Hanns Maaßen: Die Messe des Barcelo

SpanienSpanien 1939 – unmittelbar nach dem Bürgerkrieg. Im Land wüteten die Franco-Faschisten. Sie unterdückten die Bevölkerung mit brutaler Gewalt. Doch drei Jahre Volksherrschaft sind aus dem Bewußtsein der Menschen nicht durch noch so scharfen Terror zu verdrängen. Viele der ehemaligen republikanischen Soldaten sind als Partisanen in die Berge gegangen oder kämpften in der Illegalität weiter. Dieses spannende Buch, das der ehemaligen Spanienkämpfer Hanns Maaßen [1] mit Liebe und Sachkenntnis schrieb, hilft das Geschehen auf der Iberischen Halbinsel damals und heute besser zu verstehen. Der Autor wurde für sein Buch „Die Messe des Barcelo“ 1957 mit dem Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste der DDR ausgezeichnet.

Der Herr auf diesem Ödland,
der die Wälder niederbrannte,
weil für ihn die Aschenreste
als Kriegsbeute noch lohnten,
des‘ arme Nachfahren ziehn
durchs Land hin als Verbannte;
der Sturm nahm ihnen allen
die Früchte von Generationen.
Antonio Machado (1874-1939)

Ein Gespräch mit dem Botschafter der USA in Spanien:

Mister Ruppert: „Was wollen Sie, soll ich für Sie tun?“

Don Raimundo: „Die republikanische Bewegung wäre Ihnen zutiefst verpflichtet, wenn Sie sich für die Opfer der Septemberunruhen verwenden würden. Ich bin überzeugt, daß, wenn Sie sich mit dem Prestige des demokratischen Amerikas für die Gefangenen und Verurteilten einsetzen, das Schlimmste verhütet werden könnte. Dessen bin ich sicher.“

Mister Ruppert ließ seinen Blick zum Fenster hinaus über die regengepeitschte Avenida und die Ria schweifen…

Don Raimundo: „Glaubten wir doch, daß es nur des Anstoßes bedurfte, um die Diktatur auf der Halbinsel zu stürzen, und konnten uns nicht vorstellen, daß die Alliierten es Franco gestatten würden, sich gegen den demokratischen Aufstand auch nur zur Wehr zu setzen, geschweige denn, ihn niederzuknüppeln…“

Mister Ruppert: „…den kommunistischen Aufstand“, verbesserte Ruppert mit Nachdruck.

Es war, als hätte er Wasser auf siedendes Öl geschüttet. „Wir kämpften für die Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Zuständer“, ereiferte sich der Spanier, „Wie sie bis zum Sturz der Republik im Jahre neununddreißig bestanden. Auch die Guerillos erhoben sich für dieses Ziel und kein anderes ihre Waffen, Mister Ruppert. Sind Sie denn in diesem Krieg nicht auch England und Anmerika mit der Sowjetunion verbündet?“ fragte Raimondo Contas mit tiefem Erstaunen. …

Mister Ruppert: „…kann ich als amerikanischer Konsul meine Regierung nicht dadurch kompromittieren, daß ich mich für Aufständische einsetze…“

Don Raimondo: „Dann betrachten Sie also die Diktatur der Falange als ein der amerikanischen Demokratie befreundetes Regime?“ fragte er mühsam beherrscht. – „Im diplomatischen Sinne, ja“, entgegnete Ruppert seinem Besucher ungeduldig….


Soweit ein Ausschnitt aus dem Buch „Die Messe des Barcelo“ von Hanns Maaßen. Und zum Schluß lesen wir noch, wie die „Aufständischen“, die von den neuen Machthabern in Spanien ins Gefängsnis geworfen worden waren, selber darüber denken:


Soviel die Guerilleros auch in die Neueingelieferten dran­gen, über die Einheiten ihrer Brigade sollten sie nichts Wei­teres in Erfahrung bringen. Es erfüllte die Verurteilten mit grimmiger Freude, zu wissen, daß offenbar sowohl Levantos‘ als auch die anderen Einheiten, von denen sie sich am Rio Ara­gon getrennt hatten, der Verfolgung entkamen und ihr eigenes Opfer darum nicht vergebens war. Diese Gewißheit vermittelte ihnen eine tiefe Genugtuung, angesichts des bitteren Endes, dem sie entgegengingen. Nicht der Tod an sich war schrecklich, schrecklich war nur das sinnlose Sterben. Da es aber nicht das dumpfe Leben war, welches sie gelebt, sondern das bessere, wofür sie gekämpft hatten, das dem Tode Inhalt gab, wußten sie, wofür sie sterben würden. Sie waren seltsam aufgewühlt und angeregt.

„Wie hatte es unser unvergeßlicher Antonio Machado [2] gesagt, bevor er sich im französischen Konzentrationslager zum Ster­ben niederlegte?“ fragte Manrique und rezitierte mit Emphase:

„…und liegt das Schiff im Hafen
zur letzten Fahrt parat,
dann werdet ihr mich finden,
bereit zur großen Reise,
mein Sturmgepäck zur Seite,
fast nackend wie Janmaat.“

„Und dann begruben sie ihn, nur in ein Baumwolltuch ge­wickelt, im Sand der Dünen“, setzte Aguirre unaufgefordert fort.

