Der internationale Klassenkampf und der bürgerliche Staat. Solidarität mit der kämpfenden Arbeiterklasse!

KlassenkampfGBDie Machtstrukturen in der Welt haben sich nach der Konterrevolution von 1990 und der Beseitigung des sozialistischen Weltsystems entscheidend verändert. Es ist jedoch keineswegs ausgeschlossen, daß sich das eines Tages wieder ändert. Denn jede Epoche bringt für sich auch die jeweiligen führenden Kräfte hervor. Und es wird auch wieder eine revolutionäre Situation entstehen. Sie bedarf allerdings der aktiven Beteiligung der am meisten ausgebeuteten und unterdrückten Klasse – der Arbeiterklasse. Und sie benötigt eine führende Kraft. Das kann nur eine Partei sein, die fest auf den Grundsätzen des Marxismus-Leninismus steht: Eine kommunistische Partei. Doch wie geht es nun weiter?

Der Staat als politische Strukturform der Gesellschaft

Die ökonomische Gesellschaftsformation und die Klassenbeziehungen kennzeichnen die wichtigsten und entscheidenden Strukturformen der Gesellschaft. Auf ihrer Grundlage bilden sich viele andere Strukturformen des gesellschaft­lichen Lebens der Menschen heraus. Eine ihrer wichtigsten ist die politische Struktur der Gesellschaft, deren Zentrum der Staat bildet. Sie ist ein Reflex der grundlegenden, materiellen Strukturformen der Gesellschaft und kann in der geschichtlichen Entwicklung, insbesondere in revolutionären und Kri­sensituationen, eine ganz entscheidende Rolle spielen. Vor allem auf politi­schem Gebiet werden sich die verschiedenen Klassenkräfte ihrer Interessen bewußt und fechten sie aus.

Was sind politische Beziehungen?

Politische Beziehungen sind Beziehun­gen zwischen Klassen und zwischen einzelnen Klassenfraktionen, die sich auf der Ebene des Staates herausbilden; es sind Beziehungen verschiedener Klassenkräfte zum Staat, bzw. Beziehungen verschiedener Klassenkräfte zu­einander im Hinblick auf den Staat, auf die Macht im Staate. Wenn wir also von politischen Strukturen sprechen, dann steht letztlich immer ein jeweiliges, geschichtlich-konkretes Staatswesen im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Was verstehen wir unter einem Staat?

Der Staat ist weder ein freiwilliger Zusammenschluß von lauter Einzelmenschen, wie viele Vertreter der englischen und französischen Aufklärungsphilosophie im 17. und 18. Jahrhundert glaubten, noch ist er eine Verkörperung der sitt­liehen Idee, wie Hegel meinte, noch ist er der institutionalisierte allgemeine Wille, der sich in einem freien Spiel der Kräfte unter monopolkapitalistischen ßedingungen herausbilden soll, wie heute viele Propagandisten der imperia­listischen Bourgeoisie glauben machen möchten. Der Staat ist ein Machtinstrument in den Händen bestimmter Klassen zur Niederhaltung anderer Klassen, ein Herrschaftsapparat zur systematischen Ausübung der Diktatur einer bestimmten Klasse über andere Klassen.

Was sind die Machtmittel des Staates?

Die entscheidenden Mittel die­ser Machtausübung sind: das stehende Heer, die Polizei, der Bearntenappa­rat, die Gesetzgebung und Rechtsprechung, die Steuer- und Finanzpolitik. Der Staat ist ein historisches Produkt, ein Produkt der Klassenspaltung, genauer gesagt: ein Produkt der Spaltung der Gesellschaft in einander un­versöhnlich gegenüberstehende Klassen. Er ist, wie Engels sagte, „das Ein­geständnis, daß diese Gesellschaft sich in einen unlösbaren Widerspruch mit sich selbst verwickelt, sich in unversöhnliche Gegensätze gespalten hat, die zu bannen sie ohnmächtig ist. Damit aber diese Gegensätze, Klassen mit widerstreitenden ökonomischen Interessen nicht sich und die Gesellschaft in fruchtlosem Kampf verzehren, ist eine scheinbar über der Gesellschaft ste­hende Macht nötig geworden, die den Konflikt dämpfen, innerhalb der Schranken der .Ordnung‘ halten soll; und diese, aus der Gesellschaft hervor­gegangene, aber sich über sie stellende, sich ihr mehr und mehr entfremdende Macht ist der Staat.“ [17]

Der Staat als Machtinstrument der herrscheden Klasse

In der Regel ist der Staat das Machtinstrument der ökonomisch herrschen­den Klasse, die vermittels desselben auch zur politisch herrschenden Klasse wird. In der Geschichte finden wir, den drei antagonistischen Klassengesell­schaften entsprechend, drei große geschichtliche Typen von Ausbeuterstaaten: den Sklavenhalterstaat als Diktatur der Sklavenhalter, den Feudalstaat als Diktatur der Feudalherren und den kapitalistischen Staat als Klassendikta­tur der Bourgeoisie. Hierbei muß freilich berücksichtigt werden, daß es Übergänge zwischen diesen Staatstypen geben kann und daß auch innerhalb der einzelnen Staatstypen recht bedeutende geschichtliche Modifikationen auftreten.

Wer hat im Kapitalismus die Macht?

