BRD: Theodor Oberländer – ein Massenmörder als Minister…

OberländerHals über Kopf waren gegen Ende des 2. Weltkriegs SS-Banditen, Nazi-Führer und Gauleiter in Richtung Westen geflüchtet. Unter dem Schutz der USA hofften sie, ein mildes Urteil zu finden. Und das geschah tatsächlich auch. Einer von denen war der Massenmörder von Lwow, Theodor Oberländer. Warum wurde er in Westdeutschland nicht verurteilt? Und warum konnte er unter Adenauer sogar Minister werden? Viele ehrliche Deutsche stellten sich damals diese Frage, doch die westlichen Besatzungsmächte, allen voran die USA, hegten andere Pläne. Schon vor dem Krieg hatte es in den USA glühende Bewunderer Hitlers und des faschistischen Staates gegeben. Insgeheim hatten diese Gesinnungskumpane der Nazis gehofft, die deutsche Wehrmacht werde die Sowjetunion mit einem Blitzkrieg überwinden und „den Kommunismus“ besiegen. Doch es kam anders: 1945 marschierten sowjetische Soldaten siegreich in Berlin ein und zerschlugen des Faschismus. Am 8. Mai unterzeichnete der faschistische General Keitel in Berlin-Karlshort die bedingungslose Kapitulation…

Im April 1960 fand in der DDR der folgende Kriegsverbrecherprozeß statt. Dies ist nur ein Beispiel von vielen:

600423 JW Oberländer

In der DDR-Zeitung „Junge Welt“ wurde ausführlich darüber berichtet:

Grauenvoll und abscheulich ist das Bild, das die Zeugen aus dem In- und Ausland am Freitagvormittag bei ihrer Vernehmung vor dem Obersten Gericht der DDR über die Verbrechen Oberländers und seiner „Nachtigallen“ zeichnen.

Als erster macht der Z e u g e  S c h p i d a l, ein sowjetischer Sportinstrukteur, seine Aussagen. Er wurde Anfang 1941 von der ukrai­nischen Nationalistenorganisation auf die faschistische Spionage- und Sabotageschule nach Brandenburg ge­schickt und für Diversionseinsätze in der Sowjetunion ausgebildet. Zwei Tage nach der Okkupation Lwows kam er in die Stadt und wurde im Erdgeschoß eines Gebäudes der faschistischen Abwehr untergebracht. Über seine dortigen Beobachtungen sagt er vor Gericht aus:

Im Keller waren Verhaftete. Sie sprachen polnisch. Abends kamen Angehörige von „Nachtigall“. Ich er­kannte sie an den deutschen Unifor­men, und den blau-gelben Schulter­stücken. Auch waren von mir Be­kannte aus Brandenburg dabei. Sie führten einzeln die Verhafteten auf den Hof und erschossen sie dort. Ob­wohl die Menschen weinten und um Hilfe schrien, gab es kein Erbarmen. In der nächsten Nacht wurden wieder Menschen erschossen. Auf dem Hof war viel Blut. In der dritten Nacht wurden sechs bis acht Men­schen von Angehörigen der „Nachti­gall“ gebracht .und im ersten Stock offensichtlich.verhört. Ich hörte deut­lich Schläge, Weinen und Schreien. Danach· wurden sie vorn Balkon auf die Betondecke des Hofes geworfen und von zwei Offizieren erschossen. In diesen drel Nächten wurden auf diesem Hof wenigstens 20 bis 30 Leute erschossen.

Über die Rolle Oberländers bei diesen Massakern gibt der Z e u g e M e l n i k, der heute in Lwow als Arzt am Medizinischen Institut ar­beitet, aufschlußreiche Tatsachen be­kannt. Er kam als Angehöriger des Bataillons „Nachtigall“ nach Lwow und berichtete, daß am 29. Juni 1941 bei Janow in der Nähe der so­wjetischen Grenze eine Beratung der Führung des Bataillons stattgefunden hätte

„Als die Instrukteure zurück­kamen, erzählten sie uns, daß vom OKW ein deutscher Offizier geschickt worden ist, im Rang eines Oberleut­nants namens Oberländer. Er hat die politische Verantwortung für un­sere Einheit übernommen. Alle seine Befehle sind durchzuführen. Am gleichen Tage habe ich Oberländer noch das erste Mal gesehen.“

Kurz nach dem Einmarsch sind besonders aktive Nationalisten ausge­sucht worden, und verschwanden vier bis fünf Tage. Als sie zurückkamen, haben sie erzählt, daß sie von Ober­länder und dem ukrainischen Natio­nalistenführer Schuchewitsch Listen von zu verhaftenden Personen erhal­ten haben.

