Lockdown Strategien sind ein Angriff auf das Proletariat

Arbeiter CAMit seiner ökonomischen Theo­rie hat Marx die Stellung des Proletariats im Gesamtsystem des Kapitalis­mus wissenschaftlich begründet. Die Arbeiterklasse ist mit der modern­sten Form der Produktion verbunden. Ihr Klasseninteresse nach Über­führung des von ihr produzierten gesellschaftlichen Reichtums in die Hände der Produzenten stimmt mit der Grundrichtung der Entwicklung der Produktivkräfte überein. Sie bringt auch die revolutionäre Klassen­partei hervor und ist Trägerin der wissenschaftlichen Weltanschauung. Sie besitzen die Eigenschaften, die sie zum revolutionären Kampf be­fähigen: Konzentration, Organisiertheit und Disziplin.

Was ist die Aufgabe des Proletariats?

Das Proletariat als letzte ausgebeutete Klasse in der Geschichte der Menschheit wird mit seiner Befreiung vom Kapitalismus zugleich alle Werktätigen von Ausbeutung und Unterdrückung befreien; es ist Schöpfer der neuen, der kommunistischen Gesellschaft. Diese historische Mis­sion der Arbeiterklasse ist von weltgeschichtlichen Dimensionen:

      • Formierung des Proletariats als Klasse,
      • Ver­bindung des wissenschaftlichen Sozialismus mit der Arbeiterbewegung,
      • Führung der Arbeiterklasse durch die Partei zum Sturz der kapitalisti­schen Gesellschaft und zur Eroberung der politischen Macht,
      • Gebrauch dieser Macht zur revolutionären Umgestaltung zum Sozialismus und Kommunismus

Ohne das Proletariat läuft nichts…

W.I. Lenin betonte: „Das Wichtigste in der Marxschen Lehre ist die Klarstellung der weltgeschichtlichen Rolle des Proletariats als des Schöpfers der soziali­stischen Gesellschaft.“ [6] Durch die Vereinigung von wissenschaftlichem Sozialismus und Arbeiterbewegung verhalfen Marx und Engels der Arbeiterbewegung zur Erkenntnis ihrer welthistorischen Rolle, zur Einsicht in die Gesetzmäßig­keiten der gesellschaftlichen Entwicklung.

An Karl Marx geht kein Weg vorbei!

Die theoretische Begründung der historischen Mission der Arbeiterklasse verbanden Marx und Engels von Anfang an mit dem Kampf um ihre Durchsetzung. Am Grabe von Karl Marx sagte Friedrich Engels:

„Marx war vor allem Revolutionär. Mit­zuwirken, in dieser oder jener Weise, am Sturz der kapitalistischen Ge­sellschaft und der durch sie geschaffenen Staatseinrichtungen, mit­zuwirken an der Befreiung des modernen Proletariats, … das war sein wirklicher Lebensberuf.“ [7]

Das Beispiel des realen Sozialismus hat bewiesen

Die welthistorische Rolle der Arbeiterklasse ist in allen Klassenkämp­fen, vor allem in der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution und bei der Herausbildung und erfolgreichen Entwicklung des sozialistischen Weltsystems zum Ausdruck gekommen. Die Erfahrungen der Sowjetunion, die Erfahrungen der DDR und anderer sozialistischer Länder be­kräftigen, daß die Rolle der Arbeiterklasse als produktive und macht­ausübende Klasse gesetzmäßig weiter anwächst. Die moderne Arbeiter­klasse war und bleibt, wie Karl Marx sagte, „der soziale Kopf und das soziale Herz“ [8] dieses Entwicklungsprozesses.

Was die Arbeiterklasse lernen muß…

Es ist klar erkennbar, daß sich vor allem die revolutionären Eigenschaften der Arbeiterklasse als machtausübende Klasse, ihre zunehmende politische Reife, ihre inter­nationalistische und patriotische Haltung, ihre kämpferische Auselnanersetzung mit dem Imperialismus und der bürgerlichen Ideologie, ihre weltanschauliche und fachliche Bildung sowie ihre Fähigkeit zur Leitung, Planung und Gestaltung der sozialistischen Gesellschaft in unserem Land in der kommenden Etappe weiter ausprägen werden.

