„Ein neues System“

regnum_pictureEs ist hohe Zeit, daß die Kommunisten ihre Anschauungsweise, ihre Zwecke, ihre Tendenzen vor der ganzen Welt offen darlegen und dem Märchen vom Gespenst des Kommunismus ein Manifest der Partei selbst entgegenstellen. – Die aus dem Untergang der feudalen Gesellschaft hervorgegangene moderne bürgerliche Gesellschaft hat die Klassengegensätze nicht aufgehoben. Sie hat nur neue Klassen, neue Bedingungen der Unterdrückung, neue Gestaltungen des Kampfes an die Stelle der alten gesetzt. Unsere Epoche, die Epoche der Bourgeoisie, zeichnet sich dadurch aus, daß sie die Klassengegensätze vereinfacht hat. Die ganze Gesellschaft spaltet sich mehr und mehr in zwei große feindliche Lager, in zwei große, einander direkt gegenüberstehende Klassen: Bourgeoisie und Proletariat.

„Ein neues System“

Die prominente schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg sprach in einer ersten Reaktion davon, die Klimakrise sei auf dem Gipfeltreffen, das nur eine paar „nette Worte“ zum Klimaschutz gebracht habe, weitgehend ignoriert worden.[4] „Solange wir ihr Spiel nach ihren Spielregeln weiterspielen, werden wir nur Brotkrümmel erhalten“, erklärte Thunberg auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Im Vorfeld des EU-Gipfels hatte sie sich gemeinsam mit mehreren belgischen und deutschen Klimaschützerinnen in einem Appell an die Politiker in der EU gewandt, um sie zu einer radikalen klimapolitischen Umkehr zu bewegen.[5] Man müsse die wissenschaftlichen Fakten zur Kenntnis nehmen, die Klimakrise als einen Notfall betrachten und endlich handeln, da die Zeit immer knapper werde, hieß es in dem Schreiben, das klimapolitische Passivität als „Betrug an den künftigen Generationen“ bezeichnete. Die Politik müsse deshalb nun „das scheinbar Unmögliche tun“ – dies insbesondere in Europa, wo die „wirtschaftlichen und politischen Möglichkeiten“ für eine führende Rolle beim Klimakampf gegeben seien. Zugleich sprachen sich die Klimaaktivistinnen für einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel aus. Das derzeitige System sei nicht kaputt; vielmehr „tut [es] genau das, was es soll“. Der Kapitalismus könne nicht länger „repariert“ werden; man brauche „ein neues System“.

[4] Greta Thunberg unzufrieden: Klima bei EU-Gipfel völlig ignoriert. rnd.de 21.07.2020.
[5] Greta Thunberg und Luisa Neubauer an EU: „Sie müssen jetzt das scheinbar Unmögliche tun“. stern.de 16.07.2020.

Quelle: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8349/


Doch wie soll dieses „neue System aussehen“?

Die Kommunisten arbeiten endlich überall an der Verbindung und Verständigung der demokratischen Parteien aller Länder. Die Kommunisten verschmähen es, ihre Ansichten und Absichten zu verheimlichen. Sie erklären es offen, daß ihre Zwecke nur erreicht werden können durch den gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnung. Mögen die herrschenden Klassen vor einer kommunistischen Revolution zittern. Die Proletarier haben nichts in ihr zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen. Proletarier aller Länder vereinigt euch! (Manifest der Kommunistischen Partei – 1890)

Siehe auch:
Ricarda Huch – „Das Kommunistische Manifest“

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18 Antworten zu „Ein neues System“

  1. roprin schreibt:

    ich möchte behaupten, daß eine Greta Thunberg nichts von der Existenz eines kommunistischen Manifestes weiß und ganz bestimmt nichts am Imperialismus ändern will. Dieses Mädel wird mißbraucht.

    • sascha313 schreibt:

      …so ist es! Immerhin, die Idee ist ja nicht ganz schlecht! 😉

    • Vielleicht sollten gerade Menschen, die ein sogenanntes „Asperger-Syndrom“ aufweisen, nicht unterschätzt werden. Karl Marx wurde auch vollkommen unterschätzt.

