Die dubiose und korrupte „Impfstoff-Forschung“ in Rußland

Eine journalistische Recherche ergab: Der russische Entwickler des Impfstoffs gegen Coronaviren hat es in 11 Jahren nicht mal geschafft, einen einzigen Vektorimpfstoff herzustellen.

PressedienstDie Zeitschrift „Fontanka“ führte eine journalistische Untersuchung der Tätigkeit des Forschungszentrums „Gamalei“ durch – des russischen Entwicklers eines Coronavirus-Impfstoffs. Im Ergebnis wurde festgestellt, daß nicht einer der vier zuvor entwickelten vektorbasierten Impfstoffe genutzt werden konnte. Wie die Zeitschrift herausfand, endete einer der ersten Versuche des Forschungsinstituts für Epidemiologie und Mikrobiologie, das benannt ist nach dem verdienstvollen Akademiemitglied N.F. Gamalei, einen Grippeimpfstoff nach der Vektormethode zu entwickeln, mit einem Strafverfahren.

Der erste Impfstoff hat die klinischen Prüfungen seit 2015 nicht bestanden

Im Jahr 2009 schloß „Rosnano“ (ein 2011 durch Reorganisation gegründetes russ. Nanotechnologie-Unternehmen – d. Übers.) einen Vertrag über die Herstellung von drei medizinischen Präparaten ab, darunter der Grippeimpfstoff „AdeVac-Flu“ («АдеВак-Флю»). Der Antrag auf Finanzierung des auf 1,6 Milliarden Rubel geschätzten Projekts wurde von dem in Moskau ansässigen Forschungsinstitut für Epidemiologie und Mikrobiologie, benannt nach dem Ehrenmitglied der Akademie N.F. Gamalei, bei „Rosnano“ eingereicht. Dessen Leiter, Alexander Ginzburg, war Mitglied des wissenschaftlich-technischen Beirats des Unternehmens.

Nach Angaben von „Fontanka“ wurde das wenig bekannte Unternehmen „NTPharma“ als Vertragspartner ausgewählt, während das Gamalei-Forschungsinstitut die Rolle des Mitbetreibers und Kurators des wissenschaftlichen Programms behielt. Wissenschaftlicher Leiter von „NTPharma“ wurde Boris Narodizki, die rechte Hand von Alexander Ginzburg.

Ein Diebstahl von 400 Millionen Rubel (= 4,6 Mio €)

Elf Jahre später, im Januar 2020, endete das Projekt mit einem Urteil des Choroschewsker Bezirksgerichts in Moskau wegen Diebstahls von über 400 Millionen Rubel von der „Rosnano“ Gesellschaft. Das Unternehmen erbte von dem Projekt die Grundlagen eines Pharmaunternehmens in der Nähe von Jaroslawl und nicht zugelassene Präparate. Der Impfstoff „AdeVac-Flu“ befindet sich seit 2015 in der klinischen Erprobung und ist noch immer nicht zugelassen.

Die Vektormethode

Zu Beginn der 2000er Jahre experimentierten Wissenschaftler in aller Welt mit Adenoviren. Sie rufen beim Menschen leichte Erkrankungen der Atemwege hervor. Aus dem Adenovirus werden die für die Vermehrung verantwortlichen Gene entfernt. So wird er zu einem bloßen Transporteur, einem Vektor. Anstelle der entfernten Gene wird das Protein eines anderen Virus eingefügt. Bei der Injektion in den Organismus gibt das Adenovirus das Protein an menschliche Zellen ab, die darauf mit einer Immunreaktion reagieren müssen. Die Vektormethode wurde für das Forschungsinstitut „Gamalei“ zur wichtigsten Grundlage.

Der zweite Versuch, einen Grippeimpfstoff zu entwickeln

Den zweiten Versuch, einen Grippeimpfstoff auf der Grundlage der Vektormethode zu entwickeln, unternahmen die Wissenschaftler des Forschungsinstituts „Gamalei“ Mitte 2010. Die Ermittlungen haben ergeben, daß der Impfstoff „GamFluVac“ («ГамФлюВак») nie auf den Inlands- und Weltmarkt vorgedrungen ist. Das Gesundheitsministerium hatte bislang keinen Grund, den Impfstoff als sicher einzustufen, und registriert ihn nicht. Die klinischen Versuche laufen schon seit zwei Jahren. Diese werden im Rahmen von zwei Verträgen im Wert von 45 Millionen Rubel mit dem Institut „Gamalei“ vom „Burdenko“-Militärkrankenhaus durchgeführt. Die Forschungsarbeiten sollten voraussichtlich bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Ein Impfstoff gegen Ebola

