Nikaragua (1980): Eine Seuche aus Fort Detrick…

nikaraAuf der mittelamerikanischen Landenge tobt ein unerklärter Krieg. Schwerbewaffnete Banden überqueren den Rio Coco südwärts, Schnellboote ohne Kennzeichen beschießen Öltanks in den nikaraguanischen Häfen, Kaffee-Ernten gehen in Flammen auf, Dorbewohner werden massakriert. Der USA-Präsident kam ins Stottern, als man ihn befragte, wer diese „verdeckten“ Operationen veranlaßt habe: „Ja, nein, wir untersützen sie, die – oh, warten Sie einen Augenblick, es tut mir leid … Ja, also das ist eine Angelegenheit, die Interessen der nationalen Sicherheit berührt, ich – ich möchte das nicht kommentieren.“ Das Buch der drei DDR-Autoren deckte die Verbrechen des USA-Imperialismus in Mittelamerika auf. Das Verbrechensregister ist lang…

Ein geplanter Massenmord

Ein weiteres Angriffsziel ist das Gesundheitswesen. In den 4 Jah­ren von 1982 bis 1985 haben die Contras 48 Sanitätszentren und eins der 5 neuen Krankenhäuser zerstört, und das in einem Land, das früher keine kostenlose medizinische Betreuung für _die Be­völkerung gekannt hat. Die unablässigen Angriffe der Banden er­zwangen überdies, daß 3000 Sanitäter aus dem Zivildienst ge­nommen und mobilisiert werden mußten – ein großes Erschwer­nis für die medizinische Versorgung der Bevölkerung.

Eine Schreckensnachricht

Aber damit nicht genug. Im September 1985 kam aus dem Ge­sundheitsministerium in Managua die Schreckensnachricht: In Nikaragua breitet sich eine Epidemie aus. Vor allem die nordwestlich von Managua gelegenen Städte León und Chinandega hatten in den Wochen zuvor immer neue Fälle einer Krankheit mit unklarem Erscheinungsbild gemeldet. Die Betroffenen klagten über Durchfall, Erbrechen, Fieber, Kopf­ und Muskelschmerzen. Die Epidemologen des Ministeriums über­zeugten sich an Ort und Stelle von den Symptomen und kamen zu dem Schluß: In beiden Städten ist das Denguefieber ausge­brochen.

Die biologische Kriegsführung der USA

Am 28. September erklärte Präsident Daniel Örtega bei einem Treffen mit Mitarbeitern des Gesundheitswesens, es bestehe der ernste Verdacht, daß Nikaragua Opfer einer biologischen Krieg­führung geworden sei. Zu diesem Zeitpunkt waren schon etwa eine halbe Million Nikaraguaner erkrankt, also jeder sechste.

Ein immenser Schaden

Der ökonomische Schaden nahm riesige Ausmaße an: Viele Menschen blieben wochenlang arbeitsunfähig, Dutzende starben an der Krankheit. Auch der Personalbestand der Armee verrin­gerte sich. 20.000 freiwillige Helfer waren Tag und Nacht im Ein­satz, um die Überträgermücke Aädes aegypti zu bekämpfen. Die Medikamente mußten auf Umwegen importiert werden, weil pharmazeutische Firmen in den USA wegen des totalen Wirt­schaftsembargos nicht an Nikaragua lieferten.

Verbrecherische Angriffe der USA mit Biowaffen

Zur gleichen Zeit meldete das Landwirtschaftsministerium, daß über die Hälfte der Baumwollplantagen im Westteil des Landes von einer Seuche befallen ist und die Ernte vernichtet werden muß. Der Erreger Xantonoma war bislang in Nikaragua unbe­kunnt.
Die Ereignisse erinnern stark an Vorgänge in Kuba zu Beginn der achtziger Jahre: Damals brachen dort Seuchen aus, von de­nen Menschen, Tiere oder Pflanzen befallen wurden, und zwar fast zur gleichen Zeit. Im November 1979.war das erste Auftreten von Blauschimmel in den Tabakplantagen gemeldet worden, An­fang 1980 breitete sich die afrikanische Schweinepest aus. Kurze Zeit später erschien der Blauschimmel in den Zuckerrohrfeldern. Ab Anfang 1981 wurde Kuba vom Denguefieber heimgesucht. Im September 1981 kamen blutende Bindehautentzündungen hinzu, die ebenfalls epidemische Ausmaße annahmen.

