Das Leid der Verschickungskinder – Was geschah in den Kurheimen der BRD? | SWR Doku

Nur selten wird in der Öffentlichkeit von den Verbrechen gesprochen, die mit staatlicher Billigung in der BRD begangen wurden. Und es ist durchaus eine mutige Tat dieses SWR-Teams, diese Folterpraktiken aufzudecken, die jahrelang an Kindern begangen wurden. Daher besteht nicht der geringste Zweifel, daß die heutigen Verbrechen – der Maskenzwang, die Kontaktverbote und die Sperrung von Kinderspielplätzen in deutschen Städten und Gemeinden, mit denen die Machthaber der imperialistischen BRD Kinder zu züchtigen versuchen, im gleichen Kontext zu sehen sind, wie die Verbrechen der Nazis.  Bis in die 1980er Jahre wurden Millionen Kinder in sogenannte Erholungskuren geschickt, doch viele von ihnen wurden systematisch gequält und mißhandelt – und leiden noch heute. Werden die Geschehnisse endlich aufgearbeitet? Die Doku zeigt, wie sehr die erlebten „Kuren“ die ehemaligen Verschickungskinder noch heute verfolgen. Viele fühlen sich noch Jahrzehnte später stark beeinträchtigt. Sie haben Angst-, Schlaf- und Eßstörungen, kämpfen mit Depressionen. Etliche haben Selbstmordversuche hinter sich. Doch über ihr Leid ist wenig bekannt. Ein Jahr lang haben die SWR-Autoren Betroffene bei ihrem Kampf um Anerkennung begleitet. Sie waren dabei, als sich ehemalige Verschickungskinder 2019 das erste Mal getroffen haben, um eine Initiative zu gründen. Eines der vielen dunklen Kapitel der BRD… 

Eine Filmdokumentation des SWR

Die Reportage beleuchtet die Erfolge und Rückschläge auf ihrem steinigen Weg und nimmt auch die Verantwortlichen in den Blick. Die beiden Autoren treffen und konfrontieren die Träger ehemaliger Verschickungsheime. Werden sie sich an einer Aufarbeitung und möglichen Entschädigungen beteiligen? Was ist aus ihren Heimen geworden? Welche Einrichtungen existieren bis heute? Und was hat man aus den „Kinderkuren“ gelernt? SWR „betrifft“ beleuchtet erstmals auch das System der Verschickungskuren und zeigt, warum Kinder überall im Land gequält wurden. Hochrangige Akteure aus der Nazi-Zeit waren in die Kuren eingebunden. Mehrere Heime wurden von ehemaligen Nazi-Verbrechern geleitet.

Diese Doku von Ulrich Neumann und Philipp Reichert aus der SWR-Reihe „betrifft“ trägt den Originaltitel: Das Leid der Verschickungskinder – Was geschah in den Kurheimen?, Ausstrahlungsdatum: 17.02.21. (Foto: Screenshot/NK) – Vielen Dank an die Autoren!


Prügelstrafe als Erziehungsmittel

Das krasseste Beispiel in der Reihe der schweren Körperverletzungen durch Lehrer war der Fall des Konrektors der Rüsselsheimer Waldstraß-Schule, Johannes Schwanke, der die mittelalterlichen Erziehungsmethoden bis zum Totschlag prak­tizierte. Schwanke, der vorwiegend Religionsunterricht erteilte, hatte den acht­jährigen Erwin Schulmayer so mit Ohrfeigen traktiert, daß der Junge nach zwei Tagen Sehstörungen bekam, ins Krankenhaus eingeliefert werden mußte und wenige Wochen darauf starb …

Freigesprochen…

Der Angeklagte wurde am 17. März 1956 vom Landgericht Darmstadt frei­gesprochen, da er „nicht gegen ein Gesetz verstoßen habe“.

Unter dem Druck der empörten Eltern und Lehrer über den Freispruch sah sich die Staatsanwaltschaft gezwungen, ein Revisionsverfahren mit der Begründung ein­zuleiten, daß ein solches Urteil den Bestimmungen des Grundgesetzes über den Schutz der Menschenwürde und über die körperliche Unversehrtheit widerspreche. Ende Oktober 1957 wurde dieser Fall dann von dem Zweiten Strafsenat des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe behandelt. Am 23. Oktober beschlossen die Richter, das Revisionsverfahren zu verwerfen; der Freispruch des Darmstädter Landgerichts wurde bestätigt.

Eine „pädagogisch gebotene Züchtigung“…

Die „Allgemeine Deutsche Lehrer-Zeitung“ Nr. 21 vom l. Dezember 1957 gibt die mündlich vorgetragene Begründung wie folgt wieder:

„Die körperliche Züch­tigung der Schüler ist ein 150 bis 200 Jahre altes Gewohnheitsrecht der Lehrer. Es ist in keinem Lande der Bundesrepublik durch ein Gesetz oder durch ein entgegen­wirkendes Gewohnheitsrecht aufgehoben worden. Die seit 1945 von vielen Länder­regierungen ergangenen Erlasse, durch welche die körperliche Züchtigung aus­nahmslos verboten wurde, haben keine Gesetzeswirkung und können das Gewohn­heitsrecht nicht aufheben. Sie sind zwar von disziplinarrechtlicher, dagegen nicht von strafrechtlicher Bedeutung.

