Am 7. Oktober 1949 wurde der erste deutsche sozialistische Staat der Arbeiter und Bauern gegründet…

Arbeiterklasse

Gefunden im „Handbuch für den Vertrauensmann“, einem kleinen Taschenbuch, herausgegeben vom Bundesvorstand des FDGB, ein wichtiges Hilfsmittel zur Unterstützung für die alltäglich zu leistende Arbeit der Vertrauensleute der Arbeiterklasse.

Der Staat

Ein Staat, geboren aus des Volkes Not
und von dem Volkzu seinem Schutz gegründet –
Ein Staat, der mit dem Geiste sich verbündet
und ist des Volkes bestes Aufgebot –

Ein Staat, gestaltend sich zu einer Macht,
die Frieden will und Frieden kann erzwingen –
Ein Staat, auf aller Wohlergehn bedacht
und Raum für jeden, Großes zu vollbringen –

Ein solcher Staat ist aller Ehren wert,
und mit dem Herzen stimmt das Volk dafür
denn solch ein Staat dient ihm mit Rat und Tat –

Ein Staat, der so geliebt ist und geehrt,
war unser Staat, und dieser Staat war’n Wir:
Ein Reich des Menschen und ein Menschen-Staat.

Johannes R. Becher

Quelle: Unser Lesebuch, 8.Klasse, Volk und Wissen Volkseigener Verlag, Berlin, 1963, S.194f. (In der vorletzten zeiel wurden zwei Wörter verändert – N.G.)

Internationale Solidarität

auch für Kinder. Aus einem Lesebuch für die dritte Klasse in allen Schulen in der DDR

Friedensfreunde halten zusammen

Im folgenden Bericht lernt ihr eine Frau kennen, die mutig gegen die westdeutschen Kriegstreiber kämpfte. Sie heißt Emmy Meyer.

Emmy Meyer wohnt in Westdeutschland. Im April 1964 mußte sie eine Gefängnisstrafe von zehn Monaten antreten, weil Kämpfer für Frieden und Fortschritt dort verfolgt werden. Und was hatte Frau Emmy Meyer getan? Sie hatte sich dafür eingesetzt, daß die westdeutschen Arbeiterkinder genau so frohe und schöne Ferientage verleben können wie die Kinder in der Deutschen Demokratischen Republik.

Und warum hatte Emmy Meyer sich so für die Kinder eingesetzt? Weil sie selbst in ihrem Leben viele bittere Erfahrungen hatte machen müssen. Über die Zeit, als der faschistische Krieg tobte, schrieb sie zum Beispiel:

„Nacht für Nacht habe ich damals, wie viele andere Mütter, mein Kind in den Keller hinuntergetragen. Doch ich konnte das Schreckliche nicht verhindern: Am 22. März 1945 lagen mein Sohn, meine Mutter und meine Großmuttor tot unter den Trümmern einer Schule, in deren Keller wir Schutz vor den Bomben der amerikanischen Flugzeuge gesucht hatten. Jetzt habe ich wieder zwei Kinder. Ihr Leben soll nicht durch einen dritten Weltkrieg vernichtet werden. Dafür werde ich, wie viele Frauen in der Welt, immer kämpfen!“

Als Emmy Meyer den schweren Gang ins Gefängnis antrat, wurde sie auf ihrem Weg von einem langen Zug von Frauen und Männern begleitet. Viele hatten Blumen mitgebracht, andere trugen Plakate, auf denen sie gegen die Gefängnisstrafe für die tapfere Friedenskämpferin protestierten. Als der Zug das Gefängnis erreicht hatte, stürzten sich Polizisten auf die Menschen, entrissen ihnen die Plakate und zerfetzten sie. Dann schlossen sich die Gefängnistore hinter Emmy Meyer.

Doch die vielen westdeutschen Friedensfreunde bewiesen auch jetzt noch ihre Verbundenheit mit der mutigen Kämpferin. Sie sangen das Lied „Brüder, zur Sonne zur Freiheit!“, winkten Emmy Meyer zum Abschied zu und riefen laut:

„Du bist nicht allein! Wir und Tausende von Friedens­kämpfern in Westdeutschland und in der ganzen Welt sind bei dir. Um deine Kinder brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Wir werden uns um sie kümmern.“

In einem Flugblatt, das aus dem Gefängnis herausgeschmuggelt wer­den konnte, schrieb Emmy Meyer: „Ich frage Sie alle: Wer wird morgen wegen seines Eintretens für den Frieden ins Gefängnis geworfen werden? Denken Sie darüber nach! Wir müssen uns alle gemeinsam dagegen wehren!“ Das Flugblatt wurde von westdeutschen Friedenskämpfern gedruckt und in einer großen Anzahl von Exemplaren verteilt.

Einige Monate später warf man auch den Mann der mutigen Friedens­kämpferin ins Gefängnis, weil er genauso wie seine Frau gegen die Kriegsvorbereitungen in Westdeutschland protestiert hatte. Nun waren die beiden Kinder, der 15jährige Stefan und seine jüngere Schwester Katrin, allein. Aber aus allen Teilen der Welt, vor allem aus der DDR, erhielten sie unzählige Briefe und Päckchen. Stefan sagte damals dazu:

„Es ist zwar schwer, ohne Eltern sein zu müs­sen, aber die vielen Briefe und Karten geben uns immer wieder neuen Mut. Wir merken, daß wir nicht allein sind.“

Im Gefängnis erfuhren Emmy Meyer und ihr Mann von der großen An­teilnahme der friedliebenden Menschen in der ganzen Welt. Das erhielt sie froh und zuversichtlich, denn es bewies ihnen wieder: Friedensfreunde halten zusammen!

