Pfarrer Tscharntke redet Klartext!

Pfarrer TscharntkeIst es richtig, ist es nützlich, wenn auch Marxisten einmal einem Pfarrer bei einer seiner Predigten zuhören? Trägt es zu weltanschaulicher Klarheit bei? – wo es doch hier nun fast ausschließlich um nichts anderes geht, als um den Corona-Virus und um das „unchristliche“ Handeln der Regierung – einer Regierung, die sich die vermeintliche oder auch nur behauptete massenhafte „Bedrohung“ durch diesen Virus rücksichtslos zunutze macht, um Millionen Menschen bis aufs Äußerste einzuschüchtern und ihrer bürgerlichen Rechte zu berauben – trägt das zur Klarheit und zu einem proletarischen Klassenstandpunkt bei? Ja und Nein. Tatsache ist: Wir leben in einem kapitalistischen Staat – auch das sollte hier eindeutig gesagt werden! Denn darüber schweigt der Herr Pfarrer. Allein – und dies sei hervorgehoben: der Pfarrer hat Mut. Und dafür gebührt ihm Dank! Auch wenn man seine Schlußfolgerungen, was die Gesellschaft betrifft, ebenso wie seine religiösen Hinsichten, nicht zu teilen vermag, so sind doch seine Argumente und seine bitteren Klagen über den Zustand der Gesellschaft und die „totalitären Maßnahmen“ des Staates nicht aus der Luft gegriffen – im Gegenteil: sie sind zutreffend und völlig berechtigt…

Doch leider kommt der Herr Pfarrer nicht bis zu dem Punkt, daß er die gesellschaftlichen Ursachen, den Imperialismus, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, die Profitgier der Monopolgewaltigen, das Privateigentum an Produktionsmitteln, angreift. Bei dem Gedanken an die Regierenden, kommt ihm gerade mal der Spruch von den Lippen: „…und erlöse uns von den Bösen!“ – Doch sehen Sie selbst, was er zu sagen hat:

„Wie gehen wir als Christen mit dem Corona Wahnsinn um, Pfarrer Tscharntke redet Klartext!“

„Das Gebet ist das wichtigste“, sagt Pfarrer Tscharntke. Nein – das wichtigste ist nicht das Gebet, sondern das eigenständige Denken, das Klassenbewußtsein der Arbeiterklasse. Es geht um das Sich-Bewußt-Werden der Klasse der Lohnempfänger, der Werktätigen, der Arbeiter, um das Erkennen, was die Ursachen von Ausbeutung und Unterdrückung sind. Und es geht darum, zu verstehen, daß nur durch die Überwindung dieser überlebten, maroden kapitalistischen Verhältnisse eine Änderung der gesellschaftlichen Verhältnisse möglich ist. Die Überwindung der brutalen Gewalt der Machthaber der imperialistischen BRD ist nur möglich durch den Sturz der Ausbeuterklasse mitsamt ihres beflissenen Personals und die Beseitigung ihres Machtinstruments – des Staates. Es geht letztenendes um die Abschaffung des Privateigentums an den Produktionsmitteln…

Siehe auch:

Die Pandemie war geplant

Dieser Beitrag wurde unter Corona-Virus, Kapitalistische Wirklichkeit, Verbrechen des Kapitalismus veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

17 Antworten zu Pfarrer Tscharntke redet Klartext!

  1. S. Erfurt schreibt:

    Ist doch schön daß auch in der Kirche die Wahrheit einzieht. Und immerhin hat er den Begriff „herrschende Klasse“ benutzt, Respekt Herr Pfarrer!

    Der Test liefert übrigens bei mehrfacher Anwendung auf einunddlieselbe Person unterschiedliche Ergebnisse. Wie man mit solch einem Test, der nur zufällig ein richtiges Ergebnis liefert, eine Pandemie bekämpfen will ist mit schleierhaft und wäre zudem grob fahrlässig.

    Die wirkliche Unverschämtheit ist jedoch, daß uns diese arroganten Arschlöcher was vormachen und denken daß wir alle doof sind.

    MFG

    • sascha313 schreibt:

      Ich bin nach wie vor davon überzeugt, daß dieser Test „nicht spezifisch“ ist. Er liefert den Beweis, daß Antikörper vorhanden sind, was lediglich besagt, daß bestimmte Viren im Körper vorhanden sein müssen..

