Die Kommunisten im Kampf gegen den Faschismus

330226 Die Rote FahneIm Jahre 1933 erschien in Berlin die letzte Ausgabe der kommunistischen Tageszeitung „Die Rote Fahne“. Kurz danach wurde die Kommunistische Partei Deutschlands von den Nazis verboten und wenige Tage später brannte der Reichstag. Mit allen Mittel, mit brutaler Gewalt, Betrug und Wahlfälschung hatte die NSDAP, die sich verlogen „sozialistisch“ nannte, genau das erreicht, was deren ihre Auftraggeber und Förderer aus Industrie und Wirtschaft ihr befohlen hatten: die Errichtung einer faschistischen Diktatur in Deutschland. Die Kommunisten waren die einzigen, die stets konsequent gegen den Faschismus kämpften. Und Kommunisten, sowjetische Kommunisten – und die Völker der Sowjetunion unter der genialen Führung Stalins,  waren es auch, die Deutschland und Europa von Faschismus befreiten – nicht die USA, nicht Großbitannien und nicht Frankreich! Im Gegenteil, letztere unterstützten die Nazis, halfen den Faschisten… und die Bourgeoisie der imperialistischen Staaten tut es heute immer noch…

Wer heute die Kommunisten und den Kommunismus bekämpft, der hilft den Nazis, der betrügt das Volk und der untersützt den Faschismus. Auch die Fälscher der Geschichte, die Verleumder der DDR und des Sozialismus tun das! In der Roten Fahne steht:

(Abschrift)

Unsere Einheitsfront gegen den Faschismus

An den Märkten notieren Fleisch und Schmalz höhere und Höchstpreise. Die Regierung erläßt ein energisches Dementi, als ob eine zwangsweise Herabsetzung der hohen Gehälter geplant sei. Die Erwerbslosenstatistik weist in 14 Tag eine Zunahme von 33.000 auf. In dem Gronauer größten Textilbetrieb Deutschlands wirft ein Kapitalist 1.000 Arbeiter aufs Pflaster, ohne gewärtig sein zu brauchen, ins Zuchthaus zu wandern. Lohnabbau-Schiedssprüche werden gefällt. Der Vollstreckungsschutz gilt nicht für die exmittierten werktätigen Mieter. Hitler erklärt in einem Interview, daß er alle privaten Schuldverpflichtungen an die Gläubiger des kapitalistischen Auslandes pünktlich erfüllen werde. Die Zahl der durch faschistische Formationen getöteten und verwundeten Arbeiter und Notverordnungsopfer geht bereits in die Hunderte. Auf der feudalen Berliner Autoschau verspricht der Regierungschef des „neuen Deutschland“ den Automobilbesitzern weitgehende Steuerermäßigungen. Der nationalsozialistische „Vierjahresplan zur Rettung der deutschen Arbeiter und Bauern“ hat begonnen…

Aufruf der Kommunistischen Partei

KPD Gegen Faschismus

Quelle: „Die Rote Fahne“, Berlin, Sonntag/Montag , 26. und 27. Februar 1933.

(Ein genialer Artikel! Deutlich entlarvt hier die KPD die Tricks und Machenschaften der Nazis, das Volk hinters Licht zu führen. Wer das also gelesen hat und lesen konnte, der ist klar im Vorteil: „Die Spitzen der herrschenden Klasse haben gewechselt, der Kommunismus ist d e r s e l b e gebleiben!“)


Und ein Kommunist, nämlich Stalin, erklärt auch, warum das damals so war und auch heute wieder so ist:

* * *

Deutschland in der Periode der Hitlerdiktatur

Die Gründe zur Errichtung der faschistischen Diktatur in Deutschland analysierend, sagte Stalin:

„In diesem Zusammenhang darf man den Sieg des Faschismus in Deutschland nicht nur als Zeichen der Schwäche der Arbeiterklasse und als Ergebnis der Verrätereien an der Arbeiterklasse seitens der Sozialdemokratie betrachten, die dem Faschismus den Weg ebnete. Man muß ihn auch als Zeichen der Schwäche der Bourgeoisie betrachten, als Zeichen dafür, daß die Bourgeoisie nicht mehr imstande ist, mit den alten Methoden des Parlamentarismus und der bürgerlichen Demokratie zu herrschen, und in Anbetracht dessen gezwungen ist, in der Innenpolitik zu terroristischen Regierungsmethoden zu greifen, als Zeichen dafür, daß sie nicht mehr imstande ist, einen Ausweg aus der jetzigen Lage auf dem Boden einer friedlichen Außenpolitik zu finden, weshalb sie gezwungen ist, zur Politik des Krieges zu greifen“ [1]

