Der psychologische Krieg gegen den Kommunismus

TopSecretAm 13. März 1953 verfaßte der CIA unter höchster Geheimhaltung („Top Secret“) ein Memorandum über den künftigen psychologischen Krieg gegen die UdSSR und den Kommunismus. Dieses Schriftstück umfaßte 28 Seiten und hatte zum Inhalt einen „Plan zur psychologischen Ausnutzung von Stalins Tod“. Schon damals wurde deutlich, mit welcher kriminellen Energie die faschistischen Kräfte in den USA sich nicht nur den Mord an Stalin zunutze machen wollten, sondern wie sie zugleich danach trachteten, eine „Neue Weltordnung“ zu installieren (sprich: eine Neuaufteilung der Welt durchzusetzen). Es ging um nichts Geringeres als um die Unterwerfung und Versklavung der Völker der Welt. Immerhin waren dazu über sechs Jahrzehnte erforderlich, bis nahezu alle Hürden beseitigt werden konnten, die dem entgegenstanden. Das Haupthindernis in der psychologischen Kriegführung waren die kommunistischen Parteien…

Die Wurzeln des psychologischen Kriegs

Dieser psychologische Krieg hatte seine Wurzeln bereits im faschistischen Deutschland. Der erste Schritt der Nazis war die Abschaffung sämtlicher Parteien und Massenorganisationen der Arbeiterklasse. Die Naziführer, darunter auch Ley, wußten um das gefährliche Potential sozialer Unzufriedenheit und Streitbarkeit in einer Massenorganisation; sie hatten gewiß erwogen, ob nicht durch brutalen Terror ein gewerkschaftsloser Zustand zu schaffen sei. Aber sie fürchteten die Treue der Arbeiter zum historisch gewachsenen Prinzip der Organisation, und sie wollten dem nun durch die Schaffung einer Art Einheitsgewerkschaft beikommen. Unter dem Anschein, die Interessen der Arbeiter zu vertreten, sollte sie letztere für Rüstung und Krieg mobilisieren.[1]

Der psychologische Krieg

Der Imperialismus, im höchsten und letzten Stadium des Kapitalismus nimmt die ideologische Herrschaft der Großbourgeoisie die Form des  psychologischen Krieges gegen das eigene und gegen andere, als Aggressionsobjekt bestimmte Völker an. Kaum hatte dei Sowjetunion 1945 die Völker Europas vom Faschismus befreit und den Agressor Hitlerdeutschland zur bedingungslosen Kapitulation gezwungen, schon sahen die US-amerikanischen Imperialisten ihre Felle wegschwimmen; der britische Premier Churchill hielt am 5. März 1946 in Fulton seine berüchtigte Rede und eröffnete damit den Kalten Krieg gegen den einstigen „Bündnispartner“, die sozialistische Sowjetunion Die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse waren gerade beendet, nicht wenige führende Nazis mußten ihre massenmörderischen Schandtaten mit dem Tode büßen, als der Geheimdienst der USA 1953 ein geheimes Papier entwarf, daß die faschistische Ideologie in gerader Linie fortsetzte.

Das Dilemma der Imperialisten

Die imperialistische Bourgeoisie und ihre ideologischen Vertreter befinden sich in einem großen Dilemma. Sie brauchen das Volk, die Arbeiterklasse als Ausbeutungsobjekt, als Profitquelle, als Kanonenfutter, als Stimmvieh, aber sie fürchten das Volk und vor allem die Arbeiterklasse, deren bloße Existenz ihnen, angesichts der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution (und des siegreichen Sozialismus bis 1989) ständig den Anblick des Totengräbers ihrer eigenen, parasitären Macht bietet. Zudem hat sich die Zahl der Hungernden, Obdachlosen und Arbeitslosen ständig vergrößert, während die Profite aufgrund des tendenziellen Falls der Profitrate (s. „Das Kapital“ von Karl Marx [2]) trotz ständiger neuer Kriege und trotz eines astronomisch angewachsenen Vermögens, von Jahr zu Jahr verschlechterten.

Die Sowjetunion – ein leuchtendes Vorbild

Der heroische Sieg des sowjetischen Volkes hatte aller Welt vor Augen geführt, welche innere Stärke und gewaltige ökonomische Kraft der Sozialismus besaß. Ungeachtet der anfänglichen Überlegenheit der faschistischen Wehrmacht und deren Verbündeter, die im Morgengrauen des 22. Juni 1941 heimtückisch und wortbrüchig mit 3.700 Panzern, 4.900 Flugzeugen sowie 50.000 Geschützen ohne Kriegserklärung die Sowjetunion überfielen, Städte und Dörfer in Schutt und Asche legten, Schulen, Museen und Bibliotheken niederbrannten und massenhaft friedliche Einwohner ermordeten, gelang es den Völkern der Sowjetunion unter der genialen Führung Stalins in harten, opferreichen und schweren Kämpfen diesen brutalen Feind zu vertreiben, zu besiegen und vernichtend zu schlagen. Mit 20,6 Millionen Toten [3] hatte die Sowjetunion die größten Opfer zu beklagen (die USA hingegen hatten nur geringe Verluste: 0,259 Mio. Tote, nicht eine einzige Bombe fiel auf amerikanischem Boden). Dennoch gelang der der Sowjetunion binnen weniger Jahre aus eigener Kraft das Land wieder aufzubauen. Hier eine Statistik (1945-1950) zum Vergleich beider Länder [4]:

USA-UdSSR

Auf der Seite der USA: Stagnation, 1946 und 1949 bedeutende Rückwärtsentwicklung, der an sich unbedeutende Aufschwung von 1950 kennzeichnender­weise lediglich infolge der „Geschäftsbelebung“ durch den Koreakrieg.
Auf der Seite der Sowjetunion: planmäßiger und rascher Aufstieg, der die Entwicklung der vorangegangenen Jahre fortsetzt und der sich in der Zukunft immer rascher und imponierender fortsetzen sollte.

Die menschenverachtende Politik der USA und ihrer Vasallen

Alles, was der imperialistischen Bourgeoisie nützt, wird skrupellos in den Dienst ihrer Macht gestellt. Die Frage nach Wahrheit oder Lüge, nach Menschlichkeit  oder Unmenschlichkeit tritt völlig hinter der Nützlichkeit, hinter dem kalten, seelenlosen Pragmatismus einer parasitären und aggressiven Klasse zurück. Es sind die Amerikaner: Rockefeller, Bezos, Gates, Soros, Buffet, Elison, Zuckerberg und andere; die Russen: Michelson, Mordaschow, Lissin, Timtschenko und andere; die Deutschen: Schwarz, Albrecht, Klatten, Würth, Quandt und andere. Im Hinblick auf die geistige Versklavung des Volkes, in Bezug auf das Menschenbild wird geleugnet, gelogen und betrogen, werden Halbwahrheiten verkündet, wird Wahres mit Falschem vermischt, werden Bildung und soziale Leistungen immer mehr reduziert. Bürgerliche Philosophen, Soziologen und Psychologen haben ganze theroretische Systeme der geistigen Erniedrigung der Völker geliefert.

Der Terror gegen das Volk

Die Globalstrategie der USA fußt vornehmlich auf dem anmaßenden Anspruch der herrschenden Klasse der USA, an jeder beliebigen Stelle der Erde gegen die Völker vorzugehen, um sie zu unterwerfen und sich deren Nationalreichtümer anzueignen. Dabei werden folgende Methoden angewandt: a) Eindringen in fremde Länder und Aufweichung ihrer Struktur mit ökonomischen und ideologisch-politischen Mitteln; b) Anzettelung konterrevolutionärer Verschwörungen und faschistischer Putsche; c) Organisierung und Führung von lokalen Kriegen und miltärischen Provokationen. Mit dem faschistischen Plan der „Great Reset“ wird versucht mittels einer Fake-„Pandemie“, staatlichen Zwangsmaßnahmen bis hin zur völligern Abschaffung bürgerlicher Rechte und Freiheiten, und mit skrupellosen, medizinisch getarnten Eingriffen in die menschliche Genetik, die Weltbevölkerung zu reduzieren und zu versklaven. Als Vorlage dafür diente offenbar eine mittelalterliche Theorie [5]:

Als geeignete Mittel zur Reduzierung der Bevölkerung bezeichnete der britische Pfaffe und Ideologe T.R. Malthus (1766-1834):

  • geschlechtliche Enthaltsamkeit (das will Gates mit einer Impfung erzwingen !)
  • Einschränkung der Armenunterstützung (wie schon in der BRD mit Hartz 4 !)
  • Elend (wie gerade praktiziert mit massenhafter Stillegung der Wirtschaft !)
  • Seuchen (dazu wurde die angebliche Corona-Pandemie erfunden !)
  • Kriege (wie gerade der zwischen Aserbaidshan und Armenien, später Jemen !)

