Die lügenhaften Klischees über die Kommunisten

KommunismusBei der Kommunikation mit Vertretern der jungen Generation (und viele von ihnen haben eine höhere Bildung und angesehene Berufe) ist mir immer wieder aufgefallen, daß in ihren Köpfen fast das gleiche Durcheinander über den Kommunismus herrscht, das von unverschämten bürgerlichen Lügen und listigen Manipulationstechniken geprägt ist. Die Bourgeoisie ist sich dessen sehr wohl bewußt (und die Kapitalisten kennen die Geschichte sehr genau), was für eine Kraft die Kommunisten sind, wenn sie theoretisch ausgereift und wissenschaftlich organisiert sind.

Der Bourgeoisie ist jedes Mittel recht…

Um zu verhindern, daß sie ihre Macht verliert, hat es sich die Bourgeoisie zur Aufgabe gemacht, die arbeitenden Massen mit allen Mitteln in Unwissenheit zu halten. Dabei ist ihr jedes Mittel recht, um den Durchschnittsmenschen von der Bekanntschaft mit der marxistisch-leninistischen Theorie abzuhalten — Geschichtsfälschung wie auch glatte Lügen über die Gegenwart. Im folgenden werden wir versuchen, einige dieser schmutzigen Tricks aufzuzeigen.

Falsche Klischees über die Kommunisten

Der „Informationsraum“, der durch die Medien geschaffen wurde und unterstützt wird, spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung des Weltbildes in der Bevölkerung. Zweifellos sind selbst die geschicktesten Massenmedien nicht in der Lage, sich ein 100%iges Bild von der Welt zu machen, wobei die objektive Lebensrealität in diesem oder jenem Fall nicht die geringste Rolle spielt. Um jedoch das Verständnis der wirklichen Tatsachen des Lebens zu unterdrücken, um progressive Ansichten zu unterdrücken, richtet die Bourgeoisie ihre Informationsressourcen darauf aus, falsche Klischees zu erzeugen.

Kommunisten werden als hirnlose Idioten dargestellt

Zum Beispiel versucht sie, mit lächerlichen Parolen die Illusion zu erzeugen, daß nur unendlich viele und hirnlose Dummköpfe für soziale Gerechtigkeit kämpfen. Übrigens gibt es viele solcher Figuren in der sogenannten „linken Bewegung“, zum Glück für die Bourgeoisie und ihren Mediendienst. Das ist es, worüber sich die bürgerliche Presse lustig macht. Zum Beispiel aus einem kürzlich erschienenen Text:

Die Begründer der Black-Lives-Matter-Bewegung (BLM) sind Marxisten, sagte Patrissa Callors, eine der drei Personen, die zu ihren Ursprüngen gehörten. Es stellte sich heraus, daß sie das bereits 2015 sagte, aber das Interview hat nur wieder an Popularität gewonnen, berichtet The Texas Insider.
„Wir haben tatsächlich einen ideologischen Rahmen. Vor allem ich und Alicia – ausgebildete marxistische Organisatoren. Wir haben ein gutes Verständnis für ideologische Theorien“, sagte Callors und bezog sich dabei auf die zweite der drei Gründerinnen der Bewegung, Alicia Garza.
Auf der Website der Bewegung wird nicht ausdrücklich das Bekenntnis ihrer Mitglieder zu den Lehren von Karl Marx erklärt: Sie stellt die Forderungen nach rassischer und wirtschaftlicher Gerechtigkeit, gleichberechtigtem Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung sowie Ansichten dar, die die Rechte von Transgender und anderen sexuellen Minderheiten verteidigen. Sie postuliert auch eine Ablehnung des traditionellen westlichen Familienmodells und die Notwendigkeit, Geld aus der Polizeifinanzierung umzuleiten, um schwarze Gemeinden zu unterstützen.

Was läuft hier verkehrt?

Es ist völlig klar, wie die Führer dieser sogenannten BLM-Bewegung den Marxismus „verstehen“. Anstatt über die Notwendigkeit zu sprechen,

    • das Privateigentum an den Produktionsmitteln zu zerstören und
    • eine theoretisch gebildete kommunistische Partei zu gründen,
    • die Propaganda und Agitation für den wirklichen Kampf um die Macht einsetzt,

sind diese Menschen in Aktionismus und Pogromen gefangen und erklären zur Belustigung der Öffentlichkeit einen Kampf für die Rechte von Pervertierten aller Art. Ausgezeichnete „Marxisten“! Die Bourgeoisie der ganzen Welt träumt nur davon, daß alle ihre Gegner genauso sein werden. Lächerliche, theoretisch ungebildete Menschen, die lächerliche Parolen verbreiten.

Das sind keine Marxisten!

Natürlich wird die bürgerliche Presse diese „Marxisten“ durch die Massenmedien jagen, was wir gerade erleben. Solche „Marxisten“ sind ein Werkzeug, um den Kommunismus zu diskreditieren. Diese Menschen werden, ob sie wollen oder nicht, zu Verbündeten der Bourgeoisie bei der Stärkung ihrer Macht. Allgemein gesagt, schaffen die bürgerlichen Massenmedien absichtlich ein Klischee von Kommunisten als rückständige Menschen, die entweder der UdSSR nachtrauern oder dummköpfige Aktionisten sind.

