Der Imperialismus und der denkende Mensch

GVK_toter_SoldatEs ist im Kapitalismus nie der einzelne Mensch, der einen Krieg anzettelt. Immer war und ist es die herrschende Klasse. Immer ist es die Bourgeoisie, die Kriege macht und Kriege braucht. Es ist nicht etwa eine Frau Dr. Merkel oder eine Regierung, die „weg muß“, sondern die Klasse der Monopolkapitalisten, die hinter ihr steht. In den Händen derer befindet sich das Kapital und damit das gesamte Instrumentarium, das diesen Reichtum hervorbringt: die Produktionsmittel. Und solange sich die Produktionsmittel – die Maschinen, Werkzeuge, Anlagen, Fabriken, Bergwerke, Grund und Boden – in den Händen einiger weniger „Weltbeherrscher“, einiger Oligarchen, der großen und  kleinen Kapitalisten befinden, solange deren Lakaien in den Regierungen, den staatlichen Verwaltungen, den Ämtern und Parteien an der Macht sind, wird es keinen Frieden geben, wird es keine Demokratie und keine Freiheit geben. Es bleibt immer nur die Freiheit der Mächtigen, die den benötigten Lohnsklaven zeitweilig ihre Arbeitskraft abkaufen, sie erpressen, ausbeuten, und die Masse der Menschen über diese Tatsache täuschen. Maximalprofit durch maximale Lohnsklaverei, durch Täuschung und Betrug – das ist das Ziel und die Methode der herrschenden Klasse im Imperialismus.

Inwieweit der denkende Mensch allerdings diese Zusammenhänge durchschaut, hängt davon ab, wie intensiv er sich mit den Grundlagen der wissenschaftlichen Weltanschauung, mit der Theorie des Marximus-Leninismus befaßt.

An einen größenwahnsinnigen Imperator und an die heutige Bourgeoisie

General, dein Panzer ist ein starker Wagen.
Er bricht einen Wald nieder und zermalmt hundert Menschen.
Aber er hat einen Fehler:
Er braucht einen Fahrer

General, dein Bombenflugzeug ist stark.
Es fliegt schneller als ein Sturm und trägt mehr als ein Elefant.
Aber es hat einen Fehler:
Es braucht einen Monteur.

General, der Mensch ist sehr brauchbar.
Er kann fliegen, und er kann töten.
Aber er hat einen Fehler:
Er kann denken

(Bertolt Brecht)

Quelle: Ich leb so gern. Ein Friedensbuch für Kinder. Der Kinderbuchverlag Berlin (DDR), 1984, S.197.

Die „Gehirnwäsche“ durch den Imperialismus

Ja, der Mensch kann denken. Doch so manche „Gehirnwäsche“ beseitigt in ihm das Gefühl für soziale Gerechtigkeit, beseitigt das Klassenbewußtsein und erzeugt in ihm ein idealistisches Weltbild. Das süße Gesäusel von „Demokratie“ und von „Freiheit“, von dem „ewigen Recht“ auf ein „selbstbestimmtes Leben“ verkleistert ihm das Denken. Als habe es jemals im Kapitalismus für Millionen Arbeiter, die weiter nichts anzubieten haben, wie ihre eigene Arbeitskraft, die Freiheit gegeben, sein Leben selbst zu bestimmen. Immer waren die Arbeiter von den Interessen eines Kapitalisten abhängig. der nicht mehr benötigte Arbeitskräfte jederzeit aus seiner Firma rausschmeißen konnte. Die Bourgeoisie will die „Zivilgesellschaft“ stärken und fordert eine „Ächtung der Gewalt“. Das ist nichts anderes als die bedingungslose und friedfertige Unterwerfung unter die Interessen des Kapitals.

Worin besteht nun die „Gehirnwäsche“?

Sie besteht in einer Erziehung und Belehrung der Menschen darüber, was sie zu tun und zu denken haben. Es ist die sogenannte „politische Bildung“ im Sinne der Bourgeoisie über solche Begriffe wie „Demokratie“ (als ob wählen und abstimmen das Wesen der Volksherrschaft seien) und „Freiheit“ (wovon eigentlich?), oder eine „menschenrechtsorientierten Jugendbildung zu einem einheitlichen Ganzen“ (was für eine schwülstige, nichtssagende Formulierung), über „Toleranz“ (wem gegenüber denn nun?), über „Ausgrenzung“ (die ja gerade jetzt – in Corona-Zeiten – sehr häufig ist!) usw. – keinesfalls aber über die Machtverhältnisse im Kapitalismus und erst recht nicht über das Privateigentum an den Produktionsmitteln.

Wozu das alles?