In den kapitalistischen Ländern gibt es in der Regel mehrere Parteien der Bourgeoisie, mit deren Hilfe die Herrschaft des Kapitals durchgesetzt wird. Die Differenzen zwischen ihnen beziehen sich meist nur auf untergeordnete und taktische Fragen, während in dem Hauptziel, der Erhaltung des kapi­talistischen Systems, volle Übereinstimmung besteht. Im staatsmonopolisti­schen Kapitalismus verschmilzt die Parteibürokratie immer mehr mit dem bürgerlichen Staatsapparat….

Die Macht geht also nicht vom Volke aus, d.h. nicht das Volk ist der Souverän, sondern die selbsternannten „Eliten“, die Reichen und Superreichen. Aufgrund des jahrzehntelangen Kapitalexports ist die BRD mittlerweile in Billionenhöhe an die herrschende Klasse in den USA verschuldet. Die BRD ist sozusagen ein „Vasallenstaat“ der USA. Die USA diktieren, was mit Hilfe der Regierung der BRD umgesetzt werden soll. Das ist das Machtprinzip des Kapitalismus!


Zwei verschiedene  Systeme

1. Der heutige deutsche Staat BRD

Der kapitalistische Staat in der imperialistischen Bundesrepublik Deutschland (BRD) der Gegenwart unterscheidet sich bedeutend vom kapitalistischen Staat im Deutschland der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts. So ist der heutige Staat in der BRD der diktatorische Machtapparat der größten und mäch­tigsten Monopole (nicht mehr der ganzen kapitalistischen Klasse). Damit hängt die weitere Tatsache zusammen, daß seine ganze Politik Ausdruck der reaktionären, antidemokratischen und bekanntermaßen besonders aggressiven Bestrebungen des deutschen Imperialismus ist.

Wer sind die Repräsentanten des deutschen Staates?

In der Struktur des kapitalisti­sehen Staates in Deutschland waren nach 1945 bereits einige Veränderungen vor sich gegangen, die im Kampf für Frieden, Demokratie und Sozialismus beachtet werden mußten. In der ganzen Geschichte der Ausbeuterformationen hat sich der Staat als eine aus dem Volke herausgehobene und ihm entgegengesetzte ge­sellschaftliche Organisation entwickelt. Sie wird auch heute wieder durch eine Gruppe von Menschen re­präsentiert, die dem Volke entfremdet ist, deren „Beruf“ in der Vollziehung von „Staatsgeschäften“ im obigen Sinne besteht und die mit tausend Fäden an die ökonomisch herrschende Ausbeuterklasse gekettet, durch sie ausge­bildet und ausgehalten ist oder mit dieser direkt verschmilzt.

Das militaristisch-bürokratische Wesen des deutschen Staates

In der neueren Zeit, insbesondere in den späteren Stadien der kapitalistischen Gesellschaft, entwickeln sich diese Gruppe von Menschen und die Staatsinstitutionen, die sie handhaben, immer mehr zu einer militaristisch-bürokratischen Maschine­rie, die unmittelbar mit den großen kapitalistischen Monopolen verwächst, zu einem „Parasitenkörper“ (Marx), der die Masse des Volkes knebelt und jede selbständige demokratische Regung erstickt. Das deutsche imperia­listische Staatswesen ist ein sehr markantes Beispiel dieser Entwicklung.


2. Was war die DDR für ein Staat?

Die Geschichte hat einen weiteren, völlig neuartigen Staatstypus hervor­gebracht: den sozialistischen Staat. Die historische Größe von Marx, Engels, Lenin und Stalin besteht u.a. darin, daß sie bereits vor der siegreichen sozialistischen Revo­lution an Hand der geschichtlichen Edahrungen feststellten, daß die Arbei­terklasse sich nur befreien kann, wenn sie den kapitalistischen Staatsapparat zertrümmert und an seine Stelle ihren eigenen Staat setzt, einen Staat der Diktatur des Proletariats. Diese grundlegende Erkenntnis der Klassiker des Marxismus-Leninismus ist durch die Erfahrungen der Klassenkämpfe in un­serem Jahrhundert als vollauf richtig erwiesen worden. Die Diktatur des Proletariats ist insofern ein Staat im Sinne des allgemeinen Staatsbegriffs, als sie ein Machtinstrument in den Händen der Arbeiterklasse und der mit ihr verbündeten werktätigen und ausgebeuteten Massen zur Niederhaltung der ehemals herrschenden Ausbeuterklassen, die unmittelbar nach ihrem Sturz noch sehr stark sind, und zum Schutze des sozialistischen Landes vor aus­ländischen imperialistischen Anschlägen ist. Dennoch aber unterscheidet sich der sozialistische Staat grundlegend von allen bisherigen Staatstypen.

Worin besteht das Wesen des sozialistischen Staates?

Engels sagte von der Pariser Kommune, dem ersten Arbeiterstaat, daß sie „schon kein Staat im eigentlichen Sinne mehr war“ [18]. Und Lenin spricht von einem „Übergang vom Staat zum Nichtstaat“ [19]. Wie ist das zu verstehen? In diesen Worten kommt zum Ausdruck, daß der sozialistische Staat kein aus dem Volke herausgehobener und die Herrschaft einer ausbeutenden Minderheit sichernder Apparat ist, sondern die organi­sierte politische Macht des werktätigen Volkes darstellt, das durch die Ar­beiterklasse geführt wird. Der sozialistische Staat ist die Macht der über­großen Mehrheit des werktätigen Volkes, die immer mehr mit der bewußten Organisation der Kräfte des von Ausbeutung befreiten Volkes zusammen­wächst, ein Instrument der planmäßigen wirtschaftlichen und kulturellen Entwiddung der sozialistischen Gesellschaft.

