Atombomenabwurf über Ostdeutschland? Die massen-mörderischen „Bündnispflichten“ der deutschen Regierung gegenüber den USA und der NATO

AtombombeAn der Aggressivität und Unberechenbarkeit des USA-Imperialismus kann kein Zweifel bestehen. Nicht nur, daß dank deutscher Unterstützung mit den genetisch manipulierten „mRNA-Impfungen“ in Europa bereits Hunderte alte, aber auch jüngere Menschen getötet wurden. Auch die Gefahr eines Atomkrieges ist wieder einmal deutlich höher geworden als in den vergangenen drei Jahrzehnten. Der Grund dafür ist vor allem das Ende des INF-Vertrags zum Verzicht auf landgestützte atomwaffenfähige Mittelstreckensysteme. Das ist keineswegs eine Spinnerei irgendwelcher geistesverwirrter Verschwörungstheoretiker. Bisher haben sich schon einige solche Überlegungen im Nachhinein als real erwiesen.

Der USA-Imperialismus rüstet auf

Die USA hatten das Abkommen im Sommer 2019 einseitig aufgelöst, weil sie – ohne dies allerdings belegt zu haben – behaupten, daß Rußland dieses seit Jahren mit seinem Mittelstreckensystem namens 9M729 (NATO-Code: SSC-8) verletze. Daß in Büchel Atomwaffen der USA lagern, gilt als gesichert. Weitere USA-Atomwaffen sind unter anderem auch in Italien, Belgien und den Niederlanden dauerhaft stationiert. An der diesjährigen Atomkriegsübung waren daher neben deutschen und US-amerikanischen Kampfbombern auch niederländische, belgische und italienische Kampfflugzeuge beteiligt.

Bundespressekonferenz: US-Atomwaffen in Deutschland und die Arroganz der Regierungssprecher

Siehe: https://de.rt.com/inland/72387-bundespressekonferenz-us-atomwaffen-in-deutschland/


Militärausgaben

Die Massenmörder sitzen im Pentagon

Nach 1945 wurden die USA-Streitkäfte allein bis in die 1980er Jahre etwa 290mal in direkter militärischer Aggression wie auch zur Androhung von militärischer Gewalt im Ausland eingesetzt.

1945-1956: Philippinen
1946-1949: Griechenland
1946-1949: China
1947: Paraguay
1948: Kostarika
1949-1961: Burma
1950: Puerto Rico
1950-1953: Korea
1954: Guatemala
1954-1973: Vietnam
1955: Kostarika
1958: Libanon
1959-1962: Laos
1961: Kuba
1962: Guatemala
1964: Panama
1964: Kolumbien
1964-1970: Laos
1965: Dominikanische Republik
1966: Thailand
1969: Haïti
1970: Kampuchea
1970: Trinidad und Tobago
1971-1973: Laos
1975: Angola
1978: Zaïre
1979: Kostarika
1980: Iran
1982: Libanon
1983: Grenada
1981: Nikaragua

Diese Aufzählung ließe sich auch nach 1990 bis zum heutigen Zeitpunkt fortsetzen. Angesichts dieser langen Liste von verbrecherischen, militärischen Auslandseinsätzen und der nach wie vor anhaltenden Aggressivität des USA-Imperialismus hält die BRD-Vasallenregierung die kürzlich erneut verkündeten einseitigen Abrüstungsvorschläge Rußlands für „unglaubwürdig“. Daß dabei auch deutsche Bombenflugzeuge beteiligt sind, aufgrund der „Bünbnisverpflichtungen“ möglicherwiese sogar über den eigenen Territorium Atomwaffen abwerfen zu müssen, zeigt die ganze Schizophrenie und Verlogenheit der BRD-Regierung, die sich dabei auch noch hinter „Geheimhaltungsvorschriften“ versteckt.


Der Atomkrieg

Der Atomkrieg ist ein organisierter mi­litärischer Kampf unter Einsatz nuklearer Massenvernichtungsmittel, durch den die Existenz der Menschheit aufs Spiel gesetzt wird. Die Sowjetunion legte am 15. Ja­nuar 1986, unter­stützt von allen Staaten der soziali­stischen Gemeinschaft, ein umfassendes Pro­gramm zur Beseitigung aller Atomwaffen bis zum Jahre 2000 vor. Dieses Programm wurde Schritt um Schritt von den USA umgangen und mit weiterer Hochrüstung torpediert. Das bezog sich nach 1990 nun auch auf die Staaten der ehemaligen Sowjetunion, insbesondere auf Rußland. Seine Realisierung hätte geholfen, die Ge­fahr der nuklearen Selbstvernich­tung der Menschheit zu beseitigen. Zu kei­nem Zeitpunkt hat die Arbeiterklasse jemals zur Verwirklichung ihrer Ziele des Krieges bedurft. Sie ge­hörte zusammen mit den anderen werktätigen Klassen und Schichten stets zu den Hauptleidtragenden des Krieges.

