Die Verbrechen des deutschen Kolonialismus in Afrika

ScheerIm Jahre 1952 erschien in der DDR ein erschütternder Dokumentarbericht über die Verbrechen der deutschen Kolonialpolitik, die sich bereits als Vorläufer der massenmörderischen Verbrechen der Nazis erweisen sollten. Der Autor Maximilian Scheer stützte sich in seinem Bericht auf die gesamte einschlägige Dokumentation der „Bibliothèque National“ in Paris, der Parlamentsbibliothek der fanzösischen Kammer, der „Public Library“ in New York, auf die stenographischen Protokolle der Reichstagsdebatten jener Zeit um die vorige Jahrhundertwende und die Mandatsberichte der Südafrikanischen Union an den Völkerbund. Doch welche Konsequenzen gibt es heute? Heuchlerisch mimen Politiker im imperialistischen Deutschland ihr „Mitgefühl“ mit den Nachkommen der Stammesangehörigen der betroffenen Völker Afrikas – doch von einer klaren Verurteilung dieser deutschen Schandtaten und erst recht von einer Wiedergutmachung war bisher im deutschen Bundestag nichts zu hören…

Ein kleiner Zeitungsausschnit erinnert:
Herero

Maximilian Scheer wendet sich an seine deutschen Landsleute:

Du bist ein Weißer, Mann aus meinem Volk. Aber du sitzt nicht auf dem Neger. Du bedrückst ihn nicht. Wer die Weißen sind, die von ihm leben, sagt dieses Buch. Es ist ein Stück afrikanische Wirklichkeit von heute und gestern. Wie eine Kolonie entsteht und was eine Kolonie ist; wer die Kolonialherren sind an der Ruhr, in Kapstadt, London oder Wa­shington; wer Farbige wie Weiße auspreßt im Frieden und aus­blutet im Krieg; wer die Feinde der Neger wie unsere Feinde sind; wer die Freiheit unterdrückt und wer für sie kämpft – das am Beispiel eines Landes zu zeigen: darum schrieb ich diesen Bericht über ein Stück Afrika.

Zur Geschichte des deutschen Kolonialismus

Gründung des Deutschen Kolonialvereins

1882 wird in Frankfurt am Main der Deutsche Kolonialverein gegründet. Er ist und bleibt der mächtigste Propagandist der deutschen Kolonialpolitik. In dem vorbereitenden Komitee, das die Initiative zur Gründung ergreift, sitzen der Fürst zu Hohen­lohe-Langenburg; der korrespondierende Schriftführer des Ver­eins für Geographie und Statistik in Frankfurt am Main, Doktor E. Cohn; der Freiherr von Maltzahn; der Frankfurter Oberbürger­meister Doktor Miquel und die Geheimen Kommerzienräte Wer­ker und de Neufville. Im Aufruf zur konstituierenden Versamm­lung wird die Liste durch die Namen dreier Grafen, eines Herzogs und einiger Schiffsreeder verdeutlicht.

Wer sind die treibenden Kräfte?

Aber die Ammen der deut­schen Kolonialpolitik sind Maltzahn und Cohn; das Geschichts­werk des Vereins rühmt sie. Zu ihnen gesellt sich ein Dritter mit großer Kolonialinitiative, der den von ihm geleitete Westdeut­schen Verein für Kolonisation und Export dem Kolonialverein als Zweigverein angliedert – ein Mann, der erst 1937 stirbt und in Anwesenheit Hitlers beerdigt wird: Emil Kirdorf, der spätere Ruhrbeherrscher und Geldgeber der Nazis. Neben Kirdorf sitzt ferner im Vorstand der Bankier Theodor Stern aus Frankfurt, und neben ihm sitzen zwei Grafen Arnim – Verwandte des Grafen Achim von Arnim, der 1935 Präsident einer der Fünften Kolon­nen in Frankreich, der sogenannten Deutsch-Französischen Ge­sellschaft wird.

Propaganda für deutsche Kolonien

Die Kolonialideen, die der Aufruf zur Gründung des Kolonial­vereins zum erstenmal an die gesamte Öffentlichkeit heranträgt, erzeugen die Begeisterung der einen, die Ablehnung und schroffe Gegnerschaft der Volksmajorität. Die Begeistert-Interessierten ap­pellieren an die Sehnsüchte der Verkümmerten, an die Instinkte der Romantik, Abenteurerlust, Ruhmsucht und umgaukeln das Volk mit real erscheinenden Märchenbildern aus Tausendundeiner Nacht, die Warner erheben ihre Stimme gegen das drohende außenpoli­tische Glücksspiel, die Arbeitervertreter variieren die Warnung Wilhelm Liebknechts vor der „Fortverlegung der sozialen Frage nach Afrika“…

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So wurde in einer der zeitgenössischen Illustrationen das Bild der Kolonien verklärt…

