Was ist eigentlich Humanismus? Warum ist der Monopolkapitalismus eine menschenverachtende Gesellschaftsordnung? Die Frage der Moral.

HumanismusHumanismus [<Iat.]: Streben nach Menschlich­keit (Humanität) und menschen-würdiger Daseinsge­staltung; Gesamtheit jener Ideen und Bewegungen in der Geschichte der Menschheit, die von der Bil­dungs- und Entwicklungsfähigkeit des Menschen, von der Achtung seiner Würde und Persönlichkeit ausgehen und auf die allseitige Ausbildung und freie Betätigung seiner schöpferischen Kräfte sowie auf die Höherentwicklung der menschlichen Gesellschaft ge­richtet sind; beruhen auf den jeweiligen konkreten historischen Bedingungen einer Gesellschaftsformation und sind wesentlich durch die Interessen und Be­dürfnisse der Klassen geprägt. Gemeinsame Grund­gedanken verbinden alle Formen des Humanismus miteinan­der.

Wie ist der Humanismus entstanden?

Ursprünglich bezeichnet Humanismus die frühbürgerliche geistig-­kulturelle Bewegung in der Renaissance (14./16. Jh.), die sich auf der ökonomischen Grundlage frühkapitalistischer Produktionsverhältnisse entwickelte. Der frühbürgerliche Humanismus wandte sich gegen die geistige Vorherrschaft der Scholastik, gegen die Macht der Kirche sowie gegen feudale Privilegien und stellte den Menschen als lebensbejahende, diesseitsbezo­gene und vernunftbegabte freie Persönlichkeit in den Mittelpunkt. Er blieb im wesentlichen auf einen Kreis von Gebildeten beschränkt.

Wer waren Verteter des Humanismus?

Seine Vertreter waren Dante Alighieri, F.Petrarca, G.Boccaccio, G.Pico della Mirandola, F.Rabelais, U.von Hutten, J.Reuchlin, Erasmus von Rotterdam, S.Franck, T.More u.a. Sie sahen im antiken Bildungsideal (phi­losophisch-wissenschaftliche einschließlich mathematische und künstlerisch-ästhetische Bildung, Gymnastik, Wettkämpfe, Redekunst, sittliche Erziehung, staatsbürgerliche Kenntnisse und öffentlicher Dienst für die Polis) die Verkör­perung der freien, entfalteten Persönlichkeit und des wahren Menschentums. Sie erstrebten die Wie­derbelebung, Erforschung und Pflege antiker Spra­chen, Literatur, Kunst und Kultur.

Der Humanismus des Bürgertums

Im 17. und 18. Jh, erfuhr der Humanismus mit der ökonomischen, politischen und kulturellen Erstarkung des Bürgertums Erneuerung in der Aufklärung, im utopischen Sozialismus und im sogenannten klassischen Humanismus (deutsche Philosophie, Literatur und Kunst). Seine Vertreter (J.Locke, B.Spinoza, G.W. Leibniz, Voltaire, D.Diderot, C.A.Helvetius, P.T. d’Holbach; G.B. de Mably, Morelly, J.Meslier; J.Winckelmann, I.Kant, J.G.Fichte, G.W.F.Hegel, L.Feuerbach, G.E.Lessing, G.Herder, J.W.Goethe, F.Schiller, W. von Humboldt u.a.) stellten Freiheit, Recht und Würde des Menschen sowie soziale Gleichheitsforderungen in den Mittelpunkt menschlichen Strebens. Ihre Vorstellungen konnten un­ter halbfeudalen und kapitalistischen Verhältnissen nicht verwirklicht werden.

Der sozialistische Humanismus der Arbeiterklasse

Der konsequente, umfassende und reale Charakter des sozialistische Humanismus ergibt sich dar­aus, daß er untrennbar mit der historischen Mission der Arbeiterklasse als Schöpfer der von Ausbeutung und Unterdrückung freien sozialistischen Gesellschaft verbunden ist und auf den wissenschaftlichen Erkennt­nissen des Marxismus-Leninismus beruht; er ist frei von jeglichen Zügen eines Utopismus.

