Der Kampf der Systeme und der Mißbrauch der Wissenschaft

wissbetrugWenn man sich heute den Zustand der bürgerlichen Wissenschaft ansieht, so fällt auf, daß viele Wissenschaftler, die bisher relativ ungestört ihrer Beschäftigung nachgehen konnten, zunehmend in Bedrängnis geraten, und darüber offenbar mit ihrem eigenen Gewissen in Konflikt kommen. Es ist eine herbe Erfahrung, nunmehr feststellen zu müssen, daß der Staat völlig andere Interessen vertritt, als eine objektive, dem gesellschaftlichen Fortschritt dienende Wissenschaft zu unterstützen. Schon immer gab es im Kapitalismus den Wissenschaftsbetrug. Schon immer waren Wissenschaftler bereit, für ein großzügiges Honorar gewissermaßen „ihre Seele zu verkaufen“, und wider besseres Wissens falsche und wissenschaftfeindliche Theorien zu verbreiten. Doch nun, angesichts der sich verschärfenden Brutalität und der menschenverachtenden Maßnahmen der Regierungen im Corona-Regime und der Einschränkung sämtlicher bürgerlicher Freiheiten tritt nun auch der Hauptwiderspruch des Kapitalismus immer deutlicher zutage.

1. Ein geschichtlicher Rückblick

Um die Zusammenhänge besser zu verstehen, blicken wir zurück in die Geschichte. Und zwar nicht erst auf das Jahr 1990 sondern über ein halbes Jahrhundert weiter. Als der weiter unten folgende Text geschrieben wurde, gab es das sozialistische Weltsystem noch. Zwischen Sozialismus und Kapitalismus gab es einen erbitterten Wettkampf, der alles andere war, als ein sportlicher Leistungsvergleich. Mit Betrug, Wirtschaftssabotage und hinterhältigen Blockaden versuchte der Kapitalismus die Entwicklung des konkurrierenden Sozialismus aufzuhalten. Gleichzeitig verschärfte sich die Ausbeutung der Arbeiterklasse in den kapitalistischen Ländern, und nicht nur die Entwicklungsländer gerieten immer mehr in die Abhängigkeit der finanzkräftigen imperialistischen Mächte. Kapitalexport in die ärmeren Länder und wachsende Aufrüstung in den USA nahmen zu, und die ständige Kriegsgefahr nötigte der UdSSR hohe Ausgaben für die Landesverteidigung auf.

Warum haben sich die USA am ersten Weltkrieg beteiligt?

Dafür gibt es einen ganz einfachen Grund: Der deutsche Großindustrielle Edmund Hugo Stinnes bemerkte in einem Privatbrief im Juni 1931, daß einer der Hauptgründe für den Eintritt der USA in den Weltkrieg die Verschuldung der Entente an Wallstreet gewesen sei. „Ich kenne genau höchst interessante Einzelheiten hierüber und weiß, daß J.P. Morgan vor dem Zusammenbruch stand, wenn seine Guthaben in Frankreich und England nicht durch den Eintritt der USA in den Weltkrieg gutgemacht wurden…“

Warum war die Sowjetunion stets für den Frieden?

Bereits 1917 hatte die Sowjetunion durch das „Dekret über den Frieden“ bekräftigt, daß sie jegliche Kriegsabenteuer ablehnt. So war es auch kein Zufall, sondern die Konsequenz einer von Anfang an betriebenen Politik, daß die Sowjetunion an der Spitze all jener Kräfte steht stand, die für den Frieden in der Welt kämpften. Es gab also in der sowjetischen Außenpolitik nur eine Tendenz, die Tendenz des Friedens. Das konnte auch nicht anders sein, denn gab es nach den bitteren Jahren der Interventionskriege (1918-1920) und später nach dem Überfall des faschistischen Deutschland, dem Völkermord und den Verwüstungen durch die deutschen Faschisten gab es in der Sowjet­union nicht einen einzigen Menschen, der an einem Krieg hatte interessiert sein können.

Die sowjetische Politik der friedlichen Koexistenz

Nach dem Sieg der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution im Jahre 1917 und dem Ende der Interventionskriege hatte Stalin 1927 erklärt:

„Ich glaube, daß das Bestehen zweier entgegengesetzter Systeme – des kapitalistischen Systems und des sozialistischen Systems – die Möglich­keit solcher Abkommen nicht ausschließt. Ich glaube, daß solche Ab­kommen in einer Zeit der friedlichen Entwicklung möglich und zweck­mäßig sind.“ [1]

Ziel der Sowjetunion: Friedlicher Aufbau der Wirtschaft.

Das deutsche Institut für Konjunkturforschung hatte 1930 eine kleine, aber charakteristische Tabelle [2] herausgegeben, die das Vorhandensein der kapitalistischen Krise sehr deutlich veranschaulichte. Diese Tabelle besagt vor allem, daß die USA, Deutschland und Polen eine scharf ausgeprägte Kriese der industriellen Großproduktion durchmachten. Und sie besagt insbesondere, daß es von allen Ländern der Welt lediglich die UdSSR war, wo ein stürmische Aufstieg der Großindustrie vor sich ging. Und zwar war das Produktionsniveau im ersten Quartal  1930 mehr als doppelt so hoch wie das Niveau von1927. Gibt es einen besseren Beweis für die überlegene Wirtschaftskraft des Sozialismus?

Tabelle Stalin 12-211

Fortsetzung der rasanten Entwicklung des Sozialismus nach 1945

Die Sowjetunion hat nicht nur ein den Jahren von 1927 bis 1930, sondern auch nach 1945 in überragender Weise bewiesen, daß der Sozialismus eine vitale, humanistische und historisch überlegene Gesellschaftsordnung ist. Davon zeugen beispielsweise die Kennziffern der Industrieproduktion der Jahre 1945-1950 (hier im Vergleich zu den USA) [3]:

USA-UdSSR

Auf der Seite der USA: Stagnation, 1946 und 1949 bedeutende Rückwärtsentwicklung, der an sich unbedeutende Aufschwung von 1950 kennzeichnender­weise lediglich infolge der „Geschäftsbelebung“ durch den Koreakrieg.

