Die Stadt Prenzlau in der Uckermark

Prenzlau_Stadtturm„Historische Bauten, ausgedehnte Parkanlagen, das Erholungszentrum „Ueckersee“, moderne Wohnblocks und der neue Industriekomplex im Osten der Stadt als sichtbares Zeichen sozialistischer Aufbau­arbeit prägen heute das Antlitz der Agrar-Industriestadt Prenzlau. Viele an die Ostseeküste reisende Urlauber nutzen gern einen Zwischenaufenthalt, um die Stadt am Ueckersee und ihre Sehens­würdigkeiten näher kennenzulernen. Das HO-Hotel „Uckermark“ ist eines der komfortabelsten Hotels des Bezirkes Neubrandenburg. Mit seinen 500 Plätzen in Restau­rant, Café und Bar bietet es dem Besucher viele Möglichkeiten der Entspannung. Besonders in den Sommermonaten ist das Hotel be­liebte Raststätte für motorisierte durchreisende Urlauber.“ – Mit diesen Worten begrüßte 1977 das Tourist-Wanderheft Nr.135 den Besucher der Stadt Prenzlau…

Und weiter heißt es in dem interessanten kleinen Heftchen:

Verläßt man die von Sonnenschirmen beschattete Terrasse des Hotels, befindet man sich sogleich an der Ostseite des weiträumigen zentralen Platzes, des Ernst-Thälmann-Platzes, der mit seinen farbenfrohen Blumenrabatten, der Springbrunnenanlage und den ihn umgebenden Neubaublocks mit modernen Einkaufsmöglichkeiten den Mittelpunkt der Stadt bildet. An seiner Westseite ragt der weltbekannte Ostgiebel der einstigen Marienkirche auf. …

Prenzlau_Marienkirche

Sie wurde in den Jahren von etwa 1235 bis 1250 erbaut; insgesamt lasscn sich sechs Bauzeiten feststellen. Im Jahre 1638 wurde der Nordturm durch einen Brand vernichtet und nur mit einem Satteldach wieder aufgebaut. 1738 führten viele durch Blitz­schläge verursachte Schäden dazu, auch die Spitze des Südturmes ab­zureißen und sie ebenfalls in einem Satteldach enden zu lassen. Der größere Turm ist heute 68 m hoch. Vom 20. bis 22. Dezember 1632 wurde der in der Schlacht bei Lützen im Dreißigjährigen Krieg gefallene Schwedenkönig Gustav II. Adolf in der Marienkirche auf­gebahrt und von hier über Wolgast nach Schweden überführt.

Noch in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges ging auch dieses groß­artige Bauwerk in Flammen auf und brannte bis auf die Grundmauern aus. Die Marienkirche, dieses das Stadt- und Landschafts­bild weit üherragende einzigartige Zeugnis nationaler Baukunst und norddeutscher Backsteingotik, entsteht gegenwärtig als eines der Spitzenobjekte der Baudenkmalpflege der DDR in alter Scbönheit wieder. Als zukünftiges kulturhistorisches Museum wird sie sich der Sammlung und Pflege sakraler Kunst mit mittelalterlicher Plastik und Tafelmalerei der drei Nordbeirke der Republik annehmen.

Zur Geschichte der Stadt Prenzlau

Im September 1919 bildeten die fortschrittlicheren Arbeiter Prenz­laus eine Ortsgruppe der KPD. Ihre erste harte Bewährungsprobe im Klassenkampf hatte diese junge revolutionäre Partei zu bestehen im Kampf gegen die Kapp-Lüttwitz-Putschisten, die im März 1920 auch in Prenzlau ihr Schreckensregiment errichten wollten, von den Arbeitern jedoch durch Generalstreik und bewaffnete Kämpfe unter schmerzlichen Opfern zurückgeschlagen wurden.

Prenzlau003Zwischen zwei Weltkriegen

Durch die ins Unermeßliche steigenden Preise wurde die Not be­sonders in den Nachkriegsjahren in den Arbeiterhaushalten immer größer. Die Zahl der Arbeitslosen und Wohlfahrtsempfänger stieg in erschreckendem Maße; jeder vierte Einwohner Prenzlaus war auf Unterstützung angewiesen. Durch die geringe Bautätigkeit entstand eine nie dagewesene Wohnungsnot. Eine kurze Konjunkturhebung setzte nach der Stabilisierung der Währung im Jahre 1924 ein. Industrie und Wirtschaft gerieten jedoch bald in den Sog der Welt­wirtschaftskrise. Prenzlau hatte 1932 1.100 Arbeitslose.

