Perspektiven – oder: Die Freude als Motiv des Handelns

Landauf – landab Kreuzwegwird heute überall davon gesprochen: „Wir wollen unsere demokratischen Rechte wieder haben!“ – „Freiheit – keine Diktatur!“ – Sogar von der Bildzeitung hört man ungewohnte Töne: „Ich entschuldige mich für die Zerstörung unserer Kinder!“ – Ein Marketing-Gag?! Die Grenzen zwischen den gesellschaftlichen Klassen scheinen verschwunden zu sein. Stattdessen gibt es neue Grenzen: zwischen „Geimpften“ und „Nicht-Geimpften“, zwischen „Coronaleugnern“ und „Experten“, zwischen „Uneinsichtigen“, „Ängstlichen“ und „Warnenden“, zwischen den Anständigen und den Böswilligen. Wo sind da die Grenzen? Ein verwirrter Freund sagte neulich: „Die einen sagen so, die anderen sagen so!“ …und er ging hin und ließ sich „impfen“. Damit wären wir an einem Punkt angelangt, wo kein Argument mehr zählt, wo nur noch Glaubenssätze von Bedeutung sind und der fromme Wunsch, es möge doch endlich alles vorbei sein… Oder so schön wie zuvor: „die Freiheit, die wir hatten.“ Ja, welche denn? Doch wohin soll die Reise gehen? Ein genervter Liberaler sprach von einer „bürgerlichen Revolution“. Die „Transhumanisten“ träumen von der Digitalisierung der ganzen Menschheit – doch wollen wir wirklich das eine oder das andere? Wir stehen also an einem Scheideweg. Einen goldenen Mittelweg gibt es nicht, und es gibt auch keinen Weg zurück.

Wie soll die zukünftige Gesellschaft aussehen? Wie soll der Staat beschaffen sein? Fragen wir uns also: War die BRD nun ein „demokratischer Staat“? Und was war die DDR? – ein „Unrechtstsstaat“? Beides ist falsch!

Fragen wir also einen DDR-Bürger, der beide Systeme kennengelernt hat:

a) Die Gründung der BRD

Unser Staat, unser Parlament, die Volkskammer, seien „nicht demokratisch legitimiert“ und deshalb „nicht gleichwertig“, tönt es aus Bonn. Ich würde als bundesdeutscher Politiker oder Journalist diese Frage nicht so aufwerfen. Denn am Rhein haben 1948 auslän­dische Besatzungsmächte westdeutsche Politiker nicht wählen lassen, sondern willkürlich zu „Parlamentarischen Räten“ ernannt. Dieser nicht gewählte, sondern von Ausländern ernannte „Parlamentarische Rat“ bastelte an einem Verfas­sungsentwurf (Grundgesetz), wurde über dreißigmal auf den Petersberg zitiert – ins Siebengebirge; aber nicht zu den sieben Zwergen, sondern zu den drei Hohen Kommissaren. Diese Ausländer redigierten jedesmal an dem Entwurf herum. Und als sich dieser nicht gewählte, sondern von Ausländern ernannte „Parlamentarische Rat“ spalterisch als „Provisorischer Bundes­tag“ konstituierte, setzte er das von außen redigierte, volks­fremde Grundgesetz in Kraft. So entstand die BRD.

b) Die Gründung der DDR

In der damaligen sowjetischen Besatzungszone wählte die Bevölkerung ihren Volkskongreß, ein frei. gewähltes Vorparla­ment, das einen Verfassungsentwurf erarbeitete und der Bevölkerung zur Diskussion vorlegte. Hunderte von Vorschlä­gen aus dem Volk wurden in den Verfassungsentwurf aufge­nommen. Als sich die drei Westzonen vom deutschen National­verband abspalteten und die BRD gegründet war, konstituierte sich der gewählte Volkskongreß als „Provisorische Volks­kammer“ und setzte die vom Volk gebilligte Verfassung in Kraft. So entstand die Deutsche Demokratische Republik: demokratisch, wie noch nie zuvor ein deutscher Staat ins Leben getreten war.