Der Kommunismus ist eine Wissenschaft!

Die Hauptsache, die die Propagandisten vor den Massen zu verbergen versuchen, ist, daß der Kommunismus eine Wissenschaft ist, und daß die Kommunisten an der wissenschaftlichen Herangehensweise festhalten. Allerdings sind hier die Aktivisten, die sich unverdienterweise Kommunisten nennen und die marxistisch-leninistische Theorie nicht kennen, nicht weniger schuldig.

Ganz gewöhnliche Lügen

Zusätzlich zu den „subtilen“ Technologien, mit denen das Interesse der hirnlosen Linken geweckt wird, verwendet die Bourgeoisie auch gröbere Methoden. Zum Beispiel gewöhnliche Lügen. Es ist ganz einfach. Man nehme offensichtlich lügnerische, nicht adäquate Informationen, bringe sie zwingend in Verbindung mit den „Linken“ und werfe sie in den öffentlichen Raum. Und da ein gewöhnlicher Leser nicht nur nicht daran gewöhnt ist, Informationen stets nachzuprüfen, sondern auch nicht versteht, daß es einen großen und prinzipiellen Unterschied gibt zwischen einem gewissenhaften Kommunisten und allen Arten von Linken, Nachläufern und Opportunisten, beginnt das transportierte Bild des „verrückten Linken“ zu wirken.

Der verführerische Einfluß auf die Jugend

Solche Techniken sind besonders wirksam bei der Beeinflussung des Denkens junger Menschen, deren Bewußtsein durch das „weiße Rauschen“ sozialer Netzwerke verzerrt ist, und die zudem aufgrund eines Mangels an Lebenserfahrung und theoretischem Wissen anfälliger für Manipulationen und emotional instabiler sind. Ein Beispiel für solch grobe Methoden:

In Deutschland veröffentlichte eine junge, linke Feministin eine offizielle Entschuldigung an arabische Flüchtlinge, die sie zu dritt vergewaltigt hatten – das hätte denen schaden können und ihre Position als „Rassistin“ verstärkt. Sie dankte auch den Arabern, die nach Deutschland gekommen waren: „Liebe männliche Flüchtlinge, meine Altersgenossen. Oder vielleicht ein paar Jahre älter, oder vielleicht auch jünger. Es tut mir schrecklich leid. Vor einem Jahr sah ich die Hölle, aus der Sie geflohen sind, ich war in einem Flüchtlingslager in Südkurdistan … Aber auch hier in Deutschland seid Ihr nicht sicher. Brennende Flüchtlingszentren, Angriffe auf Euch in den Straßen deutscher Städte, faschistische Menschenmassen… Ich werde immer mit Euch gegen all dies kämpfen. Ihr seid kein Problem, Ihr seid überhaupt kein Problem. Ihr seid großartige Menschen, die ein Recht auf Freiheit und Sicherheit haben, genau wie jeder andere auch. Danke, daß Ihr hierher gekommen seid.“

Im russischen Internet wurde dieses Material auf dem bürgerlichen Portal newsru.com veröffentlicht, und im europäischen Teil wurde darüber in den ultrarechten Ausgaben vom Typ Breitbart geschrieben. Höchstwahrscheinlich handelt es sich bei dieser Geschichte um eine Fälschung, die darauf abzielt, alle nicht-nationalistischen Ansichten zu diskreditieren.

Ein Problem wird „eingeseift“!

Was kann man über das Wesen dieser Technik sagen? Die Tatsache ist in jedem Fall die gleiche, und wenn man mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und dialektischen Erkenntnismethoden ausgerüstet ist, dann werden solche Tricks keine Wirkung haben. Bei sorgfältiger Betrachtung solcher Informations-„Füllkörper“ wird sofort ihr Hauptzweck sichtbar – das Einseifen eines Problems.

Das Flüchtlingsproblem – oder „Multi-Kulti“?

Arbeitsmigration ist ein abscheuliches Phänomen des Kapitalismus. Die Kapitalisten bringen dank ihrer imperialistischen Politik tatsächlich billige Arbeitskräfte herein und schüren rassische und ethnische Konflikte, um das Proletariat zu zersplittern und seine Kräfte zu untergraben. Die Angleichung der Proletarier einer Kultur, Sprache und Tradition an die Proletarier einer anderen Kultur, Sprache und Tradition, von „Einheimischen“ an die „Zugewanderten“ und umgekehrt ist eine der ältesten Techniken aus dem Arsenal der Desorganisation der proletarischen Massen.

Ist eine Angleichung möglich?