Der berühmte spanische Lyriker Antonio Machado starb in einem französischen KZ

„Er hatte im Bürgerkrieg den baskischen und katalonischen Feldzug mitgemacht und war Anfang neununddreißig mit den Resten der republikanischen Armee über die Pyrenäen gespült worden. Mit Antonio Machado hatte er das Elend der fran­zösischen Flüchtlingslager geteilt, bevor er zu den Guerilleros kam.

„Das Tuch, das wir ihm mit ins Grab gaben, war ein beson­deres Opfer, weil wir jeden Fetzen als Zudecke und zum Zelt­bauen bitter benötigten, denn es ist kalt in den Nächten am Mittelmeer, und am Tage machte uns der Sandsturm zu schaf­fen. Sonst bedeckten wir dem toten Kampfgefährten nur mit einem Taschentuch das Gesicht, ehe wir ihn mit Treibsand zu­warfen. Aber für Spaniens größten Lyriker bereiteten wir ein Ehrengrab. Die Decken, in die wir seinen Leichnam hüllten, waren zwar verlaust wie alle Decken und auch die Menschen in diesem Lager, aber sie schützten ihn wenigstens vor der direkten Berührung mit dem Sande, der Tote und Lebende gleichermaßen zudeckte.“

Erinnerungen an den spanischen Bürgerkrieg gegen das faschistische Franco-Regime

So sprachen sie über die Toten der letzten zehn Jahre, die Kameraden, die vor Las Rozas und Arganda, am Ebro und Segre und in Saint Cyprien und Archeles geblieben waren. Nur ihr eigener Tod schien sie nicht zu berühren. Sie sprachen vom Leben und Sterben aus einer anderen Zeit, der heroischen, wie sie sie nannten und in die sie die Gegenwart nicht mit ein­bezogen.

An der Schwelle einer neuen Zeit, die sie nicht mehr erleben würden…

Aber es war nicht Flucht in die Vergangenheit, son­dern sehnsüchtige Erinnerung und das Verlangen nach ihrer Wiederkehr, nach ihrer endlichen Vollendung. So betrachteten sie ihr eigenes Leben nur im Spiegel des großen Umbruchs, den sie zwar kämpfend durchschritten, dessen Saat sie aber nicht mehr aufgehen sehen sollten. Sie waren geneigt, ihren Weg durch den brennenden Aragon als den Widerschein des großen Feuers der Jahre sechsunddreißig bis neununddreißig zu sehen, und fühlten doch, daß sie an die Schwelle einer neuen Zeit ge­rührt hatten. Das Alte war unwiederbringlich dahin, wie ihr abgeschlossenes Leben. Sie hatten für eine andere, lichtvollere Zukunft die Waffen ergriffen, eine Zukunft, von der sie zwar wußten, wie sie sie gestalten wollten, die sie aber dennoch nur ahnten…

Die Verzweiflung eines tapferen Freiheits-Kämpfers, der für die spanische Republik gekämpft hatte…

Als Don Jaime, der zum Besuchsempfang hinausgerufen worden war, in die Zelle zurückkehrte, herrschte Schweigen unter den Gefährten. Schweigend setzte er sich zu ihnen; um nichts in der Welt hätte er jetzt sprechen können. Als er aber die fragenden Blicke seiner Zellengenossen auf sich gerichtet fühlte, schluchzte er auf und vergrub den Kopf in seine Hände. Der ergraute Mann, der so selbstlos und tapfer den September­aufstand begrüßt hatte, zerbrach an der Enttäuschung, die ihm die Mitteilung über den negativen Ausgang der Bilbaoer Ver­handlungen bereitete. Den Zusammenbruch des Aufstandes er­trug er mit Würde, wie er auch das Ende der Republik ertragen hatte. Vorübergehende Niederlagen konnten Don Jairne nicht dazu bewegen, die Sache der Freiheit zu verlassen. Daß sie aber verlassen wurden von jenem Lande, das er zeit seines Lebens als den Hort der Demokratie angesehen hatte, erschütterte ihn in seinem Innersten. „Draußen gibt man uns auf“, stöhnte er, als Manrique ihm teilnahmsvoll die Hand auf die Schulter legte. „Jetzt ist alles aus.“

Man muß lernen, die falsche Freunde von den wahren Freunden zu unterscheiden

Manrique aber sah nur den Zusammenbruch des Menschen und erfaßte lediglich die allgemeine Bedeutung seiner Worte. „Es ist falsch, so zu reden, Don Jaime“, antwortete er, ihm Mut zusprechend. „Auch nach der Niederschlagung des General­streiks vierunddreißig und fünf Jahre später nach dem Siege Francos sprachen viele so; und dennoch: haben wir uns nicht im September wieder erhoben? Aus ist es nur, wenn wir uns selber aufgeben“, sagte er überzeugt.
Don Jaime hob den Kopf, sah Manrique in die Augen und erkannte, daß er ihm nicht alles sagen konnte, was ihn nieder­drückte. Er fragte nur: „Aber wenn man von den besten Freun­den verlassen wird, ist das nicht gleichbedeutend mit dem Ende, Manrique?“
„Nein“, widersprach jener, „nicht die besten Freunde sind es, die uns in der Not verlassen, sondern nur die falschen. Not lehrt uns zwei Dinge: Unsere wahren Freunde erkennen und auf die eigene Kraft vertrauen.“

Waren wir alleine nur zu schwach?