c) Die historische Legitimation

Ich erinnere daran aus eigenem Erleben, weil im Kampf um Normalisierung und bestmögliche Nachbarschaft beider Staaten von feindlicher Seite immer aufs neue falsche, fälschende Darstellungen von Ereignissen und Entwicklungen eingeführt werden.
Natürlich ist das demokratische Zustandekommen der Deut­schen Demokratischen Republik nicht die einzige Begründung ihrer Existenz. Gewichtiger ist die historische Legitimation: Die Geschichte war reif für den realen Sozialismus auf deutschem Boden, reif dafür, daß die Macht der Arbeiter und Bauern errich­tet, das Bündnis mit christlichen und anderen demokratischen Kräften geschmiedet und so der überlebten Unordnung des Kapitalismus die Ordnung gegenübergestellt wurde, der die Zukunft gehört. (A)

Sicher wäre dazu noch mehr zu sagen. Doch wir belassen es dabei und fügen dem einmal die Zukunftsperspektive eines Pädagogen hinzu. Hans Berger hat ein Buch geschrieben: „Die Freude als Mittel der Erziehung“. Er schreibt:

Wissenschaftliche Klarheit

Wenn man die Perspektive einer bestimmten gesellschaftlichen oder persönlichen Entwicklung erfassen will, muß Klarheit über die gesellschaftlichen Kräfte und deren objektive Entwicklungstendenz herrschen, aus denen sich das Ziel ihrer Entwicklung notwendigerweise ergibt. Nur aus dieser Erkenntnis heraus kann auch eine wissenschaftlich fundierte Überzeugung von der Möglichkeit der Realisierung der Perspektiven gewonnen werden. Häufig schaffen sich die Menschen Ideale oder sie streben nach der Befriedigung von Bedürfnissen, die lediglich durch verschiedenartige Wünsche, die Personen oder Menschengruppen für ihre zukünftige Entwicklung haben, bestimmt sind. Dabei ist nicht gesagt, daß solche Perspektiven zugleich auch einen hohen humanistischen Gehalt besitzen.

Das Bedürfnis und seine Befriedigung

Um die Rolle der allgemeingesellschaftlichen und schließlich der päd­agogischen Perspektive voll erfassen zu können, müssen wir an den Ge­danken anknüpfen, daß von der Existenz einer bestimmten Perspektive im Bewußtscin nur gesprochen werden kann, wenn ein subjektives Bedürf­nis vorhanden ist.
In seiner Schrift „Zur Kritik der politischen Ökonomie“ schreibt Karl Marx: „Die Konsumtion schafft den Trieb der Produktion.“ [1] „Ohne Be­dürfnis keine Produktion.“ [2] Er stellt fest, „…daß die Konsumtion den Gegenstand der Produktion ideal setzt, als innerliches Bild, als Bedürfnis, als Trieb und als Zweck.“ [3]

Ein erstrebenswertes Ziel

Das bedeutet, es gibt dort keine Produktion, wo es keine Vorstellung von ,einem erstrebenswerten Ziel der Arbeit gibt; es wird nicht produziert, wenn der Produktionsprozeß nicht in der Hinsicht sinnvoll für die in ver­schiedenartigster Weise an ihm beteiligten Menschen ist, daß er ihnen je nach dem Charakter ihrer Beteiligung zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse dient. Die Vorstellung von einem Bedürfnis, einem erstrebenswerten Ziel, von dessen Realisierung der Mensch bis zu einem gewissen Grade über­zeugt ist, weckt in ihm ein auf dieses Ziel gerichtetes Streben, wird zum Motiv seines Handelns. Darin besteht das Wesen der Rolle jeder Perspektive im allgemeingesell­schaftlichen und im pädagogischen Bereich; sie besitzt eine aktivierende Kraft, sie weckt und lenkt den Willen des Menschen und führt ihn damit zur praktischen Tat.

