Die DDR war bunt und schön…

ddr14Ja, so war die DDR: friedlich, freundlich, menschlich, respektvoll und sozial – ein Land mit großartigen Perspektiven für jeden einzelnen, ein Land der sozialen Geborgenheit. Die DDR war ein Land der Kultur und der Lebensfreude. Da gab es keine Wasserwerfer, kein Pfefferspray, keine Ausgangssperren, keine Besuchsverbote im Altersheim und keine Polizeigewalt. Es gab keine Maskenpflicht und keine Schulschließungen oder Krankenhausschließungen. Die Menschen konnten sich überall im Land frei bewegen, konnten gemeinsam Geburtstag feiern, oder wenn sie wollten, einen Gottesdienst besuchen. Und reisen konnten sie auch – die halbe Welt stand ihnen offen. Man konnte abends spazieren gehen, ohne dafür von der Polizei ein Bußgeld verpaßt zu bekommen oder überfallen zu werden. Kriminalität und Verbrechen waren eine Seltenheit. Armut und Obdachlosigkeit gab es bei uns nicht. Ein Schlaraffenland? Nein, auch wir mußten fleißig arbeiten. Und auch bei uns gab es ab und zu Probleme. Aber nicht im entferntesten solche schwerwiegenden wie heute. Denn bei uns gab es keine Wirtschaftskrisen! Niemand brauchte sich um seine Existenz Sorgen zu machen, alle hatten gut zu essen, jeder hatte eine warme, überaus preisgünstige Wohnung, oft sogar in einem schönen Neubaugebiet, wo die Kaufhalle gleich um die Ecke war, der Kindergarten und die Schule direkt in der Nähe.  Die Gesundheitsfürsorge war für alle kostenlos, ebenso der Kindergarten, die Lehrausbildung und das Studium. Und das war eben der SOZIALISMUS, den wir uns selbst geschaffen hatten…

Das nur mal so nebenbei… und im Vergleich zu heute! Weil da irgendso ein Westdeutscher mal gesagt hat, im Osten sei „alles grau in grau“ gewesen, die Leute hätten gehungert, weil es keine Bananen gab. Nunja. Aber dafür waren die DDR-Bürger nicht so dumm, daß sie alles geglaubt haben, was ihnen da 1990 ein gewisser Herr Doktor Kohl erzählte, von den „blühenden Landschaften“ und so weiter. Denn wir hatten ein hervorragendes Bildungssystem. Freilich, einige ließen sich dennoch verkohlen. Doch die DDR-Bürger konnten wissen, was der KAPITALISMUS alles noch an Verbrechen und anderen schlimmen Grausamkeiten für sie bereithalten würde. Und sie haben erlebt, wie sie nach der Rückwärts-Wende gnadenlos ausgeplündert wurden, wie die westdeutschen Räuber ihre volkseigenen Betriebe zerstörten und sich aneigneten. Und sie erleben die Brutalität und Willkür dieses faschistoiden deutschen Staates, den wir heute haben!

Hier nun einige Bilder aus der DDR:

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KledKarl-Eduard von Schnitzler sagte einmal: „Die Deutsche Demokratische Republik war das beste, was in der Geschichte den Deutschen, den Völkern Europas und der Welt aus Deutschland begegnet ist. Der erste deutsche Staat, in dem Frieden zum Regierungsprogramm erhoben worden ist.“ …und er sagte auch noch etwas: „Das ist keine Nostalgie, Erfahrungen kann man nicht abwickeln. Das hat vielmehr damit zu tun, daß man sich dessen, was man selbst an Erfolgen und Fortschritten hatte, erinnert und sich damit trotz oder gerade wegen der Schlechtmacherei, identifiziert. Und sich deshalb der DDR nicht schämt. sondern stolz darauf ist, daß diese Deutsche Demokratische Republik nicht nur Überreaktion, Unrecht und Inkompetenz war, sondern vor allem Sorge um den Menschen, soziale Sicherheit, Erfolg, eine Alternative zur Menschenfeindlichkeit des Kapitalismus.“


Siehe auch:
Karl Eduard von Schnitzler und Marta Rafael: Ein Rückblick – Die DDR in der deutschen Geschichte.
Zu Ehren des 71.Jahrestages der DDR: Der Kommunist und Fernsehjournalist Karl Eduard von Schnitzler


Kurt Gossweiler, der als Kommunist die DDR von Anfang bis Ende bewußt miterlebt hat, hat sehr viel darüber gesagt und geschrieben, und sich eingehend mit der Analyse unserer Niederlage befaßt. Hier eine kleine Auswahl:
Warum hat der Sozialismus verloren?“
War der Untergang des Sozialismus unvermeidlich?“
Fragen und Antworten zum Revisionismus in der kommunistischen Bewegung des 20. Jahrhunderts“
aber auch hier: „Kurt Gossweiler äußert sich über die DDR“

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90 Antworten zu Die DDR war bunt und schön…

  1. gunst01 schreibt:

    Bei all den netten Schilderungen denke ich immer noch an den grenzenlosen Schock beim ersten Besuch Dresdens und einiger Städte im Erzgebirge im Jahr 1990. Verfallene Gebäude, die Luft war vom Braunkohlegeruch gesättigt und überall standen bleiche Menschen vor einem katastrophalen Warenangebot, in Läden, die den Namen nicht verdienten.. Es ist wohl wie bei Menschen, auch die sollte man nicht todkrank in Erinnerung behalten

    • tommmm schreibt:

      „bleiche Menschen“ ? Was ist das für ein Charakteristik?
      Die Innenstädte wären auch noch dran gekommen. Vorrangig war es ja erst mal, Wohnraum für die Massen zu schaffen und das ging nur durch industrielles Bauen. Und genau nach dieser Methode hat man sich dann an die Innenstädte gemacht. Rostock, Greifswald oder das Berliner Nikolaiviertel geben ein schönes Zeugnis davon.

    • sascha313 schreibt:

      Ja, lieber gunst01, ich will das absolut nicht in Abrede stellen. Graue Ecken gab es einige. Obwohl man das so pauschal nicht sagen kann – todkrank waren wir nicht! Doch man muß sich immer wieder vergegenwärtigen, unter welchen Bedingungen jeweils die DDR und die BRD entstanden und existierten. Wir haben hier bewußt einmal diese Seite des Lebens vorgeführt, um auch eine andere Perspektive zu zeigen, um zu zeigen, wieviel Kraft und Mühe es uns gekostet hat, dieses Land (DDR) aufzubauen, in Gang zu halten und weiterzuentwickeln. Und diese Entwicklung und die Erfolge dabei sind unbestreitbar.

      Dabei sind jedoch vor allem zwei weitere Aspekte zu berücksichtigen:
      a) der zunehmend destruktive Einfluß der sich zersetzenden KPdSU mit allen negativen Konsequenzen für die DDR und b) die zunehmend destruktiven, aber auch irgendwie hilflosen Versuche einiger einflußreicher DDR-Personen in Wirtschaft, Politik und Ideologie, mit administrativen Methoden der Probleme Herr zu werden. Ich denke bei letzterem z.B. an G.Mittag, J.Herrmann, H.Krolikowski usw. – diese Herren waren offensichtlich überfordert und haben mehr Schaden angerichtet, als sie Gutes tun wollten.

      Und vor allem vermochten sie es nicht, die Arbeiterklasse einzubeziehen, zu mobilisieren und in einer revolutionären Stimmung (einer Aufbruchstimmung!) zu halten. Denn das ist wohl auch notwendig, denn – wie Stalin schon gewarnt hatte; der Klassenkampft zwischen den beiden Weltsystemen Kap.-Soz. hatte sich verschärft – erwartungsgemäß! In einer solchen Situation war das Kapitulantentum dieser Spitzbuben wie Chruschtschow, Breshnew und Gorbatschown schon lange nicht mehr auf soziale Gerechtigkeit gerichtet, sondern auf den persönlichen Profit.

      Ich lese gerade von Karl-Eduard von Schnitzler seine beiden Bücher („Der rote Kanal“ und „Provokation“). Darin rechnet er hart, aber auch sachlich mit den Dummheiten und Fehlern ab, die in der DDR gemacht wurden. Und Schnitzler tut das als Kommunist, als einer, der viel besser als jeder andere wußte, welches Unheil, welche Verbrechen seine Klasse (aus der er kam) in Deutschland angerichtet hatten. Man kann ihm, aber auch Kurt Gossweiler und Heinz Kessler und zahllosen anderen standhaften Kommunisten nur dankbar sein für ihre Offenheit und für ihre klaren Worte. Nicht zu vergessen: Ljubow Pribytkowa, deren Beiträge wir hier veröffentlichten.

      • Brigitte Dornheim schreibt:

        Danke, lieber Sascha für diese Worte, für diese Analyse. Sie entspricht meinen Erfahrungen als DDR-Bürgerin und als Lehrerin an einer Polytechnischen Oberschule. Diese Erfahrungen versuche ich zusammen mit Genossen und Freunden in einem antifaschistischen Projekt und einem Lebenslauf – Projekt zu verarbeiten.
        Ich lese die meisten Beiträge von Saschas Welt mit großem Interesse.

      • sascha313 schreibt:

        Danke, Brigitte! Ja, die Verarbeitung solcher Themen ist sehr wichtig für unsere nachkommenden Generationen.

    • Don_A schreibt:

      bleiche Menschen? Da wäre wohl ein Brillenputztuch sinnvoll gewesen. Ja, bleiche Menschen sind JETZT zu sehen.
      So und was die verfallenen Gebäude angeht. ja so etwas gab es, man muss sich aber mal die Frage stellen: WARUM? Der DDR und den anderen mit ihr verbündeten Staaten wurde die Kehle zugedrückt mit der sogenannten „harten Währung“, mit der die DDR nicht genügend gesegnet war. Auch dier Boykotte muss man sehen, die es gab. Aber man muss sehen, woher kommt die „harte Währung“, ja, die kommt durch die Ausbeutung und Ausplünderung der ärneren Länder in Afrika Asien und Lateinamerika.
      @Sascha:
      So und nun noch zu guter Letzt: Wasserwerfer, ja die gab es jedoch auch, allerdings der Einsatz, wenn es dann einen gab, geschah in ganz anderem Stil und Sinn als heute in der BRD.
      Auch ich war 1989 der Meinung, es sollte eine „bessere“ DDR gebildet werden, und was ist rausgekommen? Der Wahn ist kurz, doch die Reu ist lang.