      Der Pfarrer sagt genau das, was die Menschen in den letzten Tagen und Wochen erlebt haben und erdulden mußten, all die „Ereignisse“ und „Maßnahmen“, und er spricht aus, was diejenigen darüber denken, die aufmerksam beobachtet haben, was um sie herum geschieht. Wer allerdings nur die offiziellen Meldungen in den Tageszeitungen liest und nur die Verlautbarungen im „öffentlich rechtlichen“ Rundfunk verfolgt; wer also immer nur das glaubt, was ihm gerade gesagt wird, sich aber nicht umfassend informiert, der verhält sich etwa so:

  2. Joachim schreibt:

    Eigentlich müssten kommunistische Parteien längst aktiv sein und sich mit anderen Unzufriedenen (zB Widerstand 2020) solidarisieren bzw zusammenarbeiten, zusammen protestieren. Aber was tun unsere Leute von KPD und DKP? Sie solidarisieren sich mit der herrschenden Klasse die diese Unzufriedenen als VTler, Esoteriker und Faschisten abtun.
    In Stalin-Werke Bd.9, S.300 wird Lenin zitiert. Diese ganze Kapitel „Notizen über Gegenwartsthemen“ bringt einen nur so ins Staunen. Selbst mit einer Bourgeoisie die antiimperialistisch ist könne man eine zeitlang zusammenarbeiten..

    „Einen mächtigeren Gegner kann man nur unter größter Anspannung der Kräfte und nur dann besiegen, wenn man unbedingt aufs sorgfältigste, sorgsamste, vorsichtigste, geschickteste sowohl jeden, selbst den kleinsten „Riß“ zwischen den Feinden, jeden Interessengegensatz zwischen der Bourgeoisie der verschiedenen Länder, zwischen den verschiedenen Gruppen oder Schichten der Bourgeoisie innerhalb der einzelnen Länder als auch jede, selbst die kleinste Möglichkeit ausnutzt, um einen Massenverbündeten zu gewinnen, mag das auch ein zeitweiliger, schwankender, unsicherer, unzuverlässiger, bedingter Verbündeter sein. Wer das nicht begriffen hat, der hat auch nicht einen Deut vom Marxismus und vom wissenschaftlichen, modernen Sozialismus überhaupt begriffen.“
    Lenin und Stalin fehlen.

    • sascha313 schreibt:

      Danke, Joachim! Richtig, das ist genau der Punkt. Den Unmut der Pfarres kann ich sehr gut verstehen. Wer die verschiedenartigen Informationen der letzten Wochen und Monate aufmerksam nachverfolgt, und soweit es ging, nachgeprüft hat, der kommt übereinstimmend zu denselben Ergebissen.

      Es formieren sich allmählich Gruppen und bald auch Massen von Menschen, die sich um der Wahrheit willen, um ihrer bürgerlichen Rechte willen oder aus Überzeugung gegen die Unterdrückungs-maßnahmen des bürgerlichen Staates, gegen ihre Regierungen auflehnen. Überall auf der Welt wächst der Widerstand… und so bleibt es nicht aus, daß auch das Klassenbewußtsein der Arbeiterklasse allmählich wieder zum Vorschein kommt… Damit werden auch wieder führende Kräfte erforderlich sein. Die Zeit bringt sie hervor! Und es wird auch wieder eine marxistisch-leninistische Partei geben, davon bin ich überzeugt!

    • Ich kann mich nicht mit Widerstand2020 solidarisieren, weil diese „Bewegung“ spaltet, trennt und die Leute schlichtweg von Vorne bis Hinten verarscht!

    • Was du von Lenin zitierst, ist richtig und wahr!

      Dennoch muß dies im Zusammenhang mit Lenins Analyse „zur Spontanität gelesen werden, weil wir uns sonst nur zum Esel einer ‚Nachtrabe-Politik‘ machen!

      Ja! „Der Feind meines Feindes ist ein Freund!“ — Aber ich muß die Kontrolle behalten! Weil ich sonst zum Büttel – zum Esel – werde und gar nichts erreiche!