Den dritten Versuch, einen vektorbasierten Impfstoff zu entwickeln, unternahm das Gamalei-Institut im Jahre 2014, als sich in Afrika die Ebola-Epidemie ausbreitete. Im Februar 2016 kündigte Wladimir Putin die Zulassung eines russischen Präparats gegen den Ebola-Virus an. Wie die Zeitschrift „Fontanka“ berichtet, hat diese Ankündigung für viel Aufsehen gesorgt. Denn bis dahin war es niemandem gelungen, einen Impfstoff zu entwickeln.

Die Gesundheitsministerin präsentiert…

Die Gesundheitsministerin Weronika Skworzowa präsentierte in Genf zwei Arten von Substanzen von Gamalei-Wissenschaftlern – „GamEvac“ («ГамЭвак») und „GamEvac-Combo“ («ГамЭвак-Комбо»). Nach Angaben der Zeitschrift wurden der WHO keine Dokumente zu den klinischen Studien vorgelegt.

Russische Experimente in Afrika

Nach Angaben der Zeitschrift wurden der WHO jedoch keine Dokumente zu den klinischen Studien vorgelegt. Die Präparate von Gamalei wurden bei den neuen Ausbrüchen in Afrika nicht zur Impfung zugelassen. Sie durchlaufen noch immer internationale klinische Studien, ohne daß die Hoffnung auf Anerkennung besteht. Ihr Schicksal unterscheidet sich leider von dem des 2019 zugelassenen Impfstoffs rVSV-ZEBOV, an dessen Studie fast 12.000 Personen teilgenommen haben und dessen Ergebnisse in der renommierten Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht wurden.

Eine lächerliche Veröffentlichung

Der russische Impfstoff wurde in der postklinischen Phase 2.000 guineischen Freiwilligen injiziert, und Akademiker Ginzburg wurde für seinen herausragenden Beitrag zum Kampf gegen die Epidemie mit dem Verdienstorden der Republik Guinea ausgezeichnet. Im Jahr 2017 konnte das Gamalei-Institut die Veröffentlichung seiner Forschungsergebnisse in der sehr bescheidenen medizinischen Zeitschrift „Humanimpfstoffe und Immuntherapien“ („Human Vaccines and Immunotherapeutics“) erreichen. Sie gehört nicht zu den Top-50 der Fachzeitschriften. Ihr wissenschaftlicher „Einfluß-Faktor“ (Index der Zitationshäufigkeit) liegt bei 2.850. Zum Vergleich: „The Lancet“ erreicht 43.380.

Der gleiche Trick mit dem Ebola-Impfstoff

Der Ebola-Impfstoff wurde von Wissenschaftlern des Gamalei-Instituts mit der gleichen Vektormethode entwickelt. Als Transportmittel wurde ein Adenovirus des Serotyps 5 (AD5) verwendet, und als Träger diente ein rekombinantes vesikuläres Stomatitis-Virus (VSV), das das Ebola-Virusprotein im Körper exprimiert. Denis Logunow, ein führender Forscher am Gamalei-Institut, erklärte gegenüber der Presse, der Impfstoff habe sich als gut verträglich erwiesen.

Die Weigerung führender wissenschaftlicher Zeitschriften, die Gamalei-Studie zu veröffentlichen, wird damit begründet, daß sie nicht den internationalen Regeln und Standards entspricht. Ohne deren Beachtung können die Daten nicht als zuverlässig angesehen werden.

Ein experimentelles Präparat wird registriert

Die Ebola-Impfstoffe wurden am 28. Dezember 2015 vom Gesundheitsministerium registriert. Es gab keine Einträge im Register der Genehmigungen für klinische Studien, die vor der Zulassung des Medikaments durchgeführt werden müssen, bemerkte der russische Verband der Organisationen für klinische Studien (ACTO) in seinem Jahresbericht. Diese Genehmigungen tauchten später auf, offenbar rückwirkend unter den Ordnungsnummern von ganz anderen Verfahren. Darüber hinaus lagen für 2015 keine Entscheidungen des Ethikrates des Gesundheitsministeriums vor, ohne die Präparate für Versuche zugelassen werden.

