Ljubow Pribytkowa: Oberst Muhammar al-Ghaddafi darf nicht vergessen werden.

Oberst Muhammar GhaddafiSeit vielen Jahren veröffentlichen wir hier die brillanten und hoch anspruchsvollen Essays der sowjetischen Publizistin Ljubow Pribytkowa. Vor 15 Jahren hatte sie das große Glück auf Einladung der libyschen Regierung an einer internationalen Konferenz in Tripolis, der Hautstadt des sozialistischen Libyen, teilzunehmen. Seitdem ist viel Zeit vergangen und schreckliche Ereignisse haben sich zugetragen. Die USA bombardierten Kuweit und den Irak, überfielen Libyen und ermordeten deren Staatsoberhäupter. Die Blutspur der pro-faschistischen Supermacht USA ist lang. Und immer noch gibt es Speichellecker, die dieses schmutzige Regime als ihre Partner bezeichnen. Inzwischen haben sich die Machthaber der USA angemaßt, die ganze Welt unter ihr blutiges Terror-Regime stellen zu wollen. In ihrem Beitrag erinnert die Autorin an den hervorragenden libyschen Staatsmann Oberst Muhammar al-Ghaddafi, der es innerhalb weniger Jahre vermochte, in seinem Land den Sozialismus aufzubauen. 

يجب ألا ينسى العقيد معمر القذافي

LibyenkarteEs ist zehn Jahre her, daß 2011 der fortschrittlichste afrikanische Staat, die sozialistische Libysche Arabische Volks-Dschamahirija, zerstört wurde. Die reaktionären Kräfte der „fünften Kolonne“ erhoben sich zu einem Putsch, die Nato-Luftwaffe unter Führung der USA bombardierte Libyen. Der Führer des Landes und des Libyschen Volkes, der prominente Politiker Afrikas und Führer der Afrikanischen Union, Oberst Muhammar al-Ghaddafi, wurde bestialisch ermordet. Die Tragödie erschütterte die Menschen auf der ganzen Welt. Wieder einmal konnte sich die Menschheit vom aggressiven, profaschistischen Wesen des von den USA angeführten imperialistischen Globalismus überzeugen.

Ideen für eine Dritte Welt

Im Jahr 2002 nahm ich an der Internationalen wissenschaftlichen Konferenz „Moderne Modelle der Entwicklung der Gesellschaft“ Teil, die auf Initiative Libyens in Alma-Ata in Kasachstan stattfand. Vertreter aus 14 Ländern nahmen an der Konferenz teil, deren Ziel die „Propagierung von Ideen der Dritten Welttheorie“ war, wie sie im „Grünen Buch“ von Muhammar al-Ghaddafi dargelegt ist. Im Buch ist die Hoffnung auf Gerechtigkeit in der Zukunft des arabischen Volkes, das viele Jahrzehnte unter Armut, Entbehrung und Erniedrigung in kolonialer Abhängigkeit von den Türken, Italienern, Briten, Franzosen und Amerikanern gelitten hat.

Geschichtliches über Libyen

Vom 16. bis Anfang des 19. Jahrhunderts war Libyen Teil des osmanischen Reiches. 1911 wurde es von den Italienern erobert. Im Jahre 1923, als im Land die Faschisten aufkamen, wurde ein faschistisches Regime errichtet. Bis 1929 wurden in Libyen mehr als 4.000 Menschen hingerichtet, von ihren Heimatorten vertrieben und etwa 142.000 ermordet. Es begann eine Welle der Befreiungsbewegung. Sie dauerte 9 Jahre. Die Ergebnisse der ausländischen, vor allem italienischen Intervention waren katastrophal. Gegen die Aufständischen wurden alle Arten von Waffen eingesetzt. Galgen wurden errichtet. Widerstandskämpfer wurden zu Hunderten in Konzentrationslager geworfen, und es wurden Massenerschießungen durchgeführt.

Die Kämpfe nahmen kein Ende

Aus geographischer Sicht nimmt Libyen eine wichtige strategische Position ein. Dies machte es zu allen Zeiten Ihrer Existenz zum Objekt der Angriffe von Eroberern. 1941 wurde das vielfach geschundene libysche Land auch von den Hitler-Panzerkorps zerstört. 1943 errichteten Großbritannien, Frankreich und die USA auf dem Territorium ihre Militärstützpunkte. Faktisch hatte der Kampf um Freiheit und nationale Unabhängigkeit in Libyen nie aufgehört. Mit der Entdeckung reicher Ölfelder strömte ausländisches Kapital nach Libyen. Das Land begann sich zu entwickeln. Es entstand eine Arbeiterklasse. Der Kapitalismus hatte einen Platz zum Leben. Die Menschen befanden sich in einer schweren wirtschaftlichen Notlage. Die Unzufriedenheit wuchs. Aber Versammlungen, Demonstrationen und Streiks wurden verboten. Die jungen Kämpfer gingen in den Untergrund. Aber der Kampf hörte nicht auf.