Eroberungssucht und Habgier als Motiv

Unterdessen hat ein abenteuernder Kaufmann längst die Chance seines Lebens und seines Ruhms zu wittern geglaubt: Adolf Lüde­ritz. In gewagten Unternehmen ist er kein Neuling. Mit siebzehn Jahren war er Lehrling im Tabakgeschäft seines Vaters, mit zwan­zig ging er nach New York. Von dort trampte er kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten, kam nach Mexiko, arbeitete als Bürogehilfe an der mexikanischen Westküste, betrieb später Pferde-, Maultier- und Viehzucht auf einer mexikanischen Farm, verlor seinen ganzen Besitz, gewann 1878 durch den Tod seines Vaters dessen Tabakgeschäft in Bremen und gründete 1881 eine Faktorei an der Westküste Afrikas. Im Frühjahr 1884 erklärt der deutsche Konsul Lippert in Kapstadt dem Gouverneur, er habe Anweisungen aus Berlin erhalten, den konsularischen Schutz über die neuen Besitzungen des Herrn Lüderitz zu übernehmen…. Nun geschieht, was oft zu geschehen pflegt, wenn Geschäftsleute verdienen wollen: sie schweigen vom Profit und sprechen tönend über die heiligsten Güter…

Wer hat das größte Interesse am Profit?

In der ersten Generalversammlung dieser Kolonialgesellschaft hält Doktor E. Peschnel-Lösche einen Vortrag über seine Reise durch Südwestafrika und erklärt: „Die Zukunft des Landes beruht hauptsächlich darauf, daß zunächst die Mineralschätze ausgebeutet und dabei die Eingeborenen zur Arbeit herangezogen werden.“ An den Mineralschätzen ist die deutsche Schwerindustrie interessiert. Der leichtverständliche Nenner dieser Gruppe lautet Kirdorf – der spätere Beherrscher des Ruhrgebiets.

Die Schwerindustrie hat die Macht

Von ihr wird zum Reichskommissar ein Amtsrichter aus Metz namens Ernst Heinrich Göring bestimmt – der Vater des nationalsozialistischen Fliegemarschalls und Kriegsverbrechers. Die Bestimmung Görings zum afrikanischen Reichskommissar bedeutet die Versetzung eines Getreuen aus dem lothringischen  Erzdistrikt in die mutmaßlichen afrikanischen Erzdistrikte.

Moralische Verkommenheit der deutschen Kolonialherren

Ob Offizier oder Soldat, ob hoher oder niederer Beamter, ob Händler, Minensucher (gemeint ist der Bergbau, N.G.) oder Kolonist. Alle mit Ausnahme weniger ernster, verantwortungsbewußter Ansiedler, senken sich gleich einer Säure ins Land, die das eingeborene Volk körperlich zerfrißt und sittlich auflöst. Die Väter der SS, die Krupp und Arnim, die Kirdorf und Hohenlohe, die Sensenritter von Tod und Not protestieren nicht. Nur Bebels Sozialdemokratie legt die Wahrheit bloß: die Wahrheit über Südwestafrika und über alle deutschen Kolonien, die gleichermaßen verheert werden. Sie zwingt die zentrale Kolonialinstanz in Berlin, im November 1904 eine Verordnung zu erlassn, die alle Anklagen zugibt und die Unterschrift des höchsten Kolonialbeamten des Reiches, des Kolonialdirektors Dr. Stuebel, trägt:

„Es wird das Gouvernement angewiesen, dafür Sorge zu tagen, daß, falls der Brauch eingerissen sein sollte, daß die Beamten auf Reisen von den Eingeborenen Weiber zum geschlechtlichen Verkehr fordern, den Beamten ein solches Verhalten als mit ihrer Würde unvereinbar verboten wird. Auch soll es unstatthaft sein, daß Soldaten, Dolmetscher und ähnliches farbiges Personal von den Beamten beauftragt wird, die Herbeischaffung von Weibern für den Gechlechtsverkehr zu vermitteln.“

Papier ist geduldig…

Die Verordnung erscheint zwei Jahrzehnte nach Beginn der deutschen Kolonalpolitik. Sie bleibt Papier; sie wird nicht beachtet. Nach 1933, als der frühere deutsche Gouverneur Lindequist Südwestafrika als Beautragter der Nazis bereist, bleibt er seiner Gewohnheit treu: In seiner Begleitung befinden sich zwei Negerinnen. So wird die Volksgesundheit verwüstet. Der Leutnant von François nennt in seinen Memoiren die Syphilis bei den Herero das „Gastgeschenk der Kultur“.

Folter und „körperliche Züchtigung“

Ein Mord wird von den Herero mit dem Tode bestraft; der Mord eines Deutschen an seinem ungehorsamen Herero ist bei der deutschen Justiz straffrei, der Täter erhält allenfalls ein paar Wochen Gefängnis. Die Behörden führen den Prozeß von Instanz zu Instanz bis die Straffreiheit gesichert oder so gut wie gesichert ist.. Wird ein Mord schon nicht bestraft, so gehört die Züchtigung zum Erziehungsprogramm der Kolonialherren.