Auf der Seite der Sowjetunion: planmäßiger und rascher Aufstieg, der die Entwicklung der vorangegangenen Jahre fortsetzt und der sich in der Zukunft immer rascher und imponierender fortsetzen wird. Wenn man bedenkt, daß in den USA während des 2. Weltkriegs nicht eine einzige Bombe gefallen ist, während in der Sowjetunion jedoch durch den Krieg 20,6 Millionen Menschen [4] ums Leben kamen und wirtschaftliche Schäden in Höhe von 485 Mil­liarden Dollar entstanden waren. (als Vergleichsmaßstab nennen wir das Gesamtjahreseinkommen des Volkes der USA: 167 Milliarden Dollar) [5]

Geschichte 9-238

[1]  J. Stalin: „Unterredung mit der ersten amerikanischen Arbeiterdelegation (9. September 1927)“. In: J. Stalin, Werke, Bd. 10, Dietz Verlag Berlin, 1953, S.107.
[2]  J. Stalin: „Politischer Rechenschaftsbericht an den XVI.Parteitag der KPdSU. (27. Juni 1930)“. In: J. Stalin, Werke Bd.12, Dietz Verlag Berlin, 1954, S.211.
[3] Kusminow: „Stetiger Aufschwung der Volkswirtschaft der UdSSR – ein Gesetz des Sozialismus“. In: „Neue Welt“, Heft 20, Berlin 1951, S.46 u. 47.
[4] Geschichte, Klasse 9, Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin, 1978, S.238.
[5] „Die Bilanz der Krieges“, Salzburger Tagblatt, 17. Juni 1948.

Wir haben den folgenden Text in 15 Abschnitte unterteilt, um deutlich zu machen, wie der Imperialismus im Interesse des Profits Zug um Zug seine verbrecherischen Ziele durchsetzt.

2. Der Mißbrauch der Wissenschaft

Ausgangssituation 1968

Die Monopolbourgeoisie der hochentwickelten staatsmonopolistischen Länder konnte angesichts der Rolle, die die schnelle Entwicklung der Produktivkräfte für das Bestehen im Konkurrenzkampf zwischen den imperialistischen Staaten und mehr noch angesichts des Wettbewerbs zwischen Kapitalismus und Sozialismus spielt, nicht umhin, den gesell­schaftlichen Reproduktionsprozeß mit dem größtmöglichen Einsatz wissenschaftlicher Mittel und Kapazitäten zu bewältigen. Sie beauftragte deshalb eine wachsende Zahl von Wissenschaftlern und Ideologen mit der Erforschung konkreter Prozesse in den verschiedensten gesell­schaftlichen Bereichen sowohl des eigenen Landes als auch des Aus­lands (Vergleichsstudien in anderen imperialistischen Staaten),


1. Wissenschaftler sollen Auswege aus der Krise suchen

Die Absicht dabei war durchaus, stichhaltige Fakten und wissenschaftlich exakte Unterlagen zu erhalten. Sie sollten der Monopolbourgeoisie, ihren staatlichen und halbstaatlichen Planungsstäben allerdings aus­schließlich dazu dienen, möglichst rechtzeitig für sie ungünstige Ent­wicklungen, sich anbahnende ökonomische, politische, soziale oder auch ideologische Konflikte zu erkennen und vorbeugende oder ent­schärfende, d.h. systemstabilisierende Gegenmaßnahmen treffen zu können.

2. „Zukunftsforscher“ unterbreiten ihre Vorschläge

Ferner wurden Hinweise erwartet, wie das staatsmonopoli­stische System perfektioniert und seine Entwicklung vorangetrieben, wie Entwicklungsschwierigkeiten und Widersprüche in sozialistischen, neutralen oder noch weitgehend vorn Imperialismus abhängigen Län­dern zur Stärkung der eigenen Position und zur Konkretisierung außenpolitischer strategischer und taktischer Konzeptionen ausgenutzt werden können.

3. Bürgerliche Ideologie anstelle von Wissenschaft

Da hierfür nicht nur Natur- und technische Wissenschaften mit Ein­schluß der Mathematik, Statistik oder Kybernetik benötigt wurden, sondern auch zunehmend ausgesprochene Gesellschaftswissenschaften, die im Imperialismus als Sozial- oder Geisteswissenschaften jedoch immanente Bestandteile der bürgerlichen, ihrem Wesen nach unwissen­schaftlichen Ideologie sind, mußten sich mit Notwendigkeit bestimmte Gebiete und Disziplinen der imperialistischen Ideologie „verwissen­schaftlichen“, um als Produktivkraft wirken zu können.

4. Wissenschaftler werden gekauft und benutzt

Dieser Prozeß der relativen Trennung von Ideologiefunktion und praktisch-wissenschaftlicher Funktion, dessen Anfänge weit in die Geschichte des Kapitalismus zurückreichen, verläuft unter den Bedin­gungen antagonistischer Klassenverhältnisse und angesichts des Strebens der Monopolbourgeoisie, ihr Herrschafts- und Profitsystem im Kampf gegen den gesamtgesellschaftlichen Fortschrltt zu konser­vieren, äußerst widersprüchlich und für den einzelnen Ideologen oder Wissenschaftler äußerst qualvoll.

5. Es kommt darauf an, die Menschen zu verwirren…

Weil die Ideologiefunktion dabei absolut im Vordergrund steht, muß sich ihr die praktisch-wissenschaft­liche Funktion, die ohnehin nur in begrenzten Bereichen wirksam wird, unterordnen. Die objektive Unverträglichkeit dieser beiden Funktionen ist ein Problem, mit dem der staatsmonopolistische Kapitalismus nicht fertig werden kann. Obwohl sich die Monopolbourgeoisie von solchen wissenschaftlichen Untersuchungen eine bessere Fundierung ihrer Herrschaft und ihrer Pläne verspricht und z.T. auch erreicht, ist sie sich der latenten Gefährlichkeit dieser Forschungen für sich selbst und ihre eigenen aggressiv­-reaktionären Ambitionen sehr wohl bewußt.

6. Ehrliche Wissenschaftler leben gefährlich

Die Gefahren für sie bestehen darin, daß die vorgelegten Resultate ganz oder wenigstens partiell ein realistisches Bild der tatsächlichen Lage und Entwicklungstendenzen im jeweiligen Bereich vermitteln können und damit einerseits implizit entweder die Verfehltheit der bisherigen Politik oder überhaupt die Unmöglichkeit der Erreichung der gesteckten Ziele nachweisen, andererseits aber auch den antimonopolistischen Kräften zur wissen­schaftlichen Begründung demokratischer Alternativkonzeptionen zu dienen vermögen.

7. Innere Konflikte, Opportunismus und Wissenschaftsbetrug

In der Tat kann festgestellt werden, daß eine immer größere Zahl von bürgerlichen Ideologen und Wissenschaftlern bei der Untersuchung bestimmter Prozesse und Probleme in Ökonomie und Politik, im Rechts­- und Sozialwesen sowie in der Infrastruktur mit ihren eigenen ideolo­gischen Prämissen und mit dem ihnen vorgegebenen ideologischen Auftrag in Konflikt gerät.