Der vierte Versuch. Ein Impfstoff gegen das Atemwegssyndrom im Nahen Osten

Ein vierter Versuch der Gamalei-Wissenschaftler, nicht nur etwas Vektorielles zu schaffen, sondern auch es in die Pharmazie einzuführen, war die Arbeit an einem Impfstoff gegen das Middle East Respiratory Syndrome (MERS-CoV). Auch diese Krankheit wird durch ein neues Coronavirus verursacht. Die Krankheit wurde erstmals 2012 in Saudi-Arabien diagnostiziert, und seither wurden rund 2.500 Fälle in 27 Ländern, darunter auch in Europa, registriert. Nach Angaben der WHO liegt die Sterblichkeitsrate bei 35 %. Als Hauptwirt für MERS-CoV wird das einhöckrige Kamel vermutet, das das Coronavirus in ferner Vergangenheit von Fledermäusen geerbt habe.

Die Seifenblasen des Direktors Ginzburg…

In einem Interview auf Kanal Eins im Mai sagte Alexander Ginzburg, Direktor des Gamalei-Instituts, man habe in seiner Einrichtung vor anderthalb Jahren einen Impfstoff gegen MERS-CVoV – den engsten Verwandten von COVID-19 – entwickelt. Laut „Fontanka“ erklärte die Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2020: „Derzeit gibt es kein spezifisches Medikament oder einen Impfstoff gegen diese Krankheit.“

Eine neunseitige Publikation

Im Jahr 2020 wurde in der russischen Fachzeitschrift „Immunologie“ von Ginzburg, seinen Mitarbeitern, Mitarbeitern der Setschenow-Universität und des 48. Zentralen Forschungsinstituts des Verteidigungsministeriums eine neunseitige Publikation über die Schaffung einer schützenden Immunantwort auf das BVRS-CoV-Coronavirus bei Nagetieren und Primaten veröffentlicht. Die Tests hätten, wenn sie geimpft worden seien, einen 100 %igen Schutz der Tiere vor einer tödlichen Infektion gezeigt. Aus dem Artikel geht hervor, daß der Impfstoff gegen MERS-CoV die gleiche Struktur hat wie der Impfstoff gegen COVID-19. Es enthält rekombinante Partikel auf der Basis der humanen Adenovirus-Serotypen 26 (rAd26) und 5 (rAd5), die das MERS-Virusprotein tragen. Der Veröffentlichung zufolge gibt es keine klinisch nachgewiesene Wirkung des Gamalei-Impfstoffs. Es liegen noch nicht einmal Ergebnisse von Versuchen am Menschen vor.

20 Millionen Rubel für ein Experiment

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurde dem Gamalei-Institut die Genehmigung für eine klinische Studie mit dem MERS-CoV-Impfstoff im September 2019 erteilt. Die Einrichtung unterzeichnete einen Vertrag mit dem in St. Petersburg ansässigen Unternehmen „Exellena“ über 20 Millionen Rubel. Die Studie sollte bis Ende 2020 abgeschlossen sein. An der Studie nahmen 276 Freiwillige teil, von denen 50 die Kontroll- und Beobachtungsgruppe bilden. Ihnen wurde ein Vergleichsmedikament – ein Placebo – verabreicht. Der Beobachtungszeitraum für die Freiwilligen betrug 180 Tage. Der Impfstoff wurde vom Gesundheitsministerium jedoch nicht zugelassen und ist in der wissenschaftlichen Welt erst recht nicht bekannt.

Der fünfte Versuch. Ein Impfstoff gegen den Coronavirus

Das Gesundheitsministerium erteilte dem Gamalei-Institut am 20. April 2020 einen staatlichen Auftrag zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen COVID-19. Einen Monat später gab Alexander Ginzburg bekannt, daß das Medikament fertig sei und an Mitarbeitern getestet worden sei. Denis Logunow erzählte in einem Interview der Zeitschrift „Medusa“ von einer zweiwöchigen Vorlaufzeit und bestätigte, daß der Impfstoff „Gam-Covid-Vac“ eine Nachahmung des Impfstoffs „BVRS-GamVac“ gegen das Middle East Respiratory Syndrome sei. Beide unterscheiden sich nur durch die „Viruslast“ – die Art des Virusproteins.

