Die Dividenden des Herrn Krupp und die Lügen der Nazis – Beitrag aus der Zeitung „Die Rote Fahne“ (1939):

hitler-kruppWenn heute ab und zu in den Zeitungen in einer ganz nebensächlichen Notiz wiedermal davon die Rede ist, daß sich das Vermögen der Superreichen um soundsoviel Prozent erhöht hat, so ist das meist nur sehr schwer vorstellbar. Kaum jemand aus dem einfachen Volk kennt einen dieser Schmarotzer persönlich; ihre „Geschäftspraktiken“ sind geheim, sie leben zurückgezogen in irgendeiner Villa am Tegernsee, in Heilbronn oder sonstwo und treten auch sonst in der Öffentlichkeit kaum in Erscheinung. Und wenn, dann höchstens mal als „Kunstmäzen“ oder „Wohltäter“. Anders als die Regierungspräsidenten, Manager, Vorstände und Geschäftsführer, das gesamte austauschbare Personal sowie deren Fußvolk in Ämtern, Stiftungen und Verwaltungen, die sich mitunter sogar „demokratischer“ Kritik zu erwehren haben. Blickt man zurück in die Vergangenheit, wird sehr schnell erkennbar, weshalb die Nazis das Volk von Anfang an belogen hatten…

Liest man heute in einer alten Zeitung, wird sofort deutlich, daß der Kapitalisms sich zwar technisch und technologisch weiterentwickelt hat, im wesentlichen aber doch der gleiche geblieben ist. Im Jahre 1939 schrieb die österreichische Zeitung „Die Rote Fahne“ unter der Überschrift

Teil 1

Dividenden Krupp

„Seit Hitler an der Macht ist, ächzen die Arbeiter unter den Lasten, die ihnen aufgebürdet werden und die täglich mehr werden. Für das deutsche Finanzkapital dagegen blüht der Weizen. Seine Riesenprofite wachsen von Jahr zu Jahr und erreichen nie gekannte Höhen. Ja, die Dividenden steigen, aber die Löhne der Arbeiter wurdn meist auf dem Elendsniveau der Krisenjahre stabilisiert.

Die Arbeiter hungern und darben – und dies bei einer 60- bis 80stündigen Arbeitswoche, brechen vor Erschöpfung zusammen, erleiden an ihrer Gesundheit die schwersten Schäden. Die finanzkapitalistischen Riesen aber scheffeln ihre Gewinne mit vollen Händen.


Zwischenbemerkung: Nun weiß man zwar, daß das hierzulande nicht ganz so ist. Niedrigere Lohnarbeit wurde abgewälzt auf die Billiglohnländer und die fehlenden Fachkräfte wurden ersetzt durch „Menschen mit Migrantionshintergrund“. Doch auch damit geben sich die Oligarchen nicht zufrieden. Es das Kapital, das neue Rohstoffquellen und zusätzliche Arbeitssklaven benötigt. Wie diese Bereicherung damals aussah, beschrieb die „Rote Fahne“ so:

Der „Kanonenkönig“ Krupp weist für das Jahr 1938 einen Reingewinn von 21,2 aus; 34,8 Millionen RM wurden als Reserve zurückgelegt, die jetzt 60,8 Millionen RM beträgt (vor 6 Jahren war Krupp noch verschuldet); mindestens 15 Millionen des Reingewinns sind in den „Abschreibungen“ zu suchen, die für das Jahr 1938 56,1 Millionen RM betragen, ebenso 40 Millionen in dne Materialvorräten, deren Wert von 1937 auf 1938 von 90 Millionen auf 130 Millionen Reichsmark gestiegen ist.

…Jeder frühere Arbeiterbetriebsrat aber weiss aus der Zeit, wo er noch einsicht in die Geschäftsgebahrung seines Unternehmens nehmen durfte, daß es die Betriebsinhaber ausgezeichnet verstehen, ihre wirklichen Profite zu verschleiern, um eine schärfere Besteuerung zu verhindern. Wie mögen erst die wirklichen Profite der kapitalistischen Ausbeuter im Reich Adolf Hitler beschaffen sein?

