Prof. Dr.med. Helmut Kraatz: Aus dem Leben eines Arztes

HKDer Beruf eines Arztes ist ungewöhnlich; nicht zu vergleichen mit dem eines Schriftstellers, eines Tischlers oder eines Verwaltungsbeamten. Denn immer geht es bei einem Arzt ganz unmittelbar um das Schicksal und das persönliche Wohlergehen eines Menschen, der zu ihm kommt und sich ihm anvertraut, um Rat und Genesung zu finden. Und was könnte edler sein, als ein solches humanistisches Wirken, einem Menschen sein Leben zu retten, zu erhalten, es wieder lebenswert zu machen, und einem Menschen zu helfen, neue Lebensfreude zu finden. Ja, und – als Frauenarzt – einem Kind mit der Geburt das Leben zu schenken. Professor Helmut Kraatz hatte als Sohn eines Wittenberger Bäckermeisters einen ungewöhnlichen Lebensweg. Er studierte Medizin, wurde Gynäkologe, war Schiffsarzt, Oberarzt an der Berliner Universität-Frauenklinik und wirkte als langjähriger, verdienstvoller Präsident des Rates für Planung und Koordinierung des medizinischen Wissenschaft beim Ministerium für Gesundheitswesen der DDR. Professor Kraatz war ein hochangesehenes und würdiges Mitglied der Leopoldina, seinerzeit die älteste noch aktive naturwissenschaftliche-medizinische Akademie der Welt, die seit 1878 ihren Sitz in Halle/S. hat, die sich – nebenbei bemerkt – heute jedoch den Profitinteressen einer kapitalistischen „Elite“ als gefügig erweist. Was kann es Schändlicheres geben, als Ärzte, die sich menschenverachtenden Experimenten einer korrupten imperialistischen Mafia unterwerfen.

Mein Jahrhundert als Arzt

von Prof. Dr.med. Helmut Kraatz

Wir waren monarchistisch erzogen. Also waren wir von der Notwendigkeit des ersten Weltkrieges und dem Sieg „unserer“ Waffen überzeugt. Zusammenhänge imperialistischer Macht­politik, die rücksichtslosen merkantilen Prinzipien, die dahinter­steckten. blieben uns verschlossen. Die Novemberrevolution 1918 spielte sich vor unseren Augen wie ein Ereignis ab, dessen tieferen Sinn wir nicht begriffen. Dann Versailles. Ich empfand diesen Vertrag als schreiende Ungerechtigkeit. (Daß Lenin ihn aus entgegengesetzter Position als ungeheuerliches Raubdiktat, das Millionen Menschen versklavt, klassifizierte, las ich erst ein Menschenalter später.)

Der Raubfriede von Brest-Litowsk

Clemenceau, dieser nationalistische Franzose ohne jede Einsicht, ohne Gespür für eine Politik, die – so bildete ich mir ein – doch zum Frieden führen sollte, war mir ein besonderer Dorn im Auge. Allerdings erinnerte ich mich betreten daran, wie „wir“ uns bei den Verhandlungen in Brest fünfzehn Monate zuvor gegenüber Rußland verhalten hatten. Hundertfünfzigtausend Quadratkilometer Land und sechs Mil­liarden Rubel Kontributionen sollte die noch ganz junge Sowjet­regierung hergeben. Trotz meiner Jugend fragte ich mich: War­um hatten auch die Deutschen so etwas mit einem unterlegenen Gegner gemacht, warum nicht mehr Großzügigkeit und Einsicht gezeigt? Ich lebte in der Illusion, es gäbe höhere, allen über­geordnete Gebote der Gerechtigkeit. Zumindestens fand ich es sehr unklug,. so zu verfahren. Unausgegorene Denkansätze. Vielleicht spukte irgend etwas von Bismarcks Gedanken im Kopf herum, es sich mit einem so großen Nachbarn wie Ruß­land nicht zu verderben.

Die Zeit der Weimarer Republik

Die Weimarer Verfassung stellte sich mir als ein Kodex falsch verstandener Demokratie dar, Gute, aber nicht realisier­bare Grundsätze. Die Vielzahl der Parteien verwirrte. Man konnte überhaupt keine klare Linie mehr erkennen. Nirgendwo zeigte sich mir eine Grundsatzpolitik, die dem Wohle der fol­genden Jahre und der Demokratie in Deutschland gedient hätte. Immer sah ich nur das Selbstbehauptungsstreben einzelner Parteien. Überall wurde geredet, alles wurde zerredet. Einer der damals gängigen Politiker besuchte den „Speyerer Hof“, das schon erwähnte Mittelstandssanatorium, als ich ge­rade da arbeitete. Fränkel wollte dem bekannten Politiker die Einrichtung zeigen, um dessen Wohlwollen für die eigenen Be­mühungen zu gewinnen. Leutselig erzählte uns der bedeutende Mann, er sei erst kürzlich in einer ausländischen Klinik gewesen. Auf einer Reise habe er sich bei einem, Unfall den Mund auf­gerissen und sei dort in einer chirurgischen Abteilung genäht worden. Da rutschte Fränkel die Bemerkung heraus: „Ja, ja, jeder wird halt dort gestraft, wo er am meisten gesündigt hat.“ – Si tacuisses … hättest du geschwiegen!