Die Arbeiterklasse braucht keinen Krieg!

Erst für den Fall, daß das primäre Ziel der Kriegsverhü­tung nicht zu verwirklichen wäre, galt die Losung, die Waffen umzu­drehen und die entstandene Lage zur Durchführung der sozialisti­schen Revolution zu nutzen. Doch was unter früheren Bedingungen richtig und erfolgreich war, wäre heute – in einer prinzipiell verän­derten Situation – nicht mehr mög­lich. Ein Atomkrieg könnte nicht in die sozialistische Revolu­tion, in sozialen Fortschritt umge­wandelt werden. Die Realisierung der politischen Ziele der Arbeiter­klasse hat vielmehr die Verhinde­rung eines nuklearen Krieges und die Sicherung des Weltfriedens zur Voraussetzung. Dies ist ein unabdingbarer Bestandteil der hi­storischen Mission der Arbeiter­klasse.

Was bedeutet ein Atomkrieg für Europa?

Die reaktionärsten Kräfte des USA-Imperialismus dagegen spekulierten schon seit der Erfindung der Atomwaffen auf einen nu­klearen Erst- und Enthauptungs­schlag gegen die UdSSR und an dere sozialistische Länder und dar­auf, daß ein solcher Krieg gewinn­bar wäre. Zu diesem Zweck ver­breiten sie auch heute wieder die Version, daß ein Atomkrieg territorial und auf bestimmte Waffenarten begrenzt werden könnte. Computerberechnungen, die so­wjetische und US-amerikanische Wissenschaftler unabhängig von­einander anstellten, hatten jedoch ergeben, daß allein bei einem Ein­satz von 10-15% der vorhandenen Kernwaffen eine totale Finsternis einträte, die ein ganzes Jahr andau­ern würde. Hunderte Millionen Tonnen in die Luft gewirbeltes Erdreich und der Qualm der auf dem ganzen Konti­nent lodernden Brände würden die Atmosphäre für das Sonnenlicht undurchlässig machen. An der Erd­oberfläche würden die Tempera­turen drastisch zurückgehen; im ersten Monat um 15-20 °C und in bestimmten Gebieten im Zentrum Sibiriens und an der Ostküste der USA um 40-45 °c.

Das Leben auf der Erde wird ausgelöscht!

Es käme zu einer vollständigen Veränderung der Zirkulation in der Erdatmosphäre. Eine undurchsich­tige Decke würde sich von der nördlichen Halbkugel zum Süden hin ausbreiten und die Erde voll­ständig überziehen. Sämtliche Süß­wasserquellen erfrören. Die Saaten würden eingehen, alles Leben in den Weltmeeren würde ersterben. Und selbst wenn nur 100-150 Mt Kernsprengstoff zum Einsatz kä­men – so ergaben die Berechnun­gen –, würden die größten Städte in Europa, Asien und Amerika ein­geäschert. Der nukieare Winter wäre zwar schon in einigen Mona­ten zu Ende. Doch würde diese Zeit ausreichen, um das Leben auf der Erde auszulöschen.

Quelle: Taschenlexikon für Zeitungsleser, Dietz Verlag Berlin, 1988, S.118 (bearbeitet)

Was schon Bayerns Ministerpräsident Strauß wußte…

Welcher großen Gefahr die Menschen in der DDR ausgesetzt waren, ist in dem Buch „Die Erinnerungen“ von Franz Josef Strauß zu entnehmen, er dankte Gott, daß die „Mauer“ um Westberlin errichtet wurde. Ein Zitat aus diesem Buch:

„Die Gespräche im NATO-Hauptquartier in Paris sind in kurzen Abständen wiederholt und fortgesetzt worden. Eines Tages kam Foertsch zu mir – es muß nach der Auseinandersetzung mit den Engländern gewesen sein, bei der sich die Franzosen im übrigen ziemlich zurückhaltend gaben, um mir aufgeregt das Neueste aus dem NATO Hauptquartier zu berichten. An dem Gespräch nahmen meiner Erinnerung nach noch General Schnez und Staatssekretär Hopf teil. Für den Fall, daß der von den Amerikanern geplante Vorstoß zu Lande nach Berlin von der Sowjetunion aufgrund ihrer Überlegenheit aufgehalten werde, hätten die USA die Absicht, so Foertsch, bevor es zum großen Schlag gegen die Sowjetunion komme, eine Atombombe zu werfen und zwar im Gebiet der DDR. Ich (Anmerk: F.J.Strauß) fragte nach: »Im Gebiet der Sowjetunion?« Nein, so die Antwort, im Gebiet der DDR. … Die Amerikaner brachten diesen Gedanken ernsthaft ins Gespräch, was schon daraus hervorgeht, daß sie uns nicht nur allgemein gefragt haben, sondern daß sie von uns wissen wollten, welches Ziel wir empfehlen. Das war die kritischste Frage, die mir je gestellt wurde. Ich sagte diese Verantwortung könne niemand übernehmen.“

Der amerikanische Gedanke eines Atombombenabwurfs auf einen sowjetischen Truppenübungsplatz hätte damals, wäre er verwirklicht worden, den Tod von Tausenden sowjetischer Soldaten bedeutet. Das wäre der Dritte Weltkrieg gewesen. Die Amerikaner wagten einen solchen Gedanken, weil sie sehr genau wußten, daß die Sowjetunion zu jener Zeit nicht über präzise treffende und zuverlässig funktionsfähige Interkontinentalraketen verfügten, noch nicht einmal über einsatzgenaue Mittelstreckenraketen, die in Stellung zu bringen gewesen wären. Der Krieg hätte weitgehend in Europa stattgefunden, und zwar als konventioneller Krieg, dem die USA eine nukleare Komponente hinzugefügt hätten. Zum Glück waren solche Überlegungen nach der Sicherung der Staatsgrenze der DDR am Sonntag, dem 13. August 1961 Makulatur geworden. (Danke an J.Weber!)

Atombomben auf Borna

pdfimage Atombomben auf Borna MDR

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13 Antworten zu Atombomenabwurf über Ostdeutschland? Die massen-mörderischen „Bündnispflichten“ der deutschen Regierung gegenüber den USA und der NATO

  1. roprin schreibt:

    Das ist nicht neu. Bereits 1989 hatten die USA einen „begrenzten Atomkrieg“ in Osteuropa geplant, zu dem es dann doch (noch) nicht kam. Mit Biden ist die Gefahr eines Atomkrieges gegen Rußland und/oder China sehr angestiegen. Ob man tatsächlich heute auch Ostdeutschland mit einbeziehen würde halte ich für unwahrscheinlich, denn wir sind ja bereits einverleibt.
    Unabhängig davon blieben wir von den Auswirkungen eines Atomkrieges gegen Rußland nicht verschont.

    • Harry56 schreibt:

      Pardon, aber das war nach meiner Kenntnis 1958, und die damalige Bonner Polit-Kamarilla war wohl im „Prinzip“, natürlich nur „schweren Herzens“, mehr oder weniger einverstanden, falls „Uncle Sam“ zugeschlagen hätte….
      Sowjetische Ziele in der Nähe von Potsdam und Dresen waren zumindest planerisch anvisiert….

      Grausige Grüße!

  2. Weber Johann schreibt:

    Sascha vielen Dank, dass Du dieses Thema wieder ans Tageslicht bringst. Es ging um Leben und Tod für die Menschen in der DDR. Dank des Ministerium für Staatssicherheit (Mfs) konnten die Menschen in der DDR in Frieden leben bzw. bekamen gar nicht mit, dass es fünf vor zwölf war ob die DDR ausradiert wird. Leider ist diese wichtige Tatsache, sogar in weiten Teilen der neuen Bundesländern, heute nicht mehr präsent. Warum glaubt ihr, dass diese Stasi so gehasst wird?

    Hier einige wichtige Informationen (leider wieder viel Text):

    In dem Buch von Strauß kann JEDER nachlesen, der dazu Bereitschaft zeigt, welcher großen atomaren Gefahr die Menschen in der DDR seit Beginn des Staates DDR permanent ausgesetzt waren. Mit dem Bau der Mauer war, für die Menschen in der DDR zwar die Katastrophe verhindert worden, aber die NATO war nicht von ihrem Vorhaben des atomaren Erstschlag auch Jahre nach dem Mauerbau abzubringen. Ich lasse wieder den Verteidigungsminister Franz Josef Strauß zu Wort kommen

    Auf Seite 363 in dem Buch „Die Erinnerungen“ von Franz Josef Strauß.
    Siedler Verlag Berlin 1988, beschreibt Strauß welche Planungen die NATO im Juni 1962 hatte, amerikanische Atomwaffen einzusetzen.

