Die unschuldigen Opfer des Stalinschen Repressalien

bezvinno-repressirovannye-1-e1479402519404Juri Muchin wird trotz aller Scherben um seine Person, wie üblich, nicht müde, mit wertvollem historischem Material zu überraschen, nämlich mit Fotos einer Liste von Erschießungen vom 23. Februar 1940, wo man bei jeden „Feind des Volkes“ das von ihm begangene Verbrechen und das endgültige Urteil selbst beurteilen kann. Diese Listen tragen die Unterschriften der verantwortlichen Personen. Die Listen enthalten nicht nur die üblichen Kategorien von Volksfeinden, sondern auch die Mitarbeiter von Organen, die an der Fabrikation von Falschurteilen beteiligt waren.

In dieser Hinsicht sind die Listen vor allem deshalb bemerkenswert, weil sie erneut auf den vulgär-mythologischen Charakter jener Verschwörungstheorien hinweist, wonach alle und jeder wegen solcher Vergehen ins Gefängnis gesteckt wurde (auch Verstöße gegen das Sozialrecht wurden unter Stalin verurteilt), während die Täter streng bestraft und in Fällen, in denen es möglich war, die unangemessen Verurteilten freigelassen wurden. Das Dokument weist auch entschieden darauf hin, daß die Erschießungen ein sehr breites Spektrum von Verbrechen umfaßten, von konterrevolutionären Aktivitäten über banale Morde aus politischen und ideologischen Gründen bis hin zum gewöhnlichen Alltagsdelikten.

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Gedenkstein: „Den Opfern der politischen Repressalien“

„Ein Volk das seine Vergangenheit nicht kennt, hat keine Zukunft!“

(Michail Lomonossow)

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Erschossen!

Danke, Ihr Nachkommen!

„Politstellvertreter einer Abteilung der 3. Schützendivision, entwendete auf betrügerische Weise einem jüngeren Kommandeur 425 Rubel, stahl Uhren und Revolver und desertierte aus der Abteilung, wenige Tage später vergewaltigte und tötete er ein 13jähriges Mädchen.*

*aus dem Erlaß des Volkskommissars für Verteidigung K.N. Woroschilow J0219 vom 28. Dezember 1939 Trinkerei und Gewalt.


DIE  OPFER DER STALINISTISCHEN REPRESSIONEN

Mir wurde gesagt, daß diese Art von Dokument nie ins Internet gestellt worden wäre, da der freie Zugang zu ihm im Archiv sehr schnell verboten wurde. Dabei ist das Dokument interessant, und man kann etwas Merkwürdiges daraus ableiten.

Zum Beispiel ist es möglich zu verstehen, wer genau unterdrückt wurde, nachdem Bérija an der Spitze des NKWD stand. Schauen wir, um wen es geht und was die Liste der zur Hinrichtung Verurteilten aufzeigt. Es handelt sich um die Folgen der Säuberung des Jeschowschen Apparats des NKWD durch Bérija. Und diese übrigen „Opfer“ der stalinistischen Repressionen erwecken wenig Sympathie (wenn sie den Namen nach, die ich ausradiert habe, nicht genannt sind, handelt es sich um Chinesen oder Koreaner).

Interessant ist auch, daß trotz des Personalverlusts bei den NKWD-Mitarbeitern alles getan wurde, um sicherzustellen, daß selbst tschetschenische Banditen vor Gericht gebracht wurden – NKWD-Mitarbeiter taten nicht das, was sie heute tun, wenn Gesetzeshüter irgendwelche Kaukasier töten und die Getöteten dann für Verbrechen verantwortlich machen.

Aber meiner Meinung nach ist das nicht die Hauptsache. Immerhin geht aus diesem Dokument hervor, daß in der UdSSR kein einziger Mensch, auch nicht der einfachste und nicht der bekannteste, ohne Genehmigung der höchsten, wirklichen Autorität – des Politbüros – von Regierungsbeamten getötet wurde. Darüber hinaus folgt aus der Tatsache, daß mehrere Personen begnadigt wurden, daß die Kommission des Politbüros tatsächlich den Einzelfall jeder zur Hinrichtung verurteilten Person untersucht hat.