Das Prinzip des demokratischen Zentralismus

Die sozialistische Gesellschaft unterscheidet sich so auch hinsichtlich ihrer politisch-staatlichen Struktur grundsätzlich von allen bisherigen Gesellschafts­formationen. Je mehr infolge der ihr immanenten Dynamik die antagonisti­schen Klassenbeziehungen verschwinden, um so mehr entwickelt sich die politisch-staatliche Ordnung im Sozialismus als System der Führung des Volkes durch die Arbeiterklasse und durch die marxistisch-leninistische Partei der Arbeiterklasse, als System der Heranführung der Werktätigen an die Planung, Lenkung und Leitung der wirtschaftlichen und kulturellen Ent­wicklung ihres eigenen gesellschaftlichen Lebensprozesses. Das findet seinen Ausdruck vor allem in dem entscheidenden Organisationsprinzip der poli­tischen Ordnung in der sozialistischen Gesellschaft, dem Prinzip des demo­kratischen Zentralismus.

Dieses Prinzip besteht darin, daß ständig zwei Seiten eng miteinander verbunden werden: auf der einen Seite die straffe, zentrale Planung und Leitung der Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft in ihren Grundzügen entsprechend den Gesetzmäßigkeiten ihrer Entwicklung, auf der anderen Seite die größtmögliche Teilnahme der Werktätigen an der Leitung von Staat und Wirtschaft, die Heranziehung der Masse der Werk­tätigen und die Hebung ihres Bewußtseins und ihrer Initiative. Das be­stimmt auch die Lebenskraft und Beweglichkeit der sozialistischen Staatsordnung…


[17] Friedrich Engels: Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats.In: Marx/Engels: Werke, Bd. 21, S. 165.
[18] Engels an Bebel, 18.-28. März 1875. In: Marx/Engels: Ausgewählte Briefe, S. 347. 19 W. I. Lenin; Marxismus und Staat, Dietz Verlag, Berlin 1960, S. 44.
[19] W.I. Lenin: Marxismus und Staat. Dietz Verlag Berlin, 1960, S.44.
Quelle: Marxistische Philosophie, Lehrbuch, Dietz Verlag, Berlin 1967, S.250-254; bearbeitet.

Der Klassenkampf und der gesellschaftliche Fortschritt

Um zu erkennen, in welche Richtung sich die Entwicklung bewegt, kommt es darauf an, wie Lenin sagt, die „Haupttriebfeder für einen möglichen Fortschritt“ zu erkennen. Dazu muß man wissen, in welcher Epoche wir uns derzeit befinden.

Warum sind die Menschen so passiv?

Die weitere Vergesellschaftlichung der Produktion, ihre Strukturveränderungn, die wachsende Rolle der Wissenschaft als Produktivkraft und die daraus sich ergebenden neuen menschlichen und sozialen Probleme sind nur mit wissneschaftlich begründeten perspektivischen Konzeptionen zu steuern. Pessimismus, Nihilismus, Angst, Krisenbewußtsein und Entideologisierung sind als logische Folge der traditionellen idealistischen bürgerlichen und klerikalen Schulphilosophie nicht geeignet, optimistische Perspektiven für den Kapitalismus zu zeigen. Darüberhinaus bewirken sie insgesamt eine mehr passive Haltung der Menschen zum kapitalistischen System. Lenin schrieb:

„Die Marxsche Methode besteht vor allem darin, daß der objektive Inhalt des geschichtlichen Prozesses im jeweiligen konkreten Augenblick, in der jeweiligen konkreten Situation berücksichtigt, daß vor allem begriffen wird, die Bwegung welcher Klasse die Haupttriebfeder für einen möglichen Fortschritt  iu dieser konrekten Situation ist.“ [1]

Welche Klasse steht künftig im Mittelpunkt?

Vorläufig ist es noch die Bourgeoisie (sind es die sog. „Eliten“ und deren korrupte Lakaien und das entsprechende Fußvolk in den Ämtern und Verwaltungen), die im Mittelpunkt steht. Doch die Arbeiterklasse existiert immer noch und sie wird auch in Zukunft existieren, weil sie diejenige Klasse ist, die unmittelbar mit der materiellen Produktion verbunden ist. Und auch wenn es der Bourgeoisie zeitweilig gelungen ist, der Arbeiterklasse ihre führende Kraft, ihre Partei zu nehmen, wird es künftig unmöglich sein, die Arbeiterklasse zu versklaven und ihrer progressiven Rolle im Klassenkampf zu berauben. Damit wird auch die zeitweilige Niederlage des Sozialismus überwunden und das kapitalistische Ausbeutersystem beseitigt werden. In der Moskauer Erklärung von 1960 hieß es:

„Unsere Epoche, deren Hauptinhalt der durch die Große Sozia­listische Oktoberrevolution eingeleitete Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus ist, ist die Epoche des Kampfes der beiden entgegengesetzten Gesellschaftssysteme, die Epoche der sozialistischen Revolutionen und der nationalen Befreiungsrevolutionen, die Epoche des Zusammenbruchs des Im­perialismus und der Liquidierung des Kolonialsystems, die Epoche des Über­gangs immer neuer Völker auf den Weg des Sozialismus, die Epoche des Triumphes des Sozialismus und Kommunismus im Weltmaßstab.“ [2]

Daran hat sich grundsätzlich nichts geändert – nur mit dem Unterschied, daß der Imperialismus nicht zusammengebrochen ist, sondern der Klassenkampf sich verscharft hat und der Sozialismus eine zeitweilige Niederlage einstecken mußte.