Siegesgewißheit

In einer im Jahre 1926 gehaltenen Rede drückte J.W. Stalin die Rolle der Perspektiven im gesellschaftlichen Leben in treffender Weise so aus: „Ohne die Gewißheit, daß der Sozialismus errichtet werden wird, kann es keinen Willen zum Aufbau des Sozialismus gehen. Wer hätte Lust zu bauen, in dem Bewußtsein, daß der Bau doch nicht vollendet wird? Daher führt ein Fehlen der sozialistischen Perspektiven für unseren Aufbau dazu, daß der Wille des Proletariats zu diesem Aufbau unvermeidlich und un­bedingt geschwächt wird.“ [4]

Positive, freudige Gefühle…

Neben der Bestätigung der zuvor interpretierten Äußerungen von Karl Marx enthalten diese Worbe Stalins einen wichtigen Hinweis auf eine weitere Seite des Wesens der Perspektive, auf ihren emotionalen Gehalt. Nur eine mit positiven, lustbetonten Gefühlen verbundene Vorstellung von der Zukunft kann eine Perspektive sein. Gerade darin unterscheidet sich die Perspektive von allen anderen Zukunftsvorstellungen, daß sie unmittelbar mit starken Emotionen verbunden ist, die eine unentbehrliche Voraussetzung für die Entwicklung einenes starken und des schöpferischen Handelns der Menschen sind. Positive, freudige Gefühle… (B)

…das ist es, was wir mit dem SOZIALIMUS verbinden!

Quellen:
(A) Karl-Eduard von Schnitzler: „Meine Schlösser oder Wie ich mein Vaterland fand“. Edition Nautilus, 1995, S.49f.
(B) Hans Berger: „Die Freude als Mittel der Erziehung“. Volk und Wissen Volkseigener verlag Berlin, 1957, S. 12-16.

[1] Karl Marx: Zur Kritik der politischen Ökonomie. Dietz Verlag, ßerlin 1951, S. 246.
[2] Ebenda.
[3] Ebenda.
[4] J. Stalin: Werke. Bd. 8, Dietz Verlag, Berlin 1952, S. 250.

öDDR-Bild1 Gera. Dr-Rudolf-Breitscheid-Strasse Neuruppin  

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20 Antworten zu Perspektiven – oder: Die Freude als Motiv des Handelns

  1. Erfurt schreibt:

    Neulich schrieb mir ein Bekannter: Dieses 5G-Netz gibt es ja nur weil Kreti und Pleti bei 240 km/h Fußball gucken wollen. Und nur weil wir in Plastik eingeschweißte Wurst kaufen schmelzen die Gletscher usw.

    Ich schrieb zurück: Nein, im Kapitalismus läuft das so nicht. Sicher haben Kreti und Pleti seltsame Bedürfnisse, aber deswegen gibt es weder ein 5G-Netz noch Plastiktüten noch werden deswegen billige T-Shirts in Indien produziert. Denn im Kapitalismus gibt es nur eine einzige Triebkraft der Entwicklung, nämlich den Profit. Ob wir ein Dach übern Kopf haben oder auf dem Handy Pingpong spielen wollen oder BIO-Wurst kaufen ist den Produzenten völlig egal.

  2. Hanna Fleiss schreibt:

    Freude, schöner Götterfunken – sie missbrauchen sogar unsere Klassiker, Schiller und Beethoven.
    Ich hatte das Glück, in unserem Palast der Republik die großartige Aufführung der 9. Sinfonie erleben zu können, vor mehr als 30 Jahren, in unserer Republik, selbstverständlich nicht in dem heutigen Deutschland. Der Palast ist abgerissen von diesem heutigen Deutschland, an seiner Stelle errichteten sie ihren „Palast“. Ich habe die Bilder des Abtransports der Stahlkonstruktionen unseres Palastes fotografiert, und es fällt mir schwer zu schildern, was ich dabei empfand.

