Thomas Röper: Kriegerische Hetzpropaganda gegen Rußland

ScheißblattWir übernehmen den Beitrag des Autors Thomas Röper, um dem Leser einen tieferen Einblick zu bieten, mit welchen Methoden die anti-russische Propaganda in der Zeitschrift „Spiegel“ betrieben wird. Daß dies kein Einzelfall ist, zeigt sich auch bei anderen privat-kapitalistischen Medienportalen, die auf ähnlich aggressive Weise ihre Haßpropaganda verbreiten. Von einer „freien und unabhängigen Medienberichterstattung“ kann hier also nicht die Rede sein. Ganz abgesehen davon, daß auch der Autor des nachfolgend wiedergegebenen Beitrags es versäumt, auf die klassenmäßigen Hintergründe einzugehen. Denn bekanntlich ist auch Rußland ein kapitalistischer Staat, dessen herrschende Klasse seit 1990 die russischen Oligarchen sind – deren Machtinstrument ist eben der russische Staat…

Schon Stalin hatte darauf hingewiesen, daß die ungleichmäßige Entwicklung und Konkurrenz der kapitalistischen Staaten untereinander nicht selten Anlaß zu kriegerischen Auseinandersetzungen bietet.

„Die Verschärfung des Kampfes um die Auslandsmärkte“, sagte Stalin auf dem XVII. Parteitag der Kommunistischen Partei, „die Vernichtung der letzten Reste des Freihandels, die Schutzzölle, der Handelskrieg, der Valutakrieg, das Dumping und viele andere analoge Maßnahmen, die einen extremen Nationalismus in der Wirtschaftspolitik offenbaren, haben die Beziehungen zwischen den Ländern aufs äußerste zugespitzt, haben den Boden für kriegerische Zusammenstöße geschaffen und den Krieg als Mittel zur Neuaufteilung der Welt und der Einflußsphären zugunsten der stärkeren Staaten auf die Tagesordnung gesetzt.“ (J. Stalin, Werke , Bd.13, S.259f.)

Anti-russische Propaganda im „Spiegel“

Über die Weihnachtstage hat der Spiegel jeden Tag Propaganda-Artikel verbreitet, um die anti-russische Stimmung auch über die Feiertage anzuheizen. Eine Analyse der vom Spiegel eingesetzten Propaganda-Techniken.

von Thomas Röper

Auch über Weihnachten mußte im Spiegel das anti-russische Feuerwerk am Laufen gehalten werden. Dazu hat der Spiegel drei Artikel veröffentlicht, den ersten am Abend des 23., den zweiten am Abend des 24. und den dritten am Abend des 25. Dezember. So wurde sichergestellt, daß Spiegel-Leser in der nachrichtenarmen Zeit der Feiertage trotzdem jeden Morgen einen Artikel zu sehen bekommen haben, der sie daran erinnert, wer der Böse ist. Da die Intervalle der Veröffentlichungszeitpunkte darauf hinweisen, daß diese Regelmäßigkeit gewollt war, lohnt es sich die in den Artikeln eingesetzten Propaganda-Techniken zu analysieren.

Rußlands angebliche Drohungen

Beim Spiegel hat es Tradition, von Rußlands angeblichen „Drohungen“ zu berichten, wie ich immer wieder aufgezeigt habe. Die Beispiele zeigen, daß die angeblichen russischen Drohungen jedes Mal Erfindungen der Spiegel-Redaktion gewesen sind, zumal keine der angeblichen Drohungen hinterher je umgesetzt worden ist.

Aber da so unwichtige Details wie die Wahrheit den Spiegel nicht interessieren, hat er auch am 23. Dezember mal wieder getitelt „Rußlands Drohungen und der Westen – Will Putin wirklich die Ukraine angreifen? Und wenn ja – was dann?“ und detailliert über angebliche russische Truppenaufmärsche an der ukrainischen Grenze berichtet. Dazu hat der Spiegel auch wieder Satellitenbilder gezeigt, die schon über einen Monat alt sind und gar nicht von der ukrainischen Grenze stammen, sondern hunderte Kilometer entfernt in der russischen Jelnja aufgenommen wurden, wie ich hier aufgezeigt habe.