Aber das Gesetz verpflichtete das Politbüro nicht, sich mit Fragen der Begnadigung zu befassen – dies war der Fall des Präsidiums des Obersten Sowjets – dennoch verbrachten die Mitglieder des Politbüros Zeit und Mühe damit, parallel zum Präsidium des Obersten Sowjets die Fälle der zum Tode Verurteilten zu prüfen. Und sie taten dies, anstatt nach Amphoren zu schnüffeln oder auf eine Hetzjagd zu veranstalten.

Das paßt irgendwie nicht zu dem liberalen Geschrei, daß unter Stalin die Menschen als Abfall betrachtet worden seien. Nein, selbst diejenigen, die in der stalinistischen UdSSR das Recht hatten, als Abfall betrachtet zu werden, waren es nicht.

J.I. MUCHIN

Die Stalinschen Repressalien gegenüber Unschuldigen – das ist eine Lüge!


Hier ein Einblick in das Protokoll Nr. 17 (Strafsache):


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Übersetzung:

UebersUrteil


(weitere Protokolle hier – russ.)

P.S. Aber natürlich wurden unter Stalin nur stille, schüchterne Intellektuelle, fiktive Spione und Autoren wegen der am falschen Ort erzählten Witze erschossen…

Im Allgemeinen sind die Strafen meiner Meinung nach für die begangenen Verbrechen durchaus angemessen.

pps. Die Dokumente werden zur Weitergabe empfohlen, insbesondere die Seiten, auf denen die Urteile gegen Verletzer der sozialistischen Gesetzlichkeit aus NKWD-Quellen festgehalten sind.

Quelle: http://artyushenkooleg.ru/wp-oleg/archives/926

War Stalin ein Tyrann oder Despot?

NATÜRLICH !

Zur Entwicklung des Despotismus wurden 1924-1953 (außer während der Zeit des faschistisch-deutschen Überfalls 1941-45) in der Sowjetunion gebaut:

…Schulen, Krankenhäuser. Geburtshäuser, Kindergärten, Theater, Stadien, Bibliotheken, Landkulturhäuser, Universitäten, Fabriken, Werke, Schiffahrts-Kanäle, Wasserkraftwerke, Atomreaktoren, Schiffe, Atomeisbrecher, Panzer und Flugzeuge.

Und zur Unterstützung der Tyrannei und des Personenkults um Stalin waren notwendig:

Wissenschaftler, Ingenieure,  Architekten, Bauleute, Piloten, Maschinisten, Ärzte, Lehrer, Studenten, Militärangehörige, Bergleute, Metallurgen, Landmaschinentechniker, Traktoristen, Künstler, Musiker, Schriftsteller, Dtreher, Fräser, Agronomen, Mechanisatoren, Erfinder…

Aber es wurden von ihm NICHT gebraucht:

Politologen, Vize-Sprecher, Presse-Attachés, Ombudsmänner, Bürgermeister, Präfekten, Manager, Händler, Broker, Hacker, Designer, Supervisoren, Casting-Direktoren, Videoproduzenten, Creative Producer,  Hellseher, Schamanen, Hexen, Zauberer, Extrasensualisten; Coutouries, Chansonniers, DJs,  V-Jays, Stilisten, Visagisten, Imagemaker und andere Liberale.

Stalin Despot


…auch die Sacharowa hat unter Stalin gelitten!

Zaharova-i-Stalin1-e1456928993686Ich weiß nicht, was diese Maria Sacharowa bisher für ihr Vaterland getan hat, aber was der Generalissmus J.W. Stalin für sein Vaterland getan hat, ist der ganzen Menschheit bekannt.

Hier nun einige ihrer Äußerungen auf Twitter:

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  • Marija Sacharowa: Noch einmal Danke. Gewalt – ist nicht uнsere Methode. Und nichts wird mich von dieser Welle abbringen. Ich kann keine Unterstützung von Avataren mit Stalin akzeptieren – wir haben unter ihm und seinen Genossen gelitten.
  • Marija Sacharowa: Roman, ich will nicht einmal darüber diskutieren. Führer, die ihr Volk vernichtet haben, brennen in der Hölle doppelt so hell wie diejenigen, die fremde vernichtet haben.
  • Marija Sacharowa: Andrej, nennen Sie mir Länder,  in denen die Führer Millionen ihrer Mitbürger verhaftet und erschossen haben, die dann rehabilitiert wurden.

zaharova-huzhe-gitlera-e1591529013675Sacharowa: „Stalin ist schlimmer als Hitler“.

gitlerovskaya-listovka-o-zhertvah-bolshevizmaHitlers Liste über die (angeblichen) „Opfer des Bolschwismus“ – ein Passierschein der faschistischen deutschen Wehrmacht mit dem Aufruf an Soldaten der Roten Armee zum Desertieren. Klar, woher die Zahlen kommen?!

mariya-zaharova-lyubi-vypivat-e1591527700823Marija Sacharowa kam auf die Liste der beliebtesten Frauen Rußlands, mit denen man sich gerne besaufen würde.