Ein tödliches Planspiel

Wie die Mücke Aëdes aegypti nach Nikaragua gelangte, ist un­bekannt. Man weiß aber, daß in den USA seit Mitte der fünfziger Jahre mit diesem krankheitsübertragenden Insekt experimentiert wird. In Fort Detrick, dem Forschungszentrum und Hauptlager für biologische und chemische Kampfmittel, wurden damals täglich eine halbe Million Mücken gezüchtet. Ein Planspiel sah vor, sie mit Gelbfieber zu infizieren und von Flugzeugen oder Sergeant-Raketen über dem Territorium der Sowjetunion ausstreuen zu las­sen. In Korea zu Beginn der fünfziger und in Vietnam am Ende der sechziger Jahre wurden Methoden der biologischen Krieg­führung von USA-Truppen praktisch erprobt.

Laufpaß für die Giftmischer

Am 5. Juli 1983 erhielten 3 hochrangige Diplomaten aus den USA in Managua die Aufforderung, das Land unverzüglich zu verlas­sen. Langley stand Kopf. Mit einem Schlag verlor die CIA ihre zentralen Figuren auf dem nikaraguanischen Schachbrett: den König David Noble Greig, die Dame Ermila Loreta Rodriguez und die Läuferin Linda Pfeifel.

Charmant und doch kriminell…

Greig wirkte offiziell als Erster Sekretär der Botschaft und in­tern als COS. Er führte das Netz von mehr als 100 Agenten im ganzen Land. Frau Rodriguez, getarnt mit dem Status des Zwei­ten Sekretärs, war der DCOS (Deputy Chief of Station, stellver­tretender Stationschef). Sie galt als Geheimwaffe besonders im Umgang mit bürgerlichen Feinden der Sandinisten und mit Opponenten in Regierungsämtern. Linda Pfeifel, Leiterin der Politisehen Abteilung, charmant wie eine Hoteldirectrice in Las Vegas, war eine von weiteren 25 CIA-Mitarbeitern in der Botschaft. Sie kümmerte sich mehr um den Kleinkram, zum Beispiel um die Einfuhr von Ausrüstungsgegenständen im Diplomatengepäck.

Das Attentat ist geplatzt

Anlaß zu der aufsehenerregenden Ausweisung dieser 3 CIA-Diplomaten gab eine Flasche französischen Benediktinerlikörs, der den nikaraguanischen Sicherheitsbehörden in die Hände fiel. Der Inhalt war mit einer Dosis Thallium versetzt. Die Mixtur sollte eine nikaraguanische Mitarbeiterin des Außenrninisteriums ihrem Chef Miguel D’Escoto einschenken. Wenn sie das getan hätte, wäre die Gesundheit des Außenministers ruiniert gewesen, und Marlene Moncada – so der Name der vermeintlich im Dienst der CIA stehenden jungen Nikaraguanerin – hätte auf einem Aus­landskonto 5.000 Dollar empfangen.

Eine Kundschafterin der Sandinisten

Der scheinbar sorgfältig gewebte Attentatsplan wies einen gro­ben Fehler auf: Marlene Moncada arbeitete in Wirklichkeit nicht für die CIA, sondern für die nikaraguanische Spionageabwehr. In Tegucigalpa hatte sie sich von der rührigen Mannschaft des dor­tigen USA-Botschafters und COS, John Negroponte, anwerben lassen. Sie überstand mehrere Tests mit dem Lügendetektor und monatelange Belehrungen, daß der Priester Miguel D’Escoto die Katholiken verriet und sich „von den Kommunisten für ihre Zwecke einspannen und hochhieven“ ließ. William Caseys Fachleute vor Ort hatten Marlene Moncada auch das Handwerkliche beigebracht: das Entschlüsseln von Ge­heimschriften, den Umgang mit Transistorensendern, das lnstal­lieren von Abhörgeräten und die Benutzung von toten Briefkästen.