      • roprin schreibt:

        Der Meinung bin ich auch. Hinter Greta Thunberg jedoch stehen Banken und Unternehmen, die das große Geld wittern.

      • „Hinter Greta Thunberg jedoch stehen Banken und Unternehmen, die das große Geld wittern.“
        Ich denke, wir sollten auf unsere Sprache besser acht haben. Die Gefahr besteht nämlich, daß wir sonst ganz leicht in ein „rechtes“ Fahrwasser geraten und wir den Fehler begehen, vor dem uns Lenin gewarnt hat: „Es geht nicht um einzelne Menschen, sondern um die Ausbeuter-Klasse.“

        Ich treibe mich im Internet auf vielen – gerade auf „rechten“ – Seiten herum; nein!, nicht, weil mir das großen Spaß oder Freude bereitet, sondern, um zu erfahren, wie diese Menschen ticken, denken, was sie motiviert und wo denen eigentlich der Schuh drückt. Und dort habe ich vor einiger Zeit mal gesagt bekommen — halte dich bitte fest — „Hinter Karl Marx standen jüdische Banken und jüdische Unternehmer, die das große Geld witterten. Karl Marx hat sich von denen auch nur benutzen lassen.“

        Dann treibe ich mich im Internet auch auf vielen sogenannten „linken“ Seiten herum; macht mir auch keinen großen Spaß oder gar eine Freude. Da gibt es Menschen – freilich unter Pseudonym – die ein schlichtes Gemüt, wie meines eines, schnell dazu verführen können, daß „da echte Kommunisten“ – die sogar der 1990 neu gegründeten KPD angehören würden – „schreiben“ und sogar Artikel dieses Blogs sascha313 / Sascha’s Welt kopieren und dabei den Unkundigen vorgaukeln, daß die Betreiberin dieses Blogs Autorin ist, „deren Meinung nicht unbedingt mit derjenigen der Redaktion der Zeitung übereinstimmen muß“.

        Der Kapitalismus ist eine zentralistisch, auf Hierarchie aufgebaute Organisation mit entsprechender Ideologie, die den Prinzipien der vom ersten „Kaiser“ = Imperator Augustus (* 23. September 63 v. Chr. als Gaius Octavius in Rom; † 19. August 14 n. Chr. in Nola bei Neapel) ausgearbeiteten Stratokratie folgt, an deren Spitze seit spätestens 590 n. Chr. der Papst der Mafia-Organisation, die allgemein als Kirche bezeichnet wird, steht.

        Freilich trifft diese absolut verkürzte Zusammenfassung über den Kapitalismus von mir „nur“ auf die vom Kapitalismus durchseuchte Welt zu, die es zwar bewerkstelligt hat, den Islamischen Block, Indien, Afrika, Nord- und Südamerika zu unterwerfen, aber bisher immer noch an der DVR-Korea, Kuba – aber vor allem Russland — dank Lenin – und China — dank Mao – gescheitert ist, sich die gesamte Menschheit imperial zu unterjochen.

        Zur Zeit läuft mal wieder eine große, weltweite Enteignung vieler Milliarden Menschen, um erneut den Kapitalismus zu retten.

        — Dies geschieht zwar vor unser aller Augen!!! —

        Aber wie leicht ist es doch die Menschen mit einer unbedeutenden und vollkommen harmlosen Ausbreitung einer „Corona-Spezies“ vom Wesentlichen abzulenken!, um den lange schon geplanten und entsprechend vorbereiteten Re-Set des Kapitalismus umzusetzen!

        Seit der deklarierten Pandemie haben in den USA 45 MILLIONEN Menschen ihren Arbeitsplatz verloren — keiner „muckt auf“!