    • Erfurt schreibt:

      Den Eindruck verfallener Ortschaften hatte ich auch: Als wir im Jahr 2000 begannen, Baden-Württemberg zu erkunden. Hilf Himmel sagte Theodor Storm, als er nach Heiligenstadt zog und konnte nicht glauben daß die lustigen Bewohner des Eichsfeldes in Hütten wohnten die für Geld nicht aufzubringen wären. Angesichts der Ortschaften des Kraichgau im Jahr 2000 ging es mir ganz genauso.

      Aber zurück in die DDR. Erfurt in den 70ern, da hatte ich eine Schülergruppe aus Frankreich, die waren begeistert von dieser Stadt. Und diese Schüler waren teils Proletenkinder aus Pariser Vorstädten bis hin zu Söhnen reicher Bauern aus der Provence. „Du kannst Dir gar nicht vorstellen wie schmutzig Paris ist“ sagte einer der Franzosen, damals in Erfurt. Stolz zeigte ich den Franzosen meine Stadt Erfurt, den Zoo, die IGA und die kleinen Gassen mit den vielen kleinen Kneipen und das nächtliche Studentenleben.

      MCMXLV

    • roprin schreibt:

      Fahr mal in der „reichen“ BRD in ein Dorf. Da finden Sie auch kaputte Häuser, die renoviert werden müssen. Und in den Großstädten, über den bunten Schaufenstern die Wohnungen sind nicht gerade einladend. Unsere Menschen waren nicht bleich – wir hatten ein besseres Gesundheitswesen als hierzulande. Und was den Geruch nach Brikettöfen anbelangt, den hätte ich gern wieder, wenn ich meine DDR wieder hätte. )))

    • roprin schreibt:

      Noch etwas, „gunst01“, wissen Sie, was wir Miete gezahlt haben? Meine erste Altbauwohnung kostete im Monat 46 Mark, Strom war wenig, Wasser gab es kostenlos und für die Müllabfuhr haben wir auch nichts bezahlt. Meine 2. Wohnung war Neubau mit Heizung. Die kostete mich im Monat 142 Mark inclusive Nebenkosten.

    • Rudi Albert schreibt:

      Wichtig war, das Wohnen als soziales verfassungsmäßiges Recht zu verwirklichen, z.B. mit geringen Mieten und hohen Zuschüssen aus unserem Staatshaushalt.
      Nach meinem Wissen gehörten viele der vom VEB Kommunale Wohnungs-Verwaltung (KWV) betreuten Altbauten nicht zu ihrem Bestand, deshalb konnten dort oftmals nur die notwendigsten Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Aber weil die Alteigentümer noch im Kataster standen, d.h. nie enteignet wurden, obwohl sich die meisten nie um die Häuser gekümmert hatten, erfolgte die Übergabe an diese sehr schnell.
      Und als nach der Konterrevolution auch auf Neubauten bzw. deren Grundstücke Ansprüche angemeldet wurden konnten auch dort keine weiteren Modernisierungsarbeiten ohne Zustimmung des Eigentümers durchgeführt werden.

      • sascha313 schreibt:

        Genau, Rudi – und das mit den ungeklärten Eigentumsverhältnissen (Erbengemeinschaften usw.) war auch das Problem der Altbausanierung in der DDR. Was dann nach 1990 geschah, war mehr als kriminell…

      • Erfurt schreibt:

        Richtig! Man kann also allgemein feststellen, daß diese Art von Privateigentum, die ja nichts weiter ist als ein Privateigentum an Produktionsmitteln, soziale Mieten niemals möglich macht! Und so entpuppt sich das Gefasel vom „Sozialen Wohnungsbau“ einfach nur als eine Lüge. Zum Teufel mit diesem Verbrecherpack!!!

      • sascha313 schreibt:

        Stimmt, aber ein Teil der Menschen scheint das nicht zu begreifen (wohl immer wieder diejenigen, die noch nie was von Marx gehört haben)

    • prkreuznach schreibt:

      https://dietrommlerarchiv.wordpress.com/2018/09/02/soziale-und-kulturelle-errungenschaften-in-der-ddr-seite-3-wohnungsbauprogramm-als-kernstueck/
      Hier mein Beitrag aus DIE TROMMLER zum Wohnungsbauprogramm der DDR. Neu bauen war billiger, als Altbausubstanz zu sanieren. Oft waren auch die Eigentumsverhältnisse der Altbauten nicht geklärt.
      Mein Beitrag erklärt auch, wie ab 1990 alles „..den Bach runter ging.“

    • „die Luft war vom Braunkohlegeruch gesättigt“
      Worüber selbst das Fernsehen der DDR absolut KEIN Geheimnis gemacht hat! Auf Youtube kann man sich endlos Sendungen der AK zu diesem Thema reinziehen. Bevor ich jemals die DDR betreten hatte, war ich vorher in NORD!!!-Italien!!! Ja! als Wessi kam mir das, was ich in der DDR dann 1988 sah „schlimm vor“ — erinnerte mich an den Ruhrpott der 1970-er, den wir mit der Klasse zweimal besuchten (alles Kinder vom Dorf!!! aus Nordhessen!)

      Ich hatte also „quasi“ vier Vergleiche:
      die „BRD“ (n Hamburg lebte ich bis 1970), MEIN DORF – die beiden Besuche im Ruhrpott und Norditalien …
      Die beiden Besuche in der DDR (vor der Bla-Bla-Blubb-„Wieder“) … HIER IST ES Besser als in Norditalien, viel besser als imr Ruhrpott, gleich / ähnlich der BRD und freilich: viel SCHLECHTER als die drei Dörfer, in denen ich vom 7. bis 17. Lebensjahr aufgewachsen bin!

    • Rolf schreibt:

      Hallo Gunst01!
      Für mich ist das eine Frage des Standpunktes und der Herkunft.
      Du kommst vermutlich aus der schillernden Glanzwelt die keiner braucht. Mir ist es egal, ob ich mit grauem Anorak einkaufen gehe, oder im leuchtgrünen Schlafanzug mit Klunkern im Bett liege.
      Die farbenfrohere Welt konnten wir uns leider nicht überall schaffen. Aber die Menschen waren gesund und glücklich und sogar mehr als satt.
      Für eine sogenannte „Alu-Mark“ bekamen wir 10 Doppelsemmeln vom Bäcker. Du kannst ja mal mit Umtauschkurs, D-Mark, Euro und dem heutigen Preis vergleichen.
      Leider waren alle Menschen – von ganz unten bis ganz oben – noch nicht bereit für diese menschenfreundliche Gesellschaftsform.
      Wenn die Menschheit weiter dieser sinnlosen Glitzerwelt nachjagt, dann wird das der Untergang der Menschheit sein. Nicht Klimakrise und Co. sind die Probleme der Menschheit, alles nur kleine Auswüchse. Der Kapitalismus DAS ist der Untergang der Menschheit.

      Rolf

  2. Weber Johann schreibt:

    Sascha, Du schreibst: „Ja, so war die DDR: friedlich, freundlich, menschlich, respektvoll und sozial – ein Land mit großartigen Perspektiven für jeden einzelnen, ein Land der sozialen Geborgenheit. Die DDR war ein Land der Kultur und der Lebensfreude. Da gab es keine Wasserwerfer, keine Ausgangssperren, keine Besuchsverbote im Altersheim und keine Polizeigewalt.“

    Ja das ist richtig. Deshalb stelle ich mich jedem entgegen der zu den Zuständen, denen die Menschen aktuell in der BRD ausgesetzt sind, und groß posaunt „Wie bei der Stasi, wie in der DDR usw.“

    Nein, richtigerweise, wenn schon Vergleiche hergestellt werden, „wie in der BRD seit 1949“.

    Hier einige Beispiel welcher Gewalt von der Alt-BRD-Polizei ausging, die oft tödlich endete. Wer solche Gewalt in der DDR nachweisen kann, der soll sich hier melden.

    1) Die Ost-CDU-Zeitung „Neue Zeit“ vom 2. September 1950:
    „Düsseldorf (ADN). Nachdem Ministerpräsident Arnold (CDU) vor kurzem bekanntgegeben hat, daß mit Hilfe eines „taktischen Planes“ das Friedenstreffen der Hunderttausend an Ruhr und Rhein verhindert werden soll, gab er jetzt eine neue Dienstanweisung über den Waffengebrauch an die Polizei heraus. Durch diese Anweisung werden die Polizeibeamten ermächtigt, gegen alle Demonstranten von der Schußwaffe Gebrauch zu machen. Die bisherige Vorschrift, nur bei unmittelbarer Bedrohung des eigenen Lebens Feuer zu geben, wurde von Arnold aufgehoben mit dem Hinweis, daß geschossen werden kann, wenn eine aufrührerische Menschenmenge der dreimaligen Aufforderung, sich zu entfernen, nicht nachkommt.“