Helmut Lüdtke

Quelle: Lesebuch, Klasse 3, Volk und Wissen Volkseigener verlag Berlin, 1973, S.86f.

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23 Antworten zu Am 7. Oktober 1949 wurde der erste deutsche sozialistische Staat der Arbeiter und Bauern gegründet…

  1. Hans-Joachim Klose schreibt:

    So sieht humanistische Bildung für das und mit dem Volk aus! Es wird sehr schwer, aber da müssen wir hn kommen. An solche Dokumente des Sozialismus muss man sich stets erinnern und sie weiter geben.

    • MiLuna 本 schreibt:

      Richtig, und der Sozialismus ist es allemal wert! *=‘) Nalbigst aufgeben: die Menschheit wird auf jeden Fall dorthin kommen, solange wir Alle daran unnachgiebig mit Fleiss und Mueh werkend sind! < る

      Heilsame, zusammenschaftliche Gruesse aus Triesenberg (TB), Liechtenstein (LI)

      SPiiELHERZ-Maedtlie MiLuna 本

  2. Hans-Joachim Klose schreibt:

    Das Zitat von Erich ist heute das größte Problem!

    • sascha313 schreibt:

      Eigentlich erstaunlich …. bei dieser weltweiten Vernetzung! Obwohl gerade deswegen alle wichtigen Informationen binnen Sekunden rund um die Welt gehen!

      • MiLuna 本 schreibt:

        Hoeyssu, Sascha,

        gerade diese wichtigen Informationen kommen bei vielen Leuten, sonderlich bei Kindern und Jugendlichen, trotz dem Weltnetz meistens gar nicht an, da Erstere meistens in einem kleinen Kreis »Eingeweihter« verbleiben, also der Umkreis ihrer Verbreitung (noch) zu gering ist bzw. gehalten wird und Letztere sich eher mit antisozialen Netzwerken wie Fressebuch oder TikTok, ablenkender Videos auf YouTube, egoistischen »grossen Vorbildern« wie den monarchistisch-schweizischen Bankiers (FL) oder den »Deutschrappern« (BRD) und 1’000 anderen Dummheiten des Kapitalismus befassen. Hierbei braucht der Antikommunismus gar nicht einmal unmittelbar einzugreifen, es reicht schon, wenn dieser Zielgruppe die wesentlichen Informationen eines sie allfaellig treffenden Themas einfach vorenthalten werden und sie wiederum mit allerlei Verheissungen zugeschottet und verblendet — Hauptsache von der Wahrheit irregeleitet wird.

        Die Kapitalisten und ihre Lakaien sind sehr stark organisiert, wodurch sie eine grosse Wirkung haben, deshalb ist es so wichtig, die Einheit der Kommunisten und ihrer Verbuendeten (wieder-) herzustellen, um noch staerker organisiert zu sein, eine noch groessere Wirkung zu erzielen, welcher die werkenden Menschen im Herzen und im Kopfe ergreift und anzieht, und damit den Kommunismus wie auch andere wichtige Themen (z. B. die Entlarvung der »Corona«-Plandemie und der zu Grunde liegenden Weltwirtschaftskrise) ins Denken, Fuehlen und Erleben dieser werkenden Menschen massenhaft hineinzutragen. < る

        Es ist auch so, dass Wissenschaften an sich sehr, sehr »trocken« sein koennen, was den Generationen nach 1990 ein Graus ist, weil sie sie so einfach langweilig und »doof« finden und stattdessen etwas »Frisches«, »Cooles«, ihre Sinne Ansprechendes, halt ihrem heutigen Zeitgeist Entsprechendes haben wollen. Auch sind viele Menschen, welche ich kennen gelernt habe, noch nicht einmal antikommunistisch, sondern sogar recht progressiv gesinnt. Nur: sie kennen schlichtweg den Kommunismus und allgemein die Wahrheit nicht, und manche Kommunisten begehen den Fehler, sie mit ihrem Wissen regelrecht zu »erschlagen«, in einer Sprache, wovon sie null Ahnung haben. Das schreckt sie nur ab und brandmarkt den Kommunisten als »Irren«, daher lautet die Loesung, allen diesen Menschen unter Beachtung der heutigen Entwicklungen (der sogenannten »Trends«) mit Geduld viel Liebe und Vertrauen zu schenken und ihnen den Kommunismus, die anderen Wissenschaften, die Wahrheit sowie aller anderen 1’000 Heilsamkeiten des Lebens »frisch«, »cool«, ihre Sinne ansprechend, ihrem heutigen Zeitgeist entsprechend einfach super schmackhaft und inner fuer sie verstaendlichen Sprache herzurichten — unsere Handlungen brauchen volksnah zu sein! < る (Ausser bei Feinden und Gegnern, denn die lassen sich nicht belehren und haben wir demnach zu bodigen!)

        Woher ich alles dies weiss? *x'D Aus meinen praktischen Erfahrungen im Klassenkampf unserer Zeit: als liechtensteinische Kuenstlerin und Kommunistin komme ich in sehr vielen Gebieten der Erde herum, wo ich sehr viele Menschen leiblich kennen lerne und ihnen dabei meine zusammenschaftlich-wissenschaftliche Lebenskunst SPiiELHERZ, welche u. a. den wissenschaftlichen Marxismus-Leninismus nach Marx, Engels, Lenin und Stalin beinhaltet, so verbreite, dass sie bestens verpackt zur jeweiligen Zeit im jeweiligen Gebiet sowohl den heutigen Geschmack der Generationen seit 1990 als auch bestenfalls den vorangegangener trifft. < る