Die Züchtigungshefugnis des Lehrers verstößt weder gegen das Grundgesetz noch gegen die Verfassungen der Länder. Erziehungsaufgabe und Erziehungsrecht des Lehrers schließen die Befugnis ein, in angemessenen Grenzen körperliche Zucht­mittel anzuwenden, und da eine pädagogisch gebotene Züchtigung dem Wohle des Betroffenen dient, kann auch das Grundrecht der menschlichen Würde nicht ver­letzt sein. Außerdem geht das unbestrittene Züchtigungsrecht der Eltern beim Besuch der Schule zum Teil auf den Lehrer über.“

Kindesmißhandlung in der BRD – ein „Gewohnheitsrecht“

Auf welches Gewohnheitsrecht bezieht sich der Bundesgerichtshof? Jenes 150 bis 200 Jahre alte Gewohnheitsrecht ist nichts anderes als die brutale Anwendung von Einschüchterung, Terror und Gewalt zur Dressur willenloser Unter­tanen, Es sind die reaktionären Traditionen des deutschen Militarismus vom fride­rizianischen Preußen bis zum Hitlerstaat. Das Bonner Regime hat sie übernommen und zum Gesetz seines Handelns gemacht.

Aus: „Berichte über die kulturpolitische Entwicklung der Bundesrepublik“, 1957/Heft IV, S. 20

Quelle: Quellen zur Geschichte der Erziehung. Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin, 1961, S. 371f. (Danke an J.Weber für den Hinweis)

Siehe auch:
Heimkinder in der BRD
Ein Kinderheim in der DDR

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18 Antworten zu Das Leid der Verschickungskinder – Was geschah in den Kurheimen der BRD? | SWR Doku

  1. Ulrike schreibt:

    Seit 2012! ist das Thema in die Öffentlichkeit ! Mal mehr mal weniger. Und zwar ist es von ehemaligen Heimkindern/Jugendlichen und von Mitstreitern auf den Tisch des Hauses gelegt worden. Selbst hier wurde dieser weitere grausame Teil der Alt BRD thematisiert. Heimkinder/Jugendliche in den Heimen der Diakonie/Caritas und staatlicher Einrichtungen entwürdigt und alleine gelassen. Mindestens 800.000 wurden weggeschlossen, geprügelt, gedemütigt hinter dicken Mauern. Politik, Landschaftsverbände und die kirchlichen Träger und andere Gangster und Verbrecher waren daran beteiligt.

    Die „schwarze faschistische Pädagogik“ von Ulrike Meinhof thematisiert und in die Öffentlichkeit geholt ist eine ganz große menschliche Leistung von Ulrike. Unsere „Erzieher“ waren meist ehemalige Aufseher in den Lagern und sind so in Brot und Arbeit gekommen. Wir wurden verprügelt, bekamen Essensentzug, wurden mit Medikamenten vollgestopft und das ohne Wissen und Einverständnis von unserer Seite.

    Dr. Sylvia Wagner, Pharmakologin hat genau darüber promoviert. Medikamentenversuche an Heimkindern von 1949 – Ende der siebziger Jahre. Als PDF kann man sich die Promotion herunterladen, wenn es von Interesse ist. Das eine geht nicht ohne das andere. Denn so wird es wie der ein „Vergessen“ geben. Und das darf nicht sein.

  2. Weber Johann schreibt:

    Eine Gegenreaktion ließ nicht lange auf sich warten. Die mit Milliarden Euro an Steuergeldern vollgestopften „DDR-Aufarbeiter“ gingen sofort an die Öffentlichkeit. Deren Ziel, Delegitimierung der DDR-Ferienlager.

    Hier eine Pressemeldung:
    DDR-Kurkinder
    DDR-Kurkinder sammeln sich zunächst in einem eigenen Arbeitskreis, übernehmen aber genauso auch LK- und HOV-Positionen, wenn sie es möchten. Der DDR- Kurkinder-Arbeitskreis ist eng verbunden mit der Bundeskoordination und erhält von dort Rat und Unterstützung. er geht an die Akten aus der DDR heran und versucht Verantwortliche damaliger Kinderkurheime aufzuspüren, bzw. deren Akten.  DDR-Kurkinder treten auch an die Öffentlichkeit heran um andere Betroffene aus DDR-Kinderkurheimen mit negativen Erinnerungen zu finden…..Dringend gesucht werden weitere Landeskoordinator*innen für Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie Heimortverantwortliche für Kinderkurheime der ehemaligen DDR.“
    https://verschickungsheime.de/ddr-kurkinder/

    Sehr beliebt bei den westdeutschen Familien waren die DDR-Ferienlager. Sicher werden diese „DDR-Aufarbeiter“ jetzt versuchen, die Ferienlager mit Schmutz zu bewerfen und Horrorgeschichten verbreiten. Dem vorzubeugen jetzt eine kleine Zeitungsnotiz und ein ausführlicher Artikel.
    Wichtig: Viele westdeutsche Betreuerinnen, die die Kinder begleiteten wurden nach ihrer Rückkehr angeklagt und nicht wenige wurden ins Gefängnis geworfen. Ein abscheuliches Kapitel der Alt-BRD-Regierungen, vor allem unter der Adenauer.