Verwirrende politische Ereignisse

Die unüberschaubare politische Szenerie jener Jahre verwirrte mich, und mir ging es nicht alleine so. Wenn aber Truppen auf­marschierten mit Kapellen, in exaktem Marschtritt, dann mutete mich das vertraut an, fast – welch Widersinn – beruhigend. Da herrschte Ordnung und eine bestimmte Zielsetzung. Das impo­nierte, ganz gleich, ob es wichtig und richtig war. Das andere? Zerfließende Vorstellungen, Wahnideen, Chaos. Leider reicht für manchen das Leben nicht aus, um sich über Außerlichkeiten zu erheben und dafür die sachlichen, die inneren und tieferen Bezüge zu sehen.

Der Untergang der bürgerlichen Demokratie

Im März 1920 putschten die Kappisten. Eine kümmerliche Demokratie hing am seidenen Faden. Und sie kümmerte mich auch nicht viel. Im Gegenteil. Ich fühlte mich ausgezeichnet, als man mir ein Gewehr in die Hand drückte. Allerdings konnte ich nicht schießen. Altere Mitschüler waren während des Krieges gerade noch eingezogen worden, wir an der Grenze des Jahrgangs 1902 blieben auf der Schule zurück und erhielten nur etwas vormilitärische Ausbildung. Die anderen, soweit noch am Leben, kehrten entwurzelt aus dem Krieg heim. Als Leut­nante oder Oberleutnante hatten sie befehlen gelernt und jetzt plötzlich nichts mehr zu sagen. Der Kapp-Putsch verhieß ihnen die Rückkehr ins alte Paradies. Also trommelten sie alle Leute zusammen, die sie kriegen konnten, um eine neue, ihnen treu ergebene Truppe aufzubauen. Sie rekrutierten natürlich zunächst unter ihresgleichen, den alten Mitschülern, meist Söhnen von Mittelständlern wie sie selbst, und im persönlichen Bekanntenkreis.

Die Klassenkämpfe der Arbeiterklasse

Das Abenteuer ging zu Ende, bevor es richtig begonnen hatte. Zwar stellten sich in jenen Tagen auch Leute aus dem Mittelstand und progressive Bürgerliche gegen die Kapp-Regierung, aber niemand aus meinem Bekanntenkreis. So war ich bereit, dem gefährlichen Imperativ der Äußerlichkeiten zu folgen. Was wäre aus mir geworden; hätten die Millionenmassen der Arbeiter dieser Verschwörung der Kriegsindustriellen, der Militärs und ihrer politischen Wortführer nicht die Chance ge­nommen? Ausgerechnet die Klasse, gegen die ich antrat, be­wahrte mich davor, auf verhängnisvolle Geleise zu geraten oder völlig aus der Bahn geworfen zu werden.

Eine gescheiterte Revolution…

Das Ränkespiel mit dem Schicksal eines ganzen Volkes konnte ich damals und für lange Zeit noch gar nicht durchschauen. Schon überhaupt nicht konnte ich ahnen, mich einmal mit der Arbeiterklasse zu ver­bünden, und das endgültig für mein Leben. Denke ich über den Kapp-Putsch nach, sehe ich heute sehr wohl, daß es die histo­rischen Flammenzeichen noch schrofferer Wendungen gegen alle Revolutionäre waren, die Vorboten des Faschismus. Un­willkürlich drängen sich die Ereignisse in Chile von 1973 in die Gedanken. So präzisiert sich beim Niederschreiben meiner Erlebnisse und Empfindungen von früher mit jeder Zeile auch meine Einstellung zu den Dingen und Geschehnissen der Ge­genwart.

Die Besetzung des Saargebietes

Als 1923 die Franzosen die Ruhr unter dem Vorwand be­setzten, Deutschland komme seinen Reparationsverpflichtungen nicht nach, studierte ich in Heidelberg. Wir machten unsere Ausflüge nach Mannheim oder Ludwigshafen. An der Rhein­brücke standen die Franzosen. Hinter den Posten fühlten wir uns irgendwie eingesperrt. Alles lehnte sich in uns auf. Gegen wen? Gegen „die Franzosen“, die uns mit ihrem Trippelschritt noch zusätzlich aufreizten. Die Bevölkerung sah sich das wie ein makabres Schauspiel an, manche Faust ballte sich – vor­sichtshalber in der Tasche. Von den Aktionen der Arbeiter wußten wir nichts. Wir würgten an der Vorstellung, das würde ewig so sein.

Nationalistische deutsche Interessenpolitik

Dann kam die Schlageter-Affäre. Dieser deutsche Offizier war wegen einiger draufgängerischer Gewaltakte gegen die französischen Truppen festgenommen und von den Besat­zern erschossen worden. Die nationalistische Stimmung wurde bis zum Kochen angeheizt. Ich muß gestehen, daß mich die Aus­wirkungen bis in die Politik unserer Generation verfolgten und ich beispielsweise aus Motiven, die von dort her gespeist waren, Adenauer nicht leiden konnte. Ich lastete ihm zunächst und vor allem an, als Separatist mit Frankreich paktiert zu haben, das andere, seine uneinsichtige und starre Interessenpolitik nach dem Kriege, verstärkte die Abneigung dann noch.