        Da ich selbst Teil der 1990er-Generationen bin, welche in Liechtenstein (LI) ganz anders als in der BRD sind, habe ich sonderlich bei meinesgleichen einen ueberaus grossen Vorteil; seit Jaenuer 2021 habe ich mit meiner Methode bisher insgesamt 48 Menschen, darunter 31 Menschen hier in Liechtenstein (LI), darin wiederum 12 Menschen hier irr Zusammenschaft Triesenberg (TB), vom elendigen Scheiss des FL-schweizischen und des bundesdeutschen Kapitalismus, voner Richtigkeit des sozialistischen Liechtenstein (LI) und des Kommunismus und vonn Wahrheiten ueberie DDR und ueberie UdSSR unter Stalin ueberzeugt! * ー * Hieran bin ich fuerie Menschheit auf jeden Fall weiter werkend! < る

        Fazit: die Kommunisten brauchen allzeitig am Puls der Zeit zu handeln, um echte Erfolge zu erzielen! Seien wir albigst wie Wasser! ( =^ ω ^=*) < る

        Heilsame, zusammenschaftliche SPiiELHERZ-Gruesselies

        MiLuna 本

      • sascha313 schreibt:

        🙂 danke, MiLuna! Du sprichtst interessante Gedanken aus. Auf jeden Fall ist es wichtig, den Nerv der Zeit und die Sprache der Jugend zu treffen. Freilich gibt es im Moment wahrscheinlich nichts Wichtigeres, als den gemeinsamen Kampf gegen dieses Corona-Regime und die verfluchten staatlichen Zwangsmaßnahmen. Je besser die internationale Vernetzung (und Solidarität!) funktioniert, desto eher werden Korruption und Vetternwirtschaft aufgedeckt, und desto eher werden auch diejenigen Menschen munter, die heute noch vor Angst und Schrecken zu jedem ihrer Mitmenschen drei Abstand halten und sich bei jeder unpassenden Gelegenheit, sogar unter freiem Himmel, einen Kaffeefilter vor’s Gesicht ziehen…
        Du hast recht, die Einheit ist wichtig. Doch zuerst muß Klarheit herrschen! Sieh mal hier:

        Kurt Gossweiler: Der Antistalinismus – das Haupthindernis für die Einheit aller Kommunisten

  3. MiLuna 本 schreibt:

    < る Zusammenschaftlich und vereinigt meistern wir jede Herausforderung: alle Heilsamkeiten zum 72. Geburtstag der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) vom SPiiELHERZ-Maedtlie MiLuna 本 aus Triesenberg (TB), Liechtenstein (LI)! < る

    く('。'*く)ノ❤

  4. Hanna Fleiss schreibt:

    Prof. Dr. Hockertz stand im Visier des Verfassungsschutzes seit einigen Monaten. Ich weiß das, warum, kann ich hier nicht sagen, mir war etwas aufgefallen. Aber dass es so weit geht, das hätte ich nicht gedacht.

    Da komme ich ja noch gut bei weg. Seit mehr als vier Jahren stehe ich im Visier des Verfassungsschutzes. Seit mehr als vier Jahren werde ich gequält mit weißer Folter, die Folge war ein Nierenkrebs und jetzt ein Lungenemphysem. Sie wollen mich nicht nur psychisch, sondern auch physisch fertigmachen. Bis jetzt habe ich durchgehalten. Nun warte ich darauf, was noch kommt. Ich habe bei Gericht versucht, mein Recht zu erhalten, aber ich kann nur sagen, wenn dies jemals ein Rechtsstaat gewesen sein sollte, wie er sich ja selbst bezeichnet, dann möchte ich einen Unrechtsstaat sehen.

    Das alles weist in der Tat auf Faschismus hin, und das nicht erst seit Corona, wie manch einer glaubt. Wer nicht schweigt, muss nach deren Willen schweigend gemacht werden. Ich verspreche, dass ich niemals schweigen werde, wenn es Grund gibt, etwas zu sagen. Ich habe nichts mehr zu verlieren.

  5. MiLuna 本 schreibt:

    < る Albigst Zusammenschaft — es ist mir als Mensch, Triesenbergerin, damit Liechtensteinerin und Kommunistin — als SPiiELHERZ-Maedtlie MiLuna 本 — eine ueberaus grosse Ehre, weitere echte Kommunisten, welche die Deutsche Demokratische Republik hautnah erlebten, beruehrend zu sein! ^ – ^* < る

    Ganz wichtig: MiLuna allzeitig mit L schreiben! < る Nur so kann ich von allen den anderen 1’273’192 »Milunas« auf unserer geliebten Erde unterschieden werden, hah hah! *x'D *='DD

    • sascha313 schreibt:

      Danke, liebe MiLuna, wir werden die Deutsche Demokratische Republik immer verteidigen! Und Du sollst wissen, daß wir das nicht aus Eigennutz tun, sondern aus Liebe zu unserer (verlorenen“ Heimat!

  6. dersaisonkoch schreibt:

    Hat dies auf Der Saisonkoch rebloggt und kommentierte:
    Sascha bringt uns ein Zitat von Genossen Honecker in Erinnerung. Und nicht nur das.

  7. dersaisonkoch schreibt:

    Lieber Genosse, bei mir findest Du das jetzt. Leider mussten wir bei unserer Migration alle Bücher etc. zu Hause lassen.