Der ideologische Kampf hört niemals auf

Die historische Mission der Arbeiterklasse und ihre Rolle in den Kämpfen der Gegenwart steht nicht von ungefähr mit im Mittelpunkt der ideologischen Auseinandersetzungen. Die heutigen Antikommunisten möchten uns einreden, daß die Arbeiterklasse in den industriell entwik­kelten kapitalistischen Ländern ihre von Marx festgestellten Hauptmerk­male nicht mehr besitze, daß der Klassenkampf nicht mehr die Haupt­triebkraft der gesellschaftlichen Entwicklung in den Ländern .des staats­monopolistischen Kapitalismus sei; daß im Gefolge der wissenschaftlich­technischen Revolution eine Entproletarisierung in diesen Ländern statt­fände und daß daher die Arbeiterklasse ihre Kraft für die Durchsetzung des gesellschaftlichen Fortschritts eingebüßt habe. Alle Fakten der ge­sellschaftlichen Realität widerlegen diese und ähnliche Auffassungen.

Wer ist eugentlich ein Proletarier?

Nach wie vor gilt, was Marx im „Kapltal“ schrieb:

„Unter ,Proletarier‘ ist ökonomisch nichts zu verstehen als der Lohnarbeiter, der Kapital pro­duziert und verwertet und aufs Pflaster geworfen wird, sobald er für die Verwertungsbedürfnisse des ,Monsieur Kapital‘… überflüssig ist.“ [9]

Nicht die Unterschiede im Charakter der Arbeit und die Qualifikation des Arbeiters bestimmen die proletarische Existenz in den kapitalistischen Ländern, sondern die von Marx aufgedeckten grundlegenden ökono­mischen und sozialen Faktoren. Die durch die kapitalistische Rationali­sierung und die tiefe Krise dieses Systems auf die Straße geworfenen, nach Millionen zählenden arbeitslosen Arbeiter, Angestellten und Gei­stesschaffenden sind durch keinerlei ideologische Spitzfindigkeiten hin­wegzudiskutieren.

Warum sind Streiks notwendig?

Lohn- und Streikkämpfe zeugen davon, daß die Werk­tätigen nicht gewillt sind, die Lasten des krisengeschüttelten Kapitalis­mus widerspruchslos zu ertragen. Wenn trotzdem von bürgerlichen, sozialreformistischen und auch von anarchistischen Ideologen immer wieder neue Konzeptionen vom schwindenden Einfluß der Arbeiter­klasse auf die geschichtlichen Prozesse unserer Zeit erfunden werden, dann darum, weil alle bisherigen an den gesellschaftlichen Realitäten, vor allem am realen Sozialismus, gescheitert.

Wer ist ein Marxist?

Aus den Höhepunkten des Klassenkampfes im 19. Jahrhundert, den Revolutionen 1848/49 und der Pariser Kommune 1871 zog Karl Marx die Schlußfolgerung, daß das Proletariat zur Erfüllung seiner historischen Mission die politische Macht der Bourgeoisie beseitigen und seine eigene Macht errichten muß. Diesen Kerngedanken der Marxschen Revolutionstheorie unterstrich W.I. Lenin mit den Worten:

„Ein Marxist ist nur, wer die Anerkennung des Klassenkampfes auf die Anerkennung der Diktatur des Proletariats erstreckt.“ [10]

Der Staat ist ein Machtinstrument

Die politischen Machtorgane sind immer Instrument der herrschenden Klasse zur Durchsetzung ihrer Klasseninteressen. Das historische Ziel der Arbeiterklasse ist folglich nur mit proletarischen Machtorganen zu erreichen. Das bestätigt die Praxis von über sechs Jahrzehnten realem Sozialismus einhellig. Niemals werden über sechs Jahrzehnten realem Sozialismus einhellig. Niemals werden Machtorgane, die die Interessen der Ausbeuterklassen wahrnehmen, im Interesse der Arbeiterklasse handeln. Auch dafür ist die Geschichte des Klassenkampfes der lebendige Beweis.

Einen „dritten Weg“ gibt es nicht!