Kolonialherr Afrikanisches: „Die deutsche Kolonialpolitik kann ungeniert weiter fortgesetzt werden.“

Ein ganzes Volk gerät unter die Sklaverei der Deutschen

Ein Hindernis besteht: der Reichtum der meisten Herero. Das Hindernis wird beseitigt. Schon 1886 schreibt der Reichskommissar Göring der Deut­schen Kolonialzeitung aus Angra Pequena: ,,Mehr noch als auf Minenbetrieb wäre die Aufmerksamkeit der deutschen Kapitalisten auf ein derartiges … Unternehmen zu lenken“, – auf den Verkauf von Luxusartikeln, von Möbeln, Lampen und Spiegeln, von Sätteln und Zaumzeug, von Kleidern und Stoffen. Nach 1890 setzt ein Strom ein, der an die zwanzigtausend Deutsche ins Land spült. Abenteurer, Raffer, Händler, Viehaufkäufer, Landspekulanten. Und ernsthaft Siedlungswillige, von denen viele durch Landspeku­lanten betrogen werden.

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Einfügung:

Aufstand der geknechteten Völker

Herero- und Hottentottenaufstand: Auf­stand der Hereros und Hottentotten in Südwestafrika gegen die Deutsche Kolonialherr­schaft in den Jahren 1904-1907. Die ein­heimische Bevölkerung im Südwesten Afri­kas war seit Beginn der Deutsche Kolonialherr­schaft einer ununterbrochenen Kette von Betrug, Gewalt, Willkür und Unterdrückung ausgesetzt. Deutsche Gesellschaften und Farmer raubten ihr Weideland und Vieh. Anfang Jan. 1904 erhoben sich 80.000 He­reros unter ihrem Stammesführer Samuel Maberero und im Okt. 1904 die Hotten­totten unter der Führung ihres Häuptlings Hendrik Witbooi.
Die Aufständischen for­derten die Beseitigung der Reservationen, die Rückgabe des geraubten Bodens und den Abzug der Deutsche Kolonialherren. Den Deutsche Kolonialtruppen gelang es trotz ihrer waf­fentechnischen Überlegenheit nur mit un­menschlicher Grausamkeit, den Aufstand niederzuschlagen. Um die Hereros nieder­zuringen, besetzten sie nach der Schlacht am Waterberg am 11. Aug. 1904 die Wasser­quellen, drängten über 20.000 Männer, Frauen und Kinder in die Kalahariwüste und ließen sie verdursten.
Ähnlicher Me­thoden bedienten sie sich im Kampf gegen die Hottentotten. Als es den Deutsche Truppen mit Unterstützung britischer Streitkräfte aus den benachbarten englischen Kolonien 1907 endlich gelungen war, die Hottentotten niederzuwerfen, waren von den ursprüng­lich etwa 200.000 Menschen nur noch 50.000 bis 60.000 am Leben. Insgesamtwurden beide Stämme auf etwa ein Drittel bis ein Viertel ihrer ursprünglichen zahlen­mäßigen Stärke vermindert. Die über­lebenden waren gezwungen, ihre Heimat zu verlassen oder sich in Reservate treiben zu lassen.
In Deutschland rief die grausame Kriegführung die Empörung großer Teile der Bevölke­rung, insbes. der Arbeiterklasse, hervor. Seit Jahren schon hatten führende Sozial­demokraten, an ihrer Spitze August Bebel, die Kolonialpolitik des Deutsche Imperialis­mus im Reichstag, in der Presse und in Versammlungen angeprangert und durch die Enthüllung zahlreicher Korruptionsfälle und schimpflicher Verbrechen der Kolonia­listen wesentliche Aufklärungsarbeit unter der Bevölkerung geleistet.
Wenige Wochen nach Beginn des Herero- und Hottentottenaufstands, am 17. März 1904, verurteilte Bebel im Namen der Deutsche Sozial­demokratie im Reichstag den grausamen Unterdrückungsfeldzug gegen die Hereros, forderte seine sofortige Beendigung und verweigerte die Bewilligung der von der Regierung geforderten Mittel zur Finanzie­rung des Kolonialkrieges.
Den Aufstand der Hereros bezeichnete er als berechtigten Freiheitskampf. Am 6. Nov. 1904 fanden in mehreren Deutsche Städten, so in Altona, Hamburg, Harburg und Wilhelmsburg, Protestversammlungen gegen die imperia­listische Kolonialpolitik statt. Die Teilneh­mer forderten in Resolutionen die Aufgabe des Kolonialbesitzes und die Einstellung des Unterdrückungsfeldzuges gegen die He­reros.
Die sozialdemokratische Reichstags­fraktion und führende Vertreter bürger­licher Parteien, die die Kolonialpolitik ab­lehnten, erreichten, daß die Mehrheit des Reichstages am 13. Dez. 1906 einen von der Regierung beantragten Nachtragetat für die Unterdrückung des Aufstandes in Süd­westafrika verwarf. Daraufhin löste Kaiser Wilhelm II. den Reichstag auf und setzte Neuwahlen (Hottentottenwahlen) an.
Der Wahlkampf stand im Zeichen einer intensiven Hetze gegen die Sozialdemokra­tie; es gelang dem Deutschen Kolonial­verein u.a. reaktionären Vereinigungcn mit Hilfe des Kolonialkrieges, beträchtliche Teile der Bevölkerung chauvinistisch zu beeinflussen. Der Kolonialkrieg wurde von der Reaktion zum Anlaß genommen, eine ungezügelte chauvinistische Hetze gegen alle oppositionellen Kräfte in Deutschland, vor allen Dingen gegen die Sozialdemokratie, zu entfachen.
Quelle: Sachwörterbuch der Geschichte (2 Bde.), Dietz Verlag Berlin, 1969, Bd.1, S.950f.