Machtübertragung an die Nazis

In dieser Situation wurde den Hitlerfaschisten von der Monopolbourgeoisie die Macht übertragen, Terroraktionen gegen alle fortschrittlichen Kräfte verschärften sich von Tag zu Tag. Am 28. März 1933 verboten die Nazis die KPD, wenige Monate später wurden die leitenden Funktionäre der Ortsgruppe verhaftet und ins Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt. Indusrrie und Wirtschaft richteten sich auf die Rüstung aus. Viele Prenzlauer Arbeiter wurden zum Bau der Autobahn Berlin – Penkun dienst­verpflichtet, in die Rüstungsindustrie und später auch zum ßau militärischer Befestigungsanlagen, wie dem sogenannten Westwall an der deutschen Westgrenze.

Faschistische Kriegsvorbereitung

730301 Prenzlau_alte GasseIn Prenzlau entwickelte sich die Kriegs­industrie in einer Filiale der Mansfeldwerke, in der Flugzeugteile hergestellt wurden. Im Osten der Stadt wurde unter der Tarnbezeichnung „Landwirtschaftliches FIug- und Versuchsinstitut“ eiligst ein Flugplatz angelegt, der im April 1937 von der Naziwehrmacht offiziell übernommen und später zum Feldflugplatz für Jagd- und Bombengeschwader ausgebaut wurde. Zur gleichen Zeit entstanden im Westen der Stadt Kasernen, die später als Kriegsgefangenen­lagcr genutzt wurden. Aus dem ehemaligen preußischen Krähwinkel war eine faschistische Garnisonsstadt geworden, in der die deutsche Jugend nach dem unheilvollen preußischen Traditionsreglement ge­drillt und für den Überfall auf andere Länder vorbereitet wurde.


Der Tag der Befreiung vom Faschismus

Als die siegreichen sowjetischen Truppen am Morgen des 26. April 194.5 in Prenzlau einzogen, stand die Stadt in Flammen. Sinnloser Widerstand der längst geschlagenen faschistischen Armee hatte dazu geführt, daß Prenzlau in kurzer Zeit zu 85 Prozent zerstört, und in ein einziges Trümmerfeld verwandelt wurde. Der größte Teil der Bevölkerung war zwangsevakuiert worden.

Die Schaffung einer antifaschistisch-demokratischen Ordnung

Nun aber, nach zwölf Jahren faschistischer Diktatur und brutalen Terrors gegen die Arbeiterhewegung und alle fortschrittlichen Kräfte, war endlich die Stunde der Befreiung gekommen, begann mit dem Einmarsch der Sowjetarmee auch ein neues Kapitel in der Geschichte der Stadt. Zu den ersten Maßnahmen gehörte die Entmachtung des Feudaladels und Enteignung der Großgrundbesizer durch die demo­kratische Bodenreform. Als am 24. März 1946 die Vereinigung der beiden Arbeiterparteien KPD und SPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands auch in Prenzlau vollzogen wurde, war endlich nach jahrelangem, aufopferungsvollem Kampf die Grundlage dafür geschaffen, die antifaschistisch-demokratische Ordnung in allen Lebensbereichen durchzusetzen.

Die ersten Aufbaujahre in Prenzlau

Doch der Weg von den ‚I’rümmerbergen und Ruinen des Jahres 1945 bis zu den heutigen modernen Wohnblocks und Industrie­anlagcn war dornenreich. Die Aktivisten der ersten Stunde hatten es nicht leicht, den von Hunger, Wohnungsnot und Krankheit gc­plagten Menschen neuen Lebensmut zu geben. So standen die ersten schweren Aufbaujahre von 1946 bis 1950 fast vollkommcn im Zei­chen der Enttrümmerung der Stadt. Neben der Instandsetzung der Zuckerfabrik, der Eisengießerei, der Brauerei, die 1948 in Volks­eigentum übergeführt wurden, sowie einiger anderer lebenswichtiger Betriebe waren der Neuaufbau und der Ausbau von Wohnungen zunächst noch gering.