E. Albrecht stellt in diesem Zusammenhang fest: .,Bürgerliche Ökonomen und Soziologen leisten eine sehr umfang­reiche und systematische Forschungsarbeit, um die neuen Anforderun­gen, die sich aus der wissenschaftlich-technischen Revolution für die industrielle Führungstätigkeit ergeben, zu erfassen und theoretisch zu verallgemeinern. Dabei werden manchmal Einsichten und Erkenntnisse hervorgebracht, die im Widerspruch zur politischen Propaganda der Monopolbourgeoisie stehen, die, wenn sie konsequent zu Ende gedacht werden, den politischen Interessen der Monopolbourgeoisie wider­sprechen.“ [56]

8. Aufkommende Zweifel…

Unter dem Motto einer angeblich wertfreien, ideologiefreien For­schung gelangen vielfach Ideologen und Wissenschaftler zu wissen­schaftlichen Resultaten, die die zunächst gehegte Überzeugung, daß das staatsmonopolistische System das „beste aller möglichen“ sei, erschüttern, die die Grenzen dieses Systems offenbaren und die des öfteren bereits zu Schlußfolgerungen geführt haben, die in die Richtung der Zurückdrängung der Monopole, der Demokratisierung der gesell­schaftlichen Verhältnisse, der Einschränkung der „freien Marktwirt­schaft“ usw. weisen.

9. Die gekaufte Wissenschaft

Mit solchen Resultaten ist der Monopolbourgeoisie allerdings nicht gedient. Sie versprach sich von diesen Forschungen eine Festigung ihrer Position, nicht aber den Nachweis, daß die modernen Produktiv­kräfte einer anderen gesellschaftlichen Organisation bedürfen, als sie das staatsmonopolistische System bieten kann.

10. Abweichler, Kritiker und Querdenker

Natürlich werden nur selten – vor allem kaum von Ideologen und Wissenschaftlern, die fest an Regierungs- oder Monopolaufträge gebunden sind – solche weitgehenden Schlußfolgerungen gezogen, denn es handelt sich ja um bürgerliche Intellektuelle, die sich zu nächst Lösungen im Rahmen der gegebenen Gesellschaftsordnung erhoffen und vor anderen Alter­nativen zurückschrecken. Aber sie geraten doch in Widersprüche, werden zu weltanschaulich relevanten, von der imperialistischen Ideologie abweichenden oder ihr widersprechenden Überlegungen gedrängt und erfüllen nicht oder nur unzureichend den Klassenauftrag der Monopole. Dafür gibt es bereits eine Fülle von Beispielen. [57]

11. Die Wirtschaftlobbyisten in der Politik

So mußte z.B. der wissenschaftliche Beirat beim Bundeswirtschaftsministerium in einem Gutachten zur Frage des Zusammenwirkens staatlicher und nichtstaatlicher Kräfte zugeben, daß die Unternehmerverbände wesentlichen Einfluß auf die Tätigkeit des Staatsapparates, auf die Gesetzgebung usw. ausüben.

12. Der zunehmende Interessenkonflikt

Um diesem Einfluß zu begegnen oder ihn zumindest erst einmal sichtbar zu machen, forderte das Gut­achten öffentliche Vernehmungen der Verbandsvertreter durch Bun­destagsausschüsse und die Veröffentlichung des vollständigen Protokolls. Ferner soll die Bonner Regierung Auskunft darüber geben, wie die Verbände im einzelnen Einfluß auf die Gesetzentwürfe nehmen, und sie soll bessere Informationsmöglichkeiten für das Parlament schaffen, „um der Manipulierung durch die Interessenten begegnen zu können“. Das Gutachten dieser bürgerlichen Wissenschaftler deckte also einen Teil des staatsmonopolistischen Herrschaftsmechanismus auf und stellte Forderungen, die auch von der Arbeiterklasse und anderen demokra­tischen Kräften erhoben werden.

13. Objektivität ist nicht gefragt

Auch bei der sogenannten Konzentrations-Enquete, mit der sieben Wissenschaftler von der Bonner Regierung beauftragt worden waren, kam nicht das heraus, was sich die Monopolbourgeoisie erhofft hatte. Während sich die Wissenschaftler bemühten, die Probleme der Kon­zentration möglichst objektiv zu analysieren, und dabei einen hohen Konzentrationsgrad ermittelten, sollte nach dem Wunsch der Regierung der Konzentrationsgrad möglichst niedrig erscheinen, um die Forderungen antimonopolistischer Kräfte nach Maßnahmen gegen die wachsende Machtkonzentration der Monopole zu entkräften.

14. Das Gewissen regt sich…

Da sich die Wissenschaftler nicht zur Verfälschung der Tatsachen miß­brauchen lassen wollten, traten zunächst zwei Professoren unter Protest aus der Kommission aus und später auch die übrigen fünf.

15. Der Sachverständigenrat plaudert die Wahrheit aus…

Das Dilemma, in das die Monopolbourgeoisie in dieser Hinsicht zu­nehmend gerät, wird besonders anschaulich anhand der Vorgänge um den im Februar 1964 berufenen Sachverständigenrat zur Beurteilung der Wirtschaftspolitik der westdeutschen Regierung.

Erwartungen: Diese erwartete von dem fünfköpfigen Wissenschaftlergremium eine

      • Bestätigung ihrer Wirtschaftspolitik,
      • antigewerkschaftlich verwertbare Argumente für die Bonner Maßhaltepolitik,
      • eine Bagatellisierung der inflationistischen Tendenzen und
      • andere ideologisch brauchbare Rechtfertigungen ihrer aggressiven und unsozialen Politik.

Ergebnis: Die Berichte des Sachverständigen­rates versetzten jedoch Regierung und Monopole in große Unruhe; die Wissenschaftler wurden öffentlich abgekanzelt. Sie waren u.a. zu dem Ergebnis gekommen – und bei einer wissenschaftlichen Untersuchung konnte auch gar nichts anderes herauskommen –, daß

      • die Gewerk­schaften mit ihren Lohnforderungen Rücksicht auf die ökonomische Entwicklung genommen und
      • daher auch nicht, wie von der Monopol­polbourgeoisie behauptet worden war, übertriebene Lohnforderungen ge­stellt hatten.

Ferner mußten sie feststellen, daß

      • stabiles Preisniveau,
      • hoher Beschäftigungsgrad,
      • außenwirtschaftliches Gleichgewicht und
      • stetiges Wirtschaftswachstum nicht erreicht wurden und daß
      • insbesondere die inflationistischen Tendenzen nicht gebannt werden konnten.