    „Berliner Zeitung“ vom 2.8.1955:
    „Passau (ADN/Eig. Ber.). Trotz aller Schikanen sind 280 Kinder aus Passau in die Ferienlager der DDR gefahren, berichtet der Kreisausschuß Passau „Frohe Ferien für alle Kinder“, Pfarrer und Lehrer hatten in der Religionsstunde und im Unterricht versucht, einen Druck auf die Kinder auszuüben, um sie von der Fahrt abzuhalten. Sogar von der Kanzel herab predigten einige Pfarrer gegen die Ferienfahrt der Kinder.“

    „Neues Deutschland“ 5. September 1954:
    Greuelmärchen schrecken nicht mehr
     Frohe Ferientage für alle Kinder in ganz Deutschland! Viele Tausende westdeutscher Kinder folgten dieser Einladung, obwohl die Bonner Regierung mit Hetz- und Lügenmeldungen und allerlei Schikanen das zu verhindern suchte. Zum Beispiel wies die westdeutsche Grenzpolizei die Kinder mit den Worten zurück: „Die Russen verlangen von jedem Kind über 10 Jahre einen Paß, sonst kommt keiner rüber. Es ist am besten, ihr fahrt wieder nach Hause, denn wenn ihr erst einmal drüben seid, seht ihr eure Eltern nicht wieder. Schon in ihren Heimatorten hatte man ihnen erzählt, drüben kämen sie nach Sibirien, oder daß ihr Essen aus Saudisteln bereitet würde und sie sich dieses durch Arbeit bei Genossenschaftsbauern verdienen müßten.

    Düsseldorfer Kinder erzählten, daß zu ihren Eltern Beauftragte der Behörden kamen und versprachen, die Kinder in den Schwarzwald zu schicken, wenn sie nicht in die DDR fahren. Es stellte sich dann aber heraus, daß die Eltern diesen Ferienaufenthalt selbst hätten bezahlen müssen. Die Kinder kamen aber trotzdem. Alle westdeutschen Kinder fühlten sich sehr wohl in unseren Ferienlagern. Freundschaften wurden geschlossen, und die Kinder versprachen, sich gegenseitig fleißig zu schreiben. Das kameradschaftliche Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern gefiel den Kindern besonders.

    „Wenn wir nach Hause kommen, werden wir von der herrlichen Zeit bei Euch berichten. Gebt uns aber Bilder mit, sonst glaubt uns dort so leicht niemand. Wir haben gesehen, wie hier für die Kinder gesorgt wird, und dafür danken wir Eurer Regierung. Wir hoffen, daß es bald auch bei uns so sein wird.“

    Frau Hellmann aus Hamburg-Stellingen, deren elfjähriger Sohn ins Betriebsferienlager des VEB Porzellanwerk „Graf von Henneberg“, Ilmenau, gekommen war, schreibt: „Allen Kollegen Ihres Betriebes meinen herzlichsten Dank. Wir sind glücklich, daß es Euch dort so gut gefallen hat. Wenn die Einheit Deutschlands wiederhergestellt ist, werden wir Euch Eure große brüderliche Hilfe vergelten.

    Herr Koß aus Hamburg schrieb: „Nachdem unser Sohn Peter wieder wohlbehalten bei uns angelangt ist, spreche ich Ihnen meinen besten Dank aus. Peter hat es in Ihrem Ferienlager gut gefallen. Die Möglichkeiten, unsere Kinder durch Schulen oder Betriebe in Ferienorte reisen zu lassen, sind hier gleich Null. Unsere Kinder privat zu verschicken, können wir uns nicht leisten. Von einem Interesse des Bonner Staates an unseren Kindern ist hier nichts zu merken. Das ist erst vorhanden, wenn sie das wehrfähige Alter erreicht haben.“

    Helmut Hauke, Ilmenau
     Eintausend Kinder verlebten im Ferienlager der Wismutkumpel an der Talsperre Kriebstein herrliche Ferientage. Ein Höhepunkt war es für sie, als sowjetische, koreanische und Kinder das Lager besuchten. Ein Junge aus Korea, der seine Eltern verloren hat und sein Vaterhaus in Flammen aufgehen sah, hat in der DDR eine neue Heimat gefunden. In gutem Deutsch sagte er uns, daß er und auch seine Kameraden unserer Regierung für ihre Fürsorge und Gastfreundschaft von Herzen dankbar sind. Die koreanischen Jungen hatten in Massanai ein schönes Zeltlager, in dem sie sich zusammen mit deutschen Kindern in Arbeitsgemeinschaften betätigten. Wie er versicherte, war das Essen gut und reichlich und vor allen Dingen nationalgerecht.