Die deutschen Kolonien

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Der deutsche Massenmord in Namibia

Was wird aus dem ganzen Namaland?

Die Hottentotten töten am ersten Tage ihres Aufstandes sämt­liche männlichen Deutschen, deren sie habhaft werden können, – wie die Herero. Sie schonen Frauen, Kinder und Missionare, – wie die Herero. Sie schonen Verwundete, wie ihre früheren ein­geborenen Gegner die Verwundeten geschont haben, – und nur ein einziger Fall ist bekannt, in dem einem deutschen Verwun­deten von Hottentotten sein eigenes Seitengewehr in den Rücken gestoßen wird. Aber die Hottentotten werden, wie die Herero, von den Ge­schützen massakriert, von den Maschinengewehren niedergemäht, von dem Gegner, der sie fängt, erschossen, von dem Sieger, der sie im Feld verwundet auffindet, mit dem Gewehrkolben „chlorofor­miert“, Und auch auf ihre Häuptlinge werden Kopfprämien aus­gesetzt.

Der Aufruf des Generals von Trotha

Im April 1905 erläßt der General von Trotha den folgenden Aufruf:

„An die aufständischen Hottentotten!
Der große, mächtige Kaiser will dem Volk der Hottentotten Gnade gewähren und hat befohlen, daß denen, die sich freiwillig ergeben, das Leben geschenkt werde. Nur solche, welche bei Be­ginn des Aufstandes Weiße ermordeten, oder befohlen haben, daß sie ermordet werden, haben dem Gesetz nach ihr Leben ver­wirkt.
Dies tue ich euch kund und sage ferner, daß es denjenigen, welche sich nicht unterwerfen, ebenso ergehen wird, wie es dem Volke der Herero ergangen ist, das in seiner Verblendung auch geglaubt hat, es könne mit dem mächtigen deutschen Volke er­folgreich Krieg führen. Ich frage euch, wo ist heute das Volk der Herero, wo sind seine Häuptlinge? Samuel Maharero, der einst Tausende von Rindern sein eigen nannte, ist gehetzt wie ein wil­des Tier über die englische Grenze gelaufen, er ist so arm ge­worden wie der ärmste der Feldherero und besitzt nichts mehr.
Ebenso ist es den anderen Großleuten, von denen die meisten das Leben verloren haben, und dem ganzen Volk der Herero er­gangen, das teils im Sandfelde verhungert und verdurstet, teils von deutschen Reitern getötet, teils von den Ovambo ermordet ist.
Nicht anders wird es dem Volk der Hottentotten ergehen, wenn es sich nicht freiwillig stellt und seine Waffen abgibt. Ihr sollt kommen mit einem weißen Tuch an einem Stock, mit euren gan­zen Werften, und es soll euch nichts geschehen. Ihr werdet Ar­beit bekommen und Kost erhalten, bis nach Beendigung des Or­logs der große Kaiser die Verhältnisse für den Frieden neu regeln wird.
Für die Auslieferung von an Ermordung Schuldigen – ob tot oder lebend – setze ich folgende Belohnung: für Hendrik 5000 Mark,
für Sürmann 3000 Mark,
für Cornelius 3000 Mark,
für die übrigen schuldigen Führer je 1000 Mark.
Der General der Deutschen und des mächtigen großen Kaisers von Trotha.“

Glückwünsche des deutschen Kaisers

Der General von Trotha wird vom deutschen Kaiser telegra­fisch beglückwünscht:

„Ich spreche Ihnen gern aus, daß Sie Mein Vertrauen in Ihre Einsicht und Kriegserfahrung, welche Mich bewogen, Sie in schwerer Arbeit zum Kommandeur der Schutztruppe in Südwestafrika zu ernennen, in vollstem Maße gerechtfertigt haben. Mein Kaiserlicher Dank und Meine warme Anerkennung für Ihre vortreffliche Leistung wünsche Ich dadurch zu bestätigen, daß Ich Ihnen den Orden Pour le merite verleihe. Wilhelm I. R.“

…sekundiert von einem nicht unbekannten Adligen

Der Freiherr von Richthofen, aus des­sen Familie der Hitler-Gesandte in Dänemark kommen wird, er­klärt im Reichstag:

„Mit wachsender Bewunderung haben wir von den Heldentaten unserer Brüder in Südwestafrika vernom­men, Heldentaten, wie sie selten in der Geschichte unter gleich schwierigen Verhältnissen verrichtet worden sind. Sie sind in den Ehrentafeln der Weltgeschichte eingetragen als leuchtendes Bei­spiel für Enkel und Urenkel.“