[1] W.I. Lenin: Unter fremder Flagge. In. Werke, Bd.21, S.132.
[2] Erklärung der Beratung von Vertretern der kommunistischen und Arbeiterparteien vom November 1960, S.10.
Quelle: Marxistische Philosophie, Lehrbuch, Dietz Verlag, Berlin 1967, S.632-640; bearbeitet.

Solidarität mit der kämpfenden Arbeiterklasse!

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SOLIDARITÄT: Seattle Feuerwehrleute und Seattle Polizei-Offiziere, die wegen Nichteinhaltung des Impfmandats entlassen wurden, versorgen die Obdachlosen mit Essen.

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16 Antworten zu Der internationale Klassenkampf und der bürgerliche Staat. Solidarität mit der kämpfenden Arbeiterklasse!

  1. Pingback: Klassenkampf ! | Sascha's Welt

  2. Es sind solche Artikel, die mir die Hoffnung, die Kraft und den Mut geben, mich nicht in einen – wie auch immer gearteten – Pessimismus zu verstricken; zu dem ich – einmal menschlich gesprochen – jeden Tag viele Anlässe hätte:

    Allein dieses schrecklich-absurde Corona-Theater, das jetzt schon 640 Tage wärt und der Menschheit bisher 5 Millionen COVID-Tote und zu der sowieso schon unglaublichen Anzahl von 30- bis 40-Millionen Menschen, die jedes Jahr an Hunger bzw. den unmittelbaren Folgen (Stand 2007 !!!) sterben, sind in den letzten 640 Tagen zusätzlich mindestens weitere 35 Millionen Hungertote zu beklagen.

    Hunderte von Millionen Menschen haben ihren Arbeitsplatz verloren:
    Beispiele: Auf der Insel Bali in Indonesien, (etwa 4,4 Millionen Einwohner, davon 75 % ab einem Alter von 15 Jahren = 3,3 Mio. = die dort arbeitende Bevölkerung) – haben drei Millionen Menschen ihren „Job“ verloren — in meiner Wahlheimat Uganda (48 Mio, Einw. davon „nur“ 50 % ab 15 Jahre = 24 Mio.) haben mindestens 12 Mio. ihren „Job“ verloren. Von den in diesem Jahr bis heute in Uganda verstorbenen 400.000 Menschen, gehen schlecht 200.000 auf das „Hungerkonto“, was sich also von 2019 vervierfacht hat.

    In Europa, den USA und anderswo sieht es auch nicht besser aus — nur, daß in der Komfortzone Europa/USA eben noch alle Menschen mit Nahrung usw. versorgt werden (können) … aber auch solche von der allgemeinen Öffentlichkeit nicht wahrgenommene „Blasen“ platzen – weil das „in der Natur der Sache (des Kapitalismus) selbst begründet ist.

    Der Kapitalismus befindet sich seit mehr als 40 Jahren in einer Überproduktions-Krise, die der Kapitalismus 2008/2009 gedachte, durch eine künstliche – also gesteuerte – „Finanz-Krise“ – die es im Kapitalismus überhaupt nicht geben kann!!! – bereinigen zu können. …
    Aber irgendwann kann eine solche *Überproduktions-Krise* auch mit den noch so „schlausten“ Krediten und „Finanzinstrumenten“ nicht mehr verborgen werden.
    Die *Produktions-Industrie* — die „Weltkonzerne“, wie etwa TOYOTA oder VW (und alle anderen auch) — macht schon seit mindestens 40 Jahren!!! mit der Herstellung und dem Verkauf der Güter, die die Arbeiterklasse produziert, nicht einen Pfennig Profit!

    Sie können nämlich gar keine Profite (mehr) „erwirtschaften“, weil alle Waren in viel zu großer Stückzahl hergestellt werden; der gigantischen Menge an Waren jedoch keine Käuferschaft gegenübersteht, die zwar willens ist, diese Waren zu kaufen, aber diese Waren, die sie gerne hätte, gar nicht kaufen kann, weil ihr das dazu „nötige Kleingeld“ fehlt.

    Jederman in Afrika wünscht sich mindestens einen VW – yo^^ MB und BMW ist dort der Traum – *pecunia non olet* … aber welcher Mensch in Afrika, kann denn schon einen VW, geschweige denn einen MB oder BMW leisten? …
    Wenn ein Mensch in Uganda pro Monat die „irrsinnige“ Summe von 500.000,- UGX pro Monat verdient, gilt er als „gemachter Mann“! Er kann dafür innerhalb eines Jahres ein schönes Haus für seine Frau, seine Kinder und sich bauen. 500.000,- Uganda-Shillng pro Monat: Damit ist man dort „reich“!
    Warum ist man denn dort mit 125,- Euro pro Monat „reich“?
    Nun, Uganda hat eine Barfuß-Währung: ein Euro = rund 4.000,- Uganda-Shilling
    ein Mensch – wenn er dort überhaupt etwas verdienen kann [das betrifft 80 % der Menschen dort] – hat ein monatliches „Einkommen“ von im Durchschnitt 40.000,- UGX = zehn Euro — wenn er sich glücklich schätzen kann, hat er auch noch ein Weibchen, die auch noch ein „Einkommen“ von 10,- hat, womit sie – mit viel „Glück“ ihre bis zu acht Kinder (Durchschnitt) das Leben ehalten können.