Die Verschwörung des USA-Imperialismus

Die Kalten Krieger des USA-Imperialismus hatten nach der Ermordung nicht Eiligeres zu tun, als neue Pläne auszuhecken, wie man die Macht des Sozialismus nun brechen könnte. Nach dem Ende des verheerenden 2. Weltkriegs lag ganz Europa in Trümmern. Der Krieg hatte 50 Millionen Menschen das Leben gekostet. Doch die USA waren gänzlich vom Krieg verschont geblieben. Senator Truman (der spätere USA-Präsident) hatte noch verkündet: „Wenn wir sehen, daß Deutschland gewinnt, sollten wir Rußland helfen, und wenn Rußland gewinnt, sollten wir Deutschland helfen, und so sollen sich möglichst viele gegenseitig umbringen…“ – Ein Faschist? Ja. Im Mittelpunkt dieser verbrecherischen Politk des USA-Imperialismus stand, wie schon zuvor in Hitlerdeutschland, ein fanatischer Antikommunismus.

NYT Truman says kill


Dann wurde am 13. März 1953 vom USA-Geheimdinst CIA unter selbigem Truman das folgende Pamphlet verfaßt („Top Secret“ versteht sich!):

Auf der ersten Seite heißt es:

4. Psychologische Einschätzung der Situation
a. Es wird seit langem geschätzt, daß eine der vielversprechendsten Möglichkeiten, echte Fortschritte bei der Erreichung unserer nationalen Ziele in Bezug auf das sowjetische System nach dem Tod Stalins entstehen würde. Die unausweichliche Notwendigkeit, die Macht in neue Hände zu übertragen, egal wie sorgfältig die Vorbereitungen dafür sind, hat eine Zeit der Krise für die Sowjetunion und das sowjetische System als Ganzes geschaffen. Wir sollten uns nicht durch die scheinbar reibungslose Machtübertragung täuschen lassen. Ein Despotismus kann nur von einem Despoten regiert werden; und die Geschichte ist übersät mit unsauberen Bemühungen, einen Tyrannen durch ein Komitee zu ersetzen. Es gibt eine echte Frage, ob Malenkov (oder jemand anderes) in der Lage sein wird, alle Machtfaktoren unter seine eiserne Kontrolle zu bringen oder aufrechtzuerhalten, wie es Stalin tat. …
  • Ein geplanter „Regime Change“ in der Sowjetunion

MemSeite 2

  • Geheimoperationen um in den Kommunistischen Parteien der sozialistischen Länder Verwirrung zu stiften

MemSeite 12

Und auf Seite 13 heißt es:

d. Während die Möglichkeiten für eine rasche Steigerung der Fähigkeiten und Effektivität unserer offenkundigen Informationsprogramme begrenzt sind – der Umfang der gegenwärtigen Bemühungen ist bereits in Betracht gezogen –, sind diese Programme auch aufgefordert, eine wichtige Rolle bei der Umsetzung des Plans zu spielen, und der Bedarf an maximaler Energie, Initiative und Einfallsreichtum bei der Entwicklung der unten aufgeführten breiten Aufgaben ist nicht weniger groß als bei verdeckten Operationen.
In der Situation, mit der sich dieses Papier befaßt, kann davon ausgegangen werden, daß alle Regierungen und alle Völker der Welt zutiefst daran interessiert sind. Erstens die Ereignisse in der Sowjetunion und Ihre Folgen genau zu melden und zu interpretieren und zweitens das Verhältnis der Vereinigten Staaten zu der Situation und ihren Absichten und Handlungen in Bezug auf sie. Eine Hauptverantwortung, die den offiziellen offenen Informationsmedien zukommt, besteht daher darin, eine breite sachliche Berichterstattung und zuverlässige Kommentare aus originalen und zuordenbaren Quellen zu Entwicklungen, einschließlich der Erklärung des Präsidenten, die die Haltung der Vereinigten Staaten kristallisiert, bereitzustellen. Dies ist die wesentliche Grundlage, auf der effektive Propaganda beruhen wird.
Der erfolgreiche Einsatz offener Medien in der Operation erfordert eine sorgfältige Koordination aller Medien. Von besonderer Bedeutung wird die Koordination öffentlicher Erklärungen sein, da solche Aussagen die effektivsten Waffen für den offenen Einsatz sind. Die in diesem Plan vorgesehene Kontrollkommission muß speziell damit beauftragt werden, offene Medien im Voraus auf bevorstehende Aktionen und deren Bedeutung aufmerksam zu machen. (Zum Beispiel, eine öffentliche Erklärung sollte dazu bestimmt sein, einen „Testballon“ starten, die öffentlichen Medien sollten beraten werden, um ihnen maximale Verbreitung zu geben.)
e. sowohl in unserer verdeckten als auch in unserer offene Propaganda, die in vielen Bereichen gespielt wird, sollte viel davon gemacht werden, daß das sowjetische System durch den Tod Stalins einen irreparablen Kraftverlust erlitten hat und daß dies eine Zeit für ein zielgerichtetes, entschlossenes und vereintes Handeln des Westens ist.

MemSeite 13

  • Einbeziehung der Katholischen Kirche, der Protestanten, der Juden (der Zionisten) und eventuell der Moslems (der Islamisten) in die konterrevolutionären Aktivitäten des USA-Imperialismus

Seite 28

Quelle: Dokument der CIA „Plan for Psychological Exploitation of Stalin’s Death“, March 13, 1953. (Approved for Release 2005/04/28)

pdfimage CIA-RDP80R01731R003300400008-8

Literatur:
[1] Sturz ins Dritte Reich. Historische Miniaturen und Porträts 1933/35. Urania Verlag Leipzig-Jena-Berlin, 1985, S.220.
[2] Kusminow: „Stetiger Aufschwung der Volkswirtschaft der UdSSR – ein Gesetz des Sozialismus“. In: „Neue Welt“, Heft 20, Berlin 1951, S.46 u. 47.
[3] siehe: Geschichte Klasse 9, Lehrbuch, Verlag Volk und Wissen, Berlin, 1978, S.238.
[4] Marx an Engels in Manchester, 30. April 1868. In: MEW, Bd.32, S.70-75.
[5] siehe auch: Malthus  und das globale Verbrechen der Gates-Mafia

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37 Antworten zu Der psychologische Krieg gegen den Kommunismus

  1. Joachim schreibt:

    Die Frage ist, was können wir praktisch tun um den Kapitalismus am meisten zu schaden und dem Sozialismus zu helfen?
    In KPs eintreten, in ihnen agitieren um sie auf die richtige Linie zu bringen? Oder nur auf „sozialen Netzwerken“ und Bekanntschaft Artikel wie diesen verbreiten? Stets die Eigentumsfrage der Produktionsmittel ansprechen? Konsumboykott? USA-Produkte vermeiden, besser chinesische kaufen, auch wenn die VR Sozialismus erst für 2050 zum Ziel hat? Nur halbtags arbeiten? Früher in Rente gehen, falls möglich, um die Arbeitskraft der Ausbeutung zu entziehen? Russisch u.a. Sprachen lernen um auszuwandern?
    Hat jemand bessere und mehr Vorschläge? Es ist einfach schwierig.

    • sascha313 schreibt:

      Das sind schon richtige Fragen (auf die wir keine Antwort haben). Klar, nur vereint sind wir stark. Doch in welche Partei eintreten? Bevor sich jemand dazu entschließt, Mitgleid irgendeiner Partei zu werden, sollte er diejenigen kennen, die in dieser Partei sind und sollte deren Ziele teilen. Nun ist Papier ja geduldig… Aber wenn es in den vergangenen 30 Jahren nicht gelungen ist, die Kommunisten in einer Partei zu versammeln, wann dann? Es ist schon schlau ausgedacht, daß Menschen einander nicht mehr ins Gesicht sehen können!

      Es gibt also, wie wir sehen, noch ganz andere Grundfragen, über die man sich (mit wem auch immer!) einigen muß. Die allgemeine Orientierungslosigkit der Volksmassen hat nun erstmals nach vielen Jahren der Duldung und relativen Zufriedenheit im Sommer in Berlin zu gemeinsamen Protestaktionen geführt. Und es waren mehrere Hunderttausend!!! Und was durchaus ein positives Zeichen ist: viele aufrichtig und sozial denkende Menschen unterschiedlicher Berufe und sozialer Zugehörigkeit haben es gewagt, den Machthabern zu widersprechen! Erinnert man sich da nicht an Rußland 1905?

    • Erfurt schreibt:

      Mit unserem Kaufverhalten bestimmen wir gar nichts! Denn Profite entstehen infolge Ausbeutung, also da wo Menschen nicht den Lohn kriegen der dem Wert ihrer Arbeit entspricht. Des Weiteren wird ein Großteil der Gewinne an der Börse gemacht, da fließen Milliarden für Waren die noch gar nicht produziert wurden. Und auch damit sie nicht produziert oder im Atlantik versenkt werden.