Die Sozialdemokraten zeigen sich entrüstet…

Aber der sozialdemokratische Abgeordnete Ledebour ruft am Dezember 1905 nach dem amtlichen Protokoll im deutschen Reichstag aus:

„Ich habe meiner Entrüstung Ausdruck gegeben, wie es in der deutschen Kriegsführung überhaupt möglich sei, daß durch einen deutschen General auf die Köpfe der Feinde Preise ausgesetzt werden, die gar keinen andern Sinn haben kön­nen, als daß die Gefolgsleute, die Stammesgenossen der Häupt­linge, zum Meuchelmord an ihren Führern auf gefordert werden. Ich hätte es nie für möglich gehalten, daß ein deutscher Gene­ral einen solchen Akt der feigen Brutalität gegenüber einem Feinde begehen würde.“

Ledebour wendet sich zum Bundesrats­tisch und erklärt:

„Der Herr Oberst von Deimling hat geglaubt, die Vorwürfe, die wir gegen General von Trotha erheben, mit der Redensart entkräften zu können: ,Wollen Sie denn, daß wir die Leute mit Glacehandschuhen anfassen?‘ Wir verlangen von deut­schen Soldaten, daß sie überall, wo sie Krieg zu führen ge­zwungen sind, gegenüber dem Gegner die Gesetze zivilisierter Kriegsführung beachten, die von allen zivilisierten Menschen überall als solche anerkannt werden, und davon ist der General von Trotha abgewichen.

Daß er von den Gesetzen zivilisierter Kriegsführung abgewichen ist, indem er Meuchelmordprämien aussetzte, und indem er die Frauen und Kinder in den Hunger­tod, in den Dursttod hineintrieb, das wird mir hoffentlich kein Mensch bestreiten. Und nun, Herr Oberst, billigen Sie das? (Zu­ruf vom Bundesratstisch) Sie billigen diese Abscheulichkeiten? (Lebhafte Zurufe). Dann tut es mir ungeheuer leid, daß ich aus den Worten des Herrn Oberst wie aus dem Erlaß des Herrn Ge­neral von Trotha wiederum sehe, wie verheerend die Kriegsführung in den Kolonien auf die europäischen Soldaten wirkt. (Leb­hafte Oho-Rufe rechts und bei den Nationalliberalen.)

Eine bittere Anklage gegen die deutschen Massenmörder

Der Abgeordnete Ledebour spricht über den Befehl von Tro­thas, auf Männer, Frauen und Kinder der Herero zu schießen, die aus dem Sandfeld zurückkehrten:

„Es wird behauptet, der Herr General von Trotha habe in einem besonderen Appell an die Truppe erklärt, das Schießen auf Frauen und Kinder sei so zu verstehen, daß über sie hinweggeschossen wird, um sie zum Laufen zu zwingen. Das mildert die Geschichte nicht im aller­geringsten. Weshalb kamen überhaupt die Frauen und Kinder der Herero zu den deutschen Soldaten? Weil sie sich vor Hunger gefangennehmen lassen wollten.

Der Zweck des Erlasses mit der Ergänzung des Appells ist also der gewesen, daß die Soldaten die männlichen Herero erschießen, aber die unglücklichen Frauen und Kinder, die sich vor dem Verhungern und Verdursten selbst zu ihren Feinden retten wollten, in den Tod des Ver­schmachtens hineingetrieben werden sollten. Das ist eine so un­geheuerliche Infamie, daß jeder Deutsche, und insbesondere jeder deutsche Soldat, sich wegen dieser Erlasse des Herrn Ge­nerals von Trotha schämen sollte.“

An dieser Stelle wird der Abgeordnete Ledebour erneut unterbrochen. Der Vizepräsident des Reichstags und Großindustrielle, Graf zu Stolherg-Wernigerode, unterbricht ihn: „Herr Abgeordneter“, sagt der Präsident der Sitzung, „Sie dürfen einen dienstlichen Erlaß eines preußischen Generals mcht als Infamie bezeichnen.“

Von allen Häuptlingen, die der General von Trotha als Ge­fangene oder Leichen zu bezahlen bereit ist, fällt nicht einer durch Verrat lebend in seine Hände. Kein Eingeborener läßt sich durch Geld zum Meuchelmord dingen.

General von Trotha will die Vernichtung aller Eingeborenen

Doch Trotha erzielt ein anderes Resultat. Die Eingeborenen erkennen, daß der General erst dann Frie­den schließen wird, wenn die Häuptlinge gefallen oder ermordet oder gefangen und auf seinen Befehl erschossen sind, – wenn die Einheit der Stämme beseitigt, das heilige Feuer erloschen ist und das Eingeborenenvolk nicht mehr als Volk existiert, sondern als Haufe von Sklaven. Trotha erreicht, daß die Eingeborenen bis zur letzten Patrone Widerstand leisten.