Zwischenbemerkung: Es besteht kein Zweifel daran, daß das heute nicht anders ist. Nein, es ist noch viel schlimmer. Und die Besitzer der Produktionsmittel, in welchem Unternehmen auch immer, lassen sich heute erst recht nicht in die Karten schauen. Doch wie gelang des den Nazis, die deutschen Wähler zu betrügen? Gehen wir also weiter im Text:

Vor wenigen Wochen haben die Nazis mit großer Begeisterung den 19. Jahrestag der Verkündung ihres Parteiprogramms gefeiert. Wie steht es aber mit der Erfüllung der für die Arbeiter wichtigsten Progammpunkte? Mit der „Abschaffung des arbeits- und mühelosen Einkommens“ (Punkt 11); „Einziehung aller Kriegsgewinne“ (Punkt 12); „Verstaatlichung der Trusts und der Grossbetriebe“ (Punkt 13) ; „Gewinnbeteiligung an Grossbetrieben“ (Punkt 14)?

Nichts von dem ist geschehen, obwohl die Nazis seit mehr als 6 Jahren an der Macht sind und die Macht hätten, diesen Teil ihres Programms zu erfüllen. Das „arbeits- und mühelose Einkommen“ der Herren Krupp, Thyssen, Vögeler, Kirdorf, Stinnes, von Stauss, Springorum, Hugenberg und vieler hunderter anderer Industrie- und Bankmagnaten wurde nicht nur nicht angetastet, sondern es hat sich gerade unter der Naziherrschaft vervielfacht.

Einziehung der Kriegsgewinne? Krupp hat aus dem Blute des deutschen Volkes seinen unermesslichen Reichtum geschaffen. Aus dem Mark seiner 115.000 Arbeiter presst er schon jetzt weitere hunderte von Millionen; aus dem Blutmeer des neuen Krieges, den die Naziführer vorbereiten,  will er weitere Reichtümer ziehen.

Hier der Zeitungsausschnitt:

390501 Die Rote Fahne Oesterreich

Nachbemerkung: Die Kommunistische Partei hat in allen Punkten recht behalten! Mit einem mörderischen Krieg überzog das faschistische Deutschland Europa, plünderte und verwüstete vor allem die Sowjetunion. Der Raubzug setzte sich fort. Doch verurteilt wurden beim Nürnberger Tribunal nur die Hauptkriegsverbrecher, einige der ausführenden Nazi-Häuptlinge, nicht aber deren Auftraggeber und Hintermänner, solche wie Krupp …

Teil 2: Raub im großen Stil:

Alfred Krupp und der Donbass.

Die Schlacht bei Kursk, die vom 5. Juli bis zum 23. August 1943 dauerte, endete für die Deutschen in einer vernichtenden Katastrophe. Mit dem anschließenden Rückzug von Teilen der Wehrmacht verlor der „Führer der deutschen Wirtschaft“ (zu diesem Zeitpunkt erhielt Alfred nach seinem Vater auch diesen Titel) nacheinander alle eroberten Betriebe in der ukrainischen SSR.

Aber den Spezialisten von Krupp gelang es dennoch, eine Unmenge herauszuholen. Die Ausrüstung der Elektroschmelze von Mariupol wurde vollständig in den Westen verlegt und nach Schlesien zu einem der Kruppschen Unternehmen geschickt. Außerdem gelang es den Deutschen, eine riesige Anzahl von Werkzeugmaschinen, 10.000 Tonnen Legierungen, 8.000 Tonnen Chromstahl und eine riesige Turbine nach Deutschland zu transportieren… Um die Ausrüstung aus den Unternehmen von Kramatorsk zu transportieren, verlangten die Manager von Krupp, ihnen etwa dreihundert Güterwagen zur Verfügung zu stellen. Sie bekamen nur hundert, aber das war genug, um das Wertvollste zu plündern. Auf dem Rückzug zerstörten die Deutschen alles, was sie nicht herausnehmen konnten oder nicht das Recht dazu fanden. In Mariupol zum Beispiel wurden das Iljitsch-Hüttenwerk zu 70% und Asow-Stahl zu 80% zerstört.