        Warum nicht?
        Nun, dies ist ganz einfach: Jeder dieser Menschen erhält mindestens 1.000,- US-Dollar pro Monat von der „Regierung“ ausgezahlt => das sind lächerliche 45 Milliarden US$ pro Monat, bzw. 540 Milliarden Dollar pro Jahr von denen mindestens 950 US$ eh in das System zurückfließen.

        Wie? – das kann doch gar nicht funktionieren! … Wieso denn nicht?! „In Geld“ benötigt jeder einzelne Mensch keine 20 Pfennig am Tag um zu überleben = sich davon Lebensmittel zukaufen.

        Seit März 2020 haben in Deutschland 7,4 Millionen ihren Arbeitsplatz verloren und zwei Millionen „Solo-Selbstständige“ zunächst eine Unterstützung von 9.000,- Euro beantragt und sofort erhalten!

        Die sind aber inzwischen auch „Arbeitslose“ und dürfen beim Jobcenter H.IV beantragen, welches sofort genehmigt wird. Schließlich will das System keine Unruhe in die Masse der XXX … hineintragen. Kumbe, ergo est: Seit März 2020 haben wir hier in Deutschland auch zusätzliche zehn Millionen Menschen mehr, die „arbeitslos“ wurden.

        War irgendeine „Erschütterung“ zu spüren? Nein! Denn alle diese Menschen können weiter ihre Mieten, ihre Kredite – und das Wichtigste: ihre Lebensmittel — usw. usf. bezahlen!

        Ich weiß nicht, wie viele Menschen am 1. August 2020 in Berlin demonstriert haben.

        Aber wenn ich heute auf der Schlagseite der BILD ganz oben lese: dubiose Corona-Demo, werden es wohl mehr Menschen gewesen sein als „ein paar Zehntausend …

      • sascha313 schreibt:

        „Der Kapitalismus ist eine zentralistisch, auf Hierarchie aufgebaute Organisation mit entsprechender Ideologie,“
        Hat das auch Karl Marx gesagt? Oder von wem stammt diese seltsamte Erklärung? Ich kann mich nicht erinnern, das irgendwo schon mal gelesen zu haben…

      • marie schreibt:

        Ich frage nach, ob hier „sogenannt“ und folgend in Anführungsstrichen, abwertend gemeint ist, wie üblicherweise bürgerlich die „sogenannte „DDR““ verunglinft wird?

        Falls ja, so möchte ich höflich darauf aufmerksam machen, dass auch Menschen des neurodiversen Spektrums (zu denen „Asperger“ gehören), klug denkende und wissenschsftlich gebildete Menschen sein können.

        Ich lese Deine Kommentare sehr gerne und kann mich inhaltlich oft anschließen. Hier jedoch muss ich wegen Deiner möglicherweise aus Unwissenheit, bei mir jedoch als Verunglimpfung ankommenden Bewertung, einer außerhalb des hiesigen politischen Themas stehenden Menschengruppe, opponieren.

        Falls nein, bitte ich Dich, die Formulierunng zu überdenken, um Missverständnisse gar nicht erst aufkommen zu lassen 🙂

      • marie schreibt: 4. August 2020 um 10:57
        „Ich frage nach, ob hier „sogenannt“ und folgend in Anführungsstrichen, abwertend gemeint ist, wie üblicherweise bürgerlich die „sogenannte „DDR““ verunglinft wird?“

        Nein, das soll keine Abwertung sein und ist auch keine Abwertung.

        Mich stört ganz allgemein, daß *Störungen der neuronalen, emotionalen und mentalen Entwicklung eines Menschen* als Syndrom = Krankheit definiert werden, womit die davon Betroffenen Menschen, in der öffentlichen Wahrnehmung in die Schublade von (Geistes)-Kranken und Behinderten gesteckt werden (sollen)!

        Asperger, zum Formenkreis des Autismus gehörend, ist kein Syndrom, keine Krankheit, sondern lediglich eine Störung.