Don Jaime nahm aber nur die erste der beiden Lehren an, weil er sie durch die persönliche Erfahrung der letzten Wochen bestätigt fand. Daß die eigene Kraft der unterdrückten repu­blikanischcn Bewegung jedoch stark genug sein könnte, die verhaßte Diktatur zu stürzen, daran zweifelte er heute mehr denn je. „Hat nicht gerade die Niederlage der September-Be­wegung gezeigt, daß wir allein zu schwach sind, Manrique?“

Aber davon wollte der Guerillero nichts wissen. Mit einer ungeduldigen Handbewegung wischte er den Einwurf des Na­varresers wie eine lästige Fliege weg: „Die Stärke der Diktatur, Don Jaime, das merkt Euch gut, liegt gerade darin, daß wir zuwenig auf unsere eigene Kraft bauten und auf die Hilfe jener hofften, die in Wirklichkeit nicht uns, sondern Franco halfen.“
Er war mit seinem Gesicht so nahe an Don Jaime her­angerückt, daß sie sich beinahe berührten. Er senkte seine Stimme und fuhr mit erregter Eindringlichkeit fort: „Das weißt du ebensogut wie ich, Jaime Gachonda, du ziehst nur die fal­schen Schlußfolgerungen daraus!“

Woraus erklärt sich unsere Niederlage? War es nur der Verrat?

Der Navarreser war überrascht. Aber Manrique erwartete nicht, daß er etwas sagte, und fuhr unbeirrt fort: „Unsere Nie­derlage ist natürlich nicht nur mit dem Verrat Dritter zu er­klären, sondern ebensosehr mit unserer Unfähigkeit, diesen Verrat vorauszusehen, ihm zu begegnen. Gestehen wir es ruhig ein, Don Jaime: Wir haben zuviel von der allgemeinen Lage erhofft, die durch den schnellen Vormarsch der Alliierten ent­standen ist, und dadurch unsere eigenen Vorbereitungen auf den Aufstand vernachlässigt. Du sprachst davon, daß wir zu schwach waren; unsere Schwäche lag darin, daß wir von den Bergen herabstiegen und die Kämpfe nicht mit Arbeiterstreiks an der Nordküste und in Katalonien verknüpften; daß wir die Rebellion nicht in die Regierungstruppen trugen, vor deren Un­zuverlässigkeit die Machthaber in Madrid zitterten.“

Der Feind hatte die Möglichkeit, uns nacheinander zu schlagen…

„Aber es fiel doch kein Schuß vom Fort in Jaca!“ warf Bol­dano ein.
Manrique ließ den Einwand nicht gelten: „Das war lediglich auf die Sabotage einzelner zurückzuführen und nicht etwa dar­auf, daß die Garnison auf unserer Seite stand. Und was war das Ergebnis? Daß das Fort in den Händen des Feindes blieb, was wir teuer bezahlen mußten, als unser Unglück begann. Aber ein Unglück kommt selten allein. Wir haben eine ganze Reihe ernsthafter Fehler gemacht und unsere militärischen Aktionen zerrissen. Das war weniger auf militärische Schwäche als viel­mehr auf eine schädliche provinzlerische Einstellung unserer Einheiten zurückzuführen. Dadurch wurden die einzelnen Auf­standsgebiet voneinander isoliert; der Feind hatte die Mög­lichkeit, sie nacheinander zu schlagen. Du nennst das Schwäche, Don Jaime, aber ich sehe die Ursachen dieses Zustandes und sage daher, daß er nur das Resultat unserer Fehler war, daß wir aber riesenstark sein werden an dem Tage, da wir sie end­lich überwunden haben.“

Niemals haben wir widerstandslos die Fremdherrschaft ertragen!

Don Jaime schüttelte ungläubig den Kopf. „Uns steckt die Anbetung der Spontaneität zu tief in den Knochen, als daß wir sie je überwinden könnten.“
„Aber haben wir sie nicht schon oftmals überwunden?“ fragte Manrique den Zweifler und entwarf ein Bild von der Kurz­lebigkeit aller Diktatoren. „Sie haben mit Gewalt und Ge­wehren gegen das Volk regiert, aber geh in den Prado, und du siehst unter den Bildern Goyas jenes von den Erschießungen in der Moncloa. Das war die Zeit, als der Korse gegen die Cortes von Cadiz im Felde stand. Unser Volk erhob sich als erstes gegen die napoleonische Fremdherrschaft, lange bevor Preußen auch nur daran dachte. Das war nicht die bankrotte Monarchie, sondern das waren die ersten demokratischen Re­gungen in unserem Lande. Und sind wir nicht mit der Waffe in der Hand der ausländischen Invasion entgegengetreten, als die Legion Condor und die Schwarzhemdendivisionen dem Franco militärische Unterstützung im Krieg gegen die Republik gaben?