    2) Internetseite von „protest-münchen“:
    „Im Anschluss an die Kundgebung am 1. Mai 1953 ziehen viele Menschen Fahnen tragend durch die Luisenstraße. Ein Transparent an der Spitze des Zuges wird entrollt. Darauf ist zu lesen „Kampf dem Generalvertrag: Er bringt Zwangsrekrutierung – Lohnraub – Krieg und Tod!“ Der Münchner Merkur berichtet: „Ins Präsidium wurde gemeldet, ein Zug Demonstranten mit einem staatsfeindlichen Transparent marschiere durch die Luisenstraße und ebenso prompt kam der Befehl zurück: ‚Der Zug ist aufzulösen.’“ Die Polizei greift auf der Höhe des Luisenbunkers ein. Der Wasserwerfer kommt zum Einsatz. Bereitschaftspolizei, mit Stahlhelm und Karabinern bewaffnet, löst den Zug auf. Viele marschieren weiter in Richtung Bahnhofsplatz. An der Kreuzung Elisenstraße/Luisenstraße „feuert“ der Wasserwerfer. Mit Kolbenhieben räumt die Polizei. Aus der Menge ertönen Rufe: „SS!“ Vom Wasserwerfer gejagt, bricht der neunundfünfzigjährige Bahnangestellte Georg Bachl Ecke Luisenstraße/Prielmayerstraße vor dem Café Lipp tot zusammen. Gegenüber dem Telegraphenamt kesselt eine empörte Menschenmenge drei junge Männer ein. Die Abendzeitung: „Ein älterer Mann griff sofort einen der drei umzingelten Zivilisten an, der plötzlich seine beiden Hände aus der Jackentasche nahm. In der rechten blitzte eine Pistole, in der linken die Marke der Kriminalpolizei. Die Demonstranten stoben nach allen Seiten auseinander.“ Ein Demonstrationsteilnehmer schreibt dem Oberbürgermeister empört: „Ich habe den Eindruck, als wollte die Polizei die nun einmal vorbereitete Aktion unbedingt durchführen … Es war für Unbeteiligte unmöglich, sich zu entfernen. Jedes aufklärende Wort an die Beamten war zwecklos, da diese stur von jeder Art Gewalt Gebrauch machten.“

    3) „Neues Deutschland“ vom 23. Februar 1954
    Schießbefehl für Polizei
    Bremen (ADN). Gegen den Protest der KPD-Fraktion hat der Bremer Senat am Mittwoch ohne Debatte ein sogenanntes Gesetz zur Anwendung unmittelbaren Zwanges angenommen. Außer den Abgeordneten der KPD stimmten nur einige Vertreter der SPD gegen dieses Terror- und Schießgesetz. Es ermächtigt jeden Polizisten, nach eigenem Ermessen eine staatsfeindliche Handlung zu konstruieren und gegen friedliebende Bürger oder Versammlungsteilnehmer mit der Schußwaffe vorzugehen Das Gesetz habe den Zweck, die Empörung der Bremer Bevölkerung über die steigenden Preise.
    Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat am Donnerstag dem Landtag den Entwurf eines sogenannten „Ordnungsbehördengesetzes“ zugeleitet. Auch dieses Gesetz soll die Ordnungsbehörde Polizei — usw. berechtigen, die in der Verfassung garantierten Grundrechte auf körperliche Unversehrtheit, auf Freiheit der Person, auf die Unverletzlichkeit der Wohnung sowie auf das Eigentum nach Belieben einzuschränken und von sich aus Verhaftungen vorzunehmen.

    4) „Berliner Zeitung“ vom 1. November 1957:
    „Polizei prügelte ihn zu Tode. Düsseldorf (ADN/EB). An den Schlägen, die er bei seiner Festnahme von Polizisten erhielt, ist ein 23jähriger Mann auf dem Polizeirevier in Walsum gestorben. Der Dreiundzwanzigjährige hatte heimlich die Kühe eines Bauern auf den Rheinwiesen gemolken. Bei seiner Verhaftung kam es zu einem Handgemenge, bei dem Ihn zwei Kriminalbeamte derart prügelten, daß er daran starb.“

    5) „Neues Deutschland“ 27. April 1961:
    „SPD-Spitzenkandidat Brandt zu einer sogenannten Mai-Kundgebung. Erster Referent ist Franz Meyers, genannt Pistolen-Meyers, CDU-Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Nach ihm werden Willy Brandt und der Westberliner DGB-Vorsitzende Sickert als Redner genannt. Dieser Meyers, mit dem zusammen der Abenteurer und Karrierist Brandt Aufrufe erläßt und am Weltfeiertag der Arbeiter reden will, sagte im Juni 1958 im Verlaufe einer Bundestagsdebatte an die Adresse der westdeutschen Atomkriegsgegner: „Wir sind sicher langmütig, wir haben lange zugesehen‘ und nichts gesagt, aber nun ist Schluß. Wer auf die Straße geht, kommt auf der Straße um.
     Warum heißt er Pistolen-Meyers? wurde der Jungarbeiter Philipp Müller ermordet, als zehntausend Jugendliche in Essen gegen die Remilitarisierung demonstrierten. Der Chef der mordenden Polizisten war der damalige nordrhein-westfälische Innenminister Franz Meyers. 1954 erteilte der Landesinnenminister Meyers seinen Polizisten den Schießbefehl, als die Autobahnen von Rowdys unsicher gemacht wurden. Seine Begründung: „Damit niemand Einwände erheben kann, wenn demnächst auch auf politische Gegner geschossen wird.“

    Deutscher Bundestag — 3. Wahlperiode — 36. Sitzung. Bonn, Freitag, den 27. Juni 1958:
    Dr. Meyers (Aachen) (CDU/CSU): Wir haben nichts gesagt. Aber nun ist Schluß, meine sehr verehrten Damen und Herren! „Sie sind in Wort und Schrift gegen die atomare Aufrüstung der Bundeswehr aufgetreten und deshalb Kommunisten.“ ….jetzt wiederhole ich es — „gegen die atomare Aufrüstung der Bundeswehr eingetreten und deshalb Kommunisten.“ (Abg. Dr. Mommer: Das ist der forsche Schießbefehl, Pistolenmeyers!) …. Ich muß Ihnen sagen, daß die Empörung meiner politischen Freunde keine Grenzen kennt. (Lachen und Zurufe von der SPD.) — Mögen Sie lachen. Gehen Sie ruhig auf die Straße, denn wer auf die Straße geht, kommt auf der Straße um.“ https://dserver.bundestag.de/btp/03/03036.pdf

    6) „Berliner Zeitung“ vom 5. August 1967:
    Neues Opfer der Schießwut
     Weinheim. ADN BZ
     Die bereits sprichwörtlich gewordene Schießwut der westdeutschen Uniformierten hat ein weiteres Opfer Befördert. Wie erst jetzt bekannt wurde, ist Mittwoch in Weilheim (Oberbayern) ein 21jähnger Häftling von einem Polizisten niedergeschossen worden. Dieser neue Fall ereignete sich nur einen Tag nach dem Mord an zwei Häftlingen in Bernau am Chiemsee. Diese brutalen Übergriffe westdeutscher Uniformierter sind keine Ausnahmen. Am vergangenen Wochenende wurde im Münchner Künstlerviertel Schwabing ein Passant von einem Polizisten angeschossen, der während der Jagd nach einem flüchtigen Rauschgifthändler bedenkenlos von der Schußwaffe Gebrauch machte. Am 8. Juli mußte in Völklingen ein 39jähriger sterben, weil sich bei einem Polizisten, der den Mann verfolgte, „versehentlich“‚ die Pistole entlud.

    7) „Berliner Zeitung“ vom 21. April 1977:
    „Die schießfreudige BRD-Polizei – Zwei unbewaffnete Menschen ohne Grund getötet
    Den gezielten Todesschuß eines BRD-Polizisten auf einen unbewaffneten Bauern am Freitag vergangener Woche nimmt der Londoner „Guardian“ zum Anlaß eines Kommentars. Unter der Oberschrift „Die schießfreudige Polizei Deutschlands“ schreibt das Blatt unter anderem:
     „Vierzehnjähriger Schüler von Polizei erschossen“ lautete im Februar die Schlagzeile in einer Lokalzeitung. „Der Mann, der von der Polizei erschossen wurde, war kein Viehdieb“, hieß es in der Schlagzeile derselben Zeitung am Freitag. Zwei Personen in knapp mehr als zwei Monaten von Polizisten erschossen. Beide waren – wie festgestellt wurde — unbewaffnet. Waren das, fragt der „Guardian“. tragische Unfälle oder Beispiele für die Schießfreudigkeit der BRD-Polizei?
     Der Polizist, fährt das Blatt fort, der den Schüler tötete, argumentierte, er hätte sich von der Person im Dunkeln bedroht gefühlt und aus Notwehr gehandelt. Der Polizist, der den Bauern tötete, wird wahrscheinlich dasselbe Argument vorbringen. Beide brauchen nicht zu fürchten, daß die Gerichte ihre Verteidigung anfechten.
     Obwohl in den derzeitigen Bestimmungen Scharfschießen nicht festgelegt ist, ist ein „Modellentwurf für ein einheitliches Polizeigesetz“ veröffentlicht worden, in dem genau das der Fall sein wird.
     Der „Guardian“ weist In seinem Kommentar darauf hin. daß dieses Gesetz auch den Gebrauch von Maschinengewehren erlauben wird, und fragt: „Mit dem Maschinengewehr erschossen – wird es* lange dauern, ehe diese Schlagzeile erscheint? Und das Opfer könnte wieder ein unschuldiger Mensch sein.“

    • tommmm schreibt:

      Johann, da die hier der Rechercheprofi bist habe mal eine kleine Bitte an dich: Kannst du mal recherchieren was du in der Ostseezeitung über den Aufbau von Evershagen (Ist ein Stadtteil von Rostock) findest? So um die Zeit 1970 – 78. Wenn du da etwas findest, würde ich gerne mal per e-mail bei dir in die Lehre gehen.

    • Erfurt schreibt:

      Enfach nur Wahnsinn. Und die Merkeln schreit und brüllt, stampft mit den Füßen und beschimpft und beleidigt ihr Volk!

      • Thomas Artesa schreibt:

        Sie beleidigt nicht nur ihr eigenes Volk, sondern ist auch noch kontraproduktiv und ein elender Satrap der USA-Mafia (Nord-Stream 2 Projekt soll von der EU, USA und Deutschland gekippt werden…!).

  3. Wicky schreibt:

    Danke, lieber Sascha für die Analyse. Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich lese Deine Beiträge sehr gerne.