Der Aufbau des Sozialismus

Eine neue Perspektive erhielt Prenzlau 1952, als auf der 2. Parteikonferenz der SED die „planmäßige Errichtung der Grundlagen des Sozialismus in der DDR“ beschlossen und Preuzlau im Zuge der Verwaltungsreform als Kreisstadt dem Bezirk Neubrandenburg angegliedert wurde. Nun erfolgte ein zügiger von Jahr zu Jahr zunehmender Ausbau der Stadt zum politischen, wirt­schaftlichen und kulturellen Zentrum des Kreises.

Prenzlau1

Von 1950 bis 1956 entstanden neben 390 Wohnungen, das neue Bahnhofsgebäude und Neubauten für den VEB Kühlbetrieb, die Post, die Poliklinik, Kindergärten und das Säuglingsheim, den VEB Kraftverkehr und den Kfz.-Instandsetzungsbetrieb. Das Kreiskulturorchester (aus dem das heutige „Estradenorchester hervorgegangen ist) und eine Volks­musikschule wurden gegründet. 1956/57 wurde das „Filmtheater der Freundschaft“ erbaut und 1958 das Hotel „Uckermark“ fertig­gestellt.

Prenzlau – eine moderne Agrar-Industriestadt

Eine entscheidende Wende im Baugeschehen der Stadt trat ein, als 1957 mit der Anwendung der Großblockbauweise der Durchbruch zur modernen Technologie erzielt wurde. Bis 1975 entstanden ins­gesamt 3.241 Wohnungseinheiten, mehrere Kindergärten und Kinder­krippen, ein Säuglingsheim, 9 Schulen und 7 Schulhorte, eine Medizinische und eine Agrar-Ingenieurschule, ein Pflegeheim und ein Altersheim, 4 Staatliche Arzt- und 2 Staatliche Zahnarztpraxen u. a.

Dieser großzügige Neuaufbau der Stadt wäre nicht möglich gewesen, wenn nicht auf Beschluß und mit Hilfe der Partei der Arbeiter­klasse und der Regierung unserer Republik neue Wirtschafts- und Industrieanlagen entstanden wären, wie die volkseigenen Schwer­punktbetriebe VEB Zuckerfabrik, VEB Uckermärkischcr Milchhof mit einem Trockenmilchwerk, ein Großtanklager, der VEB Getreidewirtschaft mit seinen Groß-Getreide-Silos, der Kreisbetrieb für Land­technik und neben weiteren Betrieben, beispielsweise dem VEB Kondensatorenwerk, nicht zuletzt der VEB Armaturenwerk, mir des­sen Grundsteinlegung am 18. Mai 1967 in Prenzlau der Übergang zu einer Agrar-Industriestadt vollzogen wurde. Prenzlau zählte am 31. Dezember 1975 etwa 22.000 Einwohner.

Die sozialistische Landwirtschaft im Kreis Prenzlau

Wesentlich für die Entwicklung von Prenzlau und seiner Umgebung war auch die Landwirtschaft. Die jetzt im Kreis aus 37 LPGs her­vorgegangenen 8 Kooperativen Abteilungen Pflanzenproduktion – KAP und eine LPG der Pflanzenproduktion gehen immer mehr dazu über, ihre industriemäßige Produktion in kooperativer Zusammenarbeit, im komplexen Einsatz aller Maschinen und mit der Konzentration und Spezialisierung der Produktion in gemeinsamcn Einrichtungcn zu höchster Effektivität zu führen.


Ein modernes Musterdorf – Dedelow

Ein hervorragendes Beispiel ist dafür ist die am Rande der Stadt Prenzlau am 12. 12. 1972 aus zehn LPGs und einem VEG hervorgegangene Kooperation LPG Pflanzenproduktion „VIII. Parteitag“ Dedelow, die eine Iandwirt­schaftliche Nutzfläche von etwa 8.500 ha bewirtschaftet. Diese Ko­operation LPG Pflanzenproduktion ist einer der Pionier- und Vorbildbetriebe der sozialistischen kooperativen Agrarpolitik der DDR.