Niemals haben wir widerstandslos die Fremdherrschaft ertra­gen, und wir sollten vor der eigenen Diktatur zurückschrecken? Neun Jahre kämpften wir gegen die Generalsdiktatur Primo de Riveras, wir haben die Monarchie gestürzt und die schwarze Reaktion des Bicnionegro überwunden. Seid sicher, wir werden auch die falangistische Diktatur überwinden. Versteht Ihr, wie ich das meine, Don Jaime? Wir mußten erst unsere wahren Freunde von den falschen unterscheiden lernen. Das war ohne den Septemberaufstand unmöglich. Darum ist er trotz unserer augenblicklichen Nieder­lage die Voraussetzung für unseren endgültigen Sieg!“ […]

Manrique weiß: Hinter diesem blassen Schein steht ein sieg­hafter Morgen, der das Dunkel der Nacht bricht und die Mächte der Finsternis vertreiben wird. Und er schreitet über Berge und Täler, überquert Flüsse und Schluchten und geht durch Städte und Dörfer. Er sieht das Bataillon Levantos und die glorreiche aragonische Guerillero-Brigade marschieren, er sieht Modesto, Listet und Barcelo, die Soldaten des Volks­heeres und die Internationalen, die Bauern und Arbeiter, und unter ihnen den Zug der todgeweihten Kameraden. Er sieht in diesem Augenblick die Augen der anderen auf sie gerichtet, und er ist gewiß, daß ihr Opfer jene nur stärker, leidenschaft­licher und kampfentschlossener macht. Und er fühlt: Man er­faßt den Sinn des Lebens erst, wenn man mitten im Kampfe abgerufen wird, weil man nur dann mit der Erkenntnis vor das Erschießungskommando tritt, dem Leben nicht das Wesentliche schuldig geblieben zu sein. Ein solches Leben aber löscht der Tod nicht aus, weil im Kampfe um die Freiheit keiner allein steht und jedes Opfer weiterlebt und seine Erfüllung findet in den Mitkämpfern!

Quelle: Hanns Maaßen „Die Messe des Barcelo“, Verlag Tribüne, Berlin, DDR, 1977, S.558-575. (Zwischenüberschriften eingefügt, N.G.)


Anmerkungen

[1] Maaßen, Hanns, (* 26.12.1908 Lübeck als Otto Johannes Maaßen in Lübeck; † 23. Juni 1983 in Mahlow) Erzähler, Publizist und Her­ausgeber. Maaßen, Sohn eines Arbeiters, erlernte den Beruf eines Stein­bildhauers; 1928 Eintritt in die KPD, 1931 aktive Beteiligung am Streik der Steinarbeiter in Kiel gegen den Stapellauf des Panzerkreuzers A, daraufhin Maßregelung; danach Redakteur der kommunistischen „Norddeutsche Zeitung“; 1933/34 illegale Widerstandstätigkeit gegen den Faschismus; 1935 Emigration ins Saargebiet, im gleichen Jahr nach Paris; ebd. Herausgabe eines internationalen Gewerkschaftspressedienstes beim Weltkomitee gegen Krieg und Faschismus zur Unterstützung der illegalen Gewerkschaftsarbeit in Deutschland; 1934 Veröffentlichung der Publikationen des schweizerischen „Komitees für Recht und Freiheit“ in Zürich; im spanischen Bürgerkrieg Soldat in der 13. Internationalen Brigade, übernahm dann die Redaktion der Zentralzeitung der Interbrigaden „El Voluntario de la Libertad“; 1938/39 Sprecher des illegalen „Deutschen Freiheits­senders 29,8“; Verhaftung, bis 1946 in spani8schen Gefängnissen und Konzen­trationslagern interniert; nach der Rückkehr Kommentator am de­mokratischen Rundfunk, 1953/66 Chefredakteur der Zeitschrift „Volks­kunst“ in Leipzig; 1968/71 stellv, Chefredakteur des „Sonntag“; lebte als freischaffender Schriftsteller in Kleinmachnow; 1957 Heinrich­Mann-Preis, 1960 Kunstpreis der Stadt Leipzig. – Im Zentrum der li­terarischen Arbeit Maaßens stehen seine Spanien-Erlebnisse. In dem Buch „Die Messe des Barcelo“ (1956) schildert er das „Nachher“ des Spanischen Freiheitskampfes, die Fortsetzung des Widerstandes im spanischen Volk gegen die faschistische Diktatur Francos und die Rolle der „Blauen Division“ im faschistischen Krieg gegen die Sowjetunion. In der literarischen Chronik „Die Söhne des Tschapajew“ (1960) hat Maaßen authentisches Material über das Bataillon der 21 Nationen in den Internationalen Brigaden verarbeitet. Einen wichtigen Beitrag zur Jugendliteratur stellt seine Geschichte um Hans Beimler, „…in der Stunde der Gefahr“ (1971), dar.