Der Hauptwiderspruch des Kapitalismus

Aus dieser Sachlage zieht K.-H. Schwank folgende Schlußfolgerun­gen:

 „Bonner Politik und Ideologie einerseits und Streben nach realer Einschätzung andererseits vertragen sich offensichtlich nicht. In Er­füllung ihrer wirtschaftspolitischen Funktion kamen jene bürgerlichen Wirtschaftswissenschaftler ganz offenkundig in Gegensatz zur Erfüllung jener ideologischen Aufgaben, die ihnen ebenfalls von Bonner Seite gestellt worden waren…“ [58]
„Auch im Hinblick auf die Einbeziehung bürgerlicher Wirtschaftswissenschaftler erweisen sich die Mittel, zu denen die Monopolbourgeoisie heute greift, um ihr System zu festigen, nicht selten zugleich als Mittel, die objektiv dazu beitragen, die Labilität des Systems zu enthüllen und zu verstärken …
Zwar haben sich nicht wenige bürgerliche Professoren dem Bonner Regime verschrieben und bemühen sich, es ideologisch zu verteidigen, Vorschläge für seine Stabilisierung zu erarbeiten, andererseits aber wenden sich zugleich mehr und mehr bürgerliche Wissenschaftler gegen bestimmte Züge dieses Regimes … Je stärker sie sich jedoch um objektive Analysen bemühen, je mehr sie als Wissenschaftler handeln, um so stärker richtet sich vielfach ihre Aussage gegen den heutigen Imperialismus, um so mehr beziehen sie objektiv Positionen gegen dieses System.“ [59]

Der Hauptwiderspruch des Kapitalismus ist der Widerspruch zwischen gesellschaftlicher Produktion und privatkapitalistischer Aneignung der Ergebnisse der Produktion (Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit)

Wissenschaftliche Ergebnisse werden verheimlicht

Die Bedeutung dieser Prozesse für den Kampf gegen die geistige Manipulierung liegt auf der Hand, und sie werden auch von der Mono­polbourgeoisie besorgt registriert und zu stoppen versucht. Das ge­schieht u.a. dadurch, daß ihr nicht genehme Forschungsresultate in ihren Panzerschränken oder in denen der Monopolverbände geheim­gehalten werden, daß mit solchen Untersuchungen beauftragte Wissen­schaftler z.T. außerordentlich hoch dotiert, d.h. im Grunde bestochen werden.

Welche Alternative haben die Wissenschaftler?

Es geschieht auch dadurch, daß man mit wachsender Ein­dringlichkeit an ihr „politisches Bewußtsein“ appelliert und sie davon abhalten will, Erkenntnisse auszusprechen oder zu veröffentlichen, die von den progressiven Kräften zur Fundierung ihrer Forderungen auf­gegriffen werden könnten, daß man ihre Vorschläge pro forma akzep­tiert, um ihre Realisierung dann zu verschleppen. Nutzt alles nichts, so werden sie der Ungnade der Monopolbourgeoisie ausgeliefert, in der Presse verunglimpft, als „moralisierende Weltverbesserer“, „Utopi­sten“ oder gar als Werkzeuge eines vermeintlichen Feindes diffamiert.

Eine Chance für die fortschrittlichen Kräfte

Diese Versuche der Monopolbourgeoisie – die zwar das Aufkeimen und die Entwicklung realistischer, z.T. objektiv antimonopolistischer Auffassungen verzögern, aber nicht unterdrücken und schon gar nicht die solchen Vorgängen zugrunde liegenden Widersprüche lösen können – haben schon manchen Wissenschaftler und bürgerlichen Ideologen an die Seite der Friedenskräfte, der Gewerkschaften, der Arbeiter­klasse und ihrer Partei geführt. Nur wenn die demokratische Intelli­genz in einem engen und freundschaftlichen Bündnis mit der Arbeiter­klasse vereint ist, hat sie die Garantie, daß ihr humanistisches Anliegen umfassend verwirklicht wird, daß ihre Leistungen und Erkenntnisse nicht zu reaktionären Zwecken mißbraucht werden.

Welchen Vorteil hat das Bündnis mit der Arbeiterklasse?

Im gemeinsamen Kampf um die Durchsetzung progressiver Forde­rungen werden die Wissenschaftler es auch leichter haben, sich von bestimmten Vorurteilen und illusionären Vorstellungen zu trennen, wenn sie sich im praktischen Ringen um Frieden, Demokratie und gesell­schaftlichen Fortschritt von der Haltlosigkeit ihrer Vorurteile über­zeugen und wenn sie die Tragfähigkeit ihrer Vorstellungen an der Wirklichkeit überprüfen können.

Weshalb muß die Arbeiterklasse die Erkenntnisse der bürgerlichen Wissenschaft nutzen?

Die Arbeiterklasse hat ihrerseits ein großes Interesse an der Unterstützung jeder echten wissenschaftlichen Arbeit, jedes aufrechten Wissenschaftlers und seiner Bestrebungen. Die Wissenschaft ist ein Feind der bürgerlichen Ideologie, ihre Ver­breitung in der Arbeiterklasse ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, das wissenschaftliche Denken zu entwickeln und sich damit von der geistigen Manipulierung zu befreien.

Zitate:
[56] E. Albrecht: Staatsmonopolistische Regulierung und bewußte Ausnutzung ökonomischer Gesetze, S. 957.
[57] Die folgenden Beispiele sind entnommen bei K.-H. Schwank: Bürgerliche politische Ökonomie und staafsmonopolistischer Kapitalismus. In: Einheit, 1965, Heft 9, S. 76 ff.
[58] Ebenda, S. 77.
[59] Ebenda, S. 79.
Quelle:
Manipulation. Dietz Verlag Berlin, 1968, S.439-445.

3. Was ist Wissenschaft?

Wissenschaft ist das aus der gcsell­schaft1ichen Praxis erwachsende, sich ständig entwickelnde System der Erkenntnisse über die wesent­lichen Eigenschaften, kausalen Zusammenhänge und Gesetz­mäßigkeiten der Natur, der Ge­sellschaft und des Denkens, das in Form von Begriffen, Katego­rien, Maßbestimmungen, Geset­zen, Theorien und Hypothesen fixiert wird, als Grundlage der menschlichen Tätigkeit eine wachsende Beherrschung der na­türlichen und – seit der Beseiti­gung der antagonistischen Klas­sengesellschaft – auch der sozia­len Umwelt ermöglicht und durch die Praxis fortlaufend überprüft wird.