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Arbeiter des Kramatorsker Maschinenbaubetriebs im befreiten Donbass demontieren das Firmenschild der Krupp AG (1943)

„Um die Herrschaft der Krupps für immer zu beenden.“

Alfred Krupp wurde kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, am 11. April 1945, als die 9. US-Armee in Essen einmarschierte, in Gewahrsam genommen. Am 16. November beschlagnahmte die englische Militärverwaltung alle Vermögenswerte der Friedrich Krupp AG und ihrer Tochtergesellschaften. Der britische Colonel Fowles, der zum Hüter des Anwesens ernannt worden war, erklärte seinen Untergebenen feierlich: „Die Fabrikschornsteine dürfen hier nicht mehr rauchen. Auf dem Gelände des Stahlwerks sollen Gärten und Parks angelegt werden. Die englische Militärführung hat beschlossen, den Krupps für immer ein Ende zu setzen“.

Alfred Krupp wurde in eine Gefängniszelle im Nürnberger Justizpalast gebracht. Sein Prozeß war der letzte von drei Prozessen gegen deutsche Industrielle. Krupp wurde angeklagt, einen Angriffskrieg geplant, Eigentum in besetzten Ländern geplündert und Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch den Einsatz von Zwangssklavenarbeit begangen zu haben.

„Nirgendwo sonst gab es einen solchen Sadismus.“

alfredkrupp„Die Beweise gegen Krupp im Prozeß“, so William Manchester, „waren so schockierend, daß alle Verbündeten, Ost und West, einstimmig beschlossen, Europa von seinem Namen zu säubern.“ Drexel A. Sprecher, ein US-amerikanischer Anwalt, der später ein Buch über die Nürnberger Prozesse veröffentlichte, schrieb, was ihn am meisten beeindruckt habe, sei der „Fall Krupp“. Er betonte: „Nirgendwo sonst gab es einen solchen Sadismus, eine so sinnlose Barbarei, eine so schockierende Behandlung von Menschen als lebloses Material…“. Letztendlich wurde Alfred jedoch von dem Vorwurf der Aggression freigesprochen: Das Tribunal entschied, daß die Schuld bei seinem Vater, Gustav Krupp, liegt. In den beiden anderen Fällen wurde er jedoch für schuldig befunden.

Am 31. Juli 1948 verurteilte der Internationale Strafgerichtshof Alfred Krupp zu 12 Jahren Haft mit Beschlagnahme des gesamten beweglichen und unbeweglichen Vermögens. Der Journalist Ragland, der bei der Verhandlung anwesend war, erinnerte später daran, dass Krupp das Urteil „mit einem undurchdringlichen Aussehen wie eine Sphinx“ gehört hatte, und als er von der 12-jährigen Haftzeit hörte, hat er nicht einmal mit der Wimper gezuckt. Vom Zeitpunkt der Beschlagnahme des gesamten Vermögens an geriet der Angeklagte jedoch buchstäblich in einen Stumpfsinn. „Er wurde blaß wie eine Leinwand“, sagte Ragland. „Es schien, als würde er gleich den Verstand verlieren…“

Zwei Jahre im Gefängnis Landsberg.