Ein frühes Vorbild – Gustav Stresemann

Eine politische Persönlichkeit, die mein Interesse weckte – soweit man von Interesse an Politik und Politikern bei uns da­mals überhaupt reden konnte –, hieß Gustav Stresemann. Na­türlich bestimmten hier ebenfalls Äußerlichkeiten mein Urteil. Die Wortgewandtheit, Beweglichkeit und Phantasie dieses Mannes schienen mir außergewöhnlich. Er imponierte mir aber insbesondere, weil er sich als Sohn eines Berliner Gastwirts und Weißbierverlegers mit ungeheurer Energie „nach oben“ gear­beitet hatte. Während die Politiker sonst fast immer zu Adels­kreisen und anderen privilegierten Schichten gehört hatten, kamen manche – wie er – aus der Schicht der Gewerbetrei­benden, der auch ich entstammte. Ich wußte, wie schwer sich Handwerker und Gewerbetreibende taten, um ihre Kinder etwas werden zu lassen, vielleicht sogar „etwas Besseres“. Ir­gendwie bewunderte ich deswegen doppelt, wie gerade er Deutschland wieder „salonfähig“ machte, der Zusammenarbeit der Staaten neue Bahnen öffnete.

Die Aggressivität des deutschen Imperialismus

Der Vertrag von Locarno 1925 galt mir dafür als Beweis. Daß darin ein Akt der Kon­frontation gegenüber Moskau lag, sahen wir nicht. Das merkte nur der, der eine entsprechende politische Vorbildung besaß. Tatsächlich enthielt der Vertrag Absprachen und Garantien zwischen Deutschland und den Westmächten, wohingegen er die Grenzen nach Osten nicht festschrieb und damit die allge­meine Richtung für den Fall wies, daß es der deutschen Politik auf eigenem Boden zu eng wurde. Jeder kann heute im Geschichtsbuch eines Schülers nachlesen, welche Stimmen der Vernunft sich gegen diese Politik erhoben. Aber vor solchen Tönen verschlossen wir die Ohren, genauso wie vor der Schalmeienmusik, die ich nicht ausstehen konnte. Selbst das Vokabular der Kommunisten reizte uns. Prolet bedeutete eben ein ungehobelter Kerl.

Politisches Werden und Wachsen

Erst durch unsere Arbeit im Stickstoffwerk, in den Auseinandersetzungen mit ebenso charakterstarken wie beschlagenen Arbeitern änderte sich eini­ges. Ich gewann gute Kameraden und Freunde, die sich Prole­tarier nannten, sah in ihren Umzügen nun nicht nur Herausfor­derung, steckte mir bei Schalmeienmusik nicht mehr die Finger in die Ohren, wenn ich sie auch – man möge mir verzeihen – bis heute nicht so recht lieben lernte. Von einem jungen Mann, geformt wie ich, ließ sich nicht einfach die Farbe abkratzen. Was darunter steckte umzuformen, erforderte einen langen Bildungsprozeß, das ging nicht von einem Tag zum anderen.

Vorurteile und Propagandaschlagworte…

Ich mag auch heute noch keine Leute, die schon immer alles vorher gewußt haben. Ich schleppte nach wie vor eine Menge hergebrachter Begriffe mit mir herum, be­hielt eine Aversion gegen Termini aus dem Marxismus. Bis sie nach und nach abfiel, vergingen Jahre und Jahrzehnte. Wörter wie Kapitalismus und Imperialismus hörten für mich erst nach 1945 auf, Propagandaschlagwörter zu sein und begannen, sich als exakt zu definierende gesellschaftliche Kategorien zu ent­puppen, stufenweise. Der Komperativ dieser Entwicklung lag in meiner Hallenser Zeit, als ich in eigener Regie für den Auf­bau, die Strukturierung und Programmierung unserer Arbeit zu verantworten hatte, der Superlativ dann in Berlin mit dem wei­teren Wachstum des gesellschaftlichen Bewußtseins und mit den Erfordernissen, die sich über meinen Beruf hinaus in den ver­schiedenen Institutionen und Organisationen einstellten.

Die KPD und die politische Massenarbeit

Im Juli 1930 bildete die Kommunistische Partei Deutschlands einen Kampfbund der Kleingewerbetreibenden. Ich las das auf Plakaten. Daß sich diese Leute um so etwas kümmerten, fiel mir auf, weil ich oft genug die wirtschaftlichen Sorgen meines Vaters erlebt hatte. Aber es schien mir auf Stimmenfang hinauszu­laufen. Gesprächsstoff im Kasino oder anderswo war nicht Ernst Thälmann, sondern Hindenburg als vertrauens- und ver­ehrungswürdige politische Gestalt. Mir scheint, ich hatte die meiste Zeit meines Lebens entschieden zuviel Zutrauen zu wichtigen Männern mit seriösem Gehabe, ohne in jedem Fall den letzten Zweck ihres Tuns zu prüfen.