Weitere Werke: Volksverbundene Dichtung und Humanität bei Johann Gottfried Herder (1953, Abh.); Der Realismus in Shakespeares drarn. Werk (1953, Abh.); Lieder und Gedichte des Widerstandskampfes (1953, Hg.); Das Lied in der Negerfolklore der USA (1953, Abh.): Über Friedrich Engels‘ ästhetische Auffassungen (1955, Abh.); Die Volkspoesie im span. Bürgerkrieg (1956, Abh.) ; Tu Fu auf dem Wege nach Tschengtu (1963, Es.); Die Kreuzertaufe (1963, En.); Spanien, Land der unerfüllten Sehnsucht (1965, Rb.) ; Odio y Amor. Lyrik und Prosa zum Span. Bürgerkrieg (1966, Hg., zus. mit K.Kormes).

Antonio Machado[2] Machado, Antonio: 1875-1939: führender Vertreter des Modernismus in der spanischen Dichtung. Wegen seiner tiefen Erfassung der philosophischen, politisch-kulturellen und sozialen Probleme seiner Zeit der ,,Unamuno der Poesie“ genannt. Dieser Nachfahre des spätbürgerlichen Realismus in Spanien studierte Philologie in Madrid und Paris. Er verband Tradition und Fort­schritt in der spanischen Poesie zu einer glücklichen Synthese: Seine Gedichte zeigen neben tiefer Verinnerlichung eine fast klösterliche Askese, die bei ihm jedoch nicht religiöser Gefühlsbetontheit, sondern der Skepsis seiner Genera­tion gegenüber den halbfeudalen Zuständen der gesellschaftlichen Verhältnisse seines Landes entsprang. In seiner Dichtung rettete er sich darum auch unter das Volk, wenngleich sie ihm keinen Ausweg zeigte und sich nur in bitterer Kritik erschöpfte. Erst am Ende seines Lebens kam er der Arbeiterklasse näher. Er hat als bürgerlicher Humanist der Republik die Treue bis ans Ende gehalten, ist als 64jähriger mit der Volksarmee 1939 nach Frankreich über­getreten und starb in einem französischen Internierungslager. (Anm. im o.g. Buch, S.581.)

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12 Antworten zu Hanns Maaßen: Die Messe des Barcelo

  1. Hanna Fleiss schreibt:

    Für mich verbindet sich der Spanische Krieg mit Ernst Busch und seinen Liedern. Ich frage mich, wer im Westen überhaupt etwas von diesem Krieg kennt, vermutlich nur die ganz Alten. Wer von ihnen kennt den Namen Hans Beimler, die Internationalen Brigaden auf der Seite des spanischen Volkes gegen den Franco-Faschismus? Ich habe das Buch „Camaradas“ von Erich Weinert durch die Zeiten gerettet und seine Gedichte. Auch er war in Spanien dabei.

    Ich habe eben etwas sehr Merkwürdiges, aber Typisches erlebt. Ich habe mir die Sendung des MDR „Ruderboot“ angesehen, eine Sendung mehr unterhaltsam als kritisch. Rainer Rupp war dabei, und er erzählte von seinem Weg bis zur NATO und warum er für die DDR in der NATO gearbeitet hatte. Was er nicht erzählen konnte, war, dass all diese Leute, die da um ihn herum saßen, im Grunde ihr Leben ihm verdankten. Er hätte das zwar niemals ausgesprochen, aber so verhielt es sich. Die Moderatorin unterbrach ihn abrupt, er durfte das im westdeutschen Fernsehen nicht sagen. Dass nämlich in den Planspielen der NATO allen Ernstes geplant war, Atombomben auf die DDR zu werfen, das hatte er gerade noch sagen können. Es war eine politisch sehr unruhige Zeit, als Rainer Rupp im Auftrag des MfS der Sowjetunion mitteilen konnte, dass die NATO (noch nicht) die sozialistischen Staaten überfallen will, die Welt konnte aufatmen. Die Welt war vorerst um den großen Krieg herumgekommen. Und genau das durfte er im westdeutschen Fernsehen nicht aussprechen. Ich sah das Unverständnis der um ihn herum Sitzenden – ein Ostspion, der gegen „uns“ spioniert hatte! Der Klassenfeind hat sich an ihm gerächt – 12 lange Jahre Gefängnis. Weil er für den Frieden gearbeitet hatte!

    Die Kommunisten, die in Spanien gegen den Faschismus gekämpft haben und ihr Leben gaben, und Menschen wie Rainer Rupp verdienen die Achtung der ganzen friedliebenden Welt. Das dürfen wir niemals vergessen.

