten Ort benötigt, das ist schon erstaunlich. Und siehe Bienen, die entwickeln richtige Hierarchien mit Arbeitern, Drohnen, Königin und so 😉 Aber auch hier gibt es den Unterschied, daß diese Art gesellschaftlichen Lebens keine Weiterentwicklung erfährt sondern seit Jahrtausenden auf einem bestimmten Niveau stehengeblieben ist, während der Mensch sich eben auch gesellschaftlich weiterentwickelt.

        Vermutlich ist es gerade auch die Fähigkeit zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung in welcher der heutige Homo Sapiens die größten Fertigkeiten entwickelt hat, was dazu führte daß der Neandertaler ausgestorben ist. Und das, obwohl der Neandertaler dem Sapiens körperlich total überlegen war. So wurde der Neandertaler eben nicht durch Kriege besiegt sondern verkümmerte infolge der Überlegenheit des Homo Sapiens und dessen höheren Entwicklungsstand in Sachen Nahrungsbeschaffung, Häuserbau usw.

        MFG

        PS; apropos Webervogel: Die Beutelmeise webt auch ein hängendes Nest was aussieht wie ein Beutel. Erst gestern hatte ich das Glück, am Altrhein bei Worms das Nest einer Beutelmeise durch Zufall zu entdecken und blieb wie angewurzelt stehen. Leider war es mir nicht vergönnt die Beutelmeise selbst zu beobachten, aber das Nest zu entdecken war schon aufregend genug denn damit hatte ich absolut nicht gerechnet. Beutelmeisen waren vor 50 Jahren schon eine Seltenheit!

      • „(…) während der Mensch sich eben auch gesellschaftlich weiterentwickelt. (…)

        Du hast meine Gedanken dazu auf den Punkt gebracht!
        gesellschaftlich weiterentwickelt

        Und das finde ich ja überhaupt das Erstaunlichste an unserer Affen-Art Mensch aus der Gattung der Homos – von denen wir die einzig überlebenden sind.
        —————————————————————————————
        Ich freue mich sehr, daß ich hier Menschen – wie dich – kennenlerne, die zu bestimmten Aspekten zum oder des Lebens ähnliche Gedanken haben, wie ich selber.

        Denn dies zeigt mir, daß der von (bis jetzt jedenfalls) Marx ‚GEDANKLICH‘ vollendete MATERIALIMUS etwas in uns Menschen – Bantu, Inuit – ) wirklich eingeborenes ist! —

        Sorry!
        Vor ein paar Tagen hatte mein Sohn (der gerade 18 Jahre alt wurde) mit mir ein Gespräch gesucht:
        „Schau mal Papa – als wir noch in Afrika lebten und ich mit meinen Brüdern und Freunden auf der Farm spielten, haben wir uns immer um die Tiere gekümmert und „nebenbei“ unsere ‚Häuser‘ gebaut — ohne, daß du mir das jemals gezeigt oder beigebracht hast:
        Kumbe (ergo, also) Papa! ***Das muss dann doch bei uns AFFEN „angeboren“ sein, oder?
        Wir haben das doch irgendwie in uns (?)***
        — die Vögel und Insekten, die wir beobachtet haben, machen das Gleiche: die bauen doch auch tolle Häuser…. ich und meine Brüder und Freunde haben das ebenso auf unserer Farm gemacht.
        Papa!? (eigentlich war ich bereits müde und wollte nur noch schlafen) Papa! *Das Häuser-Bauen muss uns also wie den anderen Tieren eingeboren sein — Papa! oder?