Stalin gibt eine erschöpfende Definition der Innen- und Außenpolitik der faschistischen Diktatur in Deutschland:

„Der Chauvinismus und die Kriegsvorbereitungen als Hauptelemente der Außenpolitik, die Niederhaltung der Arbeiterklasse und der Terror auf dem Gebiete der Innenpolitik als notwendiges Mittel zur Stärkung des Hinterlands der künftigen Kriegs­fronten…“ [2]

Die USA, England und Frankreich sind einverstanden…

Das Hitlerregime wurde von deutschen monopolistischen Kreisen in vollem Einverständnis mit dem herrschenden Lager Englands, Frank­reichs und der USA errichtet. Mit der Machtübergabe an die Hitlerfaschisten setzte eine brutale Unterdrückung der Arbeiterklasse, die Beseitigung ihrer Organisationen sowie die Abschaffung der elementaren bürgerlich­demokratischen Freiheiten ein. Die Hitleranhänger entfachten einen hemmungslosen Nationalismus, verfolgten und vernichteten die jüdische Bevölkerung, flößten den Deutschen die menschenfeindlichen Ideen des Rassenhasses ein und zersetzten das Bewußtsein des deutschen Volkes, indem sie immer wieder die Unterdrückung der slawischen Völker und die Errichtung der Herrschaft Deutschlands über die ganze Welt forderten.

Der Reichstagsbrand

Das Signal für die Entfesselung eines zugellosen Terrors in Deutschland war der von Hitlerfaschisten entfachte provokatorische Reichstagsbrand am 27. Februar 1933. Die Faschisten beschuldigten die Kommunisten der Brandstiftung. Im ganzen Lande begann die Verhaftung von Kommunisten und Antifaschisten. Viele Tausende der besten Vertreter des deutschen Volkes wurden von den Faschisten ermordet. Am 5. März 1933 fanden unter Anwendung von Terrormaßnahmen die Reichstagswahlen statt. Die Kommunistische Partei, die sich faktisch in der Illegalität befand, erzielte bei den Wahlen 4,8 Mill. Stimmen und erhielt im Reichstag 81 Mandate. Nachdem die Faschisten ihr Ziel bei den Reichstagswahlen nicht erreicht hatten, gingen sie zu noch grausamerem Terror über. Am 14. März 1933 wurde die Kommunistische Partei offiziell verboten; ihr Führer, Ernst Thälmann, war bereits am 3. März eingekerkert worden.

Die Führer der SPD lehnen gemeinsame Aktionen ab

Die Kommunistische Partei Deutschlands rief die Werktätigen auf, den Terroristen Widerstand zu leisten. Sie schlug der Sozialdemokratischen Partei vor, den Generalstreik auszurufen. Die sozialdemokratische Führung lehnte es jedoch trotz dreimaliger Aufforderung von seiten der Kommu­nistischen Partei (1. März, 14. März und 5. Mai) ab, gemeinsame Aktionen gegen das faschistische Regime zu unternehmen. Ja, bei der Eröffnung des Reichstages am 23. März erklärten sich die sozialdemokratischen Führer sogar bereit, mit der Hitlerregierung zusammenzuarbeiten.

Gerichtsprozesse gegen die Kommunisten

Am 2. Mai verboten die Faschisten die Gewerkschaften und beschlag­nahmten ihr Vermögen. Am 23. Juni wurden die Sozialdemokratische Partei, später auch die übrigen Parteien, mit Ausnahme der National­sozialistischen Partei, verboten. Danach inszenierten die Hitlerleute ein Gerichtsverfahren gegen die Kommunisten, das unter der Bezeichnung „Leipziger Prozeß“ (21. September his 23. Dezember 1933) in die Geschichte eingegangen ist. Durch das kühne und mutige Auftreten des hervorragenden Revolutionärs und Kommunisten G.M. Dimitroff, der von den Hitlerfaschisten zu Unrecht der Reichstags­brandstiftung beschuldigt und auf die Anklagebank gebracht worden war, wurde der Leipziger Prozeß zu einem Gericht über die deutschen Faschisten.