Putin gibt seinen Segen und dazu noch 1,5 Milliarden Rubel

Alexander Ginzburg wird auch nicht müde zu betonen, daß der Covid-Impfstoff das Ergebnis der Arbeit des Instituts an früheren Präparaten ist. Dies erklärte er unter anderem bei einem Treffen mit Wladimir Putin im April und bat gleichzeitig um 1,5 Milliarden für die Abfüllung des Impfstoffs auf dem Gelände des Gamalei-Instituts. Doch wie die Recherche ergab, verfügt das Gamalei-Institut nur über einen einzigen zugelassenen Impfstoff – den BCG-Impfstoff. Dabei handelt sich nicht um einen Vektorimpfstoff.

Verstöße bei der Entwicklung von Impfstoffen

Der Zeitschrift zufolge verstößt die Tatsache, daß Ginzburg das Medikament an seinen Mitarbeitern getestet hat, gegen das Gesetz der Russischen Föderation, wonach Versuche am Menschen nur mit Genehmigung des Gesundheitsministeriums durchgeführt werden dürfen. Es wurde erst am 16. Juni erlassen. Dies fällt auch nicht in den Geltungsbereich der Helsinki-Deklaration des Weltärztebundes, deren Bestimmungen im Studienprotokoll festgehalten sind. Unter den Schutz der Erklärung fallen auch Angehörige der Streitkräfte, die zu den Freiwilligen gehören, an denen der Impfstoff getestet wurde.

Russische Soldaten als Versuchskaninchen

Medizinisches und militärisches Personal gehört zu den schutzbedürftigen Versuchspersonen, da sie wahrscheinlich von denjenigen beeinflußt werden, die in der militärischen Hierarchie höher stehen. Die Teilnahme schutzbedürftiger Gruppen ist nur dann gerechtfertigt, wenn die Forschung für die Bedürfnisse und Prioritäten dieser Gruppe im Bereich der Gesundheitsversorgung relevant ist und nicht mit nicht schutzbedürftigen Personen durchgeführt werden kann.

Wie verlief die klinische Studie für den Impfstoff gegen den Coronavirus?

Eine klassische klinische Erprobung besteht aus drei Phasen. Manchmal werden der erste und der zweite Schritt kombiniert, um die Sicherheit und die Dosierung gleichzeitig zu prüfen. Die dritte Phase ist eine große Wirksamkeitsstudie, an der in der Regel Tausende von Menschen teilnehmen. Danach kann der Sponsor (der Entwickler) beim Gesundheitsministerium die Registrierung des Arzneimittels beantragen.

Klassische Vetternwirtschaft

Das Gamalei-Institut wählte langjährige Bekannte aus, um die Covid-Impfstoffe in den Phasen 1-2 zu testen. Die Freiwilligen wurden in der 7. Abteilung des Burdenko-Krankenhauses (dem Armeekrankenhaus der atomaren, chemischen und biologischen Verteidigungseinheiten) und der Setschenow-Universität beobachtet. Alexander Ginzburg ist seit dem Jahr 2000 Leiter der Abteilung für Infektologie und Virologie an der Universität, und seine Mitarbeiter – darunter Boris Narodizki und Denis Logunow – unterrichten.

Eine undurchsichtige „Arzneimittel-Prüfung“

Bei Arzneimitteltests muß es „verfahrensmäßig“ unabhängige Personen geben. Sie werden Hauptprüfer genannt. An der Setschenow-Universität ist dies Lola Morosowa, eine Ärztin für Infektionskrankheiten, Dozentin und Kandidatin der medizinischen Wissenschaft. Sie hat auf das Schreiben von „Fontanka“ nicht geantwortet.In der 7. Zweigstelle des Burdenko-Krankenhauses übernahm die Dozentin Irina Gagarina die Rolle der Hauptprüferin. Der Internet-Plattform „ClinLine“ (die Forscher, Patienten und Entwickler zusammenbringt) ist zu entnehmen, daß Irina Wiktorowna Gagarina über ein Jahr Erfahrung mit klinischen Prüfungen verfügt und drei Prüfungen als Hauptprüferin durchgeführt hat. Es konnten keine Kontaktinformationen zu Irina Gagarina gefunden werden.

Die Analyse der Versuchsergebnisse wurde von einer „unabhängigen“ Organisation durchgeführt

Die Hauptrolle bei der Analyse der Ergebnisse einer klinischen Prüfung spielt ebenfalls eine formell unabhängige Organisation. Sie führt die abschließenden wissenschaftlichen Arbeiten durch und prüft das Präparat auf Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität.

