Interview mit Alexander Lukaschenko

RT sendet das fast zweistündige Interview mit Alexander Lukaschenko. Fragen an den weißrussischen Staatschef stellt neben anderen russischen Journalisten auch RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan. Das Interview wird simultan ins Deutsche gedolmetscht. Alexander Lukaschenko hat am Dienstag mehreren russischen Medien ein ausführliches Interview gewährt. Der Politiker antwortete im Laufe des Gesprächs auf zahlreiche kritische Fragen in Bezug auf die politische Krise im Land, die nach den Präsidentschaftswahlen am 9. August ausgebrochen war. Lukaschenko verwies wiederum auf die Gefahr der Krise in Weißrußland für die Russische Föderation:

„Wenn Weißrußland jetzt zusammenbricht, ist Rußland als nächstes dran….“


Man kann Alexander Lukaschenko eine Ehrlichkeit und Offenheit in allen zu beantwortenden Fragen nicht absprechen. Man kann nur hoffen, daß das diejenigen Dummköpfe in Belarus auch sehen, die sich von den westlichen Geheimdiensten für eine geplanten „Regime Change“ mißbrauchen lassen…

MINSK, 8. September 2020 (BelTA) – Das Interview von Alexander Lukaschenko war sehr aufrichtig. Das sagte die Chefredakteurin des internationalen Fernsehsenders Russia Today, Chefredakteurin der internationalen Nachrichtenagentur „Rossija segodnja“ und der Nachrichtenagentur Sputnik Margarita Simonjan im Anschluss an das Interview des belarussischen Präsidenten für führende russische Massenmedien.

Margarita Simonjan hob hervor, dass sich für die derzeitige Lage in Belarus, wo früher Ruhe und Stabilität herrschten, nicht nur russische Journalisten, sondern auch die ganze Welt interessieren. Sie machte auf die Aufrichtigkeit des Präsidenten während des Interviews aufmerksam. „Es wurde klarer für uns, was in der Seele ihres Präsidenten vor sich geht. Er erzählte sehr persönliche Sachen“, unterstrich die Chefredakteurin. Sie hob hervor, dass es für russische Journalisten wichtig war, Alexander Lukaschenko zu verstehen.

Quelle: BelTA


Wie ist das Leben in Belorussija?

In dem Mikro-Rayon Kamiennaja Gora wurde zum 1. September eine neue Schule eröffnet. Dort werden künftig 300 Kinder unterrichtet:

(Dieses Video ist auf Russisch!)

Gibt es einen einzigen Ort, eine Stadt in der BRD, wo es eine so schöne Schule gibt, wo die Kinder solche idealen Voraussetzungen zum Lernen haben? Nein. Das gibt es nicht!

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17 Antworten zu Interview mit Alexander Lukaschenko

  1. tommmm schreibt:

    Sehr schön. Mit Kunst am Bau im Sputnik-Design und besonders mit fröhlichen Coronafreien Kindern.

    • S. Erfurt schreibt:

      Lukaschenko hat im Interview sehr deutlich gesagt, daß die Ziele des belarussischen Gesundheitssystems auf die Gesundheit ausgerichtet sind und das nur möglich ist mit einer darunter liegenden funktionierenden Volkswirtschaft. Inwieweit das tatsächlich so ist, können wir nicht prüfen. Daß Belarus die Steuern abgeschafft hat ist mit Sicherheit eine Lüge und so bleibt uns auch ein Herr Lukaschenko die Antwort schuldig auf die Frage mit welchen Geldern denn sein Staat samt seiner sozialen Komponenten finanziert wird.

      Ein Staat ohne Steuern, das erinnert mich an die Sendungen die Radio Tirana Ende der 60er in deutscher Sprache ausgestrahlt hat. Was aus Albanien geworden ist wissen wir.

      MFG

      • tommmm schreibt:

        Ich wollte eigentlich sagen, dass ich mich über so eine Nachricht gefreut habe. Es erinnert mich an früher, wo auch öfter mal Errungenschaften präsentiert wurden.
        Das gibt es ja heute nicht mehr. Nur Sanktionen, Kriege, Bestrafungen und Geld machen….das geht aufs Gemüt.
        So kann man sehen, dass es auch anders geht. Gerade das soll ja in Vergessenheit geraten.

  2. S. Erfurt schreibt:

    Dieser Lukaschenko hat mal gesagt, daß ausländische Investoren die Volkswirtschaft zerstören. Warum lässt er es dann zu!!? Das ist ja genau das, was jedem Land die Selbstbestimmung nimmt. Wirtschaftliche Beziehungen zu China, Schweiz, Russland, Türkei usw. dahinter stecken nur private Interessen! Und auch der Beitritt zur NATO wird kommen, das ist nur eine Frage der Zeit. MFG

    • sascha313 schreibt:

      Der Kapitalexport ist (wenn er nicht streng reglementiert wird) die Eintrittskarte für den Regime Change.

      • S. Erfurt schreibt:

        Leider gibt das Interview gerade zu dieser Frage Kapitalimport/Export keine Antwort. Lukaschenko sprach von einem zukünftigen Mehrparteiensystem und dazu notwendigen Änderungen an der Verfassung. Örtliche Räte sollen gebildet werden und was das unter einem Mehrparteiensystem heißt, kennen wir unter dem Begriff Föderalismus. Damit dürfte klar sein wessen Interessen eine Regierung Lukaschenko vertritt, deren noch vorhandene Vertrauensstellung hoffentlich ausreicht, einen offenen Faschismus in ihrem Land zu verhindern.