Die moderne Wissenschaft hat im Ver­gleich zu früheren Zeiten riesige Ausmaße angenommen; der Fort­schritt des menschlichen Wissens hat zu einer immer weitergehen­den Differenzierung, zu einer Tei­lung der Wissenschaft in zahlreiche Diszi­plinen geführt. Jedoch bedeutet das keine chaotische Zersplitte­rung, denn zwischen allen Wissenschaften be­steht ein innerer Zusammenhang, eine Ordnung, die objektive Grundlagen hat. Die objektive Grundlage für die Einheit aller Wissenschaft ist in der Einheit ihres Gegen­standes, der materiellen Welt, so­wie in der gesellschaftlichen Pra­xis der Menschen zu sehen. Als System von Erkenntnissen exi­stiert die Wissenschaft zunächst unmittelbar in Gestalt ideeller Erscheinungen (Begriffe, Kategorien, Theorien usw.). Da die Produktion von Ideen ebenso ein gesellschaft­licher Prozeß ist wie die mate­rielle Produktion, wird die Wissenschaft ein Bestandteil des geistigen Lebens der Gesellschaft, eine spezifische Form des gesellschaftlichen Be­wußtseins. Die wissenschaftliche Erkenntnis ist aber eingebettet in den gesamtgesellschaftlichen Ar­beitsprozeß.

Quelle: Kleines politisches Wörterbuch, Dietz Verlag. Berlin, 1967, S.735.

Stalin sagt:

Man redet von der Wissenschaft. Man sagt, daß die Angaben der Wissenschaft, die Angaben der technischen Handbücher und Instruktionen den Forderungen der Stachanowleute nach neuen, höheren technischen Normen widersprechen. Aber von welcher Wissenschaft ist hier die Rede? Die Angaben der Wissenschaft wurden stets durch die Praxis, durch die Erfahrung geprüft. Eine Wissenschaft, die die Verbindung mit der Praxis, mit der Erfahrung verloren hat – was ist das für eine Wissenschaft? Wäre die Wissenschaft so, wie sie von manchen unserer konservativen Genossen dargestellt wird, so wäre sie für die Menschheit schon längst verloren.
Die Wissenschaft heißt gerade deshalb Wissenschaft, weil sie keine Fetische anerkennt, sich nicht fürchtet, gegen das Überlebte, das Alte die Hand zu erheben, und ein feines Gehör für die Stimme der Erfahrung, der Praxis hat. Wäre es anders, dann gäbe es bei uns überhaupt keine Wissenschaft, dann gäbe es zum Beispiel keine Astronomie, und wir würden uns immer noch mit dem vermoderten System des Ptolemäus abgeben, dann gäbe es bei uns keine Biologie, und wir würden noch immer mit der Legende von der Erschaffung des Menschen fürliebnehmen müssen, dann gäbe es keine Chemie, und wir würden uns immer noch mit den Weissagungen der Alchimisten abgeben.
Quelle: J.W. Stalin: Rede auf der  ersten Unionsberatung der Stachanowleute am 17. November 1935, in: Werke, Dortmund 1976, Bd.14, S.32-46

Anhang:

Der Wissenschaftsbetrug

von Rainer Johannes Klement

medkorruptIn der Coronakrise zeigt sich besonders unverhohlen ein Mißstand, der schon länger in der Wissenschaft Einzug gehalten hat: der Mißbrauch wissenschaftlicher Methoden als Werkzeug, mit dessen Hilfe die Fakten und Daten so zurechtgeknetet werden, daß sie in ein von bestimmten Interessensgruppen vorgegebenes Narrativ passen. Mit dem mühseligen Herantasten an die Wahrheit hat dies freilich nichts mehr zu tun. Es wird lediglich das hohe Ansehen mißbraucht, das die Wissenschaft in der Bevölkerung genießt. Sind bei einem Thema massive Interessen im Spiel, wird der Anschein von Einigkeit erzeugt, obwohl diese dem Wesen der Wissenschaft im Grunde fremd ist, da sie vom Disput lebt. So zu beobachten in der Coronakrise. Eine bestimmte Deutung dieses Weltgeschehens wird zur einzig legitimen Perspektive erklärt, obwohl das Faktenfundament, auf dem sie beruht, brüchig ist. Diese Deutung wird von wissenschaftlichen Wahrheitshütern geschützt, die jeden Versuch, sie zu falsifizieren, im Keim ersticken und zum Humbug erklären.

„Wissenschaft unterscheidet sich von Pseudowissenschaft, indem sie Behauptungen über die Realität auf empirische Daten stützt. Im Unterschied dazu lassen sich pseudowissenschaftliche Behauptungen entweder nicht belegen beziehungsweise falsifizieren oder werden trotz eindeutiger Widerlegung aufrechterhalten. Die Wissenschaft versucht, sich der Realität sukzessive anzunähern, indem sie Theorien und Hypothesen über die Natur anhand empirischer Beobachtungen (Daten) miteinander vergleicht. So will sie diejenigen herausfiltern, die das Wesen der Natur am besten beschreiben.“

In den Mainstream-Medien tummeln sich regierungsnahe wissenschaftliche Experten und Sprecher von regierungsnahen Instituten mit massiven Interessenskonflikten. Alle malen das gleiche Bild dieser Krise und erzeugen somit einen falschen Eindruck von Einigkeit der Wissenschaft, der so nicht korrekt ist. Von Beginn an wurden Wissenschaftler oder Ärzte, welche anderer Meinung waren, nicht in den öffentlichen Medien präsentiert, zensiert oder sogar öffentlich diffamiert.

Verleumdung von Wissenschaftlern

Die Verleumdungskampagne gegen Dr. Wolfgang Wodarg, über die ich im März im Rubikon geschrieben hatte (8), ist ein Beispiel dafür. Aktuell traf es Professor Sucharit Bhakdi, der von den selbsternannten „Quarks Science Cops“ des WDR als „Corona-Verharmloser“ und Mensch, der andere in die Irre führt, persönlich angegriffen wurde — wohlgemerkt auf Kosten der deutschen Rundfunkbeitragszahler (9). Neben solchen ad hominem Attacken war die öffentliche Debatte dabei von Anfang an geprägt von einer extrem reduktionistischen Sichtweise auf das Virus. Diese läßt zahlreiche wichtige Faktoren außer Acht, zum Beispiel die Tatsache, daß wir über ein Immunsystem verfügen, das wohl besser als erwartet auf das neuartige Virus reagiert hat, und welches wir selbst sehr gut, beispielsweise mit Vitamin D, unterstützen können. (10)

Mißbrauch von PCR-Tests und die Infektionszahl

Ein weiteres Beispiel für politischen Wissenschaftsmissbrauch ist die Massentestung der Bevölkerung mit Hilfe des PCR-Tests, einer molekularbiologischen Standard-Methode zum Nachweis kleinster Mengen von Genabschnitten. Von Beginn der Corona-Krise an berichten die Mainstream-Medien von den neuesten Infizierten-Zahlen, ohne auch nur einmal zu erwähnen, dass es sich in Wahrheit um positive PCR-Testergebnisse auf SARS-CoV-2-Virusbestandteile handelt.

