Die DDR im Jahre 1961: „Das letzte Risiko wurde verhindert!“

BrandenburgerTorBekanntlich war es der 13. August 1961, als die DDR mit der Sicherung unserer Staatsgrenze in Berlin, unserer Hauptstadt, den Begehrlichkeiten der westdeutschen Imperialisten eine Abfuhr erteilte. Die Grenze wurde dicht gemacht und die weitere Ausplünderung der DDR konnte damit verhindert werden. Es wäre ein unvergleichliches Risiko für uns als Bürger unseres sozialistischen Vaterlandes gewesen, noch länger zu warten. Nein, niemand hatte je die Absicht eine Mauer zu bauen – doch die Zeiten hatten sich geändert und der westdeutsche Imperialismus zeigte immer brutaler seine aggressive Fratze. Es ging letzenendes auch um die „Frontstadt“ Berlin. Und dieses letzte Risiko konnten und wollten wir in der DDR nicht eingehen.

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So sah es aus in Berlin! Doch was waren das für Leute, die das Ziel hatten, die DDR zu okkupieren? Wer waren diese Räuber und Banditen, die schon immer das Ziel hatten, gen Osten zu marschieren, fremde Länder zu erobern, auszuplündern und deren Völker als billige Arbeitskräfte zu versklaven? Nein, hier geht es nicht um Adolf Hitler, dem die überlebenden Nazis alle Schuld in die Schuhe zu schieben versuchten, nachdem er sich selbst entleibt hatte. Es geht um einen anderen Adolf, einen anderen gewissenlosen Verbrecher, um jenen nämlich, der die Besetzung Österreichs und des Sudetengebiets geleitet hatte, der die Besetzung der CSR anführte, der den Überfall auf Dänemark, Holland und Belgien plante und verwirklichte und der nunmehr Vorsitzender des Ständigen Militärausschusses der NATO geworden war – es geht um den Nazi und Kriegsverbrecher Adolf Heusinger… Er war in der westdeutschen Bundesrepublik zu hohen Ehren gekommen!

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(Aus einer Zeitung der DDR vom 19. Dezember 1961)

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Eine Fluchtwelle hatte eingesetzt – scharenweise verließen die Menschen Westberlin. Zugleich begann die NATO an unseren Westgrenzen aufzumarschieren. Doch tatsächlich – es war uns gelungen, auch dieses letzte große Risiko zu verhindern. Der Sowjetunion und unserer eigenen Sicherheitsorganen, der Nationalen Volksarmee (NVA) und dem MfS war es gelungen, den Einmarsch in die DDR zu verhindern. Die Pläne dazu lagen schon lange in den Schreibtischschubladen der US-amerikanischen Besatzer und iherer westdeutschen Helfershelfer. Die US-amerikanische Zeitung „Newsweek“ hatte bereits 1950 darüber berichtet:

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Doch daraus wurde nichts! Muhammed Suliman, ein Chemiestudent aus dem befreundeten Sudan, einem Land der nationalen afrikanischen Befreiungs-bewegung vom Joch des Kolonialismus, schrieb: „Auch an der Kongo-Krise ist Bonn beteiligt. Dadurch und durch die wirtschaftliche Ausplünderung der afrikanischen Länder sieht man in Afrika, wohin die Entwicklung mit Westdeutschland geht.“

Ja, diese wirtschaftliche Ausplünderung – das ist auch heute noch das Ziel der westlichen imperialistischen Staaten. Sei es der Irak, sei es Syrien oder eben jetzt Belorussija.

Erich Nickel schrieb im Jahre 1988 rückblickend: „In den Jahren 1960/61 konzentrierte sich die Manövertätigkeit von NATO-Truppen in auffälliger Weise auf dem Gebiet der BRD. In den Stabs- und Truppenübungen der Bundeswehr – meist in Grenznähe der DDR – wurden vor allem verschiedene Varianten des .Blitzkrieges‘ und des ,begrenzten Krieges‘ gegen die DDR geprobt. Die den Übungen zugrunde liegenden Überlegungen gingen von der Annahme aus, daß die UdSSR im Ernstfalle nicht eingreifen werde, weil derartige Aktionen ja unter dem Nuklearschild der USA stattfinden würden.“ (Quelle: Erich Nickel: Die BRD – ein historischer Überblick. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin, 1988). Ja, diese Blitzkriegsphantasien hatte schon der deutsche General Schlieffen im 1. Weltkrieg. Und im darauffolgenden 2. Weltkrieg setzten die Nazis diese verheerende Dummheit fort. Heute ist die Taktik eine andere – doch das Ziel ist das gleiche. Und noch einmal zitieren wir hier Erich Nickel: „Die militärisch gesicherte Schließung der Grenze zu Westberlin durch die DDR in der Nacht vom 12. zum 13. August 1961 auf der Grundlage ei­nes Beschlusses der Staaten des Warschauer Vertrages übte eine schockartige Wirkung auf die konservativ-reaktionären Kräfte in der BRD aus. Die von der Regierung Adenauer betriebene revanchistische Politik wurde in ihren Grundlagen erschüttert.“(ebd.)

Die Konterrevolution 1990 kam auf Filzlatschen. Nachdem iStalin ermordet worden war, runierten seine Mörder die Sowjetunion, und der Volksverräter Gorbatschow führte zu Ende, war den Nazis mißlungen war: die Abschaffung des Sozialismus und die Eroberung weiter Gebiete im Osten.