Als Beleg zeigte der Spiegel außerdem eine Landkarte mit den Standorten des angeblichen russischen Truppenaufmarsches. Auf der Karte sieht das überzeugend aus, denn auf ihr fehlen Maßstabsangaben. So wird dem Spiegel-Leser verheimlicht, daß der angebliche russische Truppenaufmarsch an der ukrainischen Grenze in Wahrheit mehrere hundert Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt stattfindet.

Zur Verdeutlichung ein Beispiel: Als die USA 1991 den Irak angegriffen haben, da haben sie ihre Truppen nicht 300 Kilometer entfernt von der irakischen Grenze aufgestellt, sondern direkt an der Grenze. Jeder mitdenkende Leser könnte an der Landkarte leicht erkennen, daß es keinen aggressiven russischen Truppenaufmarsch gibt, weshalb der Spiegel zu Sicherheit keinen Maßstab auf der Karte angegeben hat. Danach hat der Spiegel – pünktlich zum Fest der Liebe – in seinem Artikel auch noch darüber spekuliert, wie ein russischer Angriff auf die Ukraine ablaufen könnte, wobei der Spiegel natürlich nur Vertreter der Ukraine zitiert hat, ohne auch die andere Seite zu Wort kommen zu lassen.

Putin und die Ukraine

Um dem Leser zu suggerieren, daß Rußland die Ukraine angreifen wolle, schrieb der Spiegel zum Beispiel:

„Im Sommer schrieb Putin in einem Essay sinngemäß, die Ukraine sei gar kein eigener Staat.“

Das ist ebenfalls eine Lüge und der Spiegel verlinkt als Beleg auf einen Artikel von Christian Esch, dem Chef des Moskauer Spiegel-Büros. Der Artikel von Esch war ein moralischer Tiefpunkt dessen, was der Spiegel als „Journalismus“ bezeichnet, wie ich hier aufgezeigt habe. Hinzu kommt, daß Putin das, was Esch ihm im Spiegel unterstellt, nie geschrieben hat, was Sie hier überprüfen können, denn ich habe Putins Artikel seinerzeit übersetzt.

Der Spiegel relativiert Betrug

Eine weitere interessante Formulierung des Spiegel war folgende:

„Rußland fühlt sich, so Putin, von der Nato-Osterweiterung »betrogen« und beruft sich auf mündliche Zusagen. Allerdings gab es bei den Verhandlungen über die deutsche Einheit keine rechtlich bindenden Zusagen über die Rolle der Nato nach der Wiedervereinigung.“

Das stimmt und das behauptet Rußland auch nicht. Rußland beruft sich – wie der Spiegel korrekt schreibt – auf mündliche Zusagen, die Gorbatschow 1990 von den USA und der NATO bekommen hat. Es wird Gorbatschow in Rußland ja gerade vorgeworfen, daß er sich, als er grünes Licht für die deutsche Wiedervereinigung gegeben hat, auf mündliche Zusagen verlassen und keine schriftlichen Garantien gefordert hat.

Der Spiegel findet es offensichtlich in Ordnung, wie Gorbatschow über den Tisch gezogen wurde und dass der Westen die mündlichen Versprechen, die er 1990 gegeben hat, schon kurz darauf gebrochen hat. Der Spiegel wechselt daher schnell das Thema, anstatt das zu erklären, denn wenn der Spiegel-Leser wüßte, daß der Westen Rußland seit 1990 immer wieder kalt lächelnd betrogen hat, dann könnte der Spiegel-Leser verstehen, warum Rußland nun schriftliche Sicherheitsgarantien von den USA fordert.

Das Minsker Abkommen

Der Spiegel-Artikel ist sehr lang und ich kann hier nicht auf alles eingehen, weil wir uns ja auch noch die Artikel der folgenden Tage anschauen wollen. Aber ein Punkt sei noch erwähnt, weil er zeigt, wie dreist der Spiegel lügt. Meines Wissens zeigt der Spiegel in diesem Artikel zum ersten Mal zumindest eine Kurzzusammenfassung der 13 Punkte des Minsker Abkommens, denn den kompletten Inhalt des Abkommens haben die deutschen Medien ihren Lesern seit 2015 konsequent verschwiegen. Allerdings hat der Spiegel seine Kurzzusammenfassung geschickt formuliert, denn er verschweigt seinen Lesern darin wieder, daß es Kiew ist, daß das Abkommen nicht erfüllt. So schreibt der Spiegel über Punkt 9 des Abkommens zu Beispiel:

„Die vollständige Kontrolle der ukrainischen Staatsgrenze durch ukrainische Kräfte – also auch an der Grenze zu Rußland“

Weil Kiew die Grenze bekanntlich bis heute nicht kontrolliert, erweckt das den Eindruck, als erfülle Rußland das Abkommen nicht. Der Spiegel führt seine Leser bewusst in die Irre, denn Punkt 9 lautet in dem Abkommen vollständig:

„Wiederherstellung der vollständigen Kontrolle über die Staatsgrenze vonseiten der Regierung der Ukraine in der gesamten Konfliktzone, die am ersten Tag nach den Kommunalwahlen beginnen soll und nach der allumfassenden politischen Regulierung (Kommunalwahlen in den gesonderten Kreisen der Gebiete Donezk und Lugansk auf der Basis des Gesetzes der Ukraine und eine Verfassungsreform) endet, zum Ende des Jahres 2015 unter der Bedingung der Erfüllung des Punktes 11 – bei Konsultationen und in Abstimmung mit Vertretern der gesonderten Kreise der Gebiete Donezk und Lugansk im Rahmen der Trilateralen Kontaktgruppe.“

Das bedeutet, daß Kiew eine ganze Reihe in den anderen Punkten des Abkommens genannten Voraussetzungen (Gespräche mit den Rebellen, gemeinsam organisierte Wahlen, Verfassungsreform zur Garantie eines Sonderstatus für den Donbass, Generalamnestie, etc.) erfüllen muss, bevor es die Kontrolle über die Grenze bekommt. Aber Kiew hat nicht einen der genannten Punkte erfüllt, das erfährt der Spiegel-Leser jedoch nicht. Den vollständigen Text des Abkommens inklusive Erläuterungen zu den 13 Punkten finden Sie hier.

Das Zauberwort „angeblich“

Am 24. Dezember hat der Spiegel einen Artikel mit der Überschrift „Lwiw – Rußland berichtet von angeblichem Angriff auf Konsulat in der Ukraine“ veröffentlicht. In der Überschrift suggeriert der Spiegel mit dem Wort „angeblich„, daß es möglicherweise gar keinen Angriff auf das russische Konsulat in Lwiw gegeben haben könnte, daß das also alles wieder einmal nur russische Propaganda ist. In der Einleitung des Artikels geht es in gleicher Form weiter:

„Ein Unbekannter soll einen Molotowcocktail auf das russische Konsulat im westukrainischen Lwiw geworfen haben. Das russische Außenministerium spricht von »Russophobie« – und gibt der ukrainischen Regierung die Schuld.“

In Wahrheit betreibt nicht Rußland, sondern der Spiegel Propaganda, denn es gab den Angriff wirklich und nichts daran war „angeblich„. Und dass Rußland der ukrainischen Regierung die Schuld gibt, ist begründet. Laut den international gültigen Abkommen ist das Gastland für die Sicherheit der ausländischen Botschaften und Konsulate verantwortlich und wenn es Hinweise auf Bedrohungen gegen ausländische Vertretungen gibt, ist das Gastland verpflichtet, die Botschaften und Konsulate anderer Staaten zu schützen.

Da die ukrainische Regierung selbst die anti-russische Stimmung im Land anheizt, die Menschen anti-russische radikalisiert und Russen sogar als „Untermenschen“ bezeichnet, müsste Kiew die russischen Vertretungen besonders schützen – und zwar vor den Folgen der eigenen anti-russischen Propaganda.

Irreführende Überschrift im Spiegel

Dass es den Angriff auf das russische Konsulat tatsächlich gegeben hat, erfährt der Spiegel-Leser erst recht weit unten in dem Artikel, wobei der Spiegel nicht darauf eingeht, daß seine Überschrift dank der Verwendung des Wortes „angeblich“ irreführend ist, sondern davon ablenkt, indem er kurz erwähnt, daß Rußland den Angriff als Terrorakt einstuft, während Kiew das anders sieht:

„Die Polizei im westukrainischen Lwiw konnte einen Terrorangriff zunächst nicht bestätigen und spricht von »Hooligans«. Untersuchungen würden eingeleitet.“

Wir können also festhalten, daß der Spiegel sehr wohl wußte, daß es den Angriff gegeben hat, er aber trotzdem das Wort „angeblich“ in die Überschrift einzubauen. Was ist das anderes als bewußte Desinformation, als Propaganda?