Wann wird entsteht sozialistischer Humanismus?

Die Arbeiter­klasse kann ihre eigene Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung nur erreichen, indem sie die Bedingungen aller Ausbeutung und der Existenz von Klassen überhaupt aufhebt und durch den Auf­bau des Sozialismus und Kommunismus jene öko­nomische Gesellschaftsformation schafft, „die mit dem größten Aufschwung der Produktivkräfte der gesell­schaftlichen Arbeit die allseitigste Entwicklung des Men­schen sichert“ (Marx).

Von der Theorie zur Realität

Seit der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution ist der sozialistische Humanismus nicht mehr nur Theorie, sondern er wurde zugleich geschichtliche Realität. Er verkörperte sich in den Errungenschaften und Werten der sozralistischen Gesellschaftsordnung in den sozialistischen Staaten und realisierte sich in der schöpferischen Arbeit der Werktätigen dieser Länder zur Gestal­tung und zum weiteren Ausbau der entwickelten so­zialistischen Gesellschaft ebenso wie in der Politik der friedlichen Koexistenz der Sowjetunion und der sozia­listischen Länder und der umfassenden Unterstützung des Kampfes der nach Befreiung von imperialistischen Herrschaft strebenden Völker.


humanistische Psychologie: Strömung der bür­gerlichen Psychologie, die, ohne die Schranken bürgerlich­idealistischen Gesellschafts- und Lebensauffassungen überwinden zu können, der wachsenden Entfrem­dung und geistig-moralischen Verkrüppelung der Persön­lichkeit im Imperialismus vor allem mit praktisch-the­rapeutischen Mitteln entgegenzuwirken sucht.

Quelle: BI-Universal-Lexikon (5 Bd.), VEB Bibliographisches Institut Leipzig,1986, Bd.2, S.439f.

Der sogenannte „Transhumanismus“  ist eine faschistische Ideologie. Mehr muß man dazu nicht sagen…


Der Imperialismus heute

Der Monopolkapitalismus ist eine menschenverachtende Gesellschaftsordnung des Egoismus und der Skrupellosigkeit – eine „Ellbogengesellschaft“. Es herrscht die Moral der Banditen. Das trifft nicht nur auf die herrschende Ausbeuterklasse zu, die Klasse der Kapitalisten und Oligarchen, auch die Arbeiter stehen zueinander in steter Konkurrenz. Es herrscht ein Klima des Denunziantentums und der Angst. Lediglich im familiären Bereich, im Freundes- und Bekanntenkreis gibt es noch eine gewisse Solidarität. Der folgende Text ist bemerkenswert, denn er wurde bereits 1966 in der DDR gedruckt. Er bezieht sich auf die BRD und ist heute immer noch erstaunlich aktuell:

Gewalt und Terror

Mit Unterstützung des internationalen Imperialismus, vor allem des USA-Imperialismus, entwickelten die deutschen Monopole einen aufgeblähten, militärisch bewaffneten Unterdrückungsapparat. Sowohl die ausländischen Besatzungstruppen als auch die bewaffneten Organe der BRD, deren Kern als NATO-Truppen gleichzeitig ein kollektives Machtinstrument zur Niederhaltung der Volksmassen im Herrschaftsgebiet des internationalen Imperialismus darstellt, stehen vollständig im Dienst des staatsmonopolistischen Kapitalismus. Sehen wir uns einmal die Vergangenheit an:

Terror

Die Kluft zwischen der Wirklichkeit in der BRD und dem Grundgesetz wird immer größer. Der offizielle „Verfassungsschutz“ schützt die Monopole vor der Verwirklichung der Verfassung. Dies bedeutet andererseits, daß der Kampf der demokratischen Kräfte unter den gegenwärtigen Bedingungen zur Verteidigung und Realisierung der im Grundgesetz enthaltenen demokratischen Rechte des Volkes geführt werden kann und muß.