Der Beginn der libyschen Revolution

Im Jahr 1959 gründete der siebzehnjährige Muhammar al-Ghaddafi die erste illegale revolutionäre Zelle. Im Jahr 1964 wurde er Offizier und leitete eine Organisation von freien Offizieren. Ein Jahrzehnt klandestiner Tätigkeit, schwierig, gefährlich und umstritten, Kenntnis der Probleme des Volkes, Mut und Erfahrung im Kampf machten ihn zu einem revolutionären Führer. Am 1. September 1969 starteten die unionistischen Offiziere unter dem Kommando von Oberst Muhammar al-Ghaddafi einen Aufstand. Sie beschlagnahmten Postämter und Radiostationen, neutralisierten regimetreue Garnisonen und verhafteten hochrangige Beamte, Spitzenoffiziere und Mitglieder der Regierung. Das Volk hörte die leidenschaftliche Stimme seines zukünftigen Führers, um das verhaßte monarchische Regime zu stürzen. Die Libysche Arabische Republik wurde proklamiert! Alle Macht ging in die Hände des Revolutionären Kommandorates über.

Alle Macht  in die Hände des Volkes

greenbookDeshalb war der Titel meines Berichts auf der Internationalen Konferenz in Alma-Ata der Aufruf des Führers: „Nationaler Reichtum, Macht und Waffen – in die Hände des Volkes!“ Im Juli 2005 hatte ich das Glück, auf Einladung der Akademie für dschamahirisches Denken als Mitglied einer russischen Delegation nach Libyen zu reisen, um die libyschen Erfahrungen mit der Volksmacht zu diskutieren, die im „Grünen Buch“ von Muhammar al-Ghaddafi festgehalten sind. Die Vorlesungen an der Akademie, die Kommunikation mit libyschen Politikwissenschaftlern und Journalisten, die Spaziergänge durch das nächtliche Tripolis, die Bekanntschaft mit den Sitten und Gebräuchen der Libyer sind mir ein Leben lang in Erinnerung geblieben. Aber das Treffen mit Muhammar al-Ghaddafi in der Stadt Sirte war die Hauptsache. Wir verbrachten drei Stunden im Kongreßgebäude, hörten uns seine Rede an und stellten ihm Fragen.

40 Jahre zum Sozialismus

Ich habe bereits in meinem Artikel „Ihr habt Öl, dann kommen sie zu euch“ geschrieben, daß der Erfolg Libyens bei der Umgestaltung des Lebens der Menschen beeindruckend ist. In 40 Jahren Entwicklung hat sich Libyen von einem Land der bettelarmen Hirten und Fellachen zu einem Industriestaat gewandelt. Es hat sich entwickelt und ist unabhängig geworden. Der Besitz der ehemaligen Kolonialherren und der königlichen Familie, Ölraffinerien, Banken und ausländische Unternehmen wurden verstaatlicht. Bildung und Gesundheitsversorgung wurden kostenlos. Das Leben der Menschen hat sich verbessert. Armut und weitverbreiteter Analphabetismus gehörten der Vergangenheit an. Alle ausländischen Militärbasen wurden vertrieben.

Imperialismus – Feind der Menschheit

Muhammar al-Ghaddafi war überzeugt, daß nur eine sozialistische Entwicklung – soziale Gleichheit, gerechte Verteilung des materiellen Reichtums und die völlige Abwesenheit von Ausbeutung – eine gerechte Lebensweise sei. Er war kein Marxist, aber er hatte verstanden, daß der Feind der Menschheit der internationale Imperialismus war – angeführt von den Vereinigten Staaten, einem Land, das nie Völkern in Not geholfen hatte. Keine einzige Nation wurde von ihnen als gleichwertig behandelt.

Die USA – ein profaschistischer Staat

Seit der Gründung ihres Staates haben die Amerikaner immer auf Kosten anderer gelebt. Sie haben sich die Toga der „Friedensstifter“ angezogen und mit Bomben und Granaten „Freiheit“ und „Demokratie“ in die Völker der Welt gebracht. Sie rächten sich an jedem, der es wagte, ihnen zu widersprechen. Und ihre Außenpolitik basierte auf der Einmischung in die Angelegenheiten anderer Länder. Diktat und Gewalt, Bestechung und Erpressung, Drohungen und endlose Sanktionen waren schon immer ihre diplomatischen Prinzipien.