Ein giftiger Cocktail

Zurückgekehrt nach Managua, entnahm die junge Frau am 31. Mai 1983 einem solchen Versteck in einem kleinen Park nahe dem Restaurant Aragon in Managua die Flasche Benediktiner. Dieses entscheidende Beweisstück für den Attentatsplan brachte sie dem Sicherheitsstab beim Ministerium des Innern. Die Laborun­tersuchung ergab, daß das Getränk zumindest die körperlichen und geistigen Kräfte schwer beeinträchtigt, wahrscheinlicher aber den Tod des Opfers herbeigeführt hätte. COS Greig und seine beiden Mitarbeiter verdankten es ihrem Diplomatenstatus, daß sie noch 24 Stunden fürs Packen bekamen.

Giftmischer

Im September 1981 flog eine Verschwörergruppe auf, die einem koordinierten Angriff gleich mehrere Regierungsmitglieder ermorden sollte. Während der erwarteten Verwirrung hoffte man, eine Übergangsregierung aus rechten bürgerlichen Kräften ausrufen zu können.

Höchste Wachsamkeit…

Zum Plan „M 82“, 2 Jahre später, gehörte der Einsatz eines Killerkommandos, das Daniel Ortega und Miguel D’Escoto beseitigen sollte. Seither weiß man in Nikaragua, daß höchste Wachsamkeit geboten ist. Denn die CIA hat viele Polypenarme und eine erstaunliche Fähigkeit, ihre Niederlagen zu vergessen.

Quelle:
Hannes Bahrmann/Peters Jacobs/Christoph Links: „Killerkommando – Schwarzbuch CIA und Contras“. nl-konkret – 77, Verlag Neues Leben, Berlin 1986, S.89-92. (Zwischenüberschriften eingefügt. – N.G.)

Nach der Konterrevolution 1989 hat sich auch in Nikaragua die Situation drastisch verändert. Auch hier gab es Verräter, Saboteure und willige Handlanger des Imperialismus. Auch in Nikaragua konnten sich Mitglieder der Regierung auf Kosten des nikaraguanischen Volkes bereichern. Zu denen gehörte auch der ehemalige Präsident Daniel Ortega. Auch er war ein Verräter.

Siehe: Das Ortega-Kartell und der Verrat der Sandinistischen Revolution


lll

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9 Antworten zu Nikaragua (1980): Eine Seuche aus Fort Detrick…

  1. roprin schreibt:

    …und die Mehrheit der Menschen rennt dem Geld / Konsum hinterher. Da buddelt einer einen Stein aus und sagt: „Dieser Stein ist wertvoll.“ – schon will ihn jederman haben. Welch Unsinn! Wozu braucht man Edelsteine, wozu Gold und Reichtum?
    Die Oligarchen Rußlands und Chinas (früher waren einige von ihnen „Funktionäre“ der Kommunistischen Partei) bestimmen die Politik dieser Länder. Lenin und MaoTse Tung geraten in Vergessenheit. Es ist beschämend.
    Frieden und Freundschaft sind das höchste Gut der Menschen.

    • sascha313 schreibt:

      Ja, das ist zwar richtig, daß Menschen dem Geld hinterherrennen – die einen tun’s, weil sie leben müssen, die anderen, weil man ihnen die Hoffnung versprochen hat, daß sie auch einmal sehr reich werden können. Während das erste eine Notlage ist, ist das zweite bestenfalls Leichtgläubigkeit. Denn im zweiten Fall gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder man bereichert sich auf Kosten anderer durch Ausbeutung fremder Arbeitskraft und wird irgendwann kriminell oder man arbeitet, beutet sich selber bis an die die Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit aus – und wird doch niemals so reich, daß man ohne Arbeit bis zur Rente leben kann. (Die Rente ist übrigens auch keine Selbstverständlichkeit… sie wurde den Kapitalisten in harten Klassenkämpfen abgetrotzt!)

      Und dann gibt es noch die Korruption – das sind diejenigen, die auf Seiten der Ausbeuterklasse stehen und durch Verrat an der werktätigen Klasse ganz bequem durch Leben kommen (jedenfalls solange der Kapitalismus existiert).