      • sascha313 schreibt: 4. August 2020 um 18:08
        „Der Kapitalismus ist eine zentralistisch, auf Hierarchie aufgebaute Organisation mit entsprechender Ideologie,“
        ***Hat das auch Karl Marx gesagt? Oder von wem stammt diese seltsame Erklärung?***

        Nein, das hat Karl Marx nicht gesagt.
        Selbstverständlich ist der Kapitalismus – trotz meiner Aussage – eine bestimmte „Wirtschaftsweise“, die der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen und seiner allgemeinen Unterdrückung dient. Diese Wirtschaftsweise ist allerdings ohne entsprechende hierarchisch aufgebaute Organisation mit entsprechender Ideologie gar nicht denkbar und wäre vollkommen unmöglich.

  2. roprin schreibt:

    PS: Zitat:
    „Objekt einer fremden Macht

    Mit der Manipulierung wird schließlich das Volk vollständig zum Objekt des Machtstrebens der Monopole verurteilt. Nicht mehr nur in der öko­nomischen und politischen Sphäre ist der Mensch Objekt der Ausbeu­tung und Unterdrückung. Nunmehr ist er auch in seinem Denken und Fühlen wie niemals zuvor Objekt einer ihm fremden Macht. Ihm wird somit jede Möglichkeit auf Wahrnehmung seiner persönlichen Integri­tät, Subjekt des Geschehens zu sein, abgesprochen.“

    Genau das passierte mit Greta Thunberg.

  3. marie schreibt:

    Ich bin nach wie vor sehr dankbar für die Möglichkeit, mich hier auf saschas Seite an Diskussionen beteiligen zu können, die von Menschen mit dem gleichen Klassen-Standpunkt geführt werden. Nun bin ich nach einem ML-Grundlagenstudium eher die Praktikerin geworden – sicher auch wegen persönlicher Eigenheiten – und deswegen auch achtsam gegenüber „aus der Luft gegriffener“ persönlichen Ausgrenzungen – also Danke, dass mein Kommentar betr. dem „sogenannten Asperger-Syndroms“ veröffentlicht wurde.

    Das Thema zum Systemwechsel ist ja DAS eigentliche. In der momentanen Krise sind verschiedenste Urteils- und Verhaltensweisen der Menschen zu beobachten. Aber doch alle eher hinter vorgehaltener Hand, brav die Maske tragend, den eingeimpften Antikommunismus pflegend, wütend, aber eher still -> und die, die sich getrauen, laut zu sein -> dazu gehören doch die jungen Leute auch, deren Frontfrau eine mutige Person ist, die Widerstand auf die Straße gebracht hat und wie oben geschrieben feststellt:

    „Das derzeitige System sei nicht kaputt; vielmehr „tut [es] genau das, was es soll“. Der Kapitalismus könne nicht länger „repariert“ werden; man brauche „ein neues System“.“

    Da mir hier die Fakten fehlen, frage ich nach, wieso ihr/wir dem Kopf dieser Bewegung nicht zutrauen, durchaus gesellschaftswissenschaftlich gebildet zu sein und stattdessen feststellen,
    „dass sie missbraucht würde“.

    Ich betone, dass es eine ernstgemeinte Frage ist, nach Hintergründen, die ich nicht kenne.

    Da solidarisches Verhalten der Arbeiter untereinander eine der wichtigsten Waffen gegen die Mach des Kapitals ist, interessiert mich durchaus, inwiefern die Klimaaktivisten NICHT Verbündete in unserem Kampf sind, speziell auch im Kampf GEGEN die Konkurrenz unter den Arbeitern?