Quelle der Zeitungsausschnitte: „Volkswacht, 19. Dezember 1961 – Nr.300.

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Siehe auch:
Geheime Planungen für den Tag X
13. August 1966 – Fluchtwelle aus Westdeutschland in die DDR.
Geschichtliches: Die aggressive Zuspitzung der Politik der BRD gegenüber der DDR und der 13. August 1961

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Eine Antwort zu Die DDR im Jahre 1961: „Das letzte Risiko wurde verhindert!“

  1. Johann Weber schreibt:

    Sascha wie Recht Du hast mit Deiner Feststellung „Die DDR im Jahre 1961: „Das letzte Risiko wurde verhindert!“

    Seit nun schon 59 Jahren wird komplett verschwiegen, dass der Bau der Mauer um West-Berlin Europa vor der atomaren Vernichtung gerettet hat.

    Wer sollte es besser wissen als der damalige Verteidigungsminister in Franz Josef Strauß.

    Auszug aus dem Buch „Die Erinnerungen“ von Franz Josef Strauss
    Seite 380-388
    Unter dem Kapitel „Berlinkrisen und Mauerbau“ schreibt Franz Josef Strauß:

    „Die Gespräche im NATO-Hauptquartier in Paris sind in akurzen Abständen wiederholt und fortgesetzt worden. Eines Tages kam Foertsch zu mir – es muß nach der Auseinandersetzung mit den Engländern gewesen sein, bei der sich die Franzosen im übrigen ziemlich zurückhaltend gaben -, um mir aufgeregt das Neueste aus dem NATO Hauptquartier zu berichten. An dem Gespräch nahmen meiner Erinnerung nach noch General Schnez und Staatssekretär Hopf teil. Für den Fall, daß der von den Amerikanern geplante Vorstoß zu Lande nach Berlin von der Sowjetunion aufgrund ihrer Überlegenheit aufgehalten werde, hätten die USA die Absicht, so Foertsch, bevor es zum großen Schlag gegen die Sowjetunion komme, eine Atombombe zu werfen und zwar im Gebiet der DDR. Ich fragte nach: »Im Gebiet der Sowjetunion?« Nein, so die Antwort, im Gebiet der DDR.

    Die Amerikaner brachten diesen Gedanken ernsthaft ins Gespräch was schon daraus hervorgeht, daß sie uns nicht nur allgemein gefragt haben, sondern daß sie von uns wissen wollten, welches Ziel wir empfehlen. Das war die kritischste Frage, die mir je gestellt wurde. Ich sagte, diese Verantwortung könne niemand übernehmen. Ein Ziel wie Hiroshima oder Nagasaki komme, so meine eiserne Position, nicht in Betracht, damit würden wir uns trotz eines eventuellen Erfolges, nämlich Erzwingung der Zugänge zu Berlin, eine solche politische Last auferlegen, daß der Preis in keinem Verhältnis stünde zum Ergebnis. Es war dann von einem russischen Truppenübungsplatz die Rede, auf der große Mengen russischer Truppen konzentriert waren. Wenn diese Atombombe präzise geworfen und wenn sie einen begrenzten Wirkungsradius haben würde, dann wären die Opfer unter der Zivil-Bevölkerung weitgehend auf die Menschen beschränkt, die auf diesem Truppenübungsplatz arbeiteten. Einen Truppenübungsplatz, den ich kannte, habe ich namentlich genannt – ich war dort im Jahre 1942 eine Zeitlang bei der Aufstellung einer neuen deutschen Panzerflakeinheit. Dies erschien mir, wenn es schon dazu kommen mußte und wir Amerikanern nicht in den Arm fallen konnten, unter den gegeben Übeln das geringste zu sein, obwohl es noch immer schlimm genug war. Der amerikanische Gedanke eines Atombombenabwurfs auf einen sowjetischen Truppenübungsplatz hätte, wäre er verwirklicht worden den Tod von Tausenden sowjetischer Soldaten bedeutet. Das wäre der Dritte Weltkrieg gewesen. Die Amerikaner wagten einen solchen Gedanken, weil sie sehr genau wußten, daß die Sowjets damals nicht über präzise treffende und zuverlässig funktionsfähige Interkontinentalraketen verfügten, auch nicht über einsatzgenaue Mittelstreckenraketen, die in Stellung zu bringen gewesen wären. Der Krieg hätte weitgehend in Europa stattgefunden, und zwar als konventioneller Krieg, dem die USA eine nukleare Komponente hinzufügen konnten.
    Solche Überlegungen sind am Sonntag, dem 13. August 1961 zum Glück Makulatur geworden.

    Einige Seiten weiter:
    Bei der Betrachtung der Berlinkrise, wie sie sich anbahnte, wie sie sich dramatisch zuspitzte, wie sie abklang, ist meine Bewertung, die ich als Verteidigungsminister vor bald dreißig Jahren getroffen habe, aktuell geblieben. Ich hätte nur gewünscht, daß die Alliierten wenigstens den Versuch machten, jenseits der Sektorengrenze tätig zu werden, den zuerst gezogenen Stacheldrahtzaun niederzuwalzen und den Mauerbau zu verhindern. So aber habe ich in dem ganzen Ablauf der Krise eine Bestätigung der Torheiten der Amerikaner gesehen. Gravierende Irrtümer, die in der unmittelbaren Nachkriegszeit zu den Fehleinschätzungen und Fehlern der amerikanischen Politik geführt hatten, trugen 1961 immer noch ihre schlimmen Früchte.“

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