Desinformationen über die Lage im Donbass

Am 25. Dezember legte der Spiegel noch einmal nach und berichtete unter der Überschrift „Winterfront – OSZE beobachtet Verstöße gegen Waffenstillstand in Ostukraine“ von Verstößen gegen die im Minsker Abkommen und anderen Abmachungen festgelegte Waffenruhe im Donbass. Der Artikel begann folgendermaßen:

„In der Ostukraine scheint sich die Lage nach einem neuen Anlauf für einen Waffenstillstand nicht zu beruhigen. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) berichtete in der Nacht zum Samstag von mehr als 200 Verstößen in den Gebieten Donezk und Luhansk. Diese Angaben stützen sich auf Beobachtungen vom Donnerstag. Zuvor hatten sich die Konfliktparteien darauf verständigt, sich wieder an einen vor anderthalb Jahren vereinbarten Waffenstillstand halten zu wollen.
Die ukrainische Armee teilte am Samstagmorgen mit, die gegnerische Seite habe am Vortag fünfmal gegen die Vereinbarung verstoßen. Ein Soldat sei verletzt worden. Diese Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.“

Da der Spiegel nur über Verluste und Schäden berichtet, die die Ukraine meldet, aber nie über die Schäden und Verluste auf Seiten der Rebellen, hat der Spiegel-Leser den Eindruck, daß die Rebellen die Angreifer sind und gegen die Waffenruhe verstoßen. Das ist durchaus amüsant, denn ein aufmerksamer Spiegel-Leser könnte selbst dahinter kommen, daß das gelogen ist. Dass das so wenige bemerken zeigt, wie sehr die Leser der „Qualitätsmedien“ beim Lesen ihr Gehirn ausschalten und sich nur berieseln lassen, anstatt mitzudenken. Der Spiegel berichtet nämlich einerseits über 200 Verstöße, andererseits aber auch, daß die Ukraine den Rebellen nur fünf Verstöße vorwirft. Das bedeutet, daß es die Ukraine gewesen sein muss, die 195 Mal gegen die Waffenruhe verstoßen hat. Ist das so? Das wollen wir überprüfen.

Die OSZE-Berichte

Die OSZE-Berichte zu lesen, ist eine Kunst für sich. Sie berichten sehr detailliert über alles, was sie beobachten, sie berichten jedoch praktisch nie, wer gegen die Waffenruhe verstößt. So kann man in dem OSZE-Bericht, auf den der Spiegel sich stützt, eine lange Tabelle mit den Verstößen der letzten 24 Stunden finden. Dort wird auch angegeben, womit die OSZE die Verstöße festgestellt hat: Und zwar mit festmontierten Beobachtungskameras. Die OSZE schreibt dazu auch, wo die Kameras sind, auf dem von Kiew oder dem von den Rebellen kontrollierten Bericht.

Allerdings sagt das noch nichts darüber aus, wer gegen die Waffenruhe verstoßen hat, denn wenn zum Beispiel eine Kamera auf dem Gebiet der Rebellen eine Explosion aufnimmt, dann weiß man nicht, auf welcher Seite der Front sich die Explosion ereignet und wer sie verursacht hat. Daß das so ist, wie ich hier behaupte, zeigt das aktuelle Beispiel. In dem Bericht werden 173 Verstöße in Tabellenform aufgelistet, wobei 88 von auf dem Gebiet der Rebellen stationierten Kameras aufgezeichnet wurden und 85 von auf dem Kiewer Gebiet stehenden OSZE-Kameras. Trotzdem zitiert der Spiegel die ukrainische Seite mit den Worten, die Rebellen hätten fünf Mal gegen den Waffenstillstand verstoßen und nicht 85 Mal.