Damit werden gleich zwei Tatsachen verschleiert: Erstens, daß die PCR-Tests wie alle medizinischen Tests falsch positive und falsch negative Ergebnisse liefern. Hier hätte man sogar die Chance nutzen können, der Bevölkerung etwas über den berühmten Satz von Bayes beizubringen, welcher für die Interpretation von medizinischen Testergebnissen, zum Beispiel Mammographie-Screenings oder HIV-Tests, essentiell ist (11) — dies hätte beispielsweise über die Methode natürlicher Häufigkeiten versucht werden können (12). Zweitens, und dieser Punkt ist viel entscheidender, wurde versäumt zu erwähnen, daß der PCR-Test keine Infektion mit dem Virus nachweisen kann. Das liegt daran, daß zum einen nur bestimmte Abschnitte eines viralen Genoms, aber nie dessen volle Länge, nachgewiesen werden, und dass selbst ein positiver Nachweis keinen Hinweis auf einen aktiven Virus liefern kann.

Gezielte Meinungsmanipulation

Zum Abschluß möchte ich noch auf die neueste Mode des Wissenschaftsmißbrauchs durch sogenannte „Faktenchecker“ eingehen. Diese versuchen, den Absolutheitsanspruch einer bestimmten Meinung durchzusetzen, indem sie angebliche „falsche Fakten“ identifizieren und richtig stellen wollen. Für mich sind diese Faktenchecks nichts weiter als eine gezielte Manipulation der Meinung der Bürger unter dem Deckmantel von Wissenschaftlichkeit. Sie erinnern stark an das Ministerium für Wahrheit aus George Orwells‘s dystopischem Roman „1984“ — ein deutliches Warnsignal, das wir alle ernst nehmen sollten. Denn Wissenschaft ist in der Lage sich selbst zu korrigieren; es braucht dazu weder Faktenchecker noch Politik.

(8) https://www.rubikon.news/artikel/die-mega-denunziation.
(9) WDR Online. Die Akte Bhakdi: So tricksen Corona-Verharmloser 2020.
(10) Klement RJ., Systems Thinking About SARS-CoV-2. Front Public Heal 2020;8:585229.
(11) Klement RJ., Bandyopadhayay PS. The Epistemology of a Positive SARS-CoV-2 Test. Acta Biotheor 2020.
(12) Hoffrage U, Krauss S, Martignon L, Gigerenzer G. Natural frequencies improve Bayesian reasoning in simple and complex inference tasks. Front Psychol 2015;6:1473.
Quelle: R. J. Klement Die formbare Wahrheit“. In: Rubikon, 19. Dezember 2020 (stark gekürzt)

https://www.rubikon.news/artikel/die-formbare-wahrheit

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9 Antworten zu Der Kampf der Systeme und der Mißbrauch der Wissenschaft

  1. „Von Beginn der Corona-Krise an berichten die Mainstream-Medien von den neuesten Infizierten-Zahlen, ohne auch nur einmal zu erwähnen, dass es sich in Wahrheit um positive PCR-Testergebnisse auf SARS-CoV-2-Virusbestandteile handelt.

    Damit werden gleich zwei Tatsachen verschleiert:
    Erstens, daß die PCR-Tests wie alle medizinischen Tests falsch positive und falsch negative Ergebnisse liefern. (…)
    Zweitens, und dieser Punkt ist viel entscheidender, wurde versäumt zu erwähnen, daß der PCR-Test keine Infektion mit dem Virus nachweisen kann. Das liegt daran, daß zum einen nur bestimmte Abschnitte eines viralen Genoms, aber nie dessen volle Länge, nachgewiesen werden, und dass selbst ein positiver Nachweis keinen Hinweis auf einen aktiven Virus liefern kann.“

    Mit solchen Aussagen von Leuten, die dem Kapitalismus dienen, werden Menschen nur noch mehr verwirrt, als sie es ohne hin schon sind.

    Es ist überhaupt nicht entscheidend, „daß es sich um positive PCR-Testergebnisse auf SARS-CoV-2-Virusbestandteile handelt.“ Entscheidend ist nur, daß es sich um die SARS-CoV-2-Virusbestandteile handelt und damit der Nachweis erbracht ist, daß eine Infektion mit diesem Corona-Virus vorliegt.

    Damit wird nicht verschleiert, „daß die PCR-Tests falsch positive und falsch negative Ergebnisse liefern“ — außerdem hat das hat das überhaupt gar keine entscheidende Bedeutung. Die falsch positiven Ergebnisse liegen bei 1 %, die falsch negativen bei 2 %.

    Es ist unwissenschftlicher Humbug zu verbreiten, daß der PCR-Test keine Infektion mit dem Virus nachweisen kann, denn schließlich wird der Virus zu 99 % bei einem positivem Ergebnis nachgewiesen. Das Einzige, was der Test nicht liefern kann, ist der Nachweis aktiver Viren, aber die werden ja spätestens durch die Praxis bewiesen, nämlich wenn ein Mensch die typischen Symptome bekommt oder schon hat … und außerdem handelt es sich — wenn Menschen die Symptome haben — nicht um einen einmaligen Test, sondern um mehrere Test, die dreimal und öfter durchgeführt werden.

    Das eigentliche Problem sind nicht die Tests, sondern etwas ganz anderes: die positiven Testergebnisse werden politisch vom „BRD“-Regime und den übrigen kapitalistischen Regierungen mißbraucht, um den Menschen Angst vor einem harmlosen und ungefährlichen Virus zu machen, um eine vollkommen sinnlose Massenimpfung durchzusetzen, die dann jedes Jahr wiederholt wird. Bei geplanten acht Milliarden Impfungen pro Jahr weltweit, sprechen wir von Summen von bis zu 1.000-Milliarden Euro pro Jahr und gigantischen Profiten — wie war das noch von Karl Marx mit den 300 Prozent Profit?
    Außerdem „rechtfertigt“ dieser ganze Corona-Wahn, dieses ganze Corona-Theater und Corona-Verbrechen gigantische neue Staatsverschuldungen — allein für die „BRD“ sind das 2.000-Milliarden Euro. Der Kapitalismus kann nur durch Schulden existieren und aufrechterhalten werden.