Der General verhindert den Frieden. Von den Herero ist das Gros im Sandfeld verschollen, doch immer wieder versuchen kleinere Trupps, die deutschen Absper­rungsketten zu umgehen oder zu durchbrechen, um Land zu ge­winnen, das ihnen Feldkost bietet. Ihre Körper sind ausgedörrt, sie haben kaum noch Gewehre und kaum noch Munition; sie sind keine Gefahr mehr.
Erschießt sie, befiehlt der General.


Das Blutbad setzt sich fort…

Am 4. November 1904 werden zwei kleine Hererotrupps von Trothas Soldaten aufgespürt und zersprengt; vier Herero werden erschossen. Am 6. November trifft eine Maschinengewehrabtei­lung auf eine größere Hererogruppe, zwölf Herero werden er­schossen; diesmal geben die Fliehenden einige Schüsse ab, von denen ein deutscher Unteroffizier verwundet wird. In den gleichen Tagen werden von deutschen Maschinengewehren neunzehn Herero erschossen. Am 11. November werden sechs Herero er­schossen, am 12. an zwei verschiedenen Stellen: zwölf und vier­undzwanzig, am 15. sieben, am 24. elf, am 4. Januar 1905 ein­undsechzig, und diesmal werden ausnahmsweise fünf Herero lebend als Gefangene abgeführt. Fast ein Jahr lang dauern die Streifzüge auf die im Lande umherirrenden einzelnen Herero­trupps.

Hauptmann Schwabe ist zufrieden…

Im September 1905 wird das Damaraland von sämt­lichen Besetzungstruppen noch einmal ausgekämmt. „Viehdieb­stähle“, sagt der Hauptmann Schwabe, „und Beunruhigungen einzelner schwach besetzter Posten ereigneten sich zwar nach wie vor seitens der aller Subsistenzrnittel beraubten und unstet im Lande umherstreifenden Reste des einst so stolzen und mächtigen Volkes, aber jeder Widerstand den deutschen Truppen gegenüber hatte aufgehört.“

Der letzte Nama-Häuptling wird ermordet

Im Süden der Kolonie wird der Hottentotten-Häuptling Hendrik Witbooi während eines Gefechts tödlich getroffen. Wenige Stunden später stirbt er. Zu seinem Tod schreibt der Missionar Wander in Windhuk unter dem Titel „Der letzte Namahäuptling“ einen Nekrolog wie ein Sklavenhändler: „Sein Tod hat das Schicksal des Namavolkes besiegelt. Es wird fortan ein Dienst­volk des weißen Mannes sein.“

Massenmörder von Trotha wird „abberufen“

Den General von Trotha muß der Kaiser schließlich ab­berufen; die von August Bebel geführte Kampagne der Wahrheit und Humanität hat ihre aufrüttelnde Wirkung getan.


Ein makabres Nachspiel im Reichstag

Der frühere Richter in Südwestafrika, von Lindequist, der als Konsul in Kap­stadt lebt, wird Gouverneur der.ausgebluteten Kolonie. Er kommt mit dem Schiff in Swakopmund an, läßt eine große Anzahl ge­fangener Herero um sich versammeln, überhäuft sie wegen ihres Aufstandes mit Vorwürfen, stellt Fragen, und erhält von den Herero Antworten, die im Reichstag berichtet werden. Das Pro­tokoll der Sitzung verzeichnet den folgenden Dialog:

Lindequist: Habt Ihr alles verstanden?
Einstimmige Antwort der Herero: Ja. (Heiterkeit im Reichs­tag.)
Lindequist: Gebt ihr zu, daß ihr den Krieg grundlos ange­fangen habt und daß ihr an eurem gegenwärtigen Unglück selbst schuld seid?
Die Herero: Ja, wir wissen es. (Große Heiterkeit im Reichs­tag.)
Lindequist: Habt ihr das Vertrauen zu mir, daß ich euch stets mit Gerechtigkeit und Billigkeit behandeln werde?
Die Herero: Ja, wir vertrauen dir. (Große Heiterkeit im Reichstag.)

In dieser Heiterkeit brüllt schon die Bestie von Auschwitz und Buchenwald.


Der neue Gouverneur von Südwestafrika

Der neue Gouverneur von Lindequist erläßt am 1. Dezember 1905 diesen Aufruf:

„Herero! … Kommt! … Es soll euch auch etwas Kleinvieh für die Unterhaltung eurer Weiber und Kinder zur vorläufigen Benutzung gelassen werden, sofern ihr solches noch habt. Diejenigen, die kräftig sind und arbeiten können, sollen, wenn sie besonders tüchtig arbeiten, eine kleine Belohnung erhalten … So kommt denn schnell, Herero, ehe es zu spät ist.“

Ein erstes faschistisches KZ der Deutschen in Afrika

Im Juli 1906 beträgt die Zahl der Herero, die sich in den Händen der Deutschen befinden, siebzehntausend. Sie sind in Konzentrationslagern interniert und leisten Zwangs­arbeit.
Jeder geringste Versuch – nicht etwa der Auflehnung, son­dern der Bitte um erträgliche Arbeitsbedingungen – wird mit Kolbenschlägen beantwortet. Die Ernährung ist schlecht, hygie­nische Maßnahmen zur Verhütung von Seuchen werden nicht ge­troffen, Typhus und Pocken grassieren in den Lagern. Herero, die gestern noch zur Schwerarbeit getrieben wurden, sind heute schon von ihren Stammesgenossen irgendwo in einem Loch ver­scharrt. Täglich lichten sich die Listen der· Arbeitskommandos, die frühmorgens antreten zum Appell.