„Sie erzählten, daß sie persönlich polnische Gelehrte verhaf­tet und erschossen haben. Am 6. und 7. Juli hielt dann Oberländer im Kasernenhof vor dem gesamten Ba­taillon eine Rede. Er sagte: Die Auf­gaben hätten wir so erfüllt, wie es erwartet wurde.“

Donnerstagnachmittag. Ein neuer Verhandlungskomplex wird aufge­schlagen: Die Tätigkeit Oberländers für die faschistische Abwehr und die enge Verbindung der Ostforschung zur OKW-Spionage. Ein Brief des Angeklagten wird verlesen. Darin spricht er von „meinem Chef, Herrn Admiral Canaris.“ (Leiter der OKW­Spionage).

Der Z e u g e O k r o p i­ r i d s e, ein sowjetischer Bauinge­nieur, sagt aus. Er war von Ober­länder bei der Aufstellung der Ein­heit „Bergmann“ zum persönlichen Berater ernannt worden und später Verbindungsman zum Stab in Ber­lin. Ihm gegenüber hatte Oberländer frank und frei erklärt, daß er sich bei seinen früheren Reisen in die Sowjetunion „für Canaris verdient gemacht“ hat.

Diese Spionagezusammenarbeit bestätigt dann auch der ehemalige Abwehroffizier Generalleutnant a.D. Bam1er aus Erfurt. Als sach­verständiger Zeuge erklärte er vor Gericht: „Diese Zusammenarbeit konnte nicht besser sein.“

Schließlich überführt ein drittes Indiz Oberländer der direkten Betei­ligung an den Kriegsvorbereitungen und -provokationen. Aus dem Urteil des Nürnberger Kriegsverbrecher­prozesses wird verlesen, daß Hitler am 5. November 1937 auf einer Ge­heimkonferenz seinen Entschluß be­kanntgab, die Tschechoslowakei zu überfallen. Aus einem vom 13. Novcmber 1937 datierten Geheimschreibens des Reichskriegsministers geht hervor, daß Oberländer bei der Ab­wehrabteilung dieses Ministeriums bis zum 31. Dezember 1937 mit „Son­derarbeiten“ beschäftigt war.

In Nürnberg wurde schließlich festgestellt, daß Hitler auf einer zweiten Geheimkonferenz am 23. Mai 1939 den Befehl zur Vor­bereitung des Überfalls auf Polen ge­geben hat. Und genau in diesem selben Monat wird Oberländer we­gen „Maßnahmen von außergewöhn­licher Dringlichkeit“ zu einer „Übung“ vom 30. Mai bis 18. August 1939 zur Abwehrstelle II, Breslau, einberufen, die später nach Kraków vorgeschoben wird. Dort werden dann die in Berlin geplanten Aktio­nen organisiert, so u.a. der Überfall auf den Sender Gleiwitz und das Blutbad von Lwow.

Und im November 1960 erschien dann in der Zeitung „Thüringer Neueste Nachrichten“ die folgende Notiz:

601119 Mörder Oberländer rehabilitiert

Berlin. Der Ausschuß für deutsche Einheit hat in einer Erklärung den Versuch des Rechtsausschusses des westdeutschen Bundestages, sich schützend vor den Massenmörder Oberländer zu stellen, als einen Schandakt des Bon­ner Parlaments bezeichnet, den kein Deutsche unwidersprochen hinnehmen darf.

„Es ist beispiellos in der Geschichte, daß ein Massenmörder wie Oberländer, der während der Nazizeit die größten Verbrechen begangen hat und dessen Schuld eindeutig vor Ge­richt erwiesen ist, nicht der gerechten Strafe zugeführt, sondern statt dessen rehabilitiert und mit wichtigen Funktionen betraut und von der Adenauer-CDU in den Bundestagsausscbuß für Ernährung; Landwirtschaft und Forsten delegiert wird“, heißt es in der Erklärung.