    • sascha313 schreibt:

      Die Meinungsdiskussion ist irreführend. Das sind wir wieder bei dem Punkt angelangt: Der eine sagt so und der andere sagt so… Damit ist jeder weitere Gedankenaustausch sinnlos, weil Wissenschaft nicht auf Meinungen aufbaut, sondern auf Tatsachen!

      • „Die Meinungsdiskussion ist irreführend.“
        Absolute Zustimmung. Deshalb halte ich mich von Meinungen fern, wie der Teufel sich vom Weihwasser. Nix mit „BILD dir deine Meinung“, sondern: *Bilde dich duch den Erwerb von Wissen!* Und wenn — er mag sein wer er will — schreibt: „Zweitens, und dieser Punkt ist viel entscheidender, wurde versäumt zu erwähnen, daß der PCR-Test keine Infektion mit dem Virus nachweisen kann.“ so ist das eben Meinung und kein Wissen und hat mit Wissenschaft nichts zu tun, sondern ist Teil der kapitalistischen Propaganda, um die Menschen irre zu führen.
        ————-
        CORONA-Folge 29.666
        Jörg Neumann: „Die Nächstenliebe gebietet es (die Zwangsmaßnahmen hinzunehmen)“
        Nein! Die Nächstenliebe gebietet es,
        a.) Die COVID-Kranken endlich zu behandeln und
        b.) die Bevölkerung — vor allem die Älteren und sowieso schon Kranken — aufzuklären, wie jeder sein Immunsystem fit halten und stärken kann

        403.990 aktive Coronavirus-Fälle und 29.666 COVID-Tote (26.12.2020; 23:59 Uhr) in Deutschland verdeutlichen die ganze Unfähigigkeit der Regierung des „BRD“-Regimes mit einem harmlosen und ungefährlichen Corona-Virus umzugehen und beweisen, daß das Tragen von Gesichtslumpen die Ausbreitung dieser Infektion nicht aufgehalten hat.

        Wären die Menschen — vor allem die älteren und Kranken oder sonstwie Vorbelasteten — umfänglich darüber aufgeklärt worden, wie man sein Immunsystem fit hält und stärkt, hätte es zwar auch diese zweite „Welle“ gegeben, denn Erkältungsviren breiten sich nun einmal naturgemäß in der kühleren und dunkleren Jahreszeit massiver aus als wenn es warm ist und 12 Stunden am Tag UV-Strahlen die Viren zerstören.

        Aber warum sollte die Regierung des „BRD“-Regimes auch ein Interesse haben, die Bevölkerung darüber aufzuklären, wie jeder Einzelne sein Immunsystem fit macht und stärkt; schließlich braucht sie solche Horrorzahlen, um den Menschen Angst zu machen, um eine vollkommen absurde Massenimpfung durchführen zu können.

        Liebe Frau Kanzlerin,
        wann werden Sie die 1.000.000 aktiven Coronavirus-Fälle und die 40.000 COVID-Toten knacken? Klappt das alles bis zum 10.01.2021 oder braucht ihr Team dazu noch etwas mehr Zeit?
        Ich mein ja nur, ist doch schön, wenn wir statt arbeiten zu müssen, in häuslicher Quarantäne mit unseren Liebsten das Leben genießen können.
        Wenigstens eines, was Sie wiklich gut hinbekommen haben!
        Meine Stimme ist Ihnen sicher — ich hoffe, Sie machen noch mal vier Jahre auf Kanzlerin — dann haben Sie das ganze Land bestimmt und ganz sicher ruiniert.
        Ich darf Sie zitieren? Sie schaffen das!
        Ich kann Ihnen bescheinigen, Sie haben das ganz klasse hinbekommen.
        Danke und weiterhin viel Erfolg bei der Zerstörung unseres Gemeinwohls
        Ihr Deppen-Doofer-Bunzel-DEUTSCH
        Georg Löding

        Wenn Dummheit schreien könnte, wäre ich schon lange taub!
        ***Der Feldzug gegen das Impfen kann Menschenleben kosten.*** — Das ist Regierungspropaganda!

        Nö! Kann er nicht!
        Der Feldzug, die COVID-Kranken Nicht zu Behandeln, HAT Menschenleben gekostet; nämlich in Deutschland bisher 29.666 und weltweit 1.756.906!!! (Stand 26.12.2020, 23:59 Uhr)
        Einfach mal schlau machen, warum es in China mit einer größeren Bevölkerung als USA, Kanada, Lateinamerika mit Karibik, Australien, Neuseeland und Europa ZUSAMMEN weniger als 5.000 Covid-Tote gab!

        ***Es kann nicht sein, das jeden Tag bis zu 1000 Menschen an Corona sterben***

        Bringt endlich mal unsere Muttersprache auf die Reihe!

        MIT Corona AN COVID!

        Corona ist ein Virus = ein Makromolekül AN dem niemand sterben kann!
        COVID ist die Krankheit, die durch dieses Molekül ausgelöst werden kann und AN dieser kann man sterben.

        An COVID sterben jeden Tag weltweit bis zu 15.000 Menschen – das sind DREIMAL mehr Tote an EINEM Tag als in VIER Monaten in China verstorben sind.

        Dafür gibt es nur eine Erklärung!
        In China unter der schecklichen Diktatur der bösen, bösen Kommunisten wurden und werden die Covid-Kranken behandelt; in unseren glorreichen Vorzeigedemokratien werden die Covid-Kranken nicht behandelt.

        Aber was Nazis, Rassisten und Faschisten so alles machen, kennen wir ja aus dem Dritten Reich und den USA zur Genüge: Da hat man Kranke und Behinderte ja auch nicht behandelt, sie euthanasiert = frohes verrecken, sterilisiert und lobotomiert …

        Aber plappert die Propaganda der Regierung und ihrer Bordell-Journaille aus Maulhuren und Pressestichern nur schön weiter nach.

        Die Impfung gegen Corona?

        Nun, die wird ein voller Propaganda-Erfolg für das „BRD“-Regime — denn die Impfstoffe werden sich AUCH für den Menschen als harmlos und effektiv herausstellen.
        Leute, die Impfstoffe gibt es doch nicht erst seit diesem Jahr – da wurden schon Millionen anderer Säugetiere jahrelang mit geimpft.