    „[…] Am nächsten Tag besuchte ich Robert McNamara, Kennedys Verteidigungsminister. Meine Frage: »Was haben die Amerikaner, abgesehen von der NATO-Planung, die wir kennen, an Überlegungen für den Einsatz amerikanischer Atomwaffen? Konkrete Frage: Präventivkrieg oder was? Ergänzungsfrage: Werden die Amerikaner Atomwaffen als erste verwenden?« McNamara zu mir: »Ich möchte Ihnen nicht hier im Pentagon meine Antwort geben. Ich lade Sie für Sonntagabend zu mir nach Hause ein.« Zu dem Abendessen kamen außerdem Maxwell Taylor, die Chefs der Luftwaffe und der Marine sowie Paul Nitze. Nach dem Essen sitzen wir zusammen. McNamara räumt ein, daß er seine Antwort nicht schriftlich geben könne, die einschlägigen Dokumente seien nicht für die Bundesgenossen bestimmt: »Wir lehnen einen Präventivkrieg rundweg und bedingungslos ab. Das entspricht nicht amerikanischem Denken, das ist völlig ausgeschlossen. Aber: nicht ausgeschlossen ist ein preemptive strike.« Worin denn der Unterschied bestehe, will ich wissen. Was ein Präventivkrieg ist, sei, so McNamara, klar. Wenn sich jedoch ein Gesamtbild aus Geheimdienstquellen und Luftaufklärung ergebe, aus dem der Aufmarsch der anderen Seite eindeutig hervorgehe, und keine Zweifel mehr möglich seien, daß der Krieg in wenigen Stunden ausbreche, man gewissermaßen nur auf den ersten Schuß warte, dann dächten die USA auch an einen »preemptive strike«, einen atomaren Erstschlag, um die Kapazität der Sowjets zu vermindern. … Und die Antwort war eindeutig: Präventivkrieg nein, »preemptive strike« dann, wenn es keinen Restzweifel mehr gibt, daß in wenigen Stunden der Feind losschlagen wird. ….. Von da an galt im Prinzip eine Strategie der »flexible response«, die von 1962 an diskutiert und 1967 vom Bündnis beschlossen wurde.

    …..Bundeskanzler und Bundesregierung haben gar nicht erst versucht, sozusagen eine deutsche Vetorolle einzubauen in die großen Fragen der Nuklearstrategie. Man hat sich nicht getraut, obwohl die Deutschen schon wegen der geographischen Lage ihres Landes von diesen Problemen in existentieller Weise betroffen sind. [..]
    Zurückgekehrt nach Deutschland, kam es zu einer der skurrilsten Szenen meiner gesamten politischen Laufbahn. Ich bat die Generale Foertsch und Schnez zu mir und berichtete ihnen von meiner Reise, von meinen Gesprächen mit Maxwell Taylor und McNamara. Mein Auftrag an den Führungsstab der Bundeswehr: »Erarbeiten Sie eine Kriegsplanung, die unterstellt, daß die Amerikaner vom preemptive strike Gebrauch machen. …..
    Ich informiere den Bundeskanzler…. Die Generale arbeiten mit ihren Mitarbeitern diese Denkschrift aus, ich richte ein Geheimschreiben an den Bundeskanzler, daß ich seinem Auftrag entsprechend den Inhalt der mündlichen Vorträge der Generale Foertsch und Schnez in schriftlicher Form übermittle.

    Kurz darauf – ich sitze im Bundesverteidigungsministerium – ruft mich Bundespräsident Heinrich Lübke an. …. Er müsse mit mir ganz vertraulich reden, könne das nicht am Telefon tun, ich solle zu ihm kommen. Ich gehe zu Lübke, er und ich sind allein, ohne Zeugen. Lübkes Eröffnung: »Herr Strauß, bei mir war der Bundeskanzler und hat Ihre Entlassung beantragt.« …. Der Bundeskanzler habe ihm mit Grabesstimme eröffnet, so Lübke, Strauß plane einen Präventivkrieg und er, Adenauer, werde binnen kurzem den Bundespräsidenten bitten, die Entlassungsurkunde für Strauß zu unterschreiben. »Was sagen Sie dazu, Herr Strauß?« Da sage ich: »Herr Bundespräsident, das ist unfaßbar, das ist unglaublich!« Dann habe ich ihm die Geschichte erzählt. Obwohl Lübkes militärischer Überblick nicht sehr groß war, konnte ich ihm den Vorgang, glaube ich, einigermaßen klarmachen.“

    Der Spiegel, in seiner Ausgabe vom 28.8.1989, brachte unter der Überschrift „Der Mann mit Eigenschaften“ einige Punkte aus dem Buch von Franz Josef Strauß zur Sprache. Der Spiegel ging ausführlich über die gefährliche Situation (atomarer Erstschlag der NATO) für die Menschen in der DDR ein, die Strauß im Juni 1962 beschrieb.