Die Monopole ergänzen den Polizei- und Justizterror durch eine staatlich betriebene oder staatlich subventionierte Züchtung von Chauvinismus (Flüchtlingfrage) und militaristiscehm Ungeist. Der Kern  dieser militaristisch-chauvinistischen Hetze ist der Antikommunismus als offizielle Staatsdoktrin (unverminderte Hetze gegen die DDR, Mißbrauch des Begriffs „Antifa“ durch gekaufte Subjekte) und somit die ideologische Identität mit dem Hitlerstaat… Damit enthüllt sich der Antikommunismus überhaupt als denkfeindliche Ideologie und muß in immer tieferen Konflikt mit jeder Denkweise und Ideologie geraten, in der Vernunft und Überlegung eine sachliche Rolle spielen. 

Macht

Quelle: Imperialismus heute. Dietz Verlag Berlin 1966, S.649-652 (gekürzt).


Was verstehen wir unter Moral?

Moral: ursprünglich Sitte, Herkommen, Brauch, auch eine Verhaltensweise, die die Sitten, den Charakter, die Gesittung und Lebensführung betrifft. Späterhin wurde unter Moral sowohl die Sittlichkeit als Ausdruck sittlicher Gesinnung und Haltung als auch die Sittenlehre verstanden. Auch Ethik bedeutete ursprünglich Sitte, Brauch, Gewohnheit. Die enge etymologische Verwandtschaft von Moral, Ethik oder Sittlichkeit mit den Sitten und Gebräuchen der Menschen deutet auf die Tatsache hin, daß in diesen bestimmte Anschauungen, Normen und Prinzipien zum Ausdruck kommen, vermittels derer die Menschen ihre gegenseitigen Beziehungen regeln. Obwohl auch heute noch Sitten und Bräuche Aufschluß über die Moral einer Gesellschaftsordnung vermitteln, sind sie doch nicht miteinander identisch.

Die Moral – aus marxistischer Sicht

Der Marxismus-Leninismus bestimmt die Moral als besondere Form des gesellschaftlichen Bewußtseins und praktischen Verhaltens der Menschen, als ein kompliziertes System von historisch konkreten, gesellschaftlich bedingten Prinzipien, Normen, Regeln, Anschauungen, Gefühlen und Verhältnissen, die mit deren Hilfe die Menschen einer gegebenen Gesellschaftsordnung ihre Beziehungen zueinander, zu ihren jeweiligen Gemeinschaften, den Klassen und der Nation oder der Gesellschaft als Ganzem regeln.

Was ist der Unterschied zur bürgerlichen Moral?

Im Gegensatz zu den verschiedenen idealistischen Auffassungen, denen zufolge die Quellen der Moral in einer ewigen und absoluten „Idee des Guten“, in der abstrakten menschlichen Vernunft, im Willen Gottes, in ewigen Naturgesetzen, in der abstrakten Natur des Menschen oder auch in seinen biologischen Trieben zu suchen sind, geht der Marxismus davon aus, daß die Moral eine historisch konkrete, gesellschaftliche bedingte Erscheinung ist, die ihren Ursprung vor allem in den jeweiligen materiellen, insbeson­dere in den ökonomischen Verhältnissen einer Gesellschaftsordnung hat.

Die Grundlagen der Moral

Die Produktionsweise des mate­riellen Lebens bestimmt, wie Karl Marx schreibt, den gesamten übrigen sozia­len, politischen und geistigen Lebens­prozeß. Die sittlichen Normen, Prin­zipien und Anschauungen widerspie­geln die objektiven Erfordernisse des Zusammenlebens in der menschlichen Gesellschaft, grundlegende gemein­same Interessen der Gesellschaft oder bestimmter Klassen, ohne deren Be­rücksichtigung die Gesellschaft sich nicht entwickeln kann. Durch die Zurückführung der Moral auf objektive Erfordernisse des materiellen Lebens der Gesellschaft erhält sie erstmalig eine wissenschaftlich begründete ob­jektive Grundlage und hört auf, eine Sammlung „a priori gewonnener For­derungen der abstrakten Vernunft“, des „objektiven Geistes“, der mensch­lichen Natur usw. zu sein.