Es ist generell vielsagend, die Meldungen Kiews zu lesen und mit den OSZE-Berichten abzugleichen. Kiew hat zum Beispiel für den 25. Dezember keine Verstöße der Rebellen gemeldet. Die Rebellen hingegen haben an dem Tag gemeldet, daß die ukrainische Armee mit zwei lenkbaren Anti-Panzerraketen in Richtung Donezk geschossen hat.

Ich beobachte den Konflikt seit 2014 und bisher hat die OSZE die Meldungen der Rebellen immer bestätigt, die Rebellen denken sich solche Angriffe nicht aus. Ob das auch dieses Mal so ist, können Sie in den nächsten Tagen selbst überprüfen, denn die Berichte der OSZE für die Vortage kommen immer einen Tag versetzt. Und im Falle von Verstößen, die keine Kamera aufgezeichnet hat, dauert es noch länger, bis sich eine OSZE-Patrouille eine solche Stelle anschaut. Aber wenn es Sie interessiert, können Sie Ende der Woche in den Berichten der OSZE nach dem Raketenbeschuß vom 25. Dezember suchen. Der Spiegel hingegen stellt all das so dar, als wären es die „pro-russischen Rebellen“, die laufend die Waffenruhe brechen.

Fazit

Der Spiegel hat in seinen Artikeln zu dem Thema, die er über Weihnachten veröffentlicht hat, bewusst Propaganda-Techniken eingesetzt. Mal hat er offen gelogen, mal Dinge nur teilweise berichtet und mal seine Leser mit suggestiven Formulierungen wie dem Wort „angeblich“ desinformiert. Dabei geht der Spiegel teilweise dreist vor und setzt ganz offensichtlich darauf, daß seine Leser bei der Lektüre nicht mitdenken. Das Schlimme ist, daß das offensichtlich funktioniert, ansonsten hätten alle Spiegel-Leser dem Propaganda-Magazin aus Hamburg längst den Rücken gekehrt, denn wer läßt sich schon gerne bewußt belügen?

Quelle: https://www.anti-spiegel.ru/2021/das-anti-russische-propaganda-weihnachtsfeuerwerk-im-spiegel/ (screenshot aus dem Originalartikel)

Hier ein Beispiel einer ähnlichen Hetzpropaganda aus einem anderen privatkapitalistischen Medienportal:

blutrünstig

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9 Antworten zu Thomas Röper: Kriegerische Hetzpropaganda gegen Rußland

  1. Hanna Fleiss schreibt:

    Ich verstehe die Haltung Russlands (in der Person von Putin) nicht in jedem Fall. Russland, obwohl als Feind der NATO-Staaten dargestellt in der westlichen Politik und Presse, ist auf vielen Gebieten des internationalen Lebens mit den westlichen Hauptstaaten verquickt. Russlands sogenanntes Ultimatum ist weltweit verständlich und begründet, aber nun wird erwartet, dass Russland wirklich etwas unternimmt.gegen die Bedrohungen an seinen Grenzen und besonders aus der Ukraine. Mir scheint, dass Putin lediglich verbal aktiv ist, nicht aber real, da er es sich mit dem Westen nicht wirklich verderben will. Zum Beispiel besitzen viele Bewohner des Donbass einen russischen Pass, sind also quasi Staatsbürger der Russischen Föderation. Russland hätte also die Verpflichtung, seine russischen Staatsbürger im Donbass vor kriegerischen Angriffen zu schützen. Putin aber sagte kürzlich in einer Rede, die Bewohner des Donbass sollten ihre Probleme allein regeln.

    Ich finde, diese Haltung unterstützt die Ernsthaftigkeit des Ultimatums an die USA nicht besonders gut. Ich verstehe, dass Russland jeden Krieg in der Ukraine vermeiden will, meiner Ansicht nach eine sehr humane Haltung, die ich von jedem Staat der Welt erwarten müsste im Zeitalter von Atom- und anderen hochspezialisierten Vernichtungswaffen. Mir scheint es so, dass die USA und die westlichen Hauptstaaten Russland überhaupt nicht ernstnehmen, weil nur Worte hin und her fliegen. Ich kann mich natürlich täuschen, und ganz gewiss täusche ich mich, ich bin ja keine Diplomatin, aber ich habe die Befürchtung, dass es in naher Zukunft zu einem Krieg der NATO-Armeen gegen Russland kommen wird. Wie ein Publizist mal sagte: Beten ist angesagt.