    Liesel Ferchland, Döbeln
    „Auf Wiedersehen! – Im nächsten Jahr bringen wir noch mehr Kinder mit!“ So verabschiedeten sich die westdeutschen Kinder, die in den Ferienlagern der Konsumgenossenschaft des Bezirkes Erfurt als Gäste weilten.

    Inge N. aus Nordrhein-Westfalen sagte: „Ich bin so froh, daß ich in den Schulferien zu euch fahren durfte. Unser Lehrer ist mit einigen Kindern in die Berge gefahren. Das kostete aber 60 D-Mark. Meine Eltern hätten so viel Geld nicht aufbringen können.

    Im Ferienlager Bad Thal war die Hälfte aller dort weilenden Kinder aus Westdeutschland. Wie gut ihnen das Leben dort bekommen ist, beweisen die Gewichtszunahmen. Ein kleiner Gast aus Frankfurt (Main) z. B. hat 14 Pfund zugenommen.

    Christel Hengelhaupt, G. Barz, Erfurt
    Der Konsum-Spezialhandel, Handelsabteilung 2/Weimar hatte die Freude, 33 Kinder und drei Helfer aus Westdeutschland in sein Betriebsferienlager aufzunehmen.“

  3. Hanna Fleiss schreibt:

    Ich bin Jahrgang 1941 und hatte das Glück, in der DDR in jedem Sommer zweimal ins Kinderferienlager verreisen zu dürfen, einmal vom Betrieb des Vaters, einmal vom Betrieb der Mutter. Was habe ich da nicht alles kennengelernt: die deutschen Landschaften, Thüringen, die Ostsee, Brandenburg, Oberwiesenthal – Orte, an die ich nie gelangt wäre ohne das Kinderferienlager. Zu meiner Zeit waren die Betriebe noch nicht in der Lage, eigene Kinderferienlager einzurichten, oftmals war unsere Unterbringung ein bisschen abenteuerlich, aber gerade dies hatte einen Riesenspaß gemacht.

    So waren wir zum Beispiel in Brandenburg in einer Villa untergebracht, die dem Schauspieler Heinz Rühmann gehört hatte, in einer wunderschönen Gegend in der Nähe der Nuthe, wo wir so lange baden durften, bis sie nur noch ein Rinnsal war, an der Ostsee waren wir in einem Bootshaus untergebracht. Morgens gehörte der ganze Strand von Binz uns, jeden Tag waren wir im Wasser, spielten Volleyball, lernten das Bogenschießen kennen, spielten Theater.Was habe ich in diesen Kinderferienlagern nicht alles für Lieder, Spiele und Wettbewerbe kennengelernt! Fast immer waren auch westdeutsche Kinder dabei.

    Die Erwachsenen waren die Arbeitskollegen meiner Eltern, die uns mit viel Verständnis und Spaß die drei Wochen begleitet haben. Meine Kinder dann schickte ich jeden Sommer ins Kinderferienlager, und sie kamen immer voller Begeisterung zurück, was ihnen dort geboten wurde, hätte ich ihnen nicht bieten können. Die Kinder wurden dort auch medizinisch betreut, vom Essen schwärmten sie, den Nachtwanderungen und den vielen Veranstaltungen für sie und mit ihnen. Ich konnte ihnen nachfühlen, wenn sie ein bisschen traurig waren, dass die schöne Zeit im Kinderferienlager schon vorbei war.

    In Westdeutschland allerdings hatte ich als Kind anderes kennengelernt. Durch die schlechten Verhältnisse nach dem Krieg hatte meine Lunge gelitten, und bei der Einschulungsuntersuchung wurde erst mal festgelegt, dass ich ein halbes Jahr zur Kur in ein Lungensanatorium an der Nordsee musste. Ich habe diese Zeit in meinen Kindheitserinnerungen beschrieben. Die Nordsee war schön, aber die Krankenschwestern liefen dort mit Knüppeln in der Hand herum und schlugen öfter mal auf die kranken Kinder ein. An den Strand durften wir nicht, wir hatten die Nordsee nur vom Fenster aus gesehen. Heute würde ich sagen, dort herrschte ein halbmilitärisches Regime.

    Wir Mädchen waren streng von den Jungen getrennt. Morgens mussten wir uns stramm neben unseren Betten wie Soldaten aufstellen, zum Durchzählen. Ich habe einige sehr unschöne Erinnerungen an diese Zeit in Wyk auf Föhr. Das Heim wurde, glaube ich, vom Roten Kreuz geführt. Als ich das mit den Knüppeln meinen Eltern erzählte, wollten sie mir das gar nicht glauben, dass so etwas mit kranken Kindern geschieht. Sie reichten eine Beschwerde ein, aber ob sich etwas geändert hat, erfuhren wir nicht.

  4. Erfurt schreibt:

    Interessant! Jetzt werden Verbrechen die in der BRD Alltag sind, postmortem der DDR angedichtet. Aber im Grunde ist das ja auch nichts Neues, siehe Doping und neulich kam ein Dokumentarfilm zum Thema „mit Hepatitis verunreinigte Blutspenden“ in der DDR. Und das Schlimme ist, es gibt Menschen die glauben diesen ganzen Mist.

