Die Stadt Kraków wacht auf…. Aktuelle Ereignisse in Polen. Was ist Freiheit? Wo beginnt – und wo endet sie?

Ivan KrakowIn Kraków ist viel los. Ich schreibe diesen Beitrag dank einer meiner Leserinnen. Sie hat an den unten beschriebenen Ereignissen teilgenommen, und dies ist ihr Bericht aus unserem Nachbarland Polen.

In Kraków hat sich in letzter Zeit viel getan. Die Menschen versammeln sich in großer Zahl, äußern ihre Meinung, ihre Unzufriedenheit, protestieren und haben auch Spaß – so geschehen bei der Demonstration gegen das „Gesetz über die sanitäre Segregation“ am 16. Januar 2022 und beim Integrationsball der Freiheitskreise am 22. Januar 2022.

Schon von vielen Seiten wurde uns berichtet, daß man schon jetzt, wenn man über die Grenze nach Polen kommt, das Gefühl hat, aus einem Gefängnis entkommen zu sein – keine Grenzkontrollen, alles offen: Bars, Restaurants und Schwimmbäder… ein buntes Leben – die pure FREIHEIT…

Manifestation gegen die Zwangsmaßnahmen in Polen

An der Kundgebung gegen das „Gesetz über die sanitäre Segregation“ nahmen u.a. Justyna Socha von der gesamtpolnischen Vereinigung für das Wissen über Impfungen „STOP NOP“, Vertreter des Vereins Małopolski Bunt und der Krakauer Versammlung sowie Jan Góral, ein Organisator lokaler Veranstaltungen und ein Krakauer Aktivist für die Integration von Menschen teil. Es waren auch Familien und Freunde derjenigen anwesend, die nach der Verabreichung der „Spritze“ gestorben sind und ihre Fotos als Warnung vorlegten. Es gab auch Demonstranten. Mein Freund schätzte, daß es etwa 500 Menschen gewesen sein könnten, aber ich glaube, es waren viel mehr (was auch Adam Hareńczyk von Małopolski Bunt bestätigte, der sagte, es seien etwa tausend gewesen).

(Begriffserklärung: Segregation – Absonderung, Trennung, Ausscheidung.)

Manifestation auf dem Alten Markt Kraków mit dem russisch-polnischen Sänger Ivan Komarenko

„IN KRAKAU FAND IM SYMPOSIUM-HOTEL EIN GROSSARTIGES TREFFEN DER FREIEN VOLKSBEWEGUNG AUS KLEINPOLEN UND EINE GROSSE KARNEVALSFEIERSTATT, DIE BIS MITTERNACHT DAUERTE. ZUM BEDAUERN ALLER, DIE NICHT AN DIESEM TREFFEN TEILGENOMMEN HABEN, HABEN SICH ETWA 300 FREIE POLEN AUS VERSCHIEDENEN FREIHEITSORGANISATIONEN UNSERER REGION ZU EINER GROSSEN GEMEINSCHAFT ZUSAMMENGESCHLOSSEN. DAS IST DER ERSTE AKKORD DER GROSSEN VERÄNDERUNG VON 2022 IN POLEN UND DER WELT!“