    • sascha313 schreibt:

      Da gebe ich Dir recht… ich denke jedoch, Putin ist ein „Spieler“. Er ist ein Geheimdienstmann und sagt sowieso nicht das, was er denkt. Daß der Frieden in Europa in den letzten Jahren erhalten blieb, haben wir zweifellos auch Putin und Lawrow zu verdanken. Das Verhältnis zum IWF, WHO und EU ist zurückhaltend, aber im Interesse der herrschenden Klasse Rußlands.

  2. ralfbielefeld schreibt:

    Gute Nachricht Memorial wurde stillgelegt

    • sascha313 schreibt:

      Ja, das ist wirklich eine gute Nachricht; die haben schon genug Unheil angerichtet… angebliche „historische Straflager“ neu aufgebaut und als „Gedenkstätten“ für die „Opfer des Kommunismus“ eingerichtet usw.

  3. Erfurt schreibt:

    Warum sollte Putin in die Ukraine einmarschieren? Warum dazu wochenlang seine Truppen an der Grenze hin und her marschieren lassen?

    Was die StaatsMedien täglich melden ist an Schwachsinn kaum zu toppen. Wenn Putin einmarschieren wollte wäre er längst drin. Aber er macht das Gegenteil. Und wir wissen auch warum!!!

  4. Harry56 schreibt:

    Na, na, „Erfurt“, ganz einen ganz persönlichen heißen Draht zu Putin, um zu wissen, warum er noch nicht „einmarschiert“ ist, Whats App oder doch gleich Telegram? 🙂

  5. Erfurt schreibt:

    Putin ein Feind der NATO!? Wer’s glaubt! Wenn es um die Neuaufteilung der Welt geht, konkret geht es um die Aufteilung der Ukraine die ja bereits gespalten ist, verfolgen EU/NATO/USA/Russland ja dieselben Ziele!!! – Im übrigen setzt Putin sein eigenes Volk mit Corona extrem unter Druck (danke Nikita).

    • sascha313 schreibt:

      So denke ich auch. Daß Putin sein Volk unter Druck setzt, ist das Ziel der Oligarchen. Und das geschieht tagtäglich: die Menschen werden aufgefordert, sich „impfen“ zu lassen, es wird mit dem QR-Paß gedroht und täglich werden die „Inzidenzen“ verkündet. Da geht auch der russische Imperialismus über Leichen, das kann man nicht schönreden!

      Neueste Meldung:„Skworzowa bezweifelt das Ende der Coronavirus-Pandemie im Jahr 2022. Es wurde ursprünglich angenommen, daß die Coronavirus-Pandemie im Sommer 2022 endet, aber vor dem Hintergrund des beschleunigten Prozesses der Infektion kann nicht behauptet werden, daß die Prognose wahr wird, sagte die Leiterin der Föderalen Medizinischen und biologischen Agentur (FMBA), Veronica Skworzowa, im TV-Sender «Russia 24».“ – so geht Panikmache auf Russisch!

      Die Folge: In Uljanowsk hat der neue „Gouverneur“ eine Verschärfung der Maßnahmen angekündigt, Sofort wurde in einigen Betrieben gefordert, daß alle eine „Impfbescheinigung“ oder ein ärztliches Attest vorzulegen haben… Wenn das nicht ein Zeichen von Diktatur ist, was dann…?

      In seiner Neujahrsansprache schmierte Putin den Russen Honig ums Maul und dann sagte er: „Gemeinsam kämpften wir weiter gegen eine gefährliche Epidemie, die alle Kontinente erfaßt hat und sich noch nicht zurückzieht. Eine heimtückische Krankheit hat Zehntausende von Menschenleben gekostet. Ich möchte Worte der aufrichtigen Unterstützung für alle ausdrücken, die Angehörige und Freunde verloren haben », sagte der Präsident. Und am Schluß redete er von Solidarität, von Liebe, Kindern und Familien und versprach, den „Wohlstand weiter erhöhen“ zu wollen. Ja, für wen eigentlich? Ein Hohn auf die niedrigen Renten und die ärmlichen Lebensbedingungen der einfachen Leute auf dem Lande und der miserablen Gesundheitsversorgung…

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