Existentielle Sorgen im Kapitalismus

Da waren die wohlbestallten, mitunter auch sehr wohlhaben­den Freunde des Vaters, zum Teil renommierte Logenbrüder, zu denen ich von Kindheit an aufschaute, die dann aber in der Stunde existenzbedrohender Not nicht im entferntesten daran dachten, uns zu helfen. Die Bank – ihr Leiter war ein Logen­bruder – kündigte die lebensnotwendigen Kredite, obwohl mein Vater allen Zinsverpflichtungen nachgekommen war. Ich eilte – damals junger Assistent – an die Seite meines Vaters und fuhr mit ihm nach Leipzig zur Zentrale des Geldinstituts.

Der Direktor – oder wer es war – schien beeindruckt von dem lei­denschaftlichen Vortrag eines jungen Mannes, der den Bruch von Treu und Glauben, den Verrat anklagte, wie ihn die ältere Generation an meinem Vater übte. Der einflußreiche Mann gab sich gebildet, verständnisvoll, über den Dingen stehend und regulierte die Bagatelle. Das personifizierte Kapital hinterließ einen nachhaltigen Eindruck auf mich. Er hielt sehr lange an. Der Witz an der Geschichte ist, daß in unserem konkreten Fall ausnahmsweise nicht wirtschaftlicher Konkurrenzkampf das väterliche Geschäft zu einem der zahllosen Opfer seines blinden Wütens machen wollte, sondern, soweit ich es erkannte, eine persönliche Intrige. Ein künstlerisch ambitionierter Rivale mißgönnte dem singenden Bäckermeister die stimmlichen Erfolge, und eben jener saß an der entscheidenden Schaltstelle der örtlichen Bankfiliale.

Weltwirtschaftskrise und die NSDAP

1930 stand Hindenburg im dreiundachtzigsten Lebensjahr. Stresemann, dem ich – von den ökonomischen Gesetzmäßigkei­ten nichts ahnend – zugetraut hätte, den Staatskarren aus dem Sumpf der Weltwirtschaftskrise zu zerren, war ein Jahr zuvor einundfünfzigjährig gestorben. Brüning regierte und verband seinen Namen mit den Notverordnungen, denen ich die stän­dige Schrumpfung meines Monatseinkommens verdankte. Im September fanden Reichstagswahlen statt. Hitlers Wählergefolg­schaft schwoll von rund achthunderttausend im Jahre 1928 auf fast sechseinhalb Millionen an. Er schien der kommende Mann.

Die Warnungen der Kommunisten überhört…

Die Regisseure des sich anbahnenden Dramas, die hinter den Kulissen die Fäden führten, übersah ich, Warnungen überzeug­ter Sozialisten und Kommunisten drangen nicht an unser Ohr oder wurden überhört. Wirtschaftlich bedroht, jederzeit künd­bar, bemühte ich mich geflissentlich, erst einmal meine eigene berufliche Existenz zu verankern, selber etwas zu verdienen, ohne im entferntesten Heirat und Aufbau eines Familien­lebens denken, geschweige denn nachhaltig meinen Eltern helfen zu können.

Wie Hitler an die Macht kam…

Als die Weimarer Republik in den letzten Zuckungen lag, sich mir keine Lösungswege zeigten, prominente Politiker einer nach dem anderen stürzten – und das in immer schnellerer Folge –, wirkte der Amtsantritt Hitlers auf mich zunächst wie die Lösung des gordischen Knotens. Den Brand des Reichstages nahm ich zur Kenntnis wie die Zeitung es befahl. Die wirt­schaftlichen Versprechungen, der Bau der Autobahnen, die feste Hand, das, was man in dieser Zeit unter Ordnung verstand, verfehlten ihre Wirkungen auf mich nicht. Tausende Politiker haben inzwischen erklärt, wie es zum Faschismus kommen konnte. Tausende Psychologen haben analysiert, warum massen­haft Antennen ausgefahren waren, die Hitlers Parolen empfin­gen. Zu dieser Masse gehörte ich.

Die „neue Weltordnung“ der Faschisten

Die vermeintliche Ordnung schien zu funktionieren. Es ge­schah etwas, was mir imponierte. Auf der parteilichen Strecke war das anders. Da machten wir sehr bald unsere Erfahrungen mit den verkappten alten Parteigenossen, die nach dem 30. Ja­nuar 1933 offen in der Klinik auftraten, sich benahmen wie die Rüpel und uns – um ihren Jargon wiederzugeben – erst einmal nach Strich und Faden „zusammenschissen“. Geheimrat Stoeckel schrieben sie vor, wen er einzustellen, wen er zu entlassen hatte. Als uns dann klargemacht war, wie es mit der Welt, mit Deutschland, mit jedem „Volksgenossen“ in den nächsten tau­send Jahren weitergehen sollte, hatten sie uns soweit, in der SA gedrillt und dann über diese Truppe Mitglieder der NSDAP, „PG“ zu werden.

Der Krieg und das böse Erwachen

Die Jahre danach verliefen für mich ähnlich wie für Hundert­tausende andere, die damals lebten. Wer überlebte, sah sich tief getäuscht. Die folgende Entnazifizierung empfand ich als Spießrutenlaufen. Ich zog keineswegs sofort die richtigen Schlußfolgerungen aus der eigenen Vergangenheit und für die politische Zukunft. Zuerst verhielt ich mich wie das „gebrannte Kind“. Die Demokratie, die mir vorschwebte, besaß sehr ver­schwommene Konturen. Erst nach und nach legte ich den Man­tel falscher Ideologien ab, der mir in der Jugend angeschneidert worden war. Ich begann, die sozialen Inhalte der nationalen Probleme zu entdecken, Klassenbezüge im Lande und zwischen den Ländern.