  8. Johann Weber schreibt:

    Sascha313, ich möchte auch meinen Beitrag zum Gründungstag der DDR leisten. Sicher wird einigen Deiner Leser interessieren, wie wurde den der DDR-Gründungstag in der Alt-BRD propagandistisch in die Köpfe der Alt-BRD-Bürger geblasen.
    Ich führe einen Kommentar unserer Lokalzeitung der „Passauer Neuen Presse“ vom 8.10.1949 auf. Leider wieder viel Text. Damit Deine Leser den Hass auf den DDR-Gründung nachvollziehen können, will ich keinen Buchstaben weglassen:

    Auszug aus der Passauer Neuen Presse vom 8.10.1949

    Moskau hat nun Eile
    Von Dr. Hans Kapfinger

    In Berlin wird eine neue Regierung gebildet, die ostdeutsche. Sie besteht zur Hälfte aus Kommunisten, zur anderen Hälfte aus Bürgerlichen. Dies ist die Antwort Moskaus auf die Konstituierung der westdeutschen Bundesrepublik. Die neue Regierung ist nicht aus Wahlen hervorgegangen; der SED ist es in der Ostzone nicht gelungen, sich auf demokratischem Wege eine Mehrheit zu verschaffen. Man greift deshalb auf eine „Diktatur des Proletariats“ zurück. Wenn die Sowjets so lange gezögert haben, der westdeutschen Bundesrepublik eine ostdeutsche an die Seite zu stellen, so deshalb, weil die Gründung des Bundesstaates in der Ostzone günstig aufgenommen wurde und die dortige Bevölkerung nichts sehnlicher wünscht, als sich dem in Bonn proklamierten Staat anschließen zu können.

    Der neue ostdeutsche Staat wird in scharfem Gegensatz zum Westen stehen. Vor einigen Tagen feierte man in der Ostzone einen sogenannten „Weltfriedenstag“. Dort erklärte der Leiter des neu gegründeten Propagandaamtes bei der deutschen Wirtschaftskommission wörtlich: „Fort mit allen Kriegstreibern aus unserem Land! Wir reichen allen Friedensfreunden die Hand, aber die Faust gegen die Feinde des Friedens, die aus uns die Leichenmühle von morgen machen wollen. Wir wollen teilnehmen am Marsch aller fortschrittlichen Menschen in eine glückliche Zukunft! Wer will uns dabei aufhalten?“

    Eisler, der diese Rede gehalten hat, ist bekanntlich von New York nach Deutschland entwichen. Er ist berüchtigt durch seine hemmungslose anti-amerikanische Sprache. Es ist nicht zu rechnen, daß die Sowjetzonenregierung von den Westmächten anerkannt wird, und zwar wegen ihres undemokratischen Charakters. Die Russen wollen ihren politischen Besetzungsapparat parallel zum Westen mehr auf Zivil umstellen. Ein weiteres Problem ist die wahrscheinliche Einbeziehung des Berliner Ostsektors in den Bereich der neuen Regierung gegenüber der bisherigen westlichen Zurückhaltung in der Frage des Anschlusses von West-Berlin an Bonn.

    Die Mitteilung des Präsidenten Truman, daß Rußland die Atombombe habe, hat sich nicht, wie ursprünglich zu erwarten war, zu einer stärkeren Verständigungsbereitschaft mit dem Osten ausgeweitet, sondern zu einer Beschleunigung der Rüstungsmaßnahmen geführt. Offenkundig wird die kommende Ost-West-Auseinandersetzung vordatiert. Die Sowjets ihrerseits richten ihre Zone in Deutschland militärisch aus. Nach einer dpa-Meldung wird die Volkspolizei in der Sowjetzone militärisch ausgebildet, um später als Volksarmee in Erscheinung treten zu können. Im politischen Unterricht wird diesen Polizeibeamten immer wieder erklärt, daß sie gebraucht würden, um zu gegebener Zeit in das Gebiet der Bundesrepublik einzurücken. Die Volks-Polizisten werden auch an schweren Waffen ausgebildet.

    Was ist vom gesamtdeutschen Standpunkt zu der Regierung im Osten und im Westen zu sagen? Die Deutschen in der Ostzone wissen, daß das Reden vom Weltfrieden lediglich propagandistischer Bluff ist. Die Deutschen in der Westzone wissen, daß der Bonner Staat aus eigener Kraft nicht lebensfähig ist. In einem Dunst von Mißtrauen, von gegenseitigem Schwindel und den kaum verhüllten letzten Absichten lebt das deutsche Volk. In dieser Zeitung wurde wiederholt der Ruf erhoben, uns nicht gegenseitig ausspielen zu lassen. Wir stimmen nicht in allem überein, was der Augsburger Politiker August Haußleiter schreibt. Aber die Sätze, die er eben in einem Aufsatz „Zwischen Atomstapeln“ in einer rheinischen Zeitung geschrieben hat, machen wir uns zu eigen: „Der lähmende Druck, der von einer ideenlosen und erstarrten Bürokratie ausgeht, muß durch echte Initiative überwunden werden.

    Wenn wir uns Tag für Tag unser gemeinsames Schicksal vor Augen stellen, dann wird hinter den falschen Fassaden der über Ruinen errichteten westlichen und östlichen Halbstaaten langsam der wirkliche Volkswille der Deutschen wieder sichtbar werden. Davor sollte man in der Welt nicht so schreckliche Angst haben. Denn niemand will den Frieden so sehr wie diejenigen, die auf dem zukünftigen Schlachtfeld wohnen. Selbst wenn man uns anbietet, aus dem Rest unserer kriegsdienstfähigen Mannschaft einige leichtbewaffnete Divisionen aufzubauen, denen man die Ehre einräumen würde, sich im hinhaltenden Widerstand verbluten zu dürfen, so vermag uns das nicht zu rühren.