      Typisches Beispiel für die psychologische Kriegführung: Warnung vor gefälschten Impfstoffen. Was mit dieser Meldung bezweckt werden soll ist klar, es soll Angst machen und angeblich zielen die angeblichen Fälscher darauf ab, die angebliche Knappheit an Impfstoffen auszunutzen (Vortäuschen von Mangel!). Aber eigentlich ist das ja ein Grund sich nicht impfen zu lassen.
      MFG

  2. Erfurt schreibt:

    Der Begriff „Neue Weltordnung“ ist falsch und irreführend. Denn es geht denen ja darum, die alte Ordnung beizubehalten, also den Kapitalismus. Richtiger wäre der Begriff „Neuaufteilung der Welt“.

    MFG

    • sascha313 schreibt:

      Danke, ja – das ist richtig. Ich hab’s korrigiert.

    • Harry56 schreibt:

      Natürlich, es geht keinesfalls um eine angebliche neue Weltordung, sondern einzig und allein darum, die Herrschaft – in Wahrheit: die Diktatur aller heutigen Kapitalseigner, deren Schergen und Schmarotzer dieser heutigen bügerlichen Gesellschaft so lange wie nur möglich weiter aufrecht zu erhalten. Alles soll so bleiben wie bisher, nur mögliche gesellschaftliche Widerstände gegen die immer mehr werdenden Konflikte sollen schon von vornherein durch quasi faschistoide staatlich-terroristische Methoden im Keime erstickt werden.

      • Erfurt schreibt:

        Wie das in der einstigen UdSSR funktioniert, wurde dieser Tage im Fernsehen gezeigt: Ein Bericht über Georgien (Grusinien) widmete sich der Wiederherstellung der Popen-Herrschaft in dieser Republik an der Türkischen Grenze. Wobei die Popen (Russisch-Orthodoxe Schweinepriester) nicht die Herrscher sind, sondern nur die Handlanger der Oligarchen, die von Moskau aus die Fäden ziehen und auf der Krim ihre Datschen haben.

        Und auch in diesem Bericht über die einstige Sowjetrepublik kam man nicht umhin, Menschen mit der Feststellung zu Wort kommen zu lassen, daß es im sozialistischen Grusinien keine Armut gab, so wie heute wo Familienväter im besten Alter in der benachbarten Türkei für einen Hungerlohn Tee pflücken. In der UdSSR war Grusinien das Land wo Tee angebaut wurde!

        Und natürlich sehen wir ehemligen DDR Bürger solche Berichte ganz anders als die meisten Bundesbürger. Das fängt schon mit der Frage an, was mit Berichten dieser Art in den Köpfen der Zuschauer ausgelöst werden soll.

        MFG

      • roprin schreibt:

        @Harry, dazu habe ich ein paar Zeilen geschrieben:
        Siehe: Pandemie oder Weltwirtschaftskrise?

      • Erfurt schreibt:

        „Dass alles so bleiben soll“, genau das drückt sich in den Protesten der Querdenker&Co aus. Wobei ich unter „Protesten“ auch die ungezählten Coronahysterie-Seiten zähle die seit März letzten Jahres wie Pilze aus dem Boden schießen nach einem lauwarmen Regen. In Wirklichkeit jedoch ist das nicht mehr als ein Seufzer, Winseln oder Raunen unter Berufung auf eine nicht existierende Verfassung, Grundgesetz genannt und damit nicht mehr als kleinbürgerliches Geschwätz.

        MFG

      • sascha313 schreibt:

        …und, Erfurt, der Wunsch, daß alles so bleiben möge, wie es bisher war, beruht ja auf dieser einschläfernden bürgerlichen Propaganda, die den etwas Privilegierteren bisher eine schöne heile Welt vorgegaukelt hatte (die sich nun im Terror auflöst).

      • Erfurt schreibt:

        Und noch etwas: „Faschistoid“ klingt wie „ein bischen Faschistisch“. MFG

  3. Erfurt schreibt:

    Beliebt ist auch, Terroristen, die in Wirklichkeit vom Kapital finanziert werden (RAF, IS, Taliban usw.), als Revolutionäre zu bezeichnen. Die damit bezweckte Assoziation ist klar, allein der Begriff „Revolution“ soll Abneigung hervorrufen, bis hin zur Gleichstellung von Hitler und Stalin. Genauso wie die Morde in Halle letztes Jahr eindeutig darauf abzielen, die Menschen der ehemaligen DDR als rechtsorientiert und antisemitisch hinzustellen (daß diese Morde am 9. Okt waren ist ja auch kein Zufall). MFG

    • sascha313 schreibt:

      Das sind so die typischen false-flag-Aktionen. Es wurden auch schon Verfolgte des Nazi-Regimes von irgendwelchen dubiosen „Stiftungen“ finanziert, wobei die Gelder dann (später wußte man das!) von der Bourgeoisie kamen. Oder; bekannt ist auch, daß der CIA-Agent Noel Field ehemaligen kommunistische Spanienkämpfer mit Care-Paketen versorgen wollte und sich von einem DDR-Politiker Listen der Spanienkämpfer (!) erbat. Glücklicherweise ist der Schwindel dann aufgeflogen. Und heute verstecken sich die Nazis hinter gefälschten „Antifa“-Fahnen und schreien „Nazis raus!“ Auch bei den Russen gibt es das: Der weißgardistische Agent Girkin trat als Sprecher bei sog. „Linkskommunisten“ auf. Warum: Das ist eben das Konzept der CIA. Man darf sich da also nicht täuschen lassen!

      • Harry56 schreibt:

        Hallo Genosse Sascha, es freut mich, dass auch DU hier ganz klar diese selbsterklärten „Antifaschisten“ mal endlich entllarvst, denen deren verlogene „antifaschistischen“ Masken vom Gesicht reißt.
        Vergessen wir nicht, dass einst auch Hitler und seine Spießgesellen sich oft als „Sozialisten“ bezeichneten, dazu passend auch alte Lieder der deutschen Arbeiterbewegung und andere vormals proletarische Organisationsformen für ihr Treiben mißbrauchten, das Dritte Reich in manchen Reden sogar als „sozialistisches“ zuweilen auch „soziales Deutschland“ bezeichneten.(siehe dazu auf You Tube Reden von Hitler und anderen damaligen Politikern in voller Länge..)
        Die heutigen (zumdest Anführer!)“Antifa“ Typen stehen ebenso mit allen ihrem marktschreierischen Treiben im Dienste des einheimischen und internationalen, kosmopolitischen Groß- und Finanzkapitals wie deren angeblichen „faschistischen“ Hassgegner.

        Klare soz.Grüße!

      • sascha313 schreibt:

        Lieber Harry, da Du sicher ein aufmerksamer Leser dieses Blog bist, wird es Dir nicht entgangen sein, daß hier schon desöfteren in Beiträgen über diese „false-flag“-Aktionen der Faschisten berichtet wurde. Kurz zusammengefaßt sind auch solche „Quellen“ wie afd, reitschuster, fpö, epochtimes… – um nur mal einige zu nennen – aus dem rechtsextremen Milieu. Wiewohl man feststellen muß, sind viele Aussagen richtig, ja manchmal sogar die einzigen dem Mainstream entgegenschlagenden Stimmen. Warum wohl?

  4. Armand de Kneifel schreibt:

    Geht man den Dingen rein sachlich auf den Grund, ist alles sehr klar und einfach in die Tat umzusetzen. Es muss wieder eine Organisation her, die gegen das bestehende System eine ehrliche und richtige Alternative darstellt. Wir müssen uns wieder bei den alten Philosophen Rat holen. Der Kapitalismus kann nicht die Antwort sein auf all diese Probleme der Menschheit. Die Produktionsmittel müssen wieder in die Hände des Volkes. Die Produktionsverhältnisse dürfen nicht nur dem betrügerischen Mehrwert einiger weniger Halunken und Verbrecher dienen! Das kapitalistische Abzocker-Chaos muss durch eine geplante Wirtschaft zum Wohle des Volkes, der Natur, der Erde und allen Lebens ersetzt werden. Das Finanzwesen der immensen Derivate ohne Ende oder Anfang, Zinsknechtschaft und des ewigen Betruges gehört auf den Müllhaufen der Geschichte.