      • roprin schreibt:

        Vollkommen in Ordnung, Sascha. Ich habe jedoch einen Schritt weiter gedacht: die Schaffung einer neuen Gesellschaftsordnung, des Kommunismus. Und damit die Abschaffung der Macht, die durch Geld erkauft wird – Reichtum als das Leben selbst.

      • sascha313 schreibt:

        ..natürlich ist es richtig, weiterzudenken. Doch man muß den Menschen erklären, was Kommunismus ist. Die DDR ist vorbei – Staub und Asche. Doch der Kommunismus ist (und war es immer!) eine gerechte Sache, man muß es nur richtig anfassen. Daß dies möglich ist, wurde millionenfach bewiesen. Nur man muß sich aber auch an die Spielregeln halten und die Störer und Spielverderber ein für allemal aus der Sache heraushalten. Das wird nicht leicht sein. Dazu braucht man Wissen, Geduld und Härte (will sagen: Standhaftigkeit und Konsequenz)…

    • Erfurt schreibt:

      Marx versteht unter Mehrheit die Arbeiterklasse, das Proletariat. Rennt das Proletariat dem Geld hinterher? Nein, vielmehr folgt es dem Kapital weil ihm, solange es den Kapitalismus nicht beseitigt hat, nichts weiter übrigbleibt!

      MFG

  2. Wolfgang Schneider schreibt:

    Sind mit den ausgegrabenen Steinen Goldnuggets gemeint? Gold ist und war schon immer ein zuverlässiger Wertspeicher. Dazu möchte ich anmerken, daß knapp 50% der Goldbarren der dt. Bundesbank im Ausland gelagert sind. 1.236t angeblich in den Kellern der Federal Reserve im bankrotten Amerika und 432t in London im bankrotten Großbritannien. Ohne Zugriffsrecht oder Inspektionsrecht für Bundesbank oder Finanzministerium, was die Barren in New York angeht. Diese. 1.236t+432t sind Volksvermögen, die Bundesbank verwaltet es nur. Sie gehören uns allen, und vielleicht kann der Betreiber der Seite mal was dazu bringen, wie der Bundesrechnungshof die Bundesbank und die Regierung gerügt hat, daß keine regelmäßigen Inventuren der Goldbestände erfolgen. Jeder der eine Würstchenbude hat, ist lt. Gesetz dazu verpflichtet. Auch die Bundesbank. In der Theorie. In Wahrheit haben unsere ReGIERenden das deutsche Land und Volk auf Gedeih und Verderb dem anglo-amerikanischen Kraken ausgeliefert, der immer noch die Welt mit seinen Fangarmen zu erwürgen droht, dem aber – http://www.usdebtclock.org – so allmählich die Puste ausgeht.

    • roprin schreibt:

      Haben Sie schon mal vom Gold ein Stück gegessen, um satt zu werden?

    • sascha313 schreibt:

      Es ist völlig richtig, daß diese Goldvorräte in den USA und Großbritannien eingebunkert sind. Aber das ist nicht der Hauptgrund. Der westliche Grund für die Abhängigkeit der BRD und anderer, weniger leistungsfähiger Länder vom USA-Imperialismus ist die Kreditabhängigkeit. Gehen wir hier abschweifend vom Thema einmal kurz darauf ein:

      Der Kapitalexport aus den USA nach Europa, insbesondere nach Deutschland, begann mit der Herausbildung und Entwicklung des Monopolkapitalismus, mit der Konzentration des Kapitals und der Produktion. Einige wenige Großbanken nahmen eine beherrschende Stellung ein. Neue Industriestaaten rückten in die Reihe der führenden kapitalistischen Länder auf: USA, Deutschland, Japan. In allen bedeutenden kapitalistischen Staaten hatten um die Jahrhundertwende vom 19. um 20. Jahrhundert die Indsutrie- und Bankmonopole beherrschenden Einfluß erlangt. Nach einer gescheiterten Kolonialpolitik und dem verlorenen Krieg 1918 mußte sich Deutschland dem Diktat der Versailler Vertrages beugen und geriet zunehmend unter Abhängigkeit des USA-Imperialismus.