Nirgends in der Welt gibt es ein Beispiel dafür, daß die These der Opportunisten vom Staat im Kapitalismus als klassenneutralem Vollstrecker des Willens der Mehrheit des Volkes, vorn friedlichen Hinein­wachsen des Kapitalismus in den Sozialismus oder die These von einem „dritten Weg“ zwischen Kapitalismus und Sozialismus die kapitalistische Gesellschaftsordnung auch nur angetastet hätte. Im Gegenteil, die op­portunistischen Ideen haben große Teile der Arbeiterklasse vom Kampf um den Sozialismus abgehalten.

Die Machtfrage ist entscheidend!

Auch der in der Gegenwart propagierte „neue“ dritte Weg zwischen dem realen Sozialismus und der Sozialdemokratie ist im Grunde nichts anderes als ein Zurückweichen vor der Lösung der Machtfrage im Inter­esse der Arbeiterklasse und ihrer Verbündeten. Es ist ein erneuter Ver­such, sich zwischen die revolutionäre und die reformistische Richtung der internationalen Arbeiterbewegung zu stellen. Solche Zugeständnisse an den Opportunismus haben stets der Arbeiterklasse geschadet und die revolutionäre Entwicklung zurückgeworfen.

[6] W.I. Lenin: Die historischen Schicksale der Lehre von Karl Marx. In: Werke, Bd.18, S.576.
[7] Friedrich Engels: Das Begräbnis von Karl Marx. In: MEW, Bd.19, S.336.
[8] Karl Marx: Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung. In: MEW, Bd.1, S.388.
[9] Karl Marx: Das Kapital. Erster Band. In: MEW, Bd.23, S.642.
[10] W.I.Lenin: Staat und Revolution. In: Werke Bd.25, S.424.

Quelle: Studienhinweise für Seminare. Zur aktuellen Bedeutung der Leninschen Tehorie über den Imperialismus. Parteilehrjahr der SED 1982/83, S.15-19.


Der Angriff auf arbeitende Menschen


Biostatistiker und Professor an der Harvard Medical School Martin Kulldorff und Oxford Professorin für Epidemiologie Sunetra Gupta haben in einem Artikel für die Toronto Sun aufgezeigt, wer unter dem Lockdown leidet und wer nicht. Typischerweise treten diejenigen für Lockdowns ein, die ein hohes, unkündbares Staatsgehalt haben, große Wohnungen oder Häuser in bester Lage, sowie eine hervorragende technische Ausstattung, die Home Office und Distance Learning zumindest erträglich machen. Was Gupta und Kulldorff zu Kanada schreiben, trifft ziemlich exakt auch auf die europäischen Länder zu.

Die kanadische COVID-19 Lockdown Strategie ist der schlimmste Angriff auf die Arbeiterklasse seit vielen Jahrzehnten. College-Studenten und junge Berufstätige mit geringem Risiko werden geschützt, wie z.B. Anwälte, Regierungsangestellte, Journalisten und Wissenschaftler, die von zu Hause aus arbeiten können, während ältere Menschen aus der Arbeiterklasse mit hohem Risiko arbeiten müssen und dabei ihr Leben riskieren, um die Immunität der Bevölkerung zu erzeugen, die schließlich zum Schutz aller beitragen wird. Dies ist verkehrt und führt zu vielen unnötigen Todesfällen sowohl durch COVID-19 als auch durch andere Krankheiten.*
Um es wissenschaftlich zu betrachten, müssen wir einen Blick auf Schweden werfen. Es war das einzige große westliche Land, das während des Höhepunkts der Pandemie im Frühjahr Kindertagesstätten und Schulen für alle Kinder im Alter von 1 bis 15 Jahren geöffnet hielt. Ohne Masken, Tests, Kontaktverfolgung oder soziale Distanzierung gab es genau null COVID-19-Todesfälle unter den 1,8 Millionen Kindern in dieser Altersgruppe, mit nur wenigen Krankenhausaufenthalten. Darüber hinaus hatten Lehrer das gleiche Risiko wie der Durchschnitt der anderen Berufe, während ältere Menschen, die in Mehrgenerationenhäusern leben, kein höheres Risiko hatten, wenn sie mit Kindern zusammenlebten. Kinder und Eltern zu testen und zu isolieren ist schädlich für Kinder und Familien und dient nicht dem Ziel der öffentlichen Gesundheit.
(Danke an tpk für die Übersetzung!)
Trotz heroischer Bemühungen der Öffentlichkeit ist die neunmonatige Sperrungs- und Kontaktverfolgungsstrategie für ältere Kanadier auf tragische Weise gescheitert, wobei 97% der Covid-19-Todesfälle über 60-jährige betreffen. Wo es „erfolgreich“ war, war die Verlagerung der Covid-19-Belastung von wohlhabenden Fachleuten in die weniger wohlhabende Arbeiterklasse. Zum Beispiel waren in Toronto die Inzidenzraten zu Beginn der Pandemie gleich, aber nach dem Lockdown am 23. März 2020 gingen die Fälle in wohlhabenden Vierteln zurück, während Sie in weniger wohlhabenden Gebieten in die Höhe schossen. Ein ähnlicher Effekt wurde anschließend für die Mortalität beobachtet (siehe Abbildung).
Daily Toronto
schwarze Kurve: Wohngbiete mit niedrigen Einkommen
blaue Kurve: Wohngebiete mit höchsten Einkommen
*hier geht es nicht um Todesfälle mit oder an dem Corona-Virus, sondern um die katastrophalen Folgen des Lockdown, die in Kanada ähnlich sind wie in Europa.
Diese Lockdowns haben zu enormen Kollateralschäden bei anderen Gesundheitsfragen geführt, wie sinkende Impfraten im Kindesalter, schlechtere Ergebnisse bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weniger Krebsvorsorge und sich verschlechternde psychische Gesundheit, um nur einige zu nennen. Selbst wenn morgen alle Lockdowns aufgehoben würden, müssen wir noch viele Jahre damit leben – und damit sterben.