Eine parasitäre Weltmacht…

Heute sind die USA ein großer Experte im Organisieren von „Farbrevolutionen“ in widerspenstigen Ländern, von Wirtschaftsblockaden, Handelsembargos und militärischen Provokationen. Es ist unmöglich zu zählen, wie viele rechtmäßige Regierungen unerwünschter Länder von diesen verdammten Yankees ermordet wurden und dort folgsame und leicht kontrollierbare Marionetten ersetzt wurden. Die USA haben immer nur überfallen und versklavt, ausgeraubt und unterdrückt. Deshalb wurden sie zu einer Supermacht. Und deshalb werden sie von der ganzen Welt gehaßt. Obwohl es nicht wenige politische Lakaien gibt, die die USA als ihre Partner bezeichnen.

Ghaddafi: „Wir werden uns nicht unterwerfen!“

Muhammar al-Ghaddafi war ein kluger Politiker. Er sagte oft: „Wir werden uns den USA nicht unterwerfen“. Er hatte sehr genau verstanden, daß der imperialistische USA-Staat eine Büchse der Pandora ist. Das hat der Welt eine Menge Ärger eingebracht. Deshalb unternahm er große Anstrengungen, um die afrikanischen Völker im antikolonialen Kampf gegen die unaufhörlichen Machenschaften der neuen Kolonisatoren zu sammeln, die den Reichtum Afrikas, aber auch Asiens und Lateinamerikas, ungehindert abschöpfen wollten. Die Amerikaner führten Kriege in Korea und Vietnam, Kuba und Nicaragua, El Salvador und Panama. Sie haben im Irak bestialische Gräueltaten begangen. Heute lassen sie Syrien nicht in Ruhe. Sie schlafen und träumen davon, das unabhängige Belorussija zu unterjochen.

Die USA-Banditenaktion 1986

Im Jahr 1986 konzentrierten die Amerikaner 30 Kriegsschiffe im Mittelmeer. Sie begannen mit der Bombardierung der libyschen Städte Sirte, Tripolis und Benghazi. Ein Geschoß traf in der Nacht genau das „Hauptziel“. Zwei kleine Söhne von Ghaddafi wurden verwundet, die Tochter wurde getötet. Die Banditen-Aktion der USA erregte weltweit Empörung. Die UdSSR gab vor der UNO eine Erklärung gegen das aggressive Vorgehen der USA ab.

Die Gier der USA nach dem schwarzen Gold

Aber die pro-faschistischen USA-Machthaber haben ihre Aggression nicht einen einzigen Tag lang eingestellt. Der enorme Ölreichtum Libyens ließ sie nicht schlafen. Im Februar 2011 während der Krise begannen sie eine neue Provokation. Das Kapital versorgte das CIA-Spionagenetzwerk mit Multimillionen-Dollar-Geldern. Einige libysche Stammesführer wurden bestochen, um al-Ghaddafi zu stürzen. Es wurden Menschenrechtsorganisationen gegen die Regierung aufgewiegelt. Sie schürten pro-westliche Gefühle unter den jungen Menschen, die in Frankreich, Deutschland und den USA auf Kosten der Volksmacht eine kostenlose Ausbildung erhielten und die Freuden der westlichen „Freiheit“ auskosteten, um Whiskey und Gin zu trinken, sich mit Drogen zu berauschen, sinnlose Computerspiele zu spielen… Es entstand die „Fünfte Kolonne“.

Die Eskalation

Der psychologische Krieg gegen Muhammar al-Ghaddafi eskalierte bis zum Äußersten. Die über die offenen Grenzen hinweg eingesetzten NATO-Kampfflugzeuge und Luftstreitkräfte haben ihre Arbeit getan. Das am weitesten entwickelte und fortschrittlichste Land Afrikas wurde zerstört.

Der Kampf um soziale Gerechtigkeit

Schon 150 Jahre zuvor war klar geworden, daß der Kapitalismus das unmenschlichste System ist, das bis auf den Tod bekämpft werden muß. Im März 1871 erhob sich das Proletariat zum Aufstand in Paris. Die Pariser Kommune war die erste Form der Diktatur des Proletariats. Sie dauerte 72 Tage. Ihre Erfahrung wurde von der Arbeiterklasse in Rußland in der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution 1917 genutzt. In der UdSSR lebte das sowjetische Volk 72 Jahre lang in Gerechtigkeit und Glück. 40 Jahre lang haben die Libyer unter der Führung des brillanten Führers Muhammar al-Ghaddafi den Sozialismus aufgebaut.