Noch einmal 16 Millionen Rubel…

Das Gamalei-Institut hat einen Forschungs- und Entwicklungsvertrag über 16 Millionen Rubel mit dem in St. Petersburg ansässigen Unternehmen „Exellena“ unterzeichnet, das ebenfalls an einem Impfstoff gegen MERS forscht. Der erste Zwischenbericht im Rahmen des Vertrags war auf den 27. Juni und der zweite auf den 30. Juli datiert. Der Abschlußbericht sollte dem Gesundheitsministerium bis zum 1. September vorgelegt werden. Der Vertrag war bis zum 30. November 2020 gültig, aber Exellena mußte die Freiwilligen noch 180 Tage lang überwachen und Komplikationen erfassen.

Eine überaus „seriöse“ Firma

„Exellena“ ist fünfmal im Register der Genehmigungen des Gesundheitsministeriums für die Durchführung klinischer Studien aufgeführt. Sie alle stehen im Zusammenhang mit der Prüfung von Generika auf Gleichwertigkeit mit Originalen. Drei Versuche begannen im Sommer 2020. Die von „Fontanka“ befragten Vertreter der auf klinische Studien spezialisierten Organisationen konnten sich nicht an „Exellena“ erinnern. „Es handelt sich definitiv nicht um einen aktiven Spieler, die bisherigen Aktivitäten sehen nicht seriös aus“, sagte einer der Gesprächspartner. Das Gamalei-Institut ist die einzige Organisation, die „Exellena“ mit staatlichen Aufträgen versorgt.

Die Wirksamkeit des Impfstoffs ist unbekannt

Am 11. August erklärte Nikolai Briko, ein leitender freiberuflicher Epidemiologe des russischen Gesundheitsministeriums, gegenüber RIA Nowosti, daß er keinen Grund sehe, die Zulassung des im Gamalei-Zentrum entwickelten Impfstoffs gegen den Coronavirus „zu behindern“.

„Keine Verschiebung erforderlich…“

Damit reagierte Briko auf einen Vorschlag der Vereinigung der Organisationen für klinische Forschung, in dem das Gesundheitsministerium aufgefordert wurde, die Zulassung des Impfstoffs zu verzögern, da er noch nicht an Tausenden von Teilnehmern getestet worden sei.
Nikolaj Briko erklärte, daß der Impfstoff des Gamalei-Zentrums „nicht aus dem Nichts entstanden ist“, da das Zentrum seit mehr als 10 Jahren auf diesem Gebiet arbeitet und Impfstoffe gegen Ebola und MERS entwickelt hat. „Bei der Entwicklung des Impfstoffs gegen COVID-19 wurde dieselbe Technologie verwendet, die auf Adenoviren basiert, so daß in diesem Fall keine Revision oder Verschiebung erforderlich ist, da die Technologie bereits ausgereift ist“, so der Epidemiologe.

Briko ist der Ansicht, daß bei einer COVID-19-Pandemie ein beschleunigter Zeitrahmen für die Zulassung des Impfstoffs zulässig ist. „Er (der Impfstoff) hat sich als sicher erwiesen, die weitere Wirksamkeit wird untersucht“, so Briko.

Quelle: „Krasnaja Linija“ („Die rote Linie“) vom 11. August 2020

https://www.rline.tv/news/2020-08-11-zhurnalistskoe-rassledovanie-rossiyskiy-razrabotchik-vaktsiny-protiv-koronavirusa-ne-smog-vnedrit-ni/

(Übersetzung: Florian Geißler – Kommunisten-online)

Dem ist nichts hinzuzufügen! Das Beispiel zeigt wieder einmal, wie im Kapitalismus geforscht, getestet und genehmigt wird. Man muß es nicht ständig wiederholen, und doch wiederholen wir es hier:

Und das ist der Grund: Der Kapitalismus heute ist das organisierte Verbrechen im großen Stil!

Erinnert sei wiederum an das bekannte Zitat von Karl Marx im „Kapital“ Bd.I, S.788. Wer es noch nicht kennt – bitte, hier ist es:

Dunnings

FRAGE: Warum funktioniert dieses Verbrechen überhaupt?
ANTWORT: Weil sich die Produktionsmittel in Privathand befinden!