Nachbemerkung: auch bei diesem kanadischen Beitrag wurde versäumt, auf die gesellschaftlichen Bedingungen und die politische Ursachen dieses „Corona“-Terrors hinzuweisen. Diese staatlichen Terrormaßnahmen wurden eingeleitet, um die Folgen der weltweiten Finanzkrise zu minimieren und auf die Arbeiterklasse und die ärmere Bevölkerung abzuwälzen.

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14 Antworten zu Lockdown Strategien sind ein Angriff auf das Proletariat

  1. gunst01 schreibt:

    Der Satz `…die revolutionären Eigenschaften der Arbeiterklasse als machtausübende Klasse, ihre zunehmende politische Reife …´ zeigt die heutige weltferne der Gedanken von Marx. Gerade die sogenannte Arbeiterklasse wird mit Kurzarbeitergeld zugeschüttet und schweigt. So schweigen auch die meisten anderen, denn auch die bekommen noch Geld, wenn es auch frisch gedrucktes ist.

    Die Strategie des Wandels ist raffiniert: Protest wird mit Geld erstickt und die Rechnung für das gedruckte Geld darf das Volk auch noch selbst bezahlen. Politische Reife gibt es nur noch im Museum.

    • sascha313 schreibt:

      Zugegeben, der Satz ist heute ziemlich weltfern; allerdings auch nur 1:1 übernommen. Es ist zutreffend, daß mit Geld „die Mäuler gestopft“ werden. So gesehen, kann man diesen Satz auch als Zukunftsmusik verstehen…. Und warum sollte das nicht doch wieder Wirklichkeit werden?!

    • Erfurt schreibt:

      Siehe Weimarer Republik unter Kanzler Cuno! Bestechung der Gewerkschaften mit Inflationsgeld.

      Man hätte seinen Kopf gegen die Wand stoßen mögen vor Verzweiflung über solch ein Volk! Es wollte nicht hören, nicht verstehen, daß Versailles eine Schande und Schmach sei, ja nicht einmal, daß dieses Diktat eine unerhörte Ausplünderung unseres Volkes bedeute. Die marxistische Zerstörungsarbeit und die feindliche Vergiftungspropaganda hatten diese Menschen außer jeder Vernunft gebracht. Und dabei durfte man nicht einmal klagen. Denn wie unermeßlich groß war die Schuld auf anderer Seite! Was hatte das Bürgertum getan, um dieser furchtbaren Zersetzung Einhalt zu gebieten, ihr entgegenzutreten und durch eine bessere und gründlichere Aufklärung der Wahrheit die Bahn freizumachen? Q: Mein Kampf