Auf der Suche nach einem Neubeginn

Man zeigte viel Geduld und Verständnis, wenn ich meine Erfahrungen und Gedanken politischer Art diskutierte, und das geschah auch mit sehr prominenten Leuten. Ich orientierte mich, war bemüht mitzudenken und – wo es angebracht war – meine Meinung zu sagen, wenn notwendig, kritisch. Niemand nahm mir das übel, im Gegenteil, ich wurde gelegentlich aufgefordert, mich vor hohen politischen Gremien mitzuteilen. In keinem Fall verband sich das etwa mit der Forderung nach irgendeiner Parteizugehörigkeit. Mitunter mußte ich mich sogar sehr hart auseinandersetzen, danke aber für jede dieser persönlichen, freundschaftlichen Hilfen, die ich dabei erfuhr. Die vielen Freunde, die ich auf diesem Wege gewann, antworteten mir, es sei eine Selbstverständlichkeit für sie, die konsequente Geduld der Revolutionäre zu. üben, wenn diese Tugend auch zu den schwersten gehöre.

Mein Leben als Arzt im Sozialismus

Am Ende bestärkte ich selber Mitarbeiter in ihrer Absicht, sich einer politischen Partei anzuschließen, falls sie dafür die Voraussetzungen mitbrachten und es nicht aus Karrierismus, sondern aus ehrlicher Überzeugung taten. Ich erkannte die Bedeutung gesellschaftlicher Vereinigungen, und mir ist auch nicht entgangen, welche Rolle politische Organisationen für die Reifeprozesse eines Menschen spielen können, wie sie progressive Einstellungen und Wandlungen begünstigen. Aber nun war ich so lange parteilos, nun blieb ich es. Außerhalb einer Partei stand ich dennoch nicht außerhalb des Geschehens. Ge­wandelt haben wir uns schließlich alle. Wer sollte sich dem großen Sog eines aufbrechendcn Zeitalters entziehen können? Niemand ist allein. Gerade meine Arbeit im Kulturbund kam einem ständigen Dialog gleich.

Der Sozialismus verändert und bessert die Menschen

Ich kenne Persönlichkeiten, die sich in der NSDAP oder Wehrmacht erheblich engagiert hatten und teilweise nach dra­matischen inneren Konflikten nicht nur zu einer totalen inneren und äußeren Absage an das Falsche gelangten, sondern schließ­lich zu den Triebkräften der neuen, der sozialistischen Ent­wicklung gehörten. Einige von ihnen taten die ersten Schritte in die neue Richtung während der Gefangenschaft, vor allem der sowjetischen, im Nationalkomitee „Freies Deutschland“, in den Schulungen und Diskussionen der Lager. Darüber unter­hielt ich mich mit manchen. Die Vorgänge in ihnen erschienen mir so bedeutungsvoll, daß sie sogar meine medizinische Neu­gier weckten. Wie schafften sie es, aus der zunehmenden geistigen Einengung und der Vergewaltigung des Denkens herauszufinden, dann, äußerlich gefangengenommen, sich inner­lich zu befreien – das nicht unter den einfachsten Bedingun­gen –, zu lernen, die Dinge aus einer ganz anderen Sicht zu sehen, völlig umzudenken, sich zu festigen und zurückzukeh­ren, um als aufbauwillige, vorwärtsdrängende Kräfte ans Werk zu gehen? Ich habe mich immer wieder mit diesen Schicksalen, mit solchen Wandlungen der Persönlichkeit beschäftigt, Vergleiche angestellt, mich an ihnen gemessen.

Die Mitläufer, die Gedankenlosen und die Egoisten

Andere Naturen resignierten nach dem Krieg oder reagierten primitiv, suchten an oberflächlichen Genüssen zu erwischen, was die Gelegenheit bot. Ich bemühte mich, das ebenfalls zu verstehen, Wer derart enttäuscht vor den Trümmern seiner bisherigen Ideale stand, mochte sich schon sagen: Weg mit aller Politik, lebe nur der Stunde! So etwas hatte ich auch nach dem ersten Weltkrieg erlebt. Es waren zeitweilige Randerscheinun­gen.

Klassenstandpunkt auf der Seite des Fortschritts

Keine Entwicklung ist jemals abgeschlossen, und so dauert auch die innere Auseinandersetzung ständig fort. Jedes Ereignis stellt einen vor die Präge, ob der eigene Standpunkt präzise genug ist. Diese stetige Überprüfung verlangt einem viel ab, ganz gleich, in welcher Position man sich befindet. Wir müssen sozusagen aus den Erkenntnissen einer Epoche jeden einzelnen Tag neu gestalten. Deswegen wäre es töricht, wollte uns jemand vorhalten, wir hätten früher dieses oder jenes anders gesagt oder anders gesehen. warum sollten ausgerechnet wir auf einem Erkenntnispunkt stehenbleiben, der womöglich längst überholt ist? Das hieße, ewig mit dem geistigen Holzpflug ackern. Mit­denken heißt den Mut aufbringen, notfalls einmal zu sagen, ich habe mich geirrt, heute denke ich anders über die Dinge und bewege mich auf neuen, besseren, richtigen Bahnen weiter.