        Was hätte ich ihm zur Antwort geben können?
        „Also!“ – ich war wirklich echt müde – sagte ich zu ihm:
        Ja, es ist uns Menschen angeboren, Häuser zu bauen, wie es den Vögel angeboren ist, ihre Nester zu bauen. Aber im Gegensatz zu den Vögeln, die das Fliegen von den Eltern beigebracht werden muß, bringt kein Mensch einem das Laufen bei … das „erlernt“ jeder Mensch aus sich Selber heraus. … womit die zentrale Forderung von Karl Marx, nämlich sich vom Zustand, der der Ilusionen bedarf, zum ersten Mal erfüllt wird.“

        „Ach, Papa! was hat das jetzt schon wieder mit Marx zu tun?“
        — „Nichts! – aber du weißt ja mittlerweile, was eine Metapher oder ein Gleichnis ist, gelle?“

  2. S. Erfurt schreibt:

    Eng verwandt mit diesem Thema: Pflanzenschutzmittel. D.h., man lügt uns die Hucke voll, daß es ohne Glüfosaat nicht mehr möglich ist, die Weltbevölkerung zu enähren. Natürlich wissen wir alle, daß das eine Lüge ist, denn in Wirklichkeit liegt erstens eine Überproduktion an Nahrungsmitteln vor (die Getreidesilos von Rheindürkheim sind noch vom letzten und vorletzten Jahr gut gefüllt), zweitens gibt es auch in Deutschland riesige Flächen die gar nicht genutzt werden und drittens ist es für die Bauern viel profitabler Pfanzen anzubauen die unmittelbar industriell verarbeitet und technisch genutzt werden (Ölsaaten).

    Grüne Kreuze in den Äckern dienen der Unterstützung dieser Propagandalüge. Wir als Radfahrer und Wanderer sollen Rücksicht nehmen auf Erntemaschinen die breit wie Schaufelradbagger sind und wer beim Radfahren eine Ladung Pflanzenschutzmittel aus dem Hubschrauber abbekommt hat dann eben mal Pech gehabt. Wobei man diese Pflanzenschutzmittel nach dem Giftgesetz der DDR als Gifte der Abteilung Eins (Kennzeichnung: Weißer Totenkopf auf schwarzem Grund) einordnen würde, also Gifte die genauso giftig sind wie Zyklon B (Blausäure).

    Wer’s immer noch nicht verstanden hat: Den Bauern des Kapitalismus ist es scheißegal, ob wir genug zu essen haben, die produzieren um Profite zu machen und nicht etwa um irgendwelche Bedürfnisse zu befriedigen. Solche Bauern brauchen wir nicht!

    Schöne Grüße.

  3. Hanna Fleiss schreibt:

    Seit einigen Tagen passiert auf RT Deutsch was Merkwürdiges: Sobald ich einen Beitrag öffnen möchte, stoppt die Seite, so dass ich den Beitrag zwar geöffnet habe, ihn aber nicht lesen kann. Das war vorher noch nie gewesen. Und nun habe ich mal eine Frage: Passiert das anderen Usern hier auch? An meinem PC liegt es jedenfalls nicht.

  4. sascha313 schreibt:

    https://deutsch.rt.com/ – nein, kann ich nicht sagen, aber vielleicht ist’s ein Trojaner auf dem PC?!

  5. Hanna Fleiss schreibt:

    Ich habe den ganzen PC durchgeprüft und 1 Virus gefunden, er ist entfernt. Aber trotzdem funktioniert RT nicht, und zwar verschwindet, nachdem ein Beitrag geöffnet wurde, am rechten Rand das Häkchen, womit man die Seite scrollen kann. Ohne das Häkchen bleibt der Beitrag stehen, und mehr geschieht nicht. Und bei dir ist es nicht so, Sascha?

  6. S. Erfurt schreibt:

    Btw. Äthopien ist flächenmäßig dreimal so groß wie Deutschland und hat ebensoviele Einwohner wie Deutschland. Aber letztendlich sind Bevölkerungsdichte und Bevölkerungszahlen anderer Länder gar nicht unsere Angelegenheit, denn darüber hat jede Nation für sich selbst zu bestimmen. Genausowenig sind es weder Aufgabe noch Ziele der Deutschen Lebensmittelindustrie, andere Völker mit Lebensmitteln zu versorgen.

    Und sonst, gerade eben im Radio: Revolverheld unterstützt Flüchtlingsshilfe… Na dann ist ja alles klar 😉

    Schönen Sonntag 😉

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