    („Lohnarbeit und Kapital“ (Karl Marx 1849) grad gefunden und zitiert von http://www.mlwerke.de/me/me06/me06_397.htm

    „Das Kapital lebt aber nicht nur von der Arbeit. Ein zugleich vornehmer und barbarischer Herr, zieht es mit sich in die Gruft die Leichen seiner Sklaven, ganze Arbeiterhekatomben, die in den Krisen untergehn. Wir sehn also: Wächst das Kapital rasch, so wächst ungleich rascher die Konkurrenz unter den Arbeitern, d.h. desto mehr nehmen verhältnismäßig die Beschäftigungsmittel, die Lebensmittel für die Arbeiterklasse ab, und nichtsdestoweniger ist das rasche Wachsen des Kapitals die günstigste Bedingung für die Lohnarbeit.“

  4. S. Erfurt schreibt:

    Heute war ein sog. 68er (Name vergessen) im Radio. Der da sagte, daß Demokratie im Kapitalismus nicht möglich ist. Und daß gesellschaftliche Fragen nicht Sache einer Meinung sind, sondern eine Frage des Standpunktes. Leider benutzte er hier schon nicht den genauen Begriff: Klassenstandpunkt.

    Als der Moderator auf das Thema Fridays4Future kam jedenfalls, war mit dem sein Klassenstandpunkt restlos klar. Dabei hatte ich, von meiner Rückreise aus Thüringen stets diese Bilder hier im Kopf: Riesige Getreidefelder zwischen Buchenwald und den Höhenzügen Finne/Hainleite, in einer Gegend wo einst unser Gemüse angebaut wurde und praktisch jeder Ort eine Konservenfabrik hatte.

    Die neuen Grundbesitzer, die ja die alten sind, kommen aus Niedersachsen in Frühjahr, laden riesige Maschinen vom Tieflader und bestellen riesige Felder mit Korn. Bis zur Ernte werden riesige Mengen Pflanzenschutzmittel ausgebracht mit dem Resultat, daß die ganze Mikrofauna und Flora kaputtgeht und damit auch die Bäume sterben. Diese Landschaft, mein Thüringen, war in der DDR eine blühende Landschaft, heute ist sie tot! Keine Insekten, keine Vögel, toter Wald. Finne, Schmücke und Hohe Schrecke bieten einen grausigen Anblick weil die Waldbesitzer nicht einmal ansatzweise so etwas wie eine Forstwirtschaft betreiben.

    All das erzeugt in mir eine Stinkwut, und die ist berechtigt! Weil es diese Verbrecher sind, die uns umbringen! Sie machen Profite auf Kosten unserer Gesundheit, sie vernichten unser Land, unsere Heimat, unsere Wälder unsere Gewässer, unsere Luft! Nein liebe Mitleser, sowas kann nicht der Wille eines Volkes sein! Und ja, wir haben keine andere Wahl: Das ist nicht unsere Zukunft sondern unser Untergang!

    Und ich habe gestern meine Nichte aus Libyen gefragt, ob sie bereit sei, ihr Leben dafür zu geben daß ihre Kinder, die Kinder Libyens in Frieden aufwachsen können. Genau das haben nämlich die Kommunisten getan die auch in Buchenwald ihr Leben ließen, dafür daß wir in der DDR glückliche Zeiten erleben durften. Und sie haben noch etwas geschworen, nämlich nicht eher zu ruhen, bis der Kapitalismus beseitigt ist. Und solange das nicht der Fall ist, gibt es keine Demokratie und auch keinen Frieden.

    Und auch Fridys4Future hat nichts mit Demokratie zu tun und schon gar nicht mit Umweltschutz. Fridys4Future ist einfach nur das Geplärre derjenigen, die in Wirklichkeit die Schuldigen sind an der Zerstörung unserer Umwelt, an der Zerstörung unseres Lebens und am Klimawandel den es zweifelsfrei gibt.

    Als ich dann schließlich von der großen Insektenzählung hörte, die MDR Thüringen im Radio verkündete, dacht ich nur, ich schaue mal auf meinen Kühlergrill und gucke wieviele Insekten da zwischen Kölleda und Weimar (40 km) kleben geblieben sind: Wahrlich, diese Insekten kann man heute zählen.

    Schönen Sonntag!