    Wir müssen zurück zu Marx, Lenin und sogar Stalin (ja auch gerade er- der permanent Verfluchte, Verteufelte und doch falsch Verstandene von Faschisten wie bereits Goebbels bis in unsere Tage und den Schulbüchern der schleimigen Aufklärung à la Machiavelli-Konsorten, Trotzkisten, Kriegs-Demokraten, Diversanten und anderen grün lackierten Menschheitsbeglückern!). Fazit: Nur eine marxistisch/leninistische Organisation – weg von Pseudo-Linken, weg von jammervollen Anthroposophen oder NGOs der CIA-Brötchengeber, weg von hypokritischen „Bundestagsdemokraten“, weg von Neo-Faschisten im fabianisch-sozialistischen Outfit der City of London etc. ist die richtige Antwort. Wer das Gegenteil behauptet, ist dem Mainstream schon immer auf den Leim gegangen, hat von gründlicher Historie bewusst keine Ahnung und macht sich in seiner naiven Befangenheit mitschuldig an der Geißel der Menschheit – die schmierige Fratze der Hypokriten-Demokratie. Der Mensch bleibt nur dann Sklave, wenn er glaubt, dass ein Schönwetter Herr und gnädiger Meister ihn von den rostigen Ketten befreien könnte. Friedliches Miteinander zwischen Finanzmafia und dem normalen Malocher ist Teil der geplanten Mythologie von der Wiege bis zur nicht mehr bezahlbaren Bare für den ewig betrogenen Menschen!

    Ja, ja – die ständig dröhnende Posaune von der Gemeinsamkeit, der Solidarität zwischen Boss und Knecht – alles nur bla, bla, bla…bis zum Erbrechen. Nach der Devise: wir sitzen ja alle in einem Boot bei Sturm und Wind. Ich könnte schon wieder kotzen. Die Frage ist da eben nur – wer darf wieder mal rudern und wer ist der Steuermann hin zum lichten Sonnenschein in Corona-Zeiten und anderer Placebo-Theatralik Sic!

    Anhang zur geschichtlichen Klarstellung: Da kann man nur sagen, schon der dickleibige Churchill – als hasserfüllter Vertreter der westlich dekadenten Götterdämmerung – war das verkommenste Subjekt des 20. Jahrhunderts nach seiner Fulton-Rede von 1946 (Marschieren mit der Waffen-SS gegen die Sowjetunion) nach dem II. Weltkrieg. Abgesehen davon hat dieser Kolonialist schon 1922 Sulaimaniyya und die dortigen Kurden mit Giftgas bombardieren lassen und 1940 – 44 mehr als 10 Millionen Bengalen genüsslich dem Hungertod preisgegeben, nur um die Japaner besser bekämpfen zu können!

    Frage – wer ist hier der größere Blutsäufer, wenn man all die krypto-faschistischen Lügen über Stalin mal richtig stellt oder heute gar Putin als neuen Hitler bezeichnet und den Bär durch die Taiga treiben möchte oder gar durch die versteppte argentinische Pampa, um alte Kolonien neu zu kapern. Ja, ja – mit Corona marschieren wir wieder gen Osten bis alles in Scherben fällt. Merkel, Spahn, von der Leyen und all die anderen Dreigroschen-Flöten bleiben da lieber im schützenden Bunker und dem Arsch am warmen Ofen!

    • Erfurt schreibt:

      Da haste vollkommen Recht! Aktuelles Beispiel:

      Derzeit gib es massive Proteste gegen Aldi. Ist denn wirklich Aldi an Allem schuld? Bis zu 60 Cent je Kilogramm sollen die Butterpreise fallen wurde gmeldet. Bauern blockieren die Zufahrten zu Aldi-Verkaufsstellen. Ist es tatsächlich so, daß Aldi direkt von den Bauern mit Butter beliefert wird? Die Berichterstattung der Staatsmedien, die natürlich mal wieder nur Halbwahrheiten verbreiten, wirft einige Fragen auf. Mit den folgenden Gedankengängen versuchen wir uns mal an einer Antwort.

      Wir werden begreifen müssen, daß es kleine und große Bauern gibt. In der Regel sind es nur die kleinen Bauern die ihre Produkte selbst vermarkten und damit auch Lebensmittelmärkte direkt selbst beliefern. Was die Milch betrifft, die wird in Tankwagen gesammelt und an die Molkereien geliefert. Zu keinem Zeitpunkt wird hierzu der Bedarf ermittelt! Das Ziel der Milchproduktion besteht einzig darin, Gewinne zu erzielen und dieses Ziel verfolgen alle Milchbauern, die Großen wie die Kleinen!

      Wie wir sehen, sind die ersten Handelspartner der Bauern gar nicht die Supermärkte und auch nicht Aldi sondern die Molkereien bzw. der Großhandel. Sind es dann die Molkereien und der Großhandel die den Preis bestimmen? Die Antwort wird Sie überraschen: Nein, die sind es auch nicht!

      Lebensmittel werden an der Börse gehandelt! Der Preis an der Börse ist es also, der sich bis nach unten auf die Preise in den Supermärkten auswirkt! Und auch die sogenannten Waren-Termin-Geschäfte spielen hierbei eine große Rolle. Das sind, kurz gesagt, einfach nur Wetten darauf wer wann welche Ware liefert, also reine Spekulationsgeschäfte. Es dürfte jedem klar sein, daß auf diese Art und Weise keine bedarfsgerechte Produktion möglich ist und natürlich auch keine Planwirtschaft.

      Und somit sind die Proteste der Bauern bestenfalls der kapitalistischen Propaganda dienlich weil sie an den hier genannten wahren Ursachen völlig vorbei gehen!

      https://www.rolfrost.de/blog.phtml?thread=89

      • Thomas de Artesa schreibt:

        Lieber Forum Aktivist
        Das gab es in den 70er Jahren im Westen schon einmal, dass die Bauern mit Traktoren gegen AKW-Stacheldraht gezogen sind oder Schüler und Studenten für mehr Bildung und Bafög auf die Straßen gingen. Also – ihre eigenen Belange waren wichtiger als der große und weltweite Zusammenhang. Am Ende sind dann alle Öko-Freaks, Aussteiger und Besserverdiener geworden oder bei den grünen Faschisten gelandet wie, Roth, Fischer, Beck und andere Sowjetunion/Russland-Hasser, Sozialismus-Leugner wie US-Lakaien am gemeinsamen Schweinetrog.

        Marxismus/Leninismus oder gar Stalins gesammelte Werke haben nur wenige studiert oder gar begriffen – und wenn, dann nur als entstellte Marcuse-Verblödung oder Adorno, Horkheimer, Bloch Gesäusel für den Feierabend…bla, bla, bla! Wer besonders links sein wollte, griff auf Trotzki zurück, um den Grad der Gehirnwäsche einzuordnen!

      • Erfurt schreibt:

        Mit solchen fragwürdigen Protestaktionen soll nur die Demokratie vorgetäuscht werden! Man könnte meinen, daß die Protestanten von Staate auch noch Geld dafür kriegen! Zumindest diejenigen die zu solchen Aktionen aufrufen (Ostermärsche, Fick&Frieden usw.). MFG

  5. Ulrike Spurgat schreibt:

    Lange habe ich darüber nachgedacht, ob es Sinn hat hier mal einiges klar zu stellen…..

    Zum Beispiel, den ernstzunehmenden politischen Kampf Tausender, wenn nicht Hunderttausender Menschen im Nachkriegsdeutschland der jungen BRD.
    Auf keinen Fall kann ich einige Bemerkungen, die ich nicht weiter bewerten will, so stehen lassen. Alte und junge Genossen waren selbstverständliche bei den Ostermärschen dabei. Dazu später mehr. Wir waren keine Sekte ! Über 500.000 Menschen verschiedener politischer Ausrichtungen waren 1956 auf den Beinen. Gegen die Remilitarisierung. Es wird hier doch wohl niemand unseren Kampf hier in Zweifel ziehen wollen und annehmen, dass wir nicht das System als das erkannt haben, was es ist…..

    Der erste Ostermarsch war 1958: Schauerliches Wetter, Regen und Kälte war an diesem Karfreitag, erzählten später die Genossen. Man startete vom Londoner Trafalgar Square aus und erreichte sein Ziel am zweiten Ostertag: die Atomfabrik Aldermasten. Ca. 10.000 Menschen, Dutzende von Müttern mit ihren Kinderwagen, eine Riesen Wiese, bedeckt von knöcheltiefem Wasser. Drei Tage war der Zug unterwegs…, begleitet von einer unaufhörlichen Schimpfkanonade: „Kommunisten“, „Landesverräter“, und entsprechendem Bombardement mit Grasplacken und Unrat zog er unbeirrt seinem Ziel entgegen: Atomfabrik Aldermasten. Aber am Ziel angekommen brausten Parolen, Lieder und Gesänge auf. In der Presse gab es keine einzige Zeile über den ersten Ostermarsch zu lesen.