    Auf so billige Weise gewinnt man uns nicht dafür, uns mit Hilfe von besonders gut konstruierten Atombomben bis zur Stratosphäre emporsprengen zu lassen. Wenn man das im Ausland begreift, dann wird man die Politiker längst nicht mehr so ernst nehmen, die in außenpolitischen Dingen alle miteinander die Reden Hugenbergs aus dem Jahre 1930 wiederholen. Sie fühlen sich nämlich in einer ausweglosen Lage, und deshalb fällt ihnen heute nichts Besseres ein. Der wahre Wille des deutschen Volkes aber geht darauf, daß es in Frieden, ohne sinnlose Schranken, auf dem Boden von Gerechtigkeit und Freiheit zusammenleben kann.

    Die Einheit Deutschlands darf nicht, nach östlichem Muster, zum Kriegsruf werden. Unser Volk will angesichts der dunklen Wolken rings am Horizont seine Einheit um des Friedens und der Freiheit willen. Wir haben heute als gute Demokraten, ohne Provokationen, in echter, innerer Unabhängigkeit diesen Willen immer sichtbarer zu machen. Europa hat nun die Möglichkeit, entweder Selbstmord zu begehen, oder gemeinsam leben zu wollen. Das drohende Atom-Schlachtfeld ist in seinen Grenzen weder nach dem Osten noch nach dem Westen scharf umrissen. Nur wenn wir die ganze Einheit Europas wiederherstellen, und bei der Zusammenfassung aller Kräfte sollte das möglich sein, nur dann können wir verhindern, daß die von den Friedensstrategen in Ost und West auf Serie gelegten Atombomben das ganze Europa in Fetzen reißen.“

    Glücklich hat man uns soweit gebracht, daß die Deutschen wie feindliche Brüder sich gegenüberstehen, die im Westen und die im Osten. Wenn zwei deutsche Republiken an Stelle einer einzigen aus dem Chaos des Hitlerkrieges hervorgegangen sind, wenn es schon nicht anders sein konnte, weil die Verhältnisse stärker waren als der Wille der besten Deutschen, dann laßt es uns wenigstens in dieser Stunde, da die staatliche Zerrissenheit offen proklamiert wird, laut in die Welt hinausrufen, daß dies nicht unser deutscher Wille ist. Wir wollen, wie dies in unserer Zeitung schon einmal formuliert wurde, es noch einmal sagen: Die Deutschen wünschen nicht ein amerikanisches, nicht ein britisches, nicht ein französisches, nicht ein russisches, sondern ein deutsches Deutschland!“

    https://digipress-beta.digitale-sammlungen.de/de/fs1/calendar/1949-10-08.42554-0/bsb00039719_00853.html

  9. Weber Johann schreibt:

    Hier ein Stimme aus der Schweiz, zu den geschichtlichen Ereignissen im Herbst 1949:

    Schweizer Zeitung „Neue Wege“ Blätter für den Kampf der Zeit, Jahrgang 1949, Verlag „Vereinigung Freunde der neuen Wege“ – Seite 446-454

    „[….] Und dann gar der Bundeskanzler Adenauer! Der ist doch der typische reaktionäre Geschäftspolitiker der Weimarer Zeit, der nicht allein durch seine Verbindung mit den rheinischen Separatisten — die ihre «Erzherzogtümer» unter französischen Schüfe zu stellen gedachten —, sondern auch sonst gezeigt hat, daß ihm die Klasseninteressen des «freien Unternehmertums» über die Freiheit und Wohlfahrt der Gesamtnation gehen. Die von ihm geführte Regierung besteht denn auch ganz überwiegend aus erprobten Klerikal-Konservativen und sonstigen Rückwärtsern, die auf fatale Weise an ihre Vorgänger in der ersten Republik erinnern.

    «Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten», möchte man beim Anblick dieser Mannschaft ausrufen, wüßte man nicht, daß es für die Geschäftsführer der alten und neuerstandenen Herrenklasse, die Deutschland und Europa zweimal ins Unglück gestürzt hat, in einem Punkt gewiß kein Schwanken gibt: in der Entschlossenheit, des Deutschen Reiches Macht und Herrlichkeit um jeden Preis wieder aufzurichten, auch wenn die Welt darüber in Stücke gehen sollte.

    Ganz bezeichnend für die Geistesverfassung des «neuen» Deutschland ist ja die Szene, die sich in einer der ersten Sitzungen des westdeutschen Bundestags abspielte: Als der Kommunist Reimann in keineswegs herausforderndem Ton von der Oder-Neiße-Grenze als einer «Grenze des Friedens» sprach, da geriet das hohe Haus, wie ein Berichterstatter sich ausdrückt, völlig «außer Rand und Band», und es hagelte nur so Proteste, Beschimpfungen und Ordnungsrufe auf das Haupt des Unglücklichen, der es gewagt hatte, die «nationalen Gefühle» aller guten Deutschen so unerhört zu verletzen.

    Nun braucht man ja die Ausdehnung Polens nach Westen hin (zum Ersatz für seine an Rußland verlorenen, von Nichtpolen bewohnten östlichen Gebiete) keineswegs als der Staatsweisheit letzten Schluß anzusehen, trotz allem Fürchterlichen, das die Polen von Deutschland erlitten haben, um dennoch zu wissen, daß ein Unrecht nicht durch ein zweites gutgemacht werden kann und daß die Deutschen ihre ehemaligen Ostprovinzen höchstens durch einen neuen Krieg zurückzugewinnen vermöchten.

    Denn daß die Sowjetunion, um sich mit Deutschland zu verständigen, Polen opfern würde, ist doch nicht anzunehmen, um so weniger, da sie sich gerade jetzt anschickt, als Gegenzug gegen die Errichtung eines westdeutschen Staates durch die Westmächte nun ihrerseits einen besonderen ostdeutschen Staat zu schaffen. Und trotzdem ist die Wiederherstellung der alten deutschen Grenzen, die womöglich auch Österreich und das Sudetenland einzuschließen hätten, einer der ersten Programmpunkte der westdeutschen Republik.