Das Sein bestimmt das Bewußtsein

Wenn der Marxismus die moralischen Leitsätze und Forderungen auf das materielle Leben der Gesellschaft und in letzter Instanz auf die ökonomischen Ver­hältnisse gründet, dann bedeutet das nicht, daß es diese unmittelbar und direkt aus der Ökonomie ableitet. Der Zusammenhang der Moral mit der Öko­nomie ist in der höherentwickelten menschlichen Gesellschaft sehr kom­pliziert. Die moralischen Vorstellun­gen und Normen besitzen eine rela­tive Selbständigkeit. In ihnen spielt die Macht der Gewohnheit und der Tradition eine große Rolle, was dazu führt, daß moralische Prinzipien und Normen für eine gewisse Zeit erhal­ten bleiben, selbst wenn die Bedin­gungen, die sie hervorgebracht ha­ben, sich bereits wesentlich verändert haben oder gänzlich verschwunden sind.

Ellbogengesellschaft – oder sozialistische Gemeinschaft?

Die ökonomischen Verhältnisse bestimmen die moralischen Normen und Prinzipien, ihren Inhalt und die Richtung ihrer Entwicklung nicht direkt und unmittelbar, sondern nur in letzter Instanz – in der Klassengesellschaft vor allem vermittels der Politik und des Rechts. In der soziali­stischen Gesellschaft vereinfacht sich der Zusammenhang von ökonomi­schen Verhältnissen und moralischer Entwicklung und wird leichter durch­schaubar. So sind bei der Gestaltung des entwickelten Systems der sozialistischen Gesellschaft viele neue An­forderungen an die sozialistische Moral entstanden, denen wesentliche Pro­zesse der wissenschaftlich-technischen Revolution und neue Erfordernisse bei der weiteren Vervollkommnung der sozialistischen Produktionsver­hältnisse zugrunde liegen, z.B. spe­zielle Anforderungen an die sozialisti­schen Gemeinschaftsbeziehungen in der Produktion, an die Persönlichkeit der Werktätigen, besonders an das Verantwortungsbewußtsein.

Was folgt daraus?

Aus den Besonderheiten der gesellschaftlichen Bedingtheit und historischen Ent­wicklung der Moral folgt, daß es in einer in antagonistische Klassen gespalte­nen Gesellschaft keine einheitliche, für alle Mitglieder der Gesellschaft in gleicher Weise verbindliche Moral geben kann.

  • Die Moral trägt in der Klassenge­sellschaft notwendig Klassencharak­ter.
  • Alle ausbeutenden Klassen recht­fertigen in ihren Moralsystemen die Existenz des Privateigentums an Pro­duktionsmitteln, die Unterordnung der ausgebeuteten Klassen unter die Herrschaft der ausbeutenden Klassen, verherrlichen ihren Staatsapparat als ein Organ, das angeblich nur dem Gemeinwohl diene, und sanktionie­ren auf vielfältige andere Weise die herrschenden gesellschaftlichen Ver­hältnisse.
  • In jeder Gesellschaftsord­nung ist die Moral der herrschenden Klasse zugleich auch die herrschende Moral der Gesellschaft.
  • In der Geschichte der menschlichen Gesellschaft ist der moralische Fortschritt untrennbar verbunden mit der Tätigkeit und dem Kampf der Volksmassen um ihre Be­freiung von Ausbeutnng und Unter­drückung.
  • Künftig ist die internationale Arbeiterklasse und vor allem das sozialistische Gesellschaftssystem der Träger des moralischen Fortschritts.

Warum muß der Kapitalismus beseitigt werden?

Die sozialistische Moral unterscheidet sich qualitativ von allen vorhergehend Moralsystemen. lhre Grundlage ist das sozialistische Eigentum an den Produktionsmitteln, das alle Menschen in ein grundsätzlich gleiches soziales Verhältnis zu den entscheidenden Voraussetzungen ihrer Existenz bringt, sowie die führende Rolle der Arbeiterklasse und ihr Bündnis mit allen anderen Werktätigen. Mit der Überwindung des Klassenantagonismus als entscheidender gesellschaftlicher Triebkraft wird in einem komplizierten gesellschaftlichen Entwicklungsprozcß auch der Antagonismus in den Moralauffassungen und Verhaltensweisen überwunden. Haupttriebkraft der gesamtgesellschaftlichen und damit auch der Moralentwicklung ist in der sozialistischen Gesellschaft die Übereinstimmung der grundlegenden Interessen aller Werktätigen und ihrer Gemeinschaften mit den Erfordernissen der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung geworden.