    Der Spiegel berichtet noch von einem Text, der nicht in diesem Buch von Franz Josef Strauß erscheint: „Eine geradezu Schlieffensche Zwangsläufigkeit. Es fehlt hier im Text, den Strauß nicht mehr bearbeiten konnte, ein wichtiger Satz, der auf dem Tonband noch vorhanden war. Er lautet: „Die Studie ergab: Sie wären vernichtet worden.“ Die Russen nämlich, und bedarf es dazu einer Studie? Man erfährt kein Wort des Einwandes von Strauß.“

    Auch der Spiegelbericht erkannte die atomare Gefahr für die Menschen in der DDR. Ich zitiere: „Es scheint so, als habe Adenauers Instinkt den Kanzler besser beraten als Straußens präziser Verstand. Zwischen einem atomaren Präventivkrieg und diesem atomaren „preemptive strike“ gab es ja nur auf dem Papier einen graduellen und fließenden Unterschied, in der Praxis keinen.“

    Es ist bis heute Wenigen bekannt, dass Adenauer Franz Josef Strauß im Sommer 1962 als Verteidigungsminister entlassen wollte. Sogar der Spiegel sprach von einer Neuigkeit. Der Spiegel schreibt: „Er ist nämlich im Sommer 1962 keineswegs zu dem Ergebnis gekommen, daß ein Krieg nicht mehr führbar wäre, ganz im Gegenteil, der Westen müsse unter Umständen einen Krieg mit Atomwaffen beginnen.

    Sogar Adenauer hatte keine Skrupel, die DDR in ein „Schlachtfeld“ zu verwandeln:
    „Rheinische Post / 3. November 1963
    Adenauer: Die Amerikaner hatten am 13. August 1961 zu viel Angst
    Keinen Kommentar gab der Regierungssprecher am Sonntag zu einer Kritik des früheren Bundeskanzlers Adenauer an der amerikanischen Regierung ab. In einem Interview mit der bekannten amerikanischen Journalistin Marguerite Higgins hatte Adenauer erklärt, daß die USA am 13. August 1961 beim Bau der kommunistischen Sperrmauer zu ängstlich gewesen seien. Möglicherweise hätten sich die Sowjets von der Aktion zurückgezogen, wenn die Amerikaner sofort etwas unternommen hätten.“
    Entnommen aus dem Buch „Im kalten Krieg“ von Helmut Duffner. Memminger MediumCenter.

    Die Menschen in der DDR wurden von ihrer Regierung schon sehr früh über diese Atombombenabwürfe der NATO auf das Gebiet der DDR informiert.
    So schrieb Julius Mader in seinem Buch „Die Killer lauern“ von Julius Mader, Deutscher Militärverlag Berlin 1961, auf Seite 171 wie Walter Ulbricht die Öffentlichkeit über die Bombenabwurfziele auf das Gebiet der DDR informierte:

    „Über die Kette der Mißerfolge ihrer Spitzenspione beunruhigt, schickte der NATO-Stab direkte Geheimdienstoffiziere auf den Kriegs­pfad in die Deutsche Demokratische Republik. Was gedungenen Agenten nicht gelang, sollten nunmehr sie selbst an Informationen besorgen, auf die man in Bonn und Paris so sehnsüchtig wartet. Auch sie bissen aber auf Granit. Die Staatssicherheitsorgane der Deutschen Demokratischen Republik haben bereits kurz darauf, im Frühjahr 1960, Offizieren ameri­kanischer und englischer Militärmissionen, die besonders im Gebiet von Karl-Marx-Stadt Spionage trieben, höchst aufschlußreiche Kar­tenmaterialien abgenommen. So wurden von der amerikanischen Offiziersgruppe unter dem USA-Major Ramundo insgesamt 79 und von der britischen Aufklärergruppe unter Brigadegeneral Pakkard 122 Landkarten sichergestellt. Auf diesen Generalstabsmeßtischblät­tern waren bereits Absprungstellen für Luftlandetruppen, Lande­plätze für Spezialflugzeuge und andere militärisch höchst wichtige Angaben eingetragen. Am 19. Juli 1960 erklärte Walter Ulbricht auf einer internationalen Pressekonferenz in Berlin: „Bei dem bei amerikanischen und engli­schen Missionsangehörigen vorgefundenen Kartenmaterial gibt es Einzeichnungen über die Erkundung wichtiger Industrieobjekte, Kraft­werke, Umspannwerke, Hochspannungsleitungen, Versorgungsspei­cher, Silos, Wasserversorgungsanlagen, Dränage- und Kanalisations­systeme. Von den Offizieren, sowohl von den amerikanischen wie auch von den englischen, wurden in den Räumen von Magdeburg, Halle, Cottbus und anderen Gebieten der DDR Absprungstellen für Fallschirmspringer aufgeklärt und im Kartenmaterial verarbeitet. In den Räumen von Magdeburg, Halle und Cottbus wurden Lande­flächen für Flugzeuge aufgeklärt und kartenmäßig verarbeitet. Auf­geklärt wurden im Gebiet der DDR Bombenabwurfziele. […]

    • sascha313 schreibt:

      Danke, lieber Johann. Wer lernen will, muß lesen können! Also nur zu! Deine Ergänzungen sind mir immer willkommen, weil sie fundiert sind und der weiteren Erkenntnis dienlich!

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  4. Weber Johann schreibt:

    Harry56 schreibt: „Sowjetische Ziele in der Nähe von Potsdam und Dresen waren zumindest planerisch anvisiert….“

    Das klingt sehr verharmlosend. Es lang ganz allein in der Hand des amerikanischen Präsidenten, wann der „geplante“ Atomkrieg gegen die Menschen in der DDR, in der Sowjetunion in den Ostblockstaaten losbrechen sollte.

    Auch wenn es viele nicht hören wollen, dank des Ministeriums für Staatssicherheit in enger Zusammenarbeit mit dem sowjetischen Geheimdienst zu verdanken ist, dass zu keiner Vernichtung in der DDR gekommen ist, schließĺich wartete der amerikanische Präsident, mit seinen NATO-Vasallen-Staaten, auf eine Reaktion, die sofort als Angriff auf das christlich-abendländischen Wertekultur missbraucht worden wäre.

    Nein, nicht „planerisch“ sondern es war bereits 3 Minuten vor Zwölf, vor der Vernichtung der Menschen in der DDR. Ich erinnere an die Aussagen von Franz-Josef-Strauß an die NATO-Sitzung wo er gezwungen wurde, Gebiete in der DDR zu nennen, wo die NATO Atombomben beim Erstschlag abgeworfen werden sollten. Franz-Josef Strauß versuchte nicht mit allen Mitteln, die Vernichtung der Menschen in der DDR zu verhindern, im Wissen, dass auch viele Menschen in der Alt-BRD zu Tode kommen würden.

  5. Thomas Artesa schreibt:

    Interessant zu erfahren, dass auch ein Franz Josef Strauß die Notwendigkeit des antiimperialistischen Schutzwalls erkannte. Natürlich konnte dieses ausgemachte Schlitzohr bei Bierlaune und heimatlichem Oktoberfest sich dennoch nicht die Blöße geben und trommelte dann jedes Mal um so heftiger gegen: DDR, Sowjetunion und Marxismus im Allgemeinen. Ganz anders die heutigen hypokritischen Hasardeure und im verblendeten Zockerkonsum aufgewachsenen Weichlinge von den Nato-Grünen über die Rothschild-CSU bis zur pseudo-zionistischen-AfD, die lieber wieder gleich gegen Russland marschieren würden. Ja – ja, Kommissbrot schmeckt eben doch besser für den einfachen Soldaten als Kanonenfutter, wenn man dabei selbst als willfähriger US-Vasall zu Hause bleiben darf bei Baguette und französischem Rotwein (zwar am Katzentisch des Finanzkapitals, aber mit dem Hintern am warmen Ofen – ha, ha, ha). Man merkt eben, wer WWII selbst noch miterlebt hat und die Situation etwas realistischer und 2021 als nicht mehr machbar ansieht und wer sich von den faschistischen „US-Erfolgen“ in der Welt noch immer ganz irremachen und benebeln lässt. Schon ein Skandal, dass diese Irren und Soziopathen in Washington, London und Berlin einem immer noch das Leben rauben können – Sic!

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