    Wer sich in den fünfziger Jahren und auch später als Friedensfreund, sich für die friedliche Koexistenz, für die Freundschaft mit der DDR und der Sowjetunion einsetzte, galt als „verkappter Kommunist“. Immer wieder hat man versucht, die Ostermärsche kaputtzumachen, indem man den Geist des Antikommunismus hat aufleben lassen. Der Kampf der Ostermärsche fiel in eine Zeit, die aus den gesellschaftlichen Bedingungen heraus entstanden sind, und als eine Antwort auf die Remilitarisierung und gegen den gesellschaftlichen Fortschritt zu sehen sind. Das Feindbild war für die Ewig-Gestrigen notwendig. Wie hätte sich denn ansonsten die Aufrüstung rechtfertigen lassen sollen. Weit über 150.000 Menschen trieb es jährlich bei den Ostermärschen auf die Straßen. Sie richteten sich aber auch konsequent gegen den Vietnam Krieg und die Notstandsgesetze.

    Noch etwas: 1950 – Die Forderungen des ersten Stockholmer Appels, der unterschrieben wurde von 500.000.000 Menschen aller Kontinente, der sich vorbehaltlos klar gegen die Atomwaffe als einer Waffe der Aggression und der Massenvernichtung von Menschen positionierte: „Wir sind der Ansicht, daß die Regierung , die als erste die Atomwaffe gegen irgendein Land benutzt, ein Verbrechen gegen die Menschheit begeht und als Kriegsverbrecher zu behandeln ist.“ Zitat Ende.

    Der „Krefelder Appell“ von uns Kommunisten ins Leben gerufen, gefördert und voran getrieben. 198o auf einer der bewegendsten Veranstaltungen für den Frieden, die Freundschaft und der Völkerverständigung haben u.a. gesprochen: Pastor Niemöller – „Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen…, als sie die Sozialdemokraten holten, habe ich geschwiegen… Niemöller wurde von Seiten der Kirche für seinen Einsatz für den Frieden immer wieder heftig kritisiert. Es war seine Lebensleistung, Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen, auch seine Rolle im Faschismus betreffend. Wir haben diese berechtigten Diskussionen damals in der DKP lange und ausführlich geführt: Kontrovers, wenn nötig. Mir fiel dazu meist ein…. „der werfe den ersten Stein“.

    Sicherlich gäbe es noch einiges mehr, was es zu erwähnen wert ist: Die Berufsverbote für die Kommunisten, die ständige Beobachtung durch den Verfassungsschutz, Gerichtsverfahren wegen „zivilen Ungehorsams“, Hausdurchsuchungen und nicht zuletzt, gut ausgebildet, sich Zeit seines Berufslebens mit 400- und 450-Euro-Jobs, mit Zeit- und Honorarverträgen über Wasser zu halten, um dann im Alter in die Alters Armut zu fallen.

    Nur hat das alles keinen Kommunisten davon abhalten können, konsequent für seine Klasse und deren Interessen und Belange einzustehen, dafür war die Ausbildung schließlich gedacht und ohne die wichtige DDR-Literatur, die z.B. auch für das Pädagogik/Psychologie Studium bedeutungsvoll war, wären all die großen und kleinen Verbesserungen im Leben vieler junger und alter Menschen niemals möglich gewesen. Und klar haben Genossen bemerkt, dass man so das System unterstützt…. Ja, dass ist durchaus möglich. Allerdings hätte ich meine Klasse niemals im Stich gelassen, denn der Klassenstandpunkt ist unumstößlich.

    • sascha313 schreibt:

      Danke Dir sehr, Ulrike! Das ist ein überaus wichtiger Beitrag. Gerade heute, bei der Zersplitterung der gesamten Gesellschaft, ist es wichtig, daran zu erinnern, daß nur die Aktionseinheit des gesamten Volkes eine Gesellschaft verändern kann. Und wenn nicht die Kommunisten es immer verstanden hätten, die Volksmassen auf dem Weg zum Sozialismus mitzureißen, sie zu überzeugen und zu ermutigen, hätte es auch eine DDR nie gegeben.

      Es ist nun einmal so: Ohne eine wissenschaftliche Theorie, ohne die Lehren von Marx, Engels, Lenin und Stalin wird es keinen gesellschaftlichen Fortschritt geben. Es ist und wird immer die Arbeiterklasse sein, die die entscheidende Rolle im Kampf gegen den maroden, durch und durch verkommenen Kapitalismus zu spielen hat. Und diese Klasse ist entweder revolutionär…. oder sie ist NICHTS ! (MEW Bd.31, S.77).

      • Ulrike Spurgat schreibt:

        So ist es, Sascha.
        Und da hat es in meinem Leben nie einen Zweifel geben können.
        Danke, dass ich nun endlich weiß, wo das so wichtige steht wonach ich lange gesucht habe.
        Wirklich verstehen konnte ich erst, nachdem ich immer und wieder darüber habe nachdenken müssen.

    • Harry56 schreibt:

      Hallo Genossin Ulrike, deinen Beitrag kann ich gut verstehen, nachvollziehen! Aber auch hier, in diesem Blog, einige EX-DDR-ler, welche heute hier die dicke Lippe riskieren/aufreißen (alias: DDR: „damals“…, super, super, super etc..), aber 1989/90 wegen dem „Begrüßungsgeld“ – 100 DM BESTECHUNGSGELD – in den „Westen“ stiften gegangen sind, heute hier (immer noch im „Westen“ wohnhaft!) Kritik üben an den Leuten in der BRD vor 1989, welche sich für Sozialismus auch im „Westen“ VOR 1989 eingesetzt haben, müssen wir das ernsthaft heute mit solchen Gestalten diskutieren, oder` 🙂 (Die Namen dieser „Nach-DDR“ Maulhelden hier erspare ich mir lieber!)
      Bleibe immer tapfer und stark, deine oft sicherlich oft auch praktischen Lebenserfahrungen sind dein Schatz, womit du immer arbeiten kannst.

      Soz. Grüße an dich ganz persönlich!

      • Ulrike Spurgat schreibt:

        Danke, geschätzter Harry….., eine gewisse Müdigkeit kann man nicht leugnen. Aus der Tiefe der Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung klingt „die Internationale“, manchmal leise, dann laut, aber nie wirklich weg in meinen Träumen nach. Und das ist beruhigend.
        Heimatlos zu werden in der eigenen Heimat war nur möglich mit dem Mut der Verzweiflung zu tragen, der vielen kleinen und großen Gesten, insbesondere von Menschen, die den Kommunisten nicht nahe gestanden sind…… Die, die sich Genossen schimpften; zumindest ein ganz großer Teil von ihnen hat sich vom Acker gemacht. Haben Marx, den sie wie eine Monstranz vor sich hergeschleppt hatten in den Kisten des Vergessens versteckt.
        Reifer zu werden hat diese Zeit mit sich gebracht.
        „Rudi Schulte“ von dem kämpfenden Genossen, Lyriker und Poeten Franz Josef Degenhardt hat den großen Kummer in dunkler Zeit mildern können, denn er hat ein Denkmal u.a. mit „Rudi Schulte“ den Kommunisten gesetzt. Seine künstlerisches, elegantes, wie sarkastisches Wirken wurde ihm in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts verboten. Kein Radio Sender hat ihn gespielt. Wir nannten ihn liebevoll: „Väterchen Franz“ und sein politisches Lied ist und bleibt etwas besonderes.
        „Eure Träume gehen durch meine Lieder“ (Franz Josef Degenhardt)

  6. Weber Johann schreibt:

    Liebe Ulrike, wieder vielen Dank. Ich kann Deine Worte: „Es wird hier doch wohl niemand unseren Kampf hier in Zweifel ziehen wollen und annehmen, dass wir nicht das System als das erkannt haben, was es ist…..“ nur unterstützen. Ulrike Du schreibst: „Sicherlich gäbe es noch einiges mehr, was es zu erwähnen wert ist“.
    Ja, es gibt noch sehr viel zu erwähnen, was wir nie vergessen dürfen. Ich führe nur einige Beispiele auf, die aufzeigen wie die Kommunisten von allen Alt-BRD-Regierungen verfolgt wurden, bis in den Tod:

    1) „Neues Deutschland“ vom 7. Februar 1966:
    Im Kölner Gefängnis „Klingelpütz“ wurden mehrere Inhaftierte erschlagen und in der Untersuchungsanstalt Dortmund der politische Häftling Helmut Wilke zum Selbstmord getrieben.
    Die Hintergründe der Verzweiflungstat des Kommunisten Helmut Wilke aus Dortmund wurden durch eine Petition seines Mithäftlings Erwin Hallmann bekannt, die dieser aus dem Gefängnis an den Landtag von Nordrhein-Westfalen richtete. „Wegen des Verdachts“, so heißt es in der Petition, „daß Wilke gegen das KPD-Verbot verstoßen haben sollte, hatte er härter zu tragen als ein Bagno-Sträfling. Durch eine Kette von körperlichen und seelischen Qualen erfolgte schließlich sein „Zusammenbruch“.