    Das sind die gesellschaftlichen Verhältnisse, die der Kapitalismus fast überall auf der Welt hervorgebracht hat. Auf der einen Seite eine irrsinnige Überproduktion von allem — auf der anderen Seite eine gigantische Armut von MILLIARDEN von Menschen, die sich *dessen* Waren niemals leisten können!

    Ich sag es mal so:
    Einen VW, MB, BMW oder TOYOTA kann man in EU, USA oder JAPAN für 20.000,- und in CHINA für 3.500,- … und in Uganda für 1.000,- herstellen. Der Export eines solchen PKW kostet überall auf der Welt in die ganze Welt 250,-
    Die maximalen KOSTEN für einen PKW betragen also tatsächlich maximal 1.250,- und zwar überall auf der Welt!
    Im noch bestehenden Kapitalismus MÜSSEN die Kosten sich jedoch auf 20.000,- summieren — welche Profite können denn dabei überhaupt noch anfallen???
    ————————————————————————————
    Da ich weiß, daß selbst den Kapitalisten das *Kaufmännische Denken* vollkommen fremd ist, höre ich hier besser auf! Denn all das kann jeder Mensch bei MARX, ENGELS, LEININ und STALIN selber nachlesen! … vor allem im Band I. DAS KAPITAL, welches LENIN exzellent in Imperialismus … nachgewiesen und erweitert hat.

    • Erfurt schreibt:

      Nene, Du liegst da schon richtig mit dem kaufmännischen Denken. Es ist jedoch so, daß diese Kapitalistenschweine erst mit der unterschiedlichen Entwickung einzelner Nationen so richtig profitable Geschäfte machen. Eben auf der Basis dessen daß das Geld selbst eine Ware ist die unterschiedlich bewertet wird. Und damit auch stets die Arbeitskraft.

      MFG

      PS: Ich gehe jetzt mal Futter (Walnüsse) sammeln für meine Meisen. Für mich eine halbe Stunde Arbeit, für ca. 20 Meisen Futter für den ganzen Winter. Dafür fressen mir diese Viecher aus der Hand 😉

      • Hatte gerade ein Gespräch. Diebstahl ist Diebstahl (Es ging um die Frage, ob das Hinausschieben des Einkaufswagens aus dem Supermarkt ohne zu bezahlen Diebstahl sei.

        Nun leben wir aber noch im Alten Zeitalter, in dem der Diebstahl der Normalzustand = die Norm ist.

        Unser jetziges, nämlich kapitalistisches Gesellschaftssystem ist auf Betrug und Diebstahl aufgebaut:

        Die Masse der Menschen – Arbeiterklasse, Proletariat, Arbeitgeber – ist gezwungen, die Ware Arbeitskraft anzubieten und zu verkaufen.

        Dafür bekommt der Arbeiter, Proletarier, Arbeitgeber – also der *Verkäufer der Arbeitskraft* einen bestimmten Preis bezahlt, der täuschend als Lohn bezeichnet wird.

        Die auf Zeit verkaufte Arbeitskraft, wird vom *Käufer der Arbeitskraft* – Unternehmen/r, Bourgeoisie, Arbeitnehmer – verwendet, um daraus Ware zu produzieren, die weit über dem Preis, den der *Verkäufer der Arbeitskraft* erhält, verkauft wird.

        Die Spanne die zwischen dem Einkauf der Ware Arbeitskraft und dem Verkauf der vom *Verkäufer der Arbeitskraft* produzierten Ware – also dem liegt, was der *Verkäufer der Arbeitskraft* erwirtschaftet hat, wird Mehrwert genannt.

        Diesen Mehrwert eignet sich der *Käufer der Arbeitskraft* – Unternehmen/r, Bourgeoisie, Arbeitnehmer – ganz alleine ein = „legaler“ BETRUG und Diebstahl Nr. 1

        Für den Verkauf der Ware Arbeitskraft erhält man *Währung* — die die dummen und verblendeten Leute als *Geld* bezeichnen, weil sie einfach gar nicht wissen, was *Geld* überhaupt ist — mit diesem Gesetzlichen Zahlungsmittel kann man sich dann die Waren kaufen, die man zum Überleben benötigt. Bevor der Verkäufer der Ware Arbeitskraft, jedoch die Währung erhält, werden ihm Steuern und Abgaben abgepresst = Diebstahl Nr. 2

        Die *Währung* wird stets künstlich aufgebläht = Inflation, was zu einer Entwertung der Währung führt = Diebstahl Nr. 3; durch diesen Diebstahl Nr. 3 kommt es zur Teuerung – das heißt, für die *Währung*, die dem Verkäufer der Ware Arbeitskraft nach Diebstahl Nr. 2 noch zur Verfügung steht, kann er sich immer weniger Waren kaufen, die er zum Überleben benötigt = Diebstahl Nr. 4

        Das kapitalistische Gesellschaftssystem ist von Betrug, Diebstahl, ja Raub! und Lügen durchwoben.
        Betrug, Diebstahl, Lügen sind sein Fundament – darauf hat es den Tempel der Habgier Mammons errichtet!