Der Fortschritt ist unaufhaltsam!

Aber heute ist es offensichtlich, daß der Weg zur endgültigen Errichtung des Sozialismus auf dem Planeten schwierig ist. Die Macht ist immer noch auf der Seite der bürgerlichen Raubtiere. Aber der Fortschritt ist unaufhaltsam. Früher oder später wird der Sieg auf der Seite der arbeitenden Menschen sein.

Februar 2021.

(Übersetzung: Florian Geißler – Kommunisten-Online)

pdfimage  Ljubow Pribytkowa – Oberst Ghadaffi unvergessen


Siehe auch:
So grausam war Ghaddafi…
NATO ermordete Gaddafi wegen seines Goldes
Warum sind die Amerikaner in aller Welt verhaßt?

Sklaven Libyen

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11 Antworten zu Ljubow Pribytkowa: Oberst Muhammar al-Ghaddafi darf nicht vergessen werden.

  1. Kurzer Hinweis zu: „Vom 16. bis Anfang des 19. Jahrhunderts war Libyen Teil des osmanischen Reiches.“ — Sorry! Das ist etwas dürftig. Ja, „offziell“ war Libyen Teil des Osmanischen Reiches, aber faktisch bildeten Algier, Tunis und Tripolis seit dem 17. Jahrhundert „quasi“ unabhängige Staaten. … Bereits vom 14. Mai 1801 bis 10. Juni 1805 führten die USA ihren ersten Krieg gegen „Libyen“, bei dem sie vom Königreich Schweden und dem Königreich Neapel unterstützt wurden. — Kleine Anmerkung Ende.
    ————————-
    Was ich bis heute nicht „verstehen“ kann, ist, warum Libyen — ein riesiges Land mit einer Fläche von 1.775.500 km², einer Bevölkerung von nur 6,25 Mio. Einwohner (2011), aber einem BIP von 20,48 Milliarden (2002), welches bis 2008 auf 84,14 Milliarden anstieg (jährliche Steigerung: 46,5 %) — sich nicht hat von der VR-China schützen lassen.

    • sascha313 schreibt:

      Danke für die Anmerkung – ist hier aber belanglos. Wie sollte China ausgerechnet Libyen „unterstützen“? Das erscheint mir etwas aus der Luft gegriffen – müssen wir hier nicht diskutieren!

      • Thomas Artesa schreibt:

        China und Libyen ist ja so eine Sache. Jedenfalls die „Unterstützung“ des „Wertewestens“ für dieses Land seit 2011 hat auch nur Chaos, Sklaverei und Ausplünderung gebracht.

    • Erfurt schreibt:

      Die Verteidigung von Volk, Heimat und Vaterland ist eine innere Angelegenheit worin sich die Souveränität (Selbstbestimmung) des jeweiligen Staates ausdrückt. MFG

  2. Erfurt schreibt:

    Ich kenne Libyer die seit 30 Jahren in Deutschland leben und alles was sie über Libyen wissen aus den Deutschen Staatsmedien haben. MFG

    • Harry56 schreibt:

      So so…., und WAS schlußfolgerst du nun daraus?

      • Erfurt schreibt:

        Dasselbe wie Du! Nämlich daß die meisten Bundesbürger über die DDR auch nur das wissen was ihnen die Staatsmedien vermitteln: Mauerbau, Schießbefahl und der ganze andere Dünnschiss!

  3. tommmm schreibt:

    Ich versuche mal zum Thema zu schreiben:

    Erstaunlich ist, das hier eine Revolution durch einen „Militärputsch“ ersetzt wurde. Im Endeffekt wurden doch sehr fortschrittliche Ziele verwirklicht, wie kostenloses Bildungssystem, Gesundsheitsytem usw.
    Das erinnert ein bißchen an Venezuela unter Hugo Chavet, und das zeigt wie wichtig wirklich integere Führungspersönlichkeiten sind.

    • Thomas Artesa schreibt:

      Man kann auch sagen, dass der Zweck die Mittel heiligt. Am Ende zählt eben doch nur: Befreiung des Menschen von der Sklaverei, Rassismus, Chauvinismus, Despotie, Wall Street-Akrobaten und anderen Ausbeutern der Menschheit. Mit der Abschaffung dieser Geisel kommt dann schon der Sozialismus bzw. Kommunismus am Ende. Wichtig ist eben nur die permanente Aufklärung hinsichtlich der Klassengegensätze, Produktionsmittel, Produktionsverhältnisse, Volksdemokratie, etc.