Alfred Krupp wurde in die bayerische Stadt Landsberg verlegt und in das Kriegsverbrechergefängnis Nr. 1 gebracht. Aber er saß für etwas mehr als zwei Jahre hinter Gittern. Die „Gefangenschaft“ war übrigens recht angenehm: Krupp konnte die Bibliothek benutzen, Zeitungen lesen, Briefe oder Notizen schreiben, und das Essen war recht anständig. Und bereits am 4. Februar 1951 wurde Alfred Krupp vorzeitig entlassen, nachdem er auf Befehl von John McCloy, dem amerikanischen Hochkommissar in Deutschland, freigelassen worden war. Interessant ist die Dienstakte des Mannes, der die Entscheidung zur Befreiung Krupps traf: in den Jahren 1941 – 1945.

McCloy arbeitete als Assistant Secretary of Defense der Vereinigten Staaten, leitete 1947-1949 die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung und diente in den folgenden zwei Jahren als Hochkommissar für die amerikanische Zone in Deutschland. Während seiner zweijährigen Amtszeit begnadigte er viele Kriegsverbrecher, die zuvor zum Tode verurteilt worden waren, insbesondere Fritz ter Meer, der an der Entwicklung giftiger Gase und an Experimenten an Menschen in nationalsozialistischen Konzentrationslagern beteiligt war.

So kam Alfred aus dem Gefängnistor – und… er wurde bald zum Eigentümer der Friedrich Krupp AG. Tatsache ist, daß der Teil des Urteils, der die Beschlagnahme des Konzerneigentums betraf, annulliert und Krupps persönliches Vermögen zurückgegeben wurde. Als Krupp wieder in die Leitung des Konzerns eintrat, konnte er die Aufhebung des Demontageauftrags erwirken. Nachdem er das Unternehmen wiederbelebt hatte, leitete er es bis 1967.

1960er Jahre: Die „gefährlichen Verrückten“ wieder an der Macht.

Fairerweise muß angemerkt werden, daß viele der britischen und französischen Politiker die Tatsache der Freilassung Krupps sehr negativ bewertet haben. Die Londoner Zeitung „Observer“ war empört und sagte, daß „die Entscheidung der Amerikaner die Rückkehr gefährlicher Verrückter an die Macht bedeutet“. Winston Churchill und Clement Attlee (britischer Premierminister, 1945-1951) brachten ihre Bestürzung über die Begnadigung des ehemaligen „Führers der deutschen Wirtschaft“ zum Ausdruck. All diese mißbilligenden Äußerungen hatten jedoch im Großen und Ganzen eine rein symbolische Bedeutung: Die Amerikaner, die dem Nachkriegseuropa ihren Willen diktierten, schenkten ihnen keine Beachtung.

Alfred KruppZu Beginn der 1960er Jahre stellten alle führenden Medien der Welt das rasche Wachstum des Krupp-Konzerns fest, der sich ständig neue Arten von Produkten aneignete: synthetische Stoffe, Kunststoffe, Kommunikationsmittel usw. Gleichzeitig begann 1953 die Montage von Düsenjägern in der Krupp-Flugzeugfabrik in Bremen. Alfreds Krupps persönliches Vermögen wurde bereits in den frühen 1960er Jahren auf 800 Millionen Dollar geschätzt. 1999 wurde der Konzern mit einem anderen deutschen Riesen – der Thyssen AG – fusioniert; dadurch wurde der Konzern ThyssenKrupp AG zu einem der größten Stahlproduzenten der Welt. Die Versprechen der britischen Behörden, „den Krupps für immer ein Ende zu setzen“, reichten für kurze Zeit aus. Das „Kollektive Abendland“ schuf in der Tat die günstigsten Voraussetzungen, um dem Gedankengut des „Führers der deutschen Wirtschaft“ neues Leben einzuhauchen.

Quelle:
„Грабёж с размахом: Альфрид Крупп и Донбасс“ (gekürzter Ausschnitt des Beitrags, übersetzt aus dem Russischen. F.G.)