Obwohl der Rechtsausschuß angesichts des erdrückenden Beweismate­rials nicht mehr in der Lage ist, die grausamen Verbrechen der Nazitruppen in Lwow zu leugnen – und damit Oberländer der Lüge überführt – habe er die „Vorwürfe“ gegen Oberländer für „unberechtigt“ erklärt. Der Ausschuß für Deutsche Einheit weist dazu auf das dieser Tage veröffentlichte Protokoll des Gerichtsverfahrens gegen Oberländer hin und erklärt:

„Jeder kann sich überzeugen; Oberländer ist rechtskräftig verurteilt. Oberländer gehört ins Zuchthaus.“


Im DDR-Braunbuch der Kriegs- und Naziverbrecher von 1965 steht über Theodor Oberländer:

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Quelle: Baunbuch Kriegs- und Naziverbrecher, Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin, 1965, S.292-294.


Siehe auch:
„Mord in Lwow“ – Reportage über einen deutschen Massenmörder
Klaus Polkehn „Alte Köpfe, neue Uniformen“

pdfimage Polkehn – BRD Nazis

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7 Antworten zu BRD: Theodor Oberländer – ein Massenmörder als Minister…

  1. Eger schreibt:

    Kleine Ergänzung. Die auch eine schöne Parallele zu den faschistischen Verhältnissen ab Ende 1989 auf DDR-Territorium ist. Der in Sachas Artikel erwähnte Rücktritt Oberländers als Minister kam so zustande:

    Ein westdeutscher, also in Reichweite der Adenauer-Terror-Justiz befindlicher Friedensfreund und Antifaschist war inhaftiert worden, weil er die oben beschriebene Wahrheit über Oberländer bekundet hatte. Denn auch 1959 bestand in der Brd schon die selbe Meinungsfreiheit, wie Merkel sie aktuell terrorisieren läßt in Sachen Carola. Der „Herr“ Massenmörder-Kriegsverbrecher Oberländer war „beleidigt“ von der Wahrheit über ihn. Wie ich es seit Ende der 1990er mehrmals als vor die Besatzungsrichter Gezerrter erlebt habe. Es besteht die „Meinungsfreiheit“ für jeden West-Verbrecher und für jedes „anerkanntes Opfer“ der „Stasi“. Aber für die selben auch die „Beleidigungs“-Freiheit.

    Die DDR veröffentlichte dann die Beweise, und erst unter dem Druck aus Richtung der Hauptstadt der DDR trat der privilegierte Kriegsverbrecher Oberländer zurück. Der Antifaschist und Friedensfreund wurde aus dem Adenauer-Knast entlassen. Nach 4 (?) Monaten.

    1990 kam ein gewisser Krelle als „Wirtschafts“-„Wissenschaftler“ in die DDR-Hauptstadt. Und zwar als Professor. Er „evaluierte“ kompetente, erfolgreiche DDR-Wissenschaftler. Und siehe: Er warf sie alle raus; keiner taugte für die „Freiheit“. Der Krelle selbst war SS-Mann wie Oberländer, SS-Männer taugen nicht nur für die Freiheit, sondern taugen auf dafür, darüber zu entscheiden, wer nicht taugt. Auch das wie heute in Sachen Carola: Die einen taugen zu bestimmen, daß wir alle getestet und geimpft werden müssen, und sie bestimmen auch gleich mit, wer NICHT dagegen reden darf. Mit Krelle kam der Hitler-Kult zurück auf DDR-Territorium. Und damit die Anti-Wissenschaftlichkeit.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Krelle

    Man darf davon man ausgehen, daß der „objektive“ Wiki-Artikel die Machenschaften des SS-Obersturmbannführers Krelle verharmlost. Zwar wird die Wahrheit über seine Verbrechen angedeutet, Aber sie wird mehr als nur relativiert. Er strahlt uns – Stand 1994 – an wie ein „freiheitlicher“ Professor nur strahlen kann. Wer so nett in die Kamera strahlt, kann ja gar kein Kriegsverbrecher sein. Und dann solche Sätze:

    „Wilhelm Krelle und andere Beobachter äußerten den Verdacht, dass die Debatte um seine Tätigkeit in der Zeit des Nationalsozialismus eine aus „Rache und DDR-Nostalgie“ geführte Kampagne sei. Ein persönliches Fehlverhalten, etwa die Beteiligung an Kriegsverbrechen, wurde Krelle von keiner Seite jemals vorgeworfen.“

    So geht Goebbelsche Propaganda heute! Welcher DDR-Bürger oder Journalist hätte sich in den 1990ern wofür rächen sollen? Warum sind RECHT und GERECHTIGKEIT und das Eintreten dafür Rache? Wie ja auch die Verhaftung von Kriegsverbrechern und Friedensstörern durch die SMAD von der Brd-Propaganda seit Jahrzehnten und immer wieder als Rache erzählt wird.