Ivan

An beiden Veranstaltungen nahm auch Ivan Komarenko teil, der sich aktiv dafür einsetzt, die Menschen auf das aufmerksam zu machen, was derzeit vor unseren Augen geschieht. Ivan ist eine der wenigen Ausnahmen unter den Künstlern, die kompromißlos aus dem Mainstream-Narrativ in Bezug auf die derzeit angesagtesten Krankheiten und „Drogen“ ausbrechen. Er unterstützt verschiedene Freiheitsveranstaltungen mit seiner Anwesenheit. Es ist wohl nicht übertrieben, ihn als zeitgenössischen Barden der Wahrheit und der Freiheit zu bezeichnen, als Förderer des unwiderruflich bevorstehenden Großen Wandels.
Und wenn man bedenkt, daß ich vor nicht allzu langer Zeit, als ich nicht wußte, daß Ivan existiert (ich höre ganz andere Musik), nachdem ich zufällig über ein Video von ihm gestolpert war, in dem er ein Lied singt, ihn für einen Ukrainer hielt, der Disco-Polo singt und unvorsichtig im Rhythmus springt (sorry Ivan 😉 )…
Ivan stammt aus dem sibirischen Teil Rußlands, in der Nähe von Irkutsk. Polen ist seine Wahlheimat, hier lebt er seit über 20 Jahren. Die Texte seiner Easy-Listening-Disco-Songs, vor allem die, die er während der Fake-Pandemie geschrieben hat, beziehen sich genau auf die Mißachtung unserer Person und die Lügen und Täuschungen, die uns von Nichtregierungsorganisationen, Politikern, „staatlichen“ Ämtern und Institutionen ständig aufgetischt werden. Wahrscheinlich war es so gewollt, daß sie in der leichten und schlichten Form von Ivans Liedern – um möglichst viele Menschen zu erreichen – direkt Informationen bekommen, die sie im Radio und Fernsehen nicht hören und die sie vielleicht auch an das Große Erwachen denken lassen.
Ich hatte Gelegenheit, Ivan im so genannten Backstage-Bereich, d.h. irgendwo in einem Café, zu erleben, wo er sich bereitwillig und zwanglos als „einer von uns“ mit den Menschen unterhält, ohne Anzeichen von Ungeduld oder Langeweile, und die Realität, einschließlich des aktuellen „Pandemie“-Schwindels, präzise und sachlich kommentiert. Er ist sich wahrscheinlich bewußt, daß das, was er sagt, bei diesen Menschen in Erinnerung bleiben und Mißtrauen gegenüber der offiziellen Version der Ereignisse, die uns von den Mainstream-Medien vermittelt wird, säen wird.
Ich hörte ihn zum Beispiel über die Nebenwirkungen von Grippeimpfstoffen sprechen, die er einst auf Anraten eines ihm bekannten Arztes genommen hatte. Eine davon war Haarausfall. Es dauerte Jahre der Behandlung, bis sein Haar wieder nachwuchs. Eine solche authentische Geschichte aus dem Munde eines berühmten Menschen hat die Kraft, die Unwissenden aufzuwecken und sie auf den Gedanken zu bringen, daß „hier etwas nicht stimmt“… Wenn er gebeten wird, ein Foto mit jemandem zu machen, stellt sich Ivan geduldig in Pose. Es ist, als ob er für sich selbst gute Energie schöpft, während er anderen – die das von ihm erwarten – sein Interesse schenkt. Er wirkt aufrichtig und kohärent in dem, was er tut, sagt und singt:) Ich hoffe, ich liege nicht falsch…
Ich habe die Idee ins Universum 🙂 geschickt, ein weiteres Integrationstreffen der Freien Menschen zu organisieren, verbunden mit Iwans Auftritt. Die Idee wurde von Leuten mit organisatorischen Möglichkeiten „aufgegriffen“ und wer weiß, ob so etwas nicht bald in der Nähe von Kraków passiert, vielleicht im Mai? Ich denke, daß es sich lohnt, auf diese Weise die Energie derjenigen zu erwidern, die trotz allem zur Wahrheit stehen und die Freiheit unterstützen, und auch Ivan – für seinen beträchtlichen Beitrag zum Großen Wandel, der sich vor unseren Augen vollzieht.
Quelle: https://wolnislowianie.wordpress.com/2022/02/06/krakow-sie-budzi-ostatnie-wydarzenia/ (gekürzt)

Ivan Komarenko – Wolność [Freiheit] (Musik und Text von Marek Grechuta)

ivan freiheit


Was ist Freiheit?

Was wir jetzt in vielen Ländern erleben, das ist ein Gefühl von Freiheit. Nach den staatlichen Zwangsmaßnahmen (die es auch in Polen gab!), den strengen Vorschriften zur Maskierung mit einem „Mund-Nasen-Schutz“ den Besuchsverboten in Alten- und Pflegeheimen, den Abstandsregel und der Polizeiwillkür gegen die beginnenden Proteste nahm die Lüge von der „Pandemie“ ihren Lauf. Doch immer mehr wurde den Menschen klar, daß sie von ihren Regierungen betrogen worden waren. Der Wunsch nach Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung wurde immer größer…

Aus dem Wörterbuch der marxistisch-leninistischen Philosophie:

Freiheit: Verhältnis des Men­schen zur objektiven Gesetzmäßig­keit in Natur und Gesellschaft, das durch deren Erkenntnis und praktische Beherr­schung gekennzeichnet ist. Wäh­rend die Notwendigkeit alle Berei­che der objektiven Realität umfaßt, ist Freiheit eine spezifisch gesellschaftli­che Kategorie und auf andere Be­reiche nicht ausdehnbar. Die Freiheit be­steht in der Einsicht in die objek­tive Notwendigkeit und in der darauf beruhenden Fähigkeit, die Gesetzmäßigkeiten mit Sachkenntnis bewußt anzuwenden und aus­zunutzen. Dies schließt zugleich die hierfür erforderlichen ökono­mischen, politischen und ideologi­schen Bedingungen ein.

Gibt es Freiheit in den Ausbeutergesellschaften?

In den ant­agonistischen Gesellschaftsordnun­gen, in denen Verhältnisse der Ausbeutung und Unterdrückung herrschen und jede demokratische und fortschrittliche politische Betä­tigung durch die besitzenden Klas­sen und ihre Machtmittel bekämpft wird, sind der Freiheit enge Grenzen ge­setzt. Deshalb können auch erst in der kommunistischen Gesell­schaftsformation alle früheren fort­schrittlichen Freiheitsbestrebungen er­füllt werden.

Der marxistisch-leninistische Freiheitsbegriff

In diesem Sinne faßt der marxistisch-leninistische Freiheitsbe­griff das Verhältnis von Notwen­digkeit und Freiheit als dialektische Be­ziehung auf und bestimmt die Freiheit als Erkenntnis der objektiven Not­wendigkeit und als Anwendung und Ausnutzung der erkannten Notwendigkeit in der gesellschaft­lichen Praxis mit dem Ziel, die na­türlichen und gesellschaftlichen Existenzbedingungen der Men­schen immer besser zu beherr­schen.

Der Zusammenhang von Notwendigkeit und Freiheit

In der dialektischen Rela­tion zwischen Notwendigkeit und Freiheit ist die Notwendigkeit stets die Voraussetzung der Freiheit, da sie abso­lut wirkt. Solange sie durch die Menschen nicht erkannt ist, setzt sie sich ihnen gegenüber spontan durch. Indem wir die Notwendig­keit erkennen und zweckvoll aus­nutzen, indem wir das Notwendige wollen und entsprechend handeln, hört die Notwendigkeit auf, spon­tan zu wirken, ist sie in der Freiheit auf­gehoben und verwandelt sich in diesem Sinne in Freiheit, ohne indessen aufzuhören, Notwendigkeit zu bleiben.

„Die Notwendigkeit ver­schwindet nicht, indem sie zur Freiheit wird.“ (LW, 38, 153)

„Nicht in der geträumten Unabhän­gigkeit von den Naturgesetzen liegt die Freiheit, sondern in der Erkenntnis dieser Gesetze, und in der damit gegebnen Möglichkeit, sie planmäßig zu bestimmten Zwecken wirken zu lassen.“ (MEW, 20, 106)

Was ist Freiheit aus historischer Sicht?

Freiheit als gesellschaft­licher Zustand (Reich der Freiheit) ist das Ergebnis einer langen ge­schichtlichen Entwicklung, insbe­sondere des revolutionären Kamp­fes der Arbeiterklasse. Die Ver­wandlung der Gesellschaft aus einem Reich der Notwendigkeit in ein Reich der Freiheit kann nur dann er­folgen, wenn die Menschen nicht nur die Gesetze der Natur, son­dern auch die Gesetze der Gesell­schaft erkennen und das gesell­schaftliche Leben planmäßig und bewußt regeln. In der bisherigen Geschichte bis zur Errichtung des Sozialismus ging die gesellschaftliche Notwen­digkeit aus einem Konflikt vieler Einzelwillen hervor, sie erschien als „bewußtlos und willenlos wir­kende Macht“. (MEW, 37, 464)

Was bedeutet Freiheit im Sozialismus?

Im Sozialismus befindet sich die ge­sellschaftliche Notwendigkeit in wachsendem Maße in Übereinstim­mung mit dem Willen der Werktä­tigen. Diese Beziehungen stellt vor allem die marxistisch-leninistische Partei her, unter deren Führung die Arbeiterklasse ihre historische Mission erfüllt. Indem die Arbeiterklasse ihre politische Macht errichtet, im Bündnis mit allen Werk­tätigen die kapitalistischen Produktionsverhältnisse beseitigt und durch sozialistische ersetzt, vernichtet sie die Grundlage der Unfreiheit im Kapitalismus, die kapitalistische Lohnsklaverei.