        „Das Verlassen des Superselbstbedienungsladens durch den Eingang ohne zu zahlen“
        ist nur „gesetzlich“ und gemäß einer absurden „Moral“ Diebstahl;
        nach dem RECHT = ius – übigens auch nach dem Gesetz des Mose – handelt es sich jedoch nur um die Zurückführung von Raubgut!
        Ich nenne diese Zurückführung liebevoll das Robin-Hood-Prinzip.

      • sascha313 schreibt:

        Nun ist es ja so: „Die Kleinen fängt man, die Großen läßt man laufen!“ (im Kapitalismus!)

      • Lieber Genosse Erfurt,

        „Nene, Du liegst da schon richtig mit dem kaufmännischen Denken.“

        Davon bin ich überzeugt, schließlich bin ich „qausi“ bei einem Händler (und „Betrüger“) – der kein Kaufmann war, aufgewachsen – … bereits mit 6-Jahren habe ich Eier mit meiner Mutter und meinem „Stief“-Vater auf den Märkten in Hamburg verkauft und rasch begriffen, wovon und wie mein „Stief“-Vater *eigentlich* „(über)lebt“:

        „Man kauft Eier beim Bauern oder Großhändler, die transportiert man dann zum Markt und verkauft sie zu einem höheren Preis, als man sie eingekauft hat. Die Differenz zwischen Einkauf (inkl. aller anderen Kosten) und Verkauf, ist der „Gewinn“, von dem mein Vater uns ernährt.“

        [Ich nenne ihn meinen Vater, weil er an meinem fünften Geburtstag plötzlich „auftauchte“ und meine Mutter mir sagte, daß „Papa ist da“ („endlich habe auch ich einen Papa“, dachte ich und war voller Freude.) … er schenkte mir das erste Hemd in meinem Leben und unternahm an meinem Geburtstag am Abend einen Spaziergang mit mir und „erklärte“ mir, daß der Mond sich um die Erde dreht – die Erde jedoch mit dem Mond zusammen um die Sonne kreist. … ich denke, ich sollte noch dazufügen, daß er „kleiner“ war als ich: er hatte seine beiden Beine als 17-Jähriger im Krieg verloren und lief mit Krücken auf dem Stumpf seines linken Knies.]

        Nur! Den Kapitalisten ist das *Kaufmännische Denken* fremd!: sie haben das kaufmännische Denken überhaupt nicht erlernt. Sie mögen sich selber als „Kaufmann“ bezeichnen, aber das sind sie nicht.
        Ein Kaufmann ist ein Diener des Volkes = einer menschlichen Gesellschaft, dem komplexe, gesellschaftlich wichtige Funktionen „übertragen“ sind – ähnlich einem Arzt, Bäcker usw. –

        „Es ist jedoch so, daß diese Kapitalistenschweine erst mit der unterschiedlichen Entwickung einzelner Nationen so richtig profitable Geschäfte machen. Eben auf der Basis dessen, daß das Geld selbst eine Ware ist; die unterschiedlich bewertet wird. Und damit auch stets die Arbeitskraft.“

        Ich muß deinen Behauptungen „marxistisch“ widersprechen, weil der Kapitalismus selbst „das profitableste Geschäft ist“, denn er ist die höchste Form der sich historisch entwickelt habenden menschlichen Gesellschaften, die sich aus *der Matrix* der *Ausbeutung des Menschen durch den Menschen* zwangsläufig ergibt und ergeben mußte.

        Der Kapitalismus IST „der faule Baum, der arge Früchte bringt.“
        Der Sozialismus IST „der gute Baum, der gute Früchte trägt.“

        Ich bin nun einmal „über die Bibel“ – genauer die Lehre der Agape = Evangelium – in einem langen Prozeß meines Lebens an die wahre Lehre des Karl Marx/Friedrich Engels „herangeführt“ worden.

        Für mich war der Kapitalismus immer schon *Mammonismus* = „der faule Baum, der arge Früchte bringt.“
        (die Bibel ist ja kein „wissenschaftliches“ Buch im heutigen Sinn, aber sie verflucht <i<"die Liebe zum Geld" — nicht das Geld, was eine gute Sache ist! und zeigt auf, wohin es führt, wenn sich Menschen vom Mammon verführen lassen – wohin es führt, wenn Menschen von einem anderem Menschen MIETE oder ZINS verlangen; wohin es führt, wenn der Mensch zu seinem scheinbaren „Vorteil“ den anderen Menschen ausbeutet!

        Vom Sozialismus oder Kommunismus habe ich bis vor ein paar Jahren nur gewußt, wie man diese Worte schreibt – was das „ist“ wußte ich gar nicht:

        Kommunismus war für mich *vom Satan – vom Antichristen*, um mir meinen Glauben zu rauben – eine gefährliche und tödliche Irrlehre, von der man sich gefälligst fernzuhalten hat, wenn man sein eigenes Heil nicht verlieren will!

        Als ich dann zum ersten Mal — ausgerechnet auf Wikipedia — die Einleitung *Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie* von Karl Marx gelesen habe – das war 2014 oder 2015 – fing ich an mich mit dem Sozialismus zu beschäftigen … kurz danach bin ich auf *sascha313* getroffen und bekam schließlich zwei oder drei Jahre später Bücher zugesendet, von denen ich absolut gar nichts wußte:
        … und ich „erkannte“, daß er SOZIALISMUS *der gute Baum*, der WISSEN schafft, IST!