    Soll sich also die Geschichte des deutschen Nationalrevisionismus der zwanziger und dreißiger Jahre, der Hitler zur Macht führte, wiederholen? Und hat die Bismarcksche Losung, daß Deutschland nur «mit Blut und Eisen» geeinigt werden könne, noch immer nicht genug Unheil angerichtet? Es liegt vor allem an den Regierungen der Westmächte, darauf zu antworten. Die Westvölker aber müssen sich in ruhiger Entschlossenheit bereit machen, ihren Regierungen in den Arm zu fallen, wenn diese verblendet genug wären, einem unbelehrten, unbekehrten Deutschland abermals seine «große Chance» zu geben, so wie sie es schon nach dem ersten Weltkrieg der Weimarer Republik wie dem Dritten Reich gegenüber getan haben!

    Die Deutsche Demokratische Republik ist inzwischen bereits ausgerufen worden. Die Russen konnten der Bildung des westdeutschen Staates tatsächlich nicht länger untätig zusehen, ohne recht unangenehme Rückwirkungen auf die Ostzone zu riskieren. Ob die Erwartungen, die sie an die Schaffung der ostdeutschen Konkurrenzregierung knüpfen, sich erfüllen werden, bleibt freilich höchst fragwürdig; der neue Staat krankt vor allem daran, daß hinter ihm nur eine geringe Minderheit der ostdeutschen Bevölkerung aus wirklicher Überzeugung steht.

    Wenn man nun aber demgegenüber die westdeutsche Bundesrepublik als «wirklich demokratisch» zustandegekommen rühmt, so muß man dann doch vor Illusionen warnen. Rein formal sind die Wahlen, aus denen der westdeutsche Staat hervorgegangen ist, gewiß frei gewesen, aber was den Wahlen vorausging und ihr Ergebnis absolut bestimmte, nämlich die Meinungs- und Willensbildung der Bevölkerung, war das genaue Gegenteil von frei. Es waren vielmehr die alliierte Militärdiktatur, die industriell-kapitalistischen Besitzinteressen und die römischkatholische Kirche, also Mächte von durch und durch demokratiewidrigem Charakter, die mit ihren allbeherrschenden Einflußmitteln vier Jahre lang die öffentliche Meinung der westdeutschen Bevölkerung geformt und gemodelt haben, bis sie reif für die «freien Wahlen» vom Sommer 1949 war.

    Das weiß man in der Ostzone nur zu genau und fühlt sich darum in puncto Demokratie gegenüber dem Westen durchaus nicht minderwertig; im Gegenteil, man erklärt es für grundsätzlich unmöglich, daß unter bürgerlich- kapitalistischem Regime überhaupt wirkliche Demokratie gedeihe und macht sich daher zunächst einmal an die Schaffung der wirtschaftlich-sozialen Voraussetzungen für das Funktionieren einer rechten Demokratie, sei es auch — und das ist nun die Illusion dieser Auffassung — mit den Mitteln der politischen Diktatur.“
    https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=new-001:1949:43::446#454

    • Harry56 schreibt:

      Nur zur Erinnerung: Der OB von Westberlin, W: B. , dieser stinkenden imperialistischen Besatzer – KLOAKE – leider(!!!) inmitten der DDR imlantiert, , rein künstlich aufrechterhalten (Chrustschwov, 1958 – 1961, „Berlin-Krise“…) nur unter der Drohung von Atomwaffeneinsatz der USA- träumte noch in den 1960er Jahren von „Kornkammern im Osten“….., SPD….., auf welche sein Revanchisten – Gebilde „Deutschland“, also in Fakt die damalige Adenauer -BRD, nicht verzichten könne…

      Nach diesem Kerl sind in der heutigen BRD viele Straßen und Plätze benannt, einfach nur widerlich…., 1973 der berüchtigte „Friedensnobelpreis“…… , noch Fragen?

      Aber, aber: : Alles reine MACHTFRAGEN!

      • Weber Johann schreibt:

        Harry56 warum so zögerlich, du schreibst: „Der OB von Westberlin, W: B“.
        Mit W:B. ist Willy Brandt gemeint. Willy Brandt vom Westen als Friedensnobelpreisträger gekürt.

        Willy Brandt, ein Antikommunist, der verantwortlich ist, das in der Alt-BRD über 3 Millionen Menschen bespitzelt, verfassungsrechtlich „überprüft“ worden sind. Brandts Radikalenerlass von 1972 ist verantwortlich über eine Hetzjagd mit dem Ziel, alles was im öffentlichen Dienst nach kommunistisch riecht, muss entfernt werden. Tausende Arbeiter wurden aus dem öffentlichen Dienst entlassen. In den 1950-iger und 1960-iger Jahren hatte der SPD-Vorstand, dem auch Willy Brandt angehörte, jedes SPD-Mitglied, dass des Kontakts mit Kommunisten bezichtigt wurde, aus der Partei geworfen.