Die Vereinigung von einheimischen und eingewanderten Proletariern verschiedener Kulturen ist nur auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus möglich, zusammen sind sie eine unbesiegbare Kraft. Was die niedrige Kultur des verschiedenen Gesindel von Migranten betrifft, die in Raub, Gewalt usw. verwickelt sind, so handelt es sich erstens um einen kleinen, unbedeutenden Teil der Migranten, zweitens ist der Hauptgrund für ihr Verhalten nicht die Eigenheiten der Kultur oder Religion, sondern Armut und Elend, multipliziert mit Neid und Hass auf die „einheimische“ Lebensweise, und drittens kann das Hauptinstrument zur Ausmerzung dieses Problems nur die Organisation der Migrantenmassen selbst sein, vorzugsweise auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus, mit der entsprechenden Vereinigung der „einheimischen“ Arbeiterklasse.

Die Propagandisten der Bourgeoisie sind sehr gerissene Leute, die mit ihrem Talent jedes Problem unter einem profitablen bürgerlichen Blickwinkel aufbauschen. All ihre Aktivitäten zielen darauf ab, die Menschen vom Marxismus abzulenken, von einer wirklich wissenschaftlichen Lösung sozialer Probleme.

S. Makarow

11.10.2020 „Für den Bolschewismus!“


Siehe auch:
Was ist ein Kommunist?
Was ist Kommunismus?
Was ist Marxismus-Leninismus?

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6 Antworten zu Die lügenhaften Klischees über die Kommunisten

  1. Erfurt schreibt:

    Man hat sogar schon der Merkeln nachgesagt daß sie eine Kommunistin sei. Ansonsten teilt man im Westen die Menschen ein in Juden/Nichtjuden, Christen/Nichtchristen, Macher/Nichtmacher, Homos/Heteros, Bio’s, Vegetarier, Parasiten usw. Ganz nach Hitler’s Drehbuch „Mein Kampf“.

    MFG

    • sascha313 schreibt:

      Die rechtsextremen Seiten „EpochTimes“ und „eigentümlich frei“ verbreiten auch solchen absurden Unsinn – angeblich über den „Kommunismus“ und „Sozialismus“, wo man nur noch sagen kann, die haben wohl nicht all Tassen im Schrank…

  2. Rudi Albert schreibt:

    Was mir immer wieder in den regimekritischen Beiträgen auffällt (besonders in den letzten zwei Jahren) ist die Verwendung einer mysteriösen DDRxx.0 und der sogenannten Stasi; wohl um, einerseits von der Geschichte und vom Bankrott des BRD-System abzulenken und was wohl viel wichtiger ist, nicht im Sozialismus die einzige Alternative zur Barbarei zu sehen.

    • sascha313 schreibt:

      Rudi, es ist eine ganze Palette an Instrumenten, mit denen die machthabende Monopolbourgeoisie vom Sozialismus, als Alternative zum Kapitalismus, abzulenken versucht:
      1. gerade jetzt „Corona-Krise“;
      2. Vielfältige Verleumdungsschriften, -vorträge, -bücher und Promotionsschriften gesponsert aus Steuergeldern und durchb Gratifikationen mit bisher ca. 6 Milliarden (!) Euro:
      3. Geschichtsfälschende Beiträge in den Medien (Filme, Bücher, Zeitungsartikel usw.) und in den Schulen;
      4. Die AfD, Pegida und FPÖ als „Scheinalternative“ und Stimmenfänger;
      5. Vorstellung von pseudokommunistischen Klischees (siehe oben);
      6. Stalin-feindliche Aktionen und erfundene Gulag-Geschichte, inkl. Erzeugung von Mythen zur Anschwärzung der Sowjetunion;
      7. Schaffung pseudokommunistischer und trotzkistischer Gruppierungen und Vereine (z.B. auch MLPD)
      8. Sozialdemokratische uns pseudolionke Parteien („wie „Die Linke“) als „Wellenbrecher“ gegen den Kommunismus;
      9. Unterwanderung der kommunistischen Bewegung.

    • Atomino schreibt:

      je mehr die lebenden Zeitzeugen weniger werden, desto heftiger wird das Sperrfeuer. Da werden mit GEZ-Geldern Schmonzetten gedreht, bei denen ich den Ton stummschalten musste, weil es einfach unerträglich wurde ( keine Ahnung, ob es noch in der ARD-Mediathek ist : „Willkommen bei den Honeckers“ )
      Bei „Honigfrauen“ spielte z.B. eine Cornelia Gröschel (geb. Dez 87) noch die halbwegs Anständige, aber in der neuesten Schmonzette haut sie einfach nur noch auf die Pauke, obwohl sie für ihren sorgsam einstudierten Ossi-Slang garantiert länger brauchte als ihre 1,7 Jahre DDR-Erfahrung.
      Noch 20 Jahre, und wir erfahren von Cornelia , dass die DDR-Grenzer ehemalige Nazi-Größen in umgebauten Kinderheimen ohne Wasser und Brot einsperrten und nachts heimlich Minen legen ließen. Und jedem feige in den Rücken schossen, der nicht ganztags lauthals FDJ-Lieder trällerte. Denn :

      so ham’se damals gesungen, heute unvorstellbar:

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