    Schönen Sonntag!

    • sascha313 schreibt:

      Wenn ma jetrzt zurückblickt, so ordnet sich die ganze Lügenkampgane, der Austausch der Begriffe (z.B. Antifa, Solidarität usw.) nahtlos in den verbrecherischen Gates-Plan („Mengele+“) ein.

  5. Weber Johann schreibt:

    In Coronazeiten merken die Menschen wie das mit dem Grundgesetz so ist. Wie das Grundgesetz schützt, muss jeder selber bewerten. Fest steht, dass Grundgesetz schützte noch nie Menschen die friedlich Aktionen unternahmen, im Gegenteil. Wieder ein Beispiel mit den DDR-Verschickungsheimen.

    Ost-CDU-Zeitung „Neue Zeit“ vom 24.8.1951:

    Lehr-Polizei (Anmerkung: Lehr war Bundesinnenminister unter Adenauer) verhaftet Ferienkinder Aus dem Zug geholt und bei strömendem Regen zur Polizeistation gebracht
    Nürnberg (ADN). 150 bayerische Kinder, Söhne und Töchter von Erwerbslosen, die in der DDR kostenlos ihre Ferien verlebt hatten, wurden in der Nacht zum Mittwoch von Angehörigen der bayerischen Grenzschutz-Truppe auf der Station Ludwigstadt an der Demarkationslinie aus dem Interzonenzug Berlin-München heraus verhaftet.

    Bei strömendem Regen mußten die Kinder den Zug verlassen. Sie wurden unter starker Bewachung zur Polizeistation abgeführt, registriert und einem Verhör unterworfen. Erst nach mehreren Stunden konnten die Kinder die Heimreise fortsetzen. Eltern, die ihre Kinder in Ludwigsstadt erwartet hatten, wurde es nicht gestattet, die Kinder in Empfang zu nehmen.

    Unmittelbar nach Bekanntwerden dieser neuen Schandtat der Lehr-Polizei erhob die Landesleitung Bayern des Demokratischen Frauenbundes schärfsten Protest gegen diese Übergriffe der Polizei. Die DFD-Landesleitung forderte den bayerischen Innenminister Dr. Högner (SPD) auf, eine Wiederholung derartiger Vorkommnisse zu verhindern.“

  6. Erfurt schreibt:

    In einer heutigen Behinderteneinrichtung

    Meine Schwägerin hat eine schwerstbehinderte Tochter die ist jetzt über 30 Jahre alt. Was dieses Mädchen durchgemacht hat kann man nicht beschreiben. Ihre glücklichsten Momente waren immer die wenn die ganze Familie zusammen kam. Der Staat nun hat auch das mittlerweile verhindert. Das Mädchen lebt seit einigen Jahren in einer Einrichtung in Thüringen. In dieser Einrichtung gab es vor ein paar Wochen einen „positiven Coronatest“.

    Die Bewohner wurden daraufhin in ihren Zimmern eingesperrt und bekamen das Essen hineingereicht wie Strafgefangene, Toilettengänge wurden unsäglich erschwert. Und jetzt das Theater mit der „Impfung“. Wer sich nicht Impfen lässt dem droht die vollständige und dauerhafte Isolation. Meine Schwägerin hat unterschrieben, es blieb ihr nichts weiter übrig. Wir werden sehen was daraus wird. Ich fürchte nichts Gutes.

    MCMXLV die Toten von Buchenwald mahnen

    • sascha313 schreibt:

      Ich frage mich da nur: Wo bleibt da die Menschlichkeit, weshalb das Personal in diesen Einrichtungen dort wohl mal angefangen hat. Oder überwiegt da die Panik? Oder die Angst vor Repressionen?

      • Erfurt schreibt:

        Vermutlich eine Mischung aus Allem. Was am Ergebnis aber auch nichts ändert. Scheiß Kapitalismus.

        Corona Mutata

    • Lieber Erfurt,
      wir haben auch eine schwerstbehinderte Tochter (29), die 24 Stunden gepflegt werden muß — ums Verrecken nicht, würden wir unser Kind in so einer kapitalistischen Ghetto-Einrichtung abliefern und sie dem Schicksal solcher „Pflegekräfte“ überlassen.

      Und wenn ich dann auch hier so eine „Entschuldigung“ *Meine Schwägerin hat unterschrieben, es blieb ihr nichts weiter übrig.* lese, kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln!

      Als Mutter oder Vater hat man die Pflicht, sich um sein Kind zu kümmern und kann sich nicht einfach so mit der Ausrede *es blieb mir nichts weiter übrig* aus der Verantwortung stehlen.

      Wahrlich, mir hat das mal wieder gezeigt, in welcher verkommen, grausamen und unmenschlichen Gesellschaft ich hier lebe!