Dedelow_1980

Neben einem umfangreichen Maschinen- und Gerätepark, mehreren Rinder- und Schweine- Aufzucht- und Mastanlagen, einer Beregnungs­anlage mit eigens dafür erbautem Pumpwerk und Stausee, einem Agro-Flugplatz und einem eigenen Bildungszentrum wurde hier mir staatlicher Investitionshilfe außerdem die „Zwischenbetriebliche Ein­richtung Milchproduktion Dedelow der Kooperation“ geschaffen, die mit ihren 3.700 Plätzen ebenfalls ein Musterbetrieb moderner Tier­produktion darstellt und als Ausbildungsobjekt innerhalb der RGW-Staaten fungiert. In Anerkennung ihrer schrittmacherischen Leistun­gen wurde dieser industriemäßig produzierende Landwirtschafts­betrieb mit dem Nationalpreis geehrt.

Landwirtschaftliche Großproduktion in Klockow

Eine ebenso bedeutende land­wirtschaftliche Großproduktion besteht in Klockow, 14 km östlich von Prenzlau, mit einer 15.000er Lämmermastanlage. Hauptaufgabe dieses Betriebes ist die Produktion von Mastlämmern in hochmoder­nen Ställen mit einem qualitativ hochwertigen, unseren heutigen Anforderungen entsprechenden Fleisch, das die Ansprüche der ver­wöhntesten Verbraucher erfüllt. Auch im Ausland ist dieses Fleisch sehr gefragt und deshalb ein wichtiger Exportartikel.

Das geistig-kulturelle Leben im sozialistischen Prenzlau

Diese Entwicklung einer aufblühenden Agrar-Industriestadt ist aber nicht denkbar ohne den geistig-kulturell und körperlich allseitig entwickelten und gebildeten Menschen. Deshalb widmen die ört­lichen Organe Prenzlaus dem geistig-kulturellen Leben, dem Sport und der Naherholung ihre besondere Aufmerksamkeit. So verfügt heute Prenzlau über eine moderne Freilichtbühne mit 1.500 Sitz­plätzen, ein Heimatmuseum, eine Volkssternwarte, eine Kreisbiblio­thek mit rund 92.000 Bänden aller Wissensgebiete, das Theater Prenzlau (Schauspiel), ein Kreiskulturhaus, ein Sportstadion am Ueckersee, mehrere Bootshäuser für Ruder- und Segelspott, ein Anglerheim, eine Seebadeanstalt und einen Bootsverleih, gepflegte Parkanlagen im Zentrum der Stadt mit Springbrunnen und an der Ueckerpromenade und ist ständig bemüht, besonders die Ufer des Ueckersees zu einem echten Naherholungszentrum für alle Bürger und Gäste der Stadt zu gestalten.

Prenzlau02

Besonderes Augenmerk gilt darüber hinaus dem Schutz und der Pflege des kulturellen Erbes. Zu den bedeutendsten historischen Bau­denkmalen Prenzlaus gehören die mittelalterliche Stadtbefestigung mit ihren Tortürmen, Wiekhäusern und der Wasserpforte, das Dominikanerkloster und vor allem die Marienkirche.

Quelle: Fritz Röhnisch/Franz Wendlandt: Templin-Lychen-Prenzlau-Ueckerseen, Tourist Wanderheft 135, VEB Tourist Verlag Berlin/Leipzig, 1977, S.18-31.

…ach, wie war das Leben schön in der DDR!


Heute – im Kapitalismus – ist Prenzlau wieder zu einer relativ unbedeutenden Kleinstadt geworden, die fast allein davon lebt, daß sich dort eine große Bundeswehrkaserne befindet. Gegenwärtig gibt es nichts wichtigeres über Prenzlau zu berichten, als daß die angeblich „rapide steigenden Infektionszahlen bei COVID-19 Erkrankungen“ auch in dieser Stadt zum erneuten „Lockdown“ geführt haben. Zwar ist dem Bürgermeister wohlbewußt, daß diese Entscheidung „weitreichende Folgen für die betroffenen Unternehmen“ hat (ach, nee!), doch die von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit betroffenen Bürger sind ihm keiner Erwähnung wert, auch nicht die in Isolation und Vereinsamung gezwungenen älteren Menschen, die mit Abstandsregeln und Kontaktverboten psychisch gequälten Kinder, und auch nicht der Schulausfall und die drastischen Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens. Es klingt wie ein Hohn, wenn dann auch noch die Bürger dazu aufgerufen werden, sich „solidarisch“ zu verhalten… (ja, mit wem eigentlich? – mit den Pharmakonzernen, die nur darauf warten, endlich Massenimpfungen durchführen zu können, mit dem RKI und Frau Dr. Merkel vielleicht, oder mit Bill Gates und der Rockefeller-Foundation, deren größtes Interesse darin besteht, den „Great Reset“ endlich zu verwirklichen und die gesamte Menschheit unter die „Segnungen“ der Hochtechnologie zu zwingen – mit Kryptowährungen, biometrischer Datenerfassung und daraus resultierenden Superprofiten für die Monopolbourgeoisie). Und das alles insbesondere beim Tragen des Mund-Nasen-Schutzes, wo doch hinlänglich bekannt sein dürfte, daß alle diese enschränkenden Maßnahmen wider besseren Wissens und gegen alle medizinischen, infektologischen und epidemiologischen Erkenntnisse getroffen wurden und einzig und allein der Disziplinierung und Einschüchterung der Bevölkerung dienen. Solidarität kann es nur geben mit den ausgebeuteten und unterdrückten Menschen, nicht aber mit der Finanzoligarchie, den superreichen Eliten und deren korruptem Gefolge!
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13 Antworten zu Die Stadt Prenzlau in der Uckermark