Interessant ist noch der folgende Kommentar einer Leserin:

Guten Tag! Dieser Artikel hat mir sehr gefallen! Vielen Dank dafür! Ich bewundere die von Fontanka durchgeführte Untersuchung. Sehr mutiger Artikel und sehr kompetent geschrieben. Ich bin Virologe mit langjähriger Erfahrung, ein Experte für Atemwegsviren, einschließlich Coronaviren. Ich habe früher für das Gamalei-Institut gearbeitet. Gamalei-Institut. Ich habe keine sehr hohe Meinung von diesem Forschungsinstitut. Dieser Artikel sollte über das Internet verbreitet werden. Er sollte von mehr Menschen gelesen werden. Die Menschen wissen nichts über Virologie und die Herstellung von Impfstoffen, und sie brauchen es auch nicht zu wissen. Viele Menschen glauben einfach, was über den Impfstoff geschrieben und gesagt wird. Aber wir Virologen wissen und sehen, was der Impfstoff ist. Ich und mein Labor haben an der Einführung von Biologika in die öffentliche Gesundheitspraxis mitgewirkt, und ich weiß, wie es gemacht wird, wie kompliziert und zeitaufwändig es ist. Das Wichtigste für den Impfstoff ist, daß er unter keinen Umständen die Krankheit, gegen die er entwickelt wurde, auslösen kann. Der Impfstoff muß für den Menschen sicher sein, und danach muß er zur Bildung einer zellulären und humoralen Immunität gegen das Virus beitragen. Adenoviren, auf deren Grundlage das Gamalei-Institut seine Impfstoffe herstellt. Das Gamalei-Institut stellt seine Impfstoffe her, die zu zwei Gruppen von Viren gehören – 1) der Gruppe der Atemwegsviren und 2) der Gruppe der Viren, die Krebs verursachen. Mich persönlich beunruhigt dies ebenfalls. Wir haben uns schon vor langer Zeit von den Impfstoffen gegen die sich ständig verändernden Atemwegsviren verabschiedet und ganz neue Ansätze für dieses Problem gewählt. Aber unsere Arbeit wurde eingestellt, weil die Herstellung und der Verkauf von immer mehr Impfstoffen ein sehr lukratives Geschäft ist. Und es gibt genug Menschen, für die Geld wichtiger ist als Gesundheit und Leben. Mit großem Interesse habe ich Ihren guten Artikel gelesen, denn alles, was Sie schreiben, ist wahr. Hochachtungsvoll Dr. med.Swetlana Protasowa, Virologin.

Swetlana

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10 Antworten zu Die dubiose und korrupte „Impfstoff-Forschung“ in Rußland

  1. Erfurt schreibt:

    Das ist typisch für die Entwicklung und den fortgeschrittenen Verfall des Kapitalismus: Die Produktion und die damit verbundene Generierung von Mehrwert geht zurück zugunsten spekulativer Geschäfte mit denen Profite generiert werden. Das bedeutet aber auch, daß sich der Kreis der Verlierer weiter ins Bügertum ausweitet (Arztpraxen, Handwerker usw).

  2. Hanna Fleiss schreibt:

    Da scheint ja das russische Gesundheitswesen ziemlich auf den Hund gekommen zu sein, die Sowjetunion war mal führend auf diesem Gebiet. Und mit dem Gesundheitswesen hat auch die Wissenschaft Schaden genommen, wie es aussieht. Schlimm für die Bevölkerung. Obwohl, seit ich im Westen lebe, habe ich ja auch schon allerhand Kurioses, was das Gesundheitswesen angeht, erleben müssen und sehe die Übereinstimmung, die im kapitalistischen System gerade auf diesem Gebiet herrscht.

  3. Pingback: Die dubiose und korrupte „Impfstoff-Forschung“ in Rußland — Sascha’s Welt | Schramme Journal

  4. Samson schreibt:

    Auch diese Krankheit wird durch ein neues Coronavirus verursacht.

    Das ist halt die offizielle Hypothese bzw. der „wissenschaftliche Konsens“, auf den „Experten“ sich berufen, um Politikern bzw. Staaten zu „raten“, „Pandemien“ ausrufen. Und selbstverständlich hängen daran gewissermaßen auch die profitablen Geschäftsmodelle Masken, Tests, Impfstoffe etc. inkl. staatlicher Abnahme- bzw. Entsorgungsgarantie

    Wer etwas mehr darüber erfahren will, dem sei der 500-Seiten-Wälzer Virus-Wahn empfohlen. Die Lektüre lohnt sich allemal, selbst wenn keiner der Autoren etwas mit Kritik am Kapitalismus oder so ähnlich am Hut hat.