    Im Kölner Gefängnis „Klingelpütz“ wurde der gefesselte Untersuchungsgefangene Wasilenko aus Frankfurt (Main) derartig mit Gummiknüppeln geschlagen, daß er zwei Tage später verstarb. Mehrere Stunden mußte ein beinamputierte Kriegsbeschädigter in einer Zelle stehen. Er starb in der Nacht darauf. Schwer belastet ist der Oberwachtmeister Fuchs, der in diesem Kölner Gefängnis „zur Erziehung“ mit seinem Gummiknüppel auf einen zeitweilig geistesgestörten Gefangenen einschlug.“

    2) „Neues Deutschland“ 7. Mai 1959:
    Millionen protestieren gegen Ermordung Arthur Meckerte / Blutrichter hatten Hand im Spiel / Kumpel über ihren toten Freund
    Berlin (NU). In ganz Deutschland herrscht Empörung. Das grauenhafte Schicksal Arthur Meckerts im Gestapo-Kerker von Lüneburg hat Millionen Deutsche aus beiden Staaten zu erregten Protesten vereint.

    In einer Protesterklärung stellt der Ausschuß für Deutsche Einheit fest: „Meckert wurde in den Tod Betrieben durch die westdeutsche Justiz, die nachweisbar von den Blutrichtern beherrscht wird. Alle 18 politischen Sondergerichte der Bundesrepublik sind mit Nazijuristen besetzt. In letzter Zeit läuft diese politische Justizmaschine der Bonner Regierung, wie die zahlreichen politischen Prozesse vor den Sondergerichten in Dortmund und Düsseldorf, in Celle und anderswo beweisen, auf Hochtouren. 12 642 politische Hochverrats- und Staatsgefährdungsfälle, also 42 an jedem Werktage, wies allein die letzte Kriminalstatistik der Westzone aus.“

    3) „Neues Deutschland“ 1. Oktober 1965:
    Antifaschist in den Tod getrieben
     Düsseldorf (ADN). Die Verfolgung westdeutscher Antifaschisten und Patrioten hat, wie erst am Donnerstag bekannt wurde, am Wochenanfang ein neues Opfer gefordert. Der 43 Jahre alte Bergarbeiterinvalide Helmut Wilke erhängte sich in der Nacht zum Montag in einer Zelle des Dortmunder Untersuchungs-gefängnisses. Helmut Wilke ist der dritte politische Häftling, der nach 1945 im Dortmunder Untersuchungsgefängnis Selbstmord beging.

    Wie der Rechtsvertreter des Patrioten, der Dortmunder Rechtsanwalt Güllemann, erklärte, wurde Helmut Wilke am 5. August dieses Jahres unter der Anschuldigung verhaftet, für die widerrechtlich verbotene Kommunistische Partei Deutschlands tätig gewesen zu sein. Den Antrag seines Vertreters, den Haftbefehl aufzuheben, hatte das Dortmunder Landgericht verworfen. Helmut Wilke. der 1963 bei einem Zechenunfall zum Invaliden wurde, hinterläßt vier Kinder Im Alter von vier bis achtzehn Jahren.“

    4) „Neues Deutschland“ 16. November 1968:
    Georg Jakobi starb an Folgen politischer Haft
    Düsseldorl (ADN/ND). An den Folgen schwerer gesundheitlicher Schäden, die er sich während einer dreijährigen politischen Haft in westdeutschen Gefängnissen zuzog, ist am Dienstag der ehemalige Sekretär der KPD-Bezirksleitung  Ruhrgebiet und Mitglied der ehemaligen Landesleitung der KPD Nordrhein-Westfalen, Georg Jakobi, im Alter von 47 Jahren verstorben. Der Landesausschuß der DKP der sich Georg Jakobi angeschlossen hatte, betont in einem Nachruf, Georg Jakobi sei nach Erich Jungmann und Gerda Kahler ein weiteres Opfer der Kommunistenverfolgung, des Antikommunismus in der Bundesrepublik.“

    5) „Neues Deutschland“ 18. April 1957:
    Mörder verlangen noch Geld
    Unverschämtes Ansinnen der Bonner Justiz:
    Mitgefangener Karl Jungmanns soll 25.000 D-Mark zahlen

    (ADN/ND). Etwa 25.000 D-Mark Haft- und Prozeßkosten für den, am 5. Februar vorigen Jahres im Bochumer Gefängnis gestorbenen Bergarbeiterfunktionär Karl Jungmann läßt die Bundesanwaltschaft gegenwärtig eintreiben. Sie hat dem früheren Betriebsratsvorsitzenden des Hüttenwerkes Hagen-Haspe, Fritz Thrun, die Kostenrechnung zugestellt und ihn aufgefordert, sie an Stelle des im Gefängnis umgekommenen Karl Jungmann zu bezahlen. Die Bundesanwaltschaft begründet diese Forderung damit, daß die Kosten bei den „Erben“ des im Gefängnis gestorbenen Karl Jungmann nicht eingetrieben werden könnten. Als Mitangeklagter müsse jetzt Fritz Thrun haftpflichtig gemacht werden.

    Fritz Thrun war zusammen mit Karl Jungmann wegen seiner Arbeit im Deutschen Arbeiterkomitee gegen die Remilitarisierung vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe widerrechtlich verurteilt worden. Der Tod Karl Jungmanns hatte im Februar 1956 großes Aufsehen erregt. Trotz wiederholter Bitten wegen seines schlechten Gesundheitszustandes war der Arbeiterfunktionär nicht in ein Krankenhaus übergeführt worden. Am Morgen des 5. Februar 1956 erlitt er einen neuen schweren Schmerzanfall, wurde aber nicht von einem Arzt untersucht oder ins Krankenhaus gebracht, sondern sich selbst überlassen, bis der Tod eintrat .“

    • sascha313 schreibt:

      Danke, Johann, für diese erschütternden Beispiele. Der Faschismus war nicht nur damals anwesend, sondern ist es auch heute.

    • Harry56 schreibt:

      Ja, ja, ja…, diese „staatstragenden“ Kräfte der angeblich so neuen „demokratischen“ Adenauer – BRD waren die gleichen Typen in den Westzonen ab 1949 wie schon in der Zeit zwischen 1933 – 1945, aber geschützt, unterstützt von den anglo-amerikanischen Bajonetten nach dem Mai 1945, die angeblich „neue Bundesrepublik“ verwaltend….., „Wiederaufbau“ betreibend….
      Willkommen in dieser (???..)BRD! 😦

    • Ulrike Spurgat schreibt:

      Lieber Johann,
      Kraft wirst du weiterhin brauchen für dass was du akribisch aus den Tiefen der Geschichte hervorholst. Aushalten können, nicht verhärten und den Kern der Brutalität und der Menschenverachtung der Regierungen Adenauer und Konsorten zu erkennen, gelingt dir in einem hohen Maß bei deiner Aufarbeitung unserer gemeinsamen wechselvollen Geschichte. Dafür ist dir zu danken. Als sportbegeisterter Mann wird dir dieses sicherlich gelingen, denn man muss eben „am Ball bleiben“ und die Wegstrecke im Auge behalten und durchhalten. Selbst in schwierigen Momenten. Meine Wertschätzung, Achtung, Sympathie und Hochachtung ist grenzenlos.

      • Harry56 schreibt:

        Liebe Genossin Ulrike, dieser „Johann“ mit seinen uralten Zeitungsausschnitten….. ,ich bitte dich, WEN interssiert das heute? Wir schreiben bereits das Jahr 2021!

        Dir trotz alledem ein neues gutes Jahr, und immer Kopf hoch!

        Soz.Gruß an dich ganz persönlich!

  7. Weber Johann schreibt:

    Unter der Adenauer-, Erhard- und Kiesinger/Brandt-Regierung waren die DDR-Zeitungen iverboten. Wer in der Alt-BRD denunziert wurde, er sei im Besitz von DDR-Zeitungen, konnte schnell mit einer Gefängnisstrafe von bis zu 2 Jahren rechnen. Der Verlust des Arbeitsplatzes war so sicher wie das Amen in der Kirche. Jetzt hat jeder BRD-Bürger die Freiheit sein Geschichtswissen über unsere gesamtdeutsche Geschichte zu erweitern. Ein Beispiel zur Verdeutlichung wie dieser Zugewinn aussehen kann.

    „Berliner Zeitung“ vom 16. Juli 1961:
    Haussuchungen – Verhaftungen
    Bonner Terror gegen Kinderferientransporte

     Berlin (ADN/BZ). Haussuchungen, Verhaftungen und Zurückweisung von Kindertransporten an westdeutschen Grenzorten sind nach dem Verbot der Arbeitsgemeinschaft „Frohe Ferien für alle Kinder“ in Westdeutschland an der Tagesordnung. An verschiedenen westdeutschen Grenzorten, so in Lauenburg und Helmstedt, wurden die Posten des Bundesgrenzschutzes verstärkt.