    Sie wissen nicht, was Freude ist. Ihre größte Freude ist der Triumph über den Konkurrenten und wenn das Geld „stimmt“. Gestern habe ich ein Interview gesehen mit einem Wissenschaftler, der das, was er in der BRD erlebte, als Freiheit empfand, weil er aus einem Land kam, in dem eine kapitalistische Diktatur herrschte. Ein kluger Mann, der mit seinen Erkenntnissen aus seinem Fachwissen viel zur Erhellung des Corona-Geschehens beitrug. Er tat mir leid, er wusste nicht, was wirkliche Freiheit ist. Er begriff nicht, dass es sich lediglich um Freiheiten handelte, die er hier empfand, nicht um die Freiheit, die Freiheit des Menschen vor jeglicher Unterdrückung, Ausbeutung und Überlebensangst. Diejenigen, die ihr Heil im Westen sahen, haben das natürlich anders empfunden.

    Die Bundeskanzlerin spricht auch nicht von der Freiheit, sondern von „Freiheiten“, die sie uns zurückgeben wolle, wenn wir uns brav verhalten und uns massakrieren lassen würden durch eine Spritze, die schon viel zu oft eine Todesspritze war. Wie das gesamte Geschehen um das imaginäre Virus viel von Tod, Dunkelheit und Abwesenheit jeder Freude hatte. Das fiel mir zuerst auf, dass alles, was Freude gemacht hätte und gesundes Leben unterstützt hätte, zuerst kassiert wurde. Der Betrug an der Weltbevölkerung geht über Leichen.

    Mein Leben in der DDR, das selbstverständlich auch seine Schwierigkeiten hatte, lebt mit mir,
    mit uns, die wir wirkliche Freiheit begriffen und erlebt hatten. Wer aber versteht das im Westen, der Freiheit noch nie erlebt hat?

    • Erfurt schreibt:

      Im Palast war ich einmal, das war 1978. Bowling an der Spree mit Onkel Heinz, der war immerhin Tonmeister in Babelsberg. Für uns Thüringer nach Berlin zu fahren war immer was Besonderes. Karlshorst, Potsdam, Secilienhof, Treptow, das war das Jugendweihe-Programm ein paar Jahre vorher. Und natürlich hat man den Palast nicht wegen Asbest abgerissen, das ist völliger Quatsch. Was mich bis heute eher wundert ist, daß man den Fernsehturm nicht abgerissen hat, denn der ist ein ziemliches Wahrzeichen Berlins geworden und das war der DDR geschuldet.

      Aber auch in Erfurt, Suhl, Leinefelde u.v.a. Städten wurden ganze Wohnviertel abgerissen. Als Vollendung des verbrecherischen Attentats auf die DDR, den Sozialismus und die Errungenschaften der Arbeiterklasse. Da wurden Häuser gebaut damit Menschen Wohnungen haben. Und Fabriken damit Menschen Arbeit haben. Und Strom wurde produziert damit wir abends Licht hatten. Kino, Theater, Jugendtanz, Disko….

  3. „Doch wohin soll die Reise gehen? Ein genervter Liberaler sprach von einer „bürgerlichen Revolution“. Die „Transhumanisten“ träumen von der Digitalisierung der ganzen Menschheit – doch wollen wir wirklich das eine oder das andere? Wir stehen also an einem Scheideweg. Einen goldenen Mittelweg gibt es nicht, und es gibt auch keinen Weg zurück.“

    Damit der Mensch die Perspektive, den Weg, die Zukunft nicht erkennt, verzaubert der Kapitalismus den Menschen mit der Unerhaltung von Nebensächlichkeiten.