  5. S. Erfurt schreibt:

    PS: Meine Nichte aus Libyen (lebt und studiert in Deutschland) sagte gestern zu mir, daß es nicht möglich ist, an den derzeitigen Zuständen in Libyen was zu ändern. Ich erwiederte darauf: Wieso denn nicht, die Russen haben das doch auch geschafft, ihre Peiniger zum Teufel zu jagen und das vor über 100 Jahren schon. Und wir müssen uns klar darüber sein, das genau dies das Volk von Libyen selber tun muss, kein Anderer! Auf die Frage des Wie, habe ich geantwortet: Lerne von der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution in Russland, lese die Klassiker!

    Es ist mir im Verlauf des ganzen Gespräches auch klar geworden, daß es schwierig ist, gegen die Lügen anzukämpfen, die das System der BRD in die Gehirne seiner Kinder pflanzt. Wäre eine Greta Tunberg bereit, für ihre und insbesondere für die Zukunft ihrer Kinder ihr eigenens Leben zu geben!? Es sind jedoch genau diese Fragen die man grundsätzlich beantworten muss. Denn freiwillig geben diese Kapitalverbrecher nicht ihre Profite auf, das muss klar sein!

    MFG

    • sascha313 schreibt:

      Stimmt, es ist außerordentlich schwierig, gegen die Lügen anzukämpfen, vor allem dann, wenn sich solche bizarren antikommunistischen Vorstellungen im Hinterkopf eingenistet haben, daß ja der Stalin auch nicht besser gewesen sei als der Hitler. Die Demagogin Hannah Arendt hat mit ihrer verlogenen Totalitarimus-Doktrin einen völlig irrationalen Narrativ in die Welt gesetzt, der einerseits die Faschisten entlastet, andererseits den fortschrittlich eingestellten Menschen die Perspektive raubt. An dieser Stelle gibt es eigentlich nur zwei Argumente – das eine ist die Entlarvung dieses Relativismus (zum Beispiel auch, wenn gesagt wird: „…das ist ja wie bei der Stasi!“ oder „zwei Diktaturen“ – statt zu sagen „Gestapo“ bzw. „im Hitlerfaschismus“) und das zweite ist die ausführliche Darstellung der DDR als Friedensstaat, Sozialstaat und als Heimat von 17 Millionen DDR-Bürgern (einschließlich der Opportunisten, die ja mehr oder weniger auch zum Aufbau des Sozialismus beigetragen haben) – eines Staates, der niemals pleite war oder hochverschuldet, wie die USA oder die BRD, in dem es keine Arbeitslosigkeit, keine Armut und keine Obdachlosigkeit gab und in dem man durchaus seine freie Meinung sagen durfte usw. usw..

      • S. Erfurt schreibt:

        Danke Dir! Wenn jemand behauptet, die Wirtschaft der DDR hätte nicht funktioniert oder sei kaputt gewesen, sage ich immer Folgendes: Wir zahlten für ein Brot weniger als eine Mark, wir zahlten 40 Pfg für ein Bier, 15 Pfg. für eine Fahrt mit der Straßenbahn und 70 Märker für die Miete unserer Wohnung… was meinst Du, hätte es das gegeben, wenn unsere Wirtschaft nicht funktioniert hätte!?

        Von wegen kaputte Wirtschaft! Wenn hier was kaputt ist, dann ist es die Privatwirtschaft im Westen!

        PS: Fagt man heute mal die 68er Revoluzzer was sie erreicht haben, bekommt man nur die Antwort, daß es im Kampf um die Emanzipation der Frau Erfolge gab. Und wenn man genau hinschaut, gibt es die Emma u.a. Frauenzeitschriften tatsächlich erst in den 70er Jahren.

        Die Erstausgabe der DDR Frauenzeitschrift Für Sie hingegen war im Jahr 1957!

      • sascha313 schreibt:

        …stimmt! Und was die Demonstrationen betrifft… so schön wie es ist, wenn Menschen zueinander finden (und sei es zu gemeinsamen Protesten), so wenig ändert sich dadurch. Was haben die westdeutschen Massendemonstrationen der Friedensbewegung, die jährlichen Ostermärsche oder die Proteste gegen den NATO-Doppelbeschluß in der BRD bewirkt? Die Atomraketen der NATO wurden trotzdem stationiert.