Mariya-Zaharova1-e1591725302193Sie hat unter Stalin gelitten…

Nastradavshayasya-ot-Stalina-Marusya-Zaharova-e1591765111929Das ist Marija Sacharowa, die unter Stalin so leiden mußte…

Quelle: http://artyushenkooleg.ru/wp-oleg/archives/6400

(P.S. Dabei übersehen wir keinesfalls, was Maria Sacharowa heute leistet, um eine friedliche und respektvolle Außenpolitik Rußlands in der Öffnetlichkeit zu vertreten!)

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10 Antworten zu Die unschuldigen Opfer des Stalinschen Repressalien

  1. olivia2010kroth schreibt:

    Von dieser Seite kannte ich die Sprecherin des russischen Aussenministeriums noch gar nicht. Dass sie sich so über Stalin äussert, finde ich sehr enttäuschend.

    • sascha313 schreibt:

      …ich hatte ehrlich gesagt, auch Besseres erwartet – doch die Umwelt formt den Menschen (und manchmal sogar den Charakter)

      • olivia2010kroth schreibt:

        Leider, Sascha. Zur Zeit ist ja das Draufhauen auf Stalin gross in Mode, auch in der Russischen Föderation. Dass die Sprecherin des Russischen Aussenministeriums keine Ausnahme macht, finde ich beschämend. Sie muss Stalin nicht unbedingt bewundern, aber dann sollte sie wenigstens den Mund halten. Einen früheren Leiter des eigenen Landes zu beschimpfen ist Nestbeschmutzung. Diese Frau sieht vulgär aus, und so sind auch ihre Worte: vulgär! Ich frage mich, wer sie in diese Position hinauf befördert hat ….

      • sascha313 schreibt:

        …sie kleidet sich chick nach der neuesten Mode, hat jeden Tag eine andere Frisur, ist oft klug in ihren Äußerungen… das schließt nicht aus, daß dahinter ein vulgärer, zynischer und mieser Charakter steckt!

      • olivia2010kroth schreibt:

        Ich finde, sie hat ein grobschlächtiges, primitives Gesicht.

      • sascha313 schreibt:

        ..nunja. das sind Äußerlichkeiten. Den Charakter kann man nicht mit Schminke zudecken.

      • olivia2010kroth schreibt:

        Das ist wahr, Sascha. Auch ein grobschlächtiges Gesicht kann man nicht mit Schminke zudecken. Dadurch wirkt es nur noch primitiver. Das letzte Foto, mit der Zigarre im „Maul“ finde ich das Allervulgärste von allen.

  2. S. Erfurt schreibt:

    Die Hetze gegen Russland endete nicht 1945 und auch nicht 1990 mit der Restaurierung der Macht der Finanzoligarchie über die ehemalige UdSSR. Stundenlang wird derzeit über einen angeblichen Giftmordanschlag polemisiert und ja, natürlich ist mal wieder der Kreml dran schuld. Um einen Personenschaden geht es dabei nicht im Geringsten! Und wenn man etwas weiter darüber nachdenkt, wer von dieser Art Polit-Komplot pofitiert kommt recht schnell zu dem Schluss, daß dies dieselben sind die sowas anstiften: Mörder, Räuber und Verbrecher.

    MFG

    • sascha313 schreibt:

      …Rußland war schon immer ein beliebtes Ziel der deutschen Imperialisten. Und deren heutigen Nachfolger kamen zuerst auf Filzlatschen, heute begleitet vom Geheul der „christlichen Wertewelt“… noch sind solche rücksichtslosen, menschenverachtenden Ausplünderungen (wie bei den Nazis) nicht möglich

  3. Pingback: Ist die Stalinfrage nur eine „theoretische Frage“? | Sascha's Welt

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