Damit sollen die kapitalistischen Verhältnisse für alle Zeiten unantastbar gemacht werden, um die Mehrheit der Menschen ein für alle mal von der Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums auszu schließen. Und so wie heute die angebliche Gefährlichkeit eines Virus zur Disziplinierung und Einschüchterung der Volksmassen benutzt wird, sind „Demokratie-Workshops“ ein Mittel, um den Teilnehmern dieser Veranstaltungen eine angebliche „harmonische Gesellschaft“ vorzugaukeln.Was ist Imperialismus?

Was ist Imperialismus?

Der Imperialismus ist das höchste Entwicklungsstadium der kapitalistischen Gesellschaftsformation. Der Übergang zum Imperialismus vollzog sich in den fortgeschrittensten kapitalisti­schen Ländern um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Die erste umfassende wissenschaftliche Analyse des Imperialismus nahm W.I. Lenin in seiner Schrift „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“ (1916) vor.

Der Imperialismus unterscheidet sich von dem Sta­dium des Kapitalismus der freien Konkurrenz durch folgende wesentliche ökonomische Merk­male:

  • Konzentration der Pro­duktion und des Kapitals und Bil­dung von Monopolen, deren Herr­schaft den Grundwiderspruch des Kapitalismus in bisher unbe­kanntem Maße verschärft;
  • Ver­schmelzung des Industrie- und Bankkapitals zum Finanzkapital und, darauf basierend, Ent­stehung einer Finanzoligarchie;
  • der Kapitalexport gewinnt gegenüber dem Warenexport vor­rangige Bedeutung;
  • Heraus­bildung internationaler Mono­pole und Monopolistenverbände, die die Welt unter sich in Einflußsphären und Märkte aufteilen;
  • die territoriale Aufteilung der Welt unter den imperialistischen Großmächten ist abgeschlossen; infolge des Wirkens des Gesetzes der ungleichmäßigen ökonomi­schen und politischen Entwick­lung im Kapitalismus führen die imperialistischen Mächte einen ständigen erbitterten Kampf um die Neuaufteilung der Welt.

Siehe auch: Was ist Imperialismus?

 

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13 Antworten zu Der Imperialismus und der denkende Mensch

  1. Atomino schreibt:

    Manchmal muss ich ja schmunzeln, mit welchem Gleichmut Sascha hier Marx/Engels/Lenin und auch andere zum Besten gibt. Andererseits finde ich es unendlich wertvoll. Eine weltanschauliche Oase inmitten Bezahlnachrichten und / oder Werbefernsehen. Andererseits frage ich mich, wie man dieses Wissen am besten weitergeben kann, wenn sich doch alles nur noch um Fast-Food dreht, was die aktuelle Geschichte angeht. Damals hatte die Arbeiterklasse noch ein Klassenbewusstsein, welches in den Knochenmühlen der modernen Industrie entstand. Heute ist sich jeder selbst der nächste und doch irgendwie auch nur ein Niemand unter vielen. Vom handelnden Subjekt sind wie meilenweit entfernt, die Konsumenten-Ideologie wirkt absolut verlässlich und betäubend.

    Ist hier noch jemand draussen in der weiten Welt, der / die diese „Corona-Pandemie“ als eine Art Generalangriff des (Finanz)Kapitals auf auch noch die allerkleinsten Reste von bürgerlicher Freiheit auffasst? Global ausgekaspert, lediglich mit nationalen Nuancen? Klimawandel? Ok, scheint bei den Supereichen auch so langsam Bauchgrummeln zu erzeugen. Die einen (Bezos / Starlink ) müllen den erdnahen Weltraum zu, andere versuchen, uns für jedes kleine Unwohlsein eine Impfung zu verkaufen.

    Jahr 2020 : Corona, Beiruter Hafen gesprengt, Hafen Sassnitz wird erpresst, die Nato versucht, Weißrussland zu kapern und Flüchtlingslager (Moria) gehen in Flammen auf. Die Türkei zofft sich mit Griechenland um Bodenschätze und das „Empire“ Great Brittain wird mit Sicherheit auch nicht auf eine führende Rolle im Kampf der Giganten verzichten wollen.
    Quo vadis ?

    • S. Erfurt schreibt:

      Was in Beirut explododiert ist war kein Düngemittel. Mit Ammoniumnitrat allein kann man niemals derartige Zerstörungen anrichten. Ja, es ist richtig, Ammoniumnitrat findet als Sicherheitssprengstoff Verwendung, detoniert jedoch nur unter bestimmten Bedingungen mit einer initialen Sprengladung als Kern. Das Ammoniumnitrat um diesen Sprengkern herum dient einmal dazu, die schiebende Wirkung der Kernladung zu verstärken und zum Anderen verhindert diese Nitrathülle eine offene Stichflamme die bei einer Sprengung mit TNT, Nitropenta, Dynamit oder anderen Sprengstoffen beispielsweise eine Kohlestaubexpolsion auslösen würde. Sprengstoffe auf der Basis Ammoniumnitrat heißen Ammonite. Ammoniumnitrat selbst ist völlig ungefährlich!