  4. tommmm schreibt:

    @ Brigitte Dornheim

    „Diese Erfahrungen versuche ich zusammen mit Genossen und Freunden in einem antifaschistischen Projekt und einem Lebenslauf – Projekt zu verarbeiten…..“

    Wenn du das Projekt online stellst, hätte ich gerne eine Link dazu.

    Ich trage mich mit dem Gedanken ein Projekt über die Entstehung des Stadtteils Everhagen zu machen. Ich werde dazu die „Ureinwohner“ befragen. Noch gibt es ja Zeitzeugen. Es darf nicht alles verloren gehen, was die Menschen in der DDR geschaffen haben.
    Ich denke man muss langsam raus aus der Lethargie. Immer nur in den Blogs kommentieren reicht nicht. Es sind dann zu wenige Quellen. Außerdem denke ich, dass ja jeder eine andere Ausdrucksweise hat, andere Lebenerfahrungen usw. und daher auch andere interessierte Menschen anspricht.

    • Thomas Artesa schreibt:

      Richtig so – Geschichte soll der Grundstein sein, um eine bessere Zukunft aufzubauen. Lerne von der Vergangenheit, um es einmal besser machen zu können – auch im Interesse der gerechten Sache!

  5. prkreuznach schreibt:

    Sascha, da Du auch heutige Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus ansprichst, so konnte es diese damals nicht in der DDR geben, denn bekanntlich gab es damals nicht das Corona-Virus. Da muss man die Frage stellen, wie die DDR das gelöst hätte.
    Will man Nordkorea als Ratgeber hinzuziehen, kommt man nicht weit. Nordkorea befolgt auch die AHA-Regeln und auch dort herrscht Maskenpflicht. Wir haben ja mal über ein entsprechendes Video diskutiert.

    Ich denke, in der DDR wäre das besser organisiert gewesen und nicht so ein Chaos, wie heute. Da wäre einmal Lockdown gewesen, das Impfen wäre besser organisiert gewesen und schneller gegangen. So hätte man schneller zur Normalität gefunden.

    In China, wo das Virus hergekommen ist, herrscht wieder Normalität. Aber auch Neuseeland und Israel haben es besser gemacht.

    Dass es Länder gibt, wo es noch schlechter läuft als in Deutschland, darf kein Trost sein.
    In der letzten Folge der Fernsehserie „Charité“ ist ja die DDR völlig unrealistisch dargestellt worden und heutige Probleme (Arzneimittelknappheit, Herstellung von Arznei in fernen Ländern, im Film war es Bulgarien und daraus resultierende Lieferschwierigkeiten) in die Darstellung der DDR transferiert worden.(ein Aspekt unter vielen).
    Ja, wer denkt da nach, wie es die DDR das Problem mit dem Corona-Virus gelöst hätte?

    • sascha313 schreibt:

      Liebe „prkreuznach“, man kann davon ausgehen, daß dieses angebliche „Chaos“ ebenso beabsichtigt ist, wie die Falschmeldungen in den Medien (und diese gelogenen Lobeshymnen im SWR über die „hervorragende Berichterstattung“ in den „Qualitätsmedien“ und die angebliche Begeisterung der Leser und Zuschauer), die statistischen Täuschungsmanöver und die angebliche Arzneimittelknappheit. Aber die Politiker können auch nicht anders und sind sowieso untereinander zerstritten.

      Andererseits: Es stimmt nicht, daß es in der DDR keinen Coronavirus gegeben hat. Diese Sorte von Viren gab es schon immer, genau wie Influenza-, Masern-, Diphterie-Viren usw. …nur mit dem Unterschied in der DDR herrschte Sozialismus! Und die DDR hatte ein hervorragendes Gesundheitssystem, wo der Mensch im Mittelpunkt stand und die Gesundheit der Werktätigen, der Kinder und älteren Menschen und nicht der Umsatz der Pharmaindustrie.

      In der DDR gab es auch keine korrupten Ärzte und „gesponsertes“ Medizinpersonal, ebensowenig wie gekaufte Politiker, die Millionenumsätze für irgendwelche Firmen organiseren und sich eine 4 Millionen Mark teure Villa zu eigen machen durften. Sozialismus ist eben doch anders als dieses verfluchte und verfaulte, kapitalistische BRD-System.

      Wie schon Dr. Wodarg richtig feststellte: „Wenn der Staat keine Möglichkeit mehr hat, Lüge von Wahrheit zu unterscheiden, dann ist er der Pharmaindustrie völlig ausgeliefert.“ Und er meinte den kapitalistischen Staat, der ja nicht anderes ist, als das Machtinstrument der herrschenden Klasse! Der Staat ist also nicht „ausgeliefert“, sondern macht sowieso, was der phamazeutisch-industrielle Komplex von ihm verlangt. Und die Politiker sind nicht anderes als dessen Komplizen.

    • Erfurt schreibt:

      Da bist Du falsch informiert. Denn Coronaviren gab es auch in der DDR, siehe Kleine Enyklopädie Gesundheit 1985. Was es in der DDR nicht gab, waren Unterdrückungsmaßnahmen!

      • sascha313 schreibt:

        🙂 sag ich doch! danke!

      • prkreuznach schreibt:

        Corona-Viren gab es schon früher. Beim jetzigen Corona-Virus muss es genau heißen das neuartige Corona-Virus. Nun sind auch noch die Mutanten hinzugekommen, die schnell durch die Gegend rasen und schneller anstecken, als das neuartige Corona-Virus, das mit Normal-Geschwindigkeit unterwegs ist. (Eigentlich auch zu schnell.) Landläufig sagt man der Einfachheit halber Corona-Virus, obwohl nur eine bestimmte Art gemeint ist.
        So entstehen Missverständnisse.

      • sascha313 schreibt:

        @prkreuznach: „Nun sind auch noch die Mutanten hinzugekommen, die schnell durch die Gegend rasen und schneller anstecken, als das neuartige Corona-Virus, das mit Normal-Geschwindigkeit unterwegs ist.“ …das ist die übliche Legende, mit der die neoliberale, profaschistische Klasse (die Monopolbourgeoisie) und deren Adepten Angst und Schrecken unter der Bevölkerung verbreiten, um eine sog. „Impfung“ (d.h. eine Applikation mit genetisch manipulierter mRNS) bei der gesamten Weltbevölkerung durchzusetzen.

        Wenn man sich nur ein bißchen in der Mikrobiologie bzw. Virologie auskennt, muß man anerkennen, daß Mutationen – also erbliche Veränderungen des genetischen Materials, ausgelöst durch endogene (spontane M.) oder exogene (induzierte M.) Mutageneseprozesse – zum Wesen organotypischer Prozesse gehören. Daß die dabei entstehenden Mutanten neuartig sind, ist sozusagen eine Tautologie. Diesen Satz, daß „die Mutanten … schnell durch die Gegend rasen“, könnte man fast unter Ulk verbuchen – es gehört aber zum Panik-Orchester. Ob allerdings eine Virusinfektion tatsächlich zu einer Erkrankung führt, hängt von der Immunkompetenz des betreffenden Organismus ab.

        Um ein Vielfaches gefährlicher als solche, i.d.R subklinischen Infektionen, ist die oben bereits genannte, iatrogene Übertragung einer Infektion mit Coronaviren durch die derzeit praktizierten „Spritzungen“. Bei diesen Injektionen handelt es sich schon deshalb nicht um eine „Impfung“, da sämtliche für Impfungen vorgeschriebenen Prüfverfahren umgangen wurden und eine Risikobewertung nicht erfolgt ist. Und das ist schon kriminell!

        Wenn mit derart genmanipulierter Virus-mRNS und mit Nanopartikeln sowie Schwermetallen kontaminierte Wirkstoffe injiziert werden, führt eine solche Behandlung – wie wir gesehen haben – nicht nur bei multimorbiden, älteren Patienten schon nach kurzer Zeit zum Tode, sondern hat auch bei nicht erkrankten Personen fatale Nebenwirkungen und zieht zwangsläufig unabsehbare, nicht korrigierbare Spätfolgen nach sich. In der DDR hat (und hätte) es solche menschenverachtenden Praktiken niemals gegeben!

      • Erfurt schreibt:

        P.S. Es sind die BRD-Staatsmedien die über Viren haufenweise Unsinn verbreiten. Und das nicht erst seit Corona, sondern das war schon immer so. Beispielsweise wurde schon zur Grippe immer behauptet sie verbreite sich infolge Tröpfcheninfektion. In Wirklichkeit jedoch tritt die alljährliche Grippe Ende Oktober/Anfang November sowie Feb/Mrz stets gleichzeitig in ganz Deutschland auf, von NRW bis Bayern, was mit Tröpfcheninfektion und Händedruck natürlich gar nicht sein kann!

        Bildungsauftrag BRD-Medien. Wer sich das täglich ohne darüber nachzudenken reinzieht schädigt sein Zentralorgan und zwar nachhaltig.

        Schönen Sonntag!

  6. Thomas Artesa schreibt:

    Natürlich schwebt für den einen oder anderen immer etwas Nostalgie und Wehmut im Raum, wenn man an seine eigene Jugend denkt und die Zeit, die am Ende nicht mehr zurückgeholt werden kann. Der Mensch erinnert sich nun mal gerne an das Positive in seinem Leben, was ja nur allzu menschlich ist, ohne gleich wieder falsch verstanden zu werden.

    Nun aber zu den nackten Tatsachen und Fakten, die im dialektisch-marxistischen Ringen um Gerechtigkeit und echte Freiheit oftmals gerne vergessen werden von kleinbürgerlichen Seibelköpfen – mehr im vollgefressenen und politisch beschränkten Westen, denn im vielleicht manchmal etwas spießig geratenen Osten, gestern wie auch heute, was eben auch nur persönliche Ansichtssache ist und dennoch nicht verallgemeinert werden sollte!