        Für was ist Willy Brandt noch verantwortlich?
        In der österreichischen Zeitung „der Neue Mahnruf“ 1962 – Heft 4 fand ich folgendes:

        „WESTBERLINER POLIZEIRAT ALS KRIEGSVERBRECHER VERHAFTET.
        Am 28. Februar veröffentlichte die „Frankfurter Rundschau“ einen Bericht ihre Skandinavienkorrespondenten aus Kopenhagen, in dem es unter anderem heißt: Von der Kopenhagner Zeitung „Information“ erhobene Vorwürfe gegen den Innendienstleiter der Polizeistation Berlin-Charlottenburg, Wilhelm Graurock, haben in Dänemark erhebliches Aufsehen erregt« Graurock soll identisch sein mit dem SS-Hauptsturmführer gleichen Namens, der im Jahre 1943 nach Kopenhagen gekommen war und aktiv an Repressalien gegen die dänische Bevölkerung teilgenommen hatte.
        Wie die Zeitung mitteilte, hat der Berliner Regierende Bürgermeister Willy Brandt eine Untersuchung der Vorwürfe zugesagt. Nach Informationen aus Westberlin wurde die politische Abteilung des Polizeipräsidiums mit der Klärung des Falles beauftragt. ….“
        https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=dnm&datum=1962&page=20&size=45&qid=EZ4EBR17CKHPMXO4OERVFFSTE4HMB9

        Das machte mich neugierig. Und sieh da, jetzt kam die eine andere Seite von Willy Brandt zum Vorschein:

        „Neues Deutschland“ vom 4.3.1961
        Der Günstling seines Chefs

        Kurz vor Mitternacht wird am 1. Februar 1944 im Kopenhagener Stadtteil Vanlöse auf offener Straße ein 24jähriger dänischer Polizist namens John Christian Falkenaa erschossen. Der ahnungslose junge Mann hatte Dienstschluß und war auf dem Weg nach Hause, als ihn die tödlichen Kugeln trafen. Mord! Und zu den Mördern gehörte der SS-Hauptsturmführer Wilhelm Graurock. Damals ahnte er noch nicht, daß er ein Dutzend Jahre später Günstling Willy Brandts sein würde.

        Graurocks Komplicen wurden in Dänemark hingerichtet. Er selbst aber tauchte unter, blieb ungeschoren. Hielt er sich versteckt? Lebte er unter falschem Namen? Keines von beiden. Der Mörder ging nach Westberlin, trat der Frontstadtpolizei (Anmerkung: Westberliner Polizei) bei und avancierte auf der Rangleiter Stufe um Stufe, bis er im vergangenen Jahr zum Polizeirat befördert wurde.

        Wußte der Schöneberger Senat, daß Graurock in Dänemark auf der Kriegsverbrecherliste steht? Selbstverständlich. Der verstorbene Westberliner Innensenator Lipschitz sah sich sogar gezwungen, die Identität des Polizeirates Graurock mit dem SS-Mörder Graurock zuzugeben. Trotzdem wurde dem Mann kein Haar gekrümmt.

        Jetzt hat in Dänemark die Kriminalpolizei nochmals bestätigt, daß nach Graurock gefahndet wird. Was aber geschieht in Westberlin? Frontstadtbürgermeister Williy Brandt stellt sich sofort vor den Mörder und lügt der dänischen Öffentlichkeit frech ins Gesicht. Es müsse erst einmal festgestellt werden, ob Graurock überhaupt mit Graurock identisch sei. Und die Mutter des hingemordeten jungen Dänen, die empörte Öffentlichkeit muß erfahren, daß SS-Hauptsturmführer Grourock noch immer ungeschoren seine Polizeistiefel unter den Schreibtisch in der Polizeiinspektion Charlottenburg strecken kann, wo er Stellvertreter des Inspektionsleiters ist. Eine Welle des Entsetzens und der Entrüstung geht durch Dänemark, der Bluthund aber ist weder beurlaubt, noch suspendiert, weder festgenommen, noch gibt es einen Haftbefehl gegen ihn, nein, er ist ein Hüter der Westberliner Rechtsstaatlichkeit, ein Verteidiger der „freien” Welt. Graurock ist nicht etwa der einzige. Ein paar Zimmer weiter, in der gleichen Polizeiinspektion, sitzt der heutige Polizeikommissar und frühere SS-Obersturmführer und Oberleutnant der Feldgendarmerie, Hans-Joachim Kohlmorgen, ebenfalls des Mordes überführt. Bis hinauf zum Polizeipräsidenten Duensing, ehemals Regimentskommandeur der Faschisten, ist die gesamte Frontstadtpolizei von Nazis und SS-Banditen durchsetzt.

        Ob Attentate gegen S-Bahn, ob Terror gegen Friedenskämpfer, ob Provokationen gegen die DDR-Staatsgrenze, dazu eignen sich nur jene, die auch unter Hitler geeignet waren.

        Ein Sammelbecken für Nazis, für Korrupte und für Schwerverbrecher — das ist die Frontstadt unter Willy Brandt, buchstäblich ein Querschnitt durch ein Zuchthaus. Und wo in der Welt könnte man darauf verzichten, um ein Zuchthaus eine sichere Mauer zu ziehen. nt
        https://dfg-viewer.de/show/?set%5Bmets%5D=https://content.staatsbibliothek-berlin.de/zefys/SNP2532889X-19620304-0-0-0-0.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=8

        „Berliner Zeitung“ vom 9.9.1958
        Der üble Geist
        „Das ist nicht nur erlaubt, sondern direkt erforderlich“. Mit diesen Worten setzte sich Brandt im März 1958 in der Ullstein-BZ für die verbrecherische Tätigkeit der Agentenzentralen ein.
        Erlaubt und erforderlich ist für ihn a!so auch der Giftmord mit dem gefährlichen Gift Kantharidin, das zu den Requisiten der berüchtigten KgU (Anmerkunge: Terrorgruppe „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“) gehört. Mittels dieses Giftes sollten führende Funktionäre der DDR ermordet werden. Der Prozeß gegen KgU-Giftmischer Kaiser (unser Bild) brachte es vor einigen Jahren zu Tage.

        Anmerkung: KgU (Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit) war eine Terrorgruppe, die viele Verbrechen, begangen in der sowjetisch besetzten Zone, in der DDR zu verantworten hatte. Diese Terrorgruppe wurde von Bundeskanzler Adenauer finanziert.