      Natürlich was das nur Hetze und Lüge um von den eigentlichen Zielen der Monopolbourgeoisie abzulenken. Die Wahrheit ist jedoch, daß unter dem damaligen Kanzler Cuno die Besetzung des Ruhrgebietes und der Rheinlande provoziert wurde, die 1923 erfolgte: Deutschland selbst hatte die Zahlung der Reparationen einfach eingestellt! Schließlich ging es darum, dem eigenen Volk einen Plan zur Finanzierung eines neuen Krieges schmackhaft zu machen. Dieser Plan trat unter dem Namen Dawesplan 1924 in Kraft. Mit der Reichsbahn als Pfand und den besetzten Gebieten also wurde die Lüge verbreitet, daß dieser Plan zum Ziel habe, die (berechtigten und vertraglich versicherten) finanziellen Forderungen Frankreichs zu befiedigen und die Besetzung sofort (!) zu beenden.

      Brandstifter als Löschtrupp, ätzend und gleichermaßen bezeichnend wie Hitler in Sachen „Besetzung des Ruhrgebietes“ die Tatsachen verdreht (Mein Kampf, Seiten 679 ff und 776 ff). Hitler bezeichnet den Kanzler Cuno gar als „Retter der marxistischen Gewerkschaften“ und damit als Volksverräter weil er angeblich die Gewerkschaften finanziert hat die gegen die Besetzung des Ruhrgebietes streiken sollten.

      In Wirklichkeit entpuppte sich diese „Finanzierung der Einheitsfront“ allenfalls als Bestechungsversuch, noch dazu mit Inflationsgeld was nicht das Papier wert war auf dem es gedruckt wurde, aber für eine Propagandastory in „Mein Kampf“ kam dieses Märchen gerade zur rechten Zeit, Zitat (Mein Kampf):

      Zitat: „Die Brücke zum Marxismus war gefunden, und dem nationalen Schwindler war es jetzt er-möglicht, mit „teutscher“ Miene und nationalen Phrasen dem internationalen Landesverräter die biedere Hand hin-zustrecken. Und dieser schlug schleunigst ein. Denn so wie Cuno zu seiner „Einheitsfront“ die marxistischen Führer brauchte, so notwendig brauchten aber die marxistischen Führer das Cunosche Geld. Damit war dann beiden Teilen geholfen. Cuno erhielt seine Einheitsfront, gebildet aus nationalen Schwätzern und antinationalen Gaunern, und die internationalen Betrüge konnten bei staatlicher Be-zahlung ihrer erhabensten Kampfesmission dienen, d.h. die nationale Wirtschaft zerstören, und zwar dieses Mal sogar auf Staatskosten. Ein unsterblicher Gedanke, durch einen bezahlten Generalstreik eine Nation zu erretten, auf jeden Fall aber die Parole, in die selbst der gleichgültigste Taugenichts doch mit voller Begeisterung einstimmen kann.“ — Zitatende.

    • tommmm schreibt:

      „die revolutionären Eigenschaften der Arbeiterklasse als machtausübende Klasse, ihre zunehmende politische Reife …2 „..die muss sich erst wieder entwickeln, wer jahrelang mit Lichterketten unter korrumpierten Gewerkschaften gearbeitet hat, und zwischendurch Bundesliga geschaut, hat noch einen Weg vor sich. Irgendwann wird dann auch wieder Marx gelesen, nach ein paar blutigen Niederlagen, versteht sich.

  2. Hanna Fleiss schreibt:

    Völlig klar, wer unter den Lockdowns leiden muss: Wir, die wir eben nicht zu den „Wohlhabenden“ zählen. Eine neue Erkenntnis ist das nicht. Und ja, Lockdowns sind Terrormaßnahmen, sie verhindern nichts, schon gar nicht die Situation in den Pflege- und Altenheimen, um deren Bewohner es ja angeblich nunmehr endlich gehen soll. Es ist nervig, das Getön darüber anhören zu müssen, dass jeder Corona-Tote einer zuviel ist. Wem in Merkels Kungelrunde und deren Anhängern soll man das noch glauben?