Sozialismus – das ist Menschlichkeit !

Auf der Basis dieser neuen ökonomischen und politischen Verhältnisse wird die politisch-moralische Einheit und Gemeinschaft des ganzen von Ausbeutung und Unterdrückung befreiten Volkes zu einem entscheidenden Charakteristikum der sozialischen Moral. Das Zusammenwachsen der Mitglieder der verschiedenen befreundeten Klassen und Schichten zur einheitlichen sozialistischen Menschengemeinschaft und die damit verbundene Herausbildung eines hochentwickelten Gemeinschaftsbewußtseins sowie eines hohen Verantwortungsbewußtseins für das Ganze der Gemeinschaft bei jedem einzelnen ihrer Mitglieder sind Ausdruck einer echten Revolution in den geistigen und moralischen Beziehungen der Menschen zueinander und zur Gesellschaft.

Die Grundätze der sozialistischen Moral

wie sie im Programm der SED formuliert sind:

„1. Du sollst Dich stets für die internationale Solidarität der Arbeiterklasse und aller Werktätigen sowie für die unverbrüchliche Verbundenheit aller sozialistischen Länder einsetzen.
2. Du sollst Dein Vaterland lieben und stets bereit sein, Deine ganze Kraft und Fähigkeit für die Verteidigung der Arbeiter-und-Bauern-Macht einsetzen.
3. Du sollst helfen, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen zu beseitigen.
14. Du sollst gute Taten für den Sozialismus vollbringen, denn der Sozialismus führt zu einem besseren Leben für alle Werktätigen.
5. Du sollst beim Aufbau des Sozialismus im Geiste der gegenseitigen Hilfe und der kameradschaftlichen Zusammenarbeit handeln, das Kollektiv achten und seine Kritik beherzigen.
6. Du sollst. das Volkseigentum schützen und mehren.
7. Du sollst stets nach Verbesserung Deiner Leistungen streben, sparsam sein und die sozialistische Arbeits­disziplin festigen.
8. Du sollst Deine Kinder im Geiste des Friedens und des Sozialismus zu allseitig gebildeten, charakterfesten und körperlich gestählten Menschen erziehen.
9. Du sollst sauber und anständig leben und Deine Familie achten.
10. Du sollst Solidarität mit den um ihre nationale Befreiung kämpfenden und den ihre nationale Unabhängigkeit verteidigenden Völkern üben.“

Diese Grundsätze der sozialistischen Moral spornen die Menschen dazu an, aktiv und bewußt an der Gestaltung der ökonomischen, politischen und kulturcllen Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft teilzunehmen, die eigene Persönlichkeit eng mit der sozialistischen Gemeinschaft zn verbinden und sie allseitig zu entwickeln. In ihnen sind auch die humanistischen Bestrebungen vergangener Gesellschaftsklassen aufbewahrt, die die Arbeiterklasse als entscheidender Träger des gesellschaftlichen Fort­schritts übernommen und verwirk­licht hat.

Sozialismus – das ist gelebter Humanismus

Ihrem ganzen Wesen nach ist die sozialistische Moral eine Moral des realen Humanismus, des aktiven Ein­satzes für das Glück aller Menschen. Bei der weiteren Gestaltung des ge­sellschaftlichen Systems des Sozialis­mus in der DDR gewinnen die sozia­listischen moralischen Triebkräfte gesetzmäßig an Bedeutung, und es er­weitert sich der Bereich ihrer Wirk­samkeit. Darum muß den Fragen der moralischen Bildung und Erziehung, der Entwicklung des moralischen Verantwortungsbewußtseins für das Ganze der Gesellschaft, des Betriebes oder des Staates, der Förderung des gemeinschaftsbezogenen Denkens und Handelns und der staatsbürger­liehen demokratischen Aktivität stän­dig die ganze Aufmerksamkeit aller leitenden Organe der sozialistischen Gesellschaft gehören.