Aufgabe der Partei der Arbeiterklasse

Durch ihre politisch-ideologische Arbeit macht die marxistisch-leninististische Partei die Werktätigen mit ihrer neuen Stellung als Besitzer der Produktionsmittel, Produzenten und Träger der politischen Macht ver­traut. In diesem praktischen und ideologischen Prozeß werden die gesellschaftlichen Gesetze und die Erfordernisse ihrer Ausnutzung im Interesse der Werktätigen zunehmend besser erkannt. Zugleich wächst die Fähigkeit der sozialisti­schen Gesellschaft, mittels der Leitung und Planung auf der Grund­lage des demokratischen Zentralis­mus sowie der Bewußtheit der so­zialistischen Kollektive und Pe­sönlichkeiten die gesellschaftlichen Gesetze zu beherrschen.

Die sozialistische Persönlichkeit

Dabei können sie sich selbst immer mehr zu freien, sozialistischen Persön­lichkeiten entwickeln. Die gesell­schaftliche Notwendigkeit ist hier eine erkannte, bewußt gewordene Macht und kann sich in gesellschaftliche Freiheit verwandeln. Durch die Vergesellschaftung der Produktionsmittel wird die Unterdrückung des Menschen durch den Menschen im Produktionsprozeß und im Gesamtleben der Gesellschaft beseitigt, es bilden sich Be­ziehungen der Zusammenarbeit, die Kollektivität, heraus, welche bewirken, daß die Arbeit aus einer Qual oder einem notwendigen Übel allmählich zum Bedürfnis wird.

Was verstehen wir unter persönlicher Freiheit?

Auch die persönliche Freiheit des Menschen ist immer an gesellschaftl­che Voraussetzungen gebunden. Sie bestimmen den konkreten Rah­men und den Inhalt der Freiheit des Ir­dividuums. Somit schließt der Begriff als gesellschaftliche Kate­gorie das Problem der individuel­len Freiheit in sich ein. Freiheit ist zugleich eine konkret-historische Kategorie; eine absolute Freiheit gibt es nicht. Der marxistisch-leninistische Freiheitsbegriff faßt die verschiedenen Aspekte der Kategorie Freiheit (z.B. ökonomische, politische, moralische, künstleri­sche Freiheit) in der philosophischen Definition zusammen und lehnt eine inhaltliche Aufspaltung des Begriffs in verschiedene ge­trennte Bereiche ab.

Gibt es Freiheit auch im Kapitalismus?

Die Ideologen der imperialisti­schen Bourgeoisie versuchen, den Begriff der Freiheit jedes konkreten geschichtlichen Inhalts zu berauben und ihn in eine leere Formel zu verwandeln, um ihm reaktionäre imperialistische Inhalte unterschieben zu können. Die abstrakte Freiheitspropaganda und die Verbrei­tung von Freiheitsillusionen gehören zu den wichtigsten Instrumenten des staatsmonopolistischen Herrschaftsmechanismus. Im Sozialismus entsteht nach der Beseitigung der Ausbeutung zum erstenmal eine Gemeinschaft von Menschen, in deren Rahmen sich die persönliche Freiheit des Individuums voll entfalten kann.

Die freie Entfaltung der Persönlichkeit

Doch persönliche Freiheit besteht nicht in Unabhängigkeit von der Gesellschaft, nicht in anarchistischer Zügellosigkeit, sondern in der Mitwirkung an der bewußten und planmäßigen Gestaltung öko­nomischer und anderer gesellschaftlicher Prozesse und in der Möglichkeit, seine individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse im Einklang mit den Grundinteressen der sozialistischen Gesellschaft frei zu entfalten und zu bestätigen.