    Eine sehr gute (deutlich kürzere) Erklärung, was es mit der Behauptung „krankmachender“ Viren auf sich hat bietet der Biologe Dr. Stefan Lanka in dem frei verfügbaren Text Fehldeutung Virus Teil 2. Wer etwas zu Lankas Hintergrund wissen will, sollte im Netz nach Masernvirus-Prozess suchen …

    • sascha313 schreibt:

      So ist es, Samson! Auch wenn ich gewisse Zweifel daran habe, ob Dr.Lanka mit seiner Behauptung recht hat, es gäbe keine Viren, stimme ich Dr.Köhnlein absolut zu, was den „Virenwahn“ betrifft. Was Lanka eben nicht erwähnt, ist der gesellschaftliche Hintergrund dieser Corona-Hysterie. Wäre der nicht längst ins öffentliche Bewußtsein gelangt, würden wir heute noch über die Gesundheit und alle möglichen Seuchen diskutieren, anstatt über ABSICHTEN.

      • Erfurt schreibt:

        Was sie (Anm.: Frau Prof. Karin Mölling) nicht weiß, oder verschweigt, ist die Tatsache, dass der Stoffwechsel ständig eine große Menge an RNA-Gen-Sequenzen beliebiger Zusammensetzung hervorbringt, die nicht in Form von DNA-Sequenzen in den Chromosomen auftauchen. Diese Tatsache stellt die Existenz-Behaup-
        tungen aller RNA-Viren, wie z.B. Corona-Viren, Ebola-Virus, HIV, Masern-Virus und die SARS-Viren in Frage.

        Als Biochemiker sage ich @sascha: Diese Behauptung stellt das Vorhandensein o.g. Viren nicht in Frage. RNA//DNA sind Moleküle, zum Einen. Ein Virus jedoch ist RNA//DNA umhüllt von einer Proteinkapsel (Kapsid).

        Die Entscheidung, ob ein Molekül überhaupt entstehen kann fällt, den Gesetzen der Thermodynamik folgend, sozusagen augenblicklich. Das trifft sowohl auf die DNA//RNA-Sequenz als auch auf die Kapsidpoteine zu, das müssen für sich allein bereits Verbindungen sein die chemisch stabil sind. Beides mus jedoch derart zusammenpassen, daß es in Zellen anderer Lebewesen vermehrt werden kann, erst dann reden wir von einem Virus.

        Eine spezifische Art (Spezie Mensch, Spezie Affe usw.) vermehrt nur ganz bestimmte Viren und ganz bestimmte Varietäten dieser Viren. Das ist so, weil eine ganze Reihe Enzyme an der Proteinsynthese beteiligt sind, Enzyme die zwar in jedem Organismus namentlich dieselben sind jedoch artenspezifisch variieren. Diese Artenvielfalt ist das Ergebnis der Evolution also das Ergebnis einer sehr langen (!) geschichtlichen Entwicklung.

        Eine DNA//RNA-Sequenz allein, sei sie auch unter normalen Bedingungen (Druck, Temperatur usw.) chemisch stabil, ist also noch lange kein Virus. Und um auf obenstehendes Zitat aus dem PDF zurückzukommen: Der menschliche Organismus erzeugt jede Menge solche fehlerhafte DNA-Sequenzen, die DNA im Menschen verändert sich ständig was bspw. zu Krebszellen führen kann, zu Stoffwechselstörungen, Erkrankungen usw. Das was wir schlechthin als Alterungspozess bezeichnen, ist ebenfalls auf sich verändernde (kaputte) DNA-Sequenzen zurückzuführen. Entscheidend jedoch ist, daß sich diese Veränderungen eben nur im lebenden Individuum auswirken, also nicht vererbt werden.

        Mutationen, Genveränderungen, Fehler in der Proteinsynthese und Fehler beim Kopieren der Erbinformation führen also nicht dazu daß neue Viren bzw. Virenvarianten entstehen, sondern kaputte Moleküle sowie DNA/RNA-Fragmente.

        Freundschaft!

    • Erfurt schreibt:

      Die PDF-Datei ist lesenswert, vielen Dank!!! Fazit: Die Panikmache war schon lange geplant, es hat nur der Anlaß gefehlt. Und zwar ein Anlaß den man gleichermaßen dazu nutzen kann, gegen China zu hetzen. Ist doch immer wieder dasselbe Schauspiel!

      MFG

  5. Samson schreibt:

    @sascha

    Was Lanka eben nicht erwähnt, ist der gesellschaftliche Hintergrund dieser Corona-Hysterie.