  4. Thomas Artesa schreibt:

    2011 – nach Gaddafis Tod! Ich kann mich noch erinnern, wie mit einem hämischen Grinsen so ein Talkshow-Akrobat im ZDF und anderen Verdummungsmedien das GRÜNE BUCH vor laufender Kamera ins „Klo“ gekippt – bzw. unwissend in seiner dümmlichen Einfalt und rassistischen Arroganz „zerrissen“ hat. Was bereits unter Mohammad Gaddafi die praktizierte Volksdemokratie der Jamahiriya war, das wird heute mit Krokodilstränen im eigenen Land betrauert wegen Corona-Faschismus etc. Demokratie bedeutet bei uns heute – rien de va plus, nothing, nada, niente, ничего etc.!
    Die ganze elende Hypokrisie fing bereits mit Omar Mukhtar und den italienischen KZs der Faschisten unter Mussolini in Libyen an. Wie immer wurden und werden auch andere Araber (wir nennen sie ja gerne Sand-Nigger, Untermenschen, Despoten, Monarchen, Tyrannen, Demokratie-Leugner, neue Hitler, Schlächter, Blutsäufer, Frauenverächter etc. etc. etc.) in den Mainstream-Dreck der „Aufgeklärten“, der Humanisten , der Standhaften für die Werte der US/UK/Zionisten, NGOs der CIA, der edlen Kämpfer für Frieden und Freiheit à la Prinz Eugen vor Wien gezogen: Mossadegh, Nassar, Saddam Hussein, Arafat, Assad, Yassin, etc. etc. etc…! Ja, ja – schon der alte Saladin entriss den Kreuzrittern Jerusalem, um mit seiner Moschee den frommen Juden den Blick bis an den Tigris zu verbauen. Welche Anmaßung vor 800 Jahren… und noch so ein geliehener Seufzer der „Herrenmenschen“.
    Sucht man dann nach historisch-aktuellen Alternativen zu all diesem Gehirnkleister, dann entblödet sich auch so ein Stiefelknecht (als General und Politologe müsste unser Mann doch den Durchblick haben – oder?) im Sinne westlicher Brötchengeber – um wenigsten noch am Katzentisch Aufmerksamkeit zu bekommen, auf der Internetseite: „Fonds Konzeptueller Technologien (FKT)“ – unser Freund und Marxismus-Verdreher oder „Versteher“: Konstantin Petrow. Abgesehen davon, hat auch er mit Stalin so seine „selbstgebackenen“ Probleme. Wie gesagt – ein Seibelkopf, der wohl den Sozialismus sowjetischer Prägung (man denke nur an die notwendige Hilfe für die Zweite Spanische Republik 1936 – 39, Befreiungskampf in der Dritten Welt der 60er Jahre, Korea, Vietnam, Angola, Cuba, Nicaragua, Afghanistan, Atomparität mit dem „Teufel“ der USA, etc.) nicht verstanden hat und lieber in esoterische Welten messianischer Heilslehre abtaucht. Viel kritisieren, aber selber im Sessel am warmen Ofen sitzen. Wer schon Stalin nicht verstehen will, der hat erst recht nicht die moderne Welt im Auge mit ihren Helden (klar doch – auch sie machen Fehler, weil sie Menschen sind, aber dennoch die Schnauze voll haben von all dieser permanenten Ausbeutung des Menschen durch den Menschen!) der kolonialen Befreiung in: Afrika, Arabien, Lateinamerika, Südostasien und gar Europa!
    Muhammad Gaddafi war sicher kein Heiliger – seine Ideen zur Bewässerung der Wüste (The Great-Man-Made-River- Projekt), unabhängige afrikanische Zentralbank, weg vom IWF und der Wall Street, City of London oder Frankfurt wie Paris etc. hätten mehr Sozialismus gebracht, als der Westen verkraftet hätte. Wer heute in Corona-Zeiten nach Demokratie schreit, hat sie bereits selbst 2011 in Libyen begraben. Fazit: Man muss die Viper nicht nur am Schwanz packen und mit ihr vor der Nase anderer hin und her fuchteln, sondern gleich am Kopf zu seiner Zeit. Was der Mensch in der entscheidenden Sekunde versäumt hat, das kann auch die Ewigkeit nur schwer wieder einholen – Sic!

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