    Hier die Chronik der jüngsten Ereignisse:
    • In den Abendstunden des 7. Juli erschienen Beamte der Politischen Polizei in der Wohnung der Org.-Leiterin der Arbeitsgemeinschaft „Frohe Ferien für alle Kinder“ in Kassel, Frau Walberg. Sie erklärten, daß ihre Tätigkeit für die Arbeitsgemeinschaft ab sofort „außerhalb der Verfassung“ stünde und strafbar sei. Gleichzeitig suchten sie nach Unterlagen über geplante Ferienreisen in die DDR.
    • Am 8. Juli wurde im westdeutschen Grenzort Lauenburg ein Bus, der 33 Kinder aus Hamburg in das Ferienlager des VEB Hydrierwerk Zeitz bringen sollte, von westdeutschen Grenzbehörden etwa 2 Stunden festgehalten. Dann erklärte ein Major des Grenzschutzes, daß der Transport nicht in die DDR reisen dürfe.
    • Am 9. Juli waren Bürger der DDR widerrechtlich aus dem Interzonenzug heraus verhaftet worden, weil sie als Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes nach Hamburg reisten, um einen Transport mit besonders gesundheitsgefährdeten Kindern in die DDR zu begleiten. Drei DRK-Helfer aus Gera wurden auf dem Hamburger Hauptbahnhof festgenommen und später ins Untersuchungsgefängnis überführt. Auf ihre energischen Proteste hin mußten sie später freigelassen werden.“

    • sascha313 schreibt:

      …menschenverachtende Methoden waren dem westdeutschen System schon immer eigen. Die Verbrechen, die das Regime beging, konnte man ja dann bequem der benachbarten DDR anhängen und dem gläubigen Bundesbürger zugleich einreden, die DDR sei ein „Unrechtsstaat“.

      Daß solche skrupellosen Systemlinge, die das schon immer geglaubt haben, eines schönen Tages Ministerpäsident werden würden, hat man damals in den Thüringen nicht für möglich gehalten. Nächstens soll ja in selbigem Bundesland die Reisefreiheit auf einen Umkreis von 15 km eingegrenzt werden. Die Nazis hatten schon ähnliche Methoden!

      Ja, und danke, Johann, daß Du uns immer wieder daran erinnerst! Man kann das nicht oft genug tun!

  8. Weber Johann schreibt:

    Die Freiheit, DDR-Zeitungen lesen zu können, bringt mir eine enorme Erweiterung über die Hintergründe, der Verfolgung von Menschen, die mit dem DDR-Sport in irgend einer Art und Weise etwas zu tun hatten. Nicht nur unter den Adenauer-, Erhard- und Kiesinger/Brandt-Regierungen.

    Wieder ein Beispiel:

    „Neues Deutschland“ 12. Mai 1984
    Korrespondent des ADN in Handschellen abgeführt
    Bei Berichterstattung über Vorbereitung Olympischer Spiele von Polizei brutal gefesselt und verschleppt.

    Los Angeles (ADN). Die Polizei in Los Angeles hat den ADN-Korrespondenten Horst Schäfer, als er über die Vorbereitung der Olympischen Spiele berichten sollte.- vorübergehend festgenommen.

    Der Korrespondent, der vom Rande einer etwas erhöhten Schnellstraße im Zentrum von Los Angeles aus das Pressezentrum der Olympischen Spiele fotografiert hatte, schilderte den Hergang so: „Zum erstenmal in 29 Berufsjahren wurde ich in Handschellen abgeführt. Als ich mich einem Streifenpolizisten gegenüber als DDR-Korrespondent vorstellte und meine Presseausweise zeigte, darunter einen vom Secret Service des Weißen Hauses ausgestellten Pressepaß, erklärte er diese Ausweise kurzerhand für gefälscht. Der Polizist beschlagnahmte die Kamera-Ausrüstung und forderte von mir, die Hände hinter dem Kopf zu verschränken. Er nahm eine Leibesvisitation vor, drehte mir die Arme mit Gewalt auf den Rücken und fesselte mich schließlich mit Handschellen.“

    Auf einer Fahrt im Polizeiwagen durch Los Angeles wurde dem Korrespondenten gedroht, sein Filmmaterial zu zerstören und ihn ins Polizeigefangnis einzusperren. Nach heftigen Protesten wurde, er schließlich ohne nähere Erklärung wieder freigelassen.“

    • sascha313 schreibt:

      Danke, lieber Johann. Wer damals in der DDR Zeitungen gelesen hat, der war bestens informiert. Nicht nur über politische Ereignisse und wirtschaftliche Erfolge der DDR, sondern auch über deren Hintergründe und Zusammenhänge. So konnte sich jeder DDR-Bürger ein objektives Weltbild machen, war imstande, objektiv zu urteilen und konnte die Gefährlichkeit des Imperialismus erkennen.

      Wer sich dem aber entzog, der geriet unweigerlich unter den Einfluß der bürgerlichen Massenmanipulation. …. und wer sich dem heute entzieht, weil er glaubt, gegenwärtige Probleme seien wichtiger als vergangene, der versteht nicht den Zusammenhang von Geschichte und Gegenwart und verharmlost zugleich die schädlichen Auswirkungen der imperialistischen Massenpropaganda.

      Gerade die Bildung ist es doch, die uns in die Lage versetzt, Wahres von Falschen, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden … und letztlich zu einem Klassenbewußtsein zu gelangen, das sich der reaktionären bürgerlichen Propaganda widersetzt. Die Lüge ist auch die stärkste Säule der gesamten Corona-Hysterie! Es gibt nichts Wertvolleres als das, was wir aus der Geschichte lernen können!

  9. Weber Johann schreibt:

    Sascha, ich möchte an Deinen letzten Satz anknüpfen: „Es gibt nichts Wertvolleres als das, was wir aus der Geschichte lernen können!“ Deshalb zum Schluß, Geschichtswissen, wie Christen in der Alt-BRD „mundtot“ gemacht wurden.

    Ost-CDU-Zeitung „Neue Zeit“ vom 8. Mai 1955:

    Gewohnheitsverbrecher Kronzeuge Adenauers
    Kirchliche Institutionen mißbraucht — Öffentliche Gelder an Betrüger vergeudet — Hintermänner der Hetze gegen Frau Professor Faßbinder entlarvt

    Berlin (NZ). Mit welchen Mitteln man im „christlichen“ Staate Adenauers wahrhafte Christen verleumdet, diffamiert und in ihrer bürgerlichen Existenz zugrunde zu richten versucht, darüber bringt die westdeutsche Wochenschrift „Der Spiegel“ einen aufsehenerregenden Bericht. Die darin mitgeteilten Tatsachen entlarven das seit Jahren gegen die Friedenskämpferin Frau Prof. Faßbinder geführte Kesseltreiben in seiner ganzen Niedertracht und Gemeinheit.

    Die Mitteilungen stützen sich auf ein beim Sonderdezernat der Staatsanwaltschaft in Dortmund eingeleitetes Ermittlungsverfahren gegen den zehnmal vorbestraften Berufsverbrecher Hans van NahI, den man als „Kronzeugen gegen Frau Faßbinder ins Feld führte, nachdem alle anderen Versuche, die unbescholtene und ehrliche Christin zur Strecke zu bringen, gescheitert waren! […]

     „Als Pazifistin hatte sie sich bei ihrer Schulbehörde schon 1950 verdächtig gemacht, als der Bundeskanzler ungefragt den Westmächten in seinem Memorandum vom 30. August westdeutsche Soldaten offerierte“, ironisierte „Der Spiegel“. Am 8. April 1953 wurde ihr der Lehrauftrag an der Hochschule entzogen und am 8. August vom damaligen Kultusminister von Nordrhein-Westfalen ein förmliches Dienststrafverfahren gegen sie eröffnet. Am 9. November 1953 wurde sie vom Dienst dispensiert.

    Bei dieser Gelegenheit kam heraus, daß man seit Sommer 1952 versucht hatte, gegen Frau Faßbinder „belastendes Material“ zusammenzustellen! „Die Studenten und Studentinnen versicherten allerdings später schriftlich, niemand von ihnen habe irgendeine Meldung über die Professorin gemacht. Monate später schrieb ein Student an Frau Faßbinder, er sei froh und glücklich darüber, daß ich damals die Aufforderung, Sie zu bespitzeln und in Ihren Vorlesungen mitzuschreiben, abgelehnt habe. Auch der Rektor, Dr. Heinrich Lentz, schrieb Ende 1953 in einem vom Ministerium angeforderten Bericht: „Mir sind keine Klagen aus den Studentenkreisen und aus dem Munde der Kollegen von Frau Prof. Faßbinder bekanntgeworden.“

    Mit welchen Mitteln gegen Frau Faßbinder gearbeitet wurde, zeigt ein Brief des Bonner Oberbürgermeisters Busen an Frau Minister Teusch. in dem es hieß: „Interessant war für mich die Mitteilung des Herrn Dr. Klein, daß nach Angabe von Frau Dr. Hampel vom Ministerium für gesamtdeutsche Fragen (!) Frau Prof. Dr. Faßbinder aus sowjetischen Mitteln finanziert wird.“[…] der Leiter des sogenannten Ministeriums für gesamtdeutsche Fragen, Jakob Kaiser. Der „gesamtdeutsche Jakob“ glaubte, zum Vernichtungsschlag auszuholen, als er Anfang 1952 eine Charlotte Hübler in die Friedensbewegung einschleuste mit dem Auftrag „Beweismatenal“ dafür zu schaffen, daß die Friedensbewegung „kommunistisch gelenkt und finanziert werde“. Die Hübler schrieb daraufhin an Frau Faßbinder belastende Briefe über Geldempfang aus der DDR und ähnliches.