    Das sehe ich auch so. Allerdings ist dieser gesellschaftliche Hintergrund m.E. nur auf sehr abstrakter Ebene darstellbar. In meinem persönlichen Umfeld kann ich das nahezu niemandem vermitteln, und von Marx (Profitratenfall als Ursache von „Finanzblasen“) oder Lenin (staatsmonopolistischer Kapitalismus als Methode von Kapitalexport) will ohnehin niemand was wissen.

    @Erfurt
    Natürlich war die Panikmache geplant. Die große Frage ist m.E., welche Rolle China tatsächlich bei dieser Nummer spielt. Einerseits hab ich letztens irgendwo gelesen, die hätten ihre halbe Bevölkerung geimpft, andererseits steht in dem Artikel Medicinal herbs effectively treat thousands of covid-19 patients in Chinese hospitals eben, die hätten alle Patienten in Krankenhäusern, die unter Covid-19 klassifiziert waren, mit Heilkräutern kuriert.

    Lanka bspw. bestreitet, was bei dieser Panikmache immer unter den Tisch fällt, dass die sog. „schweren Verläufe“, vor denen die Impfung „schützen“ sollen, und die im schlimmsten Fall klinisch als sog. atypische Lungenentzündung auftreten (können), durch Viren verursacht werden. Und an genau der Stelle trifft er sich mit dem Internist Köhnlein, der aus ganz anderer Perspektive sagt, es sind in den letzten Jahrzehnten unter Mithilfe von akademischen und politischen Institutionen, lange bekannte Krankheiten dergestalt quasi umdefiniert worden, dass ihre Ursache, die zuvor wissenschaftlich nicht geklärt war, plötzlich per Definition „krankmachende“, daher „kreuzgefährliche“ Viren seien.

    Ob es Viren tatsächlich gibt, spielt für die veränderten Definitionen überhaupt keine Rolle. Offenbar ist es aber klinisch ein erheblicher Unterschied, ob und vor allem mit welchen Medikamenten Patienten behandelt werden oder nicht. Und diesbezüglich ist Köhnlein eben schon vor zig Jahren aufgefallen, dass Patienten, denen per Test AIDS attestiert wurde, nicht an einer Krankheit gestorben sind, die sie zwar hatten, die aber vor dem Test eben anders diagnostiziert war, sondern an hochtoxischen Medikamenten.

    Und offensichtlich ist letztes Jahr das gleiche passiert, als Patienten mit hochdosierten Antibiotika bzw. Immunsupressiva behandelt wurden. Köhnlein hat das schon sehr zeitig letztes Jahr vermutet und wohl in der Sache recht behalten. Nur gilt er eben selbst in seiner Zunft mehr oder weniger als Außenseiter.

    • Erfurt schreibt:

      Danke @Samson,

      Corona-Viren gibt es natürlich und auch deren Varietäten. Was es NICHT gibt, das sind die Viren von denen hier ständig die Rede ist, also diese schrecklichen Mutationen usw., das ist alles Blödsinn. Neuerlich und wiederholt ist die Rede davon, Antikörper durch Titration nachweisen zu können. Für den Laien, Titration, man braucht einen sog. Titer:

      Will man bspw. den Säuregehalt einer Flüssigkeit bestimmten ist der Titer eine Base mit einer definierten Molarität. Die Base (der Titer) wird tröpfchenweise hinzugegeben und wenn der Indikator von Sauer auf Neutral umschlägt, kann man den Säuregehalt anhand des verbrauchten Titers bestimmen.

      Bei der Titration von Antikörpern (Immunglobuline) im Blutserum ist der Titer ein Antigen (Krankheitserreger). Das heißt daß man diesen Krankheitserreger vorher isoliert haben muß um den Titer mit einer genau definierten Molarität herstellen zu können. Und genau hier ist das Crux: Weder SARS-Antigene noch Covid19-Antigene sind jemals isoliert worden!!! Titration: Lach!

      PCR-Test: Der stützt sich auf DNS-Fragmente die jeder Organismus am laufenden Band hervorbringt (aufgrund der kontinuierlichen Zellerneuerung). Natürlich verfügt der Körper über Mechanismen die sich um die Entsorgung dieser Garbage kümmern, z.B. per Ausscheidung über die Schleimhäute. Der PCR-Test versucht nun, aus diesen kaputten DNA-Strängen (Fragmenten) einen Virus zu konstruieren. Das ist ungefähr so, als wolle man aus einer Stuhlprobe eine Pizza wiederherstellen!

      https://rolfrost.de/viren.html

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