        Bei einem anderen blog habe ich von Ulrike Spurgat einen sehr wichtigen Satz gelesen. Er lautet: „Maxim Gorki der große sowjetisch/russische Dichter, der u.a. „Die Mutter“ schrieb erkennt:„Schaut fleißig in die Vergangenheit, dort findet ihr alle Rätsel erklärt“.“

  10. kaki1310 schreibt:

    „Am 7. Oktober 1949 wurde der erste deutsche sozialistische Staat der Arbeiter und Bauern gegründet…“ und am 09.11.1989 wurde dieser von genau den Selben wieder zerstört, nach dem wir vom „großen Bruder“ verraten und für eine mündliche Zusage eines Lügenbarons, dass die NATO nicht einen Daumen breit nach Osten rücke, verkauft und von einer unfähigen Parteiführung fallen gelassen wurden. Ich wünsche allen „Bürgerrechtlern“ und „Montagsdemonstranten“, dass sie heute mit ALG II Almosen auf der Staße herumkriechen und nicht wissen, ob sie im Winter ihre Miete bezahlen, heizen oder essen sollen.

    MfG

    Karsten Bült

    • prkreuznach schreibt:

      Allerdings sind die meisten „Bürgerrechtler“ mit Posten belohnt worden. Auf keinen Fall ist jemand von denen ein Sozialfall geworden.

      • sascha313 schreibt:

        So ist es! Und noch immer wird diesen Typen, die die DDR in den Schmutz ziehen, Zucker in den A… geblasen. Mittlerweile wurden in den vergangenen über 30 Jahren runde 5 Mrd. Euro Steuergelder für die von Kohl verordnete Delegitimierung der DDR verpulvert.

  11. Pingback: Am 7. Oktober 1949 wurde der erste deutsche sozialistische Staat der Arbeiter und Bauern gegründet… — Sascha’s Welt | Schramme Journal

  12. Weber Johann schreibt:

    Noch etwas zu den Erfolgen“ dieser sogenannten „Bürgerrechtlern“.

    Meine Quellen zeigen mir, es war ein Umsturz, der schon einige Jahre vorher zum Laufen begann.

    1) Willy Wimmer – USA entwirft Russische Verfassung
    60 Jahre Bundeswehr – Podiumsgespräch des Deutschen Bundeswehrverbands
    Minute 26:00 bis 27:30
    „…wir waren jedes Jahr in Amerika solange ich Vorsitzender war und im Sommer 1988 erklärte uns, direkt nach der Landung die Führungsspitze, der ihnen auch bekannten CIA Langley, alles das was wir jahrzehntelang über den Warschauer Pakt gesagt haben, muss relativiert werden, das was die Russen, die Sowjets in Mitteleuropa machen ist ein glatter Ausfluss von Adolf und Napoleon. Die machen dies alles zur Verteidigung von Mütterchen Russland und das ist die Situation mit der wir es zu tun haben.
    Das Zweite was die uns im Weißen Haus sagten der spätere amerikanische Botschafter in Moskau Matlock und
    Sven Kramer war. Man saß damals ich muss sagen 1988 offensichtlich nach den nach deren Aussage im Weißen Haus zusammen mit den Sowjets und arbeiteten in Washington an einer neuen sowjetischen Verfassung und die Tagesordnung des Zentralkomitee der KPDSU wurde zu dem Zeitpunkt in Washington gemacht.
    Das machte doch deutlich, dass sich Ungeheures entwickeln würde……“

    Leider ist das Video bei youtube gelöscht

    2) Schachmatt Strategie einer Revolution oder Fallstudie amerikanischer Politik
    Minute 5:30 bis 6:35
    „…erkennt der Diktator den Ernst seiner Lage zu spät, denn er ist ein Dorn im Auge von Moskau und Washington. Europas Einigung steht auf dem Spiel, die Grundvoraussetzung für die Deutsche Wiedervereinigung innerhalb der NATO und Amerikas Ziel. Ende 1989 steht Ceausescu im Weg. Es bleibt wenig Zeit zum Handeln.
    Aussage des ungarischen Ministerpräsident Nemeth:
    deshalb ist es wichtig, diejenigen aus dem Weg zu räumen, die diesen Prozeß aufhalten und verhindern würden, u.a. Ceausescu….“

    Ein sehr wichtiges Video. Es zeigt, wie in Süddeutschland die Leute ausgebildet wurden, die dann in Rumänien eine wichtige Rolle spielen sollten.

    3) West-CDU-Zeitung „Neue Zeit“ vom 11. April 1990
    „Wende in der DDR auch durch Vorarbeit der Kirchen
    Natho: Irrtum im Blick auf Dauer des Sozialismus
    Berlin (NZ/idea). [,,,] Die in den siebziger Jahren aufgekommene Selbstbezeichnung „Kirche im Sozialismus“ war nach Nathos Darstellung eine „Ausweichformel“, um eine Anerkennung der DDR zu umgehen. Die Wende im letzten November konnte sich, so der Kirchenpräsident, nicht nur auf Oppositionsgruppen, sondern auch auf eine zwanzigjährige Vorarbeit der Kirchen stützen. Jetzt wünscht er sich eine Ruhepause, besonders im Blick auf die wachsenden Vorwürfe gegen Verantwortliche, mit dem Staatssicherheitsdienst zusammengearbeitet zu haben. […] Vorsitzender ist der Leiter des Diakoniewerks Lobetal bei Berlin, Pastor Uwe Holmer.“

    In der DDR gab es viele Trojanische Pferde des Westens. Die Kirchen waren mit dabei. Die sogenannten „Bürgerrechtler“ waren nur „Beiwerk“.

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