    Ein Mensch verkauft seine Arbeitskraft nach Stunden; daran hat sich seit dem 19. Jahrhundert nichts geändert. Der Mensch verkauft seine Arbeitskraft nicht freiwillig, sondern aus Zwang, denn er hat nichts anderes als die Arbeitskraft, die er verkaufen kann.

    Ein zentraler Fehler der Gewerkschaften war und ist die Forderung: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“.
    Nichts auf der Welt hat die Arbeiterklasse mehr gespalten und die Beseitigung des kapitalistischen Systems besser verhindert, als der Trugschluß: „Wenn es erst mal gleichen Lohn für gleiche Arbeit gibt, dann ist alles in Ordnung.“

    „Das kapitalistische System verdammt die Arbeiter dazu, ihre Arbeitskraft an die Kapitalisten verkaufen zu müssen und sich ausbeuten zu lassen.“ – Lenin (*A)

    „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, hört sich nach Gerechtigkeit an, zementiert aber das kapitalistische System und verhindert, daß sich der Kampf für den Sozialismus entfalten kann.
    „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ muß die Arbeiterklasse in die Katastrophe führen, denn am Schluß kommt dabei immer dasselbe bei heraus: „Gleiche Armut für alle,“ weil sich eben im Kapitalismus der Mehrwert / der Profit immer nur aus dem Verkauf der menschlichen Arbeitskraft ergeben kann, die zu immer günstigeren Preisen angeboten werden muß, um überhaupt noch seine Arbeitskraft verkaufen zu können, weil das Heer der Lohnsklaven größer ist, als die Nachfrage nach der WARE Arbeitskraft.

    Der Denkfehler und große Irrtum ist, daß es „gleiche Arbeit“ als WARE geben würde, für die dann auch der gleiche Preis zu zahlen sei.

    Es gibt aber überhaupt keine WARE *Arbeit*, sondern nur die WARE *Arbeitskraft*, die sich nach Stunden bemißt, die der Lohnsklave zu einem vertraglich festglegten Preis verkauft und für die man immer einen zu niedrigen Preis erhält, denn sonst könnte der Kapitalist sich den Mehrwert / der Profit, der sich nur aus dem Verkauf der Arbeitskraft ergeben kann, gar nicht in seine eigene Tasche stecken.
    Die WARE *Arbeitskraft* ist immer gleich und eine Stunde ist eine Stunde und keine Sekunde länger; und deshalb darf es für die WARE *Arbeitskraft* nur einen Preis geben, den die Gesellschaft / das Gemeinwohl festlegen muß und nicht von Privatinteressen bestimmt werden darf.

    „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“ — Karl Marx in https://www.marxists.org/…/mar…/1875/kritik/randglos.htm
    Alles andere führt in die Gleichmacherei und in die Armut der Arbeiterklasse und letztlich immer in die Spaltung der Gemeinschaft und in den Krieg.

    „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“ = Bedürfnisorientiert:
    Also, ich habe auch nichts dagegen, wenn eine Krankenschwester mehr bekommt als ein Arzt — vielleicht hat sie nämlich schon deshalb größe Bedürfnisse, weil sie Kinder geboren hat, während ein Arzt und „Junggeselle“ schon ganz natürlich gar nicht so große – ja nicht mal gleiche – Bedürfnisse haben kann, wie eine arbeitende Mutter.

    Das ist die Hauptsache; das ist die Perspektive, der Weg, das Ziel:

    „Lenin zeigte, daß die Ablenkung der Arbeiterklasse vom allgemeinpolitischen Kampf gegen den Zarismus und die Beschränkung ihrer Aufgaben auf den wirtschaftlichen Kampf gegen die Unternehmer und die Regierung, wobei man sowohl die Unternehmer als auch die Regierung unversehrt läßt, nichts anderes bedeuten, als die Arbeiter zu ewiger Sklaverei zu verurteilen. Der wirtschaftliche Kampf der Arbeiter gegen die Unternehmer und die Regierung ist ein tradeunionistischer Kampf für bessere Bedingungen des Verkaufs der Arbeitskraft an die Kapitalisten, die Arbeiter wollen aber nicht nur für bessere Bedingungen des Verkaufs ihrer Arbeitskraft an die Kapitalisten kämpfen, sondern auch für die Beseitigung des kapitalistischen Systems selbst, das sie dazu verdammt, ihre Arbeitskraft an die Kapitalisten .verkaufen zu müssen und sich ausbeuten zu lassen. Die Arbeiter können aber den Kampf gegen den Kapitalismus, den Kampf für den Sozialismus nicht entfalten, solange der Zarismus, der Kettenhund des Kapitalismus, der Arbeiterbewegung im Wege steht. Daher besteht die nächste Aufgabe der Partei und der Arbeiterklasse darin, den Zarismus aus dem Wege zu räumen und dadurch den Weg zum Sozialismus zu bahnen.“ (*A)

    (*A) Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (Bolschewiki) Kurzer Lehrgang; Dietz Verlag Berlin (DDR) 1955; Seite 47

    • sascha313 schreibt:

      Ja, es ist eine verflixte Kiste! Man kann sich oft den Mund fusslig reden, weil kaum einer noch zuhört, weil jeder nur mit seinen, trotz alledem lebenswichtigen „Kleinigkeiten“ befaßt ist, um die Existenz zu kämpfen hat… – was sonst, wenn’s ums tägliche Brot geht und um die Kinder, die zu versorgen sind…

    • Erfurt schreibt:

      „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“

      Hat mit Lohn nichts zu tun sondern mit den Zielen der Produktion. Jedem nach seinen Bedürfnissen heißt nicht etwa, daß jemand einen anderen Lohn bekommt weil er andere Bedürfnisse hat, das wäre ja fatal. Jedem nach seinen Bedürfnissen heißt vielmehr, daß das Ziel der Produktion eben die Befriedigung von Bedürfnissen ist und nicht der Profit.

      Und selbstverständlich muss es für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn geben. Diese Mindestanforderung an die Gerechtigkeit war in der DDR erfüllt. Und zwar deswegen, weil sich der Wert einer Arbeit aus dem gesellschaftlichen Nutzen ergibt welcher mit der Erzeugung von Mehrwert (s. Anm.) entsteht.

      Und genau diese Grundsätze waren sowohl in der Verfassung als auch im Arbeitsgesetzbuch der DDR fest verankert.

      Anmerkung: Der Begriff Mehrwert ist im Sprachgebrauch der BRD völlig entstellt und wird oft auch mit Profit gleichgesetzt.

  4. Hat dies auf Muss MANN wissen rebloggt
    (gekürzt! – Admin.) – das doppelte vom vorigen Kommentar gelöscht!

    • sascha313 schreibt:

      …es ist schon erstaunlich, wie aktuell der „Kurze Lehrgang“ heute ist!

      Das blanke Gegenteil dieser sozialistischen Perspektiven, die seit Anbeginn heftig bekämpft und geschunden wurden, bildet heute das weltweit organisierte Verbrechen. Hinter wohlklingenden Floskeln und philantropischen Phrasen verbirgt sich die pure Geldgier und der uneingeschränkte Herrschaftsanspruch einer selbsternannten „Elite“, hinter der ein mächtiger pharmazeutisch-industriell-militärischer Komplex steht. Eine absolute Minderheit im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung der Erde von allein in den USA: 724 Milliardären, 18,6 Millionen Millionären verfügen über das Schicksal von 7,8 Milliarden Menschen. Und dabei gelingt es nicht einmal in einer Kleinstadt von – sagen wir 10.000 Einwohnern – die Pflegekräfte eines Altersheimes angemessen zu entlohnen. Und stündlich wächst der märchenhafte Reichtum, während jährlich etwa 5 Millionen Kinder jährlich an Unterernährung sterben.