    Historische Fakten hinsichtlich der DDR:
    1 – Die letzten schweren Kämpfe 1945 am Ende des unerträglichen Hitlerfaschismus wurden auf dem Boden der später hier gegründeten DDR ausgetragen – Seelower Höhen, Schlacht bei Halbe, Berliner Kessel, flächendeckende Bombardierung von Dresden etc. mit den schlimmsten Verwüstungen. Da kann man halt nur schallend lachen, wenn Hollywood mal wieder die amerikanische Überquerung einer Rheinbrücke zum Heldenepos aufmotzt oder Auschwitz gar von den US-GIs „befreien“ lässt. Bla, bla, bla…! Auch die Trecks der Flüchtlinge aus den ehemaligen Ostgebieten landeten erst einmal in der späteren DDR – brauchten also Unterkunft Verpflegung etc.! Im Westen kamen sie dann noch Jahrzehnte in die Wohncontainer oder auch Nissen-Hütten genannt und durften dann ihre verdrängte Ohnmacht in Neu-Gablonz einem anderen oder demselben Herren anbieten, wie einst in der alten Heimat unter Henlein im Sudetenland.
    2 – Keine nennenswerten Bodenschätze oder wichtige Industrie auf dem Gebiet der neu gegründeten DDR. Das musste erst geschaffen werden (z.B. Max bracht Wasser für die Eingeweihten hier auf dem Forum etc.).
    3 – Kein Marshall-Plan für den raschen Aufbau des Landes oder IWF-Abzockerkartel vor Ort (wohl auch besser so. Da musste kein Enkel noch die Zinsen etwa begleichen oder ein Land der „Dritten Welt“ ausgeplündert werden!
    4 – Unter Adenauer hatte der Westen dann auch schnell die Reparaturleistungen an die Sowjetunion eingestellt. Die DDR durfte dann eben für ganz Deutschland noch jahrelang „bezahlen“.
    5 – Sabotagen, Sanktionen, Technologieaustausch vom Westen unterbunden, bewusstes wirtschaftliches Ausbluten und unerträgliches Diversantentum in den Betrieben, Mienen und Fabriken der DDR gesteuert vom Westen tagein und tagaus!

    Da meint noch so ein Forumschreihals hier: im Osten waren alle und war alles blass und grau in grau. Nun ja – auch im Ruhrgebiet ist die Staublunge immer noch endemisch. Zu viel Sonne Mallorcas oder künstlerisches Kassler-Braun bringen noch heute Spätfolgen zum Tragen auf den Stationen der Onkologie vieler Krankenhäuser. Der Himmel mit seinen lockeren Kumuluswolken über der Ostsee oder dem Elbsandsteingebirge im Hochsommer dachte eben auch wohlwollend an seine Kinder ihm zu Füßen und war gegen ungesunden Sonnenbrand, ohne nur auf Gläubige stoßen zu müssen.

    Fazit: Die kapitalistische Welt war immer schon bunter und lauter gewesen, wie auf einem orientalischen Basar (nichts gegen die Tradition der arabischen Welt bitte!), um den Mehrwert der ergaunerten Produkte steigern zu können. Das ist nun mal ökonomisches Einmaleins, neben der Schnelllebigkeit und dem kurzen Verfallsdatum ihrer schillernden Spaßgesellschaft im Kapitalismus, falls die Kohle noch stimmt im Portemonnaie.

    Sozialistische Planwirtschaft im Interesse aller und nicht einiger weniger Halunken kann eben von keinem Monopolisten so richtig verstanden werden, weil der kurzfristige Profit wichtiger ist im endlosen Chaos der Aktien-Hasardeure…u.s.w. – sic transit gloria mundi sycophantarum et parasitorum!

    P.S. Abgesehen davon – West-Berlin z.B. war hoffnungslos überaltert. In Ost-Berlin war die Jugend überall präsent

    • sascha313 schreibt:

      Danke – o.k. naja, etwas spießig, der Osten?! Da wüßte ich gerne, wo?

    • Erfurt schreibt:

      Ohh, ich erinnere mich auch an schreckliche Dinge. An die kleine Angelika die in der Ilm ertrunken ist und ihre größere Schwester die nicht helfen konnte und sich danach nicht nach hause traute. Und an Otto, der sich das Leben nahm weil ihm seine Fau weggelaufen ist. Und an Max der in seinem Trabi bei lebendigen Leibe verbrannte weil er besoffen die Kurve nicht gekriegt hat. Spießig genug?

      MFG

  7. Armin Hoffmann schreibt:

    Laßt uns „Bleichgesichter“ sein, mit Rückgrat, kühlem Kopf, heißem Herzen und sauberen Händen!

  8. sascha313 schreibt:

    Dieser Kommentar enthält genau 845 Worte (=5.048 Zeichen, ohne Leerzeichen). Danke trotzdem. Ich werde künftig nicht mehr als 200 Worte zulassen! Diese Statistiken und Berechnungen, werter jauhuchanam राम अवत कृष्ण יוחנן אליהו, soweit sie sich auf staatliche Angaben beziehen, sind hier i.a. nicht erforderlich, da sie ohnehin nur das bestätigen, was wir auch anderswo nachlesen können. Ich meine, nicht nur uns hier, ist das schon klar! Bürgerliche Propaganda erfaßt vor allen diejenigen, die der Schleimspur des „schönen Lebens“ im Anblick glänzender Fassaden gefolgt sind… und das sind leider nicht wenige! (Mein Kommentar enthält z.B. nur 87 Worte!)

    • Danke lieber Genosse N.G., daß du meinen 845 Worte langen Kommentar dennoch freigeschaltet hast. Meine Deutschlehrerin hat mich auch immer dafür kritisiert, daß meine Aufsätze zu lang sind und mir schon vor 45 Jahren geraten: „So lang wie nötig, so kurz wie möglich.“ Ich halte mich jedoch lieber an Aurelius Augustinus, Marx und Lenin, deren Kommentare – teilweise viele Seiten lang waren und deren Aufsätze immer Buchumfang. — Freilich hast du recht, für das hier mitlesende Publikum sind schon mehr als 200 Worte einfach zuviel des Guten.

      “ Ich meine, nicht nur uns hier, ist das schon klar!“
      Ich schreibe ja sehr viel auf FB und kommentiere bei vielen Artikel und Gruppen und habe etwas anderes beobachtet und komme zu einem anderen Schluß:
      Nichts ist „schon“ klar! — Die Ahnungslosigkeit und das Unwissen über die einfachsten Sachen ist erschreckend! Die meisten können nicht einmal das Gleiche und dasselbe auseinanderhalten, noch verstehen sie den Unterschied zwischen „1 plus 1 gleich 2“ und „Eins und Eins ist Zwei“. Mir hat neulich jemand, der eigentlich dem Sozialismus gar nicht feind ist, öffentlich auf FB mitgeteilt, daß „der Grundgedanke des Sozialismus die Gleichheit und das Teilen ist“.

  9. Erfurt schreibt:

    Der Impfstoff sei zu 90 Prozent wirksam, wird behauptet. Mal angenommen das wäre so: Das würde bedeuten, wenn man alle 83 Millionen Deutschen impft, dann sind davon 90 Prozent geschützt; nur die restlichen 8,3 Millionen können sich anstecken. Das wären aber immer noch weit mehr Infizierte als es bisher der Fall ist. Also kann das nicht gemeint sein. Nur mal kurz gedacht 😉

    • Ob geimpft oder nicht: 100 % können sich anstecken. Die Propaganda verbreitet, „wenn 90 % geimpft sind, gäbe es die „Herdenimmunität“. Wie sich aus den Daten des RKI (oben) ergibt, sind aber bereits 99,8 % vollkommen ohne Impfung immun.
      Durch die Impfung wird das Immunsystem massiv geschwächt!
      Sicher wird der Geimpfte durch die Impfung vor einer Infektion MIT SARS-CoV-2 geschützt und kann dann nicht AN COVID-19 erkranken – das tragisch-fatale an der Impfung ist jedoch, daß sie nicht gegen andere SARS-Coronaviren schützt.
      Macht also die nächste Variante (die Blödmänner in der Politik plappern da was von Mutationen —> vollkommen idiotischer Quatsch das ist!) eines SARS-CoV-Sonst-Noch-Was die Runde und steckt die Geimpften an, so wird diese Impfung keine „Abwehr“ gegen eine neu entdeckte Variante eines SARS-Coronavirus auslösen, sondern eine „T-Zell-Immunantwort“ gegen die eigenen Zellen!
      (siehe Ausführung von Prof. Dr. Dolores Cahill „Sascha123: die Todesspritze“)
      Tja, und so können dann die Verschwörer der Rassisten und Eugeniker – spart KZs und Vernichtungslager — ohne daß es den meisten Menschen überhaupt in den Sinn kommt oder daß ein Zusammenhang zwischen Impfung und einem tödlichen Zytokinsturm herleitbar ist – auf dem Totenschein steht dann einfach Herzinfarkt, Kreislaufversagen … — ganz bequem einen GENOZID durchführen.

    • Erfurt schreibt:

      @Jauchanum: Natürlich ist das nur eine Milchmädchenrechnung. Sie macht nur deutlich auf welch wackeligen Füßen die Milchmädchenrechnungen stehen die täglich über uns ausgekübelt werden. MFG

  10. Wicky schreibt:

    Ich habe die meisten Beiträge zu „Die DDR war…“ interessiert gelesen. Zustimmen möchte ich vor allem dem Text von Jürgen, da er dle DDR nicht durch die rosarote Brille sieht. Meines Erachtens ist es wichtig, nicht nur die positiven sozialen Errungenschaften zu preisen, sondern ehrliche Kritik an allem zu üben, was den ersten Versuch, auf deutschem Boden eine sozialistische Gesellschaft aufzubauen scheitern ließ. Wie heißt es in dem Bauernkriegslied „Wir sind des Geyers schwarzer Haufen“… Geschlagen ziehen wir nach Haus, Die Enkel fechten’s besser aus…

    Wenn dies geschehen soll, müssen wir uns immer wieder ehrlich die Frage stellen, warum unser Versuch gescheitert ist? Ich denke oft darüber nach und diskutiere auch mit Freunden darüber, welche sich die gleichen Fragen stellen. Ich weiß, dass diese Fragen nur durch eine komplexe Antwort, die viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. beleuchtet, beantwortet werden können. Vielleicht kann dieser Blog dazu beitragen, Antworten zu finden.