        „Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.
        An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?
        Also ein jeglicher guter Baum bringt gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt arge Früchte.
        Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen.
        Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“
        Matthäus 7: 15-20

        Der Sozialismus „ist der gute Baum“ – er trägt gute und jedem Menschen bekömmliche Früchte!

      • sascha313 schreibt:

        …so sind persönliche Erfahrungen immer der Grundstock für ein gewisses Klassenbewußtsein… gesetzt den Fall man lernt daraus und ordnet alles richtig ein.

        Deswegen gefiel mir auch die Geschichte des Grafen Stenbock-Fermor so gut. Er hat sehr gut und sehr bald begriffen, daß der Kapitalismus auf einer verbrecherischen Grundlage steht, und daß die Klasse der Gutsbesitzer, aus der er kam, aus lauter Schmarotzern bestand..

      • Ja, guter Bruder sascha!

        Das Wenige, das du über *Grafen Stenbock-Fermor* gestern (26.10.2021) mitgeteilt hast, hat mich sehr stark an „meinen Weg (den Prozeß des Denken-Erlernens)“ erinnert:

        Eigentlich hätten Stenbock-Fermor oder ich oder du niemals zum Sozialismus/Kommunismus *finden* „dürfen“ — und vergleicht man die „Lebensläufe“ von Marx, Engels, Lenin, Stalin … Liebknecht sr., Liebknecht jr,, Clara ZETKIN, Käthe KOLLWITZ oder Peter EDEL usw. hätte niemals irgendein Mensch jemals die Wahrheit – den Sozialismus – den guten Baum, der gute und für alle Menschen bekömmliche Früchte bereit hält erkennen dürfen!

  3. Thomas Artesa schreibt:

    Der Arbeiter ist schon von sich aus gesehen auf der richtigen Seite der ausgebeuteten Menschen in seiner Ideologie. Manchmal fehlt eben noch das richtige Bewusstsein, weil wieder einmal kapitalistische Pseudofreunde und andere Rattenfänger eine scheinheilige Verbrüderung oder Solidarität mit den Herren im Land versprechen. Ich denke dabei nicht nur an Parteien wie die AFD.

    Schlimmer sind da solche „Genossen“ und betrügerischen Verräter wie Die Grünen, die offen den neuen Kriegsfall gegen Russland und andere Dauerkriege der NATO propagieren. Historisch gesehen kamen immer schon viele aufrechte Menschen und kluge Köpfe aus den Reihen des Bürgertums wie Marx, Engels, Lenin, Stalin, Castro oder sogar Schiller, Brecht, Cervantes und andere „Kinder“ ihrer Zeit. Wer eben in seinem Leben die Chance auf Bildung und etwas Wohlstand gehabt hat, der ist somit mehr als verpflichtet, sich mit seinem Wissen dem arbeitenden Menschen anzudienen im positiven Sinne.

    Um so beschämender ist aber das Verhalten von solchen Leuten, die dann ebenfalls nur am kapitalistischen Schweinetrog mitpartizipieren wollen und dabei vergessen, dass auch morgen sie beruflich ins Bodenlose abstürzen können. Eine radikale Abkehr von seiner noblen Familie hatte ja damals unser Karl Eduard von Schnitzler vollzogen, als noch Ulbricht zu ihm sagte, er solle seinen Titel (von) beibehalten, damit alle im Lande wissen, dass die kommunistische Partei (hier die SED) den Menschen eben nur nach seinen Taten und richtigem Handeln beurteilt. Wie gesagt – es ist keine Schande in Reichtum oder guten Bildungsverhältnissen aufgewachsen zu sein. Es ist aber ein Verbrechen, sich auf Kosten anderer zu bereichern und seine Bildung gegen die Arbeiterklasse einzusetzen.

    Abgesehen davon, ist es eben wichtig, das große Bündnis zu knüpfen mit allen Menschen im Staat, die für eine gerechte Veränderung sind. Eben auch in Zeiten von Corona und den vielen Unzufriedenen. Schon Lenin hatte bewusst das Bündnis mit den Bauern und anderen unterschiedlich denkenden Zeitgenossen gesucht, obwohl diese für einen Sozialismus noch nicht bereit waren. Es bringt eben nichts, immer nur die eigenen Genossen der Partei überzeugen zu wollen. Die sind bereits überzeugt im marxistischen Sinne, wenn nicht gerade mal wieder so ein Trotzkist und anderer Kryptomaulwurf alles kaputt machen will oder sich bewusst von der Arbeiterklasse entfernt und zum sozialdemokratischen ewigen Lampenputzer verkommt, dem der Schein wichtiger ist wie nun mal das klassenbewusste Sein (Erich Mühsam mit seinen Worten ehe die Nazis ihn umbrachten).

  4. Erfurt schreibt:

    @Georg, es steht sogar in der Bibel, daß der Lohn für eine Arbeit gar nichts mit dem Produkt zu tun hat. Nur ist es so, daß die Kirchengänger daraus ableiten daß alle den gleichen Lohn bekommen, unabhängig davon wie lange sie arbeiten (Gleichnis: Die Letzten werden die Ersten und die Ersten werden die Letzten sein). Auf jeden Fall sieht sich ein Weinbauer als Wohltäter weil er den Arbeitern soviel Geld gibt daß sie sich „ernähren“ können.