        MFG

      • Liebe/r Genosse/Genossin S. Erfurt!

        wenn du die marxistisch-leninistische Philosophie vorträgst, freue ich mich!

        Aber sobald du „China, Rußland, Belarus“ oder sonstige Länder
        anfängst zu „interpretieren“, fange ich mich an, zu ärgern!

        Alle Artikel und Kommentaren, die ich hier seit x-Jahren lese!
        haben nur eines gemeinsam: sie informieren, was absolut wichtig ist! und fordern dazu auf lernen, lernen, lernen
        aber, wie WIR uns zu organisieren haben, „Was Zu Tun IST“, dazu finde ich leider gar nichts!

        Mein Sohn (18), dem ich (58) letztes Jahr eine Schrift von Lenin zum Lesen gegeben habe, die mir Sascha313 per Post zugesendet hat — neben vielen anderen Büchern, die ich verschlungen habe! —
        REDET mit mir jeden Abend und fragt mich Löcher in den Bauch! „Das, was dieser Lenin in dem Buch, was du mir zum Lesen gegeben hast, ist … einfach … und es ist WAHR! … Papa! Warum setzt du das mit deinen Freunden eigentlich nicht um?“

    • tommmm schreibt:

      Investor: Mit geborgtem Geld neues Geld verdienen, die Früchte fremder Arbeit abschöpfen und Macht und Einfluß kaufen.

      • S. Erfurt schreibt:

        Investor == Glücksritter, Raubritter, Scharlatan, Betrüger, Nepper, Schlepper, Bauernfänger. Habe ich mit eigenen Augen gesehen und aufgeschrieben: https://rolfrost.de/lpg.html

        MFG

        PS: Natürlich freue ich mich über Berichte auf den Seiten der Belta, aber ich finde sie zunehmend unglaubwürdiger, insbesondere nachdem ich mir das Interview, wenn auch nur zum Teil angeschaut habe. Lukaschenko zeigt sich als ein typischer Vertreter der Bourgoisie und da ist vom Geiste Marx/Lenin eben gar nichts herauszuhören. Dieses Land Belarus wird das gleiche Schicksal erleiden wie alle anderen einstigen Sowjetrepubliken.

      • sascha313 schreibt:

        Er ist ein Vertreter der Oligarchen. Und Belarus ist ein kapitalistisches Land mit einigen „sowjetischen Überbleibseln“, wie kostenlose medizinische Betreuung, gute Schulbildung, einer verschwindend geringen Arbeitslosigkeit, einer gebremsten Privatisierung, Ehrung des Andenkens der Helden der Sowjetunion usw. Die Oligarchen machen immer noch beträchtliche Profite….

  3. karovier schreibt:

    Hat dies auf karovier blog rebloggt und kommentierte:
    Alexander Lukaschenko hat am Dienstag mehreren russischen Medien ein ausführliches Interview gewährt. Der Politiker antwortete im Laufe des Gesprächs auf zahlreiche kritische Fragen in Bezug auf die politische Krise im Land, die nach den Präsidentschaftswahlen am 9. August ausgebrochen ist. Lukaschenko verwies wiederum auf die Gefahr der Krise in Weißrußland für die Russische Föderation: „Wenn Weißrußland jetzt zusammenbricht, ist Rußland als nächstes dran….“

    • sascha313 schreibt:

      Danke. Lukaschenko ist zweifellos ein Patriot. Und daß die Klasse der neu entstandenen Oligarchen sich nicht so brutal und radikal bereichern konnte und nun herrschen kann, wie in Rußland, Kasachstan und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken, hat sicher auch dmait zu tun, daß Bjelorussija traditionell schon aus seiner Geschichte heraus mit der Sowjetunion sehr verbunden war.

      • tommmm schreibt:

        Es heißt ja manchmal, Lukaschenko pickt sich von beiden Systemen die Rosinen raus.
        Aber auch er ist objektiven Zwängen unterworfen. In einem rohstoffarmen Land die Bevölkerung vor den Auswüchsen des Kapitalismus (Oligarchen) zu schützen ist sicher nicht einfach.
        Nun zwingt in die Zuspitzung der allgemeinen Krise sich in eines der imperialistischen Lager zu begeben, was er jahrelang verhindern konnte.

        (Lukaschenko war überigens am Putschversuch gegen Gorbatschow beteiligt.)

      • sascha313 schreibt:

        Es hat sich auch in Belorussija gezeigt, daß wie überall in der damaligen UdSSR, 70-90% die Sowjetunion behalten wollten. Allerdings „ohne Bürokratie“ und ohne „Parteiherrschaft“ (was beides ein Produkt der Revisionisten war!). Und die Einwohner von Belorussija hätten die Chance gehabt, wieder zum Sozialismus zurückzukehren…

  4. S. Erfurt schreibt:

    PS: Lukaschenko bezeichnete vor ein paar Tagen die Aktivitäten der UN als Einmischung in die inneren Angelegenheiten Weißrußlands (Belta). Heute redet er davon, Mitglied zu werden! In einer Organisation die ausschließlich die Interessen des Globalen Finanzkapitals vertritt!
    Wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Türkei oder mit Schweizerischen Unternehmen!? Wovon sprechen Sie Herr Lukaschenko, wenn Sie von wirtschaftlicher Zusammenarbeit mit profitorientierten kapitalistischen Privatunternehmern reden!?

    Ich glaube diesem Herren kein Wort! MFG

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