      Führende Gruppen der deutschen Monopole und rechte Führer der Sozialdemokratie und Gewerkschaften priesen diesen Vorstoß des amerikanischen Imperialismus als „aufgehende Dollarsonne“, deren „Strahlen die deutsche Wirtschaft dauerhaft beleben“ würden. Das setzte sich fort bis zum Marshallplan. Die deutsche Kreditabhängigkeit nahm beständig zu. Vielleicht ist es ein böser Trick, sich die Goldvoräte anderer Länder anzueignen, indem man sich als deren Treuhänder anbietet. In der allgemeinen Krise des Kapitalismus wurde die Goldwährung in allen kapitalistischen Länden durch Papierwährung ersetzt.

      Schon vor Ende des 2. Weltkriegs, 1944, konnten die USA auf einer Währungskoferenz in Bretton Woods eine Regelung der Währungsbeziehungen zwischen den kapitalistischen Ländern erzielen, die die Vormachstellung des Dollars festigte. Das Rezept war wieder das alte: eine Weltbank und ein „Internatioanler Währungsfond“ in Washington.. Die beteiligten Staaten zahlten Gold in den IWF. Aus diesem werden nach wie vor die erforderlichen Ausgleichszahlungen vorgenommen – und die USA können sich „je nach Zeitumständen“ an die Lage anpassen, d.h. über den IWF den beteiligten Ländern ihre Maßnahmen diktieren. Der Goldstandard war längst abgeschafft.

      In der DDR gab es zur Sicherung der Stabilität der Währung natürlich auch bedeutende Goldvorräte. Diese wurden 1990 aus den Staatsbanken der DDR weggebracht. Die Sicherung der Stabilität der Währung durch Waren in den Händen des Staates, die zu festen Preisen umgesetzt werden, ist nur bei einer sozialistischen Währung möglich. Aber das ist jetzt ein anderes Thema…

  3. Weber Johann schreibt:

    Bei der ganzen Golddiskussion darf man das Thema Reparationszahlungen nicht vergessen.
    Ich zitiere zwei Meldungen aus der DDR-Presse, die so nicht in den Alt-BRD-Systemmedien, zu dieser Zeit, zu finden sind.

    In der Ost-CDU-Zeitung „Neue Zeit“ eine kurz Meldung vom 26. Mai 1950:

    „Die Goldbeute der USA in Deutschland
     Washington (DPA). Die USA-Streitkräfte erbeuteten bei ihrem Einmarsch in Deutschland Goldbestände im Werte von 250 bis 300 Millionen Dollar. Der frühere Militärgouverneur in Deutschland, General Clay, gab vor einem Kongreßausschuß bekannt, daß die erbeuteten Goldbestände unter 16 Nationen aufgeteilt worden sein, die Reparationen von Deutschland beanspruchten, Die Sowjetunion sei dabei nicht berücksichtigt worden.“

    Im „Neues Deutschland“ vom 17. Juni 1950 ist aus einem längeren Artikel folgender wichtiger Tatbestand zu entnehmen:

    „USA unterschlagen 12 Milliarden Dollar Westreparationen
    Deutsches Wirtschaftsinstitut entlarvt Raubzug der amerikanischen Imperialisten
    [..] In Wirklichkeit dürften die Vereinigten Staaten 40 bis 50 Prozent, wenn nicht mehr, von den westdeutschen Reparationsleistungen erhalten haben.
    Diese riesigen amerikanischen Reparationsgewinne sind offener Raub. Sie dienten dazu, den Einfluß der Vereinigten Staaten auf die deutsche Wirtschaft zu befestigen und die Macht der amerikanischen Trusts auf Kosten des deutschen Volkes gewaltig zu erhöhen.[..]“

    Anmerkung: Stalin hatte mit einer Reparationsforderung von 10 Milliarden US-Dollar auf nur 10% der Gesamtschäden bestanden, die Nazi-Deutschland in der Sowjetunion an Verwüstung hinterlassen hatten. Für diese Reparationsschuld von 10 Milliarden US-Dollar mussten ausschließlich die Menschen in der DDR aufkommen.

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