Das faschistische Ermächtigungsgesetz

Mit der Zerschlagung der Arbeiterorganisationen war die Abschaffung aller sozialen Errungenschaften der Arbeiterklasse und die Beseitigung der bürgerlich-demokratischen Freiheiten verbunden. Die Weimarer Ver­fassung wurde durch 12 Hitler-Gesetze (1933 bis 1935) und das Programm der nazistischen Partei, die sämtlich einen unverhüllt diktatorischen Cha­rakter trugen, ersetzt. Ein am 23. März 1933 erlassenes Gesetz stattete die Regierung Hitler mit unbegrenzten Vollmachten aus und verlieh ihr gesetzgebende Gewalt. Durch das am 1. August 1934 (nach dem Tode Hindenburgs) erlassene Gesetz wurde Hitler auf Lebenszeit der Titel „Fiihrer und Reichskanzler“ zuerkannt.

Der Unrechtsstaat

(es gab bisher nur einen deutschen Unrechtsstaat – den Faschismus!)

Entsprechend den faschistischen Prinzipien des „Führertums“ (Diktatur des faschistischen Oberhauptes, des „Führers“) wurde auch die Staatsord­nung Deutschlands umgestaltet. Die Hitlerregierung erließ eine Reihe von Gesetzen, die die Diktatur der faschistischen Gauleiter in den deutschen Ländern festigten. Zur Durchsetzung ihrer Diktatur und zur Vorbereitung des Landes auf den Krieg schufen die Faschisten einen in der Geschichte noch nie dagewesenen Terrorapparat. Eine führende Rolle im Hitlerschen Terrorapparat spielten bis Mitte 1934 die Sturmabteilungen (SA), später die Schutzstaffeln, die SS. Der Reichsführung der SS wurden auch die Gestapo (Geheime Staatspolizei) und der „Sicherheitsdienst“, eine Spitzel­organisation zur Ermittlung staatsfeindlicher Tätigkeit unter der deutschen Bevölkerung unterstellt.

Herrschaft der Monopole

Zum Hitlerschen Terrorapparat gehörte ferner der führende Kern der faschistischen Partei, die zur Irrführung der Massen den Namen „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei“ trug. Die terroristischen Maßnahmen der Faschisten hatten zum Ziel die Herrschaft der deutschen Monpolherren innerhalb des Landes zu festigen, um diese Herrschaft dann auf die ganze Welt ausdehnen zu können. Stalin führte aus:

„Die Partei der Hitlerleute ist ein Partei von Imperialisten, und zwar der gierigsten und räuberischsten Imperialisten unter allen Imperialisten der Welt. … Die Hitlerpartei ist eine Partei der Feinde der demokratischen Freiheiten, eine Partei mittealterlicher Reaktion und finsterster Progrome.“ [3]

[1] И.В. Сталин, соч. (J.W. Stalin, Werke), Bd.13, S.293-294; deutsch: Stalin, Fragen des Leninismus, Berlin 1951, S. 522.
[2] Ebenda, S.293; deutsch: a.a.O. S.521.
[3] И.Сталин, О Великой Отечественной войне Советского Союза (J.Stalin, Über den Großen Vaterländischen Krieg der Sowjetunion), 5. Aufl., 1950, S.27-28; deutsch: ebd. Berlin 1951, S.28 und 29.

Quelle:
J.Kuczynski/W.Steinitz (Hrsg.): Deutschland, Verlag Kultur und fortschritt, Berlin 1953, S.163-166.

Chronik

Siehe auch:
Deutsche Chronik 1933-1945
Kurt Gossweiler: 1933 war keine „Machtergreifung“!
Die KZ der deutschen Faschisten

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5 Antworten zu Die Kommunisten im Kampf gegen den Faschismus

  1. Johann Weber schreibt:

    Auch das stand in der letzten Ausgabe der „Roten Fahne“:

    „Rote Fahne“ vom 26.2.1933

    Lohn und Brot durch die Sowjets!
    Aber die Nazis beleidigen und verleumden die SU!