    • Harry56 schreibt:

      Hallo Genossin Hanna, dass die NATO den EInsatz von Atomwaffen auch gegen Ziele in der DDR zumindest plante, hat ja auch schon oft der CDUler Willy Wimmer bestätigt!
      Und ganz Selbstverstädlich sollen diese damaligen ungeheuerlichen Planungen im heutige Sttats- TV kein Thema sein.
      Das alles ist unter den heutigen Machtverhältnissen aber auch wieder ganz normal.
      Seit wann übten Sieger jemals Selbstbezichtigungen?

      Soz. Grüße!

      • Thomas Artesa schreibt:

        Richtig lieber Harry und die Arroganz der Macht geht ja heute mit Corona in die neue und nächste Runde. Alles eben wie gehabt!

    • Thomas Artesa schreibt:

      Selbst in Spanien ist noch heute die Gesellschaft gespalten. Jahrzehnte der direkten und jetzt latenten reaktionären Indoktrination haben ihre Spuren hinterlassen. Jedes Jahr werden neue Massengräber gefunden. Dennoch gibt es Menschen in diesem Land, die gegen die politische Anamnese ankämpfen!

  2. Hanna Fleiss schreibt:

    Harry, das ist schon richtig, mir war es ja auch nicht neu, in der DDR war es allgemein bekannt. Aber den Westdeutschen war es nicht allgemein bekannt, sie glaubten ja, sie würden von „vom Russen“ angegriffen, und die NATO verhindert das. Das ist so naiv, dass man es kaum glauben kann. Für die um Rainer Rupp Herumsitzenden war es dem einen oder anderen offensichtlich doch neu. Und es ging ja darum, dass die Aussage ausgerechnet im westdeutschen Fernsehen getan wurde und nicht getan werden sollte. Das musste so, wie es geschah, jeder Dussel mitgekriegt haben.

    Was aber Selbstbezichtungen angeht, so hat Schnitzler gerade sie in seinem „Kanal“ aufgegriffen und den Westdeutschen aufgezeigt. Also Selbstbezichtungen sind schon passiert, sie kamen ja auch gar nicht darum herum, und wer wollte, konnte sie sehen und verstehen. Diese verdammte Realität! Dass sie ihre Machenschaften vor der Öffentlichkeit nicht eingestehen wollen, das ist allerdings die andere Seite. Und wenn es doch mal passiert, dann gibt es eine technische Störung – oder wie in dieser Sendung – wird dem Redner einfach das Wort abgeschnitten. Scheiß Höflichkeit, pfeif drauf – der Kerl hat das Maul zu halten!

  3. Thomas Artesa schreibt:

    Über den Spanischen Bürgerkrieg sind ja ganze Bibliotheken von Büchern geschrieben worden. Das Thema als solches und seine Aufarbeitung oder auch Analyse würde natürlich hier im Forum alle Ketten sprengen. Allein schon durch die Internationalen Brigaden und dem damit verbundenen Klassenkampf hat die DDR von Anfang an die gerechte Historie immer schon aufrechterhalten. Die Lieder der Thälmann-Brigade haben schon die jungen Pioniere gerne gesungen. Das kann und konnte vom Westdeutschen Schulsystem und der bewussten Verdrängung gerechter Befreiungsbewegungen nicht behauptetet werden. Der Spanische Bürgerkrieg war ja ausgesprochen bemerkenswert. Fing er doch mit den Streiks in Asturien – den Dinamiteros oder den Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien oder im Baskenland / Navarra an. Interessant auch die Tatsache, dass neben dem zaristischen Russland, dem Mexiko von Pancho Villa und Emiliano Zapata eben auch Spanien eine große anarchistische Tradition hatte. Solche Volksbewegungen sind dann jedoch oftmals zum Scheitern verurteilt, weil eine straffe Organisation und Disziplin fehlen, die eben nur eine kommunistisch-bolschewistische Partei hervorbringt. Michael Kolzow oder Ludwig Renn sind neben anderen interessanten Teilnehmern des Krieges, wie der wichtige General und spätere Frunse-Vertreter Enrique Lister, der bis zu seinem Tod den Ideen des Marxismus-Leninismus und Stalinismus treu geblieben ist, nur einige Beispiele. Lister hat sich dann auch später nicht vom alternativlosen Eurokommunismus á la Santiago Carrillo korrumpieren lassen!

    Hinsichtlich des Volkswillens spielt jedoch oftmals das Herzblut da eine größere Rolle, als der rationale Kopf. Eine echte Errungenschaft in den Dörfern war aber deren Selbstverwaltung mit jeweils eigenem Dorfgeld – den Vales und dem Denken der Kooperativen. Natürlich hat das dann Franco 1939 sofort wieder platt gemacht und nicht nur die Minen von Rio Tinto oder Asturien den Briten überlassen, sondern auch den deutschen Nazis Málaga als Sprungbrett für Südamerika freigehalten. Welch eine Schande und Demütigung dem hungernden Spanien gegenüber. Pinochet brauchte da nur noch 1973 aus der reaktionären Mottenkiste zu greifen für seine eigene Staatsverrenkung in Chile.