    Es haben damals fast nur männliche Autoren wider Krelle & Nazi-Co publiziert: die damaligen Keiftussen wie Bohley, Birthler usw. haben immer nur wider Kommunisten und andere DDR-Bürger gehetzt und gekeift, NIE gegen SS-Männer. Analog zu den heutigen Flintenweibern des Regimes.

    Warum ist die Enttarnung eines SS-Obersturmbannführer und die Anklage der Naziprivilegierung Rache? Was hat die Massenmördervergangenheit eines ewigen Faschisten mit DDR-Nostalgie zu tun? Wann und wo wäre über einen an den „Stasi“-Pranger Gestellten dermaßen verteidigend publiziert worden: Der Major des MfS a.D. und seine Genossen vermuten, daß seine Strafverfolgung aus Brd-Staats-Nazi-Rache und Hitler-Nostalgie veranstaltet wird…? Und selbstverständlich wurde dem Krelle sein Fehlverhalten schon mit dem Nürnberger Prozessen vorgeworfen. Und wie frech, gemein und politisch authistisch muß man sein, um für das „freiheitliche“ Wiki Artikel verfassen und redigieren zu dürfen: Er hat mit „SS-Obersturmbannführer“ unterschrieben, war aber nie Mitglied der SS.

    Aha. Und warum zählt Armeegeneral Mielke dann als „Stasi“? Der war – nach der selben „Logik“ nie Mitglied der „Stasi“ bzw. des MfS.

    Oberländer ist eben nicht die Einzelfall-Ausnahme, vielmehr repräsentiert der Fall das Prinzip. Und dieses Prinzip ist keine ferne Vergangenheit. Man erkennt deutsche Faschisten nicht daran, daß sie Judenhaß posaunen. Weder Oberländer, noch Krelle haben sich ab 1949 öffentlich antisemitisch geäußert. Im Gegenteil. Man erkennt deutsche Faschisten daran, daß sie den deutschen Faschismus einen nationalen Sozialismus nennen. Von Gehlen, Globke, Adenauer über Oberländer und Krelle bis Gysi und Anhang.

    Man vergleiche die wunderbaren Karrieren der Oberländer und Krelle, man vergleiche die „Wissenschaftlichkeit“ des Krelle inklusive (Ami-) MIT- und andere Meriten mit der heutigen „Wissenschaftlichkeit“ der Drosten, Wieler usw.!

    • sascha313 schreibt:

      Danke Eger, eine wertvolle Ergänzung. So wird auch der heutige Psychoterror mit den Oberterroristen in Bayern und BW deutlich! Je mehr Menschen begreifen, was da von den Urhebern dieser Plandemie beabsichtigt wurde, desto mehr wird dieses Geschrei entlarvt. Hier schreien die Brandstifter laut und lauter „FEURIO!“

  2. Weber Johann schreibt:

    Sascha schreibt: „Grauenvoll und abscheulich ist das Bild, das die Zeugen aus dem In- und Ausland am Freitagvormittag bei ihrer Vernehmung vor dem Obersten Gericht der DDR über die Verbrechen Oberländers und seiner „Nachtigallen“ zeichnen.“ und als Ergänzung zu Eger. In der Passauer Neuen Presse wird über Oberländer wie folgt geschrieben. Ich zitiere:

    Passauer Neue Presse“ vom 25.4.1960
    „Gegen einen Untersuchungsausschuß zur Rehabilitierung Oberländers hat die Union keine Einwände, Oberländer: soll jedoch nicht mehr als Minister, sondern nur noch als Bundestagsabgeordneter vor den Untersuchungsausschuß treten….. Oberländer dürfe nicht aus Gründen politischer Opportunität sein Amt niederlegen, meinte der Präsident der Arbeitsgemeinschaft demokratischer Kreise, Dr. Jahn, in Stuttgart. Wenn man erst einmal das Argument verwende, jemand sei politischmoralisch nicht tragbar, dann sei es möglich, daß morgen die Absetzung von Bundesverkehrsminister Dr. Seebohm und übermorgen die von Bundesinnenminister Dr, Schröder gefordert werde. Jahn nannte es erbärmlich, daß in der Bundesrepublik die Vorwürfe eines kriminellen Regimes im Osten entgegengenommen werden.