      Mit unvorstellbarer Grausamkeit, wohingegen die Massenmörder in den deutschen KZ nur Stümper waren, kalkulieren die neuzeitlichen Faschisten mit menschlichen Verlusten in Milliardenhöhe. Ein neuer Vertrag des Welternährungsforums (WEF) soll eine international verbindliche Vorgehensweise bei angeblichen „Gesundheitsnotständen“ vorschreiben. Was nichts anderes heißt, als eine gleichgeschaltetes Vorgehensweise bei der Ausrottung „überzähliger“ Menschen auf unserem Erdball. Parallel dazu sollen über die Massenmedien „Falschinformationen über Pandemien und Impfungen“ bekämpft werden. Worum geht es und was ist geplant? Darüber schreibt die deutsche Soziologin und Globalisierungskritikerin Elke Schenk (*1960) in ihren Beitrag auf „multipolar“: „Internationaler Pandemievertrag: Ein globaler Automatismus wird installiert“.

      • Hanna Fleiss schreibt:

        Ich habe das auch mit Entsetzen gelesen. Die verplanen uns direkt für ihre menschenfeindlichen Zwecke, berechtigt durch zusammengestohlene Milliarden der Wenigen mit Herrschaftsambitionen. Die Kontrolle, Überwachung und Zensur wird interplanetare Ausmaße annehmen. Dazu gehört, dass der Bundestag dem Verfassungsschutz flächendeckend den Einsatz des Staatstrojaners genehmigt hat, und zwar als Vorbeugungsmaßnahme gegen Äußerungen, die nicht den Ansichten des Verfassungsschutzes entsprechen. Man kann sehr begründet von einer faschistischen Diktatur, die hinter Gesundheitsmaßnahmen versteckt ist, sprechen. Und jetzt weltweit wie schon bei den Pandemiemaßnahmen. Außerdem ist anzunehmen, dass wir sehr bald mit der nächsten Pandemieausrufung der WHO rechnen müssen.

      • sascha313 schreibt:

        Die Faschisten haben schon immer mit solchen Methoden regiert, daß sie die Öffentlichkeit (die Bevölkerung) möglichst lange im Unklaren gehalten haben…

    • Harry56 schreibt:

      „Jau Jau , nur eine kurze Frage: Jenseits deiner oft so Ellen langen, zumeist rein bildungsbürgerlichen Kommentare, deinem lächerlichen Blog bei You Tube, gehst du eigentlich, hast/bist du jemals einer anständigen beruflichen Tätigkeit nachgekommen? Du lebst, nach eigener Aussage hier in diesem Block vor einiger Zeit, mit 8 Kindern , gezeugt mit einer Uganderin, gut und zufrieden mit Hartz 4 in dieser BRD

      Sorry, lieber Genosse Sascha, aber dieser Typ stinkt zum Himmel!. Veröffentliche oder auch nicht! Lieber Gruß an dich! Sorry, lieber Sascha, aber dieser Typ ist ekelhaft!
      Soz. Gruß an dich!

      • Erfurt schreibt:

        Nein Harry, so reden wir hier nicht miteinander. Also bitte keine Anspielungen auf rein persönliche Dinge, das kannst Du gerne mit Dir selbst im stillen Kämmerlein ausbrüten.

        Feundschaft!

  5. Harry56 schreibt:

    Gen. Erfurt, dieser Kerl sollte einfach etwas weniger typisch bildungsbürgerlich – anmaßend auftreten, weniger von oben herab ständig nervig- belehrend, dann könnten auch solche Typen eventuell für wirkliche sozialistische Aufklärung ÜBERZEUNGENDER tätig sein können.
    Und allein darum geht es!

    Ich hoffe doch sehr, dieses Forum hier ist keine Art selbsteingebildete „marxistisch – leninistische“ Kirche mit oft wohl eher nur eingebildeten marxistisch- leninistischen „Hohenpriestern“, in Fakt eher verkappten (Pseudo?) Theologen.