Quelle: Kulturpolitisches Wörterbuch, Dietz Verlag Berlin 1970, S.S.379ff.

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4 Antworten zu Was ist eigentlich Humanismus? Warum ist der Monopolkapitalismus eine menschenverachtende Gesellschaftsordnung? Die Frage der Moral.

  1. Hanna Fleiss schreibt:

    Wenn die ökonomischen Verhältnisse einer Gesellschaft die Grundlage der Moral bilden, was ich nicht bezweifle, dann bin ich unter den heutigen unmoralischen ökonomischen Verhältnissen ein sehr unmoralischer Mensch. Unter diesem ökonomischen Gesichtspunkt verstehe ich auch, dass die mir anerzogene Moral mit der Moral der Herrschenden kollidieren musste, weil sie eben nicht der überkommenen kapitalistischen Moral entspricht. Man soll ja nie „Nie nich“ sagen, aber ich bin sicher, in meinem Leben wird es nicht mehr passieren, dass ich mich an die Moral der Destruktivität des menschlichen Zusammenlebens anpassen werde. Dass diese aber wirkt, dafür gibt es auch bei einer ganzen Reihe Ostdeutscher bereits sprechende Beispiele, ganz abgesehen von den meisten Westdeutschen, die mit der kapitalistischen Moral aufgewachsen sind.

    Wie verständigt man sich mit solchen Menschen? Ist eine Verständigung überhaupt möglich, wenn die ökonomischen Bedingungen unter dem Gesichtspunkt der humanistischen Moral nicht gegeben sind? Natürlich ist es nicht nur die Moral, aber das wäre für mich eine Frage, die der Antwort harrt.
    Wie sich in dieser alten Welt, in die wir geworfen wurden, zurechtfinden? Übrigens halte ich die Offenheit dieser Frage für einen der Gründe, abgesehen von den ökonomischen gesellschaftlichen Bedingungen, warum es bisher nicht gelingt – oder weitestgehend nur unzureichend -, die heutige Arbeiterklasse davon zu überzeugen, sich selbst als kämpferische Klasse zu begreifen.

    • Erfurt schreibt:

      Gut erkannt! Es ist der Staat der alles dafür tut, Menschen zu verwirren. Der Staat und seine Handlanger, die sind es die den Klassencharakter verschleiern und dafür immer wieder und wiederholt neue Schubladen (Semiten, Reichsbörger, Islamies usw.) erfinden. Natürlich ist die Gesellschaft gespalten aber nicht so wie es uns erzählt wird. Und erst wer den Klassencharakter begreift, begreift damit auch seine eigene Klassenzugehörigkeit und die damit verbundene historische Mission.

      MCMXLV

      • sascha313 schreibt:

        Danke, Erfurt!
        …ich denke, über die Spaltung der Gesellschaft (befördert durch die verordnete Selbstisolation) wird uns viel Unrichtiges erzählt. Tatsächlich ist es so, daß heute durch das Internet vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten vorhanden sind… und der erste Weg zur Klarheit ist, daß man sich Wissen* verschafft, den Unsinn und die Täuschung aussortiert und eine Einordnung findet, auf welcher Seite man künftig stehen will. Selbst in den Behörden und in den Redaktionen mehren sich die kritischen Stimmen. Am Ende wird nur derjenige auf die Seite der „Machteliten“ übergehen, der davon profitiert…

        *und was das Wissen betrifft, besteht die Schwierigkeit darin, über den eigenen Tellerrand hinwegzuschauen und sich der Spaltung der Gesellschaft in Klassen (oder einfacher gesagt in Arme und Reiche) zu erkennen. Dazu gehört auch die Frage: Woher kommt eigentlich der Reichtum? Wer produziert ihn und welche Rolle spielen dabei die Produktionsmittel? (die Frage des fiktiven Geldes mal ganz ausgeklammert)

  2. Pingback: Herbert Gute: Weshalb sozialistische Moral? | Sascha's Welt

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