    Im Ostberliner Schauprozeß gegen den abwesenden Bundesvertriebenenminister Oberländer wurde der Angeklagte am Samstag durch mehrere Zeugen von dem Vorwurf entlastet, er sei für die Ermordung zahlreicher Juden in der Stadt Zloczow östlich Lemberg verantwortlich Generalmajor a. D. Dr. Korfes aus Potsdam und der Leipziger Professor Dr. Müller-Hegemann sagten übereinstimmend aus, die Juden seien vor dem Einmarsch der deutschen Truppen von einheimischem Ukrainern ermordet worden.“
    https://digipress-beta.digitale-sammlungen.de/de/fs1/calendar/1960-04-25.42554-0/bsb00051083_00295.html?zoom=1.0

    Passauer Neuen Presse“ vom 27.4.1960:
    „Bundesvertriebenenminister Professor Oberländer will von seinem Posten zurücktreten, sobald die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag den Antrag eingebracht hat, einen parlamentarischen Untersuchungsausschuß zur Rehabilitierung des Ministers einzusetzen. … Oberländer will auf diesem Weg eine Rehabilitierung von den Beschuldigungen erreichen, die gegen ihn, insbesondere im Zusammenhang mit den Vorgängen in Lemberg während des letzten Krieges, in der Öffentlichkeit erhoben werden….. Wie Bundestagspräsident Gerstenmaier mitteilte, sollen dem Antrag der CDU/CSU-Fraktion dieselben Beweisthemen zugrunde liegen, die bereits in dem von Oberländer selbst ausgearbeiteten Antrag angeführt wurden….“
    https://digipress-beta.digitale-sammlungen.de/de/fs1/calendar/1960-04-25.42554-0/bsb00051083_00319.html?zoom=1.0

    Unfassbar, die Adenauerregierung errichtete einen Untersuchungsausschuss zur Rehabilitierung dieses Oberländers. Warum sind Geschichtskenntnisse so wichtig. Der Hass in der BRD gegen alles was nach Kommunismus riecht, incl. DDR, hält bis heute an. Nur so ist folgende Meldung in der „Lausitzer Rundschau“ vom 20.12.2020 zu verstehen:

    DDR und Staatssicherheit Stadtverordnete von Senftenberg lehnen erneute Stasi-Überprüfung ab
    Die Stasi-Tätigkeit von Rathausmitarbeitern in Senftenberg spielt vorerst keine Rolle mehr. Die Abgeordneten haben einen Antrag der Fraktion SFB abgelehnt. Seit über 30 Jahren gibt es die DDR und ihr Ministerium für Staatssicherheit (MfS) nicht mehr. Dennoch wird in Senftenberg weiter über eventuelle Tätigkeiten von Rathausmitarbeitern und den Abgeordneten selbst diskutiert. Die Fraktion Stimme Freier Bürger (SFB) hatte einen antenrerhandan Antran…..“
    https://www.lr-online.de/lausitz/senftenberg/ddr-und-staatssicherheit-stadtverordnete-von-senftenberg-lehnen-erneute-stasi-ueberpruefung-ab-54046061.html

    Von der ersten Stunde des Bundestages waren Kriegsverbrecher, Nazi in Ministerämtern und massenhaft als Abgeordnete im Bundestag und Länderparlamenten vertreten. Während 30 Jahre nach dem Anschluß in ostdeutschen Parlamenten immer noch eine Überprüfung friedliebender Menschen vom Verfasssungsschutz, „Stasi“-„Behörde“ usw. über deren Lebensleistung in der DDR stattfindet und gegebenenfalls an den öffentlichen Pranger gestellt werden.