      Quelle: Pulver und Sprengstoffe, A.G. Gorst, erschienen 1972 im Militärverlag der DDR mit freundlicher Genehmigung des Verlag Mashinostrojenie, Moskau 1972

    • S. Erfurt schreibt:

      Aprops Moria. Man stelle sich folgende Schlagzeile vor: Infolge eines Großbrandes im Konzentrationslager Buchenwald sind über Nacht zehntausend Menschen obdachlos geworden. Das löste in den umliegenden Ländern und Gemeinden eine heftige Debatte aus darüber, wie man diesen Menschen helfen könnte jedoch ist man sich ob der Verteilung auch nach einer Woche noch nicht einig geworden. Zudem befürchtet man, daß sich eine Typhus-Pandemie die auch vor den Toren des KZ nicht halt gemacht hat, nun auch nach draußen hin ungehindert ausbreiten kann.

      Das ist jetzt nur ein Beispiel. Natürlich fragt sich da keiner, wer diese Lager in Griechenland betreibt und mit welchen Zielen. Und was aus diesen Menschen geworden wäre wenn es nicht gebrannt hätte. Und es fragt auch keiner, wieviele dieser Lager es überhaupt gibt. Wo bleiben da eigentlich die Organisationen mit ihren ach so humanistischen Zielen wie z.B. UNO und WHO!? Nun, die Antwort kennen wir! Und damit wissen wir auch, was alle anderen Meldungen und tägliche Nachrichten wert sind, nämlich gar nichts. Das ist einfach nur Müll was da jeden Tag über die Sender geht und Umweltverschmutzung ist es außerdem.

      MCMXLV

    • Janina schreibt:

      👍🏻

  2. S. Erfurt schreibt:

    In Bezug auf den hier verlinkten Rubikon-Artikel: Was mich wundert ist, daß die Entdecker der Coronaviren bisher noch nicht mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden. Oder zumindest mit dem Bundesverdienstkreuz, aber was nicht ist, kann ja noch werden. MFG

    • sascha313 schreibt:

      Ich dachte, der Nobelpreis ist so etwas ähnliches wie das „Eiserne Kreuz“… 😉

    • S. Erfurt:
      Gute Satire das mit dem Nobelpreis. Aber der ginge nach China, denn SARS-CoV-2 wurde schließlich dort entdeckt. – Gottseidank wissen die Chinesen, wie der Kapitalismus seine schmutzigen Kriege führt.
      Die Corona-Spezies SARS-CoV-2 wurde in (wo auch immer in den USA) in einem Labor vermehrt — wichtig: nicht gezüchtet, denn solche Aminosäure-Komplexe (Makromoleküle) können bisher noch nicht künstlich hergestellt/zusammengebaut werden – man bedient sich da der in der Natur vorhandenen Corona-Viren — ich kann das nur schätzen: deren Anzahl mindestens bei 120.000 verschieden Corona-Spezies liegt. Ist ein geeigneter Kandidat gefunden (ein Corona-Virus mit dem sich ein Hund infizieren kann, eignet sich meistens nicht für eine Katze oder ein Schwein oder einen Menschen …), dann kann man den aber sehr einfach vermehren …
      Ein solcher Kandidat wurde (wann weiß ich nicht) gefunden, vermehrt und dann von irgendeinem Agenten/Agentin des US-Militärs im November 2019 nach China gebracht und dort in Wuhan versprüht — sozusagen ein „Testlauf“ => genauer: ein Seuchen-Anschlag.

  3. Harry56 schreibt:

    Der unvergessene Bert Brecht hat es in diesen obigen Gedicht wunderbar auf den Punkt gebracht.
    Bereits im 18. Jahrhundert schrieb einer dieser damaligen wirklichen bürgerlichen Aufklärer, nichts ist auf der Welt gleichmäßiger verteilt als der menschliche Verstand.

    Und das wissen natürlich alle heutigen machthabenden „Eliten“ sehr genau, daher beschäftigen sie Massen an Scharlatanen in Staat, Medien und Bildungseinrichtungen, diese natürliche Gabe fast aller Menschen abzuschalten, zu parallelisieren, in die Irre zuführen, abzulenken.
    Ein wichtiges Element von deren Herrschaft weltweit!

    Soz. Gruß!

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