        Oder was haben heute bspw. die Massenproteste in Chabarowsk gegen die Verhaftungdes Gouveneurs Furgal bewirkt? Rein gar nichts!

        Und wenn wir noch witer zruückgegehn wollen: Was war die Folge des „Blutsonntags“ im Januar 1905, als 140.000 Petersbiurger Arbeiter mit Kirchenfahnen, Heiligen- und Zarenbildern zum Petersburger Winterpalast zogen, um dem Zaren eine Bittschrift zu überreichen? Der Zar ließ auf die Demonstranten schießen. 1.000 Männer, Frauen und Kinder wurden ermordet und mehr als 5.000 wurdn dabei verwundet.

        Wer nicht aus der Geschichte lernen will, der träögt die Verantwortung für solche blutigen Ereignisse. Der Kapitalismus tritt nicht von allein zurück. Die Besitzer der Produktionsmittel, die Oligarchen und Lakaien des Kapitals werden niemals freiwillig ihre Macht aufgeben und mit Waffengewalt jeden Aufstand niederschlagen – es sei denn, die vereinte Macht der Arbeiterklasse unter Führung einer marxistisch-leninistischen Partei zwingt sie dazu, sich der Macht der Mehrheit zu beugen..

  6. marie schreibt:

    S. Erfurt schrieb: „Die Erstausgabe der DDR Frauenzeitschrift Für Sie hingegen war im Jahr 1957!“ Welcher Fehlerteufel war das denn? Unsere Frauenzeitschrift hieß „Für Dich“. Lt. wikipedia erschien diese erstmals 1946.

    Auch ich sehe die Klimaaktivisten derzeit nicht als Revolutionäre zum Sturz des Kapitalismus an. Wären sie es, würde man sie nicht derart demonstrieren, auftrete, reden lassen. Aber sie so abzukanzeln, ohne z.B. zu wissen, wer sie mglw. subventioniert, oder ohne zu wissen, wie sie einer sozialistischen Revolution gegenüberstehen, finde ich auch nicht richtig.

    Der Marxismus-Leninismus ist unser Rüstzeug auf dem Weg in eine friedliche Welt und wir wissen sicher, dass der Kapitalismus diese Welt zugrunde richten wird, wenn er nicht überwunden wird. Dies kann nur durch eine sozialistischen Revolution geschehen, die die Produktionsmittel in die Hände des arbeitenden Volkes legt. Dazu bedarf es der entschädigungslosen Enteignung der jetzigen Besitzer der PM. Ein solcher Vorgang ist jedoch im Grundgesetz der BRD nicht vorgesehen.

    Die Räumung einer Berliner Kiez-Kneipe dieser Tage mit mehreren Hundertschaften Polizei, nachdem tags zuvor Gegendemonstrationen „durch die Polizei begleitet wurden“, während „natürlich dem Gerichsvollzieher Zugang verschafft wurde“, zeigte sehr deutlich diese Wahrung scheinbar demokratischer Rechte und ebenso deutlich, wer die Macht im Staate hat und, dass er gewillt ist, diese zu sichern.

    Als gelernte DDR-Bürger und angesichts der Zugrunderichtung unserer sozialistischen Errungenschaften, sehen wir all sowas schnell und tauschen uns darüber aus. Aber wir sind nur noch wenige, kaum organisiert, Kommunisten sind nicht vereinigt organisiert, in der Öffentlichen Meinung scheint es die Idee des Kommunismus gar nicht mehr zu geben, jedoch hört man die Worte Faschismus und Nazis inzwischen recht oft.

    Ich will mich nicht an den Klimaaktivisten festbeißen, denke aber, dass Menschen, die erklärterweise das Wirtschaftssystem des Kapitalismus bekämpfen, doch als potenzielle Verbündete wahrgenommen werden sollten, und nicht einfach so abgetan.

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