    Ich bin zum Beispiel fest davon überzeugt, dass auf vielen Ebenen des politischen Lebens das Fehlen dessen, was die Bolschewiki als demokratischen Zentralismus bezeichneten, die Basis bildete, die Fehlentwicklungen möglich machten. Theoretisch wurde dieses Prinzip bejaht, aber an der konsequenten Durchsetzung mangelte es stark.

    • sascha313 schreibt:

      Danke für Deinen Kommentar, Wicky. Zugegeben, wenn es in der Überschrift heißt „Die DDR war bunt und schön…“, so ist das natürlich ein etwas euphemistischer Titel. Doch es geht hier nicht darum, etwas schönreden zu wollen. Karl-Eduard von Schnitzler hat ja nun gerade das auch nicht getan. Wenn aber über ein Land, wie das unsere, von fast allen Seiten schlecht geredet wird, dann schreit das förmlich nach einer Gegendarstellung.

      Was soll man nun eigentlich glauben? Manchem, der die DDR nicht kannte, mag dieses Land, sobald er die Liste unserer sozialen Errungenschaft gelesen hat, wie ein Schlaraffenland vorgekommen sein. Andere wiederum, die sich ausschließlich von westlicher Propaganda beeinflussen lassen, setzen die DDR mit dem Nazismus gleich. Und genau das war ja auch der Sinn und die Absicht der Totalitarismus-Doktrin. …Doch Glauben – gehört in die Kirche!

      Ich bin nicht der Ansicht, daß es sich um einen „Zusammenbruch“ oder um ein „Scheitern“ gehandelt hat – das will man uns gerne einreden. Doch es gab eine Reihe äußerer Bedingungen, die zu dieser Niederlage führten, denen wir als „kleine DDR“ nichts mehr entgegenzusetzen vermochten. Wir waren dem sozusagen ausgeliefert. Was aber nicht heißt, daß es nicht auch bei uns eine solche, und nicht unbedeutende Fraktion von Kapitulanten und Verrätern gegeben haben muß. Und heute wissen wir: es gab sie!

      Nun sind über 30 Jahre vergangen, da müßte ja inzwischen einiges klar geworden sein. Aber was z.B. den demokratischen Zentralismus betrifft, so gibt es heute Rußland eine „Sekte“, die behauptet steif und fest, es müsse unbedingt ein „wissenschaftlicher“ Zentralismus sein, alles andere sei falsch und unmarxistisch. Natürlich ist das ein weltfremder Unsinn! Denn auch der demokratische Zentralismus beruht, genau wie die Lehre vom Staat, auf wissenschaftlicher Grundlage. Ebensogut könnte man über die Erde als über eine Scheibe diskutieren.

    • Erfurt schreibt:

      Zum Verständnis dessen was 1989 passiert ist, studiere die Geschichte der Weimarer Republik: Wie kam es zum Faschismus? Dazu empfehle ich „Der Irrweg einer Nation“ von Alexander Abusch, noch zu finden auf zvab.com. Es wird klar, daß die Weimarer Republik genausowenig gescheitert ist wie die DDR, vielmehr wurde die Weimarer Republik gezielt vernichtet. Und dahinter steckt nicht nur Deutsches sondern internationales Kapital, diese Erkenntnis führt Dich zu Dawesplan, Youngplan, Marshallplan sowie die Gründung der BIZ.

      Die Deutschen Faschisten hatten ganz konkrete Auftraggeber und Verbündete nicht nur in Deutschland sondern hauptsächlich in den USA und auch in Frankreich und Goßbritannien! Die haben sich zusammengetan, das Hauptziel bestand ab 1919 in der Vernichtung der UdSSR was 20 Jahre später 1939 zum Krieg führte und natürlich musste als Erstes dazu die Weimarer Republik beseitigt werden. Vergessen wir nicht den Kampf der Arbeiterklasse den sie gegen diese Übermacht geführt hat. Das Finanzkapital führte diesen Kampf mit den Mitteln der Konzentrationslager und der Vernichtung. 50 Millionen Menschen, die Hälfte davon waren Sowjetbürger, haben diesen Kampf mit ihrem Leben bezahlt und: Sind 1945 als Sieger hervorgegangen! Unter Stalins Führung gelang es die Nazi-Verbrecher aus der Heimat zu vertreiben und den Faschismus in ganz Europa zu beenden.

      Auf Stalins Initiative hin trafen sich die Alliierten auf der Krim und in Potsdam. Es wurde beschlossen wie es nach dem Krieg mit Deutschland weitergehen soll und dieses Abkommen war auch das Ergebnis der internationalen Verbundenheit der Arbeiterklasse. Es war ein Sieg über die Unmenschlichkeit, die Enteignung der Rädelsführer zu beschließen, die Enteignung der Deutschen Großindustriellen welche die Hauptschuld an Hitler und dem 2. Weltkrieg trugen. Es war ein Sieg des Humanismus 1945 zu beschließen, diese Enteignung in ganz Deutschland vorzunehmen, als die Einzige Möglichkeit zu verhindern daß von deutschem Boden aus wieder ein Krieg ausgeht.

      Die Alliierten jedoch dachten nicht im entferntesten daran, das Potsdamer Abkommen einzuhalten und demonstrierten ihre Stärke mit der Bombardierung Deutscher Städte und den Atombomben auf Japan. Sie brachen dieses Abkommen zum selben Zeitpunkt an dem sie es unterzeichneten. Entgegen der Beschlüsse von Jalta und Potsdam wurden in ihren Besatzungszonen die industrieellen Hintermänner Hitlers nicht enteignet. Und wieder kam die finanzielle Unterstützung aus den USA in Gestalt des Marshallplan, die Wiederholung der Geschichte der Weimarer Republik nahm seinen Lauf.

      In Weimar/DDR geboren, stand ich schon als kleiner Junge oft auf dem Ettersberg. Eine blühende Landschaft ist da entstanden und was für ein Glück wir hatten, da zu leben wo die Beschlüsse von Jalta und Potsdam verwirklicht wurden. Volkseigentum statt Privateigentum! Das Vermächtnis der Häftlinge von Buchenwald, das Ergebnis des Kampfes der internationalen Arbeiterklasse, das war das was unser Leben bestimmte und das was wir selbst gestalten durften mithin. Den Verlust dieser Heimat DDR begreifen kann nur wer den Sieg 1945 begreift der 1917 seinen Anfang nahm.

      MCMXLV

    • tommmm schreibt:

      Wicky,
      ich denke, das kann man nicht so schnell beantworten. Jeder hat da seine eigenen Erfahrungen gemacht. Die Schwierigkeit ist, diese Erfahrungen in den großen Kontex der Weltpolitik einzuordnen. Das sollte vielleicht einen extra Artikel (um nicht Thread zu sagen) wert sein. Vielleicht gelingt es uns aus den persönlichen Erfahrungen und Gedanken zum Wesen des Problems zu gelangen? Eigentlich greifst du das Thema auf, über das ich seit Jahren nachdenke.

  11. Ulrike Spurgat schreibt:

    Was war das immer eine Freude, wenn ich wieder an einer der vielen Delegationen in die DDR teilnehmen konnte. Tage zuvor gab es immer diese Unsicherheiten ob es auch klappen kann. Meist war der Aufenthalt für eine Woche, oder aber auch für eine längere Zeit, wenn die „Schulbank“ (M/L) wieder gedrückt wurde. Es waren menschlich und fachliche tiefergehende Begegnungen und mein Interesse waren die Geistes- und die Erziehungswissenschaften in einer besonderen Weise.

    Die Genossen vor Ort waren herausragend vorbereitet und so hat man den „Fragenkatalog“ der manchmal durch seine bemerkenswerte Länge auffiel, die Genossen aber wohl so anspornte, und sie alle Hebel in Bewegung setzten, dass unsere Fragen auch eine befriedigende Antwort erhalten konnten. Die Besuche in den Schulen, in den KIndergärten, in den Betrieben, an den Universitäten, die überaus freundliche Aufnahme und die stundenlange Beantwortung unserer nicht enden wollenen Fragen erzählten über die junge DDR, wie „alles begann“, mit wieviel Eifer und Hingabe, Mut und Entschlossenheit man sich dem Aufbau des Sozialismus widmete bleiben unvergesslich.

    Die Mecklenburger Seenplatte ein unvergessenes Stück Natur wo man Kraft tanken konnte nach getaner Arbeit, denn die Tage und auch die Nächte waren lang. Wir diskutierten lebendig und leidenschaftlich, sangen rote Lieder tranken Wodka und manchmal wünschte ich, dass die Zeit einfach stehen bleibt…… Meine erste Teilnahme an einer Delegation war 1976.

    Straff organisiert und trotzdem bekamen wir die Zeit uns mit Literatur ausgiebig eindecken zu können, bevor es wieder zurückging. Mit Marx/Engels/Lenin, Rubinstein, Makárenko, dem philosophischen Wörterbuch, der Geschichte der Deutschen Arbeiterbewegung u.a., die acht Bände sind einer von vielen Schätzen die ich unter dem Arm hatte, wenn es wieder in die BRD zurückging. Sicherlich könnte ich von den Schikanen berichten und den Gepäck Durchsuchungen, aber das war man gewohnt. Und so hat man eben oft stundenlang gewartet bis die Reise weiter gehen konnte.

    Jedes mal war ich bedrückt, wenn unser Leben in der BRD uns wieder voll und ganz in Anspruch genommen hat, aber der Kampf musste weiter gehen. Das war die Zeit wo wir einen stolzen und aufrechten Kampf um die Namensgebung der Uni Oldenburg gegen alle Widerstände kämpften. Ziviler Ungehorsam und Gerichtsverfahren waren an der Tagesordnung. Doch wir kämpften nicht alleine. Große Teile der Bevölkerung war mit uns und die Solidarität Bekundungen kamen aus allen Teilen der Republik.