  1. Atomino schreibt:

    Die Bilder im Beitrag erinnern mich gerade massiv wieder daran, dass ich als Jungspund früher mal Postkarten aus aller Herren Gegenden gesammelt habe. Allen gemeinsam ist irgendwie immer dieser strahlend blaue Himmel, dieser friedlich ruhige Optimismus. Und es ist auch eine handfeste Widerlegung der Behauptung, in der DDR wurde die Kirche verfolgt wie zu Kirchenzeiten die Hexen. Ich fühle mich gerade in meine Kindheit zurückversetzt. Danke, Sascha !

    und ja,

    …ach, wie war das Leben schön in der DDR!

    • sascha313 schreibt:

      Die Ganoven, die heute die DDR anschwärzen haben selber sooo ein schwarzen Charakter, nicht zu fassen!

    • tommmm schreibt:

      „Allen gemeinsam ist irgendwie immer dieser strahlend blaue Himmel, dieser friedlich ruhige Optimismus.“
      Man kann förmlich fühlen, dass hier für die Menschen gebaut wurde und nicht für den Profit.

      Ein schöner Artikel, der eine Alternative zur heutigen Gesellschaft aufzeigt, die totgeschwiegen werden soll. Das können wir natürlich nicht zulassen. 🙂

  2. Erfurt schreibt:

    Bekannte von uns sind mal (zu DDR-Zeiten) auf dem Weg zur Ostsee versehentlich mit ihrem Tabi über Prenzlau gefahren. Und: Sie waren so begeistert, die Frau hat jahrelang von Prenzlau geschwärmt 😉

    Viele Grüße, Stefan

    PS: Was mich 1975 bei meiner ersten Ostseereise begeistert hat, war die Fahrt durch Mecklenburg via F96. Der Tollensesee, Usadel, Neubrandenburg, Stralsund und natürlich die Insel Rügen selbst, Saßnitz, Binz, die Granitz, von Arkona bis Zicker. Für mich ist Rügen die schönste Insel der Welt!

    • sascha313 schreibt:

      Das Foto von der Marienkirche habe ich mal aufgenommen 🙂

      • Atomino schreibt:

        Geht es euch auch so ? Ihr schaltet den Fernseher ein und einfach alles, aber wirklich alles dreht sich nur noch um die Wahl Trump vs. Biden. Diese Eindimensionalität des angeblich durch uns so wahnsinnig mitbestimmbaren … und die Aftershowparty hat noch garnicht begonnen. Mit der blau gekleideten Polizei mit den schon vorher aus dem TV bekannten eckigen Mützen, den mittlerweile ebenso in rot/blau blinkernden und blitzenden Rettungssignalen von Polizei und Rettungsdiensten sowie sonstigen Anhaltspunkten frage ich mich wirklich, ob der kärgliche Rest an freier Presse nicht irgendwann einmal aufbegehren möge.

        In der Selbstreflektion klinge ich für mich fast schon wie einer aus der rechtsesotherischen Ecke, der einfach nur fragt und fragt und fragt, ohne auf die Antworten auch nur annähernd eingehen zu wollen. Wir werden schleichend amerikanisiert, ohne dass (Nord)Amerika auch nur annähernd als eine Art kultureller Invasor in Betracht käme ? Ich meine, was juckt es uns, was die unter sich austragen ? Aber nö, den ganzen lieben langen gottverdammten Tag lang Tump vs. Biden ! Helloween gabs vor 89/90 auch so gut wie überhaupt nicht bei uns, mit der Wende kam halt der „Fortschritt“.