Siehe auch:
Moskau 1941: Der gezähmte Taifun
Stalingrad: Ach, diese verfluchte deutschen Faschisten…
So wurden die Deutschen gegen andere Völker aufgehetzt…

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8 Antworten zu Die Dividenden des Herrn Krupp und die Lügen der Nazis – Beitrag aus der Zeitung „Die Rote Fahne“ (1939):

  1. Hanna Fleiss schreibt:

    Ja, natürlich haben die Herren des großen Geldes Angst davor, dass das Volk erfährt, wofür es Kraft, Wissen und Blut opfert, wenn es für diese Herrschaften schuftet. Sie verkriechen sich geradezu in ihren Verstecken vor uns. Das war bei den Nazis so, und das ist heute nicht anders.
    Wir wissen das alles, wer weiß es nicht. Dieser Staat ist „ihr“ Staat, ihr Geschwafel von Demokratie und Freiheit etc. ist die Kulisse, hinter der sich das Pack versteckt. Und das hat es nötig, auch wenn es allgemein publik ist, irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo sie sich nicht mehr verstecken können. Das walte Hugo.

  2. S. Erfurt schreibt:

    Erstmals wird der EU-Kommission erlaubt, in großem Umfang Schulden aufzunehmen. Die Anleihen über 750 Milliarden Euro werden an den Finanzmärkten angeboten und können dort gekauft werden. An der Börse wird der Schritt mit Begeisterung verfolgt, berichtet Samir Ibrahim aus dem ARD-Börsenstudio.

    Meldet Tagesschau zum gestrigen EU Corona Gipfel. Komödienstadel in Folge, wer weiß was die in den letzten Tagen wirklich gemacht haben: Gefressen und Gesoffen und dann wird erklärt die hätten sich gestritten, genauso sehen die auch aus. Um irgendwelche Hilfen ging es da ganz bestimmt nicht. Wenn Staaten Schulden machen, dann heißt das auch nur daß an der Börse spekuliert wird. Zahlen tut sowieso nur das Volk bzw. die Arbeiterklasse und die Zinsen landen natürlich auch wieder da wo sie schon immer landeten: In den Taschen privater Unternehmer.

    Die Rückzahlung soll vor 2027 beginnen und bis 2058 laufen. Diese Jahres-Zahlen kommen mir sehr bekannt vor. Bis zum Jahr 2058, da wurde beim letzten EU Gipfel schonmal was ähnliches verkündet was bis 2058 laufen soll. War doch klar, daß der EU Gipfel nichts Neues ergibt. Was an Steuern, Preiserhöhungen usw. auf uns zukommt werden wir sehen.

    MFG

    • S. Erfurt schreibt:

      PS: Die auf dem EU-Gipfel verkündeten Zahlen sind Hausnummern! Kein Unternehmer der Welt plant 38 Jahre im Voraus!

      MFG

      • Hanna Fleiss schreibt:

        Das Problem bei der ganzen „Streiterei“ ist: Vier Staaten waren nicht damit einverstanden, dass alle EU-Staaten für die Schulden an zum Beispiel Italien und Spanien einstehen sollen. Sie sind dafür gewesen, die Gelder der EU als Kredite zu vergeben statt als „Geschenke“, die dann „irgendwann“, vermutlich in 38 Jahren, zurückgezahlt werden sollen. Und das heißt natürlich für die Bürger – nicht nur der betreffenden EU-Staaten, denn dies hat man vorsorglich für die gesamte EU verordnet -, dass harte Zeiten auf sie zukommen. Wobei die Schweinerei natürlich ist, wie du richtig schreibst, das Kapital der „bedachten“ EU-Staaten wird selbstverständlich ins Spielcasino gehen und die Gelder der Bevölkerungen an der Börse verkloppen.
        Kleine Korrektur: Nicht die Unternehmer sollen in 38 Jahren alles zurückgezahlt haben, sondern die Staaten, und das heißt, das ganze Theater passiert auf dem Rücken des Volkes.