    Als 1936 die ersten Lastwagenkolonnen mit rot-schwarzen Fahnen aus Barcelona an die Front von Aragón fuhren und bei Tardienta die Francohorden erst einmal zum Stillstand brachten, wurde dann eben auch zu viel diskutiert und analysiert über den weiteren Verlauf des Krieges. Ein jeder hatte da seine eigene Meinung. Viele von den ehrlichen Kämpfern zogen dann wieder ab und die Front stagnierte zur Freude der Putschisten und Vaterlandsverräter. Eben das alte Lied! Der Bürgerkrieg hatte das dann ja auch bewiesen, nachdem Buenaventura Duruti gefallen war (Hans Magnus Enzensberger: Der kurze Sommer der Anarchie oder auch Clara und Paul Thälmann: Revolution für die Freiheit etc.) und die FAI (Federación Anaraquista de Iberia) und dann später noch die Trotzkisten der POUM für den straff organisierten Krieg gegen die Faschisten nicht mehr zu gebrauchen waren. Federica Montseny hatte natürlich als Frau und Ministerin der Republik auch so ihre Schwierigkeiten mit den eigenen Leuten.

    Persönlich habe ich über den Spanischen Bürgerkrieg mehrere Bücher und Essays geschrieben. Perfektes Spanisch und Katalanisch ist natürlich die Grundvoraussetzung, um an die eigentlichen Quellen und gezielten Kontakte im Land heranzukommen. Jedenfalls ist das hier ein anderes Thema, könnte aber den einen oder anderen Forumleser zu gegebener Zeit schon interessieren.

    Noch heute findet man in den Wäldern um Tardienta in Aragón viel alten Militärschrott, wenn man mit dem Suchdetektor „bewaffnet durch die Berge zieht. Juan Companys aus Alcarras bzw. Mont-ral bei Prades (Taragona) ist da als Begleitung recht hilfreich, um den einen oder anderen noch lebenden Augenzeugen des Bürgerkrieges ausfindig zu machen. Die letzten Kämpfer für die Unabhängigkeit und gegen den Franquismus waren dann auch die jungen Kerle – der letzte republikanische Volkssturm also: La Quinta del Biberó – La Quinta del Biberón. In Lleida (Lérida) steht endlich vor dem Institut d’Estudis Ilerdencs ein Denkmal, das an diese dramatisch letzte Episode des Krieges erinnert. Nur auf hartnäckige Privatinitiative hin wird nun den letzten Kämpfern des Bürgerkrieges gedacht (Associació per a la recuperació de la memòria històrica de Catalunya (ARMHC).

    Hanns Maasens Buch ist in den 50 er Jahren veröffentlicht worden aus der Sicht eines mitfühlenden Augenzeugens, der nur kurze Zeit Spanien kennengelernt hat. Leider war es ihm später verwehrt, das franquistisch gewordene Spanien noch einmal aufzusuchen. Gerade die kurze Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ließ ja noch einmal Hoffnung aufkommen, dem Franco-Regime doch noch das Maul zu stopfen. Noch bis 1973 steckte den Bauern in den Dörfern die Angst in den Knochen, wenn abends die militarisierte Guardia Civil-Schergen johlend durch die Kneipen zogen. Nicht nur in Torrelavega – Cantabria hatten diese Halunken da so ein kostenloses Bordell, das auch gerne den französischen Touristen vorgeführt wurde. Die Höhlen von Altamira oder Ponte Viesgo und Novalis konnte man 1971 ja noch besuchen, wenn der Chef der nächsten Kommandantur einem gewogen war.

    Eleuterio Sanchez – El Lute: Morgen werde ich frei sein, zeigt einmal mehr, dass noch bis tief in die 60er Jahre ganz Spanien von bitterer Armut und Unterdrückung geprägt war neben echten Slums in Madrid, Sevilla, Bilbao oder Barcelona. El Lute wurde auch sehr authentisch verfilmt mit dem Schauspieler Imanol Arias. Bereits im DDR-Fernsehen ritt der Bandolero Curro Jiménez über die Leinwand zur Zeit Napoleons, als schon damals Despotie und Unterdrückung im Land herrschten. Der Faschismus und seine beinharte Diktatur lassen auch heute noch keine historisch gerechte Arbeit oder Organisation der Gewerkschaften und den Kampf gegen das Monopolkapital aufkommen. Jahrzehntelange reaktionäre Indoktrination mit der heutigen neo-faschistischen Partei VOX bzw. PP oder Ciudadanos bilden da eine verknöcherte Front gegen PODEMOS oder PSOE. Bereits der „Sozialist“ und spätere Advokat für die reaktionärsten Kräfte in Venezuela – Felipe Gonzalez hatte sich 1982 der NATO an den Hals geworfen!