– Wo ist Katoneb? fragt der Wächter.
– Ist tot, kaputt, antwortet der „Vormann“ der Herero.
– Manasse Simon auch zik, fügt er hinzu.

Siebzehntausend Herero in Konzentrationslagern, Entkräftete, zwischen denen der Seuchentod einhergeht. Zweitausend haben die jenseitige Grenze des Sandfeldes er­reicht und sind mit Samuel Maharero ins Betschuanenland ge­flüchtet. Von siebzig- bis achtzigtausend Männern, Frauen und Kindern liegen die halbverwesten Leichen oder blankgefressenen Gebeine in der Wüste.

Die Heiterkeit im Reichstag ist unermeßlich.

Quelle:
Maximilian Scheer „Schwarz und Weiß am Waterberg. Petermännken-Verlag, Schwerin (DDR) 1952. (Ausschnitte ausgewählt, gekürzt und Zwischenüberschriften, N.G.)


Die verbrecherische kapitalistische Kolonialpolitik

Hier eine Aufstellung der Kolonien im Jahre 1914. In dem deutschen Brockhaus-Lexikon wird nicht ohne Stolz von den „Erfolgen“ der Deutschen bei der Unterjochung der afrikanischen Völker berichtet. Welche Opfer dies gekostet hat, wieviele Millionen Ureinwohner dieses Erdteils durch diese blutigen Eroberungen dabei ums Leben kamen, verhungerten, an Seuchen und Krankheiten starben… und welche märchenhaften Profite die kapitalistische Industrie durch die brutale Ausbeutung der Reichtümer Afrikas und durch die Versklavung der gesamten Bevölkerung auf die Konten der Großkapitalisten geflossen sind, davon schweigt das Lerxikon, und davon schweigen bis heute die Industriellen, die Monopolisten und deren Kinder und Kindeskinder. Doch das Morden und Plündern geht unervermindert weiter… 

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RT Deutsch schreibt:

Die Zeiten des britischen „Empires“ sind längst vorbei. Und doch ist es der transatlantische Sklavenhandel, der den Reichtum Großbritanniens begründete. Im Zuge der aktuellen Proteste gegen Rassismus werden nun Unternehmen wie der Versicherungsmarkt Lloyd’s of London von ihrer Vergangenheit eingeholt.
Bis heute hält sich hartnäckig die Mär, dass der im Vergleich enorme Wohlstand der transatlantischen Staatengemeinschaft allein auf eigenem Fleiß und einer Art zivilisatorischer Überlegenheit basiert. Ungern wird man daher daran erinnert, dass Kolonialismus und der transatlantische Sklavenhandel die entscheidenen Impulse lieferten.
Konservative Schätzungen gehen davon aus, dass mehr als fünfzehn Millionen Afrikaner von europäischen Staaten in die Sklaverei getrieben wurden. Nie zuvor in der Menschheitsgeschichte wurden derart viele Menschen systematisch, ohne jegliche Rechte und für den eigenen Profit in Ketten gelegt.
Es ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen brutalen Polizeieinsatz, der das Thema Rassismus gegenüber Afroamerikanern und Afrikanern und dessen Wurzeln wieder ins Bewusstsein vieler Menschen gerückt hat – auch in Großbritannien.
Im Zuge dessen sah sich u. a. der 1686 gegründete britische Versicherungsgigant Lloyd’s of London dazuveranlasst, sich am Donnerstag für seine „beschämende“ Rolle im äußerst lukrativen transatlantischen Sklavenhandel des 18. Jahrhunderts zu entschuldigen.

Entschuldigungen und billige Versprechungen sind nicht das, was man hier akzeptieren kann. Es muß heißen entschädigungslose Enteignung der Konzerne!

Ein weiteres Video – ein Interveiw mit einem Vertreter der Herero (10 Juli 2021)

Vertuschung der imperialischen Politik des kaiserlichen Deutschland durch die Machthaber in der BRD

Der Völkermord an den Volksgruppen der Herero und Nama Namibias zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts forderte zehntausende Menschenleben und gilt als erster Genozid des 20. Jahrhunderts. Nun einigten sich die deutsche und die namibische Regierung auf ein sogenanntes „Versöhnungsabkommen“. Damit wirtd der Begriff Reparationen vermieden. In Berlin wird jetzt unter anderem offiziell von einem Genozid an den beiden Volksgruppen gesprochen.