    • sascha313 schreibt:

      Der „demokratische“ Herr Doktor Jahn aus Stuttgart nennt die DDR ein „kriminelles Regime“… und natürlich wissen wir, daß da, wo auch immer in der BRD „demokratisch“ draufsteht, auch „demokratisch“ drin ist. Ebenso wissen wir, daß nun auch Millionen BRD-Bürger darüber informiert sind, daß es sich bei der DDR um ein „kriminelles Regime“ handelt. Wenn eine „Arbeitsgemeinschaft demokratischer Kreise“ und noch dazu deren Präsident das feststellen, daß nämlich die DDR ein „kriminelles Regime“ ist, dann hat das natürlich auch seine „demokratische“ Berechtigung, denn erstens mal ist eine „Gemeinschaft“ doch etwas sehr Schönes, und wenn der „demokratische“ Herr Präsident davon spricht, dann spricht er natürlich völlig „demokratisch“ mit der Stimme des Volkes, von dem er „demokratisch“ gewählt wurde. Das ist bis heute so: Verleumdungen bleiben eben immer noch Verleumdungen! Auch wenn man sie in der Nazi-Presse „demokratisch“ nennt! Hauptsache ist es, der BRD-Bürger glaubt es und will am Ende den totalen Krieg (gegen diese „kriminellen“ Kommunisten!), und „wenn nötig, totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt noch vorstellen können“…
      und Nazis bleiben eben auch immer Nazis (ob mit so einem Scheiß-Professor- oder Doktortitel oder ohne!)

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  4. Weber Johann schreibt:

    Ergänzung. Wer sich mit der Geschichte nicht befasst, dem fehlen Kenntnisse, dass sich die Geschichte doch wiederholen kann. Hier zwei Auszüge aus dem „Braunbuch über die verbrecherische faschistische Vergangenheit des Bonner Ministers Oberländer“, Herausgegeben vom Ausschuß für Deutsche Einheit, Ostberlin 1960:

    1) „Frau Schkurpello-Waiser:

    Die 5. Kolonne wütete
    Frau Galina Iwranowna Schkurpello-Waiser, wohnhaft in Lwow, Ivan-FrankoStraße 104, gab einem Korrespondenten des Deutschen Fernsehfunks am 6. Oktober 1959 ein Interview und machte folgende notariell beglaubigte Aussage: „Die ersten Tage nach Beginn des Krieges werden immer in meinem Gedächtnis haften bleiben; denn das waren die schwersten Tage meines Lebens.

    Die sowjetischen Behörden hatten bereits Lwow evakuiert, und es waren lediglich einzelne Truppenteile der Roten Armee, die durch die Stadt nach Osten zogen. Bereits zu dieser Zeit wurde aus vielen Fenstern, von Dächern und aus anderen Verstecken geschossen. Das waren junge ukrainische Nationalisten, die 5. Kolonne der Deutschen, die in der Stadt zu wirken begannen. Am Tag, an dem die Deutschen die Stadt einnahmen, kehrte ich aus dem Laden, in dem ich damals arbeitete, nach Hause zurück und sah unterwegs ukrainische nationale Truppen in ihren charakteristischen nationalen Mützen, die beritten in die Stadt einzogen. Ein Teil der Jugendlichen trug gelb-blaue Armbinden und übte die Funktion von Polizisten aus.

    Sofort nachdem bekannt wurde, daß die Deutschen die Stadt eingenommen haben, begannen die Ausschreitungen und der Terror. Banden junger Leute, die offensichtlich auch aus den umliegenden Ortschaften kamen, brachen in die Wohnungen ein, schlugen und erschossen die Menschen, und diejenigen von ihnen, die keine Waffen hatten, prügelten mit schweren Stöcken. Ich sah, wie in der Jagelower Straße eine Gruppe ukrainischer Nationalisten Wohnungen von Juden erbrach und wie zwei Juden sich aus dem Fenster stürzten, Dabei befanden sich zwischen diesen Banditen auch Menschen in deutschen Uniformen.“

    Im Februar 2014 organisierte der Deutsche Außenminister Steinmeier (SPD) zusammen mit ukrainischen Faschisten den Umsturz am Maidan in Kiew. Es vereinte sich, was 45 Jahre getrennt war.