    „Die Professorin verstand diese Briefe nicht, weil sie nie Geld bekommen hatte: sie antwortete entsprechend“, heißt es dazu in dem Bericht. „Was die Professorin nicht wußte, war, daß Fotokopien der Hübler-Briefe beim Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen gesammelt und schließlich mit einem großen Bericht über die angeblich entlarvte Professorin im November 1953 an das Düsseldorfer Kultusministerium geschickt wurden.[..]
    Auch das Bundesamt für Verfassungsschutz wurde auf Frau Faßbinder angesetzt, ohne daß stichhaltiges Material zusammenkam.[..]
    Der „Musterkatholik“ Hans van Nahl trat auf die Bühne! Zehnmal hatte er sich vor Gericht wegen Betrugs und ähnlicher Delikte bereits zu verantworten gehabt.[..]

    ..van Nahl die Stunde für den größten Schwindel seines Lebens gekommen. Nahl wandte sich an einige in seiner Nähe sitzende Pfarrer und bot sich an, von seiner „achtjährigen Gefangenschaft bei der NKWD“ zu berichten und zu erzählen, was er „unter der Knute der Gottlosen“ erlebt habe. Er wußte schaurige Dinge zu berichten von angeblichen, durch die sowjetische Besatzungsmacht eingerichteten Konzentrationslagern in der „Ostzone“ und von Gewalttaten der Volkspolizei. Nahl richtete in polemischer Form einige „Anfragen“ an Frau Faßbinder und erklärte theatralisch: „Die Menschen in der .Ostzone‘ seien erschüttert, daß sie als Katholikin sich zum Sprecher eines solchen Systems mache.“ Mit solchen angeblichen „eigenen Erlebnissen“ versuchte Nahl, Frau Faßbinder vor der Versammlung zu diskreditieren.

    Wie eine Meute stürzte sich die adenauerhörige weltliche und kirchliche Presse auf dieses „gefundene Fressen“. Die Hetzkampagne gegen Frau Faßbinder überschlug sich! Von diesem „Erfolg“ kühn gemacht, legte van Nahl gleich noch eine zweite Serie von Lügen auf. Er behauptete in einem „Erlebnisbericht“, den die „Ketteler-Wacht“, das Blatt der Katholischen Arbeiterbewegung, und der „Rheinische Merkur“, das Blatt Adenauers, abdruckten. Frau Faßbinder sei „eine bezahlte Agentin des sowjetzonalen Staatssicherheitsdienstes“. Auch das Presse- und Informationsamt Adenauers druckte diese Lügen im „Spiegel der katholischen Kirchenpresse“ vom 30. November 1954 nach.[..]

     „Der Spiegel“ kommentiert: „Hans van Nahl ist übrigens neugierig, wie sein Prozeß ausgehen wird. Er meint, eigentlich gehörten jene, die ihm in Fulda die Chance für seine Gaunereien so großzügig eingeräumt und ihn immer wieder neu ermuntert hätten, seine Märtyrerstory zu verbreiten, auch auf die Anklagebank.“ Nahl sagte vor der Kriminalpolizei:  „Ich habe doch nur gesagt, was man so gern von mir gehört hat.“[..]“

    „Spiegel“ Nr. 21/1955:
    PROPAGANDA / SCHWINDEL Was man hören will
    […] Hans van Nahls Spekulation erwies sich als richtig. Mit seiner Geschichte über die Sowjetzone und die Professorin Klara-Marie Faßbinder fand er beim aufnahmebereiten westdeutschen Publikum denselben guten Anklang, wie ihn ein Jahr vorher Friedrich Jädicke in Westberlin mit der vorgetäuschten Säurebehandlung durch den SSD anfangs erzielen konnte (SPIEGEL 44/1953). Die wahre Drangsal aber, der die Bevölkerung der Sowjetzone ständig ausgesetzt ist, kommt durch solche Hochstapeleien und die Leichtgläubigkeit, mit der man ihnen in Westdeutschland begegnet, mehr und mehr in Gefahr, bagatellisiert zu werden.

    Vor der Kriminalpolizei gab Hans van Nahl zu, daß er alles, was er über Frau Faßbinder erzählte, zusammengelogen hat. Er gestand auch, nach dem Fuldaer Katholikentag niemals mehr in der Sowjetzone gewesen zu sein. Auch das Bild, auf dem er vor dem Fuldaer Dom zu sehen ist, sei nicht echt, sagte Hans van Nahl vor der Polizei. Die Redaktion des katholischen Monatsblatts „Mann in der Zeit“ habe sein Porträt in eine Aufnahme des Fuldaer Doms hineinmontiert – was die Redaktion entschieden bestreitet: Das Photo sei sehr wohl echt.“[..]
    https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-31970325.html

  10. Weber Johann schreibt:

    Nachtrag: Heute gehen viele Menschen auf die Straße um für Grundgesetzrechte zu demonstrieren.

    Von Vorteil ist für jeden zu wissen, dass Menschen schon zu Beginn der 1. Adenauerregierung diese Rechte vorenthalten wurden.

    Wieder ein Beispiel:

    In der CDU/CSU Franktionssitzung vom 4.10.1950 an der folgende CDU/CSU-Bundesabgeordnete teilnahmen, Dr. von Brentano, Bausch, Eckstein, Gengler, Kemper, Kiesinger, Dr. Lehr, Neuburger, Dr. Pünder, Schröter, Schütz, Strauß, Dr. Tillmanns, Dr. Vogel, Frau Dr. Weber, Dr. Wuermeling, beschlossen 16 CDU/CSU-ler, wurde beschlossen, dass die „Besetzung der nach Entfernung von Kommunisten freigewordenen Stellen durch Vertriebene aus der Ostzone vorgenommen werden muß. Dieser Antrag wurde angenommen.“
    https://fraktionsprotokolle.de/handle/4635

    Mit Drucksache Nr. 1513 stellten Abgeordnete der CDU/CSU folgenden Antrag an den Bundestag:
    „Neubesetzungen im öffentlichen Dienst.
    Der Bundestag wolle beschließen:
    Die von der Bundesregierung eingeleitete Entfernung von Mitgliedern der kommunistischen Partei, kommunistisch beeinflußter Gruppen und rechtsradikaler Verbände aus dem öffentlichen Dienst macht Neubesetzungen der dadurch frei werdenden Stellen notwendig.

    Die Bundesregierung wird ersucht,
    1. dafür Sorge zu tragen, daß bei diesen Neubesetzungen Vertriebene aus der sowjetischen Besatzungszone, die sich dort im Widerstand gegen den Kommunismus bewährt haben und aus politischen Gründen flüchten mußten, bevorzugt berücksichtigt werden;

    2. durch Verhandlungen mit den Regierungen der Länder darauf hinzuwirken, daß diese entsprechend verfahren.
    Bonn, den 26. Oktober 1950“

    Klicke, um auf 0101513.pdf zuzugreifen

    Das Grundgesetz Art. (3), Abs. (3) „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ – wurde hier von der Adenauerregierung außer Kraft gesetzt. Wer heute für die Rechte des Grundgesetzes auf die Straße geht, ist gut beraten, wenn er auch diese Vorgänge kennt.

    • sascha313 schreibt:

      Danke! …eine weitergehende „Entkommunisierung“ war dann erst nach 1990 wieder möglich, nachdem die DDR und der Sozialismus beseitigt waren. Mir ist auch aufgefallen, daß der letzte Satz: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ im GG Art. 3 Abs.3 nicht enthalten ist…

      Doch um es nochmals hervorzuheben: Wenn es bei dem Antrag der CDU/CSU heißt „Die Bundesregierung wird ersucht, dafür Sorge zu tragen, daß bei diesen Neubesetzungen Vertriebene aus der sowjetischen Besatzungszone, die sich dort im Widerstand gegen den Kommunismus bewährt haben…“, so wird ganz zweifelsfrei deutlich, daß der Haß auf den Kommunismus und die Kommunisten schon seit 1950 (in nahtloser Fortsetzung der faschistischen Doktrin jener Kommunistenmörder des Nazireichs, übrigens!) die Politik der BRD bestimmt.

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