    Dass in dem kanadischen Beitrag nicht auf die gesellschaftlichen Bedingungen und die politischen Ursachen des Corona-Terrors hingewiesen wird, gehört ins Konzept, weiß das Kapital doch, dass das Bürgertum nicht bereit ist, die Konsequenzen zu ziehen, selbst dann, wenn es die Zusammenhänge erkannt hat. Denn das würde bedeuten, dass das ganze Gefüge dessen, in dem es lebt, zusammenbrechen würde. Eine in der bürgerlichen Welt anerkannte Idee, was auf diesen Zusammenbruch für eine Gesellschaftsordnung folgen soll, existiert nicht. Es muss anders werden, ist der einzige Tenor. Sascha, du hast das Beispiel von Dr. Füllmich in einem Beitrag angeführt, der genau weiß, wie was zusammenhängt, aber ratlos ist, wie man die Situation der Welt ändern könnte, und deshalb zu Ausweichmanövern greift. Das ist die gegenwärtige Situation, der Sozialismus, der der einzige Ausweg wäre, wird erst gar nicht in Betracht gezogen. Der Zusammenbruch des sozialistischen Weltsystems wirkt noch, gepaart mit der Schwäche der sozialistischen Bewegung. Die Angst vor der Diktatur des Proletariats ist allgemein, auch in der Arbeiterklasse. Ist es allein der Begriff der Diktatur? Dass wir auch heute unter einer Diktatur leben, ist in weiten Teilen der Bevölkerung gar nicht bewusst – es ist die Diktatur des Kapitals,
    die uns „Freiheiten“ gewährt, wenn es ihm zupass kommt, nicht aber die Befreiung von der Diktatur des herrschenden Kapitals. Es muss noch sehr viel Zeit vergehen, bis die Arbeiterklasse sich ihrer Kraft bewusst wird, und das Kapital, ob es will oder nicht, tut alles, dass es dazu kommt. Wir haben keinen Grund, ungeduldig zu sein. Das Erkennen der Wahrheit braucht seine Zeit.

    • Erfurt schreibt:

      Es nervt einfach. Als Rentner denke ich manchmal daß mir das alles am Arsch vorbeigehen sollte – aber das ist weit gefehlt. Denn es arbeitet auch im Hinterkopf, es zermürbt und erzeugt Alpträume. Und ich, der schon immer schwache Nerven hatte, gehe gerade durch die Hölle zurzeit. Weil es eben nervt. Es ist eine Folter! Und diejenigen, die uns das antun, sind einfach nur Verbrecher!

      • sascha313 schreibt:

        Erfurt, da stimme ich Dir völlig zu. Und ich kann diejenigen nicht verstehen, die – aus welchen Gründen auch immer – sich ins Private zurückziehen und den „lieben Gott einen frommen Mann sein lassen“. Wie kann man nur so sein…!

      • Erfurt schreibt:

        Wer dieser Regierung alles glaubt und blind vertraut ist einfach nur dumm! Es braucht ja nun wirklich nicht viel Grips um zu begreifen daß wir rund um die Uhr verarscht werden bei dem ganzen Schwachsinn der rund um die Uhr über uns ausgekübelt wird und damit meine ich nicht nur Corona. Nur muss man halt auch selber mal sein Gehirn einschalten!

        In Fakt ist das alles eine Beleidigung für den gesunden Menschenverstand!

      • sascha313 schreibt:

        Es ist eben nur traurig, daß sich manche in einer Scheinwelt verkriechen, anstatt sich den Problemen irgendwie zu stellen (oder wnigstens den Mut zu einer eigenen Meinung aufbringen)

  3. Hanna Fleiss schreibt:

    Sascha, es ist Angst, dass sich so viele Leute aufs Private spezialisieren und glauben, der Rest der Welt ginge sie nichts an. Ich habe gestern in meinem Literaturblog ein Gedicht gefunden, das eine einzige Jereminade über den Lockdown ist, ohne dass der Verfasser auch nur den Versuch unternimmt, auf den Grund der Dinge zu gehen.

    Beschämend auch für die Literatur, dass auch die Kommentatoren keinen Schritt weitergehen. Alles klagt und jammert, aber niemand kommt aus dieser Jammer-Haltung heraus. Insofern hat die Bundesregierung freie Hand, den Ausnahmezustand nach Gutdünken so lange zu verlängern, wie es den Herrschaften in den USA in den Kram passt. Zu Unruhen wird es hierzulande nicht kommen. Das deutsche Elend.

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