    Nach einer Statistik der deutschen Industrie gingen in den ersten neun Monaten des Jahres 1932: 30 Prozent das deutschen Röhren- und Walzexporteurs sowie der Ausfuhr von Kesseln und Maschinenteilen, 42 Prozent der Blech- und Drahtausfuhr, 50 Prozent des Eisenexportes, 52 Prozent der Ausfuhr von Stab- und Formeisen, 74 Prozent des Werkzeugmaschinenexportes und 47 Prozent der ausgeführten elektrischen Maschinen nach der Sowjetunion.

    Hunderttausende deutscher Arbeiter erhalten durch die riesigen Aufträge des Arbeiter- und Bauernstaates Arbeit. Hunderttausende stehen jetzt noch im Produktionsprozeß, haben noch dank der sozialistischen Sowjetunion, die keine kapitalistische Wirtschaftskrise kennt, Lohn und Brot. Einer der wichtigsten Zweige, der Exportproduktion Deutschlands, die Werkzeugmaschinenerzeugung, führt allein drei Viertel der gesamten hergestellten Waren nach dar UdSSR aus.

    Trotzdem hetzt die Hakenkreuzpartei aufs niederträchtigste gegen Sowjetunion. Die Nationalsozialisten verunglimpfen und beleidigen den einzigen Arbeiter- und Bauernstaat de Welt, der hunderttausende deutsche Arbeiter vor der grausamsten Not, Hunger und Erwerbslosigkeit schützt. Jeder Arbeiter, jeder Erwerbstätige muss sich am 5. März gegen die faschistische Reaktion entscheiden. Entscheiden für die antifaschistischen Kampfkandidaten, für die Freunde der UDSSR, die auf der Liste 3 kandidieren!“

    Wie das Wahlergebnis am 5. März 1933 aus?
    NSDAP 43,9%
    KPD 12,3%

    Am 22. Juni 1941 fielen Millionen von Arbeiter und Bauern in die Sowjetunion ein.

    Das Verhältnis großer Teile in der Sowjetzone zu den sowjetischen Soldaten war angespannt. Aus diesem Grund fand im November 1948 und im Januar 1949 eine öffentliche Diskussion statt. Thema: „Über die Russen“. Auf der Veranstaltung im Januar 1949 sprach Hauptmann Tregubow.
    Er sagte zu den Zuhörern folgendes:

    Hauptmann Tregubow:
    „Meine Damen und Herren! Zu der heutigen Diskussion über die „Russen und wir“ möchte ich von meinem Standpunkt aus Stellung nehmen. […]
    Wir verurteilen die hitlerische Machtergreifung nicht nur als eine Kampfansage an die deutsche Demokratie, sondern als eine Kampfansage an alle freien demokratischen Länder und vor allen Dingen an die fortschrittlichste Demokratie der Welt, an die Sowjetunion und ihre freien Völker.

    Meine Damen und Herren! Ich bin in der Sowjetarmee seit dem 22. Juni 1941 und weiß sehr gut, welche Gedanken die russischen Soldaten und Offizier am Tage des Überfalls hatten. Jeder von uns wußte daß der Hitlerismus alle demokratischen Kräfte Deutschlands zerschlug. Aber jeder von uns glaubte, daß die Arbeiter und Bauern Deutschlands doch nicht gegen die Macht der Arbeiter und Bauern Sowjetunion kämpfen werden. (sehr gut)

    Mich, den einfachen Soldaten der Roten Armee von 1941, haben die deutschen Arbeiter und Bauern sehr enttäuscht. Nehmen Sie mir das nicht übel! Sie haben mich gezwungen, vier Jahre hindurch ununterbrochen die Waffe nicht aus der Hand zu legen. Vier Jahr lang und noch dauerte der grausame Krieg, der durch den deutschen Hitlerismus entfesselt war. Vier Jahre lang fluß das Blut von Millionen sowjetischer Menschen. Vier Jahre lang und noch heute weinten und beklagten Millionen russischer Frauen ihre Männer, Brüder und Kinder. Kein Land, welche von den Hitlerhorden überfallen wurde, hat so große Verluste gehabt wie meine Heimat und mein Volk.[…]“

    • sascha313 schreibt:

      Danke, Johann! Und das ist ein wichtiger Zusammenhang! Dieser Zusammenhang entlarvt schlaglichtartig die Machenschaften der heutigen imperialistischen Regierungen (was ausgerechnet auch auf die „Corona-Krise“ zutrifft – eine mit Hilfe von künstlich erzeugter Angst verschleierte Weltwirtschaftskrise).