  7. Weber Johann schreibt:

    Jauhuchanam schreibt: „Als Mutter oder Vater hat man die Pflicht, sich um sein Kind zu kümmern und kann sich nicht einfach so mit der Ausrede ,es blieb mir nichts weiter übrig‘ aus der Verantwortung stehlen.“ – Genau das dürfen wir nicht tun. Wir müssen diesen Menschen beistehen, die von unseren politischen Parteien, die immerhin von 90% der Bürger gewählt wurden, in diese verzweifelte Lage gebracht wurden. Jeder Fall muss für sich betrachtet werden. Bitte keine Verallgemeinerung. Nein, wir müssen gegen die vorgehen, die die Verantwortung tragen, alle politischen Parteien. Aber wie.

    Heuer finden die Bundestagswahlen statt. Glaubt jemand, dass sich an diesem System etwas ändert, auch wenn sich an den Prozenten, die die jeweiligen Parteien erringen etwas ändert. Nein, für die nur eine Bestätigung, wir haben alles richtig gemacht. – Ich musste an die Wahlen in der DDR denken.

    Mit welchem propagandistischen Aufwand suchten alle Alt-BRD-Politiker, alle Systemmedien, alle Staatssender, das Wahlverhalten in der DDR so zu beeinflussen, dass nicht 98% sonder nur noch 80% zur Wahl gegangen wären. Ein Jubelsturm wäre über die gesamte Alt-BRD-Republik hinweggezogen. Wenn nicht gar, diese 80% das Startsignale für den Marsch nach Osten gewesen wäre.

    Ich bin mir sicher, nur eine sehr niedrige Wahlbeteiligung würde zum Nachdenken national wie auch international führen. Am Wahlergebnis würde sich natürlich nichts ändern. Das gibt unser Wahlsystem nicht her. Alle Parteien, die für diese entsetzliche Situation verantwortlich sind wären dann wieder im Bundestag bzw. in der Regierung und in der Nichtregierung. Eine Opposition gab es seit dem Verbot der KPD 1956 in der BRD nicht mehr. Alles derselbe Brei.

    • ***Jauhuchana schreibt: „Als Mutter oder Vater hat man die Pflicht, sich um sein Kind zu kümmern und kann sich nicht einfach so mit der Ausrede *es blieb mir nichts weiter übrig* aus der Verantwortung stehlen.“

      Genau das dürfen wir nicht tun. Wir müssen diesen Menschen beistehen, die von unseren politischen Parteien, die immerhin von 90% der Bürger gewählt wurden, in diese verzweifelte Lage gebracht wurden. Jeder Fall muss für sich betrachtet werden. Bitte keine Verallgemeinerung. Nein, wir müssen gegen die vorgehen, die die Verantwortung tragen, alle politischen Parteien.
      Aber wie.***

      Wie soll ich „jeden Fall für sich betrachten“? —> Ich muß Verallgemeinern! „Aber wie(?)“

      Durch Revolution – wie sie Lenin lehrte!!! Er wußte wie das geht. Man muß also nur TUN, was er in „Was tun?“ aufgezeigt hat, sich aber dabei stets bewußt sein, daß man eine Revolution nicht machen kann!!! … aber alles dazu beitragen kann, daß sie kommt!!!

      „Der Kapitalismus steigt aus jeder Krise gestärkt hervor. Wie Phönix aus der Asche, hieß es vor ein paar Tagen in einem FB-Kommentar.

      Meine Antwort: Der Schein trügt. Im Zarenreich, in China und anderen Ländern haben diese Krisen zu seinem jähen Ende geführt. Der Kapitalismus gleicht einem morschen Baum — und mag er uns noch so groß, hoch und gewaltig erscheinen: Die nächste Revolution wird kein Sturm, sondern ein Orkan sein und ihn umstürzen.

  8. Hanna Fleiss schreibt:

    Johann, es ist anzunehmen, dass sie die Bundestagswahlen noch bis zum Ende ihrer „Pandemie“ hinauszögern werden, solange Merkel mitmacht, und zwar bis 2022. Sie wissen ganz genau, dass die Lockdown-Repressionen ihre Stimmen kosten, also werden sie die Wahlen hinauszögern, im Vertrauen darauf, dass wir alle vergessen haben, was uns mit den Lockdowns angetan wurde, und wir dann wieder ganz „normal“ und friedliche Wahlbürger sind. Ich weiß es natürlich nicht, aber ich bin der Ansicht, dass genau so gerechnet wird.

    Trotz alledem nehme ich an, dass sehr viele Leute nicht mehr wählen gehen werden. Vielleicht hilft es als Schuss vor den Bug, wenn die Wahlbeteiligung sehr niedrig sein wird (was ich aber nicht annehme). Die sind so skrupellos, dass sie auch mit einer 5-prozentigen Wahlbeteiligung sich immer noch als Wahlsieger aufputzen werden. Auf der anderen Seite ist es für viele Menschen schwierig, überhaupt noch eine der jetzt im Bundestag vertretenen Partei, die wiedergewählt werden wollen, anzukreuzen.