    Das Absondern reiner „Bekenntnisse“ sollte inzwischen eher der Zeit des „Heiligen Augustinus“ (vor mehr als 1600 Jahren !)“ zugeordnet werden als heute noch Gegenstand ernstlicher Diskussionen sein.

    Daher soz. Gruß an alle Vernünftigen hier! 🙂

    • Erfurt schreibt:

      Ja Harry, wahrscheinlich haste Recht. Aber was wir nicht machen sollten, ist, Menschen aufgrund ihrer persönlichen Lebensweise anzugreifen.

      Freundschaft 😉

  6. Erfurt schreibt:

    Was den Staatstrojaner (Spionagesoftware auf PC’s) betrifft: Das ist gelebter Datenschutz: Ungefragt eine Software installieren und danach die Nutzungs~ wie allgemeinen Geschäftsbedingungen (EULA, AGB) erläutern. Das hat was. Genauso machen die das nämlich auch auf internationaler Ebene. Wobei die AGB keine Möglichkeit vorsehen, die Nutzung abzulehnen.

    Schönen Sonntag weiterhin

  7. Hanna Fleiss schreibt:

    Ich habe den Staatstrojaner schon längere Zeit in meinem Computer. Wenn man den drin hat, haben sie Einblick in den Bildschirm und können jeden Anschlag, alles, was man am Computer macht, beobachten. Die machen, was sie wollen, die pfuschen in meinen Dateien herum, als ob es ihre wären, löschen, ziehen sich heraus, was ihnen auffällt, schicken mir Malware (da hilft auch kein Antivirus), ein paarmal haben sie schon das Betriebssystem entfernt – also man kann sich darauf vorbereiten. Wenn sie nicht wollen, dass ich einen bestimmten Artikel ausdrucke, dann druckt mein Drucker eben nicht. Bei dieser Gelegenheit haben sie mir schon einen Drucker betriebsunfähig gemacht. Eine Frage für mich ist allerdings: Wenn das massenhaft gemacht wird, sind die eigentlich in der Lage, jeden Bildschirm zu beobachten, die müssten ja eine riesige Monitorwand haben mit Hunderten von Schlapphüten davor. Aber das soll nicht meine Sorge sein. Ihnen tropfte ja der Zahn, endlich die gesamte Bevölkerung ausspionieren zu können. Und der Bundestag hat ihnen vorige Woche grünes Licht gegeben. Die ungezogene Bevölkerung soll spüren, was sie davon hat, wenn sie zum Beispiel den Corona-Albtraum nicht mitträumt.

    • sascha313 schreibt:

      Es gibt ja auch den TeamViewer – das ist ein Programm, mit dem ein anderer Deine Mausbewegungen und Klicks steuern und auf Deine Dateien zugreifen kann. Das ist eine gute Hilfe, wenn Du mal nicht weiterweißt. Aber wie alle solche Werkzeuge: In wessen Händen befinden sie sich?

  8. Hanna Fleiss schreibt:

    Ich kann ja hier nicht schreiben, was sonst noch so ist, aber eines weiß ich genau: TeamViewer ist es nicht. Und in wessen Händen sich die Herrschaften befinden, muss ich nicht erläutern. Passt ihr mal lieber auf, die interessieren sich für diesen Blog.

  9. Hanna Fleiss schreibt:

    Ein Vortrag von Ernst Wolff, der bestätigt, was gegenwärtig in der Welt vor sich geht und welche Rolle die Covid-19-Pandemie spielt. Sehr zu empfehlen, auch wenn man im Großen und Ganzen schon Bescheid wissen sollte. Ich war von Anfang an der Ansicht, dass wir uns nicht so sehr auf die Krankheit konzentrieren sollten, sondern auf das, was dahintersteckt. Wobei es natürlich erst einmal nötig war, die „Pandemie“ zu entlarven, ohne jedoch, dass wirklich konzentriert auf die Folgen eingegangen wurde.

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