    Jedenfalls genau wie im Griechischen Bürgerkrieg wurde auch das spanische Volk dann von den „Demokraten“ und den westlichen „Friedensaposteln“ aufs Schändlichste betrogen. Die USA wollten nur ihre Militärbasen in Westeuropa für deren Bomberflugzeuge gegen die Sowjetunion und Franco war da der ideale Limpiabotas oder auch Stiefelknecht. Vorher hatte sich bereits Frankreich unter ihrem Sozialisten Léon Blum selbst ins eigene Knie „geschossen“, als dann Hitler einmarschierte. Noch so ein Treppenwitz der Geschichte! Das kennen wir ja alles schon bis zum Abwinken.

    Was war geschehen für den geneigten Leser, nachdem die Flüchtlinge bei La Jonquera die katalanisch-französischen Grenze überquert hatten? Die Sammellager, Internierungslager oder besser wohl Konzentrationslager in Gurs, Saint Cyprien, Argelès sur Mer etc. sollten da nur die trügerische „Abendstimmung“ für den Abtransport durch die Vichy-Regierung der Republikaner Spaniens nach Sachsenhausen, Dachau oder Auschwitz sein. Der internationale Faschismus machte auch vor den Spaniern keinen halt. Welche Schande, die auch heute noch kaum erwähnt wird!

    Frage hierbei: Hängt die Erinnerungstafel an die republikanischen Spanier noch in Sachsenhausen? In Auschwitz ist ja versucht worden, das Angedenken an die republikanischen spanischen Gefangenen zu tilgen. Die Zionisten haben da wieder einmal die Geschichte für sich vereinnahmt. Habe ich selbst erlebt und auch andere mit Zorn und unterdrückten Tränen in den Augen!

    Nach dem Bürgerkrieg schlossen sich viele republikanische Spanier dem französischen Widerstand an und kämpften gegen die Nazihorden. Fast die Hälfte – die erfahrensten und entschlossensten Kämpfer im Widerstand von Toulouse bis Calais, kamen da aus Spanien! 1945 formierte sich dann der spanische Widerstand erneut und kam als El Maquis die pyrenäischen Berge herunter, um dem Franco die Stirn zu bieten. Bevor der Tunnel gebaut wurde und das Val D’Aran als sprachlich gaskonischer Teil Kataloniens der Welt angeschlossen werden konnte, formierte sich hier die neue Front des Widerstandes. Bis 1960 sollte das Land nicht zur Ruhe kommen. In Viehla und den angrenzenden Skipisten von Baqueira-Beret hat heute die Bourbonische Königsfamilie eines ihrer Feriendomizile. Jahrelang kamen die Widerstandskämpfer immer noch von den Bergen der Pyrenäen herunter und führten ihren hoffnungsvollen Kampf gegen die neuen franquistischen Herren im Land. Auch viele Frauen standen entschlossen an der Seite ihrer Männer und zeigten somit ihr Menschenrecht der Gleichberechtigung, wie es eben nur im wahren Sozialismus anzutreffen ist! Manuel Villar Raso liefert da ein authentisches Zeugnis des echten antifaschistischen Freiheitskampfes bis 1960 und darüber hinaus. La pastora: El Maqui Hermafrodita (Teresa Pla Messenguer) musste diesen Kampf später mit 17 Jahren in Francos Gefängnissen bezahlen.

    Auch André Malraux war direkter Augenzeuge der Kämpfe im Spanischen Bürgerkrieg in Madrid, Aragón und Katalonien. Ein bemerkenswerter Film ist entstanden: L’Espoir von 1937 – Die Hoffnung, der noch heute in seiner kühlen Distanziertheit gerade dadurch so sehr mit erschütterlicher Eindringlichkeit und Einfachheit den Betrachter verstummen lässt. Wer heute die Ruinen von Belchite oder auch den nahen Ort von Quinto mit eigenen Augen gesehen hat, der wird in lauer Sommernacht bei Kaffee oder einem kühlen Getränk nur schwer seine Gedanken ausblenden können – Sic.

    • sascha313 schreibt:

      Bite keine solchen überlangen Kommentare!

      • Thomas Artesa schreibt:

        Ist mir selber auch danach aufgefallen! Das Thema ist mir nun mal wichtig. Dennoch – schön von Dir lieber Sascha, dass Du es nicht gestrichen hast. Bist eben doch ein ganz netter Mensch und politisch aktiver Zeitgenosse mit der richtigen Einstellung im Leben. Wie gesagt – das ist heute auch nicht mehr so selbstverständlich. Also – Danke noch einmal und bleibe uns erhalten mit Deinen interessanten Beiträgen gegen die alltägliche Geschichts-Amnesie. Mit einem warmherzigen sozialistischen Gruß.

      • sascha313 schreibt:

        Lieber Thomas, das muß schon ab und zu mal sein. 😉 Ein Vorschlag: Du könntest gerne die bisherigen Texte übernehmen und woanders erneut reinstellen. Dann bliebe Dir die Möglichkeit unbenommen, darauf aufbauend eigene Texte hinzuzufügen – je öfter, desto besser! Deiner Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Was hältst Du davon?

    • Harry56 schreibt:

      Sehr interessante und wichtige Details, aber als bloßer Kommentar einfach zu lang!

      Soz. Gruß!

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