Sozialistischer Patriotismus

Was im Beruf, in der Wissenschaft und Forschung als Selbstver­ständlichkeit gilt, muß ebenso in der gesellschaftlichen Entwick­lung zu akzeptieren sein. Erst recht in der Reife meiner Jahre möchte ich nicht erstarren, sondern mitleben und mitdenken, helfen und das Glück genießen, dabeizusein, zuzuhören – aber da, wo ich glaube, noch etwas sagen zu können, auch an­gehört zu werden. So werte ich die ersten fünfundzwanzig Jahres unseres Staa­tes als die wertvollsten für meine gesellschaftspolitische Lebens­entfaltung. Ich, der „nationalistische Patriot“, wurde ein sozia­listischer Patriot und immerhin so viel Internationalist, daß mich das Gemeinschaftsgefühl humanistischer Wissenschaftler mit Kollegen in allen möglichen Ländern verbindet und ich mich sehr gewollt und durchdacht mit den kämpfenden Völkern ver­bunden fühle, die den beschwerlichen, doch beflügelnden Weg zum Sozialismus noch vor sich haben. Deshalb bedeutet mir heute ein Solidaritätsbeitrag, den ich einem Jungen an meiner Tür mit auf den Weg gebe, mehr als irgendeine Spende für irgendeinen guten Zweck.

Meine Heimat – die DDR

Kurzum, ich sehe meinen Platz in dieser Gesellschaft, ich weitete ihn, zutiefst überzeugt vom Nutzen einer solchen Ge­meinsamkeit. Wenn es dafür eines Beweises bedürfte, so würde ich den Kulturbund, insbesondere den Club der Kulturschaffenden nennen. Arbeiterklasse, Bauern, Angehörige der Intelligenz und andere Werktätige sind aufgerufen, sich immer wieder gemein­sam über Macht und Bündnis, über Ziel und Weg in unserem Staat zu unterhalten.

Die Diskussion darüber bietet stets neue Aspekte. Sie kann bei den ständig in Fluß befindlichen Auseinandersetzungen, zum Beispiel über die Frage der neuen, sich aus der Arbeiter­ und Bauernklasse entwickelnden Intelligenz, auch gar nicht zur Ruhe kommen. Dazu ist der Stoff viel zu aktuell, er ist lebendig und macht lebendig. Wer also versäumt, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen, sie gründlich zu durchdenken, geht an einer Grunderkenntnis unserer Epoche vorbei.

Die DDR – ein Staat des Friedens und des Humanismus

Alle in dem Verbündnis haben durch ihre schöpferische Arbeit, ihren Ideenreichtum und ihre Tatkraft einen so großen wirtschaftlichen Aufstieg und ein so hohes Niveau in Wissen­schaft und Kultur begründet, daß selbst erklärte Gegner des Sozialismus dieser Entwicklung ihre Anerkennung nicht ver­sagen können. Der Weg war nicht einfach, er führte – so, wie das Johannes R. Becher oftmals besungen hat – durch Täler, über Berge und zwang zu manchem Umweg.

Mein Beruf als Arzt im Sozialismus – Glück und Verpflichtung

Auf dem für die Gestaltung und Entwicklung unserer Ge­sellschaftsstruktur so entscheidenden Gebiet wie dem Bildungs­wesen wurden vorher bestehende Privilegien beseitigt und die soziale Zusammensetzung der akademischen Kader grundsätz­lich verändert. Damit und durch die bewußte Förderung der Arbeiter- und Bauernkinder sowie eine geduldige ideologische Erziehungsarbeit entwickelte sich eine mit der Arbeiterklasse, ja allen Werktätigen eng verbundene sozialistische Intelligenz, die medizinische eingeschlossen. Hier liegt eine der Quellen für die tiefe Verwurzelung der Medizin, ihrer Aufgaben und Forderungen in unserer Gesell­schaft, für das Echo, das ihre Maßnahmen finden, für die Ver­tiefung des Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient, für die innere Verpflichtung des Arztes und Wissenschaftlers in unserer Gesellschaft, stets die Ergebnisse medizinischer For­schungsarbeit uneingeschränkt und unabhängig von ihrem öko­nomischen Aufwand kostenlos jedem einzelnen zugute kommen und damit dem Wohl und der Gesundheit des ganzen Volkes dienen zu lassen. ·

Hohe wissenschaftliche Ideale

Die Profilierung unserer medizinischen Wissenschaft und Forschung, die Entwicklung und Vertiefung ihrer praktischen Auswirkungen können nicht losgelöst von der allgemeinen Wissenschaftsentwicklung, nicht isoliert für sich, sondern nur in dem großen Zusammenhang mit unserer gesellschaftlichen Ent­wicklung überhaupt gesehen werden. Hier verkörpert sich die untrennbare Einheit zwischen progressiver Wissenschaftspolitik und der Notwendigkeit, Frieden, Demokratie und Sozialismus in der Welt zu entwickeln und zu sichern. Sozialismus ist nicht nur Freund, auch nicht lediglich För­derer der Wissenschaft, er ist Wissenschaft selbst. Daraus resul­tiert, daß die ideenreiche und wirkungsvolle Arbeit der Wissen­schaftler eine emlnente politische Bedeutung für die Weiter­entwicklung der sozialistischen Gesellschaft in unserer Republik besitzt, und nicht nur dort.