    2) „So ist Oberländer der gleiche geblieben:

    1952

    „Wenn wir Heimatvertriebenen dazu bereit sind, bei der ersten Gelegenheit wieder in die Heimat zurückzukehren, dann haben wir allerdings auch die Verpflichtung, diesen Weg in die Heimat vorzubereiten.“ („Neuer Deutscher Kurier“, 1. November 1952)

    1953

    „Wer an eine Rückkehr der Gebiete ostwärts des Eisernen Vorhangs in das Abendland glaubt, muß dafür eintreten, daß die besten Kräfte an die Grenze kommen.“ („Frankfurter Allgemeine“, 5. November 1953)“

    1953

    „Wir sind angetreten, um den deutschen Osten wiederzugewinnen.“ („Passauer Neue Presse, 23. März 1953)
    „Wir sind angetreten, um den deutschen Osten wiederzugewinnen“, erklärte auch der stellvertretende Bundesvorsitzende und Landesvorsitzende Bayern des BHE, Prof. Dr. Oberländer,. Weder Kriege noch Millionen von Toten noch. Hunger hätten das deutsche Volk unterkriegen können. So würden Ost- und Westdeutschland zusammen auch eines Tages wieder das Kernstück eines vereinten Europa bilden.
    https://digipress-beta.digitale-sammlungen.de/de/fs1/calendar/1953-03-23.all/bsb00039723_00586.html?zoom=1.5

    1954

    „Unsere gemeinsame große Aufgabe ist heute der Osten. Dort warten viele Millionen Menschen auf die Freiheit, Deutsche und Nichtdeutsche.“ (15. Juni 1954)

    1957

    „Dort in Rußland wartet der Boden auf uns. Dort müssen wir Warzen fassen. „Dies müssen wir unserer Jugend immer wieder einimpfen und sie darauf vorbereiten.“ (13. Juni 1957 in Bremen)

    Wem ist heute noch bekannt, dass die Menschen in der DDR permanent von dieser Gefahr bedroht war. Einer der Hauptstützen war das Mfs. Dem MfS hatten es die Menschen in der DDR u.a. zu verdanken, dass es nicht zu einem Blutbad in der DDR gekommen ist. Dies wäre nämlich die Konsequenz gewesen, wenn solche Verbrecher, wie dieser Oberländer, ihr Ziel erreicht hätten. Scheint alles in Vergessenheit geraten zu sein. Auch bei vielen Menschen in Ostdeutschland??? Heute stehen deutsche Truppen an der russischen Grenze.

  5. sascha313 schreibt:

    Am 22. Juni 1941 hatte die faschistische Wehrmacht vertragsbrüchig und heimtückisch die Sowjetunion überfallen. Schon am Morgen des 30. Juni 1941 waren deutsche Truppen in Lwow einmarschiert. Sie wurden von den ukrainischen Nationalisten fanatisch begrüßt. Selbigen Tags erklärte der ukrainische Nationalist und Judenhasser Jaroslaw Stezko, der „Wiedererrichtete kichliche ukrainische Staat“ werde eng mit Hitler und mit Nazi-Deutschland zusammenarbeiten.

    Nach einem Bericht der Zeitung „Neues Deutschland“ vom 26.4.1960 hatte die Hamburger „Welt“ gemeldet, daß die Zeugen Korfes und Müller-Hegemann ausgesagt hätten, mit eigenen Augen gesehen zu haben, daß schon kurz vor Eintreffen des Bataillons „Nachtigall“ in Solotschew (Złoczów) Hunderte Menschen von Bandera-Banditen ermordet worden seien. Es ist jedoch eine Lüge zu behaupten, der damalige Oberst Otto Korfes und der Stabsarzt hättem damit den Angeklagten Oberländer entlastet. Tatsächlich waren von den ukrainischen Nationalisten „schwarze Listen“ erstellt worden, wonach von Angehörigen der SS-Division „Wiking“ und Mitgliedern der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) auf Befehl Oberländers und Schuchewitschs Hunderte sowjetischer Menschen ins Sobieski-Schloß getrieben und dort erschossen wurden. Schätzungsweise fielen dem Massaker in Lwow 300-500 Menschen zum Opfer, insbesondere die gesamte jüdische Intelligenz.

    Am 5.April 1960 fand in Moskau einer Pressekonferenz zu den blutigen Gräueltaten Oberländers statt, auf der u.a. der ehemalige Angehörige des Batallions „Nachtigall“ Grigori Melnik aussagte.

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