Freiheit und Unfreiheit in der sozialistischen Gesellschaft

Auch in der sozialistischen Gesellschaft bleibt die Freiheit ein geschichtlicher Prozeß und will ständig neu gestaltet und vertieft werden. Das gilt für die gesellschaftliche Freiheit, aber auch für die individuelle Freiheit, die stets eigene Anstrengungen der In­dividuen verlangt. Der geschichtlichen Tendenz nach beginnt bereits im Sozialismus die Überwindung aller Überreste materieller wie gei­stiger Unfreiheit. Doch das ist ein langer geschichtlicher Prozeß, der erst im Kommunismus vollendet werden kann. Da die Menschen mit dem Sozialismus beginnend im wachsenden Maße ihre eigene Ge­schichte bewußt, gemäß den er­kannten Gesetzmäßigkeiten, der Notwendigkeit, gestalten, hat En­gels den Übergang zur kommunisti­schen Gesellschaftsformation auch als „Sprung aus dem Reich der Notwendigkeit in das Reich der Freiheit“ bezeichnet.

Quelle: Alfred Kosing: Wörterbuch der marxistisch-leninistischen Philosophie, Dietz Verlag Berlin, 1985, S.183-185. (Zwischenüberschriften eingefügt. N.G.)

Stalin Freiheit

„Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, welche Art von „persönlicher Freiheit“ ein Arbeitsloser haben kann, der hungern muß und keine Verwendung für seine Arbeitskraft findet. Wahre Freiheit gibt es nur dort, wo die Ausbeutung abgeschafft ist, wo es keine Unterdrückung der einen Menschen durch die anderen gibt, wo es keine Arbeitslosigkeit und keine Armut gibt, wo der Mensch nicht davor zittert, seine Arbeit, seine Wohnung, sein Brot zu verlieren. Nur in einer solchen Gesellschaft ist echte Freiheit möglich, nicht die Freiheit auf dem Papier, persönliche Freiheit oder jede andere Art von Freiheit.“

Quelle: J.W Stalin „Gespräch mit dem Vorsitzenden der amerikanischen Zeitung ,Scripps Howard Newspapers‘, Mr. Roy Howard.“ am  1. März 1936. Aus:  Zeitung „Prawda“, 5. März 1936

Die Grenzen der Freiheit

Für ROUSSEAU ist Freiheit das Attribut des menschlichen Naturzustandes und kommt nur dem Individuum zu. Diese Auffassung findet in der französischen Revolution ihren Niederschlag in Artikel 4 der Erklärung der Menschenrechte von 1791: „Die Freiheit besteht darin, alles tun zu können, was keinem anderen schadet.“ Die Proklamierung der Freiheit der Persönlichkeit schließt die Freiheit, voll und uneingeschränkt über sein Privateigentum (an den Produktionsmitteln) zu verfügen, ein.

Das Verdienst HEGELs in der Geschichte des Freiheitsbegriffs besteht darin, daß er die Freiheit als historische Kategorie faßt: „Eine Freiheit, die keine Notwendigkeit in sich hätte, und eine bloße Notwendigkeit ohne Freiheit, dies sind abstrakte und somit unwahre Bestimmungen.“ (G.W.F. Hegel, Werke, Bd.8, S.110f.)

Illusionen von Freiheit

Die Ideologen der imperialistischen Bourgeoisie versuchen, den Freiheitsbegriff seines konkret historischen Inhalts zu entleeren und ihn in eine abstrakte Formel zu verwandeln, mit deren Hilfe sie Illusionen über das imperialistische Gesellschaftssystem erzeugen und zugleich die sich entwickelnde reale Freiheit in der sozialistischen Gesellschaft verunglimpfen. Eine kleinbürgerliche, pseudorevolutionäre Freiheitsutopie vertritt der Anarchismus, der in Wirtschaft  und Politik die absolute Freiheit des Individuums durch die Abschaffung eines jeden Zwangs, vor allem des Staates fordert.

Die erkämpften Freiheiten

Die bürgerliche Freiheit ist vor allem die Freiheit der Bourgeoisie, der besitzenden und herrschenden Klasse, die Arbeuterklasse und andere Werktätige auszubeuten, zu beherrschen und ihre eignen Interessen zu befriedigen, während die Arbeiterklasse und die werktätigen Massen nur durch den ständigen organisierten Klassenkampf bestimmte Freiheiten erzwingen und bewahren können.

Quelle:
Georg Klaus/Manfred Buhr: Philosophisches Wörterbuch (2 Bde.), VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1975, Bd.1, S.422-427. (Zwischenüberschriften eingefügt. N.G.)
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