      Gerade auch dieser letzte, erschütternde Absatz (des Zitates) sollte,
      ja muß, doch auch heute jedem denkenden Menschen zutiefst nahegehen. Was spricht aus diesen Worten? Nein, kein Haß und keine Rachegedanken, sondern ein tiefes, menschliches Mitgefühl! Dieser Offizier ist ein Kind des Sozialismus! Der Sozialismus hat ihn erzogen, der Sozialismus hat ihn Menschlichkeit gelehrt und selbst der grausame, unbarmherzige Krieg, hat ihn diese Menschlichkeit nicht vergessen lassn!

      Das ist es, weshalb wir den Sowjetmenschen so unendlich dankbar sind, dankbar sein müssen! Und wir als DDR-Bürger erst recht – weil wir damals nämlich das Glück hatten, nicht dem USA-Imperialismus in die Hände zu fallen… weil wir eine glückliche, sorgenfreie und unbeschwerte Kindheit und Jugendzeit erleben durften. Dank Euch, Ihr Sowjetsoldaten! Und dank Euch, Ihr deutschen Kommunisten, die Ihr gelitten habt und uns dieses Leben in Freiheit ermöglicht habt…

  2. Harry56 schreibt:

    Ein sehr bemerkenswerter Artikel der Roten Fahne, nach so vielen Jahren noch immer die damaligen Verhältnisse – (und im Prinzip auch noch immer die heutigen!) – hell beleuchtend.
    Das ist natürlich auch der Grund für den bestialischen Hass aller bürgerlichen Politiker und Staatsschergen auf die Kommunisten, den Sozialismus, damals wie heute, von den angeblichen „Linken“ bis hin zu den „Rechten“, von den „Spezialdemokraten“ bis hin zu „Nationalen Sozialisten“ bzw/oder „Alternativen“…
    Die verschieden „farbigen“ Kostümierungen aller dieser Systemparteien sind innerhalb dieser kapitalistischen Einheitsfront in dieser Frage vollkommen belanglos.

  3. Weber Johann schreibt:

    Auch in Österreich erschien die „Rote Fahne“.
    Am 1. Mai 1939 erschien die letzte Ausgabe der KPÖ-Zeitung:
    Hier ein Auszug:

    Einheit gegen den gemeinsamen Unterdrücker!
    Österreichische und deutsche Sozialisten und
    Kommunisten rufen zum gemeinsamen Kampf

    In einer gemeinsamen Beratung des ,Arbeitsausschusses deutscher Sozialisten‘ und der ,Revolutionären Sozialisten Österreichs‘ sowie der Kommunistischen Parteien Österreichs und Deutschlands wurde zur Annektion der Tschecho-slowakei Stellung genommen und ein gemeinsamer Aufruf an die deutsche und österreichische Arbeiterschaft beschlossen, den wir hier auszugsweise wiedergeben (im vollen Wortlaut wird er im Lande in einem besonderen Flugblatt verbreitet).

    ,Mit der Annexion der Tschechoslowakei, mit der Besetzung von Memel,
    mit den Wirtschaftsultimaten an die Länder Südosteuropas und der offenen Unterstützung der Forderungen Mussolinis hat Hitler die letzten Illusionen über den imperialistischen Charakter seiner Kriegspolitik zerstört, den eigenen Propagandalügen den letzten Glauben entzogen, die Nähe des Entscheidungs-kampfes um die Neuverteilung der Erde allen Völkern, vor allem dem eigenen Volk drohend, zum Bewusstsein gebracht.

    Zerstört ist der Schwindel vom Kampf um nationale Ziele, um das ,Selbstbestimmungsrecht der deutschen Brüder‘, um die ,Wiedergutmachung des Unrechtes von Versailles‘. Die bewaffnete Unterwerfung von Millionen Tschechen und Slowaken, die wirtschaftliche Versklavung der Balkanvölker macht auch dem Blindesten deutlich, dass schon die Annexion Oesterreichs und des Sudetengebietes nicht nationale Befreiungstaten, sondern Etappen einer imperialistischen Eroberungspolitik waren’…[…]“

    http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=drf&datum=19390501&seite=1&zoom=61

  4. Pingback: Der heutige Faschismus in der Welt | Sascha's Welt

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