    Nach harten politischen Kämpfen gab es für uns kein Zurück mehr…. Das Land Niedersachsen und die ganze herrschende verkommene Klasse in der Republik tat alles um den ehrenvollen Namen Carl von Ossietzky, Widerstandskämpfers und Friedennobelpreisträgers, Häftling im Konzentrationslager Esterwegen mit der Nr:. 562 und verstorben 1938 in einem Berliner Krankenhaus an den Folgen seiner quälenden und erniedrigenden Haftbedingungen im Lager. Die Gestapo saß vor seiner Türe.

    Ein Aufgeben hätte es niemals gegeben, denn wir sind dem Vermächtnis all der ermordeten, gequälten, gefolterten Frauen und Männer treu geblieben und das bis heute, denn heute ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die Uni den Namen „Carl von Ossietzky“ trägt. Und so sind wir in die fortschrittliche und kämpferische Geschichte in der BRD eingegangen und das bringt mein Herz noch heute zum hüpfen, wenn ich daran denke. Danke, DDR…was hab ich alles lernen können…….und tue es immer noch.

    • Erfurt schreibt:

      Danke Ulrike! Ja, das kann ich alles nachvollziehen, glückliche Zeiten hatten wir! Der Verlust der DDR, der Vernichtung der Sozialistischen Staatengemeinschaft, das ist eine Katastrophe für die ganze Menschheit.

      MCMXLV

  12. Armin Hoffmann schreibt:

    Seht diese leuchtenden Augen, die es einmal gab im Land der „Bleichgesichter“!
    Manchmal drücken Fotos mehr aus als tausend Worte. Sofern noch nicht bekannt, sei auf folgende Quelle hingewiesen:
    Manfred Beier, zunächst als Lehrer, später bei der Außenhandelsbank der DDR tätig, hat den DDR-Alltag in all seinen Facetten in etwa 60 000 Fotos festgehalten. Diese historisch höchst bedeutsame Fotosammlung befindet sich heute im Bundesarchiv in Koblenz. Eine Auswahl von 300 Fotos hat jetzt Beiers Sohn Nils herausgegeben, geordnet nach den Stichworten Fami‧lienleben und Wohnen, Schule, Unterwegs, Arbeit, Freizeit und Berlin.

    „Alltag in der DDR. So haben wir gelebt – Fotografien 1949 –1971 aus dem größten Privatarchiv der DDR“ … Fackelträger Verlag, Köln 2010, 312 Seiten, Buchpreis € 29,95

  13. Thomas Artesa schreibt:

    Leider wissen nur wenige, dass die USA und das ganze westliche System in den 80er Jahren ebenfalls dramatisch auf der Kippe standen und praktisch bankrott waren! Das sozialistische System hatte immer noch sehr gut funktioniert, vielleicht musste nur seine innere Struktur erneuert werden. Die Länder der sozialistischen Ostblocks Staatengemeinschaft hatten aber das Pech bei dieser notwendigen „Renaissance“, von Verrätern im eigenen Land (Gorbatschow etc.) hintergangen worden zu sein, die noch dazu ihre Anweisungen aus Washington bekamen, was ja am Ende dann auch geklappt hat – leider!

    Der weltweite Verfall all dieser Hasardeure in Washington, London, Paris, Berlin etc. konnte dann kurzfristig noch einmal durch die herbei gelogenen Kriege in Jugoslawien, Kaukasus, Afghanistan, Irak, Sudan, Libyen, Jemen .. bis heute Syrien gestoppt werden. 2008 wäre die Aktien-Blase fast geplatzt und findet jetzt 2021 ihren waren diabolischen Höhepunkt.

    Wie gesagt – die letzten Zuckungen des Kapitalismus manifestieren sich heute in einem verschleierten Profaschismus der aggressivsten Ausrichtung. Fazit – danach kann nur und muss der Sozialismus kommen, wie es historisch gesetzmäßig ist. Alles andere ist nur die Alternative des finalen Armageddons für Mensch, Natur und Tier auf unserem Planeten. Jetzt müssen alle die Notbremse ziehen und dem faschistischen Spuk ein Ende bereiten, ehe Bill Gates und Konsorten die Ausrottungsphilosophie für die Menschheit auf den Aktienmärkten dieser Welt Wirklichkeit werden lassen.

    Abgesehen davon – die soziale Klassenfrage steht für diese Oligarchen, hasserfüllten „Philanthropen“ und „Menschheitsbeglücker“ ja eh nicht auf der Tagesordnung, sondern nur das schnell verdiente und ergaunerte Derivatengeld – Sic

  14. Frank D. schreibt:

    ich vermisse unsre DDR sehr

    • sascha313 schreibt:

      Ja, … und ist es zu gewagt, wenn ich sage, daß es eines Tages wieder eine neue DDR geben wird? Ich denke schon, daß die Menschheit sich nicht ausrotten lassen wird, auch wenn die Rockefeller-Gates-Mafia und deren Fußvolk heute noch auf dem hohen Roß sitzen…

  15. Wiebke schreibt:

    Bunt und schön war die DDR nur im Intershop

    • sascha313 schreibt:

      Ach, du armes Deutschland! Wieder jemand, der nur die äußere Hülle sieht und nicht das Wesen erkennt. Im Intershop hat es nur nach Fa-Seife gestunken und in der anderen Ecke nach Jacobs-Kaffee. Und die schönen bunten Verpackungen erwiesen sich nach dem Auspacken als ganz gewöhnlicher Kram, den wir in der DDR ganz genauso gut herstellen konnten. Was nützt die gutriechende Seife, wenn der Ausguß verstopft. Und was nützt die ganze Buntheit, wenn das Wesentliche (nämlich der MENSCH) im Eimer ist – wie im Westen. schon immer!

      • Erfurt schreibt:

        Danke Sascha! Mittlerweile ist auch sichtbar wo diese schönen bunten Verpackungen alle landen. Ein Eldorado für Gutmenschen die sich mit dem Plastikmüll im Meer auch noch profilieren und uns dann weismachen wollen das läge an unserem Kaufverhalten.

        MFG

    • Wicky schreibt:

      Ja, liebe Wiebke,
      Ieider haben viel zu viele die DDR so gesehen und was noch schlimmer ist:
      Viele haben dieses Land so wie Du in Erinnerung. Auch mir gefielen damals die glänzenden, bunten und schrillen Verpackungen und der gute Geruch, zumal ich nur sehr selten in solche Läden konnte und dies erst, als ich verheiratet war. Als ich noch bei meinen Eltern lebte, war die westliche Glitzerwelt in jeder Hinsicht tabu. Zum ersten Mal vermisste ich mein sozialistisches Vaterland ganz schmerzlich, als ich aus dem Schuldienst gemobbt worden war. Arbeitslos bzw. im Niedriglohnsektor arbeitend, verlor ich immer mehr Selbstvertrauen und wurde depressiv. Besser erging es mir, als ich bei einem privaten Bildungsträger arbeiten durfte. Mit meiner Alters-und Witwenrente geht es mir nicht schlecht. Aber die Depressionen sind geblieben. Meine DDR werde ich wohl immer vermissen.

      • Wiebke schreibt:

        Hallo liebe(r) Wicky, jeder hat eigene Erfahrungen gemacht. Gegensätzlicher können unsere Erfahrungen nicht sein. Daher freut es mich, dass es Dir nach langer Durststrecke wieder besser geht und ich wünsche Dir nur das Beste.
        @Erfurt: Es ist erschreckend, dass Sie das gleiche Vokabular wie sogenannte Reichsbürger und AfD Idioten verwenden.

      • Wicky schreibt:

        Welches Vokabular und wer verwendet es?

    • Armin Hoffmann schreibt:

      Liebe ist der Wunsch etwas zu geben, nicht etwas zu erhalten. Bertolt Brecht

    • sascha313 schreibt:

      Nein – es ist eine Corona-Sekte!

    • tommmm schreibt:

      Ja, da war die Welt bunt. Ich denke, es war ein Fehler, diese Läden zu eröffnen. Man bekam da immer die unerreichbare Möhre vor die Nase gehalten. Das Bewußtsein der Menschen wurde dadurch auf keinen Fall gefördert.

    • tommmm schreibt:

      Ich denke nicht das es die Aufgabe dieses Forums ist, denkende oder suchende Menschen abzuschrecken.

  16. tommmm schreibt:

    Als Kind sind wir immer mit dem Fahrrad an den Strand gefahren. Die Fahrrräder haben wir dann im Wald hinter den Dünen geparkt. Genau vor dem Wald stand der große Intershop. Da wurden die Kinder geteilt, in Kinder mit Westgeld und in Kinder mit der Mark. Es ist doch klar, das sowas nicht vorkommen sollte. Was gibt es denn da noch zu lamentieren oder hinzubiegen?

    Ansonsten war dei DDR natürlich „bunt“. Aber nicht in dem Sinne,, wie es heute verstanden wird, indem massenweise Lumpenproletariat und billige Arbeitskräfte importiert werden, sondern im Sinne der Bildung, Kultur und Freizeitmöglichkeiten. So gab es unzählige Arbeitsgemeinschaften, Ferienlager, Klubs, das Pionierschiff, Sportvereine, Bilbliotheken….. usw. Das sollte man darüber nicht vergessen, denn das war das Wesen des Sozialismus, einer Gesellschaft für das Wohl der Menschen.

  17. Armin Hoffmann schreibt:

    Ohne Kommentar ! Lest !
    Sigmund Jähns Namen soll verschwinden, weil er DDR-Bürger war

    Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=69678

    • sascha313 schreibt:

      Danke, Armin!
      …und wer steckt himter dieser Kampagne gegen unseren Sigmund Jähn? Eine Bande von DDR-Feinden!
      https://sascha313.wordpress.com/2019/09/24/sigmund-jaehn/
      https://sascha313.wordpress.com/2017/11/01/sigmund-jaehn-der-erste-deutsche-kosmonaut/

    • Erfurt schreibt:

      Danke Armin. Und er »gehörte zu denen, die die Diktatur in der DDR repräsentierten und das System bis zum Schluss stützten« Ja sicher doch! Er hat die DDR sogar im Weltall vertreten, aber das passt eben nicht ins Weltbild dieser CDU-Bastards.