Das sozialistische Gesundheitswesen der DDR

Angesichts des besonderen Stellenwertes, den der Wissen­schaftler in unserem Staat erhält, war es mir ein Bedürfnis, als Präsident des Rates für Planung und Koordinierung der medi­zinischen Wissenschaft beim Ministerium für Gesundheitswesen der Deutschen Demokratischen Republik anläßlich einer Über­sicht über fünfundzwanzig Jahre erfolgreicher Wissenschafts­politik in der Medizin zum Wohle unserer Bürger zu erklären:

„Es geziemt sich, die hohe Wertschätzung unserer wissen­schaftlichen Arbeit durch die Führung der Sozialistischen Ein­heitspartei Deutschlands, unseres Staates und unserer ganzen Gesellschaft, das große Verständnis für unsere Probleme und das Vertrauen, das uns stets entgegengebracht wurde, dankbar anzuerkennen. Die Bilanz, die wir ziehen, ist zugleich die Bilanz unseres persönlichen Wirkens und Erlebens. Jeder hier im Saal, unabhängig, wie alt er ist, wie gewichtig und bedeutsam sein persönlicher Anteil am Zustandekommen des Erreichten, jeder war. Mitstreiter und ist auch Teilnehmer am Erfolg. Und er soll sich dessen freuen. Aber es wäre verhängnisvoll, wenn er sich jetzt ausruhen wollte. Er trägt weiter mit Verantwortung und muß sich ebenso in der Zukunft aufgerufen fühlen, an seinem Platz seine· Pflichten zu erfüllen und dafür seine ganze Kraft einzusetzen. Er sollte sich ein Beispiel an jenen Männern neh­men, die als konsequente Antifaschisten von Anfang an Weg­bereiter des gesellschaftlichen Fortschritts in der Medizin der DDR waren, die keine Mühe scheuten, ihre Kollegen von der Richtigkeit des eingeschlagenen Weges zu überzeugen und sie für eine aktive Mitarbeit zu gewinnen.

Keiner von uns – die Jungen, die in diesem Staat aufge­wachsen sind und in ihm gefördert wurden, und die Älteren, die sich erst nach oft lang dauernden, zum Teil sogar schwierigen inneren Auseinandersetzungen zu ihm bekannten – stellt heute in Abrede, daß die tief gehenden gesellschaftlichen Veränderun­gen, die wachsende Verbundenheit zur Arbeiterklasse und allen Werktätigen, daß nicht zuletzt auch die Vertiefung der kolle­gialen Bindungen zur Sowjetunion sein Denken und Handeln in vielfältiger Weise geprägt und verändert haben.

Die Partei der Arbeiterklasse wahrte immer das Prinzip, die Wissenschaftler nicht zu bevormunden und ihre Arbeit hochzu­schätzen. Die Repräsentanten und Funktionäre der führenden Kraft. stützten sich auch in schweren Zeiten und komplizierten Situationen auf den Rat der Wissenschaftler, griffen deren Vor­schläge. auf. So festigte sich das Bündnis zwischen Arbeiter­klasse und·. Intelligenz, bestand seine Bewährungsprobe und wurde zur heute selbstverständlich erscheinenden Grundlage eines stabilen wissenschaftlichen Fortschritts. Aus dieser Einheit von Parteilichkeit und Wissenschaft leiten wir unsere Verpflich­tungen ab, erwächst die große Verantwortung, die uns Wissen­schaftlern in diesem Staat übertragen ist.

Man kann nicht über die Entwicklung des Gesundheits­wesens und der medizinischen Wissenschaft in der Deutschen Demokratischen Republik· sprechen, ohne noch einmal die außerordentliche Förderung hervorzuheben, die unsere Bemü­hungen durch die Sowjetunion und die befreundeten sozialisti­schen Länder erfahren haben. Die sowjetischen Freunde schufen die äußeren Bedingungen, die es unserem Volk ermöglichten, den Weg zur sozialistischen Gesellschaft zu beschreiten, sie leisteten in allen Phasen der Entwicklung uneigennützige Hilfe und Unterstützung, vermittelten ihre großen Erfahrungen beim Aufbau der neuen Gesellschaftsordnung, aber ebenso auf dem Gebiet der Medizin.“

Quelle: Helmut Kraatz „Zwischen Klinik und Hörsaal“. Ein Frauenarzt sieht sich in seiner Zeit. Verlag der Nation Berlin (DDR), 1978, S.364-375. (Zwischenüberschrift eingefügt, N.G.)


HK1Am 6. 8. 1902 in Wittenberg als Sohn eines Bäckermeisters geboren, besuchte Helmut Kraatz das Gymnasium und studierte in Heidel­berg, Halle und Berlin. Nach Zwischenstationen, u. a. einer Reise als Schiffsarzt bis Indonesien, wurde er Oberarzt an der Berliner Univer­sitäts-Frauenklinik unter Geheimrat Stoeckel. 1949 zum Direktor der Universitäts-Frauenheilkunde Halle berufen und 1950 zum Dekan der Medizinischen Fakultät gewählt, führte ihn am 1951 ein neuer Ruf als Direktor der Universitäts-Frauenklinik nach Berlin zu­rück. Seit 1950 in leitenden Positionen leidenschaftlich für den Auf­bau des sozialistischen Gesundheitswesens engagiert und über die Emeritierung hinaus tätig, fand er internationale Anerkennung und wurde mit höchsten staatlichen Auszeichnungen geehrt.