    Die ganze Welt hat gesehen, dass der Klumpen aus regierungsfrommen Parteien eine einzige Soße ist und von Wahlen überhaupt nicht mehr gesprochen werden kann. Nichtsdestotrotz halte ich Wahlenthaltung immer noch für die vernünftigste Lösung. Denn was wir kriegen werden, wissen wir doch jetzt schon, auf irgendeine Besserung zu hoffen wäre vertane Lebenszeit.

  9. Weber Johann schreibt:

    Hanna Fleiss, Du hast ja Recht mit Deiner Äußerung:
    „Die sind so skrupellos, dass sie auch mit einer 5-prozentigen Wahlbeteiligung sich immer noch als Wahlsieger aufputzen werden. Auf der anderen Seite ist es für viele Menschen schwierig, überhaupt noch eine der jetzt im Bundestag vertretenen Partei, die wiedergewählt werden wollen, anzukreuzen.“

    Da kann man sehen, wie armselig die Wähler in der BRD, und ab 1990 auch jetzt die 17 Millionen DDR-Bürger dran sind. Außer nicht zur Wahl zu gehen, haben die so hochgelobten Demokraten in der BRD keine Möglichkeiten, in irgend einer Art und Weise dieses „Geschehen“ zu beeinflussen. Unser demokratisches Handeln scheint auf ein „X“ beschränkt zu sein. Ich frage mich schon lange, wo bleibt denn der Aufschrei der DDR-Bürger! Denkt denn keiner mehr daran welche demokratischen Möglichkeiten sie hatten auf die Abgeordneten der Volkskammer einzuwirken.

    Ich nenne nur stichpunktartig demokratische Handlungsweisen, die die DDR-Bürger hatten.
    1. Einflussnahme bei der Aufstellung der Volkskammerkandidaten.
    2. Die Möglichkeit Volkskammerabgeordnete abzuwählen.
    3. Während der gesamten Legislaturperiode der Volkskammer mussten die Abgeordneten regelmäßig Rechenschaft vor den Menschen in der DDR ablegen.
    4. Das Eingaberecht. Die Anfragen der Bürger mussten innerhalb 4 Wochen beantwortet werden.
    5. Jeder Volkskammerabgeordnete führte seinen Beruf weiter. Das hatte zur Folge, dass er jederzeit Rede und Antwort stehen musste. Und das an seinem Arbeitsplatz, wo jeder weis, da wirg Klartext gesprochen.
    Wer kann mir aufzeigen, wo sich diese demokratischen Rechte heute in der BRD wiederfinden?

    Als ich dieses verinnerlicht hatte, begriff ich warum es dieses Wort „Unrechtsstaat“ gibt. Es ist ein menschenverachtendes Propagandawort aller DDR-Feinde. Seitdem habe ich dieses Wort nie mehr verwendet.

    • Harry56 schreibt:

      Hallo Johann Weber, obigen Beitrag zu den sogenannten „freien Wahlen“ könnte sich jeder vernünftige Mensch schnell anschließen—- insofern er nicht zu den Günstlingen dieses widerwärtigen Schmierentheaters gehört.

      Das Sein bestimmt auch weiterhin das Bewusstsein!

      Soz. Gruß!

  10. Weber Johann schreibt:

    DDR-Wahlen …… schade

  11. Weber Johann schreibt:

    Schade, dass sich, außer Harry56, niemand zu seinen Erfahrungen mit den demokratischen Wahlen in der DDR äußert.

    So werde ich mit folgenden „DDR-Wahl-Beschreibungen“ leben müssen:

    Magdeburg: „Eine nach mir wählende Frau, die mir nicht näher bekannt ist, verlangte, die Wahlkabine aufsuchen zu können. Eine Wahlkabine bestand provisorisch errichtet hinter einem ca. 15 cm hohen Schirm auf einem Tisch abseits. Ich hörte, daß die Frau nach einem Bleistift verlangte, da augenscheinlich hinter dem Wahlschirm kein Schreibzeug auslag. Ein Wahlausschußmitglied entgegnete der Frau: ‚Wenn Sie schreiben wollen, müssen Sie sich ihren Bleistift auch selbst mitbringen.‘“

    Potsdam: „Ich ging mit meinem Mann .., gegen 12.00 Uhr zum Wahllokal, um unserer Wahlpflicht zu genügen. Sowohl mein Mann als auch ich sahen uns diese Wahlscheine an, um irgendwo eine Möglichkeit zu finden, gegen die Kandidaten zu stimmen. Noch bevor wir eine Wahlkabine betreten konnten, die völlig abseitig in einer Ecke aufgebaut war, wurden wir von einem Funktionär der SED angesprochen, der uns mit der Frage: ‚Sie stimmen doch für die Kandidaten der Nationalen Front?‘ aufforderte, die Wahlzettel zusammengefaltet in die Wahlurne zu stecken.“

    Eisenach: „Der Wahlausschussleiter forderte die zur Wahl erschienenen Personen immer wieder auf, ‚aus ihrer Meinung kein Hehl zu machen und ihre Stimme offen den Kandidaten der Nationalen Front zu geben‘. Die im Wahllokal anwesenden stadtbekannten SED-Mitglieder wirkten auf die Wählerschaft einschüchternd.“

    Potsdam: „Bei der Auszählung der abgegebenen Wahlscheine im Wahllokal 4 in Potsdam wurden auf Anweisung des Wahlleiters folgende veränderte Wahlzettel als „Ja-Stimmen‘ gewertet:
    1. Wahlzettel, die durch ein Kreuz durchgestrichen waren;
    2. Wahlzettel, die durch Tinte oder Bleistiftgekritzel zum Teil unkenntlich gemacht worden waren; 3. Wahlzettel, die zum Teil recht obszöne Bemerkungen enthielten.