    Die durch heutige Politik vermittelte Weltanschauung sagt ja dasselbe 😉

    • an Erfurt,

      du brauchst mir wirklich nicht das falsche Evangelium der RELIGION der Kirche zu „erklären“!

      Was du darüber behauptest, was „sogar in der Bibel steht“ ist grundsätzlich falsch,
      weil du gar nicht weißt, was das steht.

      Ich habe dieses Buch mittlerweile 46 Jahre studierend gelesen und analysiert;
      seit 21 Jahren kann ich es auch aus dem Hebräischen und Griechischen übersetzen.
      Ich kann alle Fälschungen in der Bibel nach- und beweisen und damit jedes Dogma der Religion der Kirche als LÜGE enthüllen.

      Auch wenn ich die Wahrheit des Kommunismus „erkannt“ habe, die sich mit der *Lehre der Liebe*, wie ich sie aus dem Evangelium (der Bibel in ihrer Gesamtheit) erlernt habe, überhaupt nicht beißt, werde ich der *Lehre der Liebe* weiter folgen und mein Leben daran ausrichten.

      Nichts und Niemand wird mich davon überzeugen können, den Nächsten aufzuhören zu lieben — und selbst wenn er der abscheulichste Mensch ist oder werden würde. Daß ich jeden Menschen absolut und bedingungslos lieben kann, werde ich mir nicht rauben lassen. In meinem Leben ist die „Liebe“ alles – das Zentum „meines Universums“. Alles andere ist dem untergeordnet.

      Es heißt: „Ich weiß, daß ich nichts weiß“ und „Ich denke, also bin ich“!

      Aber ich WEIß, daß das LÜGEN sind!

      Denn ich WEIß, ICH BIN … auch wenn es sich dabei nur um ein kurzfristiges Phänomen der ewigen Bewegung der Materie handelt … und nach dem Ende meines Lebens = dem Ende meines köperlichen „Bewegt-Seins“, kein Himmel, keine Hölle, kein Paradies oder Nivana auf mich wartet.

      • Erfurt schreibt:

        Wer hat denn die Bibel geschrieben? Und wann? Und warum gibt es soviele Variationen? Die Antwort auf diese Fragen gab mir mein Schwager, ein Libyer: Es gibt deswegen so viele Variationen damit man einen Spielraum hat in Sachen Auslegung. Kommt uns das irgendwie bekannt vor!? Richtig: Genauso verhält es sich mit der bürgerlichen Gesetzgebung!!

        Denn genauso wie sich die Autoren der Bibeln, Korans, Toras usw. bedeckt halten, kommt das Bürgertum mit der Lüge vom Gesetzgeber daher. Ach wissen Sie was, ich habe den letzten Koran, den mir ein Muslime geschenkt hat dahin getan wo er hingehört: In den Papierkontainer.

        Schönes Wochenende 😉

      • „Wer hat denn die Bibel geschrieben? Und wann? Und warum gibt es soviele Variationen?“

        Menschen haben die verschiedenen Bücher der Bibel in einem Zeitraum von etwa 900 Jahren zu unterschiedlichen Zeiten geschrieben. (Die ältesten Schriften beruhen dabei auf Überlieferungen, die von Generation zu Generation mündlich weitergegeben wurden, wie wir es zum Teil heute noch bei vielen Völkern in Afrika – und auch auf anderen Kontinenten – antreffen). Andere Menschen – sogenannte Gelehrte – haben diese dann zu einem Kanon geordnet. Dieser wurde dann wiederum von anderen Menschen in andere Sprachen übersetzt. Da es viele Sprachen gibt, die wir Menschen sprechen, gibt es auch soviele Variationen der Bibel. — Damit haben Menschen die verschiedenen „christlichen“ Religion, bzw. die Strömungen der „christlichen“ Religion gemacht.

        „„Das Fundament der irreligiösen Kritik ist: Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen.
        Und zwar ist die Religion das Selbstbewusstsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selbst entweder noch nicht erworben, oder schon wieder verloren hat.
        Aber der Mensch, das ist kein abstraktes, außer der Welt hockendes Wesen.
        Der Mensch, das ist die Welt des Menschen, Staat, Societät. Dieser Staat, diese Societät produzieren die Religion, ein verkehrtes Weltbewusstsein, weil sie eine verkehrte Welt sind.
        Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr encyklopädisches Compendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d’honneur, ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund.
        Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt.
        Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist.

        Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.

        Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammerthales, dessen Heiligenschein die Religion ist.“
        – Karl Marx: Einleitung zu Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie; in: Deutsch-Französische Jahrbücher 1844, S. 71f

  5. sascha313 schreibt:

    Julius Fučík, Alexander Graf Stenbock-Vermor, Karl-Euduard von Schnitzler, Rudolf Petershagen, Erich Mühsam – sie alle waren Kommunisten, waren Gegner des Nazismus! Sie waren und blieben standhaft auch in der finstersten Zeit. Das zeichnet einen Widerstandskämpfer, einen Kommunisten aus. Niemals hätte ein Julius Fučík vor der Übermacht des Klassenfeindes kapituliert! Niemals! Und mit welcher kratftvollen Stimme haben sie alle die Unsicheren ermutigt, die Arbeiter zu Klassenbewußtsein gebracht, die Ängstlichen ermutigt…

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