  3. Hanna Fleiss schreibt:

    Joachim, gut, dass du Lenin erwähnst. Hat mich auch verwundert, dass Linke bei den Protesten nicht anwesend waren. Jedenfalls wären sie unbedingt von den „Qualitätsmedien“ erwähnt worden, wenn sie dabeigewesen wären. Hatten die KPD oder die DKP Angst, man würde sie beschuldigen, mit den Protesten würden sie die gesamte bundesdeutsche Bevölkerung gefährden? Die ersten, die protestiert hatten, waren bürgerliche Leute. Ohne sie hätte es, wie es aussieht, keinerlei Proteste gegen die Irrsinnsmaßnahmen der Bundesregierung gegeben. Eine Chance wurde vertan. Auf eine Zusammenarbeit in diesem Fall mit bürgerlichen Demokraten hätten DKP und KPD von allein kommen müssen, da hätten sie noch nicht mal Lenins Standpunkt zu diesem Thema gelesen haben müssen. Dass die Linkspartei mit ihrem Beifall für die Regierungsmaßnahmen den Protestierenden sogar in den Rücken gefallen ist, hat mich nicht verwundert. Aber wo blieben die, die sich Kommunisten nennen?

  4. „trägt das zur Klarheit und zu einem proletarischen Klassenstandpunkt bei? Ja und Nein. Wir leben in einem kapitalistischen Staat – auch das sollte hier eindeutig gesagt werden. Denn darüber schweigt der Herr Pfarrer.“

    Für mich trägt das zur Klarheit bei – auch wenn es für mich keineswegs zum proletarischen Klassenstandpunkt beiträgt.

    Wie du ja weißt, wurde ich „christlich-religiös“ abgerichtet und dressiert – „sozialisiert“ nennt sich das heute im Orwell’schen New-Speak ‚Neusprech‘.

    „Christen“ sprechen eine „andere Sprache“ als Marxisten-Leninisten:

    Was der Marxismus-Leninismus als Kapitalismus oder kapitalistischen Staat bezeichnet, nennt dieser Pfarrer, und nennen es die Christen allgemein: (satanische) (Gewalt-) Herrschaft. (Der Pfarrer schweigt also darüber nicht.)

    Christen sprechen — schon aufgrund ihrer sprachlichen Konditionierung — nicht von Kapital sondern von Mammon, den sie aufgrund einer Jahrhunderten langen Indoktrination *personalisiert* „haben“:
    *Gott* und *Mammon* stehen sich in dieser Vorstellungswelt wie zwei ‚wirklich‘ reale WESEN (aka ‚Personen‘) gegenüber, wie es auch in anderen Philosophien und Religionen angetroffen wird!

    Überall DERSELBE absurde DUALISMUS „zwischen Licht und Finsternis, Gut und Böse, Leben und Tod, Oben und Unten, Reichen und Armen“! —
    und dies sogar unter Marxisten-Leninisten, obwohl doch gerade die Philosophie des Marxismus-Leninismus – also der Dialektische Materialismus dem
    Monismus „alle Ehre zu Teil werden lässt!“

    Und dies alles auch noch alles, obwohl die Bibel (*A) bereits ein kommunistisches *Wirtschaftssystem* dokumentiert – also eines, wie es im Kleinen bereits vor tausenden von Jahren überall auf der Welt praktiziert wurde und funktioniert hat.

    (*A) Anfang 2020 war die Bibel in 3395 Sprachen oder Teilen davon übersetzt Gesamtübersetzungen in 694 Sprachen, vollständig übersetzte Neue Testamente in 1542 Sprachen und Teilübersetzungen in weiteren 1159 Sprachen. — Zahlen und Fakten: April 2020, Deutsche Bibelgesellschaft.

  5. Hanna Fleiss schreibt:

    Nein, Harry, das tue ich auch nicht, Grund zu Vertrauen gibt es nicht. Aber da ist immer noch so ein kleiner Rest Hoffnung, dass trotz allem doch noch was kommt. Aber es ist richtig, das muss ich mir auch noch abgewöhnen. Und dazu habe ich selbst allen Grund.

  6. roprin schreibt:

    Es ist mutig vom Pfarrer Tscharntke, auch wenn er nicht ansatzweise auf die einzige Lösung kommt, nämlich die Regierung zu stürzen und einen sozialistischen Staat aufzubauen. Wenn man all den Widerstand, nicht nur vom Pfarrer, zusammenführen könnte, käme eine beachtliche Masse zusammen, um Dinge grundlegend zu ändern. Leider gibt es keine einzige wirklich marxistisch-leninistische Partei, die die Führung übernehmen könnte. Uns so bleibt jede Kritik ohne ein Handeln und verpufft.

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