    • S. Erfurt schreibt:

      @Hanna, hier werden keine Schuldenlasten auf die Staaten verteilt, ganz im Gegenteil: Schulden sind ein wesentlicher Bestandteil der Ausplünderungstaktik die natürlich über finanzielle Abhängigkeiten am Besten funktioniert. Natürlich wird damit auch die geistig kulturelle Entwicklung in Italien, Spanien, Portugal usw. und den ganzen Balkanländern unterdrückt, wer davon pofitiert das wissen wir doch.

      Und dann stellen sich die Funkemedien auf die Hinterbeine und wettern hitlerartig gegen Griechenland. Bei meinem Korfu-Urlaub vor vielen Jahren haben mich auch die vielen Tafeln beeindruckt wo draufstand: „Hier investiert die EU“. Heute ist mir klar, daß das alles ein einziger Schwindel ist! Wer dort „investiert“, das sind Betrüger, Spekulanten und Kapitalverbrecher!

      MFG

      • sascha313 schreibt:

        „Investition“ = Kapitalexport!

      • Hanna Fleiss schreibt:

        Naja, S. Erfurt, bist du nicht auch der Meinung, dass Italien, Spanien und Portugal Staaten sind? Aber Staaten zahlen nie ihre Schulden zurück. Das ganze Gelaber von wegen, die nächsten Generationen müssen die Schulden zurückzahlen, ist absoluter Quatsch. Aber was wird sein: Unter dem Vorwand, durch die Coronakrise haben „wir“ uns verschuldet, werden die Völker ausgeplündert. Ich habe jetzt so viel recherchiert, und ich sag dir, mir stehen die Haare zu Berge, was da auf uns zukommt. Und das betrifft so ziemlich alle Gebiete des Lebens. Einen besonderen Tiefschlag hat mir heute früh ein Beitrag versetzt, als ich zu allem Grauen noch darüber gelesen habe, was in den Laboren der USA an Scheußlichkeiten zusammenexperimentiert wird. Mir ist so, ich könnte nur noch zuschlagen. Was für eine Welt wird den Völkern bereitet von dieser Handvoll Superreichen, die glauben, sie könnten das Leben der Welt regieren. Und wir? Wir stehen auf dem Beobachterposten, rühren uns nicht, tun, was Merkel und Co. uns verordnen, und warten. Worauf?
        Wir wissen es nicht.

  3. Eine Anmerkung zu: „Es besteht kein Zweifel daran, daß das heute nicht anders ist. Nein, es ist noch viel schlimmer. Und die Besitzer der Produktionsmittel, in welchem Unternehmen auch immer, lassen sich heute erst recht nicht in die Karten schauen.“

    Die österreichische Zeitung „Die Rote Fahne“ zeigt aber bereits 1939, wie denen in die Karten geschaut werden muß.
    Es wird deren Bilanz ‚gelesen‘. Aus der Bilanz werden drei Posten heraus genommen: „Gewinn, Rücklagen und Abschreibungen“ und addiert.
    Beispiel:
    Bei BMW – das ja mal wieder in aller Munde ist: beträgt der errechnete Überschuß für 2019 rund 4,7 Milliarden, es wird aber nur ein Gewinn von 2,1 Milliarden ausgewiesen.
    Bei einem Umsatz von rund 84,7 Milliarden wird ein Materialaufwand von 63,425 Milliarden und ein Personalaufwand von 8,631 Milliarden angegeben. BMW mag zwar Rechungen für das Material über 63,425 Milliarden ausgestellt bekommen haben, aber Material im Wert von 63,425 Milliarden wird für 2.564.025 Fahrzeuge und 187.116 Motorräder, die 2019 produziert wurden, niemals benötigt. Lassen wir 13,425 Mililiarden gelten, versteckt sich in den fingierten Rechnungen für das Material noch einmal 50 Milliarden Gewinn. Tatsächlich hat BMW also 54,7 Milliarden Profit eingestrichen.

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