ProfKraatz


Anmerkung: Mit der feindlichen Übernahme der DDR durch die imperialistische westdeutsche Bundesrepublik wurde das Gesundheitswesen der DDR völlig zerschlagen und kommerzialisiert. Die Ergebnisse der medizinischen Forschung, die Institute und wissenschaftlichen Einrichtungen wurden annektiert und den Interessen der kapitalistischen Wirtschaft untergeordnet. Dabei kam es zu einer Machtübernahme durch den pharmazeutischen-industriellen Komplex und zur schrittweisen Aushöhlung und Plünderung des DDR-Versorgungssystems. Alles muß sich rechnen! – lautete die Devise, mit der ein systematischer Abbau und die Schließung von Krankenhäusern und Polikliniken betrieben wurde. Einige wenige Krankenhauskonzerne beherrschen heute den Gesundheits-„Markt“ in der BRD.  Die Pharmakonzerne überschwemmten den Markt mit ihren patentierten und oft unnötigen Präparaten. Die medizinische Forschung mutierte zur „Apparate-Medizin“ und die Mikrobiologie wurde zum Nährboden für die militärische Waffenproduktion. Derzeit werden durch eine betrügerisch gefälschte „Pandemie“ nicht nur mit PCR-Tests und Mund-Nasenschutz-Masken, sondern auch mittels genetisch manipulierter, unzureichend geprüfter sogenannter „Impfstoffe“ Miliardenprofite kassiert. Die faschistischen Menschen-Experimente der Nazis fanden ihre Fortsetzung im imperialistischen „Gesundheitswesen“ der USA und der BRD. Marionetten-Regierungen in aller Welt folgten dem Diktat einer ruchlosen und profitgierigen „Elite“…

pdfimage  Helmut Kraatz – Mein Jahrhundert als Arzt

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3 Antworten zu Prof. Dr.med. Helmut Kraatz: Aus dem Leben eines Arztes

  1. Hanna Fleiss schreibt:

    Der Weg zur Wahrheit ist nicht einfach. Und wie viele Menschen gab es nach 1945, die diesen schweren Weg gegangen sind wie Dr. Kraatz! Mich würden die Menschen interessieren, die ihm geholfen hatten zu verstehen, dass sein bisheriges Leben ein Irrweg war. Sein Leben beweist, dass die Verhältnisse, unter denen wir leben, sich ändern müssen, damit sich die Menschen ändern. Auch einer, der seine Klasse „verraten“ hat. Das Ethos des Arztes allein reicht eben nicht, um der Mensch zu werden, der die Verhältnisse ändert, unter denen er wirklich Arzt sein kann, der den Kranken helfen kann.

    Ich könnte viel erzählen von dem, was mir heute begegnet ist in meiner gesundheitlichen Situation, ich lasse es. Eines aber weiß ich, dass ich viel Glück haben muss, um einen Arzt zu finden, der mir wirklich helfen will. Und das unter diesen kapitalistischen Bedingungen auch kann. Gesundheit ist im Kapitalismus eine schlechte Ware, erst die Krankheit ist es, die zur „guten Ware“ wird. Da hätte ich einiges anzubieten, dank diesem Staat BRD.

    • Erfurt schreibt:

      Gesundheit ist im Kapitalismus eine schlechte Ware, erst die Krankheit ist es, die zur „guten Ware“ wird.

      Genau! Und tatsächlich befeuert der Schweinestaat die ganzen Spekulationsgeschäfte mit Intensivbetten, Impfstoffen, Coronatests, medizinischem Gerät usw.

  2. Erfurt schreibt:

    Das ist interessant. Zu lesen wie die Ereignisse von 1914 bis 1945 bei den Menschen angekommen sind. Grundhaltung: Verwirrung, Parlament: Gerede, Hitler: Der Mann aus dem Volke. Genauso steht es in Mein Kampf, Eins zu Eins kam das bei den Menschen genauso an. Und ganz genauso ist das heute!

    So glauben die Meisten unter uns, daß die Ziele von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen darin bestehen, Menschen zu pflegen und Menschen gesund zu machen. Und daß höhere Benzinpreise und Abgasnormen für Autos etwas mit Klimaschtuz zu tun hat. Komischerweise klasifizieren sämtliche EURO-X-Normen gar keinen CO2-Ausstoß (schauen Sie selbst nach!).

    Und wenn sich der Bund zu 70% und das Land NRW zu 30% an der Umstellung von Koks auf Wasserstoff beteiligt, freuen sich alle, weil die Politik was tut. In Wirklichkeit, und das sagen ja genau diese Zahlen auch, kostet das die Stahlunternehmer keinen einzigen Cent. Abgesehen davon daß man bei der Stahlerstellung gar nicht auf Koks verzichten kann, weil man den Kohlenstoff braucht.

    Selber denken lernen braucht halt seine Zeit. Und das sagt dieser Artikel auch. Danke!

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