        Mittlerweile wird wiederum draum gebeten, aufgrund der aktuellen wahnsinnig schwierigen Lage einen ehemals christlichen Feiertag (Allerheiligen) nicht mehr dem an allem *bel der Wet schuldigen ultrabösen Antijesus Stalin, sondern mit einem kollektiven OMMMMMMM einem Professor Drosten auf dem Altar gesellschaftssolidarischer Demut zu huldigen und im übrigen auf hochinfektionöse Klingelbesuche zu verzichten.

        Dieses Opfer haben wir gefälligst zu bringen, um wenigstens für die Vorstellung einer ungegängelten Weihnachtszeit auch weiterhin demutsoffen zu sein. Dann wird auch weiterhin unser Haus durch D(rosten), (M)erkel, (S)pahn über die Haustür gekritzelt beschützt. D + M + S 20
        Falls Euch das hier ziemlich wirr vorkommt, geht es euch auch nicht besser als mir.

      • sascha313 schreibt:

        …es ist zum Kotzen, was uns da über die USA präsentiert wird! Und die Banditen in Rußland machen den ganzen Dreck unaufgefordert mit!

      • Erfurt schreibt:

        Das ist ein sehr schönes Foto! Ich habe früher auch fotografiert, Filme entwickelt und Bilder vergrößert. Für mein Vergrößerungsgerät habe ich eine Belichtungsuhr selbst gebaut, die funktioniert heute noch, https://rolfrost.de/ripplecounter.html

        Es war mein Patenonkel aus Gera, der meine Idee mit dem eigenen Fotolabor wesentlich unterstützt hat. Also der, der versehentlich über Prenzlau an die Ostsee gefahren ist 😉

        Viele Grüße!

        PS: Was die heute mit ihren Handies machen sind höchstens Knippsbilder. Das hat mit Fotografieren nichts zu tun.

  3. Erfurt schreibt:

    Mein Tribut an meine Stadt:

    Blankenhain, eine Stadt in der DDR mit moderner Infrastruktur
    https://rolfrost.de/blankenhain.html

    Schönen Sontag!

      • Erfurt schreibt:

        1980 habe ich in Blankenhain geheiratet, der Bürgermeister hat uns getraut. In diesen Jahren war die Stadt, die damals nicht einmal 4000 Einwohner hatte, eine sehr lebendige Stadt. Das größte Unternehmen war damals der VEB Weimar Porzellan, es gab eine Einkaufstraße mit allen möglichen Geschäften, Spielwaren, Bekleidung, Haushaltwaren, Schreibwaren, Lebensmittel usw., das Krankenhaus und eine Poliklinik. Schulen gab es, Kindergärten, ein großes Freibad und natürlich gab es auch ein Kino! Im Schlosskeller gab es eine Diskothek, jährlich wurde das Lindenfest gefeiert, jeder hatte Arbeit und bezahlbaren Wohnraum.

        Diese ganze moderne Infrastruktur, die vielen Menschen eine glückliche Heimat gab, wurde nach 1989 vollständig zerstört, die Stadt ist heute eine Geisterstadt. Ich rufe jeden einstigen DDR-Bürger dazu auf, einmal mehr darüber nachzudenken und auch aufzuschreiben, was wir in der DDR alles hatten und wie gut versorgt wir gewesen sind.

        Herzliche Grüße!

      • sascha313 schreibt:

        Danke! Das ist eine erschütternde Tatsache, deren sich jüngere Leute nicht bewußt sind… es gibt kaum noch irgendwelche lebendigen Anzeichen für das bisherige rege Leben in jeder Kleinstadt und nur wenige Bücher. Sicher lagern in den Archiven massenhaft Bilder aus jener Zeit doch die derzeit herrschenden antikommunistischen Machthaber in den Städten und Gemeinden haben nicht das geringste Interesse daran, daß die Bürger erfahren, was einst Eigentum des Volkes war. Warum auch! Umso besser läßt sich jede neugebaute Umgehungsstraße, jedes neurestaurierte private Schloß (das in der DDR einst Kinderheim war) als eigener Erfolg vorführen…

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