Neokolonialismus der BRD in Namibia

Der in Berlin lebende Herero-Aktivist Israel Kaunatjike verhält sich kritisch zu diesem Abkommen. Die vom Völkermord betroffenen Volksgruppen hätten so gut wie keine Rolle bei den Verhandlungen gespielt. Zudem sehe die Vereinbarung keine Reparationszahlungen vor. Auch die Zahlung einer lächerlichen Summe von 1,1 Milliarden Euro „für Entwicklungsprojekte“ – gestreckt über 30 Jahre – ist nichts anderes als Neokolonialismus und führt zu weiterer Korruption. Die namibische Regeirung vertritt nich die Interessen des Volkes.

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7 Antworten zu Die Verbrechen des deutschen Kolonialismus in Afrika

  1. S. Erfurt schreibt:

    Erschütternd. Gibt es Hinweise daß das heute nicht mehr so ist!? Was macht denn die Bundeswehr in Mali u.a. afrikanischen Ländern!? MFG

  2. roprin schreibt:

    Es gab mal eine DDR-Dokumentation vom „Kongo-Müller“. Kann man die irgendwo noch finden? Dieser Kongo-Müller kam im Film hauptsächlich selbst zu Wort. Die Filmemacher Heynowski und Scheumann stellten nur Fragen und ließen ihn reden. Es war erschütternd.

    • sascha313 schreibt:

      Ich kann mich noch an diese grinsende Visage dieses Massenmörders erinnern, der Mozart liebte und Menschen kaltblütig erschoß…

      Er wußte natürlich nicht, wem er da ein Interview gab. H. & S. waren als Journalisten des DDR-Fernsehen damit beauftragt, ein Interview mit diesem Sadisten durchzuführen. Hier: „Der lachende Mann“
      (die Kommentare der Nazis unter dem Video bei youtube darf man natürlich nicht ernst nehmen!)

  3. Hanna Fleiss schreibt:

    Danke, Sascha, für Kongo-Müller. Ich hatte den Film damals in der DDR gesehen, aber da hatte ich das Gefühl, dass dieser Mann für mich Geschichte ist, dass ich niemals mit derartigen Scheußlichkeiten zu tun haben würde, der Film hatte mich damals weniger berührt als heute, es war alles eine ferne Welt für mich. Heute sieht das anders aus, heute könnte ich dieser Bestie, falls er noch leben würde, auf der Straße begegnen. Wieviel Kongo-Müllers mag es heute geben? War der Dreckskerl an der Ermordung Lumumbas beteiligt, gibt es da Nachweise?

    Heute erleben wir das schäbige Verhalten der Bundesregierung gegenüber den Wiedergutmachungsforderungen der Afrikaner, deren Vorfahren zuzeiten Wilhelms II. bestialisch ermordet wurden. Eine Delegation der Nama war, ich glaube, es war voriges Jahr, bei der Bundesregierung. Sie erinnerten an ihre Toten und sprachen zum wievielten Male eigentlich ihre Wiedergutmachungsforderungen an. Mit säuerlichem Lächeln wurde ihnen die „Versöhnung“ angeboten, ihre Forderungen aber wurden als verjährt abgeschmettert. Was für eine Schande! Geld ist da, wie wir heute wissen, Geld, um Kriege zu finanzieren!

    • S. Erfurt schreibt:

      Den Kongomüller-Film haben wir damals (60er, Jahre noch vor Apollo 11) auch gesehen. Das beantwortet auch die Frage die ich weiter oben stellte: Im 20. und 21. Jh ist das nicht anders als im 19. Jh, denn in seinem Wesen ist der Kapitalismus ja derselbe geblieben. Auch darin zeigt sich die ganze Rückständigkeit der heutigen Gesellschaftsordnung. Die Kongomüllers sind unter uns und lächeln uns scheißfreundlich ins Gesicht. Der ganze BRD-Staat ist ein einziges Lügengebäude.

      Warum verquatschen sich eigentlich nicht einmal die Terroristen wer ihre Auftraggeber sind!? Achja, geht gar nicht denn die werden ja gleich erschossen. Oder nach Kenia, Libyen, Syrien, Afghanistan usw. geschickt wo sie weiter morden dürfen. Uns erzählt man dann das Märchen vom IS, von den Huties und Schwuchties, Ben’s und Bin’s und wie die alle heißen mögen.

      Und dann erst der Schwindel vom Dritte-Welt-Laden und Fair-Trade. Haha, wer’s glaubt. Und die Gutmenschen erst noch, wie hier so einer: Hannes Jaenicke engagiert sich für den Tier- und Umweltschutz, unter anderem für den Schutz der Orang-Utans auf Borneo. In Zusammenarbeit mit dem ZDF drehte er Dokumentationen über das Leben gefährdeter Tierarten wie Orang-Utans, Eisbären und Haie. Für die Sendung Im Einsatz für Haie wurde er am 23. Januar 2010 von der Haischutzorganisation Sharkproject zum „Shark Guardian of the Year 2010“ gekürt. Außerdem engagiert er sich für Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage[13] und für die Christoffel-Blindenmission. (Qualle: Wickiblödia)

      Rettet Wales and shave the Queen! MFG

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