      • Armin Hoffmann schreibt:

        Erfurt, wir bleiben sachlich, behalten einen kühlen Kopf und argumentieren mit dem Weltbild unserer Klassiker. Die Hallenser CDU-Stadtverdreher sollten sich besser dem Schnulli-Katalog „Weltbild“ widmen, anstatt in der DDR Geschichte herumzurühren – diese Halunken. Herzlichen Gruß von der Wasserkante!

        Es sei erinnert:
        „Die Bourgeoisie macht alles zu einer Ware, also auch die Geschichtsschreibung. Es gehört zu ihrem Wesen, zu ihren Existenzbedingungen, alle Waren zu verfälschen: sie verfälscht die Geschichtsschreibung. Und diejenige Geschichtsschreibung wird am besten bezahlt, die im Sinn der Bourgeoisie am besten verfälscht ist.“

        Quelle: Friedrich Engels, Material for the History of Ireland, Aus den Fragmenten zur „Geschichte Irlands“, 1870 – MEW Bd. 16, S. 499 – 500

        Zitat entnommen aus der Schrift „Gegen Volksverdummung und die Zerstörung der Vernunft – Für Aufklärung!“, beschlossen vom Verbandsvorstand am 31. Oktober / 1. November 2009 in Magdeburg im Auftrag des Verbandstages vom 22./23. Mai 2009 in Berlin

      • Wicky schreibt:

        Ein sehr gutes Zitat, das eine Frage, die sich mir als Geschichtslehrerin sehr häufig gestellt habe, eindeutig beantwortet. Um was für einen Verband handelt es sich?
        Rote Grüße
        von Wicky

      • Armin Hoffmann schreibt:

        Liebe Wicky, das ist ein Positionspapier der Freidenker. Hier geht es um klar und deutlich um Aufklärung als „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“ (Kant) … selbstverschuldeten [SIC!] !!! … wie wahr !!!
        Quelle: https://www.freidenker.org/?page_id=66

  18. Erfurt schreibt:

    Danke Armin! Halloren vs. Halunken 😉 Schönes Wochenende!

  19. W .H. Schütze schreibt:

    Nein und nochmals nein, so war die DDR nicht, oder nur für Gefolgsleute Nachfolger der SED. Alle Abweichungen von der vorgegebenen Linie brachten Nachteile für die Abweichler und ich spreche aus Erfahrung.
    Damit will ich die schönen Nostalgiebilder, die Erinnerungen wach werden ließen, keinesfalls schlecht reden. Sie zeigen ein Stück Kindheit und Jugendzeit und wecken manche Erinnerung.
    Aber nun zu den Abweichlern, die hier im Bericht nicht erwähnt werden.
    Trotz mit der Note „gut“ bestandenen Abiturs, bzw. Reifezeugnisses, wurde mir die Herausgabe verweigert, denn ich hatte mir erlaubt, Theologie studieren zu wollen. Begründung: Reifezeugnis heißt auf allen Gebieten „reif“ zu sein und wer Theologie studieren will, ist politisch unreif.
    Medizinstudium war nicht möglich, da ich den Wehrdienst mut der Waffe abgelehnt und mich zu den Bausoldaten hatte mustern lassen. Und das war in der DDR ein „no-go“ , schließlich galt es, bereit zu sein, die Errungenschaften des Sozialismus allezeit mit der Waffe in der Hand zu verteidigen.
    Und dann erlaubte ich mir, nach meinem Studium wieder in meinem Beruf als Kaufmann im Groß- und Außenhandel arbeiten zu wollen. Das ging gar nicht für das sozialistische System des Arbeiter- und Bauernstaates. So war ich 3 Monate arbeitslos. Wie war das im glorifizierten Beitrag über das Leben in der DDR? Arbeitslosigkeit gab es nicht! So hieß es gleich mehrmals….
    Ich bin der Beweis dafür, daß es sehr wohl Arbeitslosigkeit gab. Und der sozialistische „Blockwart“ hat mich bei der Abteilung Inneres der Stadt angezeigt wegen asozialer Lebensweise.
    Man wollte mich in ein Arbeitslager stecken zur Umerziehung. Und dabei hatte ich in 25 Betrieben nach Arbeit gefragt, erst in meinem Beruf und dann auch als Kraftfahrer – vergebens.
    Nach der Wende las ich in meiner Stasi Akte, daß der Staat vermutete, ich wolle Arbeiterpriester werden. Zum Glück gab es unter den sozialistischen Personalchefs (man nannte sie im SED Deutsch „Kaderleiter“ ) auch menschlich gebliebene Personen.
    Einer davon hatte mir kurz vor der Vorladung durch die Abteilung Inneres eine Stelle als Kraftfahrer auf dem Bau gegeben Ihm war egal, was ich studiert hatte und daß ich einen Ausreiseantrag gestellt hatte; hauptsache ich würde meine Arbeit ordentlich erledigen..
    Er rettete mich dadurch vor dem Arbeitslager.
    Auch diese – sicher unschöne Erlebnisse – gehören zum Leben in der damaligen DDR dazu. Jede Medaille hat zwei Seiten.

    • sascha313 schreibt:

      Werter Herr Schütze, welchen Beitrag haben Sie eigentlich geleistet, um die menschliche Gesellschaft zu einer besseren, einer menschlicheren zu machen als der heutigen oder der des Faschismus von 1933-45?

      Wir konnten uns froh und glücklich schätzen, als 1945 die sowjetischen Soldaten unter unvorstellbaren Opfern und mit einem bisher nie dagewesenem Heroismus Europa aus der finstersten Barbarei des Faschismus befreit hatten und uns ein Leben in Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung schenkten.

      Wir haben diese Zeit genutzt. Wir haben gelernt, gearbeitet, gelebt – und wir waren glücklich! Doch vielleicht ein wenig zu sorglos gegenüber unseren Feinden – denen, die nie nachgelassen hatten in ihrem Haß, sich zu rächen, um irgendwann diesen Sieg der Menschlichkeit und des Sozialismus über das faschistisch-kapitalistische Verbrecher-Unwesen rückgängig zu machen. Die Quittung dafür haben wir heute.

      Über ihre dreisten Diffamierungen wollen wir hier nicht reden.
      (Dazu nur soviel: „Arbeitslager“ gab es in der DDR nicht, und „Blockwarte“ erst recht nicht!). Aber wie es scheint, sind Sie mit dem heutigen Leben ganz zufrieden. So ist es, wenn man sich dem Kapital gegenüber völlig aufgeschlossen zeigt. Ihre dankbaren Sponsoren, werden sie sicherlich großzügig dafür zu belohnen wissen, wenn Sie der DDR, wie sie von etwa 17 Millionen DDR-Bürgern erlebt wurde, noch einen kräftigen Tritt verpaßt haben. Es ist ja, das muß man schon sagen, außerordentlich „mutig“, auf den Millionen Opfern der Konterrevolution, des Faschismus und den gefallenen Helden der Sowjetunion noch herumzutrampeln.

      Egoismus, Dummheit und eine Ellenbogengesellschaft, wie die heutige – wenn das Ihr Ideal sein sollte, warum regen Sie sich dann über die DDR auf. Sie existiert nicht mehr. Und wir werden auch Ihre Schmähungen nur als das nehmen, was sie sind – als das bedeutungslose Gezeter eines Ewiggestrigen über ein sinnlos gelebtes Leben, der heute vielleicht als Anhängsel der Bourgeoisie von deren Brotkrümel, die vom Tisch der Superreichen herunterfallen, noch mal sattgeworden ist und der „frohgemut“ über die Darniederliegenden hinwegsteigt, in dem Bewußtsein, daß es keine bessere Gesellschaft zu geben habe, als die der Herren und der Sklaven… wie schon seit Jahrtausenden. Ist das etwa Ihre Theologie?

  20. Rolf schreibt:

    Ich will hier nicht behaupten, dass in der DDR alles richtig war. Richtig fand und finde ich, dass Egoisten ihren Egoismus in der DDR nicht so auf Kosten anderer ausleben konnten. Wer sich natürlich nicht in die Gemeinschaft einfügen wollte/konnte, der konnte die Errungenschaften auch nicht voll auskosten – warum auch – wieder auf Kosten der anderen?

    Da fallen mir solche Namen wie Gauck, Jahn, Eppelmann und einige andere ein, im Westen als „Bürgerrechtler“ geführt und teilweise belohnt. Was haben denn diese Herren für die DDR-Bürger getan? Hätten diese Menschen das damals in der BRD praktiziert, sie wären als Terroristen verfolgt worden. Herr Schütze, denken Sie an die vielen glücklichen Menschen, damals in der DDR, nicht nur an sich!

    Rolf

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  24. Armin Hoffmann schreibt:

    Eine sachliche Dokumentation !

  25. Pingback: Perspektiven – oder: Die Freude als Motiv des Handelns | Sascha's Welt

  26. MiLuna 本 schreibt:

    Hoeyssu, Sascha (N. G.),

    ich bin MiLuna 本, das SPiiELHERZ-Maedtlie aus Triesenberg (TB), Liechtenstein (LI), und es ist mir eine ueberaus grosse Ehre, Dich endlich von Mensch zu Mensch kennen lernend zu sein! < る

    Ich habe Deinen phantastischen Blog seit mehr als drei Jahren verfolgt, und es erstaunt mich zutiefst, wieviel geballtes, umfangreiches Wissen in nur einem Menschen steckt. *=') Du bist wahrlich ein wertvoller Mensch, welcher aeusserst hingebungsvoll an unsere Sache herangeht und somit Hochachtung und Anerkennung verdient! ^ – ^*

    (Danke für die Nachricht! MfG – Rest ausgeblendet. Admin.)

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