        … und für das Industrie- und Finanzkapital ist es ein gigantisches Geschäft von 1.000-Milliarden Euro pro Jahr bei einem Profit von mindestens 300 % = 300-Milliarden.
        Und endlich können sich die kapitalistischen Staaten wieder hoch verschulden — das „BRD“-Regime hat eine Neuverschuldung von 2.000-Milliarden Euro beschlossen …

        Merke! Ohne Verschuldung kann der Kapitalismus gar nicht funktionieren, denn er macht ja erst aus dem größten Teil der Menschheit *Bürger* und aus dem kleinsten Teil der Menschheit *Gläubiger*.

        *Bürger und Gläubiger*;

        Sklaven und Freie; Ausgebeutete und Ausbeuter.

        Perfektioniert durch die Lohnsklaverei!, die die Mehrheit dazu zwingt ihre Arbeitskraft in Konkurrenz zu anderen Verkäufern der Arbeitskaft unter Wert und Preis anzubieten und zu verkaufen!

        Alles harmonisch auf eine Schuldkultur, eine Schuld-Religion, ein Schuld-Recht, eine Schuldsprache und ein Schuld-Geld, Schuld-Wirtschafts- und Schuld-Finanzsystem abgestimmt!

        Das Finstere Mittelalter war dagegen eitler Sonnenschein!

        Aber wer liest schon die Bibel (die freilich zu einem religösen Buch gefälscht wurde) oder die Werke von Karl Marx, Friedrich Engels, W. I. Lenin oder Josef Stalin?

  2. Hanna Fleiss schreibt:

    Die Stimme von R. J. Klement eine von zahllosen Stimmen, die sich gegen den Missbrauch der Wissenschaft im Zusammenhang mit der „Pandemie“ wendet und die vermutlich genauso missachtet wird wie auch die Stimmen von Dr. Bhakdi, Dr. Wodarg und vielen, vielen anderen Medizinern. Wobei mir aufgefallen ist, dass sie sich aus gesellschaftspolitischen Themen heraushalten, sie sind „Nur- Mediziner“. Und doch geschieht es, dass, wenn Wissenschaften mit wissenschaftlichen Methoden an ein Thema gehen, dass sie zu ungenehmen realistischen Einschätzungen kommen können.

    Sascha, du hast mit dem Beitrag wieder die Zusammenhänge hergestellt und sprichst damit auch das wirkliche Problem der Wissenschaft an. Nämlich das Thema der Spezialisten, die eben nur Spezialisten auf ihrem Gebiet sind und wider Wissen fast nie das große Ganze im Blick haben (wollen). Sie wissen viel zu gut, mit welchen Reaktionen sie rechnen müssen, und konzentrieren sich lediglich auf ihr Spezialgebiet. Da ist die menschliche Natur stärker: Angst vor den Konsequenzen.

    Diejenigen Wissenschaftler, die aus diesem Teufelskreis ausscheren, wie Dr. Wodarg und Dr. Bhakdi und die vielen anderen sind die wirklichen Wissenschaftler, die uns als Menschheit voranbringen können. Und dass die Unterdrückung wissenschaftlicher Erkenntnisse kein neues Problem ist, das hatte schon Stalin festgestellt, der an die Verantwortung der sowjetischen Wissenschaftler appelierte. Hätte es sonst die Verwirklichung des menschlichen Traums vom Raumflug gegeben? Aber auch, dass er heute missbraucht wird, gehört zur Wirklichkeit.

    Es kommt eben immer darauf an, in wessen Händen sich die Erkenntnisse der Wissenschaft befinden – in den Händen des menschlichen Fortschritts oder in Händen derer, die ihn gegen die Menschheit missbrauchen.

  3. sascha313 schreibt:

    Bei allen seitenlangen Erklärungen… ist z.B. dies falsch: „Entscheidend ist nur, daß es sich um die SARS-CoV-2-Virusbestandteile handelt und damit der Nachweis erbracht ist, daß eine Infektion mit diesem Corona-Virus vorliegt.„.

    Wenn eine beliebige Sequenz eines Virus irgendwo nachgewiesen wird (und noch dazu: nach bewußt übertrieben vielen Replikationen), so ist das noch lange nicht der „Beweis“, daß die betreffende Person davon „infiziert“ ist. Von einer „Infektion“ spricht man erst dann, wenn der „Befall eines Organismus mit Viren als Krankheitserreger, die sich in ihm ansiedeln und vermehren“ vorliegt.

    Aber eigentlich ist das alles so egal, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt. Wer hat sich denn bei der Grippeausbreitung vor zwei Jahren so darüber echauffiert, daß Menschen an Grippe erkranken? Ist denn immer noch nicht erkennbar, daß es hier nicht im irgendeinen „blöden Virus“ geht, sondern um eine möglichst unauffällige, nur schwer widerlegbare Methode, mit der man Menschen unterdrücken und voneinander auf Distanz bringen kann, indem man sie zwingt, eine Maske zu tragen. Weil das Nichttragen einer Maske viel einfacher zu erkennen ist und sich leicht abstrafen läßt, leichter eben als bspw. von einem Polizisten eine Erkrankung feststellbar wäre. Angefangen hat es ja mit diesen idiotischen kontaktlosen Fiebermessungen…

    Aber auch das ist falsch, wenn nicht sogar vorsätzlich falsch: „die Impfstoffe werden sich AUCH für den Menschen als harmlos und effektiv herausstellen.“ Nein. Es handelt sich bei der geplanten Impfung erstmals um einen genetischen Eingriff! Darüber wurde hier schon mehrfach referiert!
    Und es gibt ausreichend Belege dafür!

    Wie soll man eine solche Aussage anders werten, als eine Provokation?

  4. Hanna Fleiss schreibt:

    Sascha, mit solchen Äußerungen muss man derzeit rechnen. Sie beweisen entweder, dass sich der Schreiber nicht ausreichend informiert hat über die Impforgie oder dass er einen genetischen Eingriff für harmlos hält oder dass er voll hinter seiner Aussage steht, um am entsprechenden Ort Gefallen zu finden und so zu beweisen, dass er kein „Coronaleugner“ ist. Also das Muster des Großteils nicht nur bundesdeutscher Mediziner, die jedem Ärger aus dem Wege gehen wollen, oder das Muster eines bundesdeutschen Journalisten, der Vorgaben der Chefredaktion erfüllt.
    Mir ist der Schreiber nicht geläufig.

    Übrigens gab es kürzlich ein Gespräch zwischen BRD und Russland mit Interesse am russischen Impfstoff Sputnik V, es soll sogar an gemeinsame Produktion gedacht worden sein. Quelle: Anti-Spiegel.

  5. Pingback: Das Gesundheitswesen im Sozialismus und das kriminelle Krankheits-Business im Kapitalismus | Sascha's Welt

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