    Als ‚Nein-Stimmen‘ zählten nur Wahlscheine, die deutlich den Vermerk ‚Nein‘ oder ‚Ich bin nicht einverstanden‘ aufwiesen. Der Wahlleiter, ein gewisser Eduard Gröning (SED), erklärte den Wahlausschussmitgliedern, daß selbstverständlich die durchgestrichenen oder sonstwie mit Bleistift beschmierten Wahlzettel als ‚Ja-Stimmen‘ zu gelten hätten, denn augenscheinlich handele es sich hierbei um Wahlscheine, die durch alte Leute ausgefüllt worden seien, die auf Grund der nachlässigen Aufklärung der Nationalen Front nicht davon in Kenntnis gesetzt waren, daß ein Anstreichen bei diesen Wahlscheinen nicht nötig sei.“

    Ostberlin: „Ich war dem Wahllokal xyz (Berliner Sowjetsektor) als Helfer zugeteilt. Der Wahlvorstand bestand aus 10 Personen, und zwar 5 SED-Leuten und 5 sonstigen, Funktionen übten nur die 5 SED-Leute aus „.. Als Wahlhelfer stand ich dicht bei der Auszählung und habe beobachtet, daß mindestens 120 bis 140 Stimmzettel mit Bleistift teilweise oder ganz durchgestrichen waren, etliche Stimmzettel waren beschrieben mit ‚nein‘, manchmal sogar zwei- oder dreimal. Auf einem Stimmzettel stand; ‚Richtet Euch nach dem Wort Gottes‘, Auf einmal nahm der Wahlvorsteher von einem Haufen Stimmzettel einige herunter, zählte sie bis 16 durch und erklärte, daß insgesamt 16 ungültige Stimmen und 1 136 gültige Stimmen abgegeben worden seien.*

    Falkensee: Gegen 12,39 Uhr hörte ich durch meinen Nachbarn ‚.., daß dieser gar nicht erst den Weg zum Wahllokal gemacht habe, sondern seinen Sohn beauftragt harte — der Sohn ist 19 Jahre alt und auch wahlberechtigt —, für ihn mit zu wählen. Dem Sohn wurden die Stimmzettel seines Vaters anstandslos ausgehändigt, so daß er sie mit in die Wahlurne stecken konnte. Diese Schilderung meines Nachbarn wurde mir von dessen Sohn auch bestätigt.“

    Hettstedt (Bezirk Halle): „Das Wahlergebnis in unserem Wahllokal war hundertprozentig für die Kandidaten der Nationalen Front. Dieses Ergebnis war nur möglich, da die Bevölkerung keine Gelegenheit hatte, Wahlkabinen im Wahllokal aufzusuchen. Im Abstimmungsraum des Wahllokals war durch Tische ein rechteckiger Raum abgetrennt worden, in dem sich zwar die Ausgabe der Stimmzettel und die Wahlurne befand, aber nicht die Wahlkabinen. Wer die Wahlkabinen hätte aufsuchen wollen, konnte nur durch Überklettern der Tischreihen dorthin gelangen. Von den Wählern verlangte niemand, daß die Tischreihen auseinandergeschoben wurden, um so den Weg zu den Wahlkabinen frei zu machen.“

    Wer jetzt denkt, diese Diffamierungen der DDR-Wahlen könne nur aus der Feder, der mit Milliarden Euro Steuergelder vollgestopften Erfüllungsgehilfen des von Bundeskanzler Kohl verordneten DDR-Delegitimierungsauftrag kommen, der irrt.

    Diese Hetze gegen die DDR-Wahlen stammt aus Adenauer‘s Propagandaministerium, das „Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen“. Dies ist nachzulesen unter dem Absatz:

    „Wahlbeeinflussung und Wahlterror“.

    Entnommen aus der Broschüre „Die Wahlen in der Sowjetzone – Dokumente und Materialien“ Herausgegeben vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen, Bonn 1956

    Ich frage mich immer wieder, warum müssen die Steuergelder Milliarden Euro Steuergelder bezahlen, wenn doch schon alles in den Alt-BRD-„Fabriken“ der DDR-Hetze millionenfach erschienen ist? Da dies keiner auf die Tagesordnung setzt, werden wir Steuerzahler in den nächsten 30 Jahren nochmals Milliarden Euro‘s an Steuergelder für die menschenverachtende Hetze gegen